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beerwish

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Everything posted by beerwish

  1. Von den dreien würde ich eher die Sony nehmen. Die ist aber schon etwas älter und in den Preissuchmaschinen kaum noch gelistet. Auf Amazon ist mir gleich eine mit Kit-Objektiv für 699€ entgegengepurzelt. Letzte Woche hat Sony erklärt, die neueren Nachfolger A6100 und A6400 wegen Chipmangel vorläufig nicht mehr zu produzieren. Was das für die Preisentwicklung bedeutet und ob da nicht auch demnächst erscheinende neue Modelle mit anderen Fähigkeiten dahinter stehen, ist aber unklar. Die Sony ist aber das System, das mit sehr großer Sicherheit weiter entwickelt wird und man hat damit dann die Möglichkeit z.B. für die Kamera irgendwann gute Objektive zu kaufen, die dann langfristig nutzbar bleiben weil man dann auch irgendwann eine neue Kamera dazu bekommt. Andererseits: Wenn man jetzt als Einsteiger eine günstige Kamera kauft hat man mit Kitobjektiv eine Kombination mit der man prima viele Jahre fotografieren kann. Wenn das reicht ist es egal was der Hersteller mit dem System macht. Sollte man irgendwann Geld und Lust haben das ganze zu einem größeren Hobby auszubauen wird man Kamera und Objektiv sowieso austauschen und man hat dann auch viel mehr Erfahrung um eine neue Systementscheidung zu treffen ohne der vorhandenen Kamera allzu viel Tränen hinterher zu weinen. Für diesen Ansatz ist die M50 unter diesen dreien die beste Lösung. Sie ist günstig und kann viel. Canon wird dieses System aber sicherlich nicht hochwertig weiterentwickeln weil dafür das RF-Bajonett in den Vollformatkameras vorgesehen ist. Niemand weiß ob irgendwann, wie bei Nikon und Sony, auch APS-C Kameras mit dem großen Bajonett gebaut werden. Ob Canon in den nächsten Jahren weiter M-mount Kameras bauen wird ist also unklar. Die EOS 250D als Spiegelreflexkamera ist garantiert ein totes Gleis. Man kann die natürlich trotzdem benutzen aber da wird der Support auslaufen und neue Objektive und Kameras entwickelt Canon nicht mehr. Ich persönlich würde als weitere Alternative eine MFT-Kamera vorschlagen. Die Panasonic GX80 bzw. die neuere GX9 mit einem kleinen 12-32mm Objektiv sind extrem klein und leben in einem System das voll entwickelt wird. Selbst wenn man nach einigen Jahren eine größere Kamera kauft, bleiben sie als Zweitkamera interessant. Man kann dann im System bleiben und größere, teurere Gehäuse und Objektive dazu kaufen oder man kauft was ganz anderes, behält die kleine aber wenn man mal wenig Platz hat oder eine zweite Kamera braucht.
  2. Die GF6 kenne ich nicht aber ich habe eine GX80. Wenn die auf FHD steht kann ich im Video auf "Erweiterten Telebereich" auf ON stellen. Die Kamera pickt dann 1920x1080 Pixel aus der Mitte vom Sensor im Ergebnis hat man gegenüber dem normalen Bild einen mehr als 2x Zoom. Das ist toll, wenn man es braucht aber blöd, wenn man es ausprobiert und vergisst es wieder ab zu stellen. Diese älteren Sensoren können auf keinen Fall komplett 30 mal pro Sekunde ausgelesen werden. Für Video werden nicht 16MP sondern die 1920x1080 also etwa 2MP gelesen. Entweder nimmt man dafür Pixel, die über den ganzen Sensor verteilt sind oder man pickt sich die Pixel aus dem Zentrum raus. Panasonic hat in vielen Kameras beides zur Auswahl. Ich weiß aber nicht sicher ob das in der GF6 auch so ist.
  3. Das kommt immer drauf an was man braucht. Ich hab mal Experimente mit Baseball gemacht. Um da den Spieler mit dem Knüppel und dem Ball gleichzeitig optimal im Bild zu haben, sind 60fps (die ich da hatte) noch wenig. Der Ball legt in 1/60s so 30-50cm zurück, bei guten Werfern auch mehr. Bei Surfern ist es auch besser wenn man sehr viele Bilder hat, weil sich da in so kurzer Zeit Wellen, Spritzer und alles schon ziemlich ändern können. Das ist dann der Unterschied zwischen einem guten Bild und mehreren aus denen man wählen kann. Je nach Situation kann die A7-IV aber dank Autofokus mehr brauchbare Bilder liefern als schnellere Kameras. Wenn man z.B. bei unvorhersehbaren Bewegungen auch noch auf die Augen scharf stellen will, kann das entscheidend sein.
  4. Da man selten wirklich 45MP benötigt, ist das einer der Vorteile, den so viele Pixel in der Kamera haben. In der R5 steckt ja quasi gleichzeitig ein Sensor in M43 Größe mit 12MP (wie in der Panasonic GH5s) und alles dazwischen wie z.B. APSC und extrem viel mehr Flexibilität, weil man den Ausschnitt ja nicht Mittig machen muss sondern beliebig wählen kann. Wenn man nachträglich zuschneidet passiert exakt das gleiche, wie wenn man einen kleineren Sensor hätte, der die zusätzlichen Pixel gar nicht hat. Wir brauchen also hier keine neue Äquivalenzdiskussion aufmachen sondern können einfach auf die bereits existierenden verweisen. Das, was man da mit Fotos machen kann gilt übrigens auch für Videos. Bis man wirklich 8k Videos haben will wird noch viel Zeit ins Land gehen. Man kann aber genau wie bei Fotos einen Auftritt auf einer Bühne filmen. Wenn z.B. eine Band auftritt, kann man die ganze Bühne zeigen oder auf einzelne Musiker zoomen bzw. schneiden und man kann Personen verfolgen wenn sie über die Bühne laufen. In 4k hat man einen 2x Zoom und für FHD einen 4x Zoom. Mit einer Kamera hat man alles was man sonst mit mehreren Kameras bekommt und man kann den Ausschnitt nachträglich in Ruhe wählen.
  5. Zum Glück sind wir nicht im blauen Forum - da habe ich ja noch mal Glück gehabt. Ist diese Schärfeebene nicht was ziemlich theoretisches? Ted Forbes (The Art of Photography) macht gerne Tests mit Objektiven wo er die Krümmung der Schärfeebene zeigt.
  6. Die doppelte Brennweite ist korrekt. Du machst einen 2x Crop. (Wir MFT'ler können das im Schlaf.... 🥱)
  7. Dann wundert mich, dass du keine Panasonic in Erwägung gezogen hast. Da sind auch die kleinen unauffälligen Kameras bei Video hervorragend. Die Bedienung ist ausgesprochen gut auf gemischt Foto/Video ausgelegt und wenn man weiß was man machen will, kann man in unter einer Sekunde zwischen verschiedenen Video- und Foto-Einstellungen wechseln. Aktuell gibt es neben der großen S1H, die S5, die den selben Sensor und viele ähnliche Funktionen bietet. In kleiner gibt es die GH5-II und die G9, die super Reise-Hybrid-Kameras sind. Demnächst kommt dann noch die GH6. Die GH5-II ist robust, überhitzt quasi nie und liefert 4k-Video (UHD oder DCI) von der vollen Sensorbreite in 23.98, 24, 25, 29.97, 50, 59.94 fps (egal was man braucht, es geht). Immer in 10bit und bis 30fps in 4:2:2. Dabei werden immer alle Pixel (etwa 15MP) verarbeitet. Kein Lineskipping und kein Crop (außer man will einen und stellt das ein).
  8. Ist das was eine A1 und Z9 bietet tatsächlich jetzt schon eine Mindestanforderung für Reisereportagen? Ich bin ehrlich gesagt ein wenig entsetzt. Diese beiden Kameras sind ja quasi die Spitzenprodukte, die aus dem Feld extrem herausragen, weil sie sowohl eine sehr hohe Auflösung als auch sehr schnelle Bildserien und auch noch hochwertiges 8k Video bieten. Wenn man das jetzt braucht, dann kann das ja nur für Dinge sein, die vor einem Jahr noch gar nicht gingen. Wenn solche extremen Anforderungen tatsächlich bestehen, würde ich als Nikon-Fan-Boy dann doch bei Nikon bleiben und die Z9 nehmen. Warten auf eine Z8, von der man weder weiß ob die überhaupt geplant ist noch was die dann können könnte, halte ich für ziemlich unsinnig. Bei normalen Reisereportagen sollen eigentlich eine Z6-II oder Z7-II dicke ausreichen, je nachdem ob die höhere Auflösung für Fotos nötig ist oder eher etwas bessere Video-Qualität. Als Ergänzung zur Z9 könnte auch noch eine Z50 oder Z fc als Zweitgehäuse verwendet werden. Es gibt Gerüchte über einen "Speedbooster" von Nikon für die DX-Gehäuse mit denen man die alten F- Vollformat Objektive optimal an diese kleinen Kameras adaptieren kann. Mit so was ist man auf Reisen dann wahlweise unauffällig unterwegs oder man nimmt die Z9.
  9. Wenn man an eine Kamera wie die G9 gewohnt ist, könnte es sein, dass man gar nicht merkt wie viel die bessere Stabilisierung bringt, wenn man mit langen Brennweiten fotografiert. Sobald man mit dem Licht in Situationen kommt wo man ISO einige Stufen höher stellen muss um ausreichend kurze Belichtungszeiten zu bekommen, macht eine um mehrere Blendenstufen bessere Stabilisierung den etwas größeren Sensor sofort mehr als wett. Entweder wird das Bild unscharf oder es rauscht stärker.
  10. Das haben sie nicht. Panasonic und OM System halten erstaunlich dicht und verraten quasi überhaupt nichts. Es ist also alles möglich. Die Antwort von Sean im Livestream war deutlicher als ich erwartet hatte. Das hat aber auch eine Geschichte. Als die GH5 raus kam wurde in einigen Videos mit den US-Vertretern von Panasonic Matt Frazer und Sean Robison deutlich, dass die mit der 6k-Foto Definition auf Basis der 18MP ziemlich unglücklich waren. Die beiden haben immer genau zwischen 6k-Foto und High Res Video/ Anamorphic Video unterschieden. Die haben einfach zu viel mit den richtigen Kino und Video Leuten zu tun und wissen genau, dass sie sich da lächerlich machen wenn sie von 6k Video reden würden und dann ist das in 4:3. Wir können also weiter spekulieren. Sicher sind nur die paar Daten von Panasonic. Ziemlich sicher ist das OM Systems wieder PDAF auf dem Sensor haben wird und dass die 5.7k bei Panasonic bedeutet der Sensor in der GH6 hat mehr Auflösung als der 20MP Sensor den Sony vorgestellt hat aber weniger als man für 6k benötigt. Ich hab hier aber noch ein paar mögliche Varianten (reine Spekulation meinerseits): Der Sensor hat 5760x4320. Panasonic sagt dann bei der Vorstellung daraus wird Video mit 5760x3240 was etwa 5.7K DCI entspricht, man könnte auch sagen es ist 6K UHD aber diese Definition gibt es ja offiziell nicht. Die GH6 hat PDAF. Das würde aber bedeuten, dass die GH5-II im Grunde gleich wieder obsolet wäre außer Panasonic erklärt ein weiterer Grund für die GH5-II war, dass man da auf dem Sensor auch PDAF vorbereitet hat und in einem zukünftigen Update freischaltet, wenn die AF-Algorithmen für die GH6 fertig sind und sich in der Praxis bewähren. Man würde offiziell natürlich nicht sagen man hat es verheimlicht um es für die GH6 aufzuheben. Sehr unwahrscheinlich aber doch möglich ist, dass der Organic-Sensor mit Global Shutter und electronischen ND-Filtern tatsächlich fertig geworden ist und in die GH6 kommt. Dann würden die Karten wieder neu gemischt. Möglich ist auch, dass man ähnlich wie Nikon auf den mechanischen Verschluss verzichtet. Die GH6 könnte alternativ einen ND-Filter haben der stattdessen über den Sensor geschoben werden kann. Eingebaute ND-Filter sind für anspruchsvolle Filmemachern wichtiger als der Autofokus.
  11. Das ist es auch. Panasonic hat z.B. bei der S1H ursprünglich immer 5.9k gesagt weil man da am Anfang ausschließlich DCI als Kriterium genommen hat. Es gibt eben kein 6k UHD (was 5760x3240 wäre). Inzwischen schreibt Panasonic aber auch 6k. In den technischen Daten rundet man jetzt anscheinend auf die runden Tausender. Bei der S1H gibt es z.B. "[5,4K] 5376 x 3584 (3:2) 29,97". Nach der Definition müsste 5.7k auf jeden Fall 5650 pixel horizontal haben. Bei den normalen 4K (3840x2160) und C4K (4096x2160) nimmt man dann aber die bekannten Zahlen und rundet nicht auf die Tausender. https://www.panasonic.com/de/consumer/foto-video/lumix-s-wechselobjektivkameras/dc-s1h.specs.html Nach der Aussage im Video halte ich es aber für ausgeschlossen, dass Panasonic diesen neuen IMX472-Sensor nutzt und sich irgendwie 5.7k zurecht biegt. Ich sehe gerade dass ich den Link nicht angegeben hatte weil das Video noch lief. Hier ist er: https://youtu.be/VtB9A4M7kvI?t=2152 In dem Video gibt es etwa bei 32:15 eine Grafik mit einem Anaphorisch Mode für die GH5s bei dem dem 3.7K (3680x2760) angegeben ist.
  12. Der Chef hier im Forum hat sich ja viel Mühe gegeben Listen mit allen Objektiven für die verschiedenen System aufzubauen. Hier ist die Liste für Sony: Das sollte erst mal helfen überhaupt zu sehen was es gibt. Zu einzelnen Fragen gibt es dann bestimmt Leute mit Erfahrung die was erzählen können.
  13. Ich schaue gerade den Lumix Cameras Live stream auf YouTube und nach dem der 20MP Sensor vorgestellt wurde und DPreview über sowas ähnliches wie 6k in 4:3 in der GH5 spekulierte habe ich Sean Robinson von Panasonic gefragt: Die Antwort war etwa wie folgt: Ich kann hier keine Angaben zur GH6 oder zu den 5.7k machen. Die 6k waren damals aber ausschließlich für den Foto-Modus gedacht um einen Eindruck davon zu vermitteln, was für Auflösungen mit diesem Fotomodus erreichbar sind. Für die S1H, die Video mit 6000 horizontalen Pixeln liefert haben wir die Definition für Video von 5.9k verwendet (weil bei Video 6144 Pixel als 6k gelten). Man soll sich da nicht durch die damalige 6k Bezeichnung im Fotomodus irritieren lassen. Also ohne direkt zu antworten doch direkt geantwortet. Damit ist ziemlich deutlich, dass die GH6 nicht mit dem neuen 20MP Sensor ausgerüstet wird, der von Sony vorgestellt wurde. Sie wird Videos mit ca. 5.700 horizontalen Pixeln liefern.
  14. Je nach Budget würde ich die Canon R5 oder R6 vorschlagen. Canon hat auch kostengünstige Objektive 600mm/F11 und 800mm/F11, die enorme Brennweiten haben aber nicht so viel kosten wie ein Kleinwagen. Canon hat einen AF in diesen beiden Kameras der auch bei den kleinen Blenden gut arbeitet. Das ist keineswegs selbstverständlich. Wenn höhere Auflösung gewünscht ist, könnte die neue A7-IV eine gute Wahl sein. Nikons Z9 ist dann auch noch eine Profi-Kamera, die absolute Spitzenklasse ist, aber auch sehr teuer. Mit Objektiven kostet so ein System dann schon ziemlich viel. Nach unten gibt es dann erheblich preiswertere Lösungen mit einfacheren Kameras. Im Grunde kann man dann eine der besseren Preissuchmaschinen nehmen wo man gewünschte Features auswählt und dann bekommt man mögliche Kameras zur Auswahl. Schnelle Bilderserien mit längeren Brennweiten zu günstigen Preisen bieten die Olympus(OMDS) - E-M1 und die Panasonic G9. Olympus ist etwas besser bei der Stabilisierung und beim AF, Panasonic ist besser bei Video.
  15. https://www.youtube.com/user/beerwish1/videos Das ist mein Kanal für Fahrrad/Umwelt Videos.
  16. An sich könnte die Kamera nach dem Auslösen erst komische Geräusche machen und dann wirklich auslösen wenn die Leute lachen. Wobei es so was mit Gesichts-Lachen Erkennung schon gab. Es gibt ja auch Kameras, die mit dem Handy verbunden werden und auslösen wenn man hoch springt und den höchsten Punkt erreicht hat. Für Japaner ist das eine wichtige Funktion. Aber wir reden hier über die Z9 und da wäre so eine Funktion eher unpassend.
  17. Ich mache häufiger Fotos und Videos aber nicht professionell. Mal für mich mal für andere und öfter auch für YouTube aber eher einen kleinen Kreis von Zuschauern. Umweltthemen, Demonstrationen, Aktionen, Radtouren und ähnliches. Die Ausrüstung muss oft auf dem Rad transportiert werden. Deshalb muss sie robust sein, ich will möglichst aus der Hand filmen können und es darf nicht zu schwer sein. Manchmal filme ich Veranstaltungen wo die Kamera Stundenlang durchgehend läuft. Neben der GH5 habe ich noch eine Sony Action-Cam (X-3000) und neuerdings eine Insta360 X2. Video ist ein extrem weites Feld mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten. Je nach dem was man macht geht man dann sehr unterschiedlich vor und verwendet auch unterschiedlich Geräte. Ich finde es spannen wie in den verschiedenen Bereichen wie richtig Film mit Drehbuch, Dokumentation, Reise vorgegangen wird und verfolge einige Youtube-Kanäle, die das zum Thema haben. Da picke ich mir dann auch das raus was ich brauche. Die GH5 ist eine ziemlich gute Kamera in vielen aber nicht allen Bereichen. Man muss seine Prioritäten setzen und man kann auch nicht immer gleich das System wechseln nur weil es mal wo anders was neues gibt, das noch besser ist. Das mit Netflix ist an sich völlig unwichtig. Es zeigt nur, dass man für bestimmte Aufgaben andere Eigenschaften wichtig sind als für das, was der normale Kamera-Tester auf YouTube braucht und bewertet.
  18. Bilder werden immer noch als 8bit-JPEG gespeichert und betrachtet. Die meisten Bildschirme haben 8bit und einige wenige 10bit. Die 14 oder 16bit im RAW-Foto helfen aber trotzdem wenn man sie bei der Nachbearbeitung braucht. Bei MFT bekommt man da etwas weniger und muss damit auskommt. Beim AF hat die GH5 vor allem Schwächen wenn sie nicht bedient wird. Wenn man sich als Vlogger vor die Kamera stellt und die soll ganz alleine entscheiden was wann wie scharf gestellt wird, dann sind die aktuellen Kameras von Sony und Canon absolute Spitze und Panasonic kommt deutlich dahinter. Die neueren G9 und GH5-II sind aber jeweils besser als die Vorgänger und machen seltener Fehler, die bei allen anderen aber auch vorkommen können. Noch schlechter sind die bei Video-Leuten beliebten Kameras von Blackmagic, Red und ähnlichen die entweder gar keinen AF haben oder einen provisorischen, der weit schlechter ist. Wenn es drauf ankommt wird beim Filmen doch lieber manuell fokussiert. Die GH5 wird von ziemlich vielen professionellen Filmemachern genutzt (Hochzeiten, Firmen, Werbung, Immobilien, Dokumentationen, low-cost Film). Ein Teil von denen verwendet dann keine MFT-Objektive sondern ein Speedbooster-Adapter und in der Regel Objektive für Canon DSLR Kameras. Besonders beliebt ist das Sigma 18-35mm/F1.8. Das wird durch den Speedbooster in etwa zu einem MFT Objektiv 13-25/F1.3. Es liefert dann Ergebnisse, die einem Vollformatobjektiv mit 26-50mm/F2.6 entsprechen. Gearbeitet wird dann quasi ausschließlich manuell. Das Objektiv hat einen mechanischen Fokus, der reproduzierbare Einstellungen erlaubt. Man kann also üben wie weit man den Fokus verstellen muss. Hilfreich ist das Fokus-peaking und wenn man Einstellungen vor dem Dreh ausprobieren kann, bekommt man nicht nur einen präzisen Fokus sondern auch exakt die gewünschten Fokus-Übergänge. Genau diese Leute nutzen Panasonic weil sie da auch Log-profile haben aber auch etliche andere Hilfsmittel die es sonst nur in speziellen Profi-Filmkameras gibt. Man stellt z.B. die Belichtungszeit als shutter angle (Verschlusswinkel) ein. Der ist bei normalen Aufnahmen immer 180°. Egal welche frame-rate man hat, man belichtet die halbe Zeit außer man weiß genau warum man das gerade nicht will. Sync-speed ist eine Einstellung wo man die Belichtungszeit in sehr kleinen Schritten ändern kann wenn man Kunstlichtquellen hat die sonst Streifen ins Bild bringen. Waveform ist eine Darstellung, die beim Filmen lieber genutzt wird das Histogramm, das Fotografen gerne nutzen. Es gibt Videoaufnahmen in 16:9, 17:9, 4:3 und mit allen möglichen Frame-Raten. Wenn man plant später auf 2.35:1 (Super breit), 1:1 (Instagram), 9:16 (TikTok) zu schneiden, gibt es Hilfslinen die schon bei der Aufnahme zeigen was dann raus kommt. Panasonic hat auch als einziger Hersteller eine wirklich gute Unterstützung für anamorphic-Objektive, die für Kino-Produktionen oder solche, die so aussehen sollen (Musik-Videos, Werbung) gerne genutzt werden. Als einzige Kameras haben die S1H und die BGH1 (Eine GH5s in Würfelform) die Netflix-Empfehlung die man nur bekommt, wenn man bei Videos Mindestanforderungen bei Bildqualität und Dynamic Range erfüllt. https://partnerhelp.netflixstudios.com/hc/en-us/articles/360000579527-Cameras-and-Image-Capture Netflix will bei Eigenproduktionen einen hohe Dynamic Range im Material bekommen der es erlaubt Filme zukunftssicher in HDR zu rendern. Dazu braucht man nicht nur einen guten Sensor, man muss das auch im Codec unterbringen. Die Kameras von Canon und Sony haben einen besseren AF und einen besseren Sensor aber die kostengünstigen Modelle haben keinen 10bit-codec und damit ist dann das meiste gleich wieder weg. Die teuren Kameras wie Canon R6, R5, Sony A1, A7S-III haben gute codecs und liefern fantastisches Bildmaterial haben aber auch nicht die ganzen Video-typischen Einstellungen, Frameraten und Bedienhilfen. Da ist Panasonic nach wie vor alleine unterwegs wenn man nicht direkt zu den reinen Video-Kameras geht wie Canon Cxxx oder Blackmagic. Ich bin mir nicht sicher ob Log in Zukunft noch eine so große Rolle spielen wird. Aktuell geht der Trend eher zu RAW was grundsätzlich besser ist als Log. Im Prinzip startet man ja immer mit den Rohdaten vom Sensor. Viele Kameras haben aber nur einen 8bit Codec und die besseren haben 10bit. Wenn der Sensor 12 oder 14bit liefert muss man zwischen hell und dunkel einen Bereich wählen, der entweder breiter ist (niedriger Kontrast) auf kosten größerer Stufen oder schmaler was feinere Stufen bringt aber einen zu hohen Kontrast bekommt man dann nicht mehr weg. 10bit bringt sowieso 4 mal so viel Stufen was schon mal hilft. Log verteilt einen größeren Bereich nichtlinear auf den 8bit oder 10bit Bereich und packt so die typischerweise wichtigeren Helligkeitsstufen geschickter zusammen. In der Nachbearbeitung rupft man das wieder auseinander und verteilt es auf den 8bit Zielbereich. Man verliert also Stufen, bekommt aber einen größeren Raum zum Arbeiten. Das ist aber nur besser wenn die Belichtung bei der Aufnahme genau zum gewünschten Ergebnis passt. Wenn man gleich Raw aufnimmt, ist das deutlich einfacher und man hat grundsätzlich mehr Daten zum spielen als bei Log. Die besseren Kameras, die auch 10bit aufnehmen haben aber alle auch die Möglichkeit Log zu nutzen. Bei der GH5 muss man es aber dazukaufen.
  19. 4k60 gibt es "bezahlbar" in allen Größen: MFT: Panasonic (GH5, GH5-II, G9) APSC: Bei Fuji bekommt man 4k60p z.B. in der XT4 Vollformat: Die neue Sony A7-IV kann das, die Canon R6 und die Panasonic S5 um mal die bezahlbaren zu nennen. Ich nutze die GH5 auch viel bei Nacht. Die Kameras mit größeren Sensoren und Objektiven sind aber bei Nacht noch mal ein Stück besser. Es kommt bei Nacht mehr auf die Objektive an als auf die Sensorgröße und für Vollformat bekommt man größere Objektive, die dann mehr Licht aufnehmen. Log-Modus ist was für Spezialisten, die sich mit der Nachbearbeitung von Videos am Rechner auskennen. Bei Log muss man dabei sehr sorgfältig belichten und man sieht in der Kamera nicht wie das Ergebnis später aussehen wird. Das macht man wenn man viel Erfahrung hat und weiß dass die normalen Farbprofile nicht reichen. Je mehr Kameras auch RAW-Video können, desto weniger wird man das nutzen. Ich nutze ein Profil (natural) mit geringem, Kontrast. Das sieht erst mal etwas flau aus, man kann am Rechner dann aber ganz einfach Kontrast, Helligkeit und Farbdichte erhöhen bis es besser aussieht und wenn nötig ändert man noch die Farben etwas und das reicht für das Meiste.
  20. Der bereits bekannte neue Sony-Sensor kann mit 20MP offensichtlich ähnliche Geschwindigkeiten. Die Auslesegeschwindigkeit ist mindestens 1/120s, könnte mit dem stacked Sensor aber auch viel schneller sein und dann könnte man auch auf den Sensor verzichten. Ich vermute es gibt noch einem ähnlich schnelle Sensor mit 24MP. Man bekommt also vermutlich ähnlich hohe Bildraten aber mit halb so viel Pixeln und halb so teuer. Was Nikon da besonders macht ist ja, dass man zuverlässig und fast beliebig lang den Vollen Sensor auslesen kann und die Daten dann auch zu einem hochwertigen Video in 4k verarbeiten kann. So was ähnliches macht schon die GH5 bis 4k60p und die GH6 wird da sicherlich noch eine Schippe drauflegen. Die Nikon kann Videos auch mit hochwertigem ProRes-codec speichern und es gibt ein Nikon-eigenes RAW-Format für Video. Wie gut die Nikon in der Praxis tatsächlich ist, muss man noch herausfinden. Ich denke aber dass Panasonic das was Nikon mit 8k und 4k schafft genau so zuverlässig mit 5.7k und 4k schaffen dürfte. Alles etwas kleiner, kompakter und preiswerter. Über die WOW-Kamera weiß man dagegen ja noch gar nichts. Olympus hat aber schon vor Jahren sehr hohe Bildraten geschafft und eine Führungsrolle bei IBIS und multi-Shot Verarbeitung belegt. Die nächste Generation dürfte da ein Stück weiter gehen.
  21. Für ernsthafte/professionelle Sportfotografie sind Kameras wir die Z9, R3 oder A9 sicherlich besser geeignet. Wenn man aber gelegentlich zuschaut oder jemand in der Familie Sport macht und man möchte das richtig gut im Bild festhalten, dann ist die neuste A7-IV ziemlich gut, weil sie einen schnellen AF hat, der auf die Augen fokussieren kann. Selbst wenn man dann statt 20 fps "nur" 5 hat, sind dann gute Bilder dabei und es ist natürlich erheblich besser als mit der schon recht alten E-M5. Man fotografiert da ja mit längerer Brennweite und ziemlich wenig Schärfentiefe und die kurzen Belichtungszeiten bekommt die A7 genau so gut hin wie die teureren Sport-Kameras. Die E-M1-III ist aber gar nicht so viel schlechter, wenn man ein gutes Teleobjektiv hat und bei 4000€ ist ja etwas mehr Luft, weil die Kamera günstiger ist. Ich hab ein Paket mit Kamera, 12-40/2.8 und 40-150/2.8 für 3099€ gesehen. Damit und den bereits vorhandenen Objektiven wäre man dann schon ziemlich komplett und hätte noch was übrig für extrem Weitwinkel, Makro, ganz klein oder was einem noch einfällt.
  22. Zu dem organischen Sensor gab es vor einigen Jahren schon mal ausführliche Informationen und 2019 wurde eine Professionelle 8k Video-Kamera vorgestellt, die bei der Olympiade zum Einsatz kommen sollte in der so ein Sensor verbaut ist. Da es 2019 bereits funktionsfähige Prototypen gab, gibt es auch Sensoren, die man bei Gelegenheit ausstellen kann. Die Angegebenen Daten zu der Technik lesen sich fantastisch. Er hat einen global shutter, sehr große Dynamik und eingebaute elektronische ND-Filter. Wenn das alles so in normalen Kameras zu bezahlbaren Preisen nutzbar würde, wäre das revolutionär. Es ist aber danach wieder ruhiger um den Sensor geworden. Wenn der jetzt tatsächlich massentauglich würde hatte Panasonic sofort wieder einen Vorsprung. Hier ist eine Veröffentlichung zu dem Sensor: https://news.panasonic.com/global/press/data/2018/02/en180214-2/en180214-2.html Hier ist die Kamera: https://www.eoshd.com/news/ibc-show-panasonic-8k-organic-sensor-prototype-camera-with-on-chip-nd-and-16-stop-dynamic-range/
  23. Die GX80 ist ja schon etwas älter und hat den 16MP-Sensor von davor aber ich bezog mich da eher auf die GH3 und die GF1, die ich hatte bevor ich auf GX80 und GH5 umgestiegen bin. Da sieht man sehr große Unterschiede. Die GX80 holt aus den 16MP durchaus vergleichbar gute Ergebnisse heraus aber die beiden Sensoren sind ja jetzt auch schon 5 Jahre alt. Bei MFT ist eigentlich eine neue Generation von Sensoren nötig und es sieht so aus als kommen die jetzt auf den Markt.
  24. Ich hab keine davon aber ich habe die GH5 und die GX80 von Panasonic und auch ältere Kameras. Die neuen Sensoren sind sichtbar besser als die alten. Bei den aktuellen 20MP Sensoren gibt es zwei Versionen. Die Schnellen in GH5 und E-M1 und die langsameren in den anderen Kameras. Bei einzelnen Fotos sind die Ergebnisse sehr ähnlich. Winzige Unterschiede können immer gemessen werden wenn man irgendwelche Test-Charts aufnimmt aber wenn man normale Fotos aufnimmt ist die Streuung von Bild zu Bild größer als die eventuell vorhandene Differenz zwischen den Kameras. Zu den Unterschieden bei JPEGs kann ich konkret nichts sagen. Es gibt da zwischen den Kameras aber auch riesige Unterschiede und unterschiedliche Farbprofile. Das ist dann aber eher eine Geschmacksfrage und besser/schlechter ist nicht ohne weiteres definierbar. Die E-M1 hat aber auch einen Vorsprung bei AF-Geschwindigkeit, Stabilisierung und der Serienbildgeschwindigkeit. Damit kann man aus eine Situation signifikant mehr herausholen als durch kleine Unterschiede beim Sensor.
  25. Leider nein. Es gibt immer noch kein Adapter für den Stangenantrieb. Das ist wirklich schade. Es erwartet ja niemand, dass das dann super schnell geht aber ein AF-S der sich Zeit nimmt und automatisch ordentlich scharf stellt wäre schon was feines. Ich hab noch einige alte Objektive.
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