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Sony A6400 - neue APS-C Kamera von Sony angekündigt Weiterlesen... ×

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Hier im Forum wird in für meinen Geschmack in letzter Zeit viel zu viel über Technik geredet und zu wenig über Bilder, deshalb starte ich jetzt diesen Thread um die Aufmerksamkeit wieder etwas etwas auf den fotografischen Prozess zu lenken. Letztlich ist es schließlich der Fotograf der für gute Fotos verantwortlich ist. Ob seine Kamera 200€ oder 4000€ gekostet hat spielt keine so große Rolle. In diesem Artikel gehe ich von den Vorbereitungen eines Fotoausflugs über die Aufnahme bis hin zur Nachbearbeitung und Veröffentlichung in der Hoffnung dass hier Anregungen ausgetauscht werden wie euer Prozess aussieht.

Viele der Beispielbilder sind mit der Nex entstanden, abgesehen von Gewicht und Größe ist die A7 zwar ein Fortschritt in allen Belangen, aber grundsätzlich ist mein prozess sehr ähnlich.

 

 

Was ich fotografiere

Meine Motive finden sich zumeist in der Natur wo ich vorallem Landschafts- und Nahaufnahmen mache. Dabei entstehen die meisten meiner Fotos in unmittelbarer Nähe zu meinem Wohnort. Ich bin schon immer gerne in der Gegend spazieren gegangen, und habe dabei auch schon früh viele Fotos geschossen. Wirklich ansehnliche Bilder bringe ich daber aber erst seid ca. 2 Jahren nach hause, weil ich zuvor nicht verstanden hatte welch zentrale Rolle Licht spielt

 

Ich fotografiere auch häufig im privaten Umfeld, die Fotos zeige ich aber nur im Umfeld der Fotografierten. Hin und wieder dokumentiere ich auch Veranstaltungen, nutze dafür aber meistens eine Spiegelreflex.

 

Der richtige Zeitpunkt für ein gutes Foto: Dann wenn das Licht gut ist

Mir sind leuchtende Farben in meinen Fotos sehr wichtig und diese lassen sich nicht per Knopfdruck in Lightroom erzeugen (wie ich einmal mit entsetzen hier im Forum lesen musste), sondern sie resultieren vorallem aus gutem Licht.

Gutes Licht kann viele Erscheinungsformen haben, für meine Naturfotografie bevorzuge ich das Licht um den Sonnenauf- und Untergang.

Um gutes Licht zu haben bedarf es geringfügiger Planung und man ist auch so manches mal unterwegs und hat am Ende garkeine Fotos, weil das Licht nicht den Erwartungen entsprach.

Jetzt im Winter schaue ich abends wie die Wetterprogose für den nächsten Tag an, wenn sie Sonnenschein wahrscheinlich scheinen lässt stelle ich meinen Wecker so, dass ich kurz vor Sonnenaufgang bei meinen Motiven sein könnte.

Wenn der Wecker klingelt blicke ich zuerst aus dem Fenster und schaue ob der Himmel klar ist, wenn im Osten eine dichte Wolkendecke zu sehen ist lohnt es sich selten los zu ziehen.

War der Blick aus dem Fenster vielversprechend und habe ich mich entschieden los zu ziehen, so ist es immer ein Glücksspiel, häufig zieht ein Dunstschleier vor die aufegehenden Sonne und dämpft Farben und Kontraste. Die Fotoausbeute ist dann meist nicht so groß, aber hin und wieder erwische ich Momente wenn alles stimmt. Etwa in diesem September, als sich die Sonne durch den Morgennebel kämpfte und ich dieses Foto schießen konnte:

9977892843_dc895122e2_o.jpg

Im Sommer bin ich meist in der Stunde vor Sonnenuntergang unterwegs, einfach weil die Zeiten zu denen man aufstehen müsste sich mit meinem Tagesablauf ehr selten vereinen lassen.

 

Die Fototasche packen

In meine Fototasche passen neben der Sony A7 3-4 Objektive, meist ziehe ich mit einem Sigma 2.8/24, einem Minolta 2.8/35 und 1.2/58 sowie einem Canon FD 4/80-200 L los, aber ich variierie auch gerne und dann lasse ich z.B. das Canon zuhause und packe stattdessen eine Macroobjektiv ein oder tausche das 35er gegen ein 35-70 Zoom.

Außerdem finden sich in meiner Fototasche ein 10mm Zwischenring falls ich auf ein Makro Motiv stoße sowie eine Speicherkarte falls ich vergessen habe eine Karte in die Kamera zu stecken.

Auch nehme ich in letzter Zeit meistens ein kleines, leichtes Reisestativ mit gutem Kugelkopf mit, welches ich am Gurt der Kameratasche befestige.

 

Motivsuche

Mein Lieblingsmotiv ist die heimische Landschaft, ich habe eine Standardrunde welche ich besonders häufig mache, die ich aber natürlich auch variiere.

Dabei habe ich das Glück nur 5 Minuten mit dem Rad fahren zu müssen um bereits mein erstes Motiv, einen renaturierten Teich vor mir zu haben. Ob sich ein Foto lohnt hängt sehr von den Lichtverhältnissen ab, es passiert häufiger dass ich ohne ein Foto geschossen habe weiterfahre, als dass ich ein Foto mache.

11064054943_1eaf9abc8f_o.jpg

Das Bild entstand noch vor Sonnenaufgang zur blauen Stunde

 

 

7482090880_f86c4c849e_o.jpg

Der Teich irgendwann im Sommer 2012 im Abendlicht

 

 

Ein paar hundert Meter weiter, den Feldweg entlang, liegt mein nächstes Lieblingsmotiv: ein zugewachsener Weiher in dem eine umgestürzte, moosbewachsene Eiche liegt. Dabei wird der Baum von 3 Seiten durch die Vegetation abgeschirmt, was das Licht sehr vorteilhaft formt. Hier halte ich fast jedes Mal an und versuche ein Foto.

https://farm4.staticflickr.com/3828/10742616184_1fa716435c_o.jpg

 

 

farm6://farm4.staticflickr.com/5495/11341372606_28689a8f83_o.jpg

 

Der Baum im späten Abendlicht zu unterschiedlichen Jahreszeiten, mehr Bilder finden sich in diesem Set.

 

 

Weiter geht es auf dem Feldweg, auf einer Holzbrück über einen Bach, eine Straße und zum nächsten Hof bei dem eine verfallende Mühle und eine Schafsherde häufig fotografierte Motive sind.

http://farm3.staticflickr.com/2837/11168918544_5d1af6558e_o.jpg

Blick in die Mühle.

farm6://farm4.staticflickr.com/5477/11064011364_62897db27d_o.jpg

 

Kameraeinstellung und Bedienung

Ich besitze aktuell nur manuelle Objektive für die Sony A7 (habe aber das 24-70 bestellt ) und meine Kamera ist für die benutzung manueller Objektive angepasst.

Auf der AF/MF Taste liegt die Fokuslupe und auf der C1 Taste der Weißabgleich. Andere Einstellungen greife ich nur sehr selten zu, der Kreativmodus steht auf Standard weil mir das eine Ansicht gibt die der Widergabe in LR später recht nahe kommt und ich fotografiere ausschließlich in Raw.

 

Auf dem Speicherplatz 1 liegt der S-Modus mit 1/125 Sekunde und Auto-ISO, auf dem Speicherplatz 2 der A-Modus mit ISO 100.

Ich stelle das Moduswahlrad auf 1, wenn das Licht knapp ist (was in den Morgenstunden im Winter meist der Falls ist) und ich die Kamera aus der Hand benutzen möchte. Die Belichtungszeit verändere ich auf 1/(2*Brennweite), wenn ich kein Normalobjektiv verwende. Gegenüber der Nex-6 zögere ich viel weniger die Kamera auch vierstellige ISO Werte wählen zu lassen, weil der Vollformatsensor neben dem besseren Rauschverhalten auch eine größere Dynamik aufweißt und mir auch noch ISO 6400 Aufnahmen für Web gut verwendbar scheinen (die Belichtung muss dann allerdings sitzen).

Ich stelle das Moduswahlrad auf 2, wenn die Kamera auf dem Stativ sitzt oder ich so viel Licht habe, dass ich mir sicher sein kann keine zu langen Verschlusszeiten zu bekommen. In Grenzfällen wähle ich auch schonmal den A-Modus un erhöhe den ISO Wert auf 200 oder 400.

Den M-Modus verwendet ich eigentlich nur wenn ich mehrere Aufnahmen am Computer zusammen setzen möchte und sicherstellen will, dass alle Aufnahmen gleich belichtet sind.

 

Geschätzt verwende ich das Display zur Bildkomposition etwas häufiger als den Sucher. Ich habe dabei das 3x3 Gitter eingeblendet, allerdings weniger wegen der Drittelregel (welche eine deutlich bessere Regel ist, als das Motiv immer genau ins Zentrum zu stellen, aber ich habe mich ansonsten wieder von ihr gelöst nachdem ich von einigen sehr guten Landschaftsfotografen gelesen hatte, dass nur wenige ihrer Fotos ihr folgen), sondern um stürzende Linien und schiefe Horizonte zu vermeiden.

 

Für die Fokussierung verwende ich inzwischen fast nie mehr das Peaking, weil es zwar schnell eine ungefähre Beurteilung ermöglicht, aber unvergrößert keine 100%ige Beurteilung der Schärfe erlaubt.

Ein viel zu wenig verbreiteter Tipp ist, auf das Flimmern des Suchers zu achten, es tritt nur dann auf wenn ein Motiv scharf gestelt ist und funktioniert als ähnlich wie das Peaking, ist zugleich aber präziser und weniger störend.

In der Regel nutze ich aber die vergrößerte Ansicht um scharf zu stellen.

 

Die Belichtung steuere ich nach augenmaß, sprich ich korrigiere solange bis ich mir sicher bin, dass die Lichter nicht ausgefressen sind. Auf den Belichtungsindikator achte ich dabei nicht, sondern nur auf das Display und aktuell experimentiere ich auch mit Zebra in der Einstellung 100+.

 

Bildauswahl und Nachbearbetung

Nach einer Fotoradwanderung habe ich meist zwischen 50 und 150 Fotos geschossen. Sobald ich die Zeit finde importiere ich die Bilder zuhause in Adobe Lightroom.

Wenn die Bilder fertig geladen sind markiere ich unbrauchbare Fotos als zurückgewiesen (Tasten shift und x) und Fotos die mir gelungen erscheinen bekommen einen Stern (Taste 1).

In einem zweiten Durchlauf filtere ich dann die Fotos so, dass nur noch Bilder mit einem Stern angezeigt werden und wechsle in den Entwicklungsmodus.

Hier wende ich meistens erstmal eines meiner 2-3 Standardpresets an und nehme bei Bedarf noch kleinere Anpassungen vor, länger als 1-2 Minuten beschäftige ich mich aber nur sehr selten mit einem einzelnen Bild.

Bei der Bildbearbeitung passe ich meist die Belichtung an, erhöhe häufig den Kontrast, dunkle die Lichter etwas ab und helle die Schatten etwas auf. Auch füge ich manchmal eine gewisse Vignettierung hinzu, welche die Aufmerksamkeit auf das Motiv hin und von den Rändern weg lenkt.

Die A7 spielt gegenüber meiner alten Nex-6 zwei Vorteile aus: die A7 hat einen um ca. 2 Blenden größeren Dynamikumfang welcher sich vorallem in den Lichtern bemerkbar macht. Da ich gerne mit Gegenlicht arbeite wo dann ein sehr großer Dynamikumfang zu meistern ist bietet mit die A7 hier größere Reserven und bessere Bildqualität.

Auch das bessere high-ISO Verhalten ist deutlich merkbar, wenn ich an eine Nex-6 Datei die bei ISO 1600 aufgenommen wurde auch nur geringe Anpassungen mache "zerfällt2 sie sehr schnell und es kommt zu Falschfarben und unschönen Tonwerübergängen.

Bei der A7 kann ich solche Anpassungen auch noch an einer ISO 3200 Datei vornehmen.

Grundsätzlich verwende ich aber die selben Techniken wie in diesem Thread: https://www.systemkamera-forum.de/sony-nex-kamera-technik/44572-bildbearbeitung-mit-lightroom.html

Hier war der zusätzliche Dynamikumfang sehr willkommen:

https://farm4.staticflickr.com/3698/11169051953_00070c39e1_o.jpg

 

 

Mit der Nex sähe das Bild bei ISO 1000 nicht mehr so gut aus:

https://farm8.staticflickr.com/7421/10984736753_f8a30810ab_o.jpg

 

 

Erscheint mir ein Bild nach der Bearbeitung als veröffentlichungswürdig, so bekommt es zwei Sterne, in seltenen Fällen auch 3 oder 4.

Im letzten Schritt wechsle ich zurück in den Bibliotheksmodus und filtere so, dass nur noch Bilder mit 2 Sternen angezeigt werden.

Jetzt sind an durchschnittlichen Tagen 4-5 Fotos über und an sehr guten Tagen auch mal über 10. Aus diesen wähle ich dann meist 4 aus die ich veröffentlichen will.

 

Skalierung, Schärfung und Rahmung der Bilder

Die zuletzt ausgewählten Bilder werden von Lightroom als 6 Megapixel große 16 bit Dateien an Photoshop weiter gereicht.

In Photoshop werden die Bilder dan in einem Mehrstufigen Verfahren skaliert, also von 6 Megapixel auf die Zielgröße von 1280px Breite gebracht. Dieses Verfahren erhält den Microkontrast in Bildern deutlich besser als das Skalierungsverfahren welches Lightroom verwendet.

Details zum Thema Skalierung und Schärfung lassen sich hier nachlesen: how to sharpen for the web? - FM Forums

 

Für die Rahmen und Beschriftung habe ich in Photoshop Aktionen defniert, habe ich zB. mit dem Minolta 1.2/58 ein Bild gemacht muss ich nur noch F6 drücken, dann wird das Bild skaliert, mit Rahmen versehen und standardmäßig mit der Angabe f/2 versehen. Habe ich das Bild mit einer anderen Blende geschossen, so muss ich dies händisch ändern. Die Aufnahmedaten merke ich mir im Kopf, was einfacher als gedacht ist, da ich ja nur eine begrenzte Objektivauswahl dabei hatte. 100%ig zuverlässig sind meine Angaben dabei aber nicht.

 

Veröffentlichung auf flickr

Die fertigen Bilder lade ich zu flickr, von wo ich sie u.a. hier poste.

 

 

So, das sind mal wieder ziehmlich viele Zeichen geworden, ich hoffe sie helfen die ein oder andere Frage zu beantworten und ich freue mich auf eure Anregungen.

 

Und noch ein Bild zum Abschluss:

https://farm4.staticflickr.com/3830/10975042254_6af1f13f55_o.jpg

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Gast User73706

Hut ab und weiter so! Finds echt richtig gut, wie Du Einblick in Deine Arbeit gibst und somit viele Leute inspirierst und auch Anregungen gibst. Danke auch an dieser Stelle an Deine Beratung mit den 50ern per Mail! :D

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Dein Ablauf, von der Motivsuche bis hin zur Sortierung in Lightroom ist nahezu identisch mit meinem. Beruhigt mich, dass ich wohl doch nicht so sonderbar bin wie gedacht:D

Bei der Nachbearbeitung konnte ich jedoch noch viel von dir lernen, insbesondere die leuchtenden Farben auf Knopfdr... ich meine natürlich die Schärfung;)

Danke fürs Teilen.

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Danke für die Einblicke! Ich hoffe auch mal Zeit zu finden so bewusst raus zu gehen um zu fotografieren. Ich gehe meist irgendwann wenn es mal zeitlich passt :rolleyes::o

 

Leuchtende Farben per LR geht aber ein wenig, zumindest kann man den vorhandenen Eindruck verbessern. Einfach Belichtung leicht runter und dafür die hellen Mitteltöne der Gradiationskurve etwas hoch. Erzeugt den Eindruck das die Beleuchtung knalliger war. Sagen wir im Wald scheint durch Nebel/Wolken gedämpft die Sonne - dann sieht es eher aus als hätte die Sonne die volle Kraft gehabt. So kann man ab und zu etwas zu flaue Bilder "auffrischen".

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Vielen Dank!

 

Bitte sag mir wie ich die Speicherplätze 1 und 2 "programmiere".

 

Ich kann in "Memory recall" sehen was wie eingestellt ist, und scrollen kann ich auch, aber verändern kann ich nichts.

 

-

 

Die Hinweise für Schärfung, Skalierung und Rahmung werde ich gleich ausprobieren. Das mit dem Wecker muss ich nochmals probieren, bislang ist es nur selten gelungen, obwohl am Abend davor viel Begeisterung vorhanden war.

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ZITAT ...habe aber das 24-70 bestellt…. ZITATENDE

 

Das finde ich bei dem Preis sehr mutig.

Wie weisst du ob das Objektiv gut ist?

Gibt es irgendwo einen Test?

 

OK ich habe das 35mm auch blind gekauft, war aber nicht ganz so teuer, und es ist wirklich gut. Wie "Chasseur d'Images" schreibt "un superb objectif".

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Vielen Dank!

 

Bitte sag mir wie ich die Speicherplätze 1 und 2 "programmiere".

die Kamera so einstellen wie du es wünscht, dann auf Menü/Kamerasymbol/Untermenü 7/Speicher gehen und dann noch 1 oder 2 auswählen und bestätigen. Ab jetzt werden diese Einstellungen jedesmal Aufgerufen wenn du das Moduswahlrad auf 1 oder 2 stellst.

 

Das 24-70 kostet mich als Student "nur" 900 Euro. Meine Hoffnung ist ein universelles Objektiv zu erhalten welches ich bei der Reisefotografie mit guten Resultaten einsetzen kann (Die Ränder meiner 30 Jahre alten Festbrennweiten werden wahrscheinlich ehr besser sein) und vorallem wenn ich eine Veranstaltung dokumentiere würde ich das in Zukunft gerne mit meiner eigenen Kamera machen können und mir nicht die 5dII eines Freundes ausleihen müssen. Dafür ist vorallem ein guter AF wichtig und ich bin optimistisch dass die A7 mit dem Objektiv das leisten kann.

 

Tests gibt es in der Tat keine die mir bekannt wären, aber das kann ja auch ganz reizend sein, dann verfasse ich halt einen :D

habe ich mit dem SEL1670Z auch gemacht. Falls es meine Erwartungen garnicht erfüllt kann ich es immernoch zurück schciken, ber ich denke vom SEL1670Z her habe ich eine realistische Erwartung.

 

Grüße,

Phillip

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Motivsuche

Mein Lieblingsmotiv ist die heimische Landschaft, ich habe eine Standardrunde welche ich besonders häufig mache, die ich aber natürlich auch variiere.

Du musst doch inzwischen jedes interessante Motiv deiner Standardrunde kennen und schon zig-fach in allen Lichtstimmungen, von allen Seiten und zu allen Jahreszeiten fotografiert haben. Wird dir das nicht zu langweilig? Oder gibt es da trotzdem immer wieder was Neues zu entdecken?

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Du musst doch inzwischen jedes interessante Motiv deiner Standardrunde kennen und schon zig-fach in allen Lichtstimmungen, von allen Seiten und zu allen Jahreszeiten fotografiert haben. Wird dir das nicht zu langweilig? Oder gibt es da trotzdem immer wieder was Neues zu entdecken?

Sollte man denken, aber ich entdecke immerwieder neue Motive und wenn mir meine normale runde langweilig wird habe ich auch genug variationsmöglichkeiten neues zu entdecken.

 

Und auch das Licht ist nie gleich, so kann sogar das im Prinzip gleiche Bild sehr unterschiedlich aussehen:

 

6888461222_797c3c605b_o.jpg

 

6888461590_3330654403_o.jpg

 

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7482090880_f86c4c849e_o.jpg

 

 

bearbeitet von Phillip Reeve

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Es sollte mal an dieser Stelle gesagt werden, dass sich Phillip Reeve wie kein anderer um dieses Forum verdient macht/gemacht hat. In seine hervorragenden, ausführlichen Darstellungen von Workflows und Übersichten über Equipment hat er sehr viel Zeit und Mühe investiert.

Außerdem beweist er sich ja immer wieder mit seinen erstklassigen Bildern als ein herausragender Landschaftsfotograf, der vor allem Lichtstimmungen äußerst subtil und sensibel einfängt.

Allerdings vermag ich bei der Bildgröße hier im Forum nicht einmal ansatzweise einen qualitativen Unterschied zu erkennen zwischen Bildern, die er mit den Nexen und der A7 gemacht hat: die sind alle auf absolut gleich hohem Niveau und super! Vielleicht hat er ja ein paar Vergleichsaufnahmen von wirklich identischen Fotos (Motiv, Lichtstimmung und Bildbearbeitung) bei denen man qualitative Unterschiede (den oft erwähnten Dynamikzuwachs?) deutlich sieht. Ich kann es mir kaum vorstellen, zumindest nicht in diesem Ausgabeformat. Umgekehrt zeigen seine Arbeiten ziemlich deutlich, dass ein guter Fotograf das Bild macht (sicher wären sogar Bilder von ihm mit kleineren Sensorformaten, wahrscheinlich sogar mit 1Zoll oder wirklich guten Bridgekameras auf ähnlich hohem Niveau).

So oder so: herzlichen Dank an PR für seine große Mühe und eben so großen Respekt vor seinem fotografischen Talent!

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Allerdings vermag ich bei der Bildgröße hier im Forum nicht einmal ansatzweise einen qualitativen Unterschied zu erkennen zwischen Bildern, die er mit den Nexen und der A7 gemacht hat: die sind alle auf absolut gleich hohem Niveau und super! Vielleicht hat er ja ein paar Vergleichsaufnahmen von wirklich identischen Fotos (Motiv, Lichtstimmung und Bildbearbeitung) bei denen man qualitative Unterschiede (den oft erwähnten Dynamikzuwachs?) deutlich sieht.

Zuersteinmal danke für die Loorbeeren ;-)

 

Mir macht die A7 aktuell deutlich mehr Spaß als die Nex-6, das liegt sicherlich auch an der verbesserten Bedienung aber auch an der gewonnenen Bildqualität.

 

Einen technischen Vergleich der A7 und Nex-6 findet man hier, der zeigt deutlich die bessere Dynamik : https://www.systemkamera-forum.de/sony-a7-sony-a7r/49600-sony-a7-testaufnahmen-5.html#post487485

 

Bei vielen Bildern gäbe es aber wohl tatsächlich keinen Unterschied, wenn sie nun mit einer A7, Nex-6 oder z.B. einer RX100 gemacht worden wären.

 

Aber es gibt auch sehr viele Bilder die ich nur so mit der A7 machen konnte, ich zeige einfach mal ein paar und erläutere warum.

 

11499123023_488ccc705a_o.jpg

Dieses Bild funktioniert für mich vorallem wegen der sehr geringen Tiefenschärfe, mit einem kleineren Sensor wäre das so nicht zu machen gewesen. Es sei denn ich hätte mir für einen Betrag der den Kaufpreis der A7 deutlich übersteugt ein SLR-MAgic 0.95/35 geholt.

 

Noch ein Freistellungsbeispiel:

11271954724_aabcf80d0f_o.jpg

Ich war mit leichtem Gepäck unterwegs, mein Minolta 2/50 wiegt nur 150g und hat mich gerademal 30€ gekostet. Ein Sony 1.8/35 OSS kostet aktuell das 15fache, bietet bei Offenblende weniger Freistellungspotential und ist abgeblendet wohl auch nicht besser. Für mich ist der Vorteil der A7 hier dass ich wirklich günstige Optiken nutzen kann und trotzdem sehr gute Ergebnisse erhalte.

 

11421933726_cf707ae8ea_o.jpg

Dieses Foto hätte ich mit einer Nex-6 nicht annähernd so gut hin bekommen. Zum einen weil es kein äquivalentes Objektiv gäbe und auch weil die Nex-6 bei ISO 3200 nicht so gute Bilder produziert.

 

Auch beim letzten oben gezeigten Bild habe ich die Dynamikreserven der A7 voll ausgenutzt, mit der Nex-6 hätte es stark verrauschte Schatten oder einen ausgefressenen Himmel gegeben.

 

Wie schon im Eingangsposting geschrieben nutze ich den S-Modus jetzt viel unbesorgter als zuvor, das ist auch etwas wert.

 

Letztlich sind das aber alles ehr Details und wenn ich aktuell in den Nex-Bilderthread gucke, so gefallen mir im Durchschnitt die dort gezeigten Bilder besser als die hier in der Vollformatecke. Und genau das war ja meine Eingangsthese: Der Fotograf ist viel wichtiger als die Ausrüstung.

Wer mit seinen Bildern nicht zufrieden ist wird nur sehr selten durch ein Hardwareupgrade bessere Bilder machen.

Aber genauso kann man mit einem kleineren Format irgendwann an Grenzen stoßen sodass es sinvoll ist auf das nächst größere zu wechseln und da sehe ich mich aktuell.

 

Grüße,

Phillip

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Wer mit seinen Bildern nicht zufrieden ist wird nur sehr selten durch ein Hardwareupgrade bessere Bilder machen.

Aber genauso kann man mit einem kleineren Format irgendwann an Grenzen stoßen sodass es sinvoll ist auf das nächst größere zu wechseln und da sehe ich mich aktuell.

 

Keine wirklich neue Erkenntnis, aber das trifft es eben ziemlich genau und sollte auch in einem eher Technik-lastigen Forum nicht aus den Augen verloren werden.

 

Ich finde es wirklich beachtlich, was Du aus den großteils sehr preiswerten Gläsern rausholst. Für den einen oder anderen mag es daneben auch einen Blick wert sein, wo sie ihre Grenzen bzw. Schwächen haben, um sie in der Praxis den jeweiligen Foto-Situationen gerecht einzusetzen (oder eben auch zu meiden).

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Der größte Unterschied, den die Veröffentlichung der A7 für mein fotografisches Leben hat, ist, dass Phillips hervorragende Beiträge nun (fast) nur noch im Vollformat-Forum aufschlagen.

 

Damm you, Sony! *faustschüttel*

 

 

EDIT: Mit welchem Reisestativ und Kugelkopf bist du unterwegs, Phillip? Mein Feisol ist zwar schon karbon-leicht, bleibt aber dennoch allzu oft zu Hause.

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Keine wirklich neue Erkenntnis, aber das trifft es eben ziemlich genau und sollte auch in einem eher Technik-lastigen Forum nicht aus den Augen verloren werden.

 

Ich finde es wirklich beachtlich, was Du aus den großteils sehr preiswerten Gläsern rausholst. Für den einen oder anderen mag es daneben auch einen Blick wert sein, wo sie ihre Grenzen bzw. Schwächen haben, um sie in der Praxis den jeweiligen Foto-Situationen gerecht einzusetzen (oder eben auch zu meiden).

Danke :)

Meine Erkenntnis nach 2 Monaten Altglasverwertung an der A7 ist, dass man tatsächlich auch mit einem Objektivbudget von 200€ Aufnahmen machen kann die sich kaum bis garnicht von Aufnahmen mit viel teureren Objektiven unterscheiden.

 

Die neuen teuren Objektive sind häufig etwas kontrastreicher in der Widergabe und bei Offenblende schärfer, aber wenn ich auf Offenblende die Objektive bei Offenblende einsetze, so sind dies fast immer Szenarien wo Randschärfe und Kontrast weniger wichtig sind.

Und Abgeblendet auf f/8 oder gar f/11 bleibt meist nur ein geringer Vorsprung für die modernen Objektive.

 

Es gibt natürlich Anwendungen wo die modernen Objektive ganz klar im Vorteil sind, aber für mich machen die nur einen Bruchteil meiner Motive aus.

 

Dafür verzichtet man mit den manuellen Objektiven auf Flexibilität und Geschwindigkeit. Das ist auch der Grund warum ich das SEL2470Z bestellt habe, weil ich mir ein Objektive erhoffe mit dem ich auch wenn es mal schnell gehen muss, wie wenn ich eine Veranstaltung dokumentiere gut fokussierte Bilder abliefert.

Oder meiner Freundin auf einem Spaziergang die Objektivwechselpause erspart.

 

Mit welchem Reisestativ und Kugelkopf bist du unterwegs, Phillip? Mein Feisol ist zwar schon karbon-leicht, bleibt aber dennoch allzu oft zu Hause.

Ich nutze ein Slik Sprint Mini II und bin mit dem voll zufrieden, aber es ist aus Metall und es gibt bestimmt noch leichetre Carbonstative.

 

Nachdem ich die Befestigungsplatte verloren hatte und Ersatz 20€ kosten sollte, habe ich mir dazu noch einen ordentlichen Kugelkopf geleistet: SIRUI G-10X Stativkugelkopf schwarz mit Wechselplatte.

 

Ich schätze an dem Stativ, dass ich es ziemlich nah zum Boden bringen kann, und es sehr kompakt ist.

Die Stabilität reich auch für mein größtes Objektiv, ein Nikon Ai-S 4.5/300, voll aus.

 

Der einzige Nachteil aus meiner Sicht ist, dass das Stativ nicht besonders hoch ausfahrbar ist (habs nicht nachgemessen, aber ich denke es ist unter 1m mit demontierter Mittelsäule). Es gab Situationen in denen ich mir ein größeres Stativ gewünscht hätte, aber das heiße dass ich ständig mehr zu schleppen hätte und das wär keine gute Lösung.

 

Grüße,

Phillip

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Hallo Phillip,

 

 

endlich hatte ich auch Zeit deine Zeilen zu lesen...

Sehr guter Text... und wahre worte... die Technik dient wie so oft gerne als "Statussymbol".... ABer natürlich... hat man damit mehr reserven...

 

Deine Fotos mit der A7.... sind wie immer mit einen gewissen Zauber belegen..die Lichtstimmung ist wirklich das wichtigste..FOtografiere zwar noch nich so lange... aber das ist es was ich bis jetzt auch gelernt habe...das licht ist das A und O....

Für mich hat der Nebel + Morgenlicht einen gewissen Reiz...leider hab ich es noch nicht richtig....gefunden...

 

Als Anfänger ist es immer wieder gut solche Texte bzw. Tipps von dir zu lesen..nehme ich immer mit großen Dank an... :-)

 

Ich bin noch immer am Überlegen ob ich mir die A7 leisten sollte...ich möcht sie echt gern..ist aber viel Geld...und ich weiß nicht ob ich schon "bereit" für FF bin..da ich so noch einiges zu lernen habe..

 

Ich fotografiere jetzt hauptsächlich mit alten Objektiven..teilweise auch mit Objektiven mit richtig schlechten Ruf.... das Minolta MD 50mm 1.7 (das NICHT Rokkor) ist ein richtiges billigobjektiv... aber bei Blende 8... und auf A3 Ausdruck...merkt man nichts... auch 1:1 Ansicht...absolut brauchbar..

 

Vielleicht kommt mir doch die A7 ins Haus..und der neue Fernsehr....muss wie immer warten.. (und der alte röhren TV bleibt nu länger..haha)..

 

 

PS: Ich verwende das Cullmann NANOMAX 200T mit meiner NEX 5R + Adapter und Altglas... absolut brauchbar finde ich... das Packmaß ist ein Traum... für Langzeitbelichtungen nehme ich natürlich mein stabiles Manfrotto..aber das ist ganz selten...

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Das ist auch der Grund warum ich das SEL2470Z bestellt habe, weil ich mir ein Objektive erhoffe mit dem ich auch wenn es mal schnell gehen muss, wie wenn ich eine Veranstaltung dokumentiere gut fokussierte Bilder abliefert.

 

Ich drücke die Daumen, dass es auch diese Erwartungen erfüllt. Bei Veranstaltungen in Innenräumen hätte ich allerdings bei f/4 als Anfangsblende gewisse Bedenken.

 

Das FE 1.8/55 fokussiert auch bei Lampenlicht noch recht flott und ausreichend präzise, aber nicht so perfekt, wie man es mit MF (bei ausreichend Zeit...:o) hinbekommt. Ich zeige dazu bei Gelegenheit im FE 1.8/55 Bilderthread mal einen Vergleich.

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Für die Rahmen und Beschriftung habe ich in Photoshop Aktionen defniert, habe ich zB. mit dem Minolta 1.2/58 ein Bild gemacht muss ich nur noch F6 drücken, dann wird das Bild skaliert, mit Rahmen versehen und standardmäßig mit der Angabe f/2 versehen. Habe ich das Bild mit einer anderen Blende geschossen, so muss ich dies händisch ändern.

 

Da ich ja ähnliche Rahmen habe wie du...würd ich dich fragen ob du oben genanntes genauer erläutern könntest? Ich mach das immer händisch und ist viel arbeit..wie funktioniert das mit den Aktionen...würde das auch gerne wissen... hab aber nur Elements..hoffe da funktioniert das auch.... Ok gerade im Net gelesen...elements funktionierts leider nicht :-(

 

Falls es "betriebsgeheimnis ist".... dann auch ok :-)

 

Würde mich halt intressieren :-)

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Ich mach es immer hiermit und kann es empfehlen:

 

https://www.systemkamera-forum.de/photoshop-co/49833-vorstellung-lr-tool-zum-schaerfen-rahmen-und-beschriftung.html

 

Automatisch ohne einen Handschlag aus LR herraus vorrausgesetzt man hat vorher ggf genutze manuelle Objektive per LensTagger in die Datei geschrieben.

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Danke! Ich habe gerade angefangen, mich mit dem Thema Skalierung, Schärfung und Rahmung der Bilder zu beschäftigen, und bin noch etwas verwirrt. Hat es einen Grund, warum du auf die Breite 1280 abzielst, Phillip? Wäre es nicht logischer, gleich die Flickr-übliche "groß"-Breite von 1024 anzupeilen? So muss Flickr ja nochmal skalieren.

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