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Hi!

 

Wie funktioniert die Kamerakalibrierung in Lightroom 3 (benutze zwar seit einiger Zeit Lightroom 3 beta, bin diesbezüglich aber nicht durchgestiegen)?

1. wenn man es selbst macht

2. wenn man sich Profile irgendwo (?) donwloaded

 

Zu 2. Jemand sagte mir einmal, die Profile gibts bei Adobe (?) zum download und führen zu wesentlich besseren Ergebnissen. Wo genau finde ich die Profile, hier für Sony und KonicaMinolta. Kostenfrei oder kostenpflichtig?

 

Zu 1. Es gibt im Farbraum glaube ich so um die 32 Millionen unterschiedliche Farbtöne. Wenn man händisch visuell im Rahmen der Profilerstellung für Lightroom Fartöne auswählen muss, z.B. in einem testchart mit einer überschaubaren Anzahl von Feldern, glaube ich nicht, dass ich dies erstens sehr gut hinbekomme und dass das zweitens ausreichend ist, um ein Foto aus der Kamera, das potentiell 32 Millionen unterschiedliche Farbtöne aufweist, ausreichend anzupassen.

 

Der Grund der Frage ist eigentlich folgender:

Lightroom finde ich wegen der guten Bildverwaltung (Aussortieren und Löschen ist mir auch sehr wichtig) sehr gut, die Farbdarstellung bezogen auf Sony und KM Kameras finde ich im Vergleich zu DXO eher bescheiden. Lightroom hat zwar viele Farbregler, DXO bietet mir jedoch sehr schöne Ergebnisse, die ich ausgehend von einer lightroom Darstellung:

1. gar nicht erst imaginieren kann

2. dann auch nicht mit den vielen Farbreglern nachstellen könte, falls 1. doch der Fall wäre. Ich denke, mit globalen Einstellungen wäre es auch nicht getan, da auch die unterschiedlichen Helligkeitsniveaus in den Bildern bez. der Farbdarstellung eine Rolle spielen.

 

Ich überlege nun, ob ich mit Profilierung das Problen nicht doch lösen könnte.

Ratschläge sollten wenn möglich erst einmal das Szenario auf die Bildschirmdarstellung reduzieren und das Drucken ggf. separat behandeln.

Also Abstimmung auf meine Monitoransicht.

 

Schönen Dank schonmal.

Ideal wäre, wenn ich mir DXO und Lightroom kaufe, dafür bin ich aber eigentlich ein zu geiziger Mensch.

Derzeit nutze ich C1, Lightroom beta und den Sony Konverter.

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Das sind viele Themen und Fragen auf einmal...

 

Der Reihe nach:

1) Ein Kameraprofil gilt nur für eine ganz bestimmte Beleuchtungssituation und keinesfalls ganz allgemein!

2) Ein solches Profil kann man an Hand von Farbtafeln unter völlig farbneutralem Normlicht mit entsprechender Auswertesoftware selber erstellen. Es gilt dann aber eben nur unter Normlicht.

3) Ein Kameraprofil lässt sich zum Beispiel mit x-rite ColorChecker Passport + zugehöriger Software (aus einer DNG-Datei) erzeugen und in Adobe Lightroom und in Adobe Camera RAW (ACR) einbinden. In C1 ist das leider noch nicht möglich. Es gilt - wie oben - nur für die Beleuchtungssituation während der Aufnahme, erlaubt aber zusätzlich und gleichzeitig auch noch den Weißabgleich (mit der Pipette).

 

4) Die Farben kommen nur auf einem kalibrierten und profilierten Monitor korrekt. Ein Kameraprofil ohne kalibrierten und profilierten Monitor macht keinen Sinn! Für die Ansicht auf einem unkalibrierten Standardmonitor braucht man kein Kameraprofil...

 

5) Farbkorrekte Ausdrucke (unter Normlicht) erhält man nur nach Profilierung des Druckers mit individuellen ICC-Druckerprofilen (vom Dienstleister)! Diese ICC-Druckerprofile gelten dann nur für den Drucker, die Papiersorte und die Tinte, die bei der Erstellung der Profile verwendet wurden. Heruntergeladenen Profile von Papier- oder Drittherstellern sind nie optimal!

 

6) Die Farben von RAW-Konvertern weichen zum Teil erheblich von den Originalfarben des Aufnahmeorts ab. Eine recht gute Annäherung an die originalen Farben liefert ACR in der Einstellung "Standard", NICHT in der Einstellung "Automatisch"! PhaseOne CaptureOne (C1) glänzt zwar in feinster Detailauflösung, schwächelt aber in den Farben.

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Danke schon mal für die Antwort.

 

Zu:

1) super, die Vielfalt/Dimensionsvielfalt des Farbanpassungsbedarfs infolge unterschiedlicher Belichtungssituationen bzw. Helligkeitsverteilungen innerhalb des Bildes hatte ich ähnlich vermutet. Bestätigung tut gut, detailiertere Ausführung lehrt.

 

2) ok, das hiesse also beispielsweise ganz praktisch für den Reisefotografen, der morgens, mittags und abends bei wolkenfreiem Himmel an Indiens Küste fotografiert, dass er erstens von der Farbtafel vor Ort in den drei genannten Situationen Aufnahmen machen muss, diese dann zuhause zur Erstellung von drei Profilen verwendet und das jeweils richtige Profil den jeweiligen Einzelaufnahmen zuordnen muss. Richtig verstanden? Für den Fall, dass der Reisefotograf es ganz richtig machen möchte.

 

3) ich nehme an, dass der x-rite ColorChecker Passport eine Farbtafel ist, die man kaufen kann und dazu eine Software erhält. Unter € 100?

 

4) Bezogen auf Qualität gemessen an einem absoluten Wert (naturechte Farbe nenne ich es einmal) kann ich Deine Aussage nachvollziehen. Die Monitorprofilierung käme sicher auch für mich in Betracht, zunächst kam es mir jedoch auf die relative Qualitätsverbesserung bezogen auf die Farbdarstellung, die ich bei DXO für meine Kameras sehe (bei anderen Herstellern mag das anders sein), an. Subjektiv (und darauf kommt es mir an), erscheinen die Farben bei DXO nuancenreicher, natürlicher, echter, realit#tsnäher bei DXO. Da mir lightroom bez. der Bildverwaltung so gut gefällt, interessiert mich, ob ich durch Verwendung von Kameraprofilen lightroom in diese Richtung bringen kann. DXO Farben gefallen mir über einen längeren Zeitraum so gut, so dass Veränderungen der Monitordarstellung über längere Betriebszeit nicht wirklich einen sichtbaren Einfluss gehabt haben mögen. Solche Veränderungen der Monitordarstellung würden sich auch auf beide Programme auswirken, so dass deren relative Unterschiede in der Farbdarstellung sich zueinander gar nicht so gross verändern dürften.

Macht deshalb die Verwendung von Kameraprofilen in lightroom bei meiner konkreten Zielstellung nicht doch auch ohne Monitorkalibrierung Sinn?

 

5) Mit dem Drucker beschäftige ich mich morgen, neues Thema, zu spät für heute;-)

 

 

6) Werde Standard im Vergleich zu automatisch hinsichtlich der Farbdarstellung genauer unter die Lupe nehmen.

 

Danke für das Interesse an meiner Frage und den differenzierten Informationsaustausch!!, Winsoft

 

 

 

Das sind viele Themen und Fragen auf einmal...

 

Der Reihe nach:

1) Ein Kameraprofil gilt nur für eine ganz bestimmte Beleuchtungssituation und keinesfalls ganz allgemein!

2) Ein solches Profil kann man an Hand von Farbtafeln unter völlig farbneutralem Normlicht mit entsprechender Auswertesoftware selber erstellen. Es gilt dann aber eben nur unter Normlicht.

3) Ein Kameraprofil lässt sich zum Beispiel mit x-rite ColorChecker Passport + zugehöriger Software (aus einer DNG-Datei) erzeugen und in Adobe Lightroom und in Adobe Camera RAW (ACR) einbinden. In C1 ist das leider noch nicht möglich. Es gilt - wie oben - nur für die Beleuchtungssituation während der Aufnahme, erlaubt aber zusätzlich und gleichzeitig auch noch den Weißabgleich (mit der Pipette).

 

4) Die Farben kommen nur auf einem kalibrierten und profilierten Monitor korrekt. Ein Kameraprofil ohne kalibrierten und profilierten Monitor macht keinen Sinn! Für die Ansicht auf einem unkalibrierten Standardmonitor braucht man kein Kameraprofil...

 

5) Farbkorrekte Ausdrucke (unter Normlicht) erhält man nur nach Profilierung des Druckers mit individuellen ICC-Druckerprofilen (vom Dienstleister)! Diese ICC-Druckerprofile gelten dann nur für den Drucker, die Papiersorte und die Tinte, die bei der Erstellung der Profile verwendet wurden. Heruntergeladenen Profile von Papier- oder Drittherstellern sind nie optimal!

 

6) Die Farben von RAW-Konvertern weichen zum Teil erheblich von den Originalfarben des Aufnahmeorts ab. Eine recht gute Annäherung an die originalen Farben liefert ACR in der Einstellung "Standard", NICHT in der Einstellung "Automatisch"! PhaseOne CaptureOne (C1) glänzt zwar in feinster Detailauflösung, schwächelt aber in den Farben.

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Wer nicht unbedingt farbverbindliche Auftragsfotos machen muss, benötigt weder ein Kameraprofil, noch eine Farbtafel!

 

Wer in RAW und mit AWB fotografiert, kann sich im RAW-Konverter die Farben in Lust und Laune nach seinem Geschmack zurecht biegen. Dann reicht auch ein unkalibrierbarer Standardmonitor völlig aus.

 

Ebenso bieten viele Kameras bereits in JPEG und geeigneten internen Einstellungen persönlich zufriedenstellende Farben.

 

Als Urlaubs- und Familienfotograf sollte man den Aufwand wirklich nicht zu hoch treiben, sondern lieber unbeschwert knipsen und sich im Übrigen dem Urlaubsgenuss und der Familienfreude hingeben. Denn mit übereifrigem Geknipse nervt man nur seine Angehörigen und bringt sich selber um Urlaubsfreuden...

 

Das ist jetzt alles sehr erst gemeint!

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Hallo!

Ein Kameraprofil lässt sich zum Beispiel mit x-rite ColorChecker Passport + zugehöriger Software (aus einer DNG-Datei) erzeugen und in Adobe Lightroom und in Adobe Camera RAW (ACR) einbinden. In C1 ist das leider noch nicht möglich.

Gibt es den ICC-Profile-Editor in C1 Pro nicht mehr?

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Wer nicht unbedingt farbverbindliche Auftragsfotos machen muss, benötigt weder ein Kameraprofil, noch eine Farbtafel!

 

Wer in RAW und mit AWB fotografiert, kann sich im RAW-Konverter die Farben in Lust und Laune nach seinem Geschmack zurecht biegen. Dann reicht auch ein unkalibrierbarer Standardmonitor völlig aus.

 

Ebenso bieten viele Kameras bereits in JPEG und geeigneten internen Einstellungen persönlich zufriedenstellende Farben.

 

Als Urlaubs- und Familienfotograf sollte man den Aufwand wirklich nicht zu hoch treiben, sondern lieber unbeschwert knipsen und sich im Übrigen dem Urlaubsgenuss und der Familienfreude hingeben. Denn mit übereifrigem Geknipse nervt man nur seine Angehörigen und bringt sich selber um Urlaubsfreuden...

 

Das ist jetzt alles sehr erst gemeint!

 

Leider ist es so, dass das Hin-und Herverbiegen mit den lightroom Reglern nicht wirklich zielführend ist, wie ich ja schon beschrieb. Insofern werde ich mir lightroom nicht alleine fürs Bildersortieren kaufen, alleine dafür ist es mir zu teuer. Für Sony Kameras liefern hinsichtlich der Farben der Sony Konverter und DXO einfach die besseren Ergebnisse. Ich dachte, durch die Kameraprofilierung könnte ich das Qualitätsniveau heben, dem scheint nach Deinen Ausführungen jedoch nicht so zu sein. Zumindest sofern man nicht sehr hohen und differnzierten Aufwand abhängig von den Lichtverhältnissen treibt.

Einen Grund, auf die mitgegebene und einfach verfügbare Qualität von DXO und Sony Konverter zu verzichten, sehe ich nicht, da ich die Bildverwaltung von lightroom zur Not auch auf anderem Wege lösen kann.

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Die Kalibrierung hat m.E. nur Sinn, wenn professionelle Werbefotos (Mode, Produkte etc.) zu machen sind.

Hier müssen die Farben zu 100 % getroffen werden, was aber auch nachträglich zu korrigieren ist.

 

Für uns "Normalverbraucher" halte ich die Forderung allerdings für ziemlich überzogen.

Bearbeite Deine Fotos einmal aktuell, direkt nach der Aufnahme und Du bist überzeugt, es stimmt alles.

Nach einem Jahr sieht aber alles anders aus und Du wirst Dich über die alten Dinger ziemlich wundern.

 

MfG Dieter, seit 50 Jahren am "Drücker"

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