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Ich wage es trotzdem ein ein Bild hier einzustellen, das für mich eine optimale Bildqualität hat.

 

Olympus EPL1

attachicon.gifP1011411-Sigma-Makro-50mm Trioplan.jpg

Auch wieder so ein tolles Bild, Congrats!

 

Bin angenehm überrascht was bis jetzt hier gezeigt wurde. Die optimale Bildqualität gibt es nicht, muss es auch nicht geben, alles eine Geschmacksache. MM.

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...

 

Bin angenehm überrascht was bis jetzt hier gezeigt wurde. Die optimale Bildqualität gibt es nicht, muss es auch nicht geben, alles eine Geschmacksache. MM.

 

Der Thread geht wider Erwarten in die richtige Richtung: "richtig" bedeutet hier Meinungsaustausch und nicht der Wunsch nach einem Konsens.

 

Ich freue mich über die bisherigen Meinungen und finde es auch ganz normal, dass nicht jedem die von mir verlinkten Beispiele gefallen. Das wäre ja auch langweilig.

 

Gern zeige ich auch mal eine Bilderstrecke, die ich mit Nik etwas auf analog getrimmt habe. Mir gefällts so. ;-)

 

Summertime..(janice joplin 

 

35384784170_9c9d6e01d3_h.jpg

 

35384785110_9eda126641_h.jpg

 

34932014914_d640a330a9_h.jpg

 

35603156922_8dbffff5e6_h.jpg

 

34962759303_2c36238f8d_h.jpg

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Obwohl ich mir sicher bin, dass Capa & Co. nicht absichtlich unscharf und grobkörnig fotografiert haben. Mit unseren heutigen technischen Mitteln wären deren Fotos bestimmt in Farbe, gestochen scharf und hoch aufgelöst. Ob sie deswegen auch besser wären?

 

 

 

Ich stelle mir dann immer gerne die Frage, ob uns, ohne die alten Magnumfotografen, so ein Stil auch gefallen würde .... oder ob wir damit eben vor allem die Erinnerung an grosse Meister verbinden :)

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Ich sehe hier zwei Pole: sachlich/informativ der eine und emotional/ästhetisch der andere. Das sind allerdings keine klaren Gegensätze, und das macht die Dinge kompliziert: Hier gehen inhaltliche und formale Aspekte durcheinander.

Aber generell kann man wohl sagen: Je mehr es bei einem Bild auf den Informationsgehalt und die Informationsübermittlung ankommt, desto wichtiger ist technische Abbildungsqualität. Und je mehr ein Bild Emotion transportiert oder hervorrufen will, desto weniger stören technische Mängel, und sie können sich durchaus als Elemente ästhetischer Qualität darstellen.

 

Bubbles im Bokeh sind sicher keine Merkmale technischer Qualität. Aber sie können zur ästhetischen Qualität beitragen. Weitreichende Schärfe ist sicher ein Element technischer Qualität. Zumindest bei Architektur. Entschieden weniger bei Porträt. Aber Unschärfe macht ein Porträt nur in seltensten Fällen besser.

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Zunächst ein herzliches Dankeschön an Noreflex für den angestoßenen Gedankenaustausch!

Macht Spaß hier mitzulesen.

 

Ich möchte mal meine Gedanken zu einigen Aussagen teilen.

meine Meinung hierzu ist simpel... ein Bild absichtlich unter den Stand der Technik zu bringen, mag mal kurzfristig nett sein... aber spätestens nach 5 Bildern habe ich mich an diesem Stil satt gesehen und will es nicht mehr... Ist so wie HDR... mal ganz nett... aber dann wieder weg damit...

Ein HDR einfach nur der Technik zuliebe zu schießen und umzusetzen... jaaa, habe ich früher auch gemacht und heute kann ich das nicht mehr anschauen. :D

 

Die Frage die sich mir heute bei der Bildbearbeitung grundsätzlich stellt ist die folgende:

Unterstreicht die Bearbeitung die Aussage, die Emotion oder das Erlebte? Wird dieser Eindruck an den Betrachter weitergegeben?

Das ist für mich der Dreh- und Angelpunkt bei der Bearbeitung der Bilder und erklärtes Ziel.

Ich mache die Bilder ja nicht für mich alleine sondern erfreue mich auch daran, wenn sie anderen gefallen.

 

Natürlich nutzen sich dabei sinnlos verwendete und sich immer wiederholende Effekte schnell ab und dabei ist es völlig egal ob es dabei um Dodge & Burn,

HDR oder wie in den Beispielen um reduzierte Kontraste und "Körnung" handelt.

 

Im Beispiel der Neuseeland-Dokumentation wirken die Effekte für mein Empfinden super.

Sie unterlegen die Bilder charmant mit einem abenteuerlichen Charakter und werden gekonnt in Serie beibehalten.

Ich denke das war für die Jungs ein richtig schöner Männertrip, ein Abenteuer,

vielleicht sogar ein Kindheitswunsch der da bei einigen in Erfüllung ging. Das kommt für mich in der Bearbeitung rüber.

Beim nächsten Hochglanz-Editorial könnte der Look schon wieder völlig deplaziert wirken.

Und gerade dieser zielgerichtete Einsatz solcher Effekte entscheidet meiner Meinung darüber ob der Look und das Bild gefallen - oder eben nicht.

Ich stelle mir dann immer gerne die Frage, ob uns, ohne die alten Magnumfotografen, so ein Stil auch gefallen würde .... oder ob wir damit eben vor allem die Erinnerung an grosse Meister verbinden :)

Nur mal ein Gedanke der mich beim lesen deines Gedankens zum schmunzeln brachte. Wenn ich an Ansel Adams denke, dann glaube ich, er hätte uns um unsere heutigen Möglichkeiten beneidet. Er hat unter gegeben technischen Möglichkeiten das Maximum an Dynamik und Schärfe aus seinen Bildern herausgeholt. An diesem Fotografen gemessen wäre es ziemlich doof seine Bilder zu verschlechtern um einen Ansel Adams Look zu erzeugen, da es in der Einstellung so ziemlich allem wiederspricht was Adams mit seiner Arbeitsweise angestrebt hat. Was der alte Meister wohl davon gehalten hätte?! :D

Ich sehe hier zwei Pole: sachlich/informativ der eine und emotional/ästhetisch der andere. Das sind allerdings keine klaren Gegensätze, und das macht die Dinge kompliziert: Hier gehen inhaltliche und formale Aspekte durcheinander.

 

Aber generell kann man wohl sagen: Je mehr es bei einem Bild auf den Informationsgehalt und die Informationsübermittlung ankommt, desto wichtiger ist technische Abbildungsqualität. Und je mehr ein Bild Emotion transportiert oder hervorrufen will, desto weniger stören technische Mängel, und sie können sich durchaus als Elemente ästhetischer Qualität darstellen.

 

Bubbles im Bokeh sind sicher keine Merkmale technischer Qualität. Aber sie können zur ästhetischen Qualität beitragen. Weitreichende Schärfe ist sicher ein Element technischer Qualität. Zumindest bei Architektur. Entschieden weniger bei Porträt. Aber Unschärfe macht ein Porträt nur in seltensten Fällen besser.

Da steckt viel wares drin. Gerade wenn du von den fehlenden klaren Gegensätzen schreibst... da dürfte es einige dokumentarische Arbeiten geben, die technisch nicht einmal auf Wörter wie Abbildungsqualität schielen dürfen. Nimmt man nur mal die D-Day Bilder von Robert Capa. Da ist die Qualität völlig irrelevant weil es ein derber Mix aus sachlich informativen Bildern, verbunden mit sehr starken Emotionen ist - die verwaschenen Bilder bringen den Albtraum und den Schrecken des Krieges dadurch nur stärker hervor. Andererseits finde ich deine Generalisierung auch schon wieder zu einschränkend. Ich bin mir sicher, dass auch technische Qualität und Portrait gut miteinander können, es entspricht nur nicht dem aktuellen Zeitgeist und dem Wunsch nach verträumten Bildlooks. Meiner Meinung nach kann man im Grunde gar nichts zum Thema Fotografie generalisieren, weil man für alles irgendwelche Gegenbeispiele findet in welchen es gerade andersherum funktioniert und dennoch gut wirkt :)

 

LG

Somo

bearbeitet von somo3103
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Ich bin mir sicher, dass auch technische Qualität und Portrait gut miteinander können, es entspricht nur nicht dem aktuellen Zeitgeist und dem Wunsch nach verträumten Bildlooks. Meiner Meinung nach kann man im Grunde gar nichts zum Thema Fotografie generalisieren, weil man für alles irgendwelche Gegenbeispiele findet in welchen es gerade andersherum funktioniert und dennoch gut wirkt :)

Ja - und zu dem vorher auch.

 

Früher hat man "optimale Bildqualität" unter dem Aspekt der technischen Qualität verstanden. Das gilt heute so nicht mehr, weil es kaum noch technische Begrenzungen gibt. Wir können praktisch jeden Look erzeugen - das ist keine Frage der Technik, sondern des Stils. Und der ist (manchmal) eine Frage des Geschmacks und öfter eine Frage der mit einer Aufnahme (oder der Bearbeitung) verbundenen Absicht.

 

Wenn ich einen Museumszug für die Zeitschrift der Eisenbahnfreunde aufnehme, ist Schärfe und Detailtreue angesagt. Sonst krieg ich nen Rüffel, daß der Türgriff so nicht stimmt.  Mache ich das für eine Werbeanzeige für eine Nostalgiereise im Orientexpress, lasse ich die Farben (außer Sepia) weg und kann gar nicht genug Korn und Vignette bekommen. Details? Brauch da kein Mensch!

 

Aus "optimaler Bildqualität" wird "optionale Bildqualität". Meistens ganz ohne Linhof.

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Ich denke, die "Qualität" von Fotos ist nur sehr bedingt ein technische Frage. Schon zu Analogzeiten gab es immer wieder Fotografen, die bewiesen haben, dass man auch mit billigstem Equipment eindrucksvolle Bilder machen konnte. Heute sind mir die Bilder aus Digitalkameras oft zu steril und perfekt. Besonders fällt mir das bei Schwarzweißfotografien auf. Ich selbst mache ausschließlich Schwarzweißfotografien und kopiere in alle meine Bilder eingescantes Filmkorn, damit sie nicht so perfekt und steril aussehen. Allerdings lege ich großen Wert auf rauscharme Bilder, da Rauschen (hässlich) nicht gleich Filmkorn (schön) ist.

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Gast User73706

Schärfe/Auflösung ist für gewisse fotografische Bereiche unabdinglich, besonders wenn es kommerziell wird. Automotive, Produkt/Packshots, Real Estate, Architektur, Werbung allgemein. Meist Fotografie von Dingen, hier aber auch Menschen (Beauty).

 

Um so künstlerischer der Bereich der Fotografie wird umso weniger spielt Schärfe eine Rolle. Besonders auch dann in der Fotografie von Menschen.

 

Bearbeitungsstile hängen natürlich stark von Trends und Zeiten ab. Auch in welche Zeit man jemanden hineinversetzen möchte, dabei kann der Look sehr förderlich sein. Dazu gibt es für mein Dafürhalten auch Looks die nie modern sind oder werden, was aber natürlich Geschmacksache ist.

 

Das Schöne an der Fotografie ist: (und an vielen anderen musischen Fächern) es gibt kein richtig oder falsch.

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Ich finde den (die) Gedanken des Eröffnungsthreads sehr wichtig und die Diskussion interessant. Oft habe ich ja auch schon vertreten, dass die „Güte“ eines Bildes häufig eben nur sehr wenig von der rein technischen Qualität abhängt. Trotzdem lässt sich das nicht verallgemeinern und hängt für mich auch sehr vom Motiv ab. Reisedoku, Reportage, Porträt oder Street folgen da für meinen Geschmack anderen Anforderungen als Makro, Landschaft und Architektur. Es gibt aus meiner Sicht ebenso ein Zuviel an „Hochglanzperfektion“ wie ein Zuviel an „Retro-Unperfektion“. Letztere ist halt bei einigen (Profis) ziemlich in Mode gekommen, für meinen Geschmack aber manchmal schon zu sehr Masche.

 

Vor allem aber möchte ich eine These wagen: Gerade die im Eröffnungspost verlinkten Beispiele gerade nicht einfach nur entstanden, weil jemand auf die rein technische Qualität weniger Gewicht gelegt hat, sondern sie sind bewusst durch die Bearbeitung so gestaltet. Wann habt ihr euch das letzte Mal ein wirklich rauschendes Bild angeschaut? Gab es da nicht einen Haufen störender bunter Punkte und eben nicht nur „Korn“? Und wo sind die in den gezeigten Beispielen? Also doch bearbeitet, und nicht zu knapp. Das kann man nun für gekonnt halten, oder für getrickst — je nach Standpunkt. Es suggeriert jedenfalls aus meiner Sicht eine Lässigkeit, die in Wirklichkeit so nicht vorhanden war. Manchmal gefällt es mir und manchmal nicht.

 

Aber wenn es sowieso schon nicht Ergebnis eines lockeren Umgangs mit der Technik ist, sondern der Bearbeitung , dann ist da für mich auf jeden Fall kein Unterschied zu demjenigen, der zunächst das „technisch perfektere Foto macht“ und dann Korn und sonstigen Retrolook nachher zufügt. Weiter oben wurde das mal kritisiert als Zufügen des Knisterns einer Schallplatte. Aber ganz ehrlich Leute: Was anderes machen die hier auch nicht, nur machen Sie es gut und geschickt und nicht nur mit irgendeinem Standardfilter sondern mit einem persönlichen Stil. Wie gesagt, ob einem der dann gefällt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Aber man sollte es nicht mit „Lockerheit“ beim Umgang mit technischer Qualität verwechseln. (Obwohl ich zugebe, dass solche Looks geringere Anforderungen an das Augangsmaterial stellen und „Unzulänglichkeiten“ eher überspielen helfen).

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@leicanik: danke, ja, das ist der Punkt!

für die Zwecke der Fotografen, deren Bilder noreflex oben gezeigt hat, war das die optimale BQ, und daran haben sie wahrscheinlich hart gearbeitet.

Es ist halt eine andere Art der Bildqualität, aber sie ist bewusst gewählt und "hergestellt".

Wenn es zum Motiv passt, wunderbar.

wenn wir das ab morgen alle und immer machen würden, würde es mich nach 1 Woche anöden.

Es ist auch ein bewusster Regelbruch, der hat anfangs häufig was für sich, aber wenn es alle machen, wird es zur Regel und dann ist es langweilig.

Es sind Wellen, wie alles im Leben, es geht lange in die eine Richtung (scharf, rauschfrei), und dann in die andere (Korn ist irgendwie doch cool).

Darin steckt aber m.E. kein Verzicht auf Technik oder Präszision oder Bildqualität.

Das alles bleibt, es wird nur an anderen Parametern ausgerichtet (es muss halt jetzt "schön" rauschen).

 

bearbeitet von Atur
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Vor allem aber möchte ich eine These wagen: Gerade die im Eröffnungspost verlinkten Beispiele gerade nicht einfach nur entstanden, weil jemand auf die rein technische Qualität weniger Gewicht gelegt hat, sondern sie sind bewusst durch die Bearbeitung so gestaltet. Wann habt ihr euch das letzte Mal ein wirklich rauschendes Bild angeschaut? Gab es da nicht einen Haufen störender bunter Punkte und eben nicht nur „Korn“? Und wo sind die in den gezeigten Beispielen? Also doch bearbeitet, und nicht zu knapp. Das kann man nun für gekonnt halten, oder für getrickst — je nach Standpunkt. Es suggeriert jedenfalls aus meiner Sicht eine Lässigkeit, die in Wirklichkeit so nicht vorhanden war. Manchmal gefällt es mir und manchmal nicht.

 

Sicher sind die im Eröffnungspost verlinkten Bilder bewusst gestylt. Aaaaber: Sie sind eben auch in "optimaler Bildqualität" gemacht worden, sondern gerade bei Joseph unter Reportagebedingungen bei magerem Licht mit ein µFT-Kamera und nicht etwa mit einem Hightech-Boliden. Es gibt dazu ein ganz informatives Youtube-Video von ihm, in dem er beschreibt, wie es zu den Aufnahmen kam und warum er zu µFT gewechselt ist. https://www.youtube.com/watch?v=fOJyCHsA1m8&t=1014s 

 

Gruß

 

Hans

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Ich fotografiere das Meiste auf Gruppenreisen und muss - da ich Reisen nicht professionell betreibe - mit dem Vorlieb nehmen, was unterwegs auf mich zukommt. Selten ist da etwas planbar, das Wetter sowieso nicht. Insofern fehlt meinen Bildern meist das künstlerisch Wertwolle oder eine besondere Ästhetik. Es sind einfach nur Bilder von Reisen, die ich anderen zeige und an denen ich mich selbst erfreue.

 

Die technische Bildqualität ist dabei mehr von den Ausgabemedien begrenzt als von der Kamera. Ich drucke meist A4, zeige Bilder anderen Einzelpersonen über mein iPad oder meine SmugMug Gallerie via Apple TV auf Full HD Bildschirmen und für private Gruppen mache ich gesprochene Vorträge über meinen alten NEC (aus dem Jahr 2006) XGA Beamer auf einer transportablen 180x180 cm Leinwand. Sozusagen der Ersatz für die gute alte Diashow, nur viel besser. Alle diese Medien haben in Bezug auf Auflösung, Dynamik und Farbwiedergabe gegen über dem bearbeiteten Ausgangsmaterial erhebliche Limitationen, so dass ich behaupte, dass in technischer Hinsicht mein Aufnahmesystem ausreichend ist. Noch nie hat sich ein Betrachter bzgl. der technischen Qualität der Bilder beschwert. Im Gegenteil. Viele Betrachter fotografieren ja mittlerweile mit dem Smartphone und haben mich nach dem Vortrag auf die Kameraausrüstung angesprochen, die ja wohl ganz hervorragend sein müsste, weil die Motive so schön waren. Wenn es den Leuten gefällt (sicher kein superkritisches Publikum) habe ich keinen Anlass an irgendetwas technischem zu zweifeln (wenn dann zweifele ich, wenn mir bei der Aufnahme aus technischen Gründen etwas misslingt, aber davon kriegt der Betrachter ja nichts mit).

 

Das Problem, das mich hauptsächlich manchmal unzufrieden macht, ist nicht die Technik (manchmal natürlich auch), sondern der Umstand, dass das Reisen eben einem nur bedingt beeinflussbaren Plan folgt, so dass zum einen eine Wiederkehr, bspw. bei besserem Wetter oder Licht, oft nicht möglich ist, dass zum anderen die Zeit oft zu knapp ist und schließlich so mancher fotogene Punkt einfach nicht auf dem Programm steht bzw. ich ihn auch gar nicht kenne. Das macht dann den Unterschied zu Fotografen aus, die sich viel planvoller und gezielter vorbereiten können und auch vor Ort entsprechende Zeit haben.

 

Insofern spielt die „optimale“ Bildqualität für mich absolut gesehen nur eine geringe Rolle. Ich denke aber, dass ich angesichts meiner Gesamtsituation eine *relativ* optimale Bildqualität erreichen kann, welche den von mir genannten Umständen absolut gerecht wird.

 

TGU-20140317-055465-Edit-X3.jpg

 

Statt Ästhetik also einfach mal ein „Postkarten“ Bild vom Gur Emir Mausoleum in Samarkand, Usbekistan.

bearbeitet von tgutgu
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@leicanik: danke, ja, das ist der Punkt!

für die Zwecke der Fotografen, deren Bilder noreflex oben gezeigt hat, war das die optimale BQ, und daran haben sie wahrscheinlich hart gearbeitet.

Es ist halt eine andere Art der Bildqualität, aber sie ist bewusst gewählt und "hergestellt".

Wenn es zum Motiv passt, wunderbar.

wenn wir das ab morgen alle und immer machen würden, würde es mich nach 1 Woche anöden.

Es ist auch ein bewusster Regelbruch, der hat anfangs häufig was für sich, aber wenn es alle machen, wird es zur Regel und dann ist es langweilig.

Es sind Wellen, wie alles im Leben, es geht lange in die eine Richtung (scharf, rauschfrei), und dann in die andere (Korn ist irgendwie doch cool).

Darin steckt aber m.E. kein Verzicht auf Technik oder Präszision oder Bildqualität.

Das alles bleibt, es wird nur an anderen Parametern ausgerichtet (es muss halt jetzt "schön" rauschen).

 

 

Leute, was für eine angenehme Diskussion hier!

 

Da macht es richtig Freude, die verschiedenen Standpunkte und auch Beispielbilder anzusehen. Vielen Dank an alle, die hier so themenbezogen mitmachen!!! Klasse!

 

@atur

 

Ich mag Deinen Post sehr. So sehe ich das auch! Es ist eine Option der Gestaltung. Würde es zur regelmäßigen Gestaltungs-Regel, wäre der Drops schnell gelutscht! Alle Stile und Bearbeitungen sind im Fluß (panta rhei). Was heute gut einen Zeitgeist widergibt, ist morgen nicht mehr aktuell.

 

Wenn man sich z.B. die Neuseeland-Strecke und die Bilddaten von Krolop ansieht, dann erkennt man, dass er mit Nikon KB fotografiert hat. Dennoch haben alle Bilder auch bei Basis-ISO ein Grundrauschen/Korn, welches er eingearbeitet hat. Wenn man nun noch berücksichtigt, dass Nikon die Reise unterstützt hat, so komme ich zu einer interessanten Erkenntnis: die Bildstrecken unterlagen nicht der Auflage, beste Auflösung oder beste Optik-Qualitäten zu transportieren. Im Gegenteil. Krolop durfte einen Style kreieren, der von den technischen Möglichkeiten der Nikon im Grunde wenig zeigt. Vermutlich wollte er den Road-Trip so einfangen, dass der Betrachter emotional gepackt wird.

 

Das passt zur Thread-These: die technisch optimale Qualität war bei dieser Reportage nicht wichtig.

 

Dito bei Joseph, der zuvor KB fotografiert hat, aber für die Mercedes-Strecke die MFT ausprobiert hat und die Ergebnisse sehr stimmig fand. Das Rauschen ist ihm sicherlich (von KB kommend) auch aufgefallen, aber er konnte den Bildern dadurch die "Natürlichkeit" geben, die bei glatten klaren Aufnahmen eher nicht enthalten ist. Letztere sehen meistens deutlich nach professioneller Werbefotografie aus, während Josephs Aufnahmen unperfekt und damit so wirken, wie wir die Welt oft sehen, wenn wir die Aufnahmen von uns und anderen Amateuren sehen.

 

(Ich will dem Rauschen hier nicht zu Munde reden. Meistens entrausche ich meine Bilder so gut es geht.)

 

Zurück zu Krolops unperfekten, körnigen und teilweise unscharfen Neuseeland-Bildern:

 

In einem anderen Kontext gestaltet er auch anders: auf seiner Hochzeits-Seite hat er diesen Neuseeland-Style kaum verwendet. Nur einige wenige Bilder haben dieses Korn, die meisten sind aber eher klar und technisch sauber, dabei aber nicht emotionslos:  http://www.foreverone.de/

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@tgutgu

Danke für deinen langen interessanten Bericht zur Sicht der Dinge, Congrats.

 

Wir alle hier möchten eigentlich absolut nicht das dieser Titel ...."Die Bedeutung der "optimalen Bildqualität" für unsere Fotografie

Erstellt von noreflex, Gestern, 14:37 Uhr", abdriftet.

 

Wir alle sind bemüht das die "Bedeutung der "optimale Bildqualität" nicht in sinnlose, abstrakte, konfuse Ansichten/Sichtweisen führt, uns so.

Wir wissen alle was damit gemeint ist, und halten uns bitte an eine konstruktive Diskusion/Dialog.

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