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Erfahrungsbericht: Macro-Vorsatzachromate an MFT-Objektiven

Empfohlene Beiträge

Macro-Vorsatzachromate an Micro FourThirds-Objektiven

Eine Übersicht über verschiedene Achromate an MFT mit Bildbeispielen

 

uebersicht.jpg

 

 

Unser Forumsmitglied "softride" hat sich die Mühe gemacht und ein umfangreiches Dokument zum Thema "Makro-Vorsatzachromate an Micro FourThirds-Obejktiven" zusammengestellt.

 

Neben vielen Bildbeispielen zu diversen Achromaten an verschiedenen Objektiven mit den dazugehörigen Erklärungen, findet Ihr in dem Dokument auch eine Linkliste und weitere technische Erklärungen zur Funktionsweise von Achromaten.

 

Vielen Dank an "softride" für die ausführliche und umfangreiche Darstellung!

 

Das PDF (ca. 10 Mbyte) könnt Ihr hier herunterladen: Macro-Vorsatzachromate an MFT-Objektiven - hier klicken

 

Sagt: Danke softride! ;)

 

Gruß,

 

Jens

 

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Mich beschäftigt eine Frage:

 

Setup a: 200mm + 4 Dioptrin Linse

Setup b: 100mm + 8 Dioptrin Linse

 

Abbildungsmaßstab ist also gleich, aber ist die Schärfentiefe auch gleich?

Und ist man mit dem 100mm Setup im Vorteil was Verwacklungen angeht oder sind auch hier beide Varianten ident?

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Meines Wissens ist die Schärfentiefe bei einem Abbildungsmassstab gegen 1 weitgehend unabhängig von der Brennweite.

 

Du musst bei Verwacklungen unterscheiden zwischen Tilt und Translation in Bezug auf den Abstand.

 

Bei gleichem Abbildungsmassstab hängt die Tilt-Bewegungsempfindlichkeit vom Abstand Sensor zu Objekt ab.

je grösser der Abstand, desto empfindlicher gegen Tilt.

 

Die Empfindlichkeit gegen Translation bleibt gleich.

 

Soweit meine kurzen Überlegungen. Korrekturen/Ergänzungen erwünscht.

 

-Didix

bearbeitet von Didix

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Der Arbeitsabstand sollte ja bei beiden Varianten gleich sein...

 

Ist dem so? Das seh ich nicht als zwingend an.

Dürfte von der Optik abhängen.

 

Nimm als Beispiel ein Mikroskop mit einem Hirsch.

Da sieht jeder die gleiche Vergrösserung, obwohl der Unterschied der Betrachtungsabstände locker einen Faktor vier betragen kann.

 

-Didix

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Nein, der Arbeitsabstand ist natürlich nicht gleich.

 

Das 100-mm-Objektiv, kombiniert mit dem 8-dpt-Achromaten hat eine resultierende Brennweite von 56 mm.

Das 200-mm-Objektiv, kombiniert mit dem 4-dpt-Achromaten hat eine resultierende Brennweite von 111 mm.

 

D.h. bei gleichem ABM ist der Abstand rund doppelt so groß.

 

In beiden Fällen ist aber die resultierende Blende und damit die Schärfentiefe gleich groß.

Z.B. würde eine eingestellte Blende von 8 in beiden Fällen auf 4,4 reduziert.

 

Wie Didix schon ausgeführt hat, steigt natürlich die Verwachlungsgefahr mit zunehmenden Abstand vom Motiv.

 

Diese Rechnerei bezieht sich aber auf "klassische" Objektive mit wirklich(!) fester Brennweite. Bei den heute üblichen innenfokussierten Objektiven verringert sich die Brennweite mit der Entfernungseinstellung. Wie der Vergleich Oly 75-300mm mit dem Pana 100-300mm zeigt, kann das sehr viel ausmachen.

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Ich hab soeben einen Praxisvergleich gemacht zwischen dem Elmarit 45 und dem Pana 12-32@32 plus Raynox 250 ...

 

https://www.systemkamera-forum.de/topic/70248-makro-thread-zum-mitmachen/?p=1084592

 

-Didix

 

PS: wollte diesen Beitrag eigentlich im aktiveren Thread posten - nun ist er doppelt - sorry for that.

bearbeitet von Didix

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Da sich im Laufe der Zeit mein Objektivpark etwas geändert hat, möchte ich ein paar neue Erkenntnisse dranhängen.

 

Hier ein Vergleich vom neueren G Vario 14-140 mm II mit Raynox DCR-150, dem Olympus 1,8 / 45 mm mit Kenko-Zwischenringen und dem DG Macro-Elmarit 2,8 / 45 mm.

(1:1-Crops):

post-40604-0-10762200-1443279256_thumb.jpg

 

Die Testaufnahmen wurden alle mit f/5,6 gemacht was für das G Vario volle Auflösung bedeutet. Die wirksame Brennweite durch die Verkürzung des Achromaten beträgt dabei 78 mm und die wirksame Blende f/3,5. Der Arbeitsabstand war beim Zoom natürlich am größten, gefolgt vom Oly. Der kürzeste Abstand beim Macro-Elmarit ist der Innenfokussierung geschuldet.

 

In der Praxis wirkt es sich allerdings nicht so extrem aus weil man selten einen 1:1-Ausschnitt betrachtet:

 

DG Macro-Elmarit 2,8 / 45 mm:

post-40604-0-67007100-1443279294_thumb.jpg

 

Olympus m.zuiko 1,8 / 45 mm mit 26 mm Kenko-Zwischenringen:

post-40604-0-39877200-1443279366_thumb.jpg

 

G Vario 3,5-5,6 / 14-140 mm + Raynox DCR-150:

post-40604-0-72558400-1443279407_thumb.jpg

 

Die Blümchenbilder wurden mit f/8 aufgenommen was zur Konsequenz hat, dass die wirksame Blende beim 14-140er nur 5,9 beträgt und damit eine geringere Schärfentiefe aufweist.

 

Die Lösungen mit dem Oly und G Vario 14-140 II können durch den schnelleren und zuverlässigeren AF wie durch den größeren Arbeitsabstand durchaus punkten wenn es um Insekten oder vom Wind bewegten Pflanzen geht.

bearbeitet von Softride

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Das Olympus M.Zuiko 1:1,8 / 75 mm kauft man sich sicher nicht, um damit Nahaufnahmen zu machen. Es hat mich aber mal interessiert, wie sich diese hervorragende Festbrennweite mit diversen Makro-Utensilien schlägt. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Gar nicht schlecht! Es kommt aber darauf an!

 

post-40604-0-78013200-1454175977_thumb.jpg

 

Auf jeden Fall wirkt sich der relativ große Arbeitsabstand und der flotte AF (im Vergleich zum DG Macro-Elmarit) sehr günstig bei Freihandaufnahmen von Insekten aus. Auch sind die erreichbaren Abbildungsmaßstäbe durchaus praxisgerecht, wenn auch nicht für Kugelspringer ;).

 

Um den Umfang des Posts gering zu halten, beschränke ich mich hier zunächst mal auf die 1:1-Crops der maximal erreichbaren Abbildungsmaßstäbe, d.h. mit der kürzesten Entfernungseinstellung und auf die eingestellten Blendenstufen 5,6, 8, 11 und 16. Allgemein kann man jedoch sagen, dass Schärfe und Kontrast in der Unendlichstellung etwas besser sind. Bei weiter geöffneter Blende sind zwar die Repro-Ergebnisse auch recht gut aber diese Einstellungen dürften wegen der geringen Schärfetiefe kaum interessant sein. Ab Blende 11 ist bereits der Einfluss der Beugung deutlich zu spüren. Bei Bedarf kann ich natürlich auch die anderen, hier nicht gezeigten Beispiele posten. Natürlich auch die Gesamtbilder, bei denen teilweise eine erhebliche Bildfeldwölbung zu sehen ist, die die Kombinationen zwar für Reprozwecke unbrauchbar machen, aber in der bildmäßigen Fotografie nur eine geringe Rolle spielen.

 

1. mit Marumi + 3 dpt

post-40604-0-03654500-1454175995_thumb.jpg

 

2. mit Raynox DCR-150

post-40604-0-34436700-1454175983_thumb.jpg

 

3. mit Raynox DCR-250

post-40604-0-26304900-1454175989_thumb.jpg

 

4. mit Kenko-Zwischenringen 26 mm

post-40604-0-98222400-1454175975_thumb.jpg

 

Zum Vergleich: Leica DG Macro-Elmarit 1:2,8 / 45 mm:

post-40604-0-11588100-1454175970_thumb.jpg

 

Nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist der Marumi am 75er ziemlich unbrauchbar und der Raynox DCR-150 schlägt die Zwischenringe knapp.

 

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 Auch das extrem preiswerte Olympus M.Zuiko 1:1,8 /45 mm schlägt sich recht wacker im Nahbereich:

 

post-40604-0-57116500-1454180735_thumb.jpg

 

1. mit Raynox MSN-202

post-40604-0-20018000-1454180751_thumb.jpg

 

1. mit Raynox DCR-250

post-40604-0-60930800-1454180742_thumb.jpg

 

2. mit Kenko-Zwischenringen 26 mm

post-40604-0-05284700-1454180757_thumb.jpg

 

 

Der Einsatz mit dem MSN-202 ergibt natürlich eine recht extreme Vergößerung und auch die Abbildung dürfte nicht besonders befriedigen.

 

Mit dem Raynox DCR-250 oder den Zwischenringen lässt sich das 45er jedoch sehr gut einsetzen. Dass die Beugung bei den Zwischenringen scheinbar früher einzusetzen scheint, ist vermutlich lediglich der Verkürzung der Brennweite durch den Achromaten geschuldet, die ja auch das tatsächliche Öffnungsverhältnis reduziert. Mit anderen Worten: Für gleiche Schärfentiefe wird man mit dem Achromaten auch stärker abblenden müssen.

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Korrektur!

 

Peinlich: Beim Oly 45 mm mit dem DCR-250 hat sich eine falsche Formatanweisung beim ABM in die Tabelle eingeschlichen. Hier die korrigierte Tabelle:

 

post-40604-0-08401400-1454231998_thumb.jpg

 

Vielleicht kann ein Admin oder Mod die Tabelle noch austauschen?

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Ja, habe ich natürlich auch versucht aber das 100-400er ist eine Diva und verträgt keinerlei anderes Glas, nichtmal ein (Pol-)Filter. Auch ist der negative Einfluss einer Fensterscheibe vergleichsweise deutlich größer als z.B. beim 100-300er (alt).

Im Gegensatz dazu kann der Einsatz von Zwischenringen aber durchaus sinnvoll sein wenn man die Naheinstellung (Anzeige 1,3 m) nicht ausreizt. Hintergrund: Wie bei allen modernen innenfokussierten Objektiven wird auch beim 100-400er zur Entfernungseinstellung die Brennweite verkürzt. Wenn man mit angesetzten Zwischenringen (bei mir 26 mm) in der Entfernung von ca. 1,3 m bleibt, muss die Brennweite nicht so weit reduziert werden und man erhält in der Folge davon einen größeren Abbildungsmaßstab bei guter Bildqualität. Wenn man jedoch durch einen geringeren Abstand doch wieder die Brennweite weiter reduziert, bricht die Abbildungsleistung deutlich ein.

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vor 1 Stunde schrieb Softride:

das 100-400er ist eine Diva und verträgt keinerlei anderes Glas, nichtmal ein (Pol-)Filter

Ich hab einen B+W F-PRO UV MRC drauf. Ohne den würde ich mich nicht in die Wildnis trauen. Ich bin trotzdem mit meinen Bildern zufrieden.

Aber in Anbetracht dessen ... https://www.systemkamera-forum.de/topic/114179-erfahrungen-mit-dem-panaleica-dg-100-400/?page=70&tab=comments#comment-1417537
sollte ich vielleicht doch mal ohne testen ...

-Didix

 

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