kirschm Geschrieben 23. Juni 2012 Share #1 Geschrieben 23. Juni 2012 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Hallo, möchte ggf. mit der Makrofotografie anfangen (mal mit Raynox DCR-150 am Oly14-150). Wie ist das eigentlich mit der Freihand Verwacklung? Angenommen, ich kann ohne Makro bei 150mm mit 1/300Sek einigermassen verwacklungsfrei fotografieren... gilt diese 1/300 dann immer noch bei einer Makrolinse, oder muss man kürzere Verschlusszeiten wählen? Ich habe im 'blauen Forum' die gleiche Frage gestellt, wurde aber - bisher ohne konkrete eindeutige Antworten - mehr oder weniger 'zerfleischt' (Macro Konverter - Verwackeleigentschaften - DSLR-Forum). Dieses Forum hier ist ja erfahrungsgemäss weniger aggressiv und kann vielleicht eine Antwort geben (und seien es nur Erfahrungswerte)... P.S.: es geht mir zunächst nur um die klassische Verwacklung, also nicht um Verwacklung nach vorne oder hinten, was dann m.E. ein Out-of-Fokus-Problem wäre. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Werbung Geschrieben 23. Juni 2012 Geschrieben 23. Juni 2012 Hi kirschm, Das könnte für dich interessant sein: Freihand Verwacklung bei Makro . Da findet jeder was…
x_holger Geschrieben 23. Juni 2012 Share #2 Geschrieben 23. Juni 2012 Die, wie Du es nennst, klassischen Verwacklungen, also oben/unten, links/rechts, sind bei einem 150mm Tele an mFT ähnlich wie bei einem 300mm Tele an Kleinbild, also 1/600 sec wird üblicherweise als sicher betrachtet. Eine 1/600 sec wird auch ausreichen, um die unwillkürlichen Vor- und Zurückbewegungen bei Nahaufnahmen bis zu einem Maßstab von ca. 1:3 meistens noch in Schach zu halten, es kommt eben darauf an, wie ruhig Deine Kamerahaltung ist. Bei einem noch größeren Abbildungsmaßstab (und erst dann würde ich das Wort Makroaufnahme benutzen) wird es zunehmend schwieriger ohne Stativ, mitunter ein echtes Geduldsspiel. Eine 1/300 sec bei einem 150mm Tele an mFT ist schon etwas sehr verwacklungsträchtig, aber je nach Tagesform kann es auch mal klappen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kirschm Geschrieben 23. Juni 2012 Autor Share #3 Geschrieben 23. Juni 2012 Eine 1/300 sec bei einem 150mm Tele an mFT ist schon etwas sehr verwacklungsträchtig, aber je nach Tagesform kann es auch mal klappen. Ja, das weiss ich aus eigener Erfahrung (die 1/300 war auch nur ein willkürliches Beispiel in Anlehnung an die 1/KBmm Daumenregel, aber solche Regeln sollen hier gar nicht das Thema sein). Meine eigentliche Frage ist halt, wie es bei einer Makrolinse (hier Raxnox DCR-150) aussieht: gleiche 'verwacklungsfreie' Verschlusszeit wie ohne Makrolinse oder noch kürzere Verschlusszeit... oder gar sogar etwas länger möglich (wie jemand beim DSLR-Forum meint). Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
deepthroat Geschrieben 23. Juni 2012 Share #4 Geschrieben 23. Juni 2012 Ich kann dir den Raynox auf dem 14-150mm nicht empfehlen, selbst bei 150mm sind die Ecken extremst dunkel, ohne croppen und EBV nicht zu gebrauchen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kirschm Geschrieben 23. Juni 2012 Autor Share #5 Geschrieben 23. Juni 2012 (bearbeitet) Ich kann dir den Raynox auf dem 14-150mm nicht empfehlen, selbst bei 150mm sind die Ecken extremst dunkel, ohne croppen und EBV nicht zu gebrauchen. Danke für den Hinweis... croppen werde ich insofern, als dass mein Final-Foto i.d.R. 16:9 ist und EBV (hier RAW) mache ich immer... Dennoch: hast Du mal irgendein Beispielfoto? bearbeitet 23. Juni 2012 von kirschm Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
deepthroat Geschrieben 23. Juni 2012 Share #6 Geschrieben 23. Juni 2012 hier ein Beispiel, einmal OOC nur verkleinert, einmal dann gecroppt und bearbeitet Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kirschm Geschrieben 23. Juni 2012 Autor Share #7 Geschrieben 23. Juni 2012 Werbung (verschwindet nach Registrierung) hier ein Beispiel, einmal OOC nur verkleinert, einmal dann gecroppt und bearbeitet[ATTACH]69048[/ATTACH] [ATTACH]69047[/ATTACH] Vielen Dank... OK, mit der Vignettierung könnte ich leben, da ich eh auf 16:9 croppe... die Welt ist halt nicht perfekt... Wer nicht croppt, der kann halt hoffen, einen dunklen Hintergrund zu haben oder halt Photoshop bemühen... danke nochmals für das Beispielfoto! Aber: ich habe immer einen Kenko-Schutzfilter vor dem Objektiv (und möchte den auch nicht wg. einer Makrolinse jedesmal abschrauben)... dadurch wird die Vignettierung wohl noch aufdringlicher... denke ich mal... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige (Anzeige) Ich würde dir das Adobe Creative Cloud Foto-Abo mit Photoshop und Lightroom empfehlen
kirschm Geschrieben 28. Juni 2012 Autor Share #8 Geschrieben 28. Juni 2012 Also, ich denke ich habe jetzt die Anwort gefunden (Verwackeln mit vs. ohne Makrolinse). Mein Raynox DCR-150 ist angekommen.... Erster Eindruck (Freihand 150mm mft): Es wackelt lange nicht so viel im Display wie bei einer klassischen 150mm Teleaufnahme ohne Makrolinse. Dann der Quick&Dirty Test: Während ich normalerweise bei 150mm mft erst ab ca. 1/600Sek verwacklungsfreie Aufnahmen hinbekomme, funktioniert das mit dem Raynox DCR-150 schon ab 1/125 Sek bei 150mm mft Dies bestätigt doch die Theorie der Brennweitenverkürzung bei Einsatz einer Nahlinse. Zur Umrechnung siehe hier: Dioptrien, Brennweite und Vergrößerung - Informationsservice - Komerci oHG - Elektronik und mehr ... Elektronik-Import - Elektronik-Handel 150mm in Dioptrien umrechnen: 1000/150 = 6.7 Dioptrien Raynox Dioptrien (4.8) + 6.7 = 11.5 Dioptrien 11.5 Dioptiren = 1000 x 1/11.5 = 87mm Und genauso wie 87mm kommt mir vom Verwacklungseindruck (Displaywackeln + Testaufnahmen) auch die Kombination Oly14-150 (@150mm) + Raynox DCR-150 vor. Damit würde man mit einem DCR-250 noch weniger 'wackeln'. Denke, die Verwacklungsfrage ist gelöst? O.g. Kombination verhält sich wie ein 87mm Objektiv...?!? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Peter Heckert Geschrieben 28. Juni 2012 Share #9 Geschrieben 28. Juni 2012 (bearbeitet) Denk einfach mal ans menschliche Auge: Das Auge fokussiert nicht, indem es die Linse verschiebt, sondern indem es die Krümmung und damit die Brennweite der Linse verändert. Weil der Verlauf der Mittelpunktsstrahlen sich dabei nicht ändert, bleibt auch der Bildwinkel unverändert. Ähnliches passiert bei einer Nahlinse: Die Brennweite, -statt der Position der Linse- wird verändert zum Fokussieren , d.h. der Bildwinkel bleibt ungefähr gleich. Und dann sollte auch der Bildstabilisator funktionieren. Grüsse, Peter bearbeitet 28. Juni 2012 von Peter Heckert Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Ameise Geschrieben 28. Juni 2012 Share #10 Geschrieben 28. Juni 2012 unabhängig vom rein theoretischen: die Praxis zeigt (ich kann nun schon von fast 4 Jahren Erfahrung sprechen....) : das Verwackeln ist sehr individuell unterschiedlich, hängt von vielen Faktoren ab, die ich selbst oft nicht ganz nachvollziehen kann; Fakt ist, daß ich mich manchmal hinterher wundere: eine Aufnahme mit 1/60 ist noch ausreichend scharf- eine andere mit gleichem Objektiv bei 1/500 verwackelt... meist spielt auch der Wind, die Körperhaltung, Konzentration etc eine Rolle. Bewährt haben sich folgende Methoden: einen oder noch besser beide Ellenbogen aufstützen, oder Hand auf-oder anlegen, ein Mini-Stativ als Einbein nutzen (das dient auch ganz gut als "Griff" - ich klemme mir den unter die Achsel und habe dann das ganze Geraffel besser im Griff) - ...... was ich sonst noch so manchmal alles anstelle ist schwer zusammen zu fassen..... mit richtigem Stativ bin ich dagegen so gut wie nie zu Gange.... ach ja, und Ausschuß von bis zu 80/90% - je nach Situation - ist fast schon normal... ich nutze gerne die Serien-Funktion, das kann auch mal helfen..... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kirschm Geschrieben 28. Juni 2012 Autor Share #11 Geschrieben 28. Juni 2012 (bearbeitet) unabhängig vom rein theoretischen: die Praxis zeigt (ich kann nun schon von fast 4 Jahren Erfahrung sprechen....) : das Verwackeln ist sehr individuell unterschiedlich, hängt von vielen Faktoren ab, die ich selbst oft nicht ganz nachvollziehen kann; Fakt ist, daß ich mich manchmal hinterher wundere: eine Aufnahme mit 1/60 ist noch ausreichend scharf- eine andere mit gleichem Objektiv bei 1/500 verwackelt...meist spielt auch der Wind, die Körperhaltung, Konzentration etc eine Rolle. Bewährt haben sich folgende Methoden: einen oder noch besser beide Ellenbogen aufstützen, oder Hand auf-oder anlegen, ein Mini-Stativ als Einbein nutzen (das dient auch ganz gut als "Griff" - ich klemme mir den unter die Achsel und habe dann das ganze Geraffel besser im Griff) - ...... was ich sonst noch so manchmal alles anstelle ist schwer zusammen zu fassen..... mit richtigem Stativ bin ich dagegen so gut wie nie zu Gange.... ach ja, und Ausschuß von bis zu 80/90% - je nach Situation - ist fast schon normal... ich nutze gerne die Serien-Funktion, das kann auch mal helfen..... Hier meine Verwackel-Erfahrungen aus 40 Jahre Fotografie und 4 Stunden Makro... (die rote '400' ist ohne Bedeutung). Alles natürlich ohne Blitz. Ich benutze 'Flash Bracket' nur als Dummy-3er-Serien-Funktion... Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! bearbeitet 28. Juni 2012 von kirschm Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Peter Heckert Geschrieben 28. Juni 2012 Share #12 Geschrieben 28. Juni 2012 (bearbeitet) Ja, bei Nahaufnahmen kommt das zusätzliche Kriterium hinzu, dass das Motiv kleiner ist, als die Kamera, evtl. sogar kleiner als die Linse. Dann spielt die laterale Verwacklung eine Rolle. Die wird vom Bildstabilisator nicht korrigiert, es sei denn, man hat eine OMD. Aber: Auch Bildstabilisatoren können irren ;-) Den besten Erfolg habe ich, wenn ich die Kamera entspannt und ausbalanciert in der Hand halte, also nicht gegen das Auge drücke, dann kann ich mit der Sony DSCF717, die ein ziemlich grosses Trägheitsmoment hat, ganz ohne Stabilisator ziemlich lange Zeiten halten. BTW, hier meine Idee für einen passiven Bildstabilisator: Man braucht eigentlich nur einen Beschleunigungssensor in der Kamera. Die Kamera wartet dann, bis der Fotograf nicht mehr wackelt und löst dann in diesem Moment millisekundengenau aus ;-) Hierdurch vermeidet man auch die Verwacklung beim Drücken des Auslösers. Die war anfangs mit der G3 ein grosses Problem für mich, bis ich mit dem obenliegenden Auslöser zurechtkam und lernte, wie ich diese Kamera halten muss, dass es beim Auslösen nicht wackelt, das dauerte etwas. Grüsse, Peter bearbeitet 28. Juni 2012 von Peter Heckert Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
joiandi Geschrieben 28. Juni 2012 Share #13 Geschrieben 28. Juni 2012 Ich bemühe mich, da (auch bei meiner OM), eine relativ sichere Zeit hinzubekommen. Beim 50er Makro versuche ich z.B. mit 1/200(mindestens) zu fotografieren. Bei 150mm mitm Achromaten(nur am 40-150er für FT bis dato genutzt), dürfen es da schon eher was rund um die 1/800 oder so sein. Die Verwacklungsgefahr bzw. die Gefahr, dass die Schärfeebene verrutscht, wächst meines Erachtens doch deutlich mit der Brennweite:) (Ob es mit der OM groß anders ist hab ich noch nicht getestet) Alternativ geht natürlich auch ein Blitz. Ich nehm da gerne meinen Aufsteckblitz, auf dem dann oben ein Moosgummi-Diffusor steckt(recht groß), so dass das Licht auch direkt vor die Linse geworfen werden kann. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Ameise Geschrieben 28. Juni 2012 Share #14 Geschrieben 28. Juni 2012 Hier meine Verwackel-Erfahrungen aus 40 Jahre Fotografie und 4 Stunden Makro... (die rote '400' ist ohne Bedeutung).Alles natürlich ohne Blitz. Ich benutze 'Flash Bracket' nur als Dummy-3er-Serien-Funktion... dann kommt es allerdings auch immer noch darauf an, was man als Ausschuß deklariert.... . Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kirschm Geschrieben 28. Juni 2012 Autor Share #15 Geschrieben 28. Juni 2012 dann kommt es allerdings auch immer noch darauf an, was man als Ausschuß deklariert..... Nun, die Details zeigen meine Tabelle oben: OK = absolut scharf ohne Zweifel, besser geht's nicht nochOK = 8 von 10 Leute 'auf der Strasse' würden sagen: Besser geht's nicht Ausschuss = alle Fotos abzüglich Ok und nochOK ... wie immer alles recht subjektiv... aber ich persönlich betrachte Fotos schärfemässig als Ausschuss (Pixelpeeping), die viele andere noch als scharf bezeichnen würden. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kirschm Geschrieben 29. Juni 2012 Autor Share #16 Geschrieben 29. Juni 2012 Ich kann dir den Raynox auf dem 14-150mm nicht empfehlen, selbst bei 150mm sind die Ecken extremst dunkel, ohne croppen und EBV nicht zu gebrauchen. Denke, das Problem ist gelöst: https://www.systemkamera-forum.de/micro-four-thirds-fourthirds-objektive/36032-geloest-vignettierung-oly14-150-raynox-dcr-150-a.html#post312939 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kbaerwald Geschrieben 29. Juni 2012 Share #17 Geschrieben 29. Juni 2012 Nicht zu vergessen - ein "wackelndes" Objekt bringt zusätzlichen Stress. Mir bleibt oft (AbbM um 1:1, quietschfideles Insekt, Wind) keine andere Wahl als Blitz plus kleinstmögliche, förderliche Blende, wenn ich Freihand fotografiere. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Empfohlene Beiträge
Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren
Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können
Benutzerkonto erstellen
Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!
Neues Benutzerkonto erstellenAnmelden
Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.
Jetzt anmelden