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Hallo.

 

Die technischen Unterschiede der einzelnen Fokussierungsmethoden sind mir bekannt.

 

Nicht aber, wie eine Kamera "entscheidet". Ausschlaggebend für diese Frage war die Möglichkeit, eine EOS 550D ausgiebig testen zu können. Dabei ist uns eine Merkwürdigkeit aufgefallen: in der komprimierten Ansicht sahen praktisch alle Aufnahmen scharf aus.

 

In der 100% Ansicht zeigten sich die Untersschiede. Extrem viele Aufnahmen waren ganz einfach unscharf. Die besten Einstellungen erzielten wir unter Verwendung des mittleren AF-Messfeld (Kreuzsensor, die anderen Messfelder sind Liniensensoren).

 

Die Aussage im Canon-Handbuch ist etwas verwirrend:

 

"Falls die Fokussierung schwierig ist, verwenden Sie das mittlere AF-Messfeld. ...Mit einem schnellen Objektiv von 1:1,0 bis 1:2,8 ist auch mit dem mittleren AF-Messfeld eine hochpräzise Fokussierung möglich."

 

Eigentlich ist nach unserer Erfahrung ausschließlich mit dieser Einstellung (bei unbeweglichen Motiven) eine halbwegs präzise Fokussierung möglich.

 

Aber jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

 

nehmen wir mal an, eine Kamera besitzt 19 Kreuzsensoren.

 

Beim Fokussieren leuchten z. B. 3 Kreuzsensoren auf. Das bedeutet ja, dass ein Schärfepunkt von diesen 3 Sensoren gefunden wurde. Bedeutet das gleichzeitig auch, dass diese Schärfepunkte auf der gleichen Entfernungslinie liegen, also z. B. 10 Meter entfernt?

 

Oder ist es denkbar, dass diese Schärfepunkte auf unterschiedlichen Entfernungen liegen können? Falls ja, wie entscheidet die Kamera, auf welchen der Punkte sie scharfstellen soll?

 

Ich frage deshalb so "merkwürdig", weil wir einfach keine Erklärung finden können, weshalb die 550D so oft "falsch" liegt. Manchmal finden wir auch überhaupt keinen Schärfepunkt in einer Aufnahme.

 

Falls also generell eine besonders hohe Anzahl von Kreuzsensoren dazu beitragen soll, überhaupt einen Schärfepunkt zu finden, dieser aber möglicherweise gar nicht gewünscht ist, würde ich ohnehin nur mit dem mittleren AF-Messfeld arbeiten, oder in schwierigen Fällen manuell fokussieren.

 

Wie seht Ihr das?

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Gast outsourced
Als leidgeprüfter Besitzer einer 550 D könnte ich ja jetzt flapsig sagen - weil die Kamera Schrott ist.

Sicherlich finden sich User, die dir das genauer erläutern können - ich weiß es nämlich nicht ...

 

Hallo zusammen,

 

ich denke die Kamera ist nicht das Problem...das Problem ist sicher die Schnittstelle Nutzer/Kamera. Es ist doch nicht ungewöhnlich das es mehrere Punkte auf einem anvisierten Motiv gibt, die bestimmte Bedingungen erfüllen und ein scharfes Bild signalisieren....hier muss der Nutzer nun eingreifen und den gewünschten Punkt auswählen. Ein Profi der mit der Kamera vertraut ist wird an diesem Punkt nicht scheitern, einem Nutzer der die Kamera nur gelegentlich in der Hand hält bietet das System sicher eine Menge Gründe über unscharfe Bilder zu klagen.

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Schau mal hier Understanding Camera Autofocus

 

Die 550d hat wohl unwissentlich falsch entschieden, dass heißt sie hat gedacht der Fokus wäre passend, aber das System war nicht richtig kallibriert. Der Kontrast-AF ist da treffsicherer. Allerdings dann ohne Kontrast aufgeschmissen, z.B. schon bei meiner Wohnzimmerwand, bei jedem Licht.

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ich denke die Kamera ist nicht das Problem...das Problem ist sicher die Schnittstelle Nutzer/Kamera. Es ist doch nicht ungewöhnlich das es mehrere Punkte auf einem anvisierten Motiv gibt, die bestimmte Bedingungen erfüllen und ein scharfes Bild signalisieren....hier muss der Nutzer nun eingreifen und den gewünschten Punkt auswählen. Ein Profi der mit der Kamera vertraut ist wird an diesem Punkt nicht scheitern, einem Nutzer der die Kamera nur gelegentlich in der Hand hält bietet das System sicher eine Menge Gründe über unscharfe Bilder zu klagen.

 

 

Hallo outsourced,

 

also damit, die Ursache des Problems auf den Nutzer zu schieben, machst Du es Dir vielleicht doch etwas zu einfach.

 

Ich für meinen Teil bin zwar kein Profi, aber nach 7 Digitalkameras, 5 analogen Spiegelreflex-Kameras und rund 30 Jahren leidenschaftlicher Fotografiebegeisterung würde mich nun wirklich nicht als Laien sehen, sondern als ambitionierten Hobby-Fotografen. Derart intensiv habe ich mich bisher noch nicht mit der genauen Funktionsweise der Fokussierung befasst, weil ich noch nie eine Kamera hatte, die ein solches auffälliges Verhalten zeigte, und mein Freund darüber ziemlich verzweifelt ist.

 

Die Canon G12 z. B., die zu Vergleichsaufnahmen bei denselben Motiven herhalten mußte, hatte eine erheblich höhere "Trefferquote" (um nicht zu sagen, dass praktisch alle damit erstellten Aufnahmen desselben Motivs scharf waren).

 

Dass "der Profi" unter gewissen Umständen eingreifen, und den Schärfepunkt manuell auswählen muss, ist ja ok. Aber bei jeder zweiten Aufnahme?

 

Naja, ich stelle auch mal eine Support-Anfrage an Canon. Mal sehen, was die antworten.

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Ich muss ehrlich sagen: Es war mir immer ein Rätsel, warum Kameras überhaupt mit mehreren AF-Sensoren arbeiten - die dann offenbar nach irgendeinem Automatismus gewählt werden. Das ist doch dann fast so schlimm wie bei billigen Kompaktkameras, wo man sich sicher ziemlich sein kann, dass der Fokus auf dem Objekt liegt, das einfach am nahesten ist. Aber will ich das?

Ich habe noch bei jeder Kamera das mittlere Feld zur Scharfstellung eingestellt, denn ich habe kein Problem damit, mit der Mitte des Bildfeldes auf mein Objekt zu "zielen".

Anders seiht es aus, wenn man mit einem Stativ arbeitet und daher nicht so beweglich ist, aber das kommt bei mir so gut wie nie vor.

 

Schönen Gruß

vom Südlicht (das immer einen Bogen um DSLRs machte)

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Gast outsourced

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Hallo outsourced,

 

also damit, die Ursache des Problems auf den Nutzer zu schieben, machst Du es Dir vielleicht doch etwas zu einfach.

 

Ich für meinen Teil bin zwar kein Profi, aber nach 7 Digitalkameras, 5 analogen Spiegelreflex-Kameras und rund 30 Jahren leidenschaftlicher Fotografiebegeisterung würde mich nun wirklich nicht als Laien sehen, sondern als ambitionierten Hobby-Fotografen. Derart intensiv habe ich mich bisher noch nicht mit der genauen Funktionsweise der Fokussierung befasst, weil ich noch nie eine Kamera hatte, die ein solches auffälliges Verhalten zeigte, und mein Freund darüber ziemlich verzweifelt ist.

 

Die Canon G12 z. B., die zu Vergleichsaufnahmen bei denselben Motiven herhalten mußte, hatte eine erheblich höhere "Trefferquote" (um nicht zu sagen, dass praktisch alle damit erstellten Aufnahmen desselben Motivs scharf waren).

 

Dass "der Profi" unter gewissen Umständen eingreifen, und den Schärfepunkt manuell auswählen muss, ist ja ok. Aber bei jeder zweiten Aufnahme?

 

Naja, ich stelle auch mal eine Support-Anfrage an Canon. Mal sehen, was die antworten.

 

Hallo parolando,

 

die G12 kann man nicht als Vergleich nehmen, bedingt durch kleineren Sensor erreicht man eine größere Tiefenschärfe, die manchmal gewollt ist, aber in vielen Fällen auch nicht gewünscht wird.

 

Wie aber soll eine Kamera, mit allen Sensoren aktiviert wissen, welcher für ein bestimmtes Motiv, bestimmte Entfernung reagieren soll...wenn nicht der Benutzer es festlegt.

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Mein obiger Post hat folgenden Grund:

 

ganz im Gegensatz zu meinen G-Modellen ist die 550 D trotz meiner intensivsten Bemühungen nicht in der Lage, ein Bild mit größeren Kontrastunterschieden vernünftig zu gewichten.

Das gleiche Problem stellt sich mit dem Autofokus, dem ich keine gebührliche Treffsicherheit nachsagen kann.

Zwar reite ich momentan auf der manuellen Welle, wie ihr ja alle wisst, trotzdem setze ich hin und wieder den Autofokus ein.

Fehlerquote bei Panasonic geht gegen null, beziehungsweise ist kein Kameraverschulden, weil die Objekte zum Scharfstellen zu dicht beieinander lagen ...

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Hallo!

Die technischen Unterschiede der einzelnen Fokussierungsmethoden sind mir bekannt.

Schön, dann kann ich ja meine Ansicht ohne weitere Hintergrundinformation darlegen...

Nicht aber, wie eine Kamera "entscheidet".

Beim Phasen-AF wird immer der zur Kamera am nächsten liegende Schärfepunkt ausgewählt.

Beim Kontrast-AF immer der Bereich im Meßfeld, wo die höchsten Ortsfrequenzen mit dem höchsten Kontrast auftreten.

Das erklärt vieles:

Beim Phasen-AF - und Entfernungen die nahe unendlich liegen, also je nach Brennweite schon ab einigen Metren - genügt das zentrale Meßfeld (gegebnenfalls verschwenken).

Beim Kontrast-AF - und einem "stabilisierten" Objektiv - wird meist der Hintergrund bevorzugt.

Wie seht Ihr das?

Eine Schnittbildmattscheibe oder ein Meßsucher ist durch nichts zu ersetzen.

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Beim Phasen-AF wird immer der zur Kamera am nächsten liegende Schärfepunkt ausgewählt.

Für welche Hersteller gilt dies? Quelle?

 

Beim Kontrast-AF immer der Bereich im Meßfeld, wo die höchsten Ortsfrequenzen mit dem höchsten Kontrast auftreten.

Welche Ortsfrequenz hat eine einzelne Kontrastkante (ein einzelner Hell-Dunkel-Übergang)?

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Hallo Parolando,

 

das von dir beschriebene eigenwillige Fokussierverhalten kenne ich auch noch von meiner EOS 400d. Sobald man der Kamera die Wahl des Fokuspunktes überließ, entschied sie sich - entgegen meiner Erwartung (ich hatte erwartet, daß es sich so verhält, wie auch Isaac es beschreibt) - eben nicht für den am nächsten liegenden Punkt, sondern sie aktivierte mal mehrere AF-Punkte (die auch durchaus auf unterschiedliche Entfernungen liegen konnten) mal recht willkürlich einen. Vor allem, wenn mehrere Punkte aufleuchteten, hatte ich oft den Eindruck, nirgendwo im Bild mehr eine richtige Schärfenebene zu finden.

 

Meine Erklärung nach vielem Herumprobieren und Recherchieren im DSLR-Forum: Die Kamera versucht dann, einen wie auch immer gearteten Kompromiss zu finden - und liegt damit im Zweifelsfall total daneben.

 

Die Lösung: Die Aktivierung aller AF-Punkte grundsätzlich abschalten und immer nur einen AF-Punkt aktivieren. Im Normalfall den mittleren Kreuzsensor. Die ihn umgebenden Sensoren nur in bestimmten Fällen nutzen und dabei von Hand auswählen (man kann mit dem Drehrädchen durchscrollen, das geht schneller als mit den Kreuztasten):

  1. Wenn die Kamera auf dem Stativ ausgerichtet ist und ein Motivpunkt außerhalb der Mitte fokussiert werden soll, ohne die Kamera dauernd verschwenken zu müssen.
  2. Bei Nahaufnahmen und Aufnahmen mit hoher Lichtstärke und entsprechend geringer Schärfenebene, um Fehler durch das Verschwenken zu vermeiden (z.B. Porträts mit exakter Schärfe auf dem Auge).
  3. Bei Blitzaufnahmen mit TTL-Mehrfeld-Messung, weil die Belichtung dann den Schwerpunkt auf das aktivierte AF-Feld legt und das durch Fokussieren mit dem mittleren Sensor und nachträgliches Verschwenken zu fehlbelichteten Blitzbildern führen würde.

Gruß, leicanik

 

(Glücklicherweise müssen wir uns hier im Systemkameraforum normalerweise mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen ;))

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Die Aussage im Canon-Handbuch ist etwas verwirrend:

 

"Falls die Fokussierung schwierig ist, verwenden Sie das mittlere AF-Messfeld. ...Mit einem schnellen Objektiv von 1:1,0 bis 1:2,8 ist auch mit dem mittleren AF-Messfeld eine hochpräzise Fokussierung möglich."

 

 

normale AF Sensoren in DSLRs benutzen eine Messbasis, die in etwas F5,6 entspricht (sonst könnten die üblichen Zooms nicht mehr sauber scharfgestellt werden) .. Canon baut einen Mittelsensor ein, der zusätzlich mit einer grösseren Messbasis (F2,8 entsprechend) arbeitet und damit auch lichtstarke Objektive sehr genau scharfstellen kann.

 

 

 

Auch meine Erfahrung mit MehrfeldAF Systemen ist, dass man am besten fährt, wenn man selbst das richtige Feld auswählt. Das muss nicht immer das mittlere sein, aber auf jeden Fall sollte man das nicht der Kamera überlassen. (wer ist nur auf den Blödsinn gekommen diese AF Automatik einzubauen)

 

 

Die einzige AF Automatik, die wirklich sinnvoll arbeitet ist die Gesichtserkennung der Kontrast AF Kameras .. diese benutze ich gerne für Bilder von Veranstaltungen und Partys, wo ich einfach Leute fotografieren möchte.

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Hallo!

Sobald man der Kamera die Wahl des Fokuspunktes überließ, entschied sie sich - entgegen meiner Erwartung (ich hatte erwartet, daß es sich so verhält, wie auch Isaac es beschreibt) - eben nicht für den am nächsten liegenden Punkt, sondern sie aktivierte mal mehrere AF-Punkte (die auch durchaus auf unterschiedliche Entfernungen liegen konnten) mal recht willkürlich einen.

Also meine 5D wählt immer nur einen Punkt aus (ausser es liegt die Schärfe bei mehreren Punkt bei der selben, nächsten, Entfernung).

Bei der E-300 kann es in der Tat vorkommen, daß mehr als ein AF-Punkt aufleuchtet, verwendet wird allerdings immer die "nächste" Entfernung - oder, wie du richtig festgestellt hast, es wird irgendwohin fokusiert.

Bei L10 hingegen gilt das von mir festgestellte Verhalten.

Meine Erklärung nach vielem Herumprobieren und Recherchieren im DSLR-Forum: Die Kamera versucht dann, einen wie auch immer gearteten Kompromiss zu finden - und liegt damit im Zweifelsfall total daneben.
Das kenne ich nur von meiner PowerShot S70, die ich aber schon lange hergeschenkt habe :-)

 

Die Lösung: Die Aktivierung aller AF-Punkte grundsätzlich abschalten und immer nur einen AF-Punkt aktivieren.

Das ist meiner Ansicht nach auch die beste Empfehlung.

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Vielen Dank für die Diskussion und besonders für die Erklärung, die Isaac gegeben hat. Damit wurde tatsächlich meine Frage beantwortet. Und vielen Dank Leicanik, dass es mir vergönnt war, meine Frage im Systemkamera-Forum posten zu dürfen, und nicht in einem DSLR-Forum, denn das Systemkamera-Forum ist nun mal mein Lieblings-Forum.

 

All Eure Informationen haben dazu beigetragen, das Verhalten der EOS 550D persönlich bewerten zu können.

 

Betrachten wir mal ein paar Aussagen.

 

//Als leidgeprüfter Besitzer einer 550D könnte ich ja jetzt flapsig sagen - weil die Kamera Schrott ist.

Sicherlich finden sich User, die dir das genauer erläutern können - ich weiß es nämlich nicht ...//

 

Durchaus keine verwerfliche Aussage, spiegelt sie doch die Frustration eines Besitzers der 550D über den Autofokus wider.

 

//Die G12 kann man nicht als Vergleich nehmen, bedingt durch kleineren Sensor erreicht man eine größere Tiefenschärfe, die manchmal gewollt ist, aber in vielen Fällen auch nicht gewünscht wird.//

 

Hört sich theoretisch zunächst plausibel an. Jedoch trat die Unschärfe bei der 550D auch im totalen Weitwinkelbereich auf, so dass sich der Tiefenschärfe-Effekt einer Kamera mit kleinerem Sensor wiederum relativiert.

 

//...wir reden ja auch von dreistelligen Canonen. Ein paar Unterschiede muß es doch geben. (Unterschied 5D zur E300)//

 

Eine faktisch zunächst nicht weiter belegte Aussage, die darauf abzielt, dass hochpreisliche Spiegelreflex-Kameras erwartungsgemäß bessere Technologien verwenden.

 

Kann sein, muss aber nicht.

 

Zwischenzeitlich war ich nicht untätig, und habe mit Kollegen und Bekannten, von denen ich weiß, dass sie DSLR's besitzen, das Thema angesprochen. Bei der EOS 450 muss es wohl ebenfalls zu ähnlichen Problemen mit der Fokussierung gekommen sein. Bei den gesichteten Aufnahmen einer Nikon D40 trat besagte Unschärfe eher nicht auf.

 

Darüberhinaus habe ich mir für einen Tag eine Nikon D700 besorgt, und (bei schlechteren Lichtverhältnissen) dieselben Motive fotografiert, wie Tage zuvor mit der 550D.

 

Gem. des erwähnten Tiefenschärfe-Effektes müsste die D700 ja wegen des größeren Sensors (36 x 24 mm (D700) zu 22,3 x 14,9 mm (550D)) theoretisch noch größere Probleme haben, die Schärfe zu finden, als die 550D. Hier endet dann aber die Theorie.

 

Bei allen Testaufnahmen konnten wir nur 2 unscharfe Fotos feststellen. Damit steht die D700 der G12 in nichts nach.

 

Die D700 stand übrigens auf Programm-Automatik und die Fokussierung auf "Dynamische Messfeldsteuerung", also nicht auf Punkt-Autofokus.

 

Nach subjektivem Empfinden (was aber auch objektiv durch die Begutachtung der Fotos bestätigt wurde) hat die Kamera die Schärfe immer dort gesucht (und bis auf die besagten 2 Aufnahmen auch gefunden), wo sie mittig hinzielte. Sie verhielt sich praktisch exakt so, wie ich es von der EOS 550D und jeder anderen Spiegelreflexkamera erwarten würde.

 

Zur Rettung der 550D sei angemerkt, dass die Testaufnahmen mit dem Kit-Objektiv 18-55 mm angefertigt wurden, während die Nikon mit einem Nikkor 24-120 mm Objektiv bestückt war.

 

Meine persönliche Meinung ist:

 

Der Autofokus der 550D ist miserabel, wenn er nicht auf Punkt-Fokussierung gestellt ist, und selbst dann kommt es zu unerklärlichen Unschärfe-Phänomenen.

 

Die Sensorgröße spielt eher keine Rolle, ob eine Kamera zuverlässig scharfstellen kann, oder nicht.

 

Wohl auch nicht der Preis. Die D40 z. B.war damals eine preisgünstige DSLR-Einsteiger-Kamera, sogar mit größerem Sensor als bei der 550D.

 

Somit bleibt bei mir weiterhin die Ratlosigkeit bezüglich des erwähnten Phänomens, und auch die Vorwarnung, sollte ich mal mit dem Gedanken spielen, mir eine Canon dieser Baureihe anzuschaffen.

 

Die Nikon D700 ist in der erwähnten Zusammenstellung übrigens ein absolutes Monsterteil und mir viel zu schwer, als dass ich sie mit mir rumschleppen wollte.

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Als leidgeprüfter Besitzer einer 550 D könnte ich ja jetzt flapsig sagen - weil die Kamera Schrott ist.

Sicherlich finden sich User, die dir das genauer erläutern können - ich weiß es nämlich nicht ...

 

Hallo

Bei meiner vor 6 Jahren gekauften EOS20D war dies auch schon so. Diese Kamera hat mich bez. AF so genervt, dass ich diese seit gut 3 Jahren nicht mehr verwende. Ich war über 12 Jahre überzeugter EOS Fan(EOS 1N; EOS 50E, div. CANON Linsen u.a. L 2,8-70-200). CANON war mal vor Jahren führend in Sachen AF, davon ist leider nicht mehr viel übriggeblieben. Das Einzige was mich an EOS immer noch voll überzeugt, ist das super Bajonett. Das grösste und eigentlich auch für Vollformat noch überdimensioniert (z.B. im Vergleich zu NIKON).

 

Viele Grüsse

Otmar

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... Und vielen Dank Leicanik, dass es mir vergönnt war, meine Frage im Systemkamera-Forum posten zu dürfen, und nicht in einem DSLR-Forum, denn das Systemkamera-Forum ist nun mal mein Lieblings-Forum.
Wir sind hier halt hilfreich, edelmütig und gut :D - nein, es war etwas anders gemeint, nämlich daß die Systemkameras bauartbedingt keine Front- und Backfokusprobleme haben, was ich sehr genieße. (War also kein versteckter Seitenhieb an dich :)).
//...wir reden ja auch von dreistelligen Canonen. Ein paar Unterschiede muß es doch geben. (Unterschied 5D zur E300)//

 

Eine faktisch zunächst nicht weiter belegte Aussage, die darauf abzielt, dass hochpreisliche Spiegelreflex-Kameras erwartungsgemäß bessere Technologien verwenden.

 

Kann sein, muss aber nicht.

Doch, bitte setze dich mal mit den technischen Daten auseinander. Die größeren Canonmodelle haben den aufwändigeren und besseren AF (z.B. nicht nur einen mittigen Kreuzsensor)! Abgesehen davon war die Bemerkung aber auch etwas spaßhaft gemeint, was ich durch zwei Smileys zu verdeutlichen versuchte.
...Bei den gesichteten Aufnahmen einer Nikon D40 trat besagte Unschärfe eher nicht auf.
Könnte sein, daß Nikon das bessere System hat. (Allerdings schienen mir die kleinen Nikons - große hatte ich nie in der Hand - dafür etwas langsamer zu fokussieren. Vielleicht sind sie ja langsamer, aber gründlicher?)

Wir haben hier auch noch nicht weiter über möglichen Front- oder Backfokus der Objektiv-Kamera-Kombination gesprochen. Zu meiner Canonzeit hat mir mal ein Händler meines Vertrauens hinter vorgehaltener Hand erzählt, sie hätten wesentlich mehr diesbezügliche Reklamationen bei Canon als bei Nikon. Ob das stimmt, konnte ich natürlich nicht nachprüfen ...

Gem. des erwähnten Tiefenschärfe-Effektes müsste die D700 ja wegen des größeren Sensors (36 x 24 mm (D700) zu 22,3 x 14,9 mm (550D)) theoretisch noch größere Probleme haben, die Schärfe zu finden, als die 550D. Hier endet dann aber die Theorie.
Das sehe ich anders: Hast du schon mal mit einer manuellen Kamera fokussiert? Du wirst feststellen, daß das mit lichtstarken Objektiven (= mit geringer Schärfentiefe) besser geht, weil die Schärfe deutlicher "springt". Die größere Schärfentiefe hilft nicht, den Schärfepunkt besser zu finden, sie kaschiert nur besser die kleinen Ungenauigkeiten.

 

Gruß, leicanik

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Die Sensorgröße spielt eher keine Rolle, ob eine Kamera zuverlässig scharfstellen kann, oder nicht.

Richtig, da es üblich geworden ist, die Fokussierung in der 100%-Ansicht zu beurteilen, kommt es eigentlich nur auf die Pixeldichte an. Ausserdem decken die AF-Module von KB-Kameras ungefähr die gleiche Fläche ab wie in einer APS-C-Kamera (d.h. sie nehmen einfach einen kleineren Teil der Sensorfläche ein).

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Hallo

Bei meiner vor 6 Jahren gekauften EOS20D war dies auch schon so. Diese Kamera hat mich bez. AF so genervt, dass ich diese seit gut 3 Jahren nicht mehr verwende. Ich war über 12 Jahre überzeugter EOS Fan(EOS 1N; EOS 50E, div. CANON Linsen u.a. L 2,8-70-200). CANON war mal vor Jahren führend in Sachen AF, davon ist leider nicht mehr viel übriggeblieben. Das Einzige was mich an EOS immer noch voll überzeugt, ist das super Bajonett. Das grösste und eigentlich auch für Vollformat noch überdimensioniert (z.B. im Vergleich zu NIKON).

 

Viele Grüsse

Otmar

 

Da kann ich dir 100% zustimmen ich hatte auch mal eine 30D und das gleiche Problem.

Nikon hat da ein besseres Autofokussystem nämlich ein Motiverkennungssystem bei dem Motiv- und Farbinformationen in einer Datenbank verglichen werden und erkennt so schon vor der Aufnahme was mit der Kamera fotografiert werden soll. Millisekunden vor der Aufnahme werden Autofokus, Belichtungsautomatik und Weisabgleich optimiert.

 

Bei Systemkameras mit Kontrastautofokus hat man die Probleme nicht, aber dafür wieder andere.

 

Frank

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(War also kein versteckter Seitenhieb an dich :)).

Abgesehen davon war die Bemerkung aber auch etwas spaßhaft gemeint, was ich durch zwei Smileys zu verdeutlichen versuchte.

 

Ich hab meine Antwort ja auch nicht so toternst sondern eher scherzhaft gemeint. :)

 

Das sehe ich anders: Hast du schon mal mit einer manuellen Kamera fokussiert? Du wirst feststellen, daß das mit lichtstarken Objektiven (= mit geringer Schärfentiefe) besser geht, weil die Schärfe deutlicher "springt". Die größere Schärfentiefe hilft nicht, den Schärfepunkt besser zu finden, sie kaschiert nur besser die kleinen Ungenauigkeiten.

 

Ich stimme Dir hier vollkommen zu. Es war ja auch nicht meine Meinung, sondern ich habe die folgende Annahme aufgegriffen:

 

Hallo parolando,

 

die G12 kann man nicht als Vergleich nehmen, bedingt durch kleineren Sensor erreicht man eine größere Tiefenschärfe, die manchmal gewollt ist, aber in vielen Fällen auch nicht gewünscht wird.

 

Wie aber soll eine Kamera, mit allen Sensoren aktiviert wissen, welcher für ein bestimmtes Motiv, bestimmte Entfernung reagieren soll...wenn nicht der Benutzer es festlegt.

 

die darin enthaltene Theroie durch den Vergleich der Sensoren-Größen erweitert, und dann durch die praktische Erfahrung verneint, wobei Du von einer manuellen Fokussierung sprichst, ich das aber auch auf den Autofokus beziehe.

 

Will sagen: ich kann NICHT bestätigen, dass man bei Kameras mit kleinem Sensor und größerer Tiefenschärfe besser scharfstellen kann.

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