leicanik Geschrieben 20. März 2010 Share #51 Geschrieben 20. März 2010 Werbung (verschwindet nach Registrierung) @Leicanik Du hattest "ein RAID-System sei als Sicherung gerade nicht geeignet (im Zweifelsfall sei beides weg...)" zitiert. Darauf mein Antwort. Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Ich hatte das so verstanden, daß man bei der Nutzung eines RAID als Backup sich in der trügerischen Sicherheit einer doppelten Sicherung wiegt, dies aber u.U. nicht der Fall ist. Worin siehst du denn den Vorteil, auf RAID zu sichern und nicht einfach auf einzelne externe Platten? Vielleicht habe ich da etwas noch nicht richtig kapiert, aber mein bisheriges Verständnis war genau so, wie es Thorsten (Matadoerle) oben erklärt hat. Gruß, leicanik Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Werbung Geschrieben 20. März 2010 Geschrieben 20. März 2010 Hi leicanik, Das könnte für dich interessant sein: Archivfestigkeit 500 Jahre!!! . Da findet jeder was…
schubbel Geschrieben 21. März 2010 Share #52 Geschrieben 21. März 2010 Im DSLR-Forum habe ich gerade heute gelesen, ein RAID-System sei als Sicherung gerade nicht geeignet (im Zweifelsfall sei beides weg...)Gruß, leicanik Wer sacht den sowas? Wenn irgendwas sicher ist, dann ist es Raid. Allerdings nur Raid 5 oder 10. Raid ist insofern unsicher, als dass hier Datenverluste fast ausschließlich durch Fehlbedienung passieren. Das ist, vor allem bei Konfiguration und im Störungsfall, nicht eben trivial. Die Daten werden dann oft kaputtgerettet. Für den normalen Anwender gibt es aber inzwischen - Netbooks sei dank - bezahlbare (ab knapp 400€) und sichere Server mit automatisch konfigurierten Raid Systemen oder mit WHS (gleiche Wirkung nur unterschiedliches Verfahren), diedie Daten automatisch sichern. Bei einem Fehler werden dann defekte Platten einfach im laufenden Betrieb getauscht und die Spiegelung wird anschließend vom Server automatisch wieder hergestellt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
schubbel Geschrieben 21. März 2010 Share #53 Geschrieben 21. März 2010 Jaein, erstmal muss ich dazu sagen, dass die Platten im USB-Betrieb extern laufen und nur eher selten am PC hängen, von daher werden sie schon mal vor Verschleiss oder negativen Fremdeinwirkungen geschont. Eben nicht. Platten sind am besten vor Verschleiß geschützt, wenn sie nicht an und aus geschaltet werden, weswegen Server und deren Speicher nie ohne Störung oder Wartung ausgeschaltt werden. Die Platte, die immer durchläuft, lebt am längsten. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
schubbel Geschrieben 21. März 2010 Share #54 Geschrieben 21. März 2010 Einmal aus Versehen "rm -rf /" getippt, und dein RAID 1 befördert die Daten mit Höchstgeschwindigkeit ins Nirvana. Deshalb als Faustregel - RAID erhöht die Verfügbarkeit, auf Backups kann man deswegen nicht verzichten. Mal abgesehen von dem gerade genannten Fall ist ein RAID natürlich trotzdem einiges sicherer als eine einzelne Festplatte. Ich würde trotzdem regelmäßig ein Backup ziehen. Gemeint ist ja Raid als Sicherungssystem. Für den laufenden Betrieb würde ich eh' höchstens Raid zur Geschwindigkeitssteigerung einsetzen. Und wer am Server mit Adminrechten in die Konsole geht, hat ein (aktuelles) Backupsystem, oder dem gehört kräftig auf die Finger gehaun. Da haben schon eifrige Spielmatzen, ganze Firmenbestände über den Jordan gehauen. Ich finde daher das Konzept von WHS besonders toll. Die Konsole ist erstmal weg. Es gibt nur eine Bedienoberfläche für den Anwender und das Festplattenmanagement macht das BS. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
wjb Geschrieben 21. März 2010 Share #55 Geschrieben 21. März 2010 Die Diskussion finde ich gar nicht so OT. Was der WDR da berichtete ist nur das eine Extrembeispiel. Das andere Extrem ist die private Vorsorge, das "Familiengedächtnis" in Form von Fotos, Videos, ... zu erhalten. Die eingesetzten Mittel und der angepeilte Zeitraum unterscheiden sich, die Ziele sind die gleichen. Vielleicht sollten wir mal die verschiedenen Anwendungsfälle unterscheiden. In einem Serverraum macht ein Raid Array zur Erhöhung der Verfügbarkeit und Verbesserung des Datendurchsatzes (in der Praxis häufig Raid 5) eine gute Figur. Dort laufen die Server und Platten auch permanent durch und jeder Admin vermeidet möglichst jedes Ausschalten. Beim Einschalten ist wie oben erwähnt öfter auch mal eine Platte defekt - allerdings hat die Platte dann auch meist eine ganze Menge Betriebsstunden hinter sich. In Servern werden Festplatten verbaut, die auf Dauerbetrieb optimiert sind. Backups werden in solch einem Umfeld nicht auf Platten sondern auf Bandkassetten (per Roboter bedient) in einem anderen Raum/Gebäude/Standort erstellt. Für die Backups wird Software wie rsnapshot o.ä. eingesetzt, die nur das sichert, was auch verändert wurde und so Platz auf den Medien spart. Da ich für meine Heimanwendung keinen permanent laufenden Server haben will (Stromverbrauch, Krach) reicht mir bisher eine externe Festplatte, die nur zur Sicherung per rsnapshot angeschlossen wird. Da ist dann der angesprochene Aspekt der Folge von Sicherungen abgedeckt, da tägliche, wöchentliche und monatliche Stände (konfigurierbar) gehalten werden. Zusätzlich brenne ich alles besonders Wichtige noch ca. zweimal jährlich auf DVDs und deponiere diese bei meinem Sohn, sodass selbst im Falle eines Brandes hoffentlich nicht alles verloren ist. Sollte die externe Platte ausfallen, habe ich ja noch alle Originale und kann die Backup-Platte umgehend ersetzen. Wenn aber ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt ein Programm Amok läuft und alle Platten löscht ... Na ja, als Hobbyist kann ich mit dem Risiko leben. Müsste ich mit den Daten mein Geld verdienen, würde ich das Risiko nicht eingehen. Einen schönen Sonntag noch wünscht Willi Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
carlosdivega Geschrieben 31. August 2010 Share #56 Geschrieben 31. August 2010 (bearbeitet) Hallo Alle, jede Archivierung welche ein Lesegerät erfordert ist problematisch. Hier ein Beispiel aus der Wissenschaft: Ich hatte die Gelegenheit vor ein paar Jahren eine Privatführung im HQ der ESO in Garching bei München zu bekommen. Die ESO hatte damals ein riesen Projekt der NASA übernommen. Hunderte alte Datenbänder der NASA aus den 70ern!!! waren aus Zeitgründen noch nicht gesichtet und ausgewertet worden. Die Datenbänder enthielten Daten von Raumsonden. Die ESO hatte dies übernommen. Das Problem war nicht der Zustand der Datenbänder. Es war das Problem, Bandlesegeräte für diese Bänder zu bekommen. Gleiches wird wohl in Zukunft für optische Medien wie CD, DVD usw. gelten. Carlos Di Vega bearbeitet 31. August 2010 von carlosdivega Zusatz Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
immodoc Geschrieben 31. August 2010 Share #57 Geschrieben 31. August 2010 Werbung (verschwindet nach Registrierung) jede Archivierung welche ein Lesegerät erfordert ist problematisch. Die ESO hatte dies übernommen. Das Problem war nicht der Zustand der Datenbänder. Es war das Problem, Bandlesegeräte für diese Bänder zu bekommen. Hi, die Archivierung ohne Lesegerät ist auch nicht unproblematisch. Alles in Glas gravieren oder Stein meisseln? Zur elektronischen Archivierung gehört die Systempflege und in regelmäßigen Zeitabständen die Datenmigration. Die Datensicherung ist ja selbstverständlich. Also, auf Festplatten und Archiv-CDs sichern. Und die Festplatten spätestens nach 4 Jahren austauschen. Alles andere ist leichtsinnig, meint immodoc! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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immodoc Geschrieben 31. August 2010 Share #58 Geschrieben 31. August 2010 Hi, die Archivierung ohne Lesegerät ist auch nicht unproblematisch. Alles in Glas gravieren oder Stein meisseln? Zur elektronischen Archivierung gehört die Systempflege und in regelmäßigen Zeitabständen die Datenmigration. Die Datensicherung ist ja selbstverständlich. Also, auf Festplatten und Archiv-CDs sichern. Und die Festplatten spätestens nach 4 Jahren austauschen. Alles andere ist leichtsinnig, meint immodoc! Sorry, ich hatte noch vergessen, die Formate zu erwähnen. Stets nur gängige Dateiformate verwenden. Sollte ein heute gängiges Format künftig nicht mehr unterstützt werden, rechtzeitig in ein neues, gängiges Format konvertieren. Ich habe übrigens 10000 eigene Dias digitalisiert. Ich bin gespannt, ob meine Digitalisierungen länger verfügbar sind als die Originale, die ich in meiner Vorsichtigkeit aufbewahre. Schönen Abend, wünscht immodoc! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
leicanik Geschrieben 31. August 2010 Share #59 Geschrieben 31. August 2010 ...Stets nur gängige Dateiformate verwenden. Sollte ein heute gängiges Format künftig nicht mehr unterstützt werden, rechtzeitig in ein neues, gängiges Format konvertieren...Yepp - womit sich übrigens das Verständnis von RAW als "digitalem Negativ" verbietet. Die RAW-Formate ändern sich dermaßen schnell, daß eine Archivierung von RAWs eigentlich keinen Sinn macht. Sinnvoll erscheint mir JPEG, TIFF und vielleicht DNG.Gruß, leicanik Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Dani R. Geschrieben 1. September 2010 Share #60 Geschrieben 1. September 2010 Diese Angst, RAW könnte aussterben, verstehe ich nicht ganz. Auch die neueste Office-Version kann doch Dokumente aus der ersten Version öffnen. O.K., wenn in fünf Jahren eine neue SW-Schmiede mit dem ultimativen RAW-Tool einsteigt, besteht natürlich die Möglichkeit, dass diese dann nicht alle Altlasten unterstützen will. Wenn man dann zu diesem zukünftigen Produkt wechseln will, muss man sich Gedanken machen, wie man die RAW's rüber nimmt. Ich selber halte es so, dass ich auch Betriebssysteme und (Bearbeitungs-)Programme archiviere. Dank Virtualisierungstechniken wird man auch noch in zwanzig Jahren Windows XP starten können, wenn man will. Auch wenn es längst keine Hardware (inkl. Prozessoren) mehr geben wird, welche direkt eingesetzt werden kann. Ich arbeite da viel mit VMware Player, VMWare Workstation und ESXi. Konkret haben wir eine Anwendung, welche nur unter Windows NT Server zuverlässig läuft. Für dieses Betriebssystem kriegt man keine Hardware mehr. Die Anwendung steht aber 24hx365d im Einsatz. Da muss man schon mal die Hardware austauschen. In ESX installiert läuft Windows NT Server (und damit die Anwendung) problemlos, dem Betriebssystem wird halt eine alte HW vorgetäuscht. Dies ist immer noch viel günstiger als die Anwenung neu zu schreiben. Gruss Dani Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
leicanik Geschrieben 1. September 2010 Share #61 Geschrieben 1. September 2010 Diese Angst, RAW könnte aussterben, verstehe ich nicht ganz...Hast Recht, war zunächst mal ein Denkfehler von mir. Das hauptsächliche Problem geht ja in die andere Richtung: Ich kaufe heute eine teure Software und morgen kann sie die RAWs meiner neuen Kamera nicht lesen, wenn ich Pech habe gibt's auch kein Update mehr. Das ist dann zugegebenermaßen kein unüberwindbares technisches, wohl aber ein ärgerliches monetäres Problem.Da ich softwaremäßig wohl nicht so bewandert bin wie du, habe ich dennoch gewisse Befürchtungen, daß es irgendwann mit der Abwärtskompatibilität auch vorbei sein könnte. Bisher habe ich daraus noch keine Konsequenz gezogen (Faulheit ) aber ich denke schon drüber nach, ob nicht zumindest DNG die bessere Alternative wäre. Dein Einwand hat jedoch durchaus was Beruhigendes Gruß, leicanik Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Dani R. Geschrieben 1. September 2010 Share #62 Geschrieben 1. September 2010 Ja, den Zeitpunkt alles zu konvertieren, darf man nicht verpassen. Aus Bequemlichkeit arbeite ich z.B. immer noch im Office 2003 Format, welches ja eigentlich immer noch das Office 2000 Format ist (Word, Excel etc.). DNG ist halt für mich keine Alternative, da dies auch nur ein Firmenstandard ist, welcher (daher) nicht ewig bestehen muss. Für mich besteht so gesehen erst Handlungsbedarf, wenn der Original RAW-Konverter nicht mehr weiter entwickelt wird und daher auf einem zukünftigen Betriebssystem nicht mehr zuverlässig arbeiten mag. Bei Musik hat sich ja MP3 als Standard eingebürgert, die Industrie versucht aber nun (womöglich erfolgreich) die Konsumenten zu AAC rüber zu ziehen. Fix ist nix. Gruss Dani Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 1. September 2010 Share #63 Geschrieben 1. September 2010 Hallo Dani! DNG ist halt für mich keine Alternative, da dies auch nur ein Firmenstandard ist, welcher (daher) nicht ewig bestehen muss.Aber dafür ist DNG definiert. Wenn man die Spezifikation (auf säurefreien) Papier ausdruckt, kann man noch einige Generationen nach uns einen DNG Konverter implementieren (also ausprogrammieren).Aber man kann davon ausgehen, die DNG Spezifikation auf Datenträger hält mindestens so lange wie die DNG-Dateien... Ähnliches gilt aber auch für alle derzeit verfügbaren RAW-Formate, weil ja auch der Sourcecode zu dcraw verfügbar ist. Auch die Beispielimplementierung für JPG ist (durch JPEG) offengelegt und verfügbar. Also wieder nichts mit dem Angst machen... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Dani R. Geschrieben 1. September 2010 Share #64 Geschrieben 1. September 2010 ...Aber dafür ist DNG definiert. Wenn man die Spezifikation (auf säurefreien) Papier ausdruckt, kann man noch einige Generationen nach uns einen DNG Konverter implementieren (also ausprogrammieren)... Im Gegensatz zu MP3 und AAC ist OGG Vorbis lizenfrei und quelloffen. Trotzdem sind die beiden erstgenannten Audioformate bedeutend weiter verbreitet. Ich denke nicht, dass ich mal den Sourcecode von dcraw oder die Definitionen von DNG genauer studieren werde. Lohnt sich für mich alleine schlicht nicht. Wie schon beschrieben ist es für mich wesentlich einfacher sorge zu tragen, dass die benötigten Programme zur Entwicklung von Fotos aus RAW-Dateien für mich noch zugänglich und auch lauffähig sind. Da muss ich sorge tragen, dass Betreibssystem und Programme auch archiviert sind und die (alten) Betriebssysteme in zukünftigen Virtualisierungslösungen noch laufen. Und da gehe ich schlicht davon aus, dass auch in zwanzig Jahren XT- und AT-Rechner und folgende emuliert werden (z.B. für DOS!)... Wenn ich aber den Anspruch hätte, dass meine Aufnahmen noch in 200 Jahren sicher für die Nachwelt von bedeutendem Interesse sein werden, müsste ich mir tatsächlich die Fage stellen, welches denn das Datenformat ist, welches auch dann noch mehr oder weniger problemlos wieder in ein Bild gewandelt werden kann. In sochen Zeiträumen kann RAW tatsächlich nicht mehr als unterstütztes Datenformat betrachtet werden. Ich habe also keine Zeit mehr hier, ich muss jetzt diese bedeutenden Fotos aufnehmen . Gruss Dani Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
immodoc Geschrieben 1. September 2010 Share #65 Geschrieben 1. September 2010 Wenn ich aber den Anspruch hätte, dass meine Aufnahmen noch in 200 Jahren sicher für die Nachwelt von bedeutendem Interesse sein werden, müsste ich mir tatsächlich die Fage stellen, welches denn das Datenformat ist, welches auch dann noch mehr oder weniger problemlos wieder in ein Bild gewandelt werden kann. In sochen Zeiträumen kann RAW tatsächlich nicht mehr als unterstütztes Datenformat betrachtet werden. Hi, ich möchte hier nicht den Tiefenburger spielen, aber ich befasse mich gelegentlich beruflich mit Archivierungsthemen im IT Kontext. Man kann unterscheiden zwischen: -den Schreib/Lesegeräten -den Medien (CD/DVD/TAPE etc.) -der Schreib/Lese-Software -den Dateiformaten Alles gehört zu einer funktionsfähigen Langzeitarchiverung. Persönlich sehe ich es bereits als nicht einfach an, bei unserer digitalen Archivierung sicherzustellen, daß die Daten langfristig, also über Jahrzehnte, lesbar sind. Ich selbst habe 10000 Dias digitalisiert (einige über 70 Jahre alt) , und Tausende Papierbilder. Ich habe die Originale aufbewahrt, gesteht der umsichtige immodoc! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
joachimeh Geschrieben 1. September 2010 Share #66 Geschrieben 1. September 2010 Fotos archivieren? Wozu? Wen interessiert schon all der Schrott den der normale Hobbyfotograf im Laufe seines Lebens produziert? Bestenfalls ihn/sie selber, evt. vielleicht gerade noch die nächste Generation. Was bleibt, ist sowieso veröffentlicht und zwischen zwei Buchdeckeln gebunden. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Dani R. Geschrieben 1. September 2010 Share #67 Geschrieben 1. September 2010 Wenn ich aber den Anspruch hätte, dass meine Aufnahmen noch in 200 Jahren sicher für die Nachwelt von bedeutendem Interesse sein werden, müsste ich mir tatsächlich die Fage stellen, welches denn das Datenformat ist, welches auch dann noch mehr oder weniger problemlos wieder in ein Bild gewandelt werden kann. In sochen Zeiträumen kann RAW tatsächlich nicht mehr als unterstütztes Datenformat betrachtet werden. Hi, ich möchte hier nicht den Tiefenburger spielen, aber ich befasse mich gelegentlich beruflich mit Archivierungsthemen im IT Kontext. Man kann unterscheiden zwischen: -den Schreib/Lesegeräten -den Medien (CD/DVD/TAPE etc.) -der Schreib/Lese-Software -den Dateiformaten Alles gehört zu einer funktionsfähigen Langzeitarchiverung. Persönlich sehe ich es bereits als nicht einfach an, bei unserer digitalen Archivierung sicherzustellen, daß die Daten langfristig, also über Jahrzehnte, lesbar sind. Gut, ich gestehe, ich erhebe keinen Anspruch, dass meine Daten nach meinem Ableben noch lesbar sein müssen, für so bedeutend halte ich meine Aufnahmen nun doch nicht. Deshalb interessiert mich in einer sochen Dimension die Langzeitarchivierung nicht wirklich. Mit meiner Strategie aber zu den Daten auch Bertriebssystem und Bearbeitungsprogramme zu archivieren meine ich ein "berechenbares" Risiko einzugehen. Immer natürlich unter der Annahme, es gibt auch zukünftig Virtualisierungslösungen, welche kostengünstig oder gratis erhältlich sind. Ich gehe ja davon aus, dass das Gerät, welches man in zwanzig Jahren als Mobiltelefon einsetzt, genügend Rechenpower und Speicherplatz hat, eine Emulation für Windows 7 64 Bit laufen zu lassen. Heute gibt es schon praktisch auf allen Plattformen Emulatoren für uralte exotische Rechner, um sehr alte Spiele noch spielen zu können. Thema Medien: Ich habe auch schon zu viele Generationen von Tape Technologien aussterben sehen, als dass ich so was für eine "längerfristige" Archivierung einsetzen möchte. Ja, man kann sich ja immer einen alten Rechner mit dem alten Tape-Laufwerk an Lager legen. Nur ist dann immer noch nicht sicher, dass man die Daten dann von diesem alten Rechner weg kopieren kann. CD-R und wie auch immer traue ich auch nicht länger als zwei Jahre. Einzig MO hatte da einen besseren Ansatzt, die Kapazitäten sind da aber zu gering. Bezüglich Archiv sind es daher bei mir z.Z. Festplatten. Etliche. An geographisch verschiedenen Orten. Und die werden immer mal umkopiert. Und gehören ersetzt, wenn die Schnittstellen der Festplatten drohen auszusterben. Dies ist ja alles kein Problem, die kommenden Fesplatten haben wieder bedeutend höhere Kapazitäten und Übertragunsraten. Gruss Dani Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 1. September 2010 Share #68 Geschrieben 1. September 2010 (bearbeitet) Wenn ich aber den Anspruch hätte, dass meine Aufnahmen noch in 200 Jahren sicher für die Nachwelt von bedeutendem Interesse sein werden, müsste ich mir tatsächlich die Fage stellen, welches denn das Datenformat ist, welches auch dann noch mehr oder weniger problemlos wieder in ein Bild gewandelt werden kann. In sochen Zeiträumen kann RAW tatsächlich nicht mehr als unterstütztes Datenformat betrachtet werden. Es gibt ja kein Format namens „RAW“, sondern diverse Rohdatenformate (die wiederum Varianten von TIFF sind). Ob diese Formate irgendwann in der Zukunft noch lesbar gemacht werden können, wird in erster Linie davon abhängen, ob es ein Interesse daran gibt (etwas, das sich heute kaum beurteilen lässt, sind doch Archäologen oft mit der Auswertung von Abfall beschäftigt), und in zweiter Linie davon, ob das Format dokumentiert ist. Proprietäre Formate könnten insofern ein Problem darstellen, auch wenn die Urheberrechtsprobleme, mit denen man sich heute teilweise herumschlägt, in ein paar hundert Jahren sicherlich niemanden mehr interessieren werden. Ob es eine heute genutzte Software noch gibt oder das Betriebssystem, unter dem sie läuft, ist demgegenüber unerheblich. Abgesehen von von post-apokalyptischen Szenarien ist kaum anzunehmen, dass die Kenntnis von Formaten wie TIFF oder JPEG/JFIF jemals gänzlich verloren gehen wird, und mit den diversen Raw-Formaten (die, wie gesagt, alle Spezialfälle von TIFF sind) wird man auch zurecht kommen. So lange nur das Interesse an den Bildern groß genug ist. Kritischer ist schon die Auswahl des physischen Speichermediums. Aus der historischen Erfahrung kann man nur sagen, dass Einkerbungen in Ton und hartes Gestein ihre mindestens einige tausend Jahre lange Archivfestigkeit unter Beweis gestellt haben. bearbeitet 1. September 2010 von mjh Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
immodoc Geschrieben 2. September 2010 Share #69 Geschrieben 2. September 2010 Bezüglich Archiv sind es daher bei mir z.Z. Festplatten. Etliche. An geographisch verschiedenen Orten. Und die werden immer mal umkopiert. Und gehören ersetzt, wenn die Schnittstellen der Festplatten drohen auszusterben. Dies ist ja alles kein Problem, die kommenden Fesplatten haben wieder bedeutend höhere Kapazitäten und Übertragunsraten. Dani, ich verfahre genau wir Du. Meine Backup-Sicherungsfestplatten liegen in einer Sicherheitszone in der Firma. Umsichtig sein, rät immodoc! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
immodoc Geschrieben 2. September 2010 Share #70 Geschrieben 2. September 2010 Dani, ich verfahre genau wir Du. Meine Backup-Sicherungsfestplatten liegen in einer Sicherheitszone in der Firma. Umsichtig sein, rät immodoc! Ergänzender Rat: Nur Festplatten renommierter Markenhersteller kaufen, nicht soeben neu auf dem Markt erschienene, auf keinen Fall gleiche Modelle desselben Herstellers zur gleichen Zeit kaufen (wegen der Chargenfertigung), also auf hohem Niveau variieren, rät immodoc. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast S-Mount Geschrieben 2. September 2010 Share #71 Geschrieben 2. September 2010 Vielleicht macht Ihr Euch viel zu viele Gedanken. Oft ist doch schon die direkt nachfolgende Generation nicht an den Bildern interessiert. Nachdem die Großeltern meiner Frau gestorben waren, hat die Schwester meiner Schwiegermutter die ganzen schönen Erinnerungsbilder bei der Wohnungsauflösung einfach mit entsorgt (nicht etwa aus Versehen). In dieser Altersklasse ist so etwas sicherlich noch die Ausnahme gewesen, aber in der heutigen "Generation Facebook & Co." wird solch "altertümlichem Kram" wohl noch wesentlich häufiger mit völligem Desinteresse begegnet werden. Gruß Norbert Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
immodoc Geschrieben 2. September 2010 Share #72 Geschrieben 2. September 2010 Vielleicht macht Ihr Euch viel zu viele Gedanken. Oft ist doch schon die direkt nachfolgende Generation nicht an den Bildern interessiert. Das sehe ich auch so, Norbert, ich versuche auch nur, meine Bilder selbst langfristig betrachten zu können. Ich möchte sie nicht für die "Nachwelt" erhalten. Dafür sind sie zu persönlich, und damit schon für nähere Verwandte uninteressant. Künftige Generationen finden unsere Bilder, die ja statisch und 2D sind, vielleicht so interessant wie heutige Jugendliche eine Kollektion von Scherenschnitten, meint immodoc. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
winniefoto Geschrieben 3. September 2010 Share #73 Geschrieben 3. September 2010 Künftige Generationen finden unsere Bilder, die ja statisch und 2D sind, vielleicht so interessant wie heutige Jugendliche eine Kollektion von Scherenschnitten, Das dürfte dann ziemliche Auswirkungen auch auf den Wert von Picasso und co. haben. Ich versuche noch kurz meine zu verkaufen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast S-Mount Geschrieben 3. September 2010 Share #74 Geschrieben 3. September 2010 ...ich versuche auch nur, meine Bilder selbst langfristig betrachten zu können. Das ist auch richtig und ich sichere ebenfalls meine Daten, aber ich halte meine Fotos für viel zu unbedeutend, um sie der Nachwelt auch nur 100 Jahre erhalten zu wollen. Gruß Norbert Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
leicanik Geschrieben 3. September 2010 Share #75 Geschrieben 3. September 2010 Jetzt kippt mir das aber ein wenig zu sehr in die Richtung, als ob sich derjenige selbst überschätze, der sich "Sorgen" um die Haltbarkeit / Lesbarkeit macht. Klar glaube ich auch nicht, daß meine Nachkommen noch Wert auf meine "gesammelten Werke" legen, zumal ja durch den Einzug der Digitalfotografie deren Menge auch noch deutlich zugenommen hat (der Werke, nicht der Nachkommen ) Aber mit Bildern von persönlichem Wert kann das schon anders aussehen: Ich sehe mir heute noch ganz gerne das ein oder andere alte Foto an, daß meine Urgroßeltern zeigt, oder unser Haus zur Jahrhundertwende, oder die Makrofotos, für die mein Großvater mal einen Preis gewann. Meine fast erwachsenen Kinder finden es schön und auch witzig, mal Babybilder ihrer Eltern und Großeltern anzugucken, ich würde gerne mal eine alte Diaschau meines Vaters wieder ansehen usw. Und hierbei spielen dann Zeiträume von 100 Jahren plötzlich doch eine Rolle. Aber bevor ihr mir jetzt vorschlagt, für solche Aufnahmen lieber wieder auf analogen S/W-Film umzusteigen, höre ich mal auf - darüber habe ich nämlich selbst schon nachgedacht Gruß, leicanik Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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