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vor 12 Stunden schrieb tgutgu:

Wenn ich bei mFT mit Blende 16 fotografiere, kommt da KB nicht mit. In solchen Situationen ist es wohl besser auf ein wenig Auslösung aufgrund der Beugung zu verzichten, als auf das Gestaltungselement hohe Schärfentiefe zu verzichten.

Damit verlierst du nicht "ein wenig", sondern sehr viel an Auflösung infolge der Beugungsunschärfe, und die Aberrationen nehmen auch zu, das Bild wird gegen den Rand sehr weich. In solchen Fällen bieten sich doch Fokusreihen an - das können ja die mFT-Spitzenmodelle.

Im übrigen müssen auch Landschaftsaufnahmen nicht immer von der Blume im Vordergrund bis zur 30km entfernten Bergspitze scharf sein - oft wird der räumliche Eindruck verstärkt, wenn z.B. die Berkette im Hintergrund leicht unscharf wiedergegeben wird.

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Die Beugung begrenzt die maximale Schärfe. Aber sie macht Bilder nicht sofort unscharf. Etwas weniger als maximale Schärfe kann für den Betrachter immer noch sehr scharf sein!

Manchmal gibt es Gründe, hohe Blenden zu wählen, wie z.B. Blendensterne oder eine größere Tiefenschärfe (unter Inkaufnahme der Beugung).

Hier mal ein paar Bilder von Petr Bamousek, der scheinbar keine Ahnung von Beugung hat. Man könnte ihn ja mal auf seine ungeschickten Einstellungen anschreiben. Vielleicht werden dann seine Bilder auch mal chic!

Viele Aufnahmen oberhalb von F10:

https://500px.com/photo/287293647/nose-horned-chameleon-madagascar-by-petr-bambousek?ctx_page=1&from=gallery&galleryPath=27036439&user_id=1729909

 

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vor 5 Minuten schrieb Markus B.:

Damit verlierst du nicht "ein wenig", sondern sehr viel an Auflösung infolge der Beugungsunschärfe […]

Jedoch immer noch deutlich weniger als bei Wahl einer zu großen Blende.
Fokusreihen sind eine feine Sache. Freihand eher weniger und auch nur bei leichtem Wind und Pflanzen im Vordergrund wird das eine zusätzliche Hausaufgabe und Übung im Maskieren auf mehreren Ebenen.

Wie bereits geschrieben – ja, man kann natürlich auch andere Ansätze wählen und die Aufnahme mit weniger Schärfentiefe gestalten. Dann erhält man jedoch auch ein anderes Bild. Man könnte auch eine nackte Schönheit ins Gras legen und dem Hintergrund dadurch an Aufmerksamkeit entziehen. Es gibt viele Möglichkeiten Dinge anders anzugehen. ;)

Diese Diskussion entwickelt sich grade zum Gegenstück ebenfalls beliebter Diskussionen um das Spiel mit sehr geringer Schärfentiefe – nur in die Gegenrichtung. Braucht keiner, ist unnatürlich, kann man auch ganz anders und natürlich weit besser angehen …  Lasst doch jedem seine Vorlieben und systemimmanente Eigenheiten von Systemen als solche einfach mal stehen. Niemand wird zum Einen oder Anderen gezwungen.

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vor 6 Stunden schrieb pizzastein:

Das Thema Augenarzt kommt mir bekannt vor...

Halte einen Finger ca. 20 cm vor die Augen, stelle darauf scharf und achte auf weiter entfernten Hintergrund. Bei mir ist der dann unscharf. Zum Augenarzt werden ich deswegen ganz bestimmt nicht gehen, im Gegenteil.

Das Auge wandert allerdings in der Regel ständig hin und her. Bei einem Fußballspiel sehe ich garantiert nicht vor einem total unscharfen Hintergrund laufende Fußballspieler. Wenn ich einen anderen Menschen aus üblicher Entfernung anschaue, sehe ich auch das ganze Gesicht scharf und nicht nur ein Auge. Insofern ist Freistellung für mich nur ein Gestaltungsmittel, das ich mehr oder weniger stark einsetzen kann und kein Qualitätsmerkmal für ein Foto oder ein Kamerasystem.

Freistellung ist eben mMn. nicht die Nachbildung des natürlichen menschlichen Seheindrucks. Auf etwas anderes wollte ich nicht hinaus und niemandem unterstellen, dass er persönlich zum Augenarzt muss. Das sollte aus dem Kontext meines Beitrags auch hervorgegangen sein.

bearbeitet von tgutgu
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vor einer Stunde schrieb tgutgu:

Freistellung ist eben mMn. nicht die Nachbildung des natürlichen menschlichen Seheindrucks.

Es ist schwierig, Infos dazu zu finden. Der gesehene Schärfebereich hängt auch stark von der Umgwbungshelligkeit ab. Auf dieser Seite:

https://www.fotoworkshop-stuttgart.de/das-menschliche-auge-und-die-fotografie/

wird für einen natürlichen Seheindruck f5.6 bis f8 (@KB) genannt als max. Lichtstärke.

Im DSLR-Forum gibt es einen Thread, in dem eine Variation von f2 bis f16 (@KB) genannt wird (#5):

https://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=52253&highlight=Auge

Das bedeutet, im Nahbereich sieht das Auge nur einen eingeschränkten Teil scharf, besonders wenn es nicht sehr hell ist.

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Es ist komplett müßig über die "Blende" des Auges zu philosophieren, denn das entscheidende ist unser Gehirn welches Dank seiner massiven Rechenleistung uns die Illusion vorgaukelt, dass wir alles wirklich scharf sehen könnten.

Und ich rede hier nicht vom blinden Fleck.

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vor 11 Minuten schrieb finnan haddie:

Es ist komplett müßig über die "Blende" des Auges zu philosophieren, denn das entscheidende ist unser Gehirn welches Dank seiner massiven Rechenleistung uns die Illusion vorgaukelt, dass wir alles wirklich scharf sehen könnten.

Und ich rede hier nicht vom blinden Fleck.

So ist es, darauf will ich hinaus.

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vor 7 Stunden schrieb noreflex:

Hier mal ein paar Bilder von Petr Bamousek, der scheinbar keine Ahnung von Beugung hat. Man könnte ihn ja mal auf seine ungeschickten Einstellungen anschreiben. Vielleicht werden dann seine Bilder auch mal chic!

Das ist genau die Frage - wenn man die MTF-Charts mal zum benutzten 30er Makro hinzuzieht, dann versteht man wie stark die Auflösung abnimmt, ob das nun sichtbar ist oder nicht kommt auf die Ausgabegröße, das Objektiv und die Ansprüche an ;)

Hier mal ein Chart zum 30er (Quelle Digitalkamera.de)

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Hier sieht man ganz klar die Leistung des auf Schärfe und Makro optimierten Objektivs, also die Nutzbarkeit von 40 LP bis zu Blende 16 mittig oder Blende 14 am Rand - das ist jetzt die Auflösungsfähigkeit. Nimmt man ein einfaches Kitobjektiv oder ein Zoom wird man schnell geerdet, denn die MTF-Charts zeigen grade bei nicht so hochwertigen Gläsern sehr stark wo die Grenzen sind - trotzdem muss man auch dann die Fähigkeit haben diese Schwächen zu sehen, bemerken oder bemerken wollen - genau da liegt der Punkt ;)

Bamousek veröffentlich in 1600 Pixeln Auflösung bei dem genannten Link und nutzt das Oly Makro - denke er kann genau einschätzen, was er wie richtig macht - zumindest schreiben die EXIFs eine sehr deutliche Sprache, grade bei den Weitwinkelaufnahmen erkennt man den Hang zur perfekten Schärfentiefe, da blendet er auf, nutzt sogar förderliche Blende und eigentlich gibt es kein Foto mit kritischer Blende - zumindest bei dem Dutzend, welches ich mir angesehen habe.

 

 

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vor 13 Minuten schrieb finnan haddie:

Es ist komplett müßig über die "Blende" des Auges zu philosophieren, denn das entscheidende ist unser Gehirn welches Dank seiner massiven Rechenleistung uns die Illusion vorgaukelt, dass wir alles wirklich scharf sehen könnten.

Für den Fernbereich stimme ich zu. Im Nahbereich nicht. Mach mal die vorgeschlagenen Experimente, auf etwas nahes zu fokussieren und dabei auf einen deutlich entfernteren Hintergrund zu achten.

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Von heute, f2.8 Offenblende. Hund und Schärfeebene maskiert, mit Output-Sharpener nachgeschärft, Maske umgekehrt und entrauscht.  Ich zeig jetzt nicht noch ewig neue Hündchen. Aber ich denke man sieht ganz gut, dass Freistellung mit mFT kein Hexenwerk ist, wenn man lichtstarke Optiken benutzt und den "Dreh" raus hat  Man sieht auch ganz gut, dass mFT für diese Art Fotografie ideal ist. Der Tacken mehr Schärfentiefe wird gebraucht und Unschärfe ist dort wo sie sein sollte.  

Ja, jemand sprach es schon an. Man muss mit seinen Fotos zufrieden sein, dann ist alles ok. Wenn der Look für den Fotografen selbst stimmt ist alles gut und passt auch die Ausrüstung. 

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vor 40 Minuten schrieb Regs:

Von heute, f2.8 Offenblende. Hund und Schärfeebene maskiert, mit Output-Sharpener nachgeschärft, Maske umgekehrt und entrauscht.  Ich zeig jetzt nicht noch ewig neue Hündchen. Aber ich denke man sieht ganz gut, dass Freistellung mit mFT kein Hexenwerk ist, wenn man lichtstarke Optiken benutzt und den "Dreh" raus hat  Man sieht auch ganz gut, dass mFT für diese Art Fotografie ideal ist. Der Tacken mehr Schärfentiefe wird gebraucht und Unschärfe ist dort wo sie sein sollte.  

Ja, jemand sprach es schon an. Man muss mit seinen Fotos zufrieden sein, dann ist alles ok. Wenn der Look für den Fotografen selbst stimmt ist alles gut und passt auch die Ausrüstung. 

 

Ich wäre mit diesem Bild nicht zufrieden - der Übergang von der Fokusebene in den Unschärfebereich ist zu abrupt, un dieser wirkt ziemlich unnatürlich. Tut mir leid - aber mit Vollformat und einem lichtstarken Objektiv würde das wesentlich besser ausschauen, z.B. mit einem 85er bei Blende 2.0, mit sehr harmonischen Übergängen in den unscharfen Hintergrund.

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