Viewfinder Geschrieben 6. Februar 2016 Share #1 Geschrieben 6. Februar 2016 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Ich weiß ja, das hier ist ein sehr Technik affines Forum. Doch darf man einmal ganz behutsam in Anbetracht der ganzen aktuellen und weiter zu erwartenden Hochleistungstechnik die Frage nach Sinn und Zweck stellen? 36/50 MP-Supersensoren und hochgezüchtete Optiken (aktuelles Beispiel die G Master-Reihe): das alles ist sauteuer und befriedigt Meßtechniker bei Labortests, doch braucht man das wirklich zum "normalen" Fotografieren? Wenn es um eine Form der dokumentarischen Fotografie geht oder um reprotechnische Wiedergaben, dann mag das Streben nach höchster Auflösung und möglichst optimaler, aufwändiger Fehlerkorrektur sinnvoll sein. Doch insbesondere wenn es um "künsterlerische" Fotografie geht, dann braucht man derartige Hochleistungstechnik doch wirklich nicht bzw sie wird in vielen Fällen mit ihrer gnadenlosen Detailschärfe oftmals zunehmend zu einem Hindernis und kontraproduktiv. Die Schere zwischen immer hochgezüchteteren Technik und deren Praxisnutzen geht inzwischen immer weiter auseinander. Ich habe den Eindruck, dass es inzwischen um einen Technikwahn um seiner selbst willen geht, wo die praktische Anwendung eigentlich keine Rolle mehr spielt. Sinn und Zweck dieser Technik ist die Perfektionierung der Technik als solcher und nicht mehr deren nutzbarer Gebrauch im fotografischen Alltag. Also die Rekordjagd nach möglichst optimalen Messwerten. Dass die Industrie und die ganzen mit ihr verbandelten Medien diese Entwicklung hegen und pflegen liegt natürlich in deren Interesse. Die Existenz der Fachzeitschriften liegt in dem Schüren von Fragstellungen wer wen messtechnisch von einem imaginären Thron stürzt und die neue Spitze markiert. Doch wie gesagt, wer nach Sinn und Zweck zu fragen wagt, wird wahrscheinlich zum Buhmann auf der isolierten Spielwiese der Technik-Rekordjäger... leicanik, T. Pan, tgutgu und 15 weitere haben darauf reagiert 18 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Werbung Geschrieben 6. Februar 2016 Geschrieben 6. Februar 2016 Hi Viewfinder, Das könnte für dich interessant sein: Technik ohne Nutzen . Da findet jeder was…
noreflex Geschrieben 6. Februar 2016 Share #2 Geschrieben 6. Februar 2016 @viewfinder ich stimme Dir nicht oft zu. Aber hier gern! Zu 100% Gut formuliert. Chapeau! Viewfinder und joachimeh haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
fourthird Geschrieben 6. Februar 2016 Share #3 Geschrieben 6. Februar 2016 (bearbeitet) Ich sehe das pragmatisch, egal ob nun optische Technik, Smart Phones, Autos, etc. etc. ..... Allein schon der Wettbewerb erzwingt immer bessere Technologien mit noch besseren Leistungen. Welcher Hersteller sollte da freiwillig aussteigen oder stagnieren ? Und mich interessiert immer noch sehr, was technisch machbar ist. Grüße Fourthird bearbeitet 6. Februar 2016 von fourthird Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
m.c.reloaded Geschrieben 6. Februar 2016 Share #4 Geschrieben 6. Februar 2016 Liest sich für mich wie ein Bericht aus der Vergangenheit, ein Geschichtsdokument. Heute haben wir längst eine Ausgabenquote von 50% des Nettoeinkommens für unnützes Zeugs und unsere Vermögen sind bereits aufgezehrt. Das i-car mit Internetvernetzung, bei dem man den Reifendruck über das interface des heimischen i-fridge abfragen kann, können sich nur noch die Inhaber von Camerashops leisten. Menschen, die sich das 'i-' nicht mehr leisten können drohen zu verhungern, weil es nur noch i-Lebensmittelshops gibt. Der letzte Fotograf ohne 'i-', den man mit einer analogen Leica M mit tri-x 400 in Riad erwischte, wurde gleich vor Ort enthauptet. ;-) Mal im Ernst, den ganzen Elektromüll, über den wir hier täglich lesen und schreiben, braucht kein Mensch. Das Fernsehen ist für die Tonne. Ich denke, wir könnten auch heute noch ohne einen einzigen Stromverbraucher in unserem Besitz glücklich überleben, wenn wir uns etwas anstrengen - ein klein wenig. Kleinkram und norbert2.0 haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
micharl Geschrieben 6. Februar 2016 Share #5 Geschrieben 6. Februar 2016 Ich weiß ja, das hier ist ein sehr Technik affines Forum. Doch darf man einmal ganz behutsam in Anbetracht der ganzen aktuellen und weiter zu erwartenden Hochleistungstechnik die Frage nach Sinn und Zweck stellen? 36/50 MP-Supersensoren und hochgezüchtete Optiken (aktuelles Beispiel die G Master-Reihe): das alles ist sauteuer und befriedigt Meßtechniker bei Labortests, doch braucht man das wirklich zum "normalen" Fotografieren?Nein Die Schere zwischen immer hochgezüchteteren Technik und deren Praxisnutzen geht inzwischen immer weiter auseinander.Ja. Aber Du machst selbst die Einschränkung: Normaler Gebrauch. Es gibt selbstverständlich immer wieder Anwendungen, die außerhalb des "normal" liegen und die völlig legitimerweise höchste Anforderungen an bestimmte technische Eigenschaften stellen. Da ist es schon sinnvoll, auch entsprechendes Gerät zu entwickeln - und höchst verständlich, daß die Hersteller im Interesse ihres Absatzes der Allgemeinheit vorgaukeln wollen, sie bräuchten diese Supertechnik ebenfalls. Ich amüsiere mich dann ein wenig, wenn einige Mitschreiber hier im Forum, in dem zu 99+% Amateure vertreten sind, dabei mitmachen. Pixelpeeperei für die Pixelpeeperei braucht niemand. G"M" wie "Master" hat wohl schon ein wenig das Zeug zu des (nicht ganz so) armen Mannes Leica SL-Ersatz. Was aber nichts daran ändert, daß es punktuell auch ein reales Bedürfnis für diese Technik gibt. Zusätzlich ein ebenso reales Bedürfnis, sich durch ein rotes Bapperl am Rohr etwas aus der Menge hervorzuheben. Das ist ja auch ein Nutzen der hochentwickelten Technik. Im Übrigen ist festzustellen, daß die Hersteller fast alle realistisch genug sind, ihr Angebot zu diversifizieren. Wer die letzten 5% Leistung nicht braucht oder sie sich nicht leisten kann, wird auch zu 95% bedient, und das zu einem Bruchteil des Preises. Selbst Leica macht dabei mit und bedient das "Economy"-Segment mit umgelabelten Zukäufen von Panasonic. Und so lebten alle glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Viewfinder hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Viewfinder Geschrieben 6. Februar 2016 Autor Share #6 Geschrieben 6. Februar 2016 Lieber m.c.reloaded was Du schreibst ist natürlich sehr radikal. Ich bin absolut kein Technikfeind oder Maschinenstürmer, doch inzwischen haben wir mE in vielen Bereichen ein derart hohes Niveau erreicht, wo uns die Technik zukünftig Leistungen erbringt, denen unsere begrenzten menschlichen Sinne eigentlich im Wege sind. Will sagen: Klangreinheit im nicht hörbaren Fledermausniveau oder Auflösungungsvermögen, das wir gar nicht mehr wahrnehmen können, sei es in der Fotografie oder bei der TV-Wiedergabe, Super-Ultra-Mega-HD, wo man doch schon längst die Haare der dargestellten Personen säuberlichst und bestens getrennt zählen kann. Zum engeren Thema der Fotografie: in den ersten 15 Jahren oder so der Digitalfotografie war die technische Entwicklungskurve atemberaubend steil und rasch. Mit wirklich nutzbaren, praxisrelevanten Fortschritten. Doch inzwischen liegen mE die Fortschritte nicht mehr im "field" sondern im Labor... Wir haben doch schon die Auflösung früherer analoger Reprokameras im kompakten Gehäuse! guenni66, olitch und acahaya haben darauf reagiert 3 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Viewfinder Geschrieben 6. Februar 2016 Autor Share #7 Geschrieben 6. Februar 2016 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Aber Du machst selbst die Einschränkung: Normaler Gebrauch. Es gibt selbstverständlich immer wieder Anwendungen, die außerhalb des "normal" liegen und die völlig legitimerweise höchste Anforderungen an bestimmte technische Eigenschaften stellen. Da ist es schon sinnvoll, auch entsprechendes Gerät zu entwickeln - und höchst verständlich, daß die Hersteller im Interesse ihres Absatzes der Allgemeinheit vorgaukeln wollen, sie bräuchten diese Supertechnik ebenfalls... Ich stimme Dir zu. Ich habe ja auch gesagt, dass es Bereiche der dokumentarischen Fotografie gibt, wo diese Höchstleistungen genutzt werden können. Das geht dann eigentlich schon in einen wissenschaftlichen Bereich. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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Kater Karlo Geschrieben 6. Februar 2016 Share #8 Geschrieben 6. Februar 2016 Hallo Viewfinder, da Du die TV-Wiedergabe auch ansprichst, schaue Dir doch mal eine Doku aus den 60ern oder 70ern an, z.B. von weltbekannten Tierfilmern. Damals war man auch der Meinung, dass die Qualität topp ist und man alles erkennen kann, heute kannst Du mit jeder Kompakten eine bessere Qualität erreichen und an die bessere Qualität haben wir uns gewöhnt. Noch ein Beispiel wäre ein Boxkampf aus dieser Zeit, z.B. von Ali, da kannst Du kaum was erkennen und das ist in der ganzen Welt ausgestrahlt worden. Das wird m. M. nach erst einmal so weiter gehen. Außerdem, wenn es nicht vorwärts geht, kauft keiner mehr und das kann nicht im Interesse der Hersteller aber auch nicht deren Kunden sein, da die Hersteller dann aufhören zu existieren. Gruß Karlo Viewfinder hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Olybold Geschrieben 6. Februar 2016 Share #9 Geschrieben 6. Februar 2016 @ Viewfinder: Mit A7/Alpha 6000/Nex-7/Nex-3/Fujifilm x100t & NX mini hast du ja schon mal für die technisch schlechten Zeiten vorgesorgt Viewfinder hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Olybold Geschrieben 6. Februar 2016 Share #10 Geschrieben 6. Februar 2016 @ Viewfinder: Aber Du hast im Kern natürlich recht. Nur ist es wohl nicht der Fortschritt als solcher sondern die übertriebene Schnelligkeit des Wechsels zum jeweils neuen, besten und schönsten Gerät. Meine erste Digitalfotokamera war eine Sony S70 mit seinerzeit gigantischen 3,3 Megapixeln. Hätte man es wirklich dabei belassen sollen? Oder war es aus heutiger Sicht gut, dass die von dir beklagte "Hochleistungstechnik" seinerzeit nach Höherem strebte? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
joachimeh Geschrieben 6. Februar 2016 Share #11 Geschrieben 6. Februar 2016 Um gut zu fotografieren, d.h. fotografisch zu gestalten, braucht man keine "überzüchtete" teure Technik. Aber lassen wir doch den Pixelpeepern ihren Spaß. Was bezüglich Optik und Elektronik machbar ist, gibt es schon längst in höchster Qualität in Satelliten, wissenschaftlichen Geräten und sonstigen Spezialanwendungen. Es ist "wie im richtigen Leben": da gibt es die Formel 1 Rennwagen und die Alltagsautos. Auch da gibt es dann Leute, die meinen, sie müssten für den alltäglichen Gebrauch das Rad immer wieder neu erfinden. Ich will damit nicht gegen moderne Kameras polemisieren. Meine Fotos sind über die Jahrzehnte inhaltlich und gestalterisch nicht durch die Kameratechnik (vielleicht etwas besser) geworden, aber es fotografiert sich bequemer und bietet Möglichkeiten, die ich früher nicht hatte. Viewfinder hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Viewfinder Geschrieben 6. Februar 2016 Autor Share #12 Geschrieben 6. Februar 2016 ...Ich will damit nicht gegen moderne Kameras polemisieren. Meine Fotos sind über die Jahrzehnte inhaltlich und gestalterisch nicht durch die Kameratechnik (vielleicht etwas besser) geworden, aber es fotografiert sich bequemer und bietet Möglichkeiten, die ich früher nicht hatte. Zustimmung. Natürlich will ich die Bequemlichkeit moderner Digitalkameras nicht missen. Das ist ja auch im täglichen Gebrauch nachvollziehbar. Wenn man sich aktuelle Kameras wie die EOS- 1D X anschaut, dann scheint ja zumindest das MP-Rennen beendet. Dafür lieber größere Rauschfreiheit bei höheren ISO-Zahlen, das wäre für mich noch ein nachvollziehbarer Fortschritt (sowohl für available light als auch was das Fotografieren mit längeren Brennweiten ohne Stativ anbelangt). Auch beim AF sehe ich noch Potenzial, das praxisrelevant ist. Aber auch das sind ja alles nur marginale Verbesserungen, wenn man daran denkt, dass available light in analogen Zeiten ISO 800 mit saugrobem Korn bedeutete...da sind wir heutzutage schon in "paradiesischen Gefilden" joachimeh hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
acahaya Geschrieben 6. Februar 2016 Share #13 Geschrieben 6. Februar 2016 Die Hersteller müssen uns ja schließlich einen Grund bieten, weshalb wir uns - obwohl bereits bestens ausgestattet - noch eine Kamera und noch zwei Objektive kaufen wollen. Der Markt ist gesättigt und so lange man keine wirklich revolutionäre Innovation anbieten kann (Global Shutter hätte vielleicht das Zeug dazu), versucht man es halt über Features und kennzahlen, die man zwar nicht unbedingt braucht aber die sich gut anhören und gut vermarkten lassen. joachimeh, wbhh1, Viewfinder und 2 weitere haben darauf reagiert 5 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Atur Geschrieben 6. Februar 2016 Share #14 Geschrieben 6. Februar 2016 Ich habe den Eindruck, dass es inzwischen um einen Technikwahn um seiner selbst willen geht, wo die praktische Anwendung eigentlich keine Rolle mehr spielt. Sinn und Zweck dieser Technik ist die Perfektionierung der Technik als solcher und nicht mehr deren nutzbarer Gebrauch im fotografischen Alltag. ich glaube nicht, dass die Hersteller dem Technikwahn verfallen sind, es ist viel banaler. Stell Dir vor, Dir gehört ein Unternehmen, das Kameras und Objektive herstellt, mit 5000 Mitarbeitern. Dann stellst Du eines Tages fest, dass offenbar jeder Hobby- und Profifotograf auf der Welt eigentlich schon eine richtig gute Kamera hat (oder kaufen kann). Du gehst also zu Deinen Mitarbeitern und sagst "Leute, wir machen jetzt mal 3 Jahre zu, der Bedarf an noch mehr Kameras ist grad nicht da". Oder vielleicht doch nicht?! Vielleicht sagst Du ja stattdessen "Leute, lasst Euch was einfallen, mit dem wir auch dieses Jahr wieder 1 Mio. Einheiten verkaufen können, denn sonst verlieren wir alle unsere Lebensgrundlage. Mir egal, was Ihr anbietet, aber irgendwas muss neu sein, damit die Leute es kaufen." und so geschieht's halt dann ... mit Kameras, Autos, Fernsehern, Spülmaschinen, Kühlschränken, Telefonen, Bekleidung, usw usw usw. und dafür werden die Ressourcen dieser Welt verbraucht, um Kram zu produzieren, der eigentlich entbehrlich ist. Aber das wissen wir alle, und es ist doch nicht zu ändern. Schon merkwürdig. specialbiker, olitch, Viewfinder und 8 weitere haben darauf reagiert 11 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kirschm Geschrieben 6. Februar 2016 Share #15 Geschrieben 6. Februar 2016 (bearbeitet) Atur und Sabine (und wahrscheinlich noch andere, was ich aber alles nicht gelesen habe) haben mir einen schlauen Post erspart... So simpel ist es halt... bearbeitet 6. Februar 2016 von kirschm Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Luzid Geschrieben 6. Februar 2016 Share #16 Geschrieben 6. Februar 2016 (bearbeitet) Es gibt durchaus Aufnahmesituationen in denen die bisherige Technik nicht ausreicht. Für Landschaft kann man 15 Blenden und mehr Dynamikumfang brauchen - und es gibt mit dem neuesten Sony-Sensor für APS-C "nur" knappe 13 Blenden. Für Astrophotographie kann man gerne rauschfreie ISO 25600 wollen (dann muss man nicht voll aufblenden) aber es gibt (wieder beim besagten Sensor) "nur" ISO 6400. Ansonsten stimme ich zu. Mit den 24 MP bei APS-C und dem AF etwa der neuen Fuji X-Pro2 ist die Entwicklung für mich (Besitzer der Fuji X-E1) dann fast alles geboten was ich brauche. Das finde ich auch gut so. Noch die eine oder andere Linse, dann kann ich mich für ein paar Jahre auf die Beherrschung der X-T2 (oder was es auch immer werden wird) konzentrieren. Irgendwann kommt dann der "organische Sensor" mit 20 Blendenstufen und ISO "unendlich" der dann die Kamera schmücken wird, die ich als Letztes mein Eigen nennen werde, falls er nicht organisch abgebaut wird (wenn mich nicht vorher dieses Schicksal ereilt). bearbeitet 6. Februar 2016 von Luzid micharl hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
m.c.reloaded Geschrieben 6. Februar 2016 Share #17 Geschrieben 6. Februar 2016 Lieber m.c.reloaded was Du schreibst ist natürlich sehr radikal. Ich bin absolut kein Technikfeind oder Maschinenstürmer, doch inzwischen haben wir mE in vielen Bereichen ein derart hohes Niveau erreicht, wo uns die Technik zukünftig Leistungen erbringt, denen unsere begrenzten menschlichen Sinne eigentlich im Wege sind. Will sagen: Klangreinheit im nicht hörbaren Fledermausniveau oder Auflösungungsvermögen, das wir gar nicht mehr wahrnehmen können, sei es in der Fotografie oder bei der TV-Wiedergabe, Super-Ultra-Mega-HD, wo man doch schon längst die Haare der dargestellten Personen säuberlichst und bestens getrennt zählen kann. Zum engeren Thema der Fotografie: in den ersten 15 Jahren oder so der Digitalfotografie war die technische Entwicklungskurve atemberaubend steil und rasch. Mit wirklich nutzbaren, praxisrelevanten Fortschritten. Doch inzwischen liegen mE die Fortschritte nicht mehr im "field" sondern im Labor... Wir haben doch schon die Auflösung früherer analoger Reprokameras im kompakten Gehäuse! Das ist alles richtig was Du schreibst. Wenn ich mir beispielsweise die vielen fehlfokussierten Aufnahmen meiner ersten 6mp DSLR anschaue, wurde seitdem sehr viel praxisrelevant verbessert. Allerdings noch inklusive A7r und einigen ihrer Objektive. Das war nochmal ein sichtbarer Sprung an Bildqualität und für mich im praxisrelevanten Bereich. So langsam kommt man jedoch dahin, wo man sich genau Deine Frage stellen muss. Brauche ich noch mehr Qualität im digitalen Bild? Mit etwas Abstand betrachtet muss ich als Hobbyfotograf zurückblickend feststellen, dass mir analoge Fotografie etwas mehr Spass gemacht hat als digitale Fotografie es heute tut, solange es damals noch keine Digitalkameras gab. Schnuppert man erstmal an dem neuen, wird das alte uninteressanter. Damals war man einfach nicht so im Kaufrausch wie heute, Film konnte, was Film halt kann. Man hatte vielleicht eine Semipro KB Kamera, die konnte auch alles, was man wollte und ein paar gute Objektive, die auf Film abgestimmt waren und gut funktionierten. Damit war man bedient und zufrieden. Und dann kam die digitale Revolution und man rüstete wieder kostspielig auf, kaufte mehrere Kameragenerationen (bis die endlich wieder gut AF funktionierten und richtig blitzten und wieder KB hatten) und neue Objektive, um wieder auf dem alten Qualitätsniveau zu landen und heute etwas besser zu sein, zu einem vielfachen der Kosten. Hätte alles nicht sein müssen. ;-) Und ähnlich siehts in anderen Technikbereichen aus. norbert2.0 hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gienauer Geschrieben 6. Februar 2016 Share #18 Geschrieben 6. Februar 2016 Ich bin da nicht immer der gleichen Meinung, wie sie in den vorangegangenen Beiträgen geäußert wird. Es kommt nämlich darauf an, von welcher Seite man sich dem Thema nähert. Die Steinzeitmenschen hatten unsere hochgezüchtete Technik nicht, waren aber auch glücklich. Sie wurden allerdings höchstens 30 Jahre alt. Unsere hochgezüchtete Technik z.B. im Gesundheitswesen rettet täglich so nebenbei Menschenleben und schraubt das erreichbare Durchschnittsalter in Richtung 90 oder vielleicht sogar 100 Jahre. Auf der anderen Seite kostet z.B. unsere hochgezüchtete Militärtechnik in den Kriegen laufend mehr Menschenleben. Um bei der Photographie zu bleiben, ich bin sehr froh mit meiner 42 MPx-Kamera - wenn andere diese Auflösung, das verringerte Rauschen und diesen Mikrokontrast nicht brauchen - ich brauche es, denn ich mache gerne Ausschnittvergrößerungen und bin immer wieder erstaunt über die neuen Möglichkeiten! Der 5-Achsen-Stabilisator erleichtert mir durchaus das Photographieren bei schlechten Lichtverhältnissen und, und, und.... Brauchen tue ich das alles natürlich nicht. Ich habe schon photographiert, da hatte der Agfa-Diafilm nur 18°DIN (oder waren es 15?). Und glücklich mit meiner Photographie war ich damals auch. Aber die neue Technik erleichtert die "Arbeit" mit der Kamera schon ungemein. LG Hans-Joachim. m.c.reloaded hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 6. Februar 2016 Share #19 Geschrieben 6. Februar 2016 Ich stimme den Thesen von Viewfinder durchaus zu, nur sehe ich nicht, warum gerade die Sony GM Objektive Anlass dazu geben. Alle Hersteller verfügen über die 2.8er Zoom Klassiker in ihrem Portfolio. Sony hat das in seinem neuen System nun nachgeholt, damit es am Markt etwas wettbewerbsfähiger wird. Die angebliche technische Hochzüchtung ist deswegen erfolgt, weil die großen Hersteller für lange Zeit in die digitale Ära noch Versionen im Portfolio hatten, die für die analoge Fotografie gerechnet waren und den Anforderungen der modernen digitalen Sensoren nicht mehr gerecht wurden. Daher wurden sie durch neuere IIer Versionen ersetzt, die preislich z.T. deutlich höher angesetzt sind. Ich würde das jedoch nicht als eine technische Hochrüstung bezeichnen. Ausrüstung wird immer wieder mal ersetzt, warum sollte man das mit einem veralteten Produkt tun? Technische Hochrüstung ist für mich, wenn die produzierte höhere technische Qualität in den Ausgabemedien keinen signifikanten Unterschied produziert und somit ein Schießen mit Kanonen auf Spatzen wäre. Das ist der Fall, wenn z.B. die Bildausgabe keinen 42 mpx Sensor erfordern würde. Schlechte optische Leistungen eines Objektivs sehe ich jedoch bei jedem Sensor. Diese ist zwar nicht für jedes Bild relevant, aber häufig eben doch. Und ambitionierte Fotografen haben nun mal auch Ansprüche an die Bildqualität. Natürlich zählen Komposition, Licht und das spezielle Motiv weitaus mehr als die technische Bildqualität, aber einem ambitionierten Fotografen kann man nicht vorwerfen, dass er auch auf die Qualität seines Aufnahmewerkzeugs viel wert legt. Derzeit komme ich in dem Teil meiner Lebenswelt, die zweifelsohne nur meinem Genuss dient, noch mit dem üblichen Standard aus, also Full HD TV, 2560x1440 Monitor und mein A2 Drucker, auf dem ich aber überwiegend A4 ausgebe. Meine Präsentationen in kleineren privaten Kreisen - frei erzählt - laufen noch über meinen XGA Beamer (1024x768) gegen eine 180x180m große portable Leinwand. Über die Bildqualität hat sich noch keiner beschwert - auch nicht im Vergleich zur analogen Diaprojektion. Für kommerzielle Vorträge in großen Sälen reicht das natürlich nicht mehr. Solange ich bei diesen Ausgabegeräten bleibe (Neuanschaffungen auf mind. 4K Niveau und mit höherer Größe würden nach aktuellem Stand und gute Qualität vorausgesetzt ca. 6000 € kosten, damit wäre der Beamer nur auf Full HD) sehe ich keine Notwendigkeit bei Kameratechnik hoch zu rüsten. Die technische Hochrüstung sollte mMn. immer bei den Ausgabegeräten beginnen (zumindest sollte eines davon "mithalten"), erst dann bei den Aufnahmegeräten, jedenfalls sofern ich nicht für die Zukunft produziere. So muss jeder selbst entscheiden, ob einem die ca. 10.000 € bis 15.000 € Investition für hoch auflösende Bildaufnahme und -Ausgabe wert sind. Höher auflösend geht derzeit nur ab KB und das ist sehr teuer. Die Zeiten, wo das alles Basisstandard ist, liegen noch weit vor uns, zumal auch viele andere Bereiche der Infrastruktur noch lange nicht soweit sind. Die Frage ist ob man dieses Wachstum persönlich überhaupt braucht, aber zurückdrehen werden wir diese Hochrüstung wohl kaum. Sonst würde die Multimediawirtschaft auch nicht mehr funktionieren, da alles auf Wachstum ausgerichtet ist. Wir wachsen also mit, ob wir das wollen oder nicht, bleibt dann auf der Strecke. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
m(A)ui Geschrieben 6. Februar 2016 Share #20 Geschrieben 6. Februar 2016 ich kaufe neue technik eigtl. nur dann, wenn die alte das zeitliche gesegnet hat. - meine µ4/3 kameras sind aus 2011 & 2012 und ich habe kein beduerfnis aufzuruesten. - meine beiden "modernsten" MTBs haben 9-fach schaltung und die federgabeln sind von 2005 & 2012. - mein AV-Receiver und DVD-Player sind von 2006. - meine A7 II benutze ich ausschliesslich mit Altglas. - mein "geerbtes" iPhone 4 tut's immer noch. - mein Thinkpad X220 habe ich gebraucht gekauft. ... Egal auf welchem Gebiet, die technische entwicklung stagniert mehr und mehr, und fuer Otto-Normal-Verbraucher tun es i.d.R. auch Geraete der vor-vor-Generation. maui kaciapucia, norbert2.0, Viewfinder und 1 weiterer haben darauf reagiert 4 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
archi Geschrieben 6. Februar 2016 Share #21 Geschrieben 6. Februar 2016 Ich finde auch, daß in Punkto Hochleistungstechnik (Megapixel, AF-Geschwindigkeit, Videoauflösung etc) zuviel und beim Alltagsnutzen zuwenig Innovation stattfindet. Stabilisierte Sensoren ersparen oft das Stativ, im Vollformat und mft-Bereich setzen sie sich durch, aber es gibt immer noch keine stabilisierte APS-C-Spiegellose! Einstellung der Belichtungszeitgrenze für die ISO-Automatik findet man auch viel zu selten. Focus-by-wire mit Entfernungsskala; Wasserwaage nur in jedem zweiten Modell, ebenso Touchscreen, elektronischer u. geräuschloser Verschluss, Stackingautomatik usw... Ich habe den Eindruck, daß eine wirklich bedienungsfreundliche Kamera mit allen nützlichen Features absichtlich nicht angeboten wird, damit man sich doch immer wieder etwas neues kaufen muß nightstalker, Lichtmann und joachimeh haben darauf reagiert 3 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
micharl Geschrieben 6. Februar 2016 Share #22 Geschrieben 6. Februar 2016 (bearbeitet) Na endlich: Alpa Mittelformat mit 100 MP-Sensor von Sony im Rückteil. http://www.sonyalpharumors.com/here-is-the-first-mirrorless-medium-format-camera-with-100-mp-sony-sensor/ bearbeitet 6. Februar 2016 von micharl Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 6. Februar 2016 Share #23 Geschrieben 6. Februar 2016 Ich finde auch, daß in Punkto Hochleistungstechnik (Megapixel, AF-Geschwindigkeit, Videoauflösung etc) zuviel und beim Alltagsnutzen zuwenig Innovation stattfindet. Stabilisierte Sensoren ersparen oft das Stativ, im Vollformat und mft-Bereich setzen sie sich durch, aber es gibt immer noch keine stabilisierte APS-C-Spiegellose! Einstellung der Belichtungszeitgrenze für die ISO-Automatik findet man auch viel zu selten. Focus-by-wire mit Entfernungsskala; Wasserwaage nur in jedem zweiten Modell, ebenso Touchscreen, elektronischer u. geräuschloser Verschluss, Stackingautomatik usw... Ich habe den Eindruck, daß eine wirklich bedienungsfreundliche Kamera mit allen nützlichen Features absichtlich nicht angeboten wird, damit man sich doch immer wieder etwas neues kaufen muß Wahrscheinlich steht nicht mal das dahinter. Entwicklungskapazitäten sind teuer, neue Funktionen müssen ggf. durch mehr Prozessorleistung unterstützt werden und gleichzeitig darf die Betriebszeit nicht zu sehr in den Keller gehen. Dazu kommt dann vielleicht noch eine gewisse Eigenwilligkeit der Konstrukteure und Designer, die nicht selten Dinge zustande bringt, deren Praxisnutzen und Benutzerfreundlichkeit zumindest fragwürdig ist. Die Tatsache, dass uns z.B. Brennweitenbereichsspezifische Verschluszeitenbegrenzungen bei Auto ISO vorenthalten werden, hat wahrscheinlich nichts damit zu tun, dass man damit noch ein paar Modelle warten will, um auch dann noch den Absatz hochzuhalten. Es ist vermutlich ein Funktion, die in der Entwicklung weit hinten priorisiert ist. Wichtiger sind halt andere, z.T. auch kostspieligere Dinge. Ich würde z.B. einen besseren Sucher immer einer besseren Auto ISO Funktion bevorzugen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
joachimeh Geschrieben 6. Februar 2016 Share #24 Geschrieben 6. Februar 2016 Na endlich: Alpa Mittelformat mit 100 MP-Sensor von Sony im Rückteil. http://www.sonyalpharumors.com/here-is-the-first-mirrorless-medium-format-camera-with-100-mp-sony-sensor/ $43.999 ist ja geradezu ein Schnäppchen! Nur $440/Pixel, da ist die Leica SL ja geradezu ein Abverkauf :) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
beerwish Geschrieben 6. Februar 2016 Share #25 Geschrieben 6. Februar 2016 Die Entwicklung geht weiter. Wir haben heute ja nicht nur technisch immer bessere Sensoren und Objektive, wir haben auch bessere Bildschirme und Drucker. Heute kann man sich einen bezahlbaren Bildschirm mit 4k, 30" oder mehr direkt vor die Nase stellen. Man hat dann einen Blickwinkel der fast das ganze Sichtfeld ausfüllt und kann trotzdem die einzelnen Pixel kaum erkennen. Man kann heute mit bezahlbarer Technik Fotos und sogar Videos machen, die diese Auflösung nutzen und Bilder in einer Schärfe und Brillanz liefern, die noch vor wenigen Jahren nicht mal träumbar waren. Wir ziehen mit unserer Cosumer-Technik an allem vorbei was Hollywood vor wenigen Jahren für wenige Filme in 70mm-Technik zur Verfügung stand. Natürlich ist nicht jeder, der so eine Technik kaufen kann gleich ein großer Filmemacher oder Fotograf aber man kann denen ja trotzdem so weit wie es einem möglich ist nacheifern. Die Entwicklung endet auch nicht hier und heute. Es geht weiter und ich sehe für mich etliche Bereiche in denen ich mich auf die Technik freue, die heute noch nicht verfügbar ist. Neto-Zeme und specialbiker haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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