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noreflex

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  1. So, nun ich noch. Es ist im Prinzip alles schon gesagt worden, aber noch nicht von jedem! 😉 Bei 2.000 EUR Budget und Reisen und Fluggepäck (Rucksack muss den engen Vorschriften für Mitnahme-Gepäck genügen) bin ich auch eher für APS-C oder MFT. Die KB-Kameras sind natürlich nicht schlecht, aber aus meiner Sicht würde ich bei Reisen eher auf klein, leicht und unauffällig setzen. Ich reise seit Jahren mit kleinem Technik-Set und kann aus dieser Erfahrung nur bestätigen, dass man damit in fremden Ländern am wenigsten auffällt, Diebe kaum anzieht und wenn mal was kaputt geht, nicht vor dem Ruin steht. Meine Sets: MFT: GX80, 12-32, 45-150. Dazu Festbrennweiten: 15, 25, 43, 75. Wenn ich mich beschränken müsste, würde ich mit 15, 25 und 43er Festbrennweite fliegen. Wenn ich mich nicht beschränken muss, kommt alles mit. APS_C: a6400 oder a6600 (habe beide). 18-135, 10-18, 55-210. Dazu die Festbrennweiten 16, 35, 50, 75. Wenn ich knapp packen müsste, reichen 18-135, 16 und 75 als Set. Die Bilder meiner Reisen zeige ich meistens hier im Reise-Thread. Damit kannst Du mal schauen, was mit diesem schmalen Fuß an Technik möglich ist. Ein anderer Thread zeigt, was die Anwender mit den verschiedensten Kameras an Top-Bildern in 2021 geschossen haben. Wenn Du diesen Thread aufmerksam studierst, wirst Du feststellen, dass dort Olympus und Panasonic sehr anständig mitmischen und man sich überhaupt schwer tut, von irgendwelchen Bildern auf die Kamera zu schließen. Will sagen: mit den heutigen Kameras entscheidet eher Dein Motiv-Blick und ggf. auch die anschließende Bildbearbeitung, ob Deine Bilder so la la daherkommen oder zu beeindrucken wissen. Mache nicht den Fehler, alle die Techniken und Erfahrungen, die wir alten Säcke über Jahre gewonnen haben, mit dem Kauf der teuersten und besten Technik kompensieren zu wollen! 😉 Du machst dann vermutlich langweilige Bilder mit bester Technik! Mache lieber langweilige Bilder mit der einfachsten Technik (preiswerter, leichter). Dann hast Du Geld gespart und bei Kritik an Deinen Bildern kannst Du auf Deine Einsteiger-Technik verweisen. /kleine Späßle 😉
  2. Junger Mann mit Selfie-Stick will Kutscher verhauen. Der wehrt dankend ab und verweist auf die Frau. Die wäre ein besseres Opfer. Frau hört das Gespräch und schaut demonstrativ in den Himmel, in der Hoffnung, diesmal möge der Kelch an ihr vorbeigehen. Tolles Bild mit kritischer Auseinandersetzung zum Thema: "Wer wird im urbanen Raum vom Selfie-Stick bedroht?" Die Unschärfe, die künstlich hinzugefügt wurde, um einen KB-ähnlichen Eindruck zu schinden, gibt dem ganzen einen analogen Touch. Wenn es jetzt noch S/W wäre, wäre es Street! Aber so farbig? Bähh, neeee. Kein Street! /Spaß Schönes Bild! (ernst).
  3. War sie. Ich schwör. 😉 Habe gerade mal eine Bildersuche gemacht, was Vivian so für Bilder gemacht hat. Da habe ich gemerkt, dass ich auf Anhieb ca. 20 Bilder finde, die ich so ähnlich auch geschossen habe. Der Unterschied ist, dass Vivian berühmt ist und ich ein Hobby-Fotograf. Das bleibt wohl auch so, aber schmunzeln konnte ich darüber schon! 😉
  4. Die erste Frau ist Vivian Maier. Google mal. Vivian Maier – Wikipedia Fotoausstellung – Streetqueen – Noack Habe ich mir im Dezember in Berlin angesehen. Sehenswert! V.a. auch deswegen, weil Frau Maier seinerzeit eine unbekannte Hausfrau in den USA der 50er..2000er Jahre war. Sie fotografierte Street, hatte aber kaum Geld, ihre gemachten Negative zu entwickeln. Jemand fand nach ihrem Tod ein Archiv mit unzähligen Fotos dieser Epoche und einige wenige sind nun entwickelt und können als Ausstellung bestaunt werden. Von den in Berlin gezeigten Bildern waren vielleicht 40% als Street zu bezeichnen (Menschen, Straße, Stadtleben). Die anderen waren Selbstporträts, Stillleben, Blumen, Hunde, Frisuren usw. Die Frau hat halt alles festgehalten, was sie bemerkenswert fand. Später hat man in ihren Bildern eine der großartigsten Street-Foto-Sammlungen gesehen, die es zu der Zeit gab. Vielleicht auch deshalb lustig, wie wir um Definitionen streiten (positiv gemeint), während die Vivian sich einen Kehricht drum scherte, wie man ihre Fotos wohl ein- und zuordnen würde. Die meisten ihrer Fotos hat sie selbst nie gesehen... 😉
  5. Ich habe vor ca. 15 Jahren die Anfänge von Kilian im DSLR-Forum miterlebt. Er war ein user wie Du und Ich und machte schöne Fotos. Später machte er noch schönere Fotos und nun ist er sogar Buch-Autor geworden! Prima! Freut mich für ihn! Danke fürs Teilen! 😉
  6. Ich würde es als "Fluss" einordnen! 😉 /Spaß. Von mir aus kann das auch bei Street rein! 😉 Aber das Bild hat was. Von der Färbung wirkt es etwas älter. Wie aus den 30er Jahren. Ich mag die Unschärfe im Vordergrund, die "Woman in red" im Mittelgrund und dahinter den Fluss. Das Bild ist nicht platt und hat damit schon eine große Hürde genommen. Leider ist der Eyecatcher (Frau/Fluss) nicht so klar, wie er sein könnte. Aber nicht jedes Bild muss immer einen klaren Eyecatcher aufweisen. Wäre als Rezept nach wenigen Bildern auch ausgelutscht!
  7. Sehr gut beschriebene Gedanken, die ich auch teile. Auch ich vermisse einen Eyecatcher und als Lösung würde ich auf das Fischstand-foto von @Spanksen weiter vorn verweisen. Einen der Markt Verkäufer mit seiner Wäre prominenter abbilden ist wirksamer als ein halbes Dutzend Verkäufer gleichwertig im Bild anzubieten...
  8. Super Straßenszene. Das gefällt mir von der Dynamik. Der Frau stinkts. Sie erzählt es dem Nachbarn. Die anderen lauschen dem Dialog. Der Mann mit Schiebermütze schaut verschmitzt lachend zum Fotografen. Leben, wie es ist... 😉
  9. Habe das erst heute gelesen und mit Staunen nachvollzogen. Vielen Dank für diese Infos. Ich habe eine Wohnung in der Nähe und kürzlich bin ich dort langgejoggt. Man hat von der Brücke morgens und abends schöne Blicke über Berlin. Die ganze Gegend atmet Geschichte und ich versuche immer das eine oder andere Puzzle zusammenzubekommen. Falls Du noch mehr solche Bilder und Geschichten hast: immer her damit! 😉
  10. Als erstes eine Anmerkung zu Deinen Bildern, Deiner Frage, ob das als Street durchgeht und dem Wunsch nach Feedback. Mir ist das eigentlich egal, ob Deine Bilder "Street" sind, oder nicht. Niemand von uns wird das Thema "Street" gegenüber anderen Themen sauber und abschließend abgrenzen können. Insofern können wir mal ein paar individuelle Gedanken zum "Kern" von "Street" in die Runde werfen, aber wer will sich zum Hohepriester der finalen Definition aufschwingen? Außer Kirschm fiele mir da keiner ein und Kirschm hat 2021 noch nicht mal ein gescheites Foto gemacht, wie ich las... (Spaß). 😉 Nun zu meinen Gedanken... #1 sehe ich als Street-Foto. Für mich ist das Motiv die typisch südländische Sitzgruppe von Männern. Bild=Gut. Aber nicht sehr gut. Zum Sehr gut würde ich wünschen, dass Du die Sitzgruppe der Herren von vorn oder zumindest mit Gesichtern fotografiert hättest. In Deinem Bild wird zudem ein Teil der Männer vom Baum verdeckt. Ein Standortwechsel hätte dem ggf. entgegenwirken können. #2 Ja! Street! Und total toll! Solche Bilder macht man nur wenige im Jahr. Manche nie! Insofern ziehe ich den Hut. Warum: Fischmarkt ist typisch für die südlichen Länder. Der Protagonist ist klar erkennbar und er steht nicht nur passiv da, sondern wird bei seiner typischen Tätigkeit gezeigt. Wässert er oder eist er? #3 Für mich auch Street. Solche Bilder mache ich sehr viele. Aber bei kritischem Blick finde ich sie bei mir und auch bei Dir eher "nichtssagend". Das Bokeh rettet das Bild, weil es interessant ist (mit den Ringen im Hintergrund). Und ich beziehe mich auf @bilderfinder, der zu Recht anmerkte: diese Bilder haben wahrscheinlich für Dich einen Erinnerungsfaktor. Daher sind es für Dich tolle Streetfotos. So, wie meine Passanten für mich tolle Erinnerungen sind. Aber sie reichen als Einzelbild nicht für die Betrachter, die nicht dabei waren. Als Teil einer Serie kann das schon wieder anders aussehen. #4 Auch Street. Typische südländische Gasse. Bäumchen, Lampen und Blumenkübel, Pflaster, Moped und kleine Tischchen in der Gasse sind die Bausteine für das Bild. Als Teil einer Serie für mich ok. Als Einzelbild fehlt mir hier ein dominierender Eyecatcher, der meinen Blick anzieht. Eine Person, ein Tier oder ein Teil der Szenerie, den Du herauspickst. So hat das Bild etwas von einem Selbstbedienungsladen, wo ich mir mein Motiv selber aussuchen muss. (Kann ja auch ein Konzept sein). Ich bin dafür, dass der Fotograf den Betrachter führt. Das fehlt mir hier. #5 Klasse Bild. Und auch Street. Das Motiv habe ich ähnlich auch dutzendfach in der Schublade. Von U-Bahnen, Straßen-Bahnen, Bussen usw. Ich finde, dass man diese Bilder gut gebrauchen kann, wenn man in einer Fotostrecke einen Ortswechsel mit zwei, drei Bildern beschreiben will. Man hat z.B. ein Dutzend Bilder von einem Kaffee-Treffen mit Freunden und dann geht es mit einem tollen Abendessen in geselliger Runde an einem anderen Ort weiter. Dann passt so ein Bild als Bindeglied hervorragend und erklärt den Szenenwechsel. Ich finde es gut! Und es wird nicht dadurch schlecht, dass es vor Dir schon andere auch so (oder ähnlich) fotografiert haben. 😉 #6 Street. Keine Frage. Aber was willst Du zeigen? Ich kann mich nicht entscheiden, ob Du die Menschenansammlung hervorheben willst, oder das Hochhaus. Und damit ist es für mich ein Foto mit einer Beliebigkeit, die ich nicht mag (andere aber vielleicht schon!). Ich sage mir dann immer ketzerisch, dass man diese Fotos mit dem Handy oder MFT bei Blende 8 macht. Am besten mit SWW. Dann hat man möglichst viel in der Breite (SWW) und in der Tiefe (Blende 8 bei MFT) drauf und kann vor jedermann behaupten, dass da ein Motiv dabei wäre. Nur halt für jeden ein anderes. Und v.a.: Betrachter wie ich verlieren die Lust am Betrachten, wenn sie in Wimmelbildern nach einem Motiv suchen sollen. Solche Bilder überblättere ich häufig, weil ich nicht erkennen kann, was der Dichter mir sagen will. Lösung wäre der Fokus auf ein paar Menschen oder das dahinter stehende Haus gewesen. Wobei mir dann immer noch nicht klar wäre, was daran das zeigenswerte sein sollte? Mich lässt das Bild mit Fragen zurück. Ich würde es als technisch korrekt, aber nichtssagend einstufen. #7 Sehe ich als Street-Foto und mehr noch als Reise-Doku an (Beide Genres überschneiden sich ziemlich). Das Bild gefällt mir, weil es ein typisches Verhalten der heutigen Zeit dokumentiert: Menschen sitzen gemeinsam in einem Restaurant. Man hat sich getroffen, um sich zu sehen, miteinander zu plaudern und zu Essen. Geselligkeit und Sozialer Kontakt sind die Beweggründe. Und ist man im Restaurant angekommen, haben die Teilnehmer oft ihre Handys in der Mache. Die Gesichter wenden sich der Außenwelt zu, zu der man via Display des Smartphones connectet ist. Ein Irrsinn der Zeit. Man trifft sich, um miteinander zu sprechen und dann sitzt man beeinander und jeder geht seiner individuellen Suche nach Infos aus dem "Außen" nach. Wenn die Frau im grünen Hemd jetzt auch noch ein Gerät in der Hand hätte, wäre das Foto für mich perfekt. #8 Schönes Streetfoto. Klares Motiv, Hintergrund ist per Unschärfe in der Wichtigkeit ausgeblendet. Alle Aufmerksamkeit gilt der Figur im Winterkostüm. #9 Würde ich jetzt nicht "Street" nennen, sondern eher "Fluß", aber lassen wir das Schubladendenken! 😉 Mir gefällt das Motiv, die Umsetzung (Klarer Fokus auf Paar, Bildkomposition) und es löst warme, sympathische Gefühle dem Paar gegenüber aus. Schön!
  11. Meine Gedanken (=individueller Geschmack) #1 Pärchen auf Bahngleis: nicht schlecht, aber für mich auch nicht gut genug. Licht ist nicht besonders. Motiv für mich auch eher "normal". Und zu klein in der Gesamtkomposition. Wenn Du "Abschied" als Motiv nehmen wolltest, dann würde ich dem Paar viel mehr Raum im Bild geben. Insofern würde ich es in einer Serie von Bildern als Teil der Erzählung ok finden. Quasi dieses Bild als Totale und anschließend ein Close up. Als Einzelbild hat es für mich zu wenig Power. #2 Fahradfahrer vor Bundeskanzleramt: sehr schönes Bild. Die Zutaten sind eigentlich kein Geheimnis. Viele bekannte Streetfotos sind so komponiert. Man nehme eine großartige Kulisse. Am besten eine mit grafischen klaren Elementen ohne zu viel Gewusel und Ablenkung und man setze diese Kulisse in Bezug zu Menschen. Nun muss man die richtige Person und ggf. das Licht abpassen und voila, man hat einen tollen Hingucker. Die Spiegelung kommt in diesem konkreten Bild noch dazu. Das Gestaltungs-Rezept könnte auf Dauer langweilig werden, aber es ist so gut, dass es seit Jahrzehnten benutzt wird. Und es setzt schon einen Blick für solche Optionen voraus. Wie gesagt, von vielen bereits fotografiert (wie auch alle Sehenswürdigkeiten, Sonnenuntergänge, Berggipfel etc), aber nicht von allen und am Ende mache ich genau solche Fotos, auch wenn sie jemand anderes so oder ähnlich auch schon gemacht haben mag. #3: Zwei Männer auf Treppe. Erst wollte ich sagen: normales Foto. Nix besonderes. Aber beim zweiten Blick finde ich die Posen (Blickrichtung, Sitzhaltung, Armhaltung) der beiden schon lustig und sehenswert. Wenn der rechte Mann die Dose abstellt, wo landet dann seine rechte Hand? Auch so, wie bei seinem Nachbarn? Für diese Pose gibt es einen Daumen nach oben! 😉 #1 Dame vor Bus: typisches Streetfoto: Interessanter Mensch in einer Stadt. Warum interessant? Ich finde die Kleidung der Dame nicht sooo normal. Daher gefällt mir dieser Moment. Zufällig oder bewusst sind auch noch Linien auf dem Boden, die den Blick in die Tiefe ziehen. Leider gibt es dort dann nicht mehr so viel zu sehen, weil die nächsten Passanten zu weit weg sind und zu dunkel belichtet. Die sind wohl nicht mehr Teil des Motivs. Mir gefällt das Bild. # Mädchen in Menschengruppe: sympathisches Foto. Wegen des Lächelns und des Blickkontakts. Aber das Bild würde ich einer Serie von Bildern überblättern. Es hält mich nicht. Das Bild mit der Dame vor dem Bus habe ich intensiver gemustert.
  12. Ich zitiere Dich mal, weil ich Deine Art der Rückmeldung ziemlich gut finde. Ich hatte die gleichen Gedanken. Ich kann persönlich dem Bild nicht viel abgewinnen. Gründe sind die gleichen wie Du sie schilderst. Insofern würde ich auch interessant finden, was @Ameise mit dem Bild verbindet. Möglicherweise sind die Personen auch Bekannte/Verwandte, was einen emotionalen Bezug brächte. Spekulation. Auf jeden Fall heiße ich es gut, wenn man hier nicht nur Bilder zeigt, um ein paar Likes zu bekommen, sondern wenn es hin und wieder zum Gedankenaustausch oder gar Diskussionen kommt. Das bringt mich zumindest weiter, als ein "gefällt". Wobei ich letzteres immer noch besser finde, als gar keine Rückmeldung. 😉
  13. Ich meine nicht, dass Street-Fotografie mit Reisefotografie gleichzusetzen ist. Die beiden haben eine Schnittmenge. Zum Banalen: ich gehe mit dem Autor der "7 Punkte" konform, dass ich beliebige Menschen vor Stadtkulisse idR noch nicht als ausreichend interessant empfinde. Wenn die Personen aber etwas besonderes an sich haben, dann zieht es das Auge an. Das Besondere kann sich in vielfältiger Weise zeigen: Aussehen Tätigkeit Beziehung zu anderen Menschen Farben, Licht, Schatten ... EDIT: neben der Streetfotografie, die wir hier zeigen und diskutieren (idR Fotos aus Städten, meist mit Menschen) gibt es auch eine eigene Fotografie-Richtung, die in D als Neue Sachlichkeit bekannt wurde (u.a. Hilla und Bernd Becher https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_und_Hilla_Becher) und in den USA v.a. von Stephen Shore geprägt wurde. Dort unter dem Begriff "Fotografie des Banalen". Diese Bilder haben ihren ganz eigenen Reiz und würden einen eigenen Thread verdienen. Dort werden Bilder von urbanen Landschaften gezeigt, wie sie sind. Keine Suche nach dem "Schönen", kein Candid-Photo, sondern einfach zeigen, wie die Straßen aussehen. Da muss dann oft auch kein Mensch im Bild sein. Ich war vor ein paar Tagen in Berlin und habe mir die Ausstellung von Vivian Maier angesehen. https://noack.berlin/ausstellungen/howard-greenberg-presents/ Die Fotos von Vivian, eine der mittlerweile berühmtesten Street-Fotografinnen, zeigen häufig einfach Menschen im Straßenbild. Nichts besonderes. Die würden die z.T. von mir auch ziterten "7 Punkte" nur selten erfüllen. Dennoch sind ihre Fotos sehenswert und zeitdokumentarisch. Es lohnt sich in jedem Fall, die Ausstellung zu besuchen. Das oben von @planschneider in #3404 gezeigte Bild einer Familie finde ich als Foto technisch gelungen. Es zieht aber mein Interesse nicht auf sich. Ich verweile nicht. Das ist aber nur mein Feedback. Jemand anderes mag sich an dem Bild erfreuen. Es fehlt aus meiner Sicht das Besondere. Falls jemand z.B. die Masken als das Besondere sieht, wäre das für mich ok. Ich empfinde eben keine über die blosse Doku hinaus gehende interessante Konstellation in dem Foto. Erst mal Anerkennung für Deine eigenen Gedanken und das Teilen dieser! Als Feedback oder Bildkritik (ich sehe da keinen Unterschied) würde ich anmerken, dass mir Deine Protagonisten zu weit am Rand und zu dunkel und zu unscheinbar sind. Für mich ist das Motiv die Weite der Parklandschaft mit den vielen Ameisen-Menschen im Hintergrund. Die Personen links sind kaum differenziert abgebildet (alles dunkel) und zu klein, um Gesicht oder Kleidung zu erkennen. Eigentlich stören sie mich eher beim Blick auf die Landschaft, als dass sie zu "meinem Motiv" beitragen. Wenn Du aus Deiner Erinnerung die Passanten als das Motiv haben wolltest, wirst Du sie auch immer in Deinem Bild als den Blickfang sehen. Ich hätte sie dann wohl prominenter (größer und etwa auf 1/3 der Breite positioniert) abgebildet.
  14. Ich schließe mich @Rolfneck an. Viele meiner Wander-Bilder erstelle ich mit einem Polfilter vor der Linse. Das gibt den Wiesen und Wäldern eine sattere Farbe. Ohne Polfilter reflektieren die Blätter und Halme einen Teil des Lichtes und wirken dann weniger grün. Bei einer bestimmten Pol-Filter-Stellung (findet man durch Drehen heraus) verringert der Filter diese Spielgelungen und die Farbe wird satter. Und: meine Bilder sind immer nachbearbeitet (RAW-Bilder plus Lightroom). Man kann m.E. auch bei Wanderungen im P-Modus (Automatik) fotografieren. Die ISO kann man auch auf Auto-ISO stellen. Dann muss man eigentlich nur scharf stellen und auslösen. Im Grunde versuchst Du momentan, Deinen Wunsch, nicht viel einstellen zu müssen, mit teurerer Technik zu kompensieren. Würdest Du hingegen etwas über die Bildgestaltung lesen, eine Polfilter an die G3X schrauben und etwas mehr einstellen/nachbearbeiten, würden Deine Bilder wahrscheinlich besser werden, als mit aktueller Methode und teurerer Technik. Wenn Du Dich allerdings richtig einschätzt und Du auch in Zukunft eher mit "point & shoot" unterwegs bist, ist die G3X eigentlich genau das richtige Werkzeug. Du hast dann wenig zu schleppen, musst Dich nicht mit weiterer Technik beschäftigen und reduzierst Deinen Fokus auf die Motive. Lieben Gruß
  15. Hallo Sascha, was stört Dich denn an der G3X? Ich hätte behauptet, dass man mit dem Teil beim Bergwandern genug Licht hat. Und die Kamera hat auch einen relativ großen 1-Zoll-Sensor, womit man idR selbst bei ISO 800..1600 noch gute Aufnahmen hinbekommt. Klein und leicht ist sie auch. Was glaubst Du zu verbessern, wenn Du eine neue Kamera kaufst? Wenn ich Landschaftsbilder bei Tageslicht aus einer 1-Zoll-Kamera mit denen aus MFT, APS-C oder KB vergleiche, muss ich schon mit der Lupe suchen, um Unterschiede zu finden. Beispiele zu dem Thema (mit hochaufgelösten Beispielbildern KB vs 1-Zoll-Sensor) findest Du hier: https://friedmanarchives.blogspot.com/2017/03/full-frame-vs-small-sensor-dont-laugh.html MFT vs KB: aus Sicht eines Nutzers einer KB-Kamera! (Er hat also die "große" Kamera und fragt sich, welche sichtbaren Vorteile sie hätte) https://www.thewanderinglensman.com/2014/02/the-practical-difference-between-full.html https://www.thewanderinglensman.com/2014/02/the-practical-difference-part-2-between.html Zitat: The Practical Difference (Part 2) between 20" X 24" (50X60cm) Prints from an Olympus E-M1 and Nikon D800E—None! *** Ansonsten, sofern Du Anregungen suchst: ich bin ganz angetan von meiner a6600 mit dem 18-135 Zoom. Alternativ verwende ich die GX80 mit 12-32 und 45-150 Zooms. Von Pana gibt es noch das 12-60 oder das 14-140-Zoom, die auch sehr gern verwendet werden. Mit einer Oly E-M10 oder E-M5 kann ist man auch leicht und klein unterwegs. Bei Fuji gäbe es auch ein paar Alternativen mit z.B. dem 18-55 oder dem 16-80-Zoom. Aber ich wette, dass ein guter Fotograf mit Deiner G3X so schöne Bilder machen kann, dass man den Unterschied zu den von mir genannten Alternativen kaum erkennen kann. Und ein schlechter Fotograf bekommt weder aus der G3X noch aus anderen Kameras "tolle" Bilder. Schau doch mal in den Bilderthread zur G3X Hier mal ein Bild aus der a6600 mit 18-135er Zoom: Und hier ein Bild aus der GX80 mit 12-32 (etwas anders bearbeitet): Diese Bilder würden mit der G3X kaum anders aussehen, denke ich.
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