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Ich schreibe aus der Sicht des Verbrauchers, und es ist nun mal Fakt, dass ich mit zwei sehr schlechten Objektiven "versorgt" wurde - beide neu gekauft (keine Rückläufer).

Selbst wenn es gute bis sehr gute Exemplare zu diesem Objektiv geben sollte, habe ich hinreichend Grund, unzufrieden zu sein. Denn für 80-90% der Interessenten an diesem Objektiv ist meine Situation die vergleichbare, nicht die des Bloggers, der aus welchen Quellen auch immer, auf 10 Exemplare zurückgreifen kann.

Wofür haben denn die Unternehmen Qualitätssicherung wenn nicht zu dem Zweck, das auszusieben, was letztlich doch bei mir gelandet ist.

 

... und ich bin dankbar, dass Nutzer hier ihre eigenen Erfahrungen mit SONY-Produkten veröffentlichen. Ähnliche Probleme soll es ja auch schon mit anderen SONY-Objektiven geben oder gegeben haben.

 

Habe selbst die A7 mit dem Kit-Objektiv und werde aus den von @specialbiker geschilderten Gründen das 24-70 mm auf keinen Fall kaufen. Selbst wenn einige User meinen, hier die Schilderungen von @specialbiker als "übertrieben" hinstellen zu müssen, ändert sich meine Meinung nicht. Schließlich ist er ja nun wirklich nicht der einzige User hier im Forum, der über diese teilweise mangelhafte Qualität berichtet.

 

SONY allein hat die Möglichkeit, mit einer zuverlässigen Qualitätssicherung (angeblich soll bei ja bei diesem Objektiv sogar ZEISS selbst dafür zuständig sein...) für entsprechendes Vertrauen beim Kunden zu sorgen. Aber die äußern sich ja zu diesen Problemen überhaupt nicht, sondern tauschen problemlos um. Ich sehe aber nicht ein, für SONY oder ZEISS als "Beta-Tester" tätig zu sein. SONY hätte ja durchaus die Möglichkeit, im eigenen Internet-Portal mal zu diesem Problem Stellung zu nehmen. Was geschieht denn z.B. mit den reklamierten Objektiven? Gehen die postwendend zur Nachjustierung an Geissler oder gar nach Asien zurück und kommen dann neu konfektioniert wieder in den Verkauf? Im SONY-eigenen "Ramsch"-Store sind sie jedenfalls noch nicht aufgetaucht. Oder ist der Preis bewusst so hoch angesetzt, dass man die reklamierten Exemplare problemlos "entsorgen" kann?

 

Egal, andere User mögen - wie man auch hier im Thread lesen kann - mit ihrem Exemplar durchaus zufrieden sein. Ich jedenfalls habe Verständnis für jeden Kunden, der nach mehreren erfolglosen Versuchen, ein mängelfreies Objektiv zu bekommen, auf weitere Enttäuschungen verzichtet. Außerdem bin ich besonders bei "positiven Beweisfotos" immer ein wenig skeptisch, ob ich da wirklich sehe, was aus der Kamera herauskam oder möglicherweise mit LR oder ähnlicher Software nachgebessert wurde...

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 . . . . Insgesamt hat Tamron vorzügliches Preis/Leistung Verhältnis, ist aber doppelt so schwer und groß, und deswegen keine richtige Alternative für FE Objektive. Wer diesen Klopper an seinem Body akzeptiert, sieht es natürlich anders.

 

Gemessen an einer A6000 mit dem 1670Z ist natürlich wiederum die A7 mit 2470Z auch ein Klopper, und das bei solchen Ergebnissen (A6000):

 

Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen…

Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder!

 

Original:

 

https://www.dropbox.com/s/bq646jktob6sojq/le_DSC09703.jpg?dl=0

 

 

Da ziehe ich die kompakte Kombination schon vor. Ist jetzt nicht der Thread A7 / A6000, aber nachdem ein "Klopper" an Objektiv (Tamron) von Dir ins Spiel gebracht wurde, ist meine Antwort: Lieber den "Klopper" vorne dran und adäquate Bildergebnisse. Oder, wenn ich schon mit Kompromissen leben muss, dann sollten diese auch zu Vorteilen in der Kompaktheit führen  - das finde ich dann bei der A6000 prima ausbalanciert (und beispielsweise auch bei MFT).

 

 

 

Hans 

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(...)

 

Wenn jemand meint, dass er das Objektiv verteidigen muss, entweder weil ihm die Qualität des 2470Z ausreichend erscheint, oder weil er das Glück hatte, dieses eine von 10, 20, 50 (?) Exemplaren zu ergattern, welches ausnahmsweise eine gute Abbildungsleistung schafft ("sehr gut" werden wir wohl generell ausschließen können), dann mag er dazu stehen - aber die Mehrheit der Leser hier ist wohl besser mit der Art von Information bedient, welches Risiko sie beim Kauf dieses Produktes eingehen, und, falls sie dennoch Interesse an diesem Objektiv haben sollten, mehr als sonst üblich sich gleich beim Kauf die Möglichkeit einer Rückgabe einkalkulieren sollten.

 

(...)

 

Es kommt natürlich hinzu, dass ein Objektivtest dieser Art "belastbar" gestaltet sein muss - ein durch Ausreisser bedingtes Fehlurteil kann sich ein Blogger nicht leisten. Anders hier im Forum: Ich schreibe aus der Sicht des Verbrauchers, und es ist nun mal Fakt, dass ich mit zwei sehr schlechten Objektiven "versorgt" wurde - beide neu gekauft (keine Rückläufer).

 

Selbst wenn es gute bis sehr gute Exemplare zu diesem Objektiv geben sollte, habe ich hinreichend Grund, unzufrieden zu sein. Denn für 80-90% der Interessenten an diesem Objektiv ist meine Situation die vergleichbare, nicht die des Bloggers, der aus welchen Quellen auch immer, auf 10 Exemplare zurückgreifen kann.

 

Wofür haben denn die Unternehmen Qualitätssicherung wenn nicht zu dem Zweck, das auszusieben, was letztlich doch bei mir gelandet ist.

 

Es ist mir ein Rätsel, weshalb Du andauernd insinuierst, dass Du zwei besonders schlechte Exemplare bekommen hättest. Das von Dir gezeigte Beispiel ist für das SEL2470Z repräsentativ und niemand hat bis jetzt behauptet, dass er ein besseres Exemplar habe.

 

Die gezeigte Abbildungsleistung mag man als unbefriedigend/durchschnittlich oder was auch immer bezeichnen; dass sie nicht überragend ist, darin sind sich auch die meisten Tester einig. Es ist Dir auch unbenommen, die Abbildungsleistung als für Deinen Ansprüchen nicht genügend zu taxieren. Wenn aber behauptet wird, sie sei "sehr schlecht", "wie falsch fokussiert", das Exemplar sei mangelhaft etc., dann liegt das Problem beim Urteilsvermögen und nicht beim Objektiv.

 

Im übrigen mag ich es Dir gönnen, dass Dir die A6000 mit dem Kit besser gefällt. Allerdings hat sie keinen künstlichen Horizont, auf den ich nicht verzichten möchte. Soll ich deswegen in jedem Thread zur A6000 herumnölen, was das für eine mangelhafte Kamera sei, die überhaupt nicht auf dem Stand der Technik und für ernsthafte Fotografie kaum zu gebrauchen sei?

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Im übrigen mag ich es Dir gönnen, dass Dir die A6000 mit dem Kit besser gefällt. Allerdings hat sie keinen künstlichen Horizont, auf den ich nicht verzichten möchte. Soll ich deswegen in jedem Thread zur A6000 herumnölen, was das für eine mangelhafte Kamera sei, die überhaupt nicht auf dem Stand der Technik und für ernsthafte Fotografie kaum zu gebrauchen sei?

 

Ich habe bei meiner Kritik an diesem Objektiv die A7 immer aussen vor gehalten, den von Dir zitierten Begriff einer "mangelhaften" Kamera habe ich nie auch nur andeutungsweise erwähnt. Ich habe, wenn möglich, den Einsatz von Festbrennweiten empfohlen, und die A7 an diesen Festbrennweiten als ein Werkzeug eingeordnet, dass zu ausserordentlich guten Ergebnissen befähigt. Die Empfehlung, eine A7 nicht zu kaufen, kommt von mir nur mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die (variablen) Brennweiten, die von Sony stiefmütterlich behandelt werden - der Rest ist Klasse, überwiegend. 

 

Ich selber habe hier die A7ii mit einer Reihe von Canon, Contax und Minolta Brennweiten (dazu das zitierte Tamron), und kann mit dieser Ausrüstung extrem gute Ergebnisse produzieren (rein technisch betrachtet). Und das 28-70 Kitobjektiv werde ich auch in Zukunft nach wie vor einsetzen - selbst Colorfoto kommt in seiner Bestenliste zu dem Schluß, dass dieses Kit dem Zeiss vorzuziehen wäre, wobei große Zeitschriften für ihre Tests wohl noch mit selektierten Objektiven ausgestattet werden, was sich hier vorteilhaft für das Zeiss auswirkt.  

 

Der Frust, der sich hier über dem 2470Z entlädt, ist auch dadurch entstanden, weil man bei einer Kamera dieser Klasse natürlich auch den Wunsch für ein tolles Standardzoom entwickelt: MFT kann allein 4 hochwertigste Varianten in diesem Brennweitenbereich anbieten (1 Pana, 3 Oly), im APS-C Bereich kann Sony mittlerweile auch mit guten Produkten punkten, Fuji hat 2 Stück im Programm und selbst der Newcomer Samsung bietet eine herausragende Alternative an (das neue 2-2,8/16-50). Und der DSLR Kunde schwimmt förmlich in Angeboten. Nur Sony rafft es nicht, für ihre A7er Serie was adäquates auf die Beine zu stellen, und dass, obwohl seit vielen Jahren die Objektivpalette die (allseits bekannte) Schattenseite dieses Herstellers darstellt. Aber anstatt Hausaufgaben zu machen, anstatt Fremdobjektive einzukaufen, schmort man lieber im eigenen Saft und bereitet schon mal den nächsten Hype vor. So kennen wir Sony, zumindest diejenigen, die sich etwas tiefer mit dem Thema auseinandersetzen (ich habe Sony Kameras seit der Übernahme von Konica Minolta), und so sehen die Produkte aus - mal sind sie Spitze (allen voran die Sensoren natürlich), dann wieder unterirdisch. 

 

 

Hans 

bearbeitet von specialbiker
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Wir beide, Hans und ich, haben uns ja manches Mal gekappelt, aber hier muss ich mal eine Lanze für ihn brechen.

 

Das hier

http://www.photozone.de/sonyalphaff/867-zeiss2470f4oss?start=2
ist nicht umwerfend.
Dazu dann das:
http://farm3.staticflickr.com/2863/12350124513_426fb7a8f9_o.jpg
Ich habe noch keinen Linsenschnitt davon gefunden, aber wenn ich die Abbildung der Lichtquellen bei diesem Bild von Phillip sehe
https://www.flickr.com/photos/birnenbaumgarten/12350480743/
dann weiß ich wie das Heck des Objektivs konstruiert ist.
Sorry, bei DEN Kurven und Abbildungen ist ein Objektiv schon für mich erledigt bevor ich es angefasst habe.

 

Falls jemand einen Linsenschnitt findet, dann her damit und ich zeige, wo da der Hund begraben liegt.

 

 

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...

 

Falls jemand einen Linsenschnitt findet, dann her damit und ich zeige, wo da der Hund begraben liegt.

 

Findest du bei den Diagrammen "Hervorragende Optische Leistung" auf http://www.sony.de/electronics/kamera-objektive/sel2470z nach den Diagramme angeheftet.

 

bzw.http://sonyglobal.scene7.com/is/image/gwtprod/f679a55a24e1f268fe926cbc3d3e8b2d?fmt=jpeg&wid=1154

bearbeitet von Purzele
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Findest du bei den Diagrammen "Hervorragende Optische Leistung" auf http://www.sony.de/electronics/kamera-objektive/sel2470z nach den Diagramme angeheftet.

 

bzw.http://sonyglobal.scene7.com/is/image/gwtprod/f679a55a24e1f268fe926cbc3d3e8b2d?fmt=jpeg&wid=1154

 

Aha, danke, das hatte ich übersehen. Das hier ist es also:

http://sonyglobal.scene7.com/is/image/gwtprod/f679a55a24e1f268fe926cbc3d3e8b2d?fmt=jpeg&wid=577&qlt=85

Dort ist zu sehen was ich vermutet hatte. Die gesamte hintere Linsengruppe sieht eher nach Biogonabkömmling aus (was bei Film keine Rolle spielt), als nach einer Retrofokuskonstruktion (Distagon), wie sie für WW bis 24 mm runter dringend nötig wäre. Die vorletzte Linse ist sogar sehr stark streuend und die letzte Linse nur sehr schwach sammelnd. Es kann sogar sein, dass das letzte Teil nur eine plane Scheibe ist um das Objektiv zu dichten. Genau kann man das auf dem Bild nicht erkennen.So wie das Otus http://www.zeiss.de/camera-lenses/de_de/camera_lenses/otus/otus1455.html  (siehe Design) müsste es prinzipiell hinten rum aussehen. Und wie wir wissen, bildet das Otus ja exzellent ab.

bearbeitet von wolfgang_r
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@ specialbiker

 

Nutzt Du zur Beurteilung unkorrigierte RAW? Dann könnte ich dein harsches Urteil teilweise nachvollziehen. Mit den angewandten Korrekturprofilen nicht mehr.

 

Was Du hier auffährst, sind ziemlich schwere Geschütze. Nutzern dieses Objektives zu unterstellellen, sie würden die Schwächen eben nicht sehen oder mit minderwertigen Produkten zufrieden sein. Sony ist nicht in der Lage, anständige Zoom-Objektive anzubieten. Was ist mit dem 16-35 und dem 70-200, sind die auch Müll? Woher nimmst du die Werte als Grundlage für die Aussage, 80-90% aller 2470 sind Ausschuss und stellt das dann noch als allgemein gültige Grundlage für vermeintliche Interessenten dar?

 

Ich denke, etwas mehr Mäßigung und Sachlichkeit wäre angebracht. Vorbeugend: ich muss weder Sony noch meine Kaufentscheidung verteidigen. Warum auch? Ich hatte das Kit-Zoom, habe es mit dem 2470 verglichen und anschließend das Kit-Zoom verkauft. Herstellerübergreifend ziehe ich es auch zusammen mit der A7 der Kombination Fuji XT-1 mit dem 18-55 vor.

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@ specialbiker

 

Nutzt Du zur Beurteilung unkorrigierte RAW? Dann könnte ich dein harsches Urteil teilweise nachvollziehen. Mit den angewandten Korrekturprofilen nicht mehr.

 

Ich lese ja nur interessiert mit... aber was hat denn nativ nicht vorhandene Schärfe mit RAW und Korrekturprofilen zu tun?

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Ich lese ja nur interessiert mit... aber was hat denn nativ nicht vorhandene Schärfe mit RAW und Korrekturprofilen zu tun?

 

Wie? Ist das etwa vorher noch schlechter?

In Photozone  http://www.photozone.de/sonyalphaff/867-zeiss2470f4oss?start=2  steht:

Optical Quality: 2hstar.gif (in auto-corrected mode)  

bearbeitet von wolfgang_r
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@ specialbiker

 

Nutzt Du zur Beurteilung unkorrigierte RAW? Dann könnte ich dein harsches Urteil teilweise nachvollziehen. Mit den angewandten Korrekturprofilen nicht mehr.

 

Kontrastanhebung und Schärfung haben stattgefunden.

 

Was Du hier auffährst, sind ziemlich schwere Geschütze. Nutzern dieses Objektives zu unterstellellen, sie würden die Schwächen eben nicht sehen oder mit minderwertigen Produkten zufrieden sein. Sony ist nicht in der Lage, anständige Zoom-Objektive anzubieten. Was ist mit dem 16-35 und dem 70-200, sind die auch Müll? Woher nimmst du die Werte als Grundlage für die Aussage, 80-90% aller 2470 sind Ausschuss und stellt das dann noch als allgemein gültige Grundlage für vermeintliche Interessenten dar?

 

Ich denke, hier wurden einige Zahlen vertauscht. Ich habe nicht alle Zoom-Objektive "ins Visier" genommen, sondern den Standardbrennweitenbereich angesprochen, in dem 80-90% aller Aufnahmen stattfinden. 

 

Ich denke, etwas mehr Mäßigung und Sachlichkeit wäre angebracht. Vorbeugend: ich muss weder Sony noch meine Kaufentscheidung verteidigen. Warum auch? Ich hatte das Kit-Zoom, habe es mit dem 2470 verglichen und anschließend das Kit-Zoom verkauft. Herstellerübergreifend ziehe ich es auch zusammen mit der A7 der Kombination Fuji XT-1 mit dem 18-55 vor.

 

Verstehe ich, dass meine Beiträge zu diesem Objektiv "radikal" klingen, daher versuche ich die Entwicklung meiner Meinung hierzu noch etwas detaillierter zu beschreiben.

 

Ein erster Test meiner Objektive findet (aus Zeit / Tageslichtgründen) generell in meinem Wohnzimmer bei Kunstlicht statt: Aus ca. 3 Meter Entfernung mache ich Aufnahmen der Frontplatte meines Stereoverstärkers und kontrolliere die Abbildungsqualität eines Objektivs über die Lesbarkeit der aufgedruckten Beschriftungen. Hierzu hat sich im Laufe der Zeit wegen der konstanten Bedingungen ein gewisser Erfahrungsschatz entwickelt, mein persönliches Testchart sozusagen. Hier hat das Zeiss eine dermaßen schlechte Leistung erbracht, dass ich an AF, Verwacklung und allem Möglichem gezweifelt habe, bevor ich einsehen musste, dass ich leider das Optimum an Qualität dieses Objektivs schon erzielt hatte. Buchstaben wurden verwaschen abgebildet, obwohl alle anderen im Vergleich verwendeten Objektive (bei gleicher Brennweite und Blende) eine klar lesbare, kontrastreiche Schrift darstellen konnten. Danach manuell fokussiert, keine Veränderung. Abblenden verbessert geringfügig.

 

Mit diesem Ergebnis dann die Tests im Freien gestartet, gehofft, dass sich das Objektiv nur im Nahbereich "zickig" verhält, und immer davon ausgegangen bin, es behalten  zu wollen - nur: Es war nicht möglich, über die Defizite hinwegzusehen. Dabei habe ich mich speziell auf die Brennweiten 50-70mm konzentriert, da sich hier die Ergebnisse am Besten reproduzieren liessen. Die Weitwinkelschwächen waren mir vor dem Kauf bewusst, und ich wäre bereit gewesen, den Kompromiss einzugehen, für mehr Randschärfe deutlich abblenden zu müssen. Aber ein eingebauter Weichzeichner im Telebereich hat mir gerade noch gefehlt - das muss nicht sein (Unschärfen hatte ich auch im Weitwinkel, nicht nur am Rand - ich habe dies dann auf OIS zurückgeführt, da nicht sauber reproduzierbar, und vorerst ausgeklammert).

 

Und wenn ich jetzt meinen Fuhrpark an Objektiven betrachte: Minolta AF, Sigmas und Tamrons (A-Mount) aus zwei Jahrzehnten, in allerlei Varianten, ca. 10 Stück, die im vergleichbaren Brennweitenbereich angesiedelt sind, Objektive, für die man bei Ebay vielleicht noch 50€ bekommt, Scherben eigentlich, die schon in der Analogära nicht zu den besten gezählt haben: Die schlechtesten davon waren ungefähr so wie das Zeiss. Ein zweites Zeiss-Exemplar hat sich dann identisch verhalten. 

 

Jetzt Frage an Dich: Wie diplomatisch denkst Du, sollte man diesen Sachverhalt ausdrücken, um einigermaßen deutlich zumachen, welcher Schund hier ausgeliefert wurde?

 

Damit sage ich nicht, dass jeder ein solches Objektiv erhalten muss. Ich hatte zwei Stück bisher, und vielleicht mache ich noch einen Test mit einem Dritten, erfahrungsresistent wie ich bin. Aber allein der Umstand, dass zwei Objektive an der Grenze zu Schrott beim selben Besitzer landen, aus zwei völlig unabhängigen Quellen (einmal Online gekauft, einmal im Elektromarkt),  ist für jemand, der auch nur die geringste Ahnung von Statistik besitzt, eine Auffälligkeit, die wir hier nicht in Watte packen müssen.

 

Hans 

bearbeitet von specialbiker
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Aha, danke, das hatte ich übersehen. Das hier ist es also:

http://sonyglobal.scene7.com/is/image/gwtprod/f679a55a24e1f268fe926cbc3d3e8b2d?fmt=jpeg&wid=577&qlt=85

Dort ist zu sehen was ich vermutet hatte. Die gesamte hintere Linsengruppe sieht eher nach Biogonabkömmling aus (was bei Film keine Rolle spielt), als nach einer Retrofokuskonstruktion (Distagon), wie sie für WW bis 24 mm runter dringend nötig wäre. Die vorletzte Linse ist sogar sehr stark streuend und die letzte Linse nur sehr schwach sammelnd. Es kann sogar sein, dass das letzte Teil nur eine plane Scheibe ist um das Objektiv zu dichten. Genau kann man das auf dem Bild nicht erkennen.So wie das Otus http://www.zeiss.de/camera-lenses/de_de/camera_lenses/otus/otus1455.html  (siehe Design) müsste es prinzipiell hinten rum aussehen. Und wie wir wissen, bildet das Otus ja exzellent ab.

 

Eigentlich völlig unverständlich, dass Hersteller wie Sony und andere nicht Ihren profunden Rat bei der Konstruktion neuer Objektive und Kameras einholen. Ein ausgewiesener Optik-Fachmann, der auch noch des Lateinischen mächtig ist. Wie können Firmen nur so blind sein.  :)

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 Die schlechtesten davon waren ungefähr so wie das Zeiss. Ein zweites Zeiss-Exemplar hat sich dann identisch verhalten. 

 

Jetzt Frage an Dich: Wie diplomatisch denkst Du, sollte man diesen Sachverhalt ausdrücken, um einigermaßen deutlich zumachen, welcher Schund hier ausgeliefert wurde?

 

Damit sage ich nicht, dass jeder ein solches Objektiv erhalten muss. Ich hatte zwei Stück bisher, und vielleicht mache ich noch einen Test mit einem Dritten, erfahrungsresistent wie ich bin. Aber allein der Umstand, dass zwei Objektive an der Grenze zu Schrott beim selben Besitzer landen, aus zwei völlig unabhängigen Quellen (einmal Online gekauft, einmal im Elektromarkt),  ist für jemand, der auch nur die geringste Ahnung von Statistik besitzt, eine Auffälligkeit, die wir hier nicht in Watte packen müssen.

 

Hans 

 

Ganz sicher, dass Du das Carl Zeiss Vario-Tessar T* FE 4/24-70 ZA meinst. Bei so vielen Objektiven im Bestand kann man schon mal was verwechseln.

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Eigentlich völlig unverständlich, dass Hersteller wie Sony und andere nicht Ihren profunden Rat bei der Konstruktion neuer Objektive und Kameras einholen. Ein ausgewiesener Optik-Fachmann, der auch noch des Lateinischen mächtig ist. Wie können Firmen nur so blind sein.  :)

 

Das wird Sony schon bewusst gewesen sein. Hier ging es vermutlich mehr darum, die Vorgaben des Marketings bezüglich der Größe einzuhalten. Dass es auch anders geht, zeigt ja z.B. das 1.8/55.

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Eigentlich völlig unverständlich, dass Hersteller wie Sony und andere nicht Ihren profunden Rat bei der Konstruktion neuer Objektive und Kameras einholen. Ein ausgewiesener Optik-Fachmann, der auch noch des Lateinischen mächtig ist. Wie können Firmen nur so blind sein.  :)

 

http://ingeb.org/Lieder/palmstre.html

 

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Hier noch etwas zum "kleinen Bruder" des 2470Z

 

http://www.photozone.de/sony_nex/901-sony1670f4oss?start=2

 

Wobei ich diesmal der Meinung bin, dass mein (!) 1670Z besser sein könnte als das getestete Exemplar - unterm Strich bleibt jedoch auch dann eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der Serienstreuung dieser Produkte.

 

Hans 

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  • 2 weeks later...

Ich hatte noch nie ein in der optischen Leistung schlechtes Zeiss für Sony Objektiv in den Händen. Kann man ausschließen, dass es sich um ein Plagiatsmodell aus China handelt, das in Hongkong geordert wurde? Im anderen Thread wurde vom Zoll die Existenz derartiger Nachbauten bei Canon vermutet. Und das Objektiv abgefangen und zu Canon zur Prüfung geschickt... Echt heftig...

 

Wenn man sich den Linsenschnitt anschaut und die Diskussion liest, was soll man da denken? Wurde am Ende tatsächlich eine Linse in der Konstruktion vergessen? lol

 

Ich halte eine empörte Reaktion des Kunden, der ein teures Zeiss oder Sony Objektiv kauft, und für viel Geld schlechte Leistung erhält, für absolut berechtigt.

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Natürlich können auch Verbalfotografen (fühle mich angesprochen) Bilder zeigen, auch wenn sie nur zu dem Zweck aus dem Papierkorb gekramt werden müssen: 2470Z, 70mm, Bl. 4 (ein Beispiel von Dutzenden, verteilt auf zwei Exemplare dieses Objektivs, Fehlfokussierung daher ausdrücklich ausgeschlossen - und keines sieht besser aus, Crop von 1800x800 etwa, zentral aus Bildmitte genommen):

 

 

attachicon.gifle_DSC09764.jpg

 

Hier im Vergleich eine A6000 mit dem 1670Z bei 50mm (ca. 75mm umgerechnet), auch nicht der Hit, aber deutlich schärfer, einfach mal die Geländer vergleichen (das 1670 bewegt sich im überlappenden Brennweitenbereich auch nur  auf dem Niveau des 150€-1855 Kit, das anfangs extrem verrissen wurde, aber wenigstens ist es im Gegensatz zum 2470Z nicht schlechter als das Kit). Ja, was wir von Zeiss heutzutage geboten bekommen verursacht schon Schluckbeschwerden.

 

 

attachicon.gifle_DSC09775.jpg

 

 

Jedenfalls ein Beispiel, bei dem die "Einsteiger" APS-C A6000-Kombi die VF-Kombi (A7ii)  deutlich abhängt. Mag sein, dass die reduzierte Auflösung hier in der Forumsdarstellung den Unterschied gnädigerweise etwas nivelliert (ein Grund, warum ich solche Vergleiche gerne "verbal" kommuniziere), aber einige wollten ja Bilder sehen, und entsprechend habe ich welche hochgeladen. Und darin ist verpackt, was ich sagen will: Was bringt mir Vollformat, ohne entsprechendes Glas vorne dran: Es bringt mir nicht nur keinen Vorteil, es wirft mich (wie in meinem Beispiel) gegenüber einer kleineren Sensorklasse sogar zurück.

 

Und nochmals die Crops in Originalauflösung:

 

Hier die A7:

https://www.dropbox.com/s/wrr6k7j8k9jrpjy/le_DSC09764.jpg?dl=0

 

Hier die A6000:

https://www.dropbox.com/s/9ypj2h33v70psz2/le_DSC09775.jpg?dl=0

 

Hans

Hi Hans, auch wenn ich dir recht gebe, dass vom vielgerühmten Vorteil von FF bei diesen BIldern nichts zu sehen ist, hat die A6000 natürlich zwei Vorteile: Blende f5.6 statt f4 und 50mm = 75 mm FF gegen 70 mm beim 2470.

Trotzdem sollte die A7 mit einem Vollformatobjektiv keine Probleme haben sich von der A6000 mit einem ähnlichen Objektiv abzusetzen. Dass es ihr in diesen Bildern nicht gelingt, ist angesichts des noch höheren Preises des 2470 gegenüber dem schon nicht billigen 1670 bedauerlich.

 

Da ich vor kurzem ein praktisch unbenutztes 1670 für unter 60% des Listenpreises erstehen konnte, finde ich dass natürlich auch ganz nett ;) .

Wobei das 1670 auch nicht gerade perfekt ist, Stichwort Vignettierung bei 16mm f4.

 

 

 

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