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Hallo,

 

ich habe ein nerviges Problem mit der aktuellen Lightroomversion und meiner A7r. In meinem bisherigen (Canon) Workflow habe ich als ersten Schritt im Bearbeiten auf die "automatisch" Taste gedrückt und von da an die Regler sanft in die jeweilige Richtung angepasst.

 

Mache ich das bei einem raw aus der 7r so sucht sich Lightroom absolute Extremwerte raus und das Bild wird krass überbelichtet. Gibt es eine Möglichkeit, dass Lightroom die Einstellung so macht, wie es die JPEG-Engine der kamera macht - ich also das JPEG als Startversion habe und von da an optimieren kann?

 

Viele Grüße,

Heiko

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In LR5 habe ich das noch gar nicht probiert aber bei LR4 und NEX7 war es das selbe. Meist völlig schwachsinnige Werte bei Automatik.

Am besten ist immer noch, bei der A7r, unten auf Camera Standard oder was auch immer zu gehen, das kommt einem normalen JPG schon nahe und die Farben sind besser, und dann per Hand etwas zu tunen und wenns bei den meisten Bildern passt ein Preset davon zu machen.

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Ich verstehe nicht, warum du in einen Raw Konverter auf Auto drückst. Da kannst ja gleich beim JPG bleiben. Richtig belichtet braucht man in LR normal gar nichts machen und nur mehr feintrimmen. Allenfalls kann man mit Kamera Kalibrierung die die Farben ein wenig nach persönlichem Geschmack trimmen und als Defaultwerte nehmen. Oder ein Kamera Farbprofil erstellen, wenn es farbverbindlich sein soll.

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Ich verstehe nicht, warum du in einen Raw Konverter auf Auto drückst. Da kannst ja gleich beim JPG bleiben. Richtig belichtet braucht man in LR normal gar nichts machen und nur mehr feintrimmen. Allenfalls kann man mit Kamera Kalibrierung die die Farben ein wenig nach persönlichem Geschmack trimmen und als Defaultwerte nehmen. Oder ein Kamera Farbprofil erstellen, wenn es farbverbindlich sein soll.

Verstehe ich ebenso wenig. Ich wandle die RAWs beim Import in DNGs um. Dann habe ich nur vier, eher behutsam gehaltene Profile gespeichert (damit das ganze übersichtlich bleibt): Basis (für die meisten Bilder), Basis/unterbelichtet, Basis/überbelichtet sowie noch ein Wolken-/Himmelprofil. Dann bearbeite ich je nach Bedarf partiell noch v.a. mit dem Radial behutsam nach.

LR nur dazu zu nutzen, um daraus quasi jpegs wie OOC zu erzeugen ist eigentlich Zeit- und Geldverschwendung

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Ich verstehe nicht, warum du in einen Raw Konverter auf Auto drückst.

Vielleicht weil es Motive gibt, wo man mit Automatisch fig und fertig ist, Auto passt ja nicht nur die Belichtung an.

 

Es gibt genauso viele Motive wo Auto nichts bringt, dann kann man immer noch an den Reglern drehen.

 

Wenn man die Bilder bei diesem Motiv vergleicht, kann man mit der Vorgabe Automatisch gut leben,

wie aber geschrieben, ist es nicht immer verwendbar, testen tue ich es aber gern.

 

Das erste Bild ist unverändert, das zweite Automatisch angepasst und das dritte nur 0,75 aufgehellt,

warum sollte man also nicht mal das pöse Auto testen um die Einstellungen dann zu übernehmen. :)

 

 

 

 

 

 

 

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Hallo,

 

danke für die Tips. ich habe allerdings nirgendwo geschrieben, dass ich das Bild genau wie das JPEG entwickeln will. Ich möchte diese Einstellung als Startpunkt für eine Optimierung. Für mich macht es in der Bearbeitungszeit bei z.B. 100 Fotos schon einen unterschied ob ich jeden Wert komplett per Hand anpasse, oder nur ein paar Regler korrigiere um beispielsweise die Tiefen und den Schwarzwert zu korrigieren.

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Vielleicht solltest schon bei der Aufnahme die Belichtung korrekt einstellen, dann brauchst es nicht im LR tun. Auto normalisiert das Histogramm, allenfalls zieht es es bei niedrigem Kontrast auseinander.

Normal sollten die Aufnahmen ohne irgendeine Einstellung im LR weitgehend passen, zumindest ist es bei mir so. Ausser ich habe die Belichtung falsch oder ich muss den Kontrast verringern usw. Da wird nur individuell mehr angepasst. Meist eh mehr Ausschnitt, Drehung, Tiefen, usw.

Beim obigen Beispiel solltest du die Unterbelichtung des hellen Hauptmotives schon am Livehistogramm bzw. Display gesehen haben.

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Ich belichte im Normalfall immer manuell an die rechte Seite des Histogrammes und bin mir auch ziemlich sicher das ich weiss was ich tue und meine Arbeitsweise nicht ohne Not verändern möchte. Ich suche nur eine Möglichkeit in Lightroom die selben Ergebnisse zu erzielen wie die eingebaute JPEG Engine, oder zumindest etwas ähnliches.

 

Ausserdem sind unbearbeitete Raw-Fotos, meiner Erfahrung nach, auch bei korrekter Belichtung sehr flau und Kontrastarm, da sie eben einen deutlich höheren Dynamikbereich abdecken als ein JPEG. Von daher müssen sie bei Überführung in ein JPEG immer angepasst werden und passen von daher nie ohne Anpassung.

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Ich verstehe nicht, warum du in einen Raw Konverter auf Auto drückst. Da kannst ja gleich beim JPG bleiben. Richtig belichtet braucht man in LR normal gar nichts machen und nur mehr feintrimmen. Allenfalls kann man mit Kamera Kalibrierung die die Farben ein wenig nach persönlichem Geschmack trimmen und als Defaultwerte nehmen. Oder ein Kamera Farbprofil erstellen, wenn es farbverbindlich sein soll.

 

Nicht zu vergessen: man kann in Lightroom kamera- und ggf. isospezifische Standardwerte festlegen, welche beim Import angewandt werden oder per Tastaturkürzel angewandt werden können (STRG + R).

 

 

Grüße, Thomas

 

Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk HD

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Normal sollten die Aufnahmen ohne irgendeine Einstellung im LR weitgehend passen, zumindest ist es bei mir so.

 

Sorry, das kann, wie so einiges weitere, was ich hier bis jetzt las, nicht so stehen bleiben. Ohne jedoch im Detail auf alles einzugehen, empfehle ich mal einen Blick in Phillip Reeves Einführungs Threads zu dem Thema, die er auch in seiner Signatur verlinkt hat.

 

Zu der Frage der "passenden" Belichtung, die dann keine oder zumindest kaum weitere Einstellungen nötig machen würde: Das mag in einfachen "Standard"-Lichtsituationen noch ab und an der Fall sein, nicht jedoch bei Gegenlicht, Nachtaufnahmen etc. Da heißt es i.d.R. Unterbelichten und später die Lichter, mittleren Bereiche und Schatten getrennt nachregeln, um einigermaßen die Wirkung herzustellen, die der menschlichen Wahrnehmung in der Situation entsprach. Die dafür nötigen Reserven stecken i.d.R. in den RAWs.

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Klar, meine ich auch. Ich habe ein Preset (Verbesserungswürdig bis zum Stand meines NEX7 Presets) was meist passt. Bei normalen Lichtverhältnissen wohl gemerkt.

Bei speziellen Situationen bzw Motiven und Szenen stelle ich noch einmal kräftig per Hand nach. Obwohl man sich dafür auch passende Presets machen könnte. Das geht mir aber zu weit.

Ich nehme mein Preset, passt viel öfter als es nicht passt und gehe in LR noch einmal jedes aussortierte Foto im Entwicklungsmodul durch und stelle was nach. Meist nur wenige Sekunden pro Bild wie Tiefen doch etwas höher *zack* nächste. Wie geschrieben meist eigentlich nicht mal nötig... aber grr besser geht es bestimmt noch denk ich immer :P

 

Nur hier läuft irgendetwas schief. Kenne das Programm aber auch nicht. Wie geschrieben meine Vermutung: Zuviel Sättigung und vorallem die Tiefen zu hoch kombiniert mit Schwarz runterziehen.

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Sorry, das kann, wie so einiges weitere, was ich hier bis jetzt las, nicht so stehen bleiben. Ohne jedoch im Detail auf alles einzugehen, empfehle ich mal einen Blick in Phillip Reeves Einführungs Threads zu dem Thema, die er auch in seiner Signatur verlinkt hat.

 

Zu der Frage der "passenden" Belichtung, die dann keine oder zumindest kaum weitere Einstellungen nötig machen würde: Das mag in einfachen "Standard"-Lichtsituationen noch ab und an der Fall sein, nicht jedoch bei Gegenlicht, Nachtaufnahmen etc. Da heißt es i.d.R. Unterbelichten und später die Lichter, mittleren Bereiche und Schatten getrennt nachregeln, um einigermaßen die Wirkung herzustellen, die der menschlichen Wahrnehmung in der Situation entsprach. Die dafür nötigen Reserven stecken i.d.R. in den RAWs.

 

Na ja, man kann natürlich alles nachher im Postprozessing versuchen auszugleichen, darf sich dabei dann nicht wundern, dass es viel Arbeit ist. Kein berufsmäßig fotografierender Mensch kann sich den Aufwand leisten. Da muß halt davor Belichtung und Kontrast durch entsprechende Mittel fototauglich hingebracht werden. z.B. entsprechende Aufhellung, DRO, angepasste Aufnahmezeit usw.

Ging ja früher sogar bei den Dias. Nur heute nach 10 Jahren Digitalkameras mit den besten Sensoren, Liveview, EVF geht es nicht mehr? Sogar heute kenne ich Fotgrafen, die das mit JPEG OoC schaffen, weil das in der Regel die Jobs nicht hergeben.

 

Aber um das gings ja nicht- Wenn eine normale gelbe Blüte zwingend RAW bearbeitet werden muß, weil sie unterbelichtet ist, dann liegt es wohl an was anderem. Denkbar wär, dass so was wie die DRO Falle da zuschlägt.

bearbeitet von mrieglhofer
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Kein berufsmäßig fotografierender Mensch kann sich den Aufwand leisten.

 

Das mag Deine persönliche Sicht der Dinge sein. Für Motive, die es mir Wert sind, investiere ich gerne auch mal 1 Stunde oder bei Model-Shoots sogar einen halben Tag, ohne eine Cent dafür zu bekommen. Letztlich ist es wohl die Frage, ob man nur schnell etwas dokumentieren möchte oder ein Werk schaffen, das den Betrachter länger als 3 Sekunden festhält. Dann genügt allerdings auch LR 5 häufig nicht mehr.

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Na, wennst bei einem Modellshoot das Licht so nicht im Griff hast, dass du das mit RAW ausgleichen musst, dann läuft aber schon was ganz ordentlich schief. Gerade da steuerst du ja selbst alle Parameter beim Shooting.

Ich kann das bei z.B. Events nachvollziehen, wenn die Beleuchtung grenzwertig ist und man nicht aufhellen darf, dass man dann RAW braucht. Oder Lanfschaften, wenn man das falsche Licht hat und nicht mehr vorbeikommt. Nur wie schon gesagt, ich kenne genügend gute Fotografen, die auch das OoC schaffen. Da bin ich nicht dabei.

Aber das ist ja das schöne am Hobby, dass es nicht effektiv sein muss. Man kann da auch mal 1 Stunde am Rad drehen, wenn man meint. Ich habe selbst einen RAW Workflow habe, aber trotzdem versuche ich, das möglichst gut bereits OoC hinzugekommen, wenn man mich lässt.

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Ich kann das bei z.B. Events nachvollziehen, wenn die Beleuchtung grenzwertig ist und man nicht aufhellen darf, dass man dann RAW braucht. Oder Lanfschaften, wenn man das falsche Licht hat und nicht mehr vorbeikommt. Nur wie schon gesagt, ich kenne genügend gute Fotografen, die auch das OoC schaffen. Da bin ich nicht dabei.

 

 

1) Ich begreife bis heute noch nicht, wieso RAW Processing mehr Zeit verschlingen soll als OOC - da steckt das Problem schon im (nicht beherrschten) Arbeitsablauf (Ausnahme: Jemand geht mit seiner Kamera online und will Bilder direkt in eine Cloud uploaden).

 

2) Ich kenne keine Kamera, die mich OOC mit Standardeinstellungen zufrieden stellen würde (und speziell die Sony JPG's sind max. Durchschnitt, wenn nicht darunter, schade um diesen Sensor).

 

3) Ich habe bis heute noch nicht begriffen, anhand welcher Kriterien eine Kamera entscheiden soll, wie Helligkeit, Kontrast und weitere Parameter einzustellen sind - dazu müsste sie ja das Bild inhaltlich verstehen, so weit sind wir aber technologisch noch nicht. Ein Bild auf die rein physikalische Ebene zu reduzieren bringt max. eine erste Näherung der gewünschten Einstellung - gut, wem das reicht :confused:

 

4) Wenn Profis OOC fotografieren, dann hat dies auch viel mit Frust zu tun, den ein Beruf halt manchmal auch mit sich bringt: Schnell weg mit dem Job.

 

Hans

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Das mag Deine persönliche Sicht der Dinge sein. Für Motive, die es mir Wert sind, investiere ich gerne auch mal 1 Stunde oder bei Model-Shoots sogar einen halben Tag, ohne eine Cent dafür zu bekommen. Letztlich ist es wohl die Frage, ob man nur schnell etwas dokumentieren möchte oder ein Werk schaffen, das den Betrachter länger als 3 Sekunden festhält. Dann genügt allerdings auch LR 5 häufig nicht mehr.

 

Alle Achtung: Begeisterung und Beruf in dieser Kombination sind selten, tolle Leistung.

 

 

Hans

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3) Ich habe bis heute noch nicht begriffen, anhand welcher Kriterien eine Kamera entscheiden soll, wie Helligkeit, Kontrast und weitere Parameter einzustellen sind - dazu müsste sie ja das Bild inhaltlich verstehen, so weit sind wir aber technologisch noch nicht.

 

Probier mal den "Auto" Modus der A7 / A7R. Du wirst überrascht sein, was da schon "erkannt", "verstanden" und entsprechend angepasst wird. Eine gute Lichtwahl und eine gute Nachbearbeitung in RAW ersetzt das dennoch nicht, ist für Einsteiger aber manchmal schon eine ganz gute Hilfe.

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Im im Zweifelsfall gibts da noch eine Belichtungseinstellung, mit der man der Kamera das sagen kann.

 

Es ging auch nicht darum, dass ein Raw Workflow per SE aufwändiger ist, sondern dass nicht sein kann, dass ein importiertes Raw zuerst mal bearbeitet werden muss, damit es verwendbar ist. Da liegt das Problem schon vorher bei der Aufnahme. Dass man dann in der Raw Verarbeitung mehr Spielraum für persönliche Vorlieben hat, war ja nie in Diskussion.

 

Trotzdem gibt es Leute, die die Einstellungen und die die Kontrast Steuerung auch beim Shooting so gut beherrschen, dass sie erstklassige Bilder OoC abliefern. Sich beruflich generell aufs Postprozessing zu verlassen, ist normalerweise wirtschaftlich nicht machbar. Gute Qualität ist, was der Kunde konkret braucht, nicht was den Fotografen befriedigt, wobei es auch Fotografen gibt, die es sich leisten können und für die Perfektion auch bezahlt bekommen.

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Probier mal den "Auto" Modus der A7 / A7R. Du wirst überrascht sein, was da schon "erkannt", "verstanden" und entsprechend angepasst wird. . . .

 

Soweit ich informiert bin, sind moderne Kameras in der Lage, den vorgefundenen Helligkeitsverlauf mit einem Regelwerk zu vergleichen, in das die Helligkeitsverhältnisse von Tausenden von Bildern eingeflossen sind. Das Ergebnis trifft teilweise auch erstaunlich gut, ist dann aber an anderer Stelle wieder ganz weit weg von der eigenen (sprich: meiner) Erwartungshaltung.

 

Nein, für mich keine Lösung. Ich will selber die Kontrolle darüber haben, wie ein Bild entwickelt werden muss, um vom Betrachter "verstanden werden" zu können.

 

Hans

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Trotzdem gibt es Leute, die die Einstellungen und die die Kontrast Steuerung auch beim Shooting so gut beherrschen, dass sie erstklassige Bilder OoC abliefern. . . .

 

Das hat aber auch mit Routine im Studio oder perfekt ausgeleuchteten Szenen zu tun, die schon x-fach durchgespielt wurden: Die Lichtverhältnisse sind bekannt, die Hintergründe auch, dann kann so was funktionieren.

 

Wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin (z. B. Städte, Landschaft), dann habe ich mit dermaßen wechselnden und schwierigen Lichtverhältnissen zu tun, dass OOC keine gute Lösung wäre - zumal ich mich, wenn ich unterwegs bin, zu 100% auf meine Motive konzentrieren möchte und an der Kamera nur Blende und Iso verstelle.

 

Sich beruflich generell aufs Postprozessing zu verlassen, ist normalerweise wirtschaftlich nicht machbar.

 

Da nehme ich unterschwellig die Einstellung wahr, RAW-Processing als Reparaturmaßnahme für Notfälle aufzufassen. Nein ist es nicht. Je besser die Aufnahme belichtet wurde, desto einfacher auch der Entwicklungsprozess, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, von Hand eingreifen zu müssen. Das Ganze hat mit wirtschaftlicher Betrachtung nicht das geringste zu tun - wenn ich mich auf das Level von OOC begebe, kann ich dies als Standard meiner RAW-Importroutine beibringen, ohne einen zeitlichen Mehraufwand - die Konvertierung läuft bereits mit einem der Kamera angepassten Setup, während der Rechner die Dateien von der Speicherkarte einliest. Ich vermute, dass geschätzt 95% von denen, die gebetsmühlenartig diesen Mehraufwand strapazieren, sich noch nie damit beschäftigt haben, einen gut strukurierten, (teil-) automatisierten Workflow in Lightroom (o. ä.) aufzusetzen.

 

 

Hans

bearbeitet von specialbiker
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Das hat natürlich mit Erfahrung und Routine zum tun, vor allem mit dem Erkennen, wie das Licht wirkt und wie die Kamera es umsetzt. Bis auf das selektive Bearbeiten geht das alles in der Kamera auch. Und bei DRO sogar letzteres. Im Zweifel empfehle ich mal das alte Alpha Vollformat Buch von Stephan Kölliker, in dem stevemark sehr genau erklärt, wie er OoC gerade bei Landschaften zu seinen Bildern kommt. Da gehen die Augen auf.

 

Jahrzehnte haben die Leute Dias fotografiert und in allen namhaften Zeitschriften waren die abgedruckt. Im Blindflug ohne Histogramm oder Lifeview. Und jetzt geht das plötzlich nicht mehr?

 

Nein, es ist eher eine Ausrede, weil mans eh danach richten kann.

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Das hat natürlich mit Erfahrung und Routine zum tun, vor allem mit dem Erkennen, wie das Licht wirkt und wie die Kamera es umsetzt. Bis auf das selektive Bearbeiten geht das alles in der Kamera auch.

 

Genau, Du hast das Stichwort selber ins Spiel gebracht: 50% meiner Bilder bearbeite ich mittlerweile selektiv. Aber nicht mühsam, Bild für Bild einen Verlauf oder Korrektur einzeln anzubringen - nein: Ich arbeite in kleinen Bildserien, suche mir den "Master" aus dieser Serie, bearbeite diesen nach "allen Regeln der Lighroom-Palette", um dann die Bearbeitungsschritte auf die anderen Bilder der Serie zu kopieren. Das geht einfach und schnell . . .

 

Wie gesagt bin ich der Meinung, dass man sich nur zu wenig mit dem Thema BV beschäftigt hat, wenn man den Zeitaufwand in den Vordergrund stellt. Es soll jeder handhaben, wie er möchte, nur widerspreche ich, wenn in pauschalen Aussagen die OOC-Engine als "Zeitsparmaschine" angepriesen wird und wirtschaftliche Erwägungen als Ausrede dafür erhalten müssen, dass man im Grunde nicht gewillt ist, die eigenen Abläufe zu hinterfragen und neue Dinge zu lernen (damit verknüpft ist nämlich die Aussage, dass RAW Entwickler lediglich zu viel Zeit haben - wer mir über die Schulter schauen würde, wie ich in teilweise sehr kurzer Zeit hunderte von Bildern entwickle, die besten rausziehe, um sie einer nochmaligen Spezialbehandlung zu unterziehen, wird kaum den Eindruck haben, dass hier Zeit verschwendet wird).

 

Große Klasse hierbei der Beitrag von Phillip Reeve zum Thema Wirkfloe ("Wie Bilder entstehen . . . ").

 

 

Hans

bearbeitet von specialbiker
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Im im Zweifelsfall gibts da noch eine Belichtungseinstellung, mit der man der Kamera das sagen kann.

 

Es ging auch nicht darum, dass ein Raw Workflow per SE aufwändiger ist, sondern dass nicht sein kann, dass ein importiertes Raw zuerst mal bearbeitet werden muss, damit es verwendbar ist. Da liegt das Problem schon vorher bei der Aufnahme. Dass man dann in der Raw Verarbeitung mehr Spielraum für persönliche Vorlieben hat, war ja nie in Diskussion.

 

Trotzdem gibt es Leute, die die Einstellungen und die die Kontrast Steuerung auch beim Shooting so gut beherrschen, dass sie erstklassige Bilder OoC abliefern. Sich beruflich generell aufs Postprozessing zu verlassen, ist normalerweise wirtschaftlich nicht machbar. Gute Qualität ist, was der Kunde konkret braucht, nicht was den Fotografen befriedigt, wobei es auch Fotografen gibt, die es sich leisten können und für die Perfektion auch bezahlt bekommen.

Ich finde das dein Post reichlich undifferenziert ist.

 

Natürlich wird kein Fotograf in Olympia Raw schießen, wenn er eine 14 Minuten Deadline im Nacken hat bis zu der die Bilder auf dem Agenturserver landen müssen.

 

Gleichzeitig würde ich mich sehr wundern, wenn du einen erfolgreichen Landschaftsfotografen finden würdest der mit JPGs arbeitet.

 

Deshalb finde ich deine Aussage zu pauschal, ja es gibt sicherlich Leute die mit OOC JPGs arbeiten und tolle Resultate bekommen, aber wenn du behauptest, dass das der Normalfall sein irrst du meiner Meinung nach.

 

Wenn ich die sehr großen Dynamikreserven der a7 nutzen möchte, so muss ich die Mitteltöne meist unterbelichten, weil es nur so möglich ist maximale Details in den Lichtern zu halten. Ich denke mein Werkzeug zu beherrschen heißt nicht mit minimalem Einsatz ein passables Bild abzuliefern, sondern alle Möglichkeiten der Kamera auszuschöpfen meine Ideen umzusetzten. Der Weg dahin ist häufig ein in default Einstellungen ziemlich unansehnliches Raw.

PP4_before by reevedata, on Flickr

11840935715_a117c05b98_b.jpg

PP4_after by reevedata, on Flickr

 

Was meinst du hat Ansel Adams schon in den 1920er Jahren für einen Aufwand getrieben um den Kontrast seiner Bilder optimal zu steuern? Jedes Negativ wurde je nach Kontrast des Motives beschriftet um es später in speziellen Prozessen entwickeln zu können und die Tonwertskala auszuschöpfen.

 

Grüße,

Phillip

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Natürlich wird kein Fotograf in Olympia Raw schießen, wenn er eine 14 Minuten Deadline im Nacken hat bis zu der die Bilder auf dem Agenturserver landen müssen.

. . .

Grüße,

Phillip

 

Hallo Philipp,

 

ich habe diese Grenzsituation durchaus berücksichtigt und als konkretes Ausnahmebeispiel erwähnt.

 

Meine Antwort bezog sich aber auf einen Beitrag, in dem von Studio die Rede war, Auftragsarbeiten, Anspruch auf Qualität usw. Im selben Zusammenhang wurde Postprocessing unterschwellig für Reparaturarbeiten an missglückten Bildern gleichgesetzt.

 

Wenn etwas so plakativ formuliert wird, nehme ich mir die Freiheit, auch mal mit weniger Zwischentönen zu antworten.

 

Übrigens habe ich eben Deinen Beitrag zum Thema Raw-Entwicklung zitiert, weil ich denke, dass die Systematik, die Du hier an den Tag legst, vielen Fotografen fehlt, die sich dann aber beschweren, keine Zeit für eine BV zu haben.

 

 

Hans

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