isaac Geschrieben 17. August 2011 Share #1 Geschrieben 17. August 2011 (bearbeitet) Werbung (verschwindet nach Registrierung) .. ausgelagert aus diesem Thread! Hallo Thorsten! ich habe die da:... Das Original??? Da sollten die Farbwerte in diversen Farbräumen (sRGB, La*b* usw) dabei sein, die direkt von deiner Farbtafel gemessen wurden und ein Ablaufdatum, wie lange die Farben als Referenz haltbar sind.... Wenn du einen guten Workflow hast, dann bitte ich deine Unterstützung.Ich kenne und habe nur diesen einen "Workflow": DNG (entweder direkt aus der Kamera) oder via Adobe DNG COnverter in den DNG Profile Editor laden... Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Und dann automatisch ein Profile für LightRoom (geht vielleicht auch für Photoshop samt PlugIn) generieren: Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Dieses Profile dann ins richtige Verzeichnis (von LightRoom) speichern und bei den entsprechenden RAW Bildern "assozieren". In obigen Beispielen habe ich ein DNG aus einem JPG (C-Lux 1) erzeugt, was aber selbst wieder ein trickreiches Tool (das bei mir nur unter OS/2 läuft) erfordert. Mit selbigen Tool verwandle ich auch die JPGs der C-Lux 1 (und jeder JPG produzierenden Kamera) ebenfalls in DNGs um und kann dann in LightRoom quasi ein ursprüngliches JPG (das bei identischen Aufnahmelichtverhältnissen hergestellt wurde wie das Kalibrierbild des ColorChecker) farbverbindlich um-/ausarbeiten. Mit RAWs der E-300, L10 oder 5D (ebenfalls via Adobe DNG Converter) geht es natürlich einfacher (DNGs der M8/9 liefern ein "neutrales" Profil ohne Änderungen :-). Momentan habe ich Tools von X-Rite und Adobe, freie Tools und ein Spezialtool mit weltweit weniger als einer Handvoll Benutzer Ich denke, das von Adobe ist der "DNG Profile Editor", das von X-Rite ist was ganz ähnliches zu deren Farbtafel (macht das ICC Profile?) und an freien Tools habe ich ausser dem Kodak DCS Studio für Mac nichts (?) gefunden.Bin ersteinmal froh, wenn ich überhaupt vernünftige Profile erstellen kann. DNG-Profile für LightRoom etc. oder echte ICC Profile?Dann werde ich das mit anderen Tools vergleichen und gegebenenfalls in einem zweiten Anlauf perfektionieren.Na, da hast du dir ja was vorgenommen... bearbeitet 22. August 2011 von matadoerle Herkunft des Diskussionsthemas angegeben Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Werbung Geschrieben 17. August 2011 Geschrieben 17. August 2011 Hi isaac, Das könnte für dich interessant sein: Farbprofile für Kamera selbst erstellen . Da findet jeder was…
isaac Geschrieben 18. August 2011 Autor Share #2 Geschrieben 18. August 2011 Ich habe den Wikipedia-Artikel überflogen und festgestellt, dass ich ihn nicht unbedingt verinnerlichen muss. Das Profil war IIRC von CaptureOne. Ist auch das einzige mir bekannte RAW-Entwicklerprogramm, welches durchgängig ein Farbmanagement ermöglicht... Und nun bitte genug des überheblichen Tons. Eigentlich habe ich deinen Ton bisher nicht überheblich gefunden... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 18. August 2011 Share #3 Geschrieben 18. August 2011 bezüglich Workflow für die ICC Profile, habe ich folgende Anleitung gefunden: The p-Code Machine » Darktable Camera Color Profiling Die Anleitung ist zwar für Linux sollte aber auch unter Windows funktionieren ( vorrausgesetzt man hat keine Angst vor der Kommandozeile ) Die Schritte die hier im "Darktable" Raw-Konverter durchgeführt werden, können in RawTherapee einfach durch "Save reference image for profiling" ersetzt werden und das zusätzlich verwendete Argyll Color Management kann von hier Argyll Color Management System Home Page bezogen werden. Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 18. August 2011 Share #4 Geschrieben 18. August 2011 Tja, und du bist also wirklich der festen Ansicht, das sowas (aus einer Foto-Shareware) wirklich das ist, was man als ein Profil bezeichnen könnte? wenn das "Sowas ( aus einer Foto-Shareware )" z.B ein ICC-Profil ist, warum nicht ? Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 18. August 2011 Share #5 Geschrieben 18. August 2011 (bearbeitet) Leider funktioniert das ganze nur und ausschließlich mit einer DNG-Datei als Input, die bekommt man nur wenn Adobe den CameraRaw und DNG-Converter für diese Kamera schon gemacht hat und bereit stellt. nicht ganz. Auf meinem Linux kugelt ein "dngconverter" Programm herum (gehört zu den kipi-plugins/digiKam ), mit dem ich gerade testweise ein G3 Raw ( von dPreview runtergeladen) in eine DNG Datei konvertiert habe. Dieses habe ich dann als Gegenprobe mittels dcraw in ein lineares TIFF umgewandelt. Schaut alles brauchbar aus. Dieses Programm ist allerdings KDE-lastig und wird daher nur mit sehr hohem Aufwand unter Windows installierbar sein, falls du aber schnell mal ein paar RAW Dateien umgewandelt haben möchtest, kannst du mir diese gerne per Email schicken. Ich vermut, daß dieser "dngconverter" wird intern auch dcraw verwenden, möglicherweise gibt es auch ein ähnliches Programm für Windows .... Gruß Günter //edit1: Beschreibung von dem Plugin http://www.digikam.org/drupal/node/373 //edit2: weitere DNG-Converter: http://www.barrypearson.co.uk/articles/dng/products.htm#converters bearbeitet 18. August 2011 von gms edit1+edit2 hinzugefügt Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 18. August 2011 Autor Share #6 Geschrieben 18. August 2011 Hallo Günter! wenn das "Sowas ( aus einer Foto-Shareware )" z.B ein ICC-Profil ist, warum nicht ? Ja, schon, aber warum schreibt der Anfrager das dann nicht? Sind wir in einer Rateshow? Der Anfrager schreibt den Gamma-Wert und den Linearity-Wert beeinflussen Da kann er doch kein ICC-Farbprofil meinen, weil sich diese Werte ja - für die Farbverbindlichkeit - durch die Kalibrierung mit einer geeigneten Vorlage (zB. ColorChecker) ja unveränderlich ergeben. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 18. August 2011 Share #7 Geschrieben 18. August 2011 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Ja, schon, aber warum schreibt der Anfrager das dann nicht? Sind wir in einer Rateshow? nein, vermutlich hat er sich einfach mit dem Thema noch nicht so intensiv auseinander gesetzt... Da kann er doch kein ICC-Farbprofil meinen, weil sich diese Werte ja - für die Farbverbindlichkeit - durch die Kalibrierung mit einer geeigneten Vorlage (zB. ColorChecker) ja unveränderlich ergeben. also den ColorChecker kenne ich jetzt nicht, vermutlich wird dieser aber auch ein entwickeltes RAW (TIFF) als Input benötigen und je nachdem wie dieses RAW erstellt wurde, kann es schon sein, daß du bei Verwendung des Farbprofils auch entsprechende Gamma-Einstellungen treffen mußt. ( z.B kann für die Profilierung ein lineares oder ein Gamma-korrigiertes TIFF verwendet werden ) UFRaw - Color Management Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige (Anzeige) Ich würde dir das Adobe Creative Cloud Foto-Abo mit Photoshop und Lightroom empfehlen
isaac Geschrieben 19. August 2011 Autor Share #8 Geschrieben 19. August 2011 (bearbeitet) Hallo Günter! also den ColorChecker kenne ich jetzt nicht,Weiter oben in diesem Thread haben Thorsten und ich diese Farbtafel (=ColorChecker) einige Male abgebildet... vermutlich wird dieser aber auch ein entwickeltes RAW (TIFF) als Input benötigenDen ColorChecker muß du mit der zu kalibrierenden Kamera "abphotographieren".Danach muß man das RAW (DNG) einer geeigneten Software (zB. DNG profile editor) zum Fraße vorwerfen und bekommt aus Output ein Farbprofil, welches man in den Adobe Produkten für eine farbverbindliche RAW/DNG- Entwicklung verwenden kann. und je nachdem wie dieses RAW erstellt wurde, kann es schon sein, daß du bei Verwendung des Farbprofils auch entsprechende Gamma-Einstellungen treffen mußt. ( z.B kann für die Profilierung ein lineares oder ein Gamma-korrigiertes TIFF verwendet werden ) Dann handelt es sich nicht um eine (farbverbindliche) Kalibrierung sondern um irgendeinen Vorgang der dieses vortäuschen soll. Zur Kalibrierung braucht man immer die (farbraumbefreiten) Sensordaten, wie sie nur ein RAW oder DNG liefern kann. Erst auf das, auf Basis eines Farbprofiles, entwickelte Bild kannst du Schwarz- und Weißpunkt (Weißabgleich) setzen und dich beliebig mit Kontrast und Helligkeit austoben. bearbeitet 19. August 2011 von isaac quote/quote mismatch Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
matadoerle Geschrieben 20. August 2011 Share #9 Geschrieben 20. August 2011 Hallo Thorsten! .. Auch an dich die Frage, was genau verstehst du hier unter Profil? Doch nicht etwa ICC-Profile? Ein DNG-Profil funktioniert - ausser mit Adobe Produkten - mit welchen anderen RAW-Konvertern? Das ist die erste Hürde .. Hallo Harald, natürlich hat ein ICC-Profil Einschränkungen. Wenn ich professionell unterwegs bin, muss ich eine entsprechende Lösung zur Hand haben, um jede Lichtsituation zu meistern. Dann kann ich auch mit professionellen Lösungen (und Profilen) kommen. RawTherapee 3.0 verlangt nach ICC-Profilen (V2); und trotz all der Einschränkungen funktionieren Digitalkameras damit sehr gut. Auf einem guten ICC-Profil aufbauend kann man mit RAW alles machen, was einem beliebt. Das hat dann natürlich noch nichts mit Farbverbindlichkeit zu tun .. RawTherapee Version 4 wird ICC-Profile (V4) unterstützen; wahrscheinlich keine DNG-Profile (vielleicht doch bald?). Dazu ist folgendes zu sagen: je höher spezifiziert mein Kameraprofil ist, desto weniger einfach ist es zu erstellen. Es geht ja nicht so sehr um die Präzision der ColorChecker Charts, sondern um die gesamte Kontrolle der Aufnahmebedingungen. Ich habe übrigens gestern mit Argyll CMS (Tipp von Günter, von der Website-Gestaltung nicht abschrecken lassen) erste Profile erstellt (ICC V2). Das ist ein ausgewachsenes Tool (wirklich ein System und dazu OpenSource unter Creative Common Lizenz) und ermöglicht gute Ergebnisse aus TIFF heraus (in RawTherapee als "Referenzbild für Profilerstellung" speichern). Ich werde über das Wochenende und in der nächsten Woche dort noch einige Versuche machen und das dann kurz dokumentieren. Die erstellten Profile werde ich ebenfalls unter Creative Commons zur Verfügung stellen .. Gruß Thorsten Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 20. August 2011 Autor Share #10 Geschrieben 20. August 2011 Hallo Thorsten! natürlich hat ein ICC-Profil Einschränkungen. Welche?Wenn ich professionell unterwegs bin, muss ich eine entsprechende Lösung zur Hand haben, um jede Lichtsituation zu meistern. Dann kann ich auch mit professionellen Lösungen (und Profilen) kommen. Ich fürchte, jetzt habe ich dich verloren. Mir fehlt der Zusammenhang zwischen "professionell" und "ICC Farbprofilen". RawTherapee 3.0 verlangt nach ICC-Profilen (V2); und trotz all der Einschränkungen funktionieren Digitalkameras damit sehr gut. Kannst du mir ein Beispiel (RAW-Datei plus Kamera ICC-Profil) nennen?Auf einem guten ICC-Profil aufbauend kann man mit RAW alles machen, was einem beliebt.Wo siehst du den Unterschied zwischen einem "guten" und einem weniger guten ICC-Profil?Das hat dann natürlich noch nichts mit Farbverbindlichkeit zu tun ..Der wohl einzige Zweck eines ICC-Farbprofils ist die Farbverbindlichkeit (aber wie schon bemerkt, wir dürften uns verloren haben). RawTherapee Version 4 wird ICC-Profile (V4) unterstützen; wahrscheinlich keine DNG-Profile (vielleicht doch bald?). Sind beides komplett unterschiedliche Ansätze.Dazu ist folgendes zu sagen: je höher spezifiziert mein Kameraprofil ist, desto weniger einfach ist es zu erstellen. Ich verstehe dich wirklich nicht. Ein ICC-Profil ist ein ICC-Profil ist ein ICC-Profil...Es geht ja nicht so sehr um die Präzision der ColorChecker Charts,Doch! Sind die Referenzdaten nicht genau, dann war es schade um die Zeit für die Messungen (Schätzen wäre dann eine gute Alternative). sondern um die gesamte Kontrolle der Aufnahmebedingungen.Da sehe ich aber keinen Zusammenhang zu dem ICC-Farbprofil...Ein hoffentlich nicht letzter Versuch zur "Wiederfindung" anhand einiger Bildschirmausdrucke der Demoversion von ProfileMaker (x-rite): Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Hier ist der Arbeitsablauf ganz gut dargestellt. Man hat ein Eingangs-Kameraprofil und kuppelt es über einen Verbindungsfarbraum (hier Lab) an ein Augangs-Druckerprofil. Bitte beachten, dort steht RGB, das hat nichts mit dem sRGB Farbraum zu tun, sondern besagt nur, daß eben das RGB-Farbtripel verwendet wird. Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Hier siehst du, was das Kameraprofil (an variablen) Daten enthält... Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Und nicht alles (nur das, was im Profil steht) ist änderbar. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 20. August 2011 Share #11 Geschrieben 20. August 2011 Natürlich muß der Weißpunkt für die Originalszene bekannt sein. Solange der aber im Bereich der "bekannten Farbtemperaturen" liegt, kann man problemlos umrechenen (wenn als Lichtquelle immer ein schwarzer Strahler angenommen wird). wenn ich dich richtig verstehe, dann müßten zwei erstellte ICC Profile nahezu identisch sein, auch wenn beim Ablichten vom Color-Target unterschiedliche Lichtverhältnisse vorgeherrscht haben ( z.B Sonne und Glühlampe ). Ist das so ? @all die größeren Color Targets wie ColorCheckerSG sind ja sauteuer, daher möchte ich mir den C1 Target von hier besorgen: Affordable IT 8.7 (ISO 12641) Scanner Color Calibration Targets mit Argyll CMS sollte der auch gute Ergebnisse liefern Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 20. August 2011 Autor Share #12 Geschrieben 20. August 2011 Hallo Günter! wenn ich dich richtig verstehe, dann müßten zwei erstellte ICC Profile nahezu identisch sein, auch wenn beim Ablichten vom Color-Target unterschiedliche Lichtverhältnisse vorgeherrscht haben ( z.B Sonne und Glühlampe ). Ist das so ? Einfache Antwort: ja. Voraussetzung: beide Lichtquellen entsprechen im Spektrum einem "schwarzen Strahler" (was bei deiner Vorgabe ja zutrifft) und die Testfarben sind vollkommen metameriefrei (http://de.wikipedia.org/wiki/Metamerie_(Farblehre)) - was sie aber wohl sind, wenn sie der Herstellersteller schon für ein Testchart verwendet. Ich nehme jetzt einmal das Testchart vom Thorsten als Beispiel: Zuerst sein Originalbild (einfach hier aus dem Thread kopiert). Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Es hat eine (wohl aufgrund der Lichtquelle oder seiner JPG-Entwicklung) leichte Farbabweichung im Grau. Also wird zuerst auf eine bekannte Normlichtart (ich habe D50 gewählt) angepaßt (ein simpler Weißabgleich). Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Zur Korrektur waren etwa +150K notwendig, das Bild ist jetzt (theoretisch, weil eben im sRGB Farbraum von JPG) in den Graustufen farbneutral. Was noch fehlt sind Weißpunkt und Schwarzpunkt. Weil es hier mit unseren Mittel am einfachsten ist, habe ich den weißen Farbfleck auf RGB=255/255/255 und den schwarzen Farbfleck auf RGB=0/0/0 eingestellt. Korrekt wären zB für meinen ColorChecker der weiße Farbfleck mit RGB=243/243/242 (Lab= 96.539/-0.425/1.186) und der schwarze Farbfleck mit RGB=52/52/52 (Lab=20.461/-0.079/-0.973). Der RGB-Weißpunkt entspricht dann (bei einer D50 Umrechnung) "exakt" L/a/b = 100/0/0 des "neutralen" Lab-Farbraumes der auch als Verbindungsfarbraum (connection colorspace) dient. Von da aus kann man wieder in beliebige Farbräume mit beliebigen (innerhalb der Einschränkung eines schwarzen Strahlers) Weißpunkt transformieren. Das TestChart sieht dann so aus: Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Und jetzt erst wird das (ICC) Farbprofil erstellt. Der Einfachheit halber macht man das gleich im Lab-Farbraum (weil "farbtemperaturfrei"), man hat dazu eben 3 x 18 Gleichungen mit 3 x 18 Unbekannten (18 Farbflecke und L1-L2, a1-a2 und b1-b2) aufzulösen um die Korrekturpunkte zu finden. Es sind aber noch einige Nebenbedingungen wie zB daß L1-L2 für die grauen Farbflecke immer Null sein muß (Graubedingung) oder der Weißwert nie über dem (theoretischen) Weißpunkt liegen darf. Im Lab-Farbraum gibt es keine Gamuteinschränkungen, das muß man erst wieder bei der Umrechnung in den Zielfarbraum (Drucker, Bildschirm) mit einbeziehen und kann dazu verschiedene Strategien anwenden (zB. Perceptiv, Farbmetrisch etc.). Ganz simple (ICC) Farbprofile verwenden als Verbindungsfarbraum den XYZ-Farbraum, der ist zwar auch farbneutral, aber da ist die Berechnung nicht ganz so einfach bzw. nie absolut richtig (weil eben X1-X2, Y1-Y2 und Z1-Z2 als "unbekannte" nicht ganz farbkorrekt sind). Die DNG-Farbprofile sind nochmals vereinfacht, weil man da nicht in einem neutralen Farbraum rechnet, sondern einfach von sRGB (oder irgendeinem RGB) in den HSV-Farbraum (Hue, Saturation und Value) umrechnet und die Korrekturen als +/-Hue, +/-Sat und +/-Val abspeichert. Darum legt der Adobe DNG Profile Editor auch zwei Profile (2800K und 6500K) an, die praktisch den beiden Enden des Farbtemperaturbereiches entsprechen. Dazwischen wird interpoliert. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 20. August 2011 Share #13 Geschrieben 20. August 2011 Hallo Harald! danke für diese umfassende Erklärung Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
matadoerle Geschrieben 20. August 2011 Share #14 Geschrieben 20. August 2011 (bearbeitet) Hallo Harald, auch von mir nochmals danke; ich habe heute nachmittag mit der Sonne und danach mit Argyll_CMS und einem von mir nachgemessenen ColorChart (Altes Teil von Calibr8 - Harald hatte recht, z.T. erkleckliche Abweichungen) zwei ICC-Profile erstellt, für die Panasonic G1 und die Panasonic GH1. Die Abweichungen sind natürlich ein- bzw. herausgerechnet (je nachdem wie man das verstehen will) .. Ich bitte um rege Rückmeldung; die Profile funktionieren mit RT3 und RT4, idealerweise im Bearbeitungsprofil "neutral" starten und unter Farbe/ICM/Kameraprofil auswählen (recht egal, wo man die Teile abgelegt hat). Die sollten dann recht farbneutral rüberkommen .. Versuche mit dem Verfahren dann auch in den nächsten Tagen alle anderen Kameras zu profilieren, deren ich habhaft werden kann .. ach ja, wünsche noch ein schönes Wochenende. Gruß Thorsten bearbeitet 20. August 2011 von matadoerle Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 21. August 2011 Autor Share #15 Geschrieben 21. August 2011 Hallo Thorsten! auch von mir nochmals danke; ich habe heute nachmittag mit der Sonne und danach mit Argyll_CMS und einem von mir nachgemessenen ColorChart (Altes Teil von Calibr8 - Harald hatte recht, z.T. erkleckliche Abweichungen) zwei ICC-Profile erstellt, für die Panasonic G1 und die Panasonic GH1. Die Abweichungen sind natürlich ein- bzw. herausgerechnet (je nachdem wie man das verstehen will) ..Ich habe ja gewußt, daß du nicht locker lassen wirst :-) Ich bitte um rege Rückmeldung; die Profile funktionieren mit RT3 und RT4, idealerweise im Bearbeitungsprofil "neutral" starten und unter Farbe/ICM/Kameraprofil auswählen (recht egal, wo man die Teile abgelegt hat). Die sollten dann recht farbneutral rüberkommen .. Ja, funktioniert (in RT 3) aber - um ehrlich zu sein - das ist kein ICC-Farbprofil, sondern eine Datei mit der Endung ICM und einigen Tags, die einem das beinahe glauben lassen könnten... Kein Wunder, daß wirkliche ICC-Profile in RT nicht funktionieren.... Processing PANASONIC_DMC-G1.ICM IccProfileLength 2912 at 000806ac Profile size 2912 CMM Type signature 'argl' Profile version number 02.20 Profile/Device Class signature 'scnr' (Input device) Color space of data 'RGB ' Profile Connection Space (PCS) 'XYZ ' Primary Platform signature 'MSFT' Profile flags 00000000 Profile attributes 00000000 (Reflective/Glossy/Positive/Color) Rendering intent 00000001 ??? TagCnt 15 0 desc 00000138 107 'desc' Panasonic DMC-G1 1 cprt 000001a4 47 'text' Copyright, the creator of this profile 2 dmnd 000001d4 100 'desc' Panasonic 3 dmdd 00000238 97 'desc' DMC-G1 4 wtpt 0000029c 20 'XYZ ' X 0.797104 Y 0.81987 Z 0.692368 5 bkpt 000002b0 20 'XYZ ' X 0.0324707 Y 0.0338135 Z 0.0250702 6 rXYZ 000002c4 20 'XYZ ' X 1.03571 Y 0.424515 Z 0.0272827 7 gXYZ 000002d8 20 'XYZ ' X 0.249374 Y 1.31757 Z -0.314316 8 bXYZ 000002ec 20 'XYZ ' X 0.0239258 Y -0.350555 Z 1.28951 9 rTRC 00000300 14 'curv' Gamma 1 10 gTRC 00000300 14 'curv' Gamma 1 11 bTRC 00000300 14 'curv' Gamma 1 12 targ 00000310 2127 'text' CTI3 Bis hierher ist es ein ICC-Profil (mit Schwarz- und Weißpunkt und einem Gamma 1) DESCRIPTOR "Argyll Calibration Target chart information 3" ORIGINATOR "Argyll target" CREATED "Sat Aug 20 13:28:30 2011" KEYWORD "DEVICE_CLASS" DEVICE_CLASS "INPUT" KEYWORD "COLOR_REP" COLOR_REP "XYZ_RGB" KEYWORD "STDEV_R" KEYWORD "STDEV_G" NUMBER_OF_FIELDS 10 BEGIN_DATA_FORMAT SAMPLE_ID XYZ_X XYZ_Y XYZ_Z RGB_R RGB_G RGB_B STDEV_R STDEV_G STDEV_B END_DATA_FORMAT NUMBER_OF_SETS 24 BEGIN_DATA A01 11.522 10.082 5.0889 13.318 8.8492 7.8312 0.31685 0.22558 0.27253 A02 39.176 34.950 19.220 40.085 26.716 24.195 0.47886 0.33626 0.38090 A03 16.806 18.360 25.711 13.481 19.755 28.127 0.33752 0.30316 0.38617 A04 10.907 13.252 5.2904 11.298 12.195 8.0888 0.29646 0.25490 0.28032 A05 24.190 23.037 33.429 20.391 21.933 33.536 0.37082 0.31905 0.41049 A06 30.423 41.781 34.604 23.451 40.161 40.111 0.47555 0.48989 0.53296 B01 40.717 31.181 4.9919 45.577 18.496 8.9055 0.53121 0.29678 0.27880 B02 12.326 11.263 29.866 8.9464 14.237 29.133 0.28270 0.27093 0.35283 B03 29.667 19.372 10.149 31.847 10.763 11.378 0.43098 0.29776 0.28024 B04 8.5171 6.3711 10.772 8.4853 6.4431 11.177 0.31327 0.20017 0.25566 B05 35.358 44.453 8.9465 33.158 35.710 15.546 0.46434 0.41617 0.36089 B06 48.781 43.570 6.0594 49.858 27.627 11.101 0.60080 0.37107 0.32021 C01 6.8613 5.7528 21.375 7.8000 12.103 23.290 0.31137 0.26623 0.33820 C02 14.984 23.183 7.8970 13.240 22.137 12.644 0.32823 0.30849 0.30991 C03 21.631 12.565 3.8458 24.017 6.1102 5.6163 0.39751 0.22085 0.17342 C04 59.335 59.801 7.1910 59.395 41.953 14.601 0.69057 0.48502 0.39112 C05 31.082 20.091 23.558 29.921 12.807 21.848 0.38967 0.27959 0.33626 C06 13.610 19.303 30.935 9.3746 22.980 32.758 0.31087 0.29992 0.38787 D01 87.813 91.316 73.949 73.521 73.588 80.351 0.84524 0.85258 1.0223 D02 56.573 58.943 48.918 47.724 48.893 52.916 0.67945 0.75301 0.90300 D03 34.813 36.328 30.283 30.449 31.300 33.599 0.44011 0.35967 0.43843 D04 18.442 19.157 15.914 15.705 16.361 17.829 0.31243 0.27206 0.31149 D05 8.4683 8.8326 7.5921 8.1746 8.3336 8.8793 0.25111 0.21953 0.21994 D06 2.9894 3.1051 2.6818 3.0141 2.9506 2.9722 0.18246 0.17787 0.17482 END_DATA Und hier verstecken sich in einem "Text-Tag" die wirklichen Werte. Und ganz am Schluß noch einmal die beiden XYZ->RGB Matrizen in "ICC-Sprache" XYZ -> RGB 1.0357 0.4245 0.0273 0.2494 1.3176 -0.3143 0.0239 -0.3506 1.2895 RGB -> XYZ 1.0574 -0.3707 -0.1127 -0.2190 0.8884 0.2212 -0.0792 0.2484 0.8377 Versuche mit dem Verfahren dann auch in den nächsten Tagen alle anderen Kameras zu profilieren, deren ich habhaft werden kann .. ach ja, wünsche noch ein schönes Wochenende. Aber ich hätte die bescheidene Bitte, diese Profile nicht ICC-Profile sondern Argyll-Farbprofile zu nennen, die sich im Kommentarteil (Text-Tag) eines ansonsten beinahe leeren ICC-Profiles befinden. Wir haben sonst wieder dieses endlose Ping-Pong-Spiel, daß jemand von Profilen redet, implizit ICC-Profile meint und dabei sind es gar keine wirklichen. Bei den DNG-Profilen nennt man ja auch den richtigen Namen um nicht (zumindest jene, die es wissen) zu verwirren. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
matadoerle Geschrieben 21. August 2011 Share #16 Geschrieben 21. August 2011 Hallo Harald, du meinst die Werte (Matrizen) im Text-TAG werden NICHT von RawTherapee interpretiert? Wir werden in ca. zwei Stunden weitere Kameras aufnehmen, ich lasse mich gerne von dir auf den richtigen Stand bringen .. hatte Argyll CMS gerne gewählt, weil ich da wenigstens mit dem vorhandenen Chart und freier Software arbeiten kann. .. werde heute abend oder wenn es meine Zeit zuläßt mal die Profilerstellung und -diskussion aus diesem Thread auslösen. Und ich werde mir bald mal ein X-Rite ColorChecker ins Haus holen - oder hast du eine bessere Empfehlung? Gruß Thorsten P.S. dieses Verfahren ist, wird und wurde nicht von RawTherapee angestossen oder bevorzugt .. RT3 verarbeitet ICC (V2) und RT4 auch ICC (V4) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 21. August 2011 Share #17 Geschrieben 21. August 2011 Kein Wunder, daß wirkliche ICC-Profile in RT nicht funktionieren.... interessanter Einwand, dem man nachgehen sollte Und hier verstecken sich in einem "Text-Tag" die wirklichen Werte. korrigiere micht bitte, aber diese "wirklichen Werte" im Text-Tag sind doch unwesentich für das Profil, oder ? Und ganz am Schluß noch einmal die beiden XYZ->RGB Matrizen in "ICC-Sprache" XYZ -> RGB 1.0357 0.4245 0.0273 0.2494 1.3176 -0.3143 0.0239 -0.3506 1.2895 RGB -> XYZ 1.0574 -0.3707 -0.1127 -0.2190 0.8884 0.2212 -0.0792 0.2484 0.8377 soweit ich mich in Argyll CMS eingelesen habe, können dort LAB- oder XYZ- ICC-Profile erstellt werden. Sollten für ein XYZ Profil, diese Matrizen nicht genügen ? Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 21. August 2011 Share #18 Geschrieben 21. August 2011 isoweit ich mich in Argyll CMS eingelesen habe, können dort LAB- oder XYZ- ICC-Profile erstellt werden. Sollten für ein XYZ Profil, diese Matrizen nicht genügen ? zusätzlich können auch noch LUT Profile ( lookup-tables statt einfache Matrizen ) für den LAB oder XYZ Farbraum erstellt werden; für LUT Profile kann dann auch zwischen verschiedenen Qualitätsstufen gewählt werden Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 21. August 2011 Autor Share #19 Geschrieben 21. August 2011 Hallo Thorsten! Ebenfalls schneller Antwort... du meinst die Werte (Matrizen) im Text-TAG werden NICHT von RawTherapee interpretiert? Im Text-Tag sind die Kurven abgespeichert. Die beiden Matrizen (RGB->XYZ und XYZ->RGB) sind schon ICC konform, aber bar jeden Zusammenhangs... Wir werden in ca. zwei Stunden weitere Kameras aufnehmen, ich lasse mich gerne von dir auf den richtigen Stand bringen .. hatte Argyll CMS gerne gewählt, weil ich da wenigstens mit dem vorhandenen Chart und freier Software arbeiten kann.Du mußt dir nur immer im Klaren sein, daß du da Argyll-Farbprofile (eingebettet in den Text-Tag einer ICC-Profildatei) herstellst, die mit (echten) ICC-Profilen absolut nichts gemein haben (ausser die Dateierweiterung und die Tag-Bezeichnung). .. werde heute abend oder wenn es meine Zeit zuläßt mal die Profilerstellung und -diskussion aus diesem Thread auslösen. Und ich werde mir bald mal ein X-Rite ColorChecker ins Haus holen - oder hast du eine bessere Empfehlung? Wie schon gesagt, für die Adobe Spielwiese genügt das ColorChecker Target und dafür brauchst du kein Geld in x-rite investieren - ausser du willst damit deinen Monitor kalibrieren.P.S. dieses Verfahren ist, wird und wurde nicht von RawTherapee angestossen oder bevorzugt .. RT3 verarbeitet ICC (V2) und RT4 auch ICC (V4) Das was du da "Verfahren" nennst ist das Argyll PMCM (Poor Mans Color Management), das aber auch echte ICC-Profile erstellen kann, weil ich damit zB. in der Lage war/bin ein Monitor-ICC-Profil mit Lab Verbindungsfarbraum herzustellen (nach zig Iterationen deltaE <= 0.1). Mit dem XYZ-Verbindungsfarbraum bist du auch nicht viel präziser als wenn du bei einem passenden Umgebungslicht und einem kalibrierten Monitor "auf Sicht" (besser nach Histogramm) den Farbabgleich machst. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
matadoerle Geschrieben 21. August 2011 Share #20 Geschrieben 21. August 2011 Hallo Harald, trinke gerade einen frühen Kaffee; bei uns ist es nicht mehr ganz so heiß und gerade ziehen Wolken auf. Also wollte ich die ausstehenden Fragen mal "laienhaft" beantworten .. Ich fürchte, jetzt habe ich dich verloren. Mir fehlt der Zusammenhang zwischen "professionell" und "ICC Farbprofilen". ICC-Profile können "einfach" und komplex aufgebaut sein; siehe Unterschied V2 und V4. Meine Intention ist für den Hausgebrauch (und nicht für professionelle Fotografen) Profile zu erstellen, die ihm eine gute Basis zur individuellen Verfeinerung bieten. Wenn ich als Fotograf beispielsweise farbverbindliche Ergebnisse erstellen muss, dann komme ich für jede Foto-Session nicht um eine individuelle Messung drum herum .. das sind die Leute, die quasi jeden Tag ihre individuellen Profile erstellen und verwenden. Die dann auch mit LUT und nicht nur einer einfachen Matrix arbeiten. Dabei kann ich denen von hier aus aber NICHT helfen; ich kann nur helfen eine Möglichkeit zu geben um gute Bilder zu entwickeln, und zwar denjenigen die nicht einmal wissen, daß es Profile gibt. Damit die keinen Brechreiz bekommt, wenn sie ihre Bilder entwickeln. Der wohl einzige Zweck eines ICC-Farbprofils ist die Farbverbindlichkeit (aber wie schon bemerkt, wir dürften uns verloren haben).Sind beides komplett unterschiedliche Ansätze.Ich verstehe dich wirklich nicht. Ein ICC-Profil ist ein ICC-Profil ist ein ICC-Profil...Doch! Sind die Referenzdaten nicht genau, dann war es schade um die Zeit für die Messungen (Schätzen wäre dann eine gute Alternative).Da sehe ich aber keinen Zusammenhang zu dem ICC-Farbprofil... warum immer alles schwarz/weiß sehen? Fakt ist: man nehme eine G3, mache Bilder in Raw, lade die in RawTherapee .. und bekommt das Kotzen! Also googelt man herum, bekommt Links und Hinweise, Profildateien zum Einbinden und immer wieder: das gibt nur gute Ergebnisse wenn du mein Bearbeitungsprofil oder Gamma oder Belichtung oder .. so einstellst, wie ich das vorgegeben habe. Dann kommt mir (persönlich) das zweite Mal das Kotzen! Fakt ist: ein Kamerasensor verhält sich nicht ideal; die "nackte" und unreferenzierte Aufnahme ist als nur mit Hilfe zusätzlicher Informationen (über diesen speziellen Sensor) zu einem ansehnlichen Bild zu entwickeln. Genau das ist die Aufgabe eines Raw-Konverters. Und der soll mir gefälligst erlauben, ein hinreichend ansehnliches Bild als Basis zu bekommen. Das ist das Ziel meiner Profile .. .. und ich spreche über RawTherapee. Das ermöglicht es mir, Profile (ICC) zu laden und zu verarbeiten. Und genau die will ich für mich (und den Rest der Welt) erstellen .. einfach weil ich ein freundlicher Mensch bin (und von den "großen" der Branche ziemlich die Schnauze voll habe; wenn ich nämlich das neueste Farbmanagement-Werkzeug der großen einsetze dann funktioniert das mit dem neuesten Konverter und einem Haufen zusätzlicher Bezahlsoftware zusammen - ich will aber als Hobbyist nicht mehr Geld als nötig ausgeben und bin mit 98% "Farbverbindlichkeit" zufrieden). Und jetzt bitte ich um Antwort auf zwei Fragen: Erstens, wenn ich mit dem DNG-Konverter und dem DNG-Profile-Editor (Adobe) ICC-Profile welcher Qualität auch immer erstelle - darf ich die dann jedem in die Hand drücken und in eine freie Software zur Distribution packen? Wie sieht die gleiche Frage aus, wenn ich beispielsweise X-Rote ColorChecker Passport kaufe und ICC-Profile generiere? Zweitens, wie kann ich mit Argyll CMS "bessere" Profile erstellen? Oder gibt es eine andere freie Software, die für RawTherapee funktionierende Profile erstellt? Danke für alle Hinweise, Gruß Thorsten Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
matadoerle Geschrieben 21. August 2011 Share #21 Geschrieben 21. August 2011 Hallo Harald, Im Text-Tag sind die Kurven abgespeichert. Die beiden Matrizen (RGB->XYZ und XYZ->RGB) sind schon ICC konform, aber bar jeden Zusammenhangs. bar welchen Zusammenhangs? Du mußt dir nur immer im Klaren sein, daß du da Argyll-Farbprofile (eingebettet in den Text-Tag einer ICC-Profildatei) herstellst, die mit (echten) ICC-Profilen absolut nichts gemein haben (ausser die Dateierweiterung und die Tag-Bezeichnung). warum werden die anscheinend von RawTherapee trotzdem interpretiert und führen zu annehmlichen Ergebnissen (bei mir - Problem Illu klären wir noch; auch gerne hier, wenn es einen ZUsammenhang gibt). Wie schon gesagt, für die Adobe Spielwiese genügt das ColorChecker Target und dafür brauchst du kein Geld in x-rite investieren - ausser du willst damit deinen Monitor kalibrieren. wie du mir vorhergesagt hast, sind die Targets ja ebenfalls mit Abweichungen produziert. Zu dem mir heute vorliegenden habe ich nicht einmal ein Messprotokoll. Also habe ich das gestern selber erstellt .. (mit dem X-Rite ColorMunki, der mir auch bei der Monitorkalibrierung dienlich ist). Das was du da "Verfahren" nennst ist das Argyll PMCM (Poor Mans Color Management), das aber auch echte ICC-Profile erstellen kann, weil ich damit zB. in der Lage war/bin ein Monitor-ICC-Profil mit Lab Verbindungsfarbraum herzustellen (nach zig Iterationen deltaE <= 0.1). Mit dem XYZ-Verbindungsfarbraum bist du auch nicht viel präziser als wenn du bei einem passenden Umgebungslicht und einem kalibrierten Monitor "auf Sicht" (besser nach Histogramm) den Farbabgleich machst. PMCM wäre genau das richtige, wenn es funktioniert und der Betrachter/Bearbeiter schon mal die Kotzschüssel unterm Bett stehen lassen kann. Was hat jetzt ein ICC-Kameraprofil (.icm) mit dem Monitorprofil (.icc) zu tun? Das sind doch vollkommen verschiedene Baustellen und ich will auf keinen Fall mein Kamera-Profil auf meinen Monitor oder den irgendeines anderen anpassen. Ich will einfach ein passables Bild, wenn ich das in RawTherapee entwickle (und zwar schon ohne Eingriffe, als Basis). Und ich bin schon zufrieden, wenn dessen farbliche Eigenschaften sich in einem Bereich bewegen, die beispielsweise der Hersteller für seine JPEGs rauswirft .. ich bin aber froh, wenn es besser wird bzw. kann auf dessen (Hersteller) Interpretation auch gerne verzichten - da entwickle ich lieber eine eigene. Gruß Thorsten Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
matadoerle Geschrieben 21. August 2011 Share #22 Geschrieben 21. August 2011 So, und jetzt noch ein Statement: Ich habe mich in den vergangenen Wochen nur deshalb mit RawTherapee auseinandergesetzt, weil ich von der deutschen Vertriebspolitik Silkypix die Schnauze voll habe! Es gibt bereits ein G3-Profil (oder wie auch immer man nennen mag, was bei Silkypix anständige Farben produziert). Aber NICHT in Deutschland und nicht für Zahlkunden (sondern nur im freien und abgespeckten Silkypix Developer Studio SE für Panasonic). Es gibt kein (Adobe) ACR, PS bzw. Lightroom, womit man G3-Raw-Bilder verarbeiten kann! Es gibt kein CaptureOne und sonst keinen Profi, der das kann. Mit RawTherapee (4.x) und einem Profil von Huelight geht das aber schon - und zwar sehr ansehnlich. Also arbeite ich mich ein, erstelle das Handbuch und freue mich über eine kostenlose Alternative, die außerdem insgesamt mittlerweile einen sehr ausgewogenen Eindruck macht. Und mir die Ergebnisse erlaubt, die ich erzeugen will. Ich werde mir für meinen eigenen Bedarf zwar noch eine "professionelle" Lösung besorgen, aber das ist nicht Bestandteil dieses Threads - hier geht es um kostenfreie und einfache Möglichkeiten, wie man mit etwas gutem Willen zu akzeptablen Ergebnissen kommt. Als Amateur und auch mit kleiner Breiftasche .. es reizte mich schon immer, den Profi mit guter Amateur-Arbeit unter Druck zu setzen. Er muss (und darf es gerne) besser können (und dafür Geld verlangen) - aber wenn ich Geld ausgebe, dann möchte ich eine befriedigende und saubere Lösung und kein Herumgetaper und Verschlafen, wie das die Profis zur Zeit wohl "üben". Gruß Thorsten Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 21. August 2011 Share #23 Geschrieben 21. August 2011 Im Text-Tag sind die Kurven abgespeichert. Die beiden Matrizen (RGB->XYZ und XYZ->RGB) sind schon ICC konform, aber bar jeden Zusammenhangs... welcher Zusammenhang fehlt ? Du mußt dir nur immer im Klaren sein, daß du da Argyll-Farbprofile (eingebettet in den Text-Tag einer ICC-Profildatei) herstellst, die mit (echten) ICC-Profilen absolut nichts gemein haben (ausser die Dateierweiterung und die Tag-Bezeichnung). auch hier wieder, was fehlt dem Argyll-ICC-Profil zu einem "echtem" ICC-Profil ? Das was du da "Verfahren" nennst ist das Argyll PMCM (Poor Mans Color Management), das aber auch echte ICC-Profile erstellen kann, weil ich damit zB. in der Lage war/bin ein Monitor-ICC-Profil mit Lab Verbindungsfarbraum herzustellen (nach zig Iterationen deltaE <= 0.1). Argyll war für mich in den letzten Jahre die einzige Möglichkeit, mit der ich meinen Monitor direkt unter Linux kalibrieren konnte (und daher keine Windows-Partition mehr benötigt habe). Mit dem XYZ-Verbindungsfarbraum bist du auch nicht viel präziser als wenn du bei einem passenden Umgebungslicht und einem kalibrierten Monitor "auf Sicht" (besser nach Histogramm) den Farbabgleich machst. Mit ArgyllCMS kannst du ja auch LAB- statt XYZ Profile erzeugen, bzw auch Profile mit Lookup-Tables (LUT), statt einfachen Matrizen. Warum du abwertend von Zitat: "Argyll-Farbprofile (eingebettet in den Text-Tag einer ICC-Profildatei)" sprichst, ohne zu sagen, was deiner Meinung diesem ICC-Farbprofil fehlt, verstehe ich einfach nicht. Wenn es dir nur um exaktere Farbprofile geht, dann wirst du vermutlich ICC-LUT-Profile im LAB Farbraum verwenden wollen, die auch mit Argyll CMS erzeugt werden können. btw. Zusatzfrage: bieten "unsere" Kameras eine so hohe Farbempfindlichkeit, daß sich eine exaktere Profilierung auszahlt ? Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 21. August 2011 Autor Share #24 Geschrieben 21. August 2011 Hallo Günter! welcher Zusammenhang fehlt ?Ohne genaue Kenntnis des Aufbaus eines ICC-Profiles ist das schwer zu erklären.auch hier wieder, was fehlt dem Argyll-ICC-Profil zu einem "echtem" ICC-Profil ?Ich sehe schon, ich muß eine Kurzeinführung verfassen, weil offenbar nicht bekannt ist, wie ein ICC-Profil ausschaut. Aber das würde den heutigen Abend sprengen, bitte laß mir etwas Zeit um das halbwegs verständlich aufzubauen. Fakt ist jedenfalls, daß das, was uns der Thorsten da produziert hat, kein ICC-Profil ist, das man nach den "Regeln" verwenden kann. Argyll war für mich in den letzten Jahre die einzige Möglichkeit, mit der ich meinen Monitor direkt unter Linux kalibrieren konnte (und daher keine Windows-Partition mehr benötigt habe). Auch ich habe meinen Monitor mit Argyll (unter Windows XP) kalibriert. Das Argyll selbst kann offenbar echte ICC-Profile generieren. Aber was da für RT angelegt wird, paßt einfach nicht ins Bild.Ich habe ja schon versucht, einen echten ICC-Profile dem RT vorzusetzen, aber da kommt nur ein schwarzes Bild heraus und wenn man die Warteschlange startet, verreckt RT. Mit ArgyllCMS kannst du ja auch LAB- statt XYZ Profile erzeugen, bzw auch Profile mit Lookup-Tables (LUT), statt einfachen Matrizen. Ja, das weiß ich ja alles.Warum du abwertend von Zitat: "Argyll-Farbprofile (eingebettet in den Text-Tag einer ICC-Profildatei)" sprichst, ohne zu sagen, was deiner Meinung diesem ICC-Farbprofil fehlt, verstehe ich einfach nicht.Der vorliegenden Datei (Endung *.ICM) fehlt praktisch alles, was ein ICC-Profil beinhalten muß.RT geht offenbar einen komplett anderen Weg des Farbmanagements und verwendet Daten aus einem Text-Tag. So sieht zB. ein echtes ICC-Profil für die Panasonic G1 aus (wenn du mir eine E-Mail Adresse per PN schickst, dann schicke ich dir dieses ICC-Profil mit ca. 220kb): Processing PANASONICG1-GENERIC.ICM IccProfileLength 219316 at 00144ba8 Profile size 219316 CMM Type signature 'scnr' Profile version number 02.10 Profile/Device Class signature 'scnr' (Input device) Color space of data 'RGB ' Profile Connection Space (PCS) 'Lab ' Primary Platform signature 'POne' Profile flags 00020000 Profile cannot be used independently from the embedded color data Profile attributes 00000000 (Reflective/Glossy/Positive/Color) Rendering intent 00000000 Perceptual TagCnt 12 0 desc 00035874 63 'desc' PanasonicG1-Generic 1 cprt 00035830 68 'text' Copyright (c) 2005-2009 Phase One A/S. All rights reserved. 2 rXYZ 00000114 20 'XYZ ' X 0.52473 Y 0.28487 Z 0.030304 3 gXYZ 00000128 20 'XYZ ' X 0.38142 Y 0.69965 Z 0.17915 4 bXYZ 0000013c 20 'XYZ ' X 0.0797577 Y 0.0323486 Z 0.6395 diese drei Tags liefern die Werte für die ganz unten stehende XYZ-RGB und RGB->XYZ Matrizen 5 rTRC 00000150 524 'curv' Size 524 ArrayCnt 256 i 256 Must use Lut 6 gTRC 0000035c 524 'curv' Size 524 ArrayCnt 256 i 256 Must use Lut 7 bTRC 00000568 524 'curv' Size 524 ArrayCnt 256 i 256 Must use Lut Und diese drei Kurven stellen den - von mir bemängelten - Zusammenhang zu den beiden erwähnten Matrizen her. 8 wtpt 00000774 20 'XYZ ' X 0.96449 Y 1 Z 0.82437 9 bkpt 00000788 20 'XYZ ' X 0 Y 0 Z 0 Hier findest du wieder Weiß- und Schwarzpunkt. Ganz wie es gehört, auf Y = 1 normiert und schwarz auf 0/0/0 10 A2B0 0000079c 217222 'mft2' InputCh 3 OutputCh 3 GridPoints 33 NoInput 256 NoOutput 2 InputSize 768 OutputSize 6 ClutSize 107811 Matrix: Identmatrix Input: Must use Lut Output: Linear Clut: Und das ist das Herzstück eines ICC-Profiles, die "A2B0" LookUpTable. diese ist wohl in reiner Textform für RT in einem Text-Tag untergebracht. 11 tech 00035824 12 'sig ' Die beiden Matrizen sind im Klartext (das macht mein ICC-Profil-Leseprogramm) nochmals zur Anschaulichkeit dargestellt und aus obigen Werten generiert (samt der inversen Matrix) XYZ -> RGB 0.5247 0.2849 0.0303 0.3814 0.6996 0.1792 0.0798 0.0323 0.6395 RGB -> XYZ 2.6764 -1.0981 0.1808 -1.3917 2.0190 -0.4997 -0.2634 0.0348 1.5665 Wenn es dir nur um exaktere Farbprofile geht, dann wirst du vermutlich ICC-LUT-Profile im LAB Farbraum verwenden wollen, die auch mit Argyll CMS erzeugt werden können. Es geht jetzt garnicht mehr um die Exaktheit der Profile (Lab wäre XYZ vorzuziehen), es geht darum, daß die notwendigen Daten (LookUpTable) nicht in der für einen ICC-Profile vorgesehen Art in der Datei stehen, sondern als Text...btw. Zusatzfrage: bieten "unsere" Kameras eine so hohe Farbempfindlichkeit, daß sich eine exaktere Profilierung auszahlt ?Ja, das zahlt sich immer aus.Der einfache Weg über die Konversionsmatrix Kamera-RGB nach sRGB (wie es auch RT default macht) gibt ja schon alleine recht brauchbare Ergebnisse. Mittels Profilierung kannst du dann auch noch die feinsten Farbtonabstufungen rauskitzeln. Was glaubst du, warum zB Capture One ausschließlich ICC-Profile (wie obiges Beispiel für die G1) verwendet? Selbst die Adobe Produkte verwenden ihre eigenen DNG-Profile und erreichen damit schon so einiges. Thorsten hat schon mehrmals ICC Version 2 und 4 erwähnt. Die Version 2 hat einige Mängel die sich hauptsächlich beim Proof von Druckerdateien bemerkbar machen (da muß man ja das Druckergamut am Bildschirm abbilden) und nur mühsam zu umschiffen sind. In Version 4 ist das nun (schon seit 2005 glaube ich) behoben. Aber Achtung, alle (mir) bekannten ICC-Profile melden sich als Version 2 um kompatibel zu bleiben, auch wenn sie eigentlich schon nach Version 4 aufgebaut sind. Wahrscheinlich kann keine handelsübliche Software was mit Version 4 anfangen und gibt auf. Die Version 4 hat keine neuen Tags, sie beschreibt nur eindeutig, welche Tags mindestens verfügbar sein müssen (kurz gesagt). Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gms Geschrieben 21. August 2011 Share #25 Geschrieben 21. August 2011 Hallo Harald! für mich ist das ja alles Neuland; außer meiner oben erwähnten Monitorkalibrierung und der Anwendung von Ausgabe-ICC Profilen habe ich mich mit dem Thema noch nicht tiefer befaßt und bin völlig unbedarft hier reingerutscht Daher sind alle Aussagen von mir sicherlich mit Vorsicht zu genießen! Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, daß du bei den Profilen von Thorsten Dinge vermißt ( Lookup-Tables ?), die es nur bei den LUT-basierenden Profilen gibt und nicht bei den Matrizen-basierenden Profilen Hinsichtlich ihres inneren Aufbaues unterscheidet man Matrix-Profile und LUT-Profile (look up table). Matrix-Profile verwendet man vorzugsweise für Geräte, deren Farbverhalten von relativ wenigen Einflüssen abhängig ist und sich deshalb hinreichend gut z. B. in Form einer 3x3-Umrechungsmatrix beschreiben lässt. Die Dateigröße von Matrixprofilen ist relativ klein (wenige Kilobyte). LUT-Profile finden für Geräte Anwendung, deren Farbverhalten von vielen Faktoren abhängt und zu komplex ist, als dass es sich über eine einfache Matrix-Transformation hinreichend genau beschreiben ließe. LUT-Profile können bis zu mehrere Megabyte groß sein. Das von dir gepostete ICC-Profile ist offenbar ein LUT-Profil, zumindest kommt der Text "Must use Lut" drinne vor Gruß Günter Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Empfohlene Beiträge
Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren
Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können
Benutzerkonto erstellen
Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!
Neues Benutzerkonto erstellenAnmelden
Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.
Jetzt anmelden