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Olympus-Kameras: Wer findet den Fehler? :-)


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vor 21 Minuten schrieb nightstalker:

meine Theorie ist ja, dass der Begriff Panorama verschwindet und durch das eh schon sehr oft genutzte "Pano" ersetzt wird, also wäre der Plural "Panos"

Panoramen sind wunderschön, aber zu lang für unsere gehetzte Zeit ;) 

Ich bin nicht gehetzt. Daher sag ich im Singular immer πανόραμα und im Plural πανοράματα. :D

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Vom meiner sprachstudierten Frau habe ich, Sprachen betreffend, gelernt: Die Fehler von heute sind die Regeln von morgen. Oder schreibt man jetzt Heute und Morgen?

Sick argumentiert einfach so: Man kann nicht die Singular- und/oder Pluralformen in der Originalsprache eines Lehnworts kennen. Mir ist gerade ein Spaghetto vom Teller gefallen, was einem Mafioso genauso passieren kann, der gleich als Tifoso ins Stadion gehen wird. Hört sich blasiert an. Dann lege ich doch lieber das Spagetti zu den anderen Spagettis zurück und lasse den Mafiosi bei den Mafiosis und den Tifosi bei den Tifosis. Italiener schmunzeln dann, aber was solls.

Edited by RoDo
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vor 8 Minuten schrieb RoDo:

Vom meiner sprachstudierten Frau habe ich, Sprachen betreffend, gelernt: Die Fehler von heute sind die Regeln von morgen. Oder schreibt man jetzt Heute und Morgen?

Sick argumentiert einfach so: Man kann nicht die Singular- und/oder Pluralformen in der Originalsprache eines Lehnworts kennen. Mir ist gerade ein Spaghetto vom Teller gefallen, was einem Mafioso genauso passieren kann, der gleich als Tifoso ins Stadion gehen wird. Hört sich blasiert an. Dann lege ich doch lieber das Spagetti zu den anderen Spagettis zurück und lasse den Mafiosi bei den Mafiosis und den Tifosi bei den Tifosis. Italiener schmunzeln dann, aber was solls.

"Sick argumentiert einfach so: Man kann nicht die Singular- und/oder Pluralformen in der Originalsprache eines Lehnworts kennen."

Da braucht man nicht zu "argumentieren": Deutsch ist Deutsch und hat seine eigenen Gesetzmäßigkeiten (genau wie bei anderen Sprachen auch). Da kommen die "Regeln" (d.h. der regelmäßige Sprachgebrauch) ganz von allein (= durch die Gesamtheit der Sprecher).

 

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vor 48 Minuten schrieb flyingrooster:

Pluralformen stellen bereits den Lernstoff für Fortgeschrittene dar. Beginnen wir zuerst mit den bestimmten Artikeln.

Richtig: die Palatschinke
Falsch: der Palatschinken

😜

Hier ist z.B. eine Palatschinke für Micro Four Thirds:

 

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Edited by cosmovisione
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vor 1 Stunde schrieb cosmovisione:

πανόραμα und im Plural πανοράματα.

Wir können hier Bildungsforum machen. Z. B. warum steht der Oberstrich bei Plural und Singular über unterschiedlichen Vokalen? Oder: gilt beim flying rooster für Eigennamen flyingrooster? 🙂

Edited by Kleinkram
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vor 3 Stunden schrieb rostafrei:

Du bist aus Österreich, oder der Schweiz, wenn ich das richtig mitbekommen habe?

Der Unterschied liegt nur im Vorzeichen.

Österreich: Weißes Minus auf rotem Untergrund
Schweiz: Weißes Plus auf rotem Untergrund

vor 3 Stunden schrieb cosmovisione:

offiziell festlegen wollen, was richtig und falsch ist

versuchen viele, aber die "Normative Kraft des Faktischen" schafft ihre eigenen Regeln, welche der Duden / die Dudin irgendwann zähneknirschend durchwinken muss.

Einige Beispiele:

  • Anologe Fotografie. Irgend ein Blödmann hat einmal die Regel aufgestellt "Analog ist das Gegenteil von Digital" und jeder Widerspruch war zwecklos. Korrekter wäre allenfalls "chemische Fotografie", aber das würde heute niemand verstehen.
    Pikanterie am Rande: Analoges Video. Das gibt es wirklich und es hat mit Film gar nichts zu tun, sondern meint ein analoges Videosignal, wie es beispielsweise Omas Fernsehapparat oder der VHS Videorekorder verarbeitet hat.
  • Handy (DE, Substantiv) versus handy (EN, Adjektiv). Wer mit einem Engländer oder Amerikaner über sein Taschentelefönchen plaudern will, muss Cellphone oder Mobile Phone sagen, denn Handy ist deutsch und wird nur im deutschsprachigen Raum so verstanden.
  • Das Einzigste. Ist gerade im Begriff, sich in der Schriftsprache zu etablieren. Selbst in Zeitungen kann man es schon lesen.
    Nur zum Verständnis der Steigerungsformen:
    • Das Einzige - es gibt nur Eines.
    • Das Einzigere - es gibt noch mehr nur Eines.
    • Das Einzigste - es es gibt superhypermegaschweinetittenturbounübertreffbar nur Eines.

Vielleicht sollten wir eine Umfrage unter den anwesenden Linguisten machen, wer im Lichte der aktuellen Entwicklungen noch einmal die gleiche Berufsentscheidung treffen würde.

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vor 10 Minuten schrieb tengris:

Der Unterschied liegt nur im Vorzeichen.

Österreich: Weißes Minus auf rotem Untergrund
Schweiz: Weißes Plus auf rotem Untergrund

versuchen viele, aber die "Normative Kraft des Faktischen" schafft ihre eigenen Regeln, welche der Duden / die Dudin irgendwann zähneknirschend durchwinken muss.

Einige Beispiele:

  • Anologe Fotografie. Irgend ein Blödmann hat einmal die Regel aufgestellt "Analog ist das Gegenteil von Digital" und jeder Widerspruch war zwecklos. Korrekter wäre allenfalls "chemische Fotografie", aber das würde heute niemand verstehen.
    Pikanterie am Rande: Analoges Video. Das gibt es wirklich und es hat mit Film gar nichts zu tun, sondern meint ein analoges Videosignal, wie es beispielsweise Omas Fernsehapparat oder der VHS Videorekorder verarbeitet hat.
  • Handy (DE, Substantiv) versus handy (EN, Adjektiv). Wer mit einem Engländer oder Amerikaner über sein Taschentelefönchen plaudern will, muss Cellphone oder Mobile Phone sagen, denn Handy ist deutsch und wird nur im deutschsprachigen Raum so verstanden.
  • Das Einzigste. Ist gerade im Begriff, sich in der Schriftsprache zu etablieren. Selbst in Zeitungen kann man es schon lesen.
    Nur zum Verständnis der Steigerungsformen:
    • Das Einzige - es gibt nur Eines.
    • Das Einzigere - es gibt noch mehr nur Eines.
    • Das Einzigste - es es gibt superhypermegaschweinetittenturbounübertreffbar nur Eines.

Vielleicht sollten wir eine Umfrage unter den anwesenden Linguisten machen, wer im Lichte der aktuellen Entwicklungen noch einmal die gleiche Berufsentscheidung treffen würde.

"Vielleicht sollten wir eine Umfrage unter den anwesenden Linguisten machen, wer im Lichte der aktuellen Entwicklungen noch einmal die gleiche Berufsentscheidung treffen würde."

Ich bin einer der "anwesenden Linguisten":

1) Linguistik ist kein Beruf, sondern eine Wissenschaft.

2) Ich hatte sogar mein Maschinenbaustudium abgebrochen, um Linguistik zu studieren. 🙂 Hab das bis heute auch nicht bereut.

 

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vor 1 Stunde schrieb Kleinkram:

Wir können hier Bildungsforum machen. Z. B. warum steht der Oberstrich bei Plural und Singular über unterschiedlichen Vokalen? Oder: gilt beim flying rooster für Eigennamen flyingrooster? 🙂

το πανόραμα, τα πανοράματα
das Panorama, die Panoramen

In diesem Fall wird im Singular die drittletzte Silbe betont und im Plural nicht "dieselbe" Silbe, also die viertletzte, sondern wieder die drittletzte.

Das Wort "πανόραμα" ist neugriechisch. Es wurde ursprünglich außerhalb Griechenlands kreiert, und zwar aus "pan-" plus "órama". όραμα ist schon ein altgriechisches Wort (das, was man sieht, Ansicht), aber "πανόραμα" bzw. "Panorama" ist eine Neubildung.

Die Gesetzmäßigkeit, dass im griechischen der Wortakzent immer auf einer der letzten drei Silben liegt, hat sich bis heute nicht geändert. Daher heißen auch die heutigen Plurale von όραμα und πανόραμα: οράματα bzw. πανοράματα.

 

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Und dann gibt es 

vor 18 Minuten schrieb cosmovisione:

πανόραμα

auch noch groß geschrieben und da habe ich als Kind gewohnt. 

Übrigens sind auch Regeln für die Sprache und für die Rechtschreibung zweierlei. Die Sprache ist ein Zeichensystem für die Wirklichkeit. Die Schrift hingegen ist ein Zeichensystem für die Sprache.

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vor 16 Minuten schrieb cosmovisione:

[…] "órama". όραμα ist schon ein altgriechisches Wort (das, was man sieht, Ansicht) […]

… hat über Umwege auch Einzug in manchen österreichischen Dialekt gefunden. Steht dabei jedoch weniger im Zusammenhang mit Ansicht, sondern viel mehr mit Einsicht. ;)

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vor 36 Minuten schrieb Isar:

Und dann gibt es 

auch noch groß geschrieben und da habe ich als Kind gewohnt. 

Übrigens sind auch Regeln für die Sprache und für die Rechtschreibung zweierlei. Die Sprache ist ein Zeichensystem für die Wirklichkeit. Die Schrift hingegen ist ein Zeichensystem für die Sprache.

 

Kenn ich...

https://de.wikipedia.org/wiki/Panorama_(Thessaloniki)

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vor 6 Stunden schrieb tengris:

Der Unterschied liegt nur im Vorzeichen. ...

Nee, deswegen nicht. Mir ist nur nicht bewusst, ob das, was man hier darunter versteht oder allgemein darüber bekannt ist, ebenso auch in A/CH für diese "Vereine" gilt. Daher ist das Beispiel mit Bezug auf Genderismus quasi ein Paradoxon 😂

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vor 6 Stunden schrieb cosmovisione:

Linguistik ist kein Beruf, sondern eine Wissenschaft.

Die Frage war vermutlich falsch gestellt. Denn für die linguistische Forschung sind die Zeiten derzeit interessant wie schon lange nicht mehr. Auch wenn oder gerade weil die zu beobachtenden Entwicklungen den alteingesessenen Gralshütern der Deutschen Sprache das Gedärm verknoten.

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vor 1 Stunde schrieb rostafrei:

Mir ist nur nicht bewusst, ob das, was man hier darunter versteht oder allgemein darüber bekannt ist, ebenso auch in A/CH für diese "Vereine" gilt.

Ok, das habe ich nicht so klar heraus gelesen. Ich nehme mal an, dass du mit "Vereine" die sogenannten "Burschenschaften" meinst. Da kann ich nicht mit Insiderwissen aufwarten. Ich habe im lezten Jahrtausend ein Mitglied einer Schlagenden Burschenschaft gekannt, aber mit dem habe ich nie über dieses Thema gesprochen. Die öffentliche Wahrnehmung von Studentenverbindungen in Österreich ist die einer Art Brutstätte späterer politischer Eliten, speziell wenn es sich um die Studentenorganisationen politischer Parteien handelt. Hier vernetzt man sich mit den richtigen Leuten, welche einem auch später noch nützlich sein können. Von den eigentlichen Burschenschaften hört man bevorzugt dann, wenn wieder einmal einzelne Mitglieder - welche zufällig einer Rechtspartei angehören - verhaltensauffällig geworden sind. Oder wenn die kulturellen Aktivitäten sich in Liederbüchern mit eindeutig nationalsozialistischem Bezug niederschlagen. Als ob ein bisschen Männergesang etwas Schlechtes wäre, na sowas. War ja alles nur Spaß. Wobei die letztere Rechtfertigung durchaus glaubwürdig klingt. Die hatten sicher jede Menge Spaß beim Mitsingen.

Ich habe ein wenig über die Anfänge nachgeblättert. Eine starke deutschnationale Komponente war immer dabei. Die sollte aber zur Entstehung einer deutschen Republik aus dem damaligen losen Konglomerat mehr oder weniger feudaler Fürstentümer führen. Immerhin waren viele liberale Grundideen den Nazis suspekt genug, um nach der Machtübernahme alle studentischen Verbindungen außerhalb der eigenen Organisationen zu verbieten. Was offensichtlich heute nicht mehr so das Problem wäre.

Womit wir einige Fehler gefunden hätten, für welche Olympus eher nichts kann.

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vor 10 Stunden schrieb tengris:

Auch wenn oder gerade weil die zu beobachtenden Entwicklungen den alteingesessenen Gralshütern der Deutschen Sprache das Gedärm verknoten.

Sprachanalyse: Alteingesessen ist wertfrei. Gralshüter hat einen negativen Beigeschmack. Gedärm verknoten ist eine übertriebene Beispielisierung eines tatsächlichen Sachverhalts. 🙂

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vor 17 Stunden schrieb tengris:

Anologe Fotografie. Irgend ein Blödmann hat einmal die Regel aufgestellt "Analog ist das Gegenteil von Digital" und jeder Widerspruch war zwecklos. Korrekter wäre allenfalls "chemische Fotografie", aber das würde heute niemand verstehen.

Analoge Fotografie basiert bei der Belichtung auf dem Zustand, ob eine Silbersalz-Verbindung reduziert wurde oder nicht. Also Zustand 0 oder 1.
Digitale Fotografie wandelt alle Informationen zur Auswertung in analoge Signale um.

Edited by grillec
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Ich beneide die Angelsachsen um ihre Fähigkeiten, kurze, prägnante Wörter zu generieren. In D käme niemand auf die Idee, ein turbinengetriebenes Flugzeug Düse zu nennen. Aber anglisiert wird der Jet gerne übernommen.

Und ich bedaure die Deutschen, die eingeführte kurze Begriffe analysieren und zergliedern. „Digitale Fotografie“ ist ebenso falsch wie „analoge“. Oder wie chemische und elektronische Fotografie. Die Bezeichnungen haben sich eingebürgert, sie werden verstanden. Genau wie das falsche „Auto“ für ein motorbetriebenes Personenfahrzeug.

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