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Erst mal gute Besserung.

Ich glaube nicht dass die Lenkergriffe alles so viel gefährlicher machen. Jedes Rad hat überall Teile, die im Fall eines Sturzes ziemlich weh tun können und Handgelenke kann man sich auch ganz alleine durch den Sturz über den Lenker brechen (ich kenne da jemanden - beide gleichzeitig ist besonders blöd) oder wenn man zu Fuß geht und ausrutscht. Als die Scheibenbremsen aufkamen hatten viele Rennradfahrer Angst die Scheiben könnten Schnittverletzungen verursachen aber generell kann auch ein Pedal übles tun oder der Umwerfer. Am gefährlichsten ist immer noch der Boden und Autos die zu eng überholen.

Ich selber fahre immer Rennrad-ähnliches und fast immer nur Straße. Ich schau gerne in die Ferne beim Fahren und nicht auf die 10m Boden vor mir. Da inzwischen fast alle gerne Gravel oder Gelände fahren, bin ich da aber wohl eher eine Ausnahme.

Wer Radfahren zu gefährlich finden kann sich ja ein anderes Hobby suchen. Bergsteigen soll toll sein, Tauchen oder Fallschirmspringen auch.

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vor 2 Stunden schrieb Hans i.G.:

Diese Lenkergriffe hatten sich über Jahrzehnte bei mir bewährt. Warum? Weil ich bei Langstrecken die Körperhaltung schon mal sehr angenehm in eine aufrechte Lage ändern konnte und ich ein freudiges Gefühl der Freiheit so besonders genießen konnte.

Wie wär's mit einem Multifunktionslenker? https://www.mein-fahrradhaendler.de/blog/produktberatung/fahrradlenker-alles-wissenswerte-zum-kauf/

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@Hans i.G. auch von mir gute Genesungswünsche!! da brauchst Du Geduld......

als passionierte Fahrradfahrerin  (2025 5400KM-  trotz Hüft-OP ;)  also nur ab Mai, ohne "E")bin ich leider auch schon gelegentlich hingefallen - auch 2025   2 mal, ohne daß mir etwas passiert ist .... ich will gar nicht wissen, was ein schweres E-Bike mit mir gemacht hätte, denn ich bin vor allem gefallen, langsam, weil mich mein Rad irgendwie mitgezogen hat.....

und vor winterlichen Bedingungen habe ich inzwischen äußersten Respekt,,,, muß man den alten Knochen nicht mehr antun, zu Fuß ist dann doch noch etwas sicherer. Früher bin ich fast immer mit dem Rad gefahren, ohne jede Rücksicht....

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Am 2.1.2026 um 15:34 schrieb leicanik:

Also nur noch Liegerad ... 

Na ja, geht so. Auch das Liegerad hat Eigenheiten, die der Sitzradfahrer so nicht kennt. Im Prinzip ist man auf asphaltierten Radwegen abseits der Städte gut aufgehoben. Die Dreispurigkeit erfordert eine gut befestigte Unterlage. Mit einem normalen Fahrrad kann man hingegen in einem Wildwechsel fahren, weil ja der Reifenabdruck selbst bei einer dicken Gummiwurst ein deutlich schmälerer ist. Auch kann man auf seitlich abschüssigen Boden fahren, solange es nicht so steil ist, dass man abrutscht. Man fährt ja trotzdem aufrecht. Beim Liegerad fährt man in Schräglage und hat viel eher Bedenken umzukippen, auch wenn dies nur ein psychologischer Faktor ist.

Die Bauweise hat ebenfalls einen Einfluss. Es gibt "Tadpole" (Kaulquappe), also vorne zwei Räder und hinten eines und "Delta", vorne ein Rad und hinten zwei. Klassische Tadpoles sind HP Velotechnik, AZUB. Steintrike, ICE, KMX und viele mehr. Bei denen liegt man meist wirklich sehr tief. Das Delta schlechthin ist das Hase Kettwiesel, das eher einem überdimensionalen Kinderdreirad ähnelt und eine höhere Sitzposition hat. Beim Tadpole ist die Frage auch, Hinterrad 20" oder 26"? Transportabler - speziell bei faltbaren Ausführungen mit Mittelgelenk - ist das 20" Hinterrad. Hat man eine Suspension Version mit gefederter Hintergabel, braucht es aber sehr kurzhubige und starke Dämpfer. Schwingt die Gabel zu hoch aus, besteht die Gefahr, dass sich die ganz vorne liegende Tretkurbel zu sehr dem Asphalt nähert und man mit den Fersen die Fahrbahn berührt. Beim 26" Hinterrad ähneln die Verhältnisse eher einem normalen Fahrrad und man kann zu gewohnten Komponenten greifen.

Bei der Nachrüstung eines Elektroantriebes ist man unter Umständen stärker eingeschränkt. Zentralantriebe am Tretlager sind als Nachrüstsätze auf normale Fahrradrahmen ausgelegt. Da muss man erst einmal sehen, wie beim Trike die Gegebenheiten sind. Nabenantriebe sind unkritischer, die wird man aber üblicherweise an das Einzelrad montieren. Damit ist vorgegeben, ob man von einem Vorderrad gezogen oder von einem Hinterrad geschoben wird. Einen Problempunkt habe ich bisher nur bei AZUB befriedigend gelöst gefunden. Beim Tadpole hat man links und rechts eine vertikale Lenkstange mit einem Fahrradgriff, mit den Bremshebeln und - so vorhanden - der Schaltung. Da die Enden oben sind, hat man die Bremshebel verkehrt in der Hand, was ungewohnt ist. Nur AZUB dreht das um, wodurch die Bremskabel nach oben gehen und dann in einer Schleife nach unten geführt werden. Die Modelle die ich kenne haben alle Scheibenbremsen, da die kleinen 20" Räder immerhin die Massenträgheit eines Erwachsenen im Zaum halten müssen.

Ok, reicht erst einmal als Einführung. Wenn's noch Fragen gibt, nur melden.

bearbeitet von tengris
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Am 1.1.2026 um 19:52 schrieb Hans i.G.:

Da ich Hans im Glück bin ...

Glück im Unglück ist immer noch Unglück. Jedenfalls Gute und Nachhaltige Besserung ohne Spätfolgen.

Das zitierte Liegerad habe ich mir übrigens gekauft, lange bevor massive Schwindelprobleme (Probleme mit dem Gleichgewicht, nicht Probleme mit der Wahrheit) meiner langjährigen Radfahrerkarriere ein Ende gesetzt haben. So ist es letztlich doch vom Sportgerät zum Behindertenfahrzeug geworden. Manche Leute wundern sich ja, wenn man von dem Ding absteigt und offensichtlich gehen kann. Die subtilen Unterschiede zwischen einem Liegedreirad und einem Handbike muss man ihnen erst erklären.

Einer der Beweggründe waren neben der Neugier auch mehrere schwere Fahrradunfälle in meinem Umfeld.

  • Mein Bruder hat eine Hecke im Park allzu forsch umrundet und kam zu Sturz. Mehrtägiger Krankenhausaufenthalt.
  • Mein Kollege Simon hat sich zu sehr nach der hübschen Nachbarin umgedreht und kam ebenfalls zu Sturz. Mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt.
  • Mein Kollege Nuno aus Lissabon schlug nach einer Notbremsung einen Salto über den Lenker. Bruch der linken Schulter. Bruch des rechten Unterarms und mehrerer Finger. Monatelanger Krankenhausaufenthalt. Nach eineinhalb Jahren Physiotherapie dreimal die Woche konnte er den linken Arm wieder bis auf Schulterhöhe heben. Seit drei Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm, aber ich schätze, neben einer Einschränkung des Radsports wird er auch die Motorradrennstrecke in Portimao - wo er früher so manche flotte Runde gedreht hatte - nur mehr als Zuseher besuchen. Wahrscheinlich musste er das Motorrad zur Gänze aufgeben.
Am 2.1.2026 um 15:27 schrieb JoWul:

Erdgravitation ist schon OK.

Sehe ich auch so. Sie macht so ihre Probleme, aber sie hindert uns auch erfolgreich daran, in den Weltraum abzudriften.

bearbeitet von tengris
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Vielen Dank für die interessanten Sichtweisen zum Thema. Besonders auch an Barbara. Schwer muss ein E-Bike gar nicht mehr sein. Mein i:SY SKYFLY E5 ZR F CX 545 Wh 2025 wiegt unter 20 kg. Mein erstes E-Bike, Eigenumbau vor Jahren, wog 35 Kg.
-Die Meinung von beerwish #2451 ist schon meiner sehr ähnlich. Wenn man glaubt man könnte irgend einen Unfall, Missgeschick mit der Auswahl eines anderen Hobbys verhindern? ... nun da bleibt dann noch als Möglichkeit, sich eine Kerze zu nehmen, auf den Friedhof zu setzen und zu warten, das der Sensenmann einen holt.  
-Ich wünsche mir, dass ich nach einem Vierteljahr mich wieder auf mein geliebtes Fahrrad setzen kann (nach einer richtigen Reparatur, wie z.B. eine zerstörte Hydraulik Vorderradbremse austauschen usw.) und durchs unberechenbare Gelände, geht nicht mit einem Liegerad, fahrend auf Motivsuche weiter fotografieren kann. 

bearbeitet von Hans i.G.
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vor einer Stunde schrieb Hans i.G.:

[...] Schwer muss ein E-Bike gar nicht mehr sein. [...]

Das geht mittlerweile sogar bis unter 13 kg: https://www.simplon.com/de/Bikes/Gravel-Bikes/Grid-eLight_b_1133726
Auch bei Trecking- oder Urban-Bikes sind Gewichte um 18 kg heute durchaus nicht selten. Der Haken daran ist natürlich der Preis 😇.
Das Gewicht wird hauptsächlich durch den Akku bestimmt. Mit einem leichteren Rad benötigt man aber auch seltener den E-Antrieb und kommt deshalb mit einem kleineren Akku auch sehr weit.

Ich musste mir wegen einer Knie-OP Ende vergangenen Jahres auch ein Rad mit E-Antrieb zulegen und konnte es als Reha-Maßnahme gut einsetzen. Ich fahre mit meinem 17 kg schweren Simplon Silk-Carbon TQ rund 80 bis 90% der Strecken ausschließlich mit Muskelkraft und schalte nur den E-Antrieb zu, wenn das Knie zwickt. Dann reicht der 360-Wh-Akku selbst im Odenwald für 100 km. Der TQ-Antrieb ist eine Offenbarung! Er ermöglicht ein vollkommen natürliches Tretverhalten, ohne merkbares Nachschieben oder Verzögern. Das geringe Gesamtgewicht ermöglicht sogar noch das Darüberspringen bei unvorhergesehenen Rinnen oder Schlaglöchern (Systempedale vorausgesetzt).

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