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Gern auch mehr aus Deiner Vergangenheit mit größeren Formaten. Warum hast Du sie gebraucht (KB gab es damals ja auch schon und kleineres MF).

 

Zugegeben, habe nicht viel mit dem Großformat gemacht, und wenn ich es gemacht hatte war es einfach die grandiose Auflösung, wo weder das Mittelformat geschweige denn das Kleinbild mithalten konnte.

 

Ich war auch damals in Fotoklubs unterwegs, da wurde natürlich auch heiß über Bildqualität diskutiert. Die Kamera hatte da nur eine untergeordnete Rolle gespielt, wichtiger war die Idee, oder die Umsetzung eines Bildes, was letztendlich dann auch prämiert wurde.

 

Bei der Hochzeitsfotografie wurde das drum herum (Reportage) mit Kleinbild gemacht, und die klassischen Hochzeitsportraits mit Mittelformat. Auch da hat das Mittelformat wieder seine Auflösungsvorteile gegenüber dem Kleinbild ausgespielt. Damals hätte ich mich nie getraut, einem Hochzeitskunden ein klassisches Portrait von einer Kleinbildkamera anzubieten.

 

Bei deinen erwähnten Hochzeitsfotografen Dirk Weber, und Roland Michels braucht es in der Tat keine Kleinbildkamera, denn die Bilder werden von einer Idee und dem Mut dazu getragen, und das geht auch mit MFT.  B)

 

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Gast User73706

Wenn Euch Dirks Sachen so gefallen, dann schaut Euch auch mal die Sachen seiner Frau an, Saja Seus. Saja und ich freunden uns gerade an, Supporten uns gegenseitig für Hochzeiten und ich mag ihre Sachen sehr!

 

Sie benutzt aber andere Kameras als Dirk. ;)

bearbeitet von ThreeD
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da kommen zwei Dinge zusammen:

 

erstmal verläuft halt alles in Wellen (oder Moden).

Wenn jeder Depp mit 37 verschiedenen Kameras supercleane Bilder machen kann, ist das irgendwann fad und dann ist es eben schick, wenn man bewusst das Gegenteil macht (Korn usw).

Hätten wir alle noch das analoge Zwangskorn der 40er/50er Jahre würde niemand das schick finden.

Der Mensch braucht Abwechslung, egal wie.

 

So würde ich die Neuseeland-Bilder auch bewerten. Diese Reportage ist ja ein Teaser für die gemachten Filme (und vielleicht dann "besseren" Bilder). Also MÜSSEN die making-of-Bilder roh und unfertig wirken. So wie schnell bei der Hauptarbeit nebenbei gemacht. Das macht in gesamten Kontext dieser Reise total Sinn. Noch besser (oder ehrlicher) wäre es gewesen, dafür dann auch eine olle Point-and-Shoot-Kamera zu nutzen, damit man die Effekte nicht faken muss. Und es geht hier auf um Aufmerksamkeit. Die müssen Werbung machen und da hilft so ein polarisierender Style natürlich auch. Sieht man ja an der Diskussion hier. :)

 

Und dann gehe ich noch mit Atur d'accord, dass es bestimmte Moden in der Bildsprache gibt. Ich bin nicht auf Instagram, aber vielleicht ist das ja ein trending topic, dass Bilder wieder analoger und roher aussehen sollen. Würde ja gut sehr Retro-Welle passen. Nicht nur so die Kameras sollen alt aussehen, auch die Bilder.

bearbeitet von cyco
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Gast User73706

Das hängt einfach vom Thema und Context ab. Ist das Thema ein „warmes“, „romantisches“, „menschliches“ braucht man keinen übercleanen, superscharfen Mikrokontrastfotos ohne Korn. Ist es etwas technisches, Businessbezogenes wird „Wärme“ und „Romantik“ außen vor gelassen und klar und deutlich gezeichnet.

 

Und natürlich Geschmacks- und Stilabhängig. Für mich persönlich sind Fotos von Menschen mit Klarheit +40 und mehr nicht zeitlos, genauso mit Klarheit -40 und mehr.

 

Dann lieber Korn und flaches Schwarz.

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Da ist auch zu lesen warum sie den Look mitunter verwendet haben:

"Dafür schafft es der Look verschiedene Kameras, Objektive und Aufnahmesituationen sehr einheitlich darzustellen und das ist wirklich eine Besonderheit."

 

Ergibt durchaus Sinn auf ein niedriges Niveau runterzubrechen. So kann man auch mal ein Handybild bei Lowlight untermischen ohne dass es völlig aus der Reihe tanzt...

 

 

Zur "nötigen" Bildqualität: ich hadere auch gerade mit mir, ob ich mir eine A7III zulegen sollte. Einerseits ja, weil mein Spieltrieb mich nervt. Andererseits nein, weil ich seit Wochen auf Youtube, Flickr und Instagram Bilderstrecken (v.a. Hochzeiten) vergleiche und feststelle, dass mir die Bilder entweder gefallen (vom Stil her) oder nicht gefallen. Es ist seit Wochen nicht einmal passiert, dass mich Bildqualität negativ berührt hat. Sämtliche Hochzeiten aus MFT-Geräten können voll mit denen mithalten, die mit KB geschossen wurden. Dabei meine ich nicht das Pixelpeepen auf 100%, wo selbstredend die KB-Geräte noch einen Schnaps mehr bieten. Nein, ich meine auf der Ebene Voll-Bild auf einem 55"-Monitor. Und da gucke ich mir u.a den Dirk Weber (Brautrausch), Roland Michels (Hamburg), Ondro u.a. Kandidaten an. Die Kamera ist da überhaupt kein Thema.

 

Diese Erkenntnis habe ich hier zu Beginn des Threads ja auch geteilt: um Bilder wirken zu lassen, reicht auch MFT in den allermeisten Fällen. Die Bild-Strecken von Brautrausch sind jedenfalls für mich ein Grund, erstmal weiter meine Bildsprache zu entwickeln und neues Klimbim aufzuschieben.

 

Den Gedanken an die A7III hegte ich die letzten Wochen auch immer wieder... das ist aber auch wieder nur GAS... Ich habe mal inzwischen den Mut gehabt bei einer Anfrage ja zu sagen und eine Minihochzeit als Fotograf begleitet. Zum einen bin ich froh um die Abwechslung und um die Erfahrung, zum anderen bin ich auch sehr angetan von den Ergebnissen. Den Zahn mit der "Einschränkung durch den MFT-Sensor" ziehe ich mir selber mehr und mehr. Das einzige was ich selber immer wieder als Einschränkung erfahre ist mein Wissensstand, meine Kreativität usw. Das sind die Punkte, welche sich in meiner Fotografie weitaus einschränkender auswirken als Sensorgrößen, Bildrauschen usw.

Dass ich manchmal mit meinen Ergebnissen unzufrieden bin, das hängt zum größten Teil wohl mit mir zusammen, da würde dann auch eine D850 nicht viel ausrichten... und wenn ich die hätte, welche Ausrede bliebe mir dann?

 

Ein Gedanke der mir eben kam: Ist die optimale Bildqualität nicht auch etwas womit uns von Industrie und Medienseite vor der Nase rumgewedelt wird? So nach dem Prinzip: Halte sie unzufrieden, dann kaufen sie auch...

Würde mich mal interessieren welchen Stellenwert die optimale Bildqualität für jeden hier hätte, wenn es um den reinen und ursprünglichen Geschmack ginge. Quasi das pure ICH... andererseits sind wir auch alle nur das Ergebnis unserer Umwelteinflüsse, viel unberührtes ICH gibt es da wahrscheinlich nicht... Bah... philosophische Gedanken... jetzt geh ich mal kochen :D

 

bearbeitet von somo3103
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...

 

Ein Gedanke der mir eben kam: Ist die optimale Bildqualität nicht auch etwas womit uns von Industrie und Medienseite vor der Nase rumgewedelt wird? So nach dem Prinzip: Halte sie unzufrieden, dann kaufen sie auch...

 

@Somo

 

Vielen Dank für Deine Gedanken, die ich voll teile! Wir sind wohl im Geiste sehr nah beieinander, da ich diese Gedanken auch ständig habe. Wären nicht die Hersteller in der Zwickmühle, ihren neuen Produkten irgendwelche USPs anzuheften und diese dann mit großem Aufwand zu bewerben, wir würden häufig nicht nach der Lösung dürsten, die uns nun geliefert wird.

 

Viele Möglichkeiten der heutigen Kamera-Technik sind Overkill und ich bemerke an mir, dass ich mich eher technisch verzettele und dann die Basics nicht mehr beherrsche. Beim Nachdenken darüber, ob beim Brautpaar nun 4K-Video, Postfokus, Serienbild mit Tracking, einfaches Serienbild, EV oder MV, Spot oder Matrix richtig ist, ist die halbe Feier vorbei!

 

:wub:

 

Ich coache mich selber gerade, mit den einfachsten Basics gute Bilder zu machen und mich weniger um die Technik zu kümmern. Diese technischen Goodies brauchte ich eigentlich nicht, sie sind aber beworben worden, in meiner Kamera verbaut und von mir auch hin und wieder ausprobiert worden. Aber wie gesagt, ich beherrsche keine dieser Features aus dem Schlaf. Und daher habe ich beschlossen, mich mehr auf das zu konzentrieren, was ich für das Bild wirklich benötige: eine ISO-Zahl, eine Blende, eine Zeit und ggf. noch, ob das Kasterl nun mit AF oder eher ohne arbeiten soll. Das ist schon komplex genug.

 

Jede neue Kamera ist wieder ein Einbruch der Industrie in mein gerade aufgebautes Verständnis von Fotografie: ich muss wieder umlernen, muss erst mal verstehen, welche Einstellungen ich meiden muss und welche Unverträglichkeiten existieren (Bei EV geht XY nicht, bei MV dann ZX nicht). Das Marketing der Hersteller hat längst in meinen Kopf gepflanzt:  "ja, ich brauche unbedingt diese Super-Qualität, weil ich dann dieses und jenes endlich machen kann. Ohne diese Features (Rauschen, Bokeh, Freistellung usw.) würden die Bilder ja schon mies aussehen usw. usf." Daher brauche ich die A7III, das 25/1,2, das 45/1,2 usw.

 

Gott sei Dank ist meine Frau nicht bekloppt und stellt mir dann immer solche Fangfragen, was ich konkret an meinen Bildern auszusetzen hätte und wir lachen dann immer. Alles, was meine Bilder momentan noch nicht haben, bekomme ich auch nicht durch weitere Technik! Es sind Dinge wie Motiv-Wahl, Licht-Nutzung, Perspektiven, Bildgestaltung (anordnen der Bildelemente) usw.

 

Deswegen gibt es auch diesen Thread: ist optimale Bildqualität mein Engpass? Der eine oder andere wird die Frage mit "ja" beantworten. Ich ganz klar mit nein! ;)

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Falls es noch nicht bemerkt wurde, hier:  https://blog.krolop-gerst.com/bildstrecke/kg-destination-neuseeland-14/   gibt es den Krolop&Gerst-Look als Preset zum Download.

 

Habe mir die Bilder (vorher, nach Bearbeitung) noch einmal angesehen. Das macht meine GX80 alles ohne Presets! Die rauscht schon von Natur so, wenn ich die Tiefen etwas anhebe. Also muss ich mir diese Art der Bildanmutung schön saufen! ;)  ;) ;)  

 

Ich finde gut, wie Krolop noch mal den Prozess und seine Gedanken zu der Bildstrecke teilt.

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Ich habe ein simples Explorer-Ablageprinzip: Familie wir, - alle, Freunde, Urlaube, Diverses und in den jeweiligen Subdirs zB 20180115-23_St.Anton.

Warum erzähle ich das?

Ganz einfach, weil ich im selben Genre einfach ein paar Ordner runter rollen muss, um Bilder meiner vorigen, vorvorigen, vorvorvorigen, vorvorvorvorigen ;-) Kamera zu sehen.

Dann stelle ich genau dasselbe fest, was noreflex schreibt:

... Alles, was meine Bilder momentan noch nicht haben, bekomme ich auch nicht durch weitere Technik! Es sind Dinge wie Motiv-Wahl, Licht-Nutzung, Perspektiven, Bildgestaltung (anordnen der Bildelemente) usw. ...

Und ich möchte es dabei sogar auf einen exponierten Punkt bringen:

Mein Equipment ist mehr als ausreichend für alle Hobbyerfordernisse, das vielmalige Lesen meiner 'Lieblings-Fotoschule' von A.Hurni (-> googeln) trägt auch Früchte, aber was wirklich, ganz wirklich, ganz, ganz wirklich viel bringen würde wäre, auf ein Foto 'anzusitzen', auf das Handy zu gucken, wann sunset bzw -rise ist, wo die Sonne steht, Mittag vermeiden etc. - das wäre es, aber ich bin nicht bereit, mich von meinem Hobby versklaven zu lassen. Wenn ich eben nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin (bei Gruppen-Rundreisen ist das sogar meist ausgeschlossen) dann hab ich ebne kein Foto, das viele 'Gefällt mir' bekommt - und stellt euch vor, sogar das ist mir egal! ;-)

Gute Fotos macht, wer viel investiert - und zwar nicht Geld, sondern Zeit!

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Da ist auch zu lesen warum sie den Look mitunter verwendet haben:

"Dafür schafft es der Look verschiedene Kameras, Objektive und Aufnahmesituationen sehr einheitlich darzustellen und das ist wirklich eine Besonderheit."

 

Ergibt durchaus Sinn auf ein niedriges Niveau runterzubrechen. So kann man auch mal ein Handybild bei Lowlight untermischen ohne dass es völlig aus der Reihe tanzt...

Ich spiele dann mal den Advocatus Diaboli und sage, wenn es ähnlich einem Handybild wirkt, brauche ich keinen KB-Boliden als Kamera. Jedensfalls wäre dies wahrscheinlich die Erwiderung in einem Forum wie hier gewesen, wenn man diese Bidler ohne Kommentar gezeigt hätte.

 

Habe mir die Bilder (vorher, nach Bearbeitung) noch einmal angesehen. Das macht meine GX80 alles ohne Presets! Die rauscht schon von Natur so, wenn ich die Tiefen etwas anhebe. Also muss ich mir diese Art der Bildanmutung schön saufen! ;) ;) ;)

Genau, man hätte eigentlich den Flug auch mit einer 6 Jahre alten LX7 machen können, die bequem in eine Tasche gepasst hätte.

Die ganzen Anmerkungen auf den Seiten, dass die Reise durch Nikon gesponsert wurde, klingen eher nach: "ich hätte eigentlich lieber eine andere Kamera dabei gehabt, musste aber den Sponsor bedienen. Dafür hab ich ihm Bilder geliefert, die man mit jeder anderen Knipse auch hätte machen können". :)

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Sehr einverstanden mit kleinw. Besonders mit den Gedanken zu Zeit und, wie ich ergänzen möchte, Geduld.

 

Zu noreflex und somo habe ich eine Anmerkung, bei der ich mich möglicherweise wiederhole: Die A7-III macht meine Bilder nicht "besser" als die II. Den Unterschied in der technischen Qualität sehe ich spätestens hier im Forum auch nicht mehr. Auf Flickr, wo ich meistens so um die 6K einstelle, auch nur in den allerseltensten Fällen.

 

Aber mit der III kommen wesentlich mehr bessere Bilder raus. Alles klappt zwangloser. Weil ich bessere Technik habe, muß ich mich im allgemeinen weniger damit beschäftigen, die Kamera nimmt mir da vieles ab. Und auch das muß ich feststellen: Für Urlaub und kleines Besteck ist mir meine GX7 mit einem Zoom der Mittelklasse (7-14 und 14-140) immer noch lieb und teuer - aber ich sehe an den Ergebnissen und an meinem Bildschirm halt schon, daß es es ein mittleres Zoom war. Das 24-105 an der A7-III ist in den Ergebnissen nur schwer von einer Festbrennweite zu unterscheiden, solange das Licht reicht! Und weil ich jetzt weniger oft wechseln muß, gelingen mir auch mehr Bilder, die ich für "besser" halte.

 

Die bessere Technik macht mich sicher nicht zu einem besseren Photographen. Aber ich freue mich an einem Mehr von besseren Bildern!

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micharl,

entweder stellst du andere Ansprüche, oder wir haben andere Wahrnehmungen.

Ich habe eben aus China 782 Fotos (APS-C und 1") von einer 3-wöchigen Rundreise mitgebracht. Ich machte die Fotos 'großzügig', weil ich ja ohnehin beim Entwickeln 'ausmisten' kann. Das war (wieder einmal) die übliche Täuschung, denn 735 Fotos sind übergeblieben (und da ich mein interessiertes Umfeld nicht damit plagen kann, habe ich eine eiserne Regel: max. 100 Fotos ziehe ich heraus, damit ich zB bei einer Essenseinladung ein Intermezzo machen kann; somit gibt es zwei Qualitätslevels).

Ich habe keinerlei Fortschritt zwischen meiner A6000 und der A6500 bemerkt, obwohl ich mir diese wegen meines essentiellen Tremors zugelegt habe - die 6500 hat IBIS!

Ich betrachte Fotos meist auf meinen (sehr guten) 4K-OLED-TVs - die haben zB einen Dynamikumfang von ca. 11 EV und max. 70% des Adobe-Farbspektrums - also was soll's?

Auch leiste ich mir den Luxus, meinen 'besten' Apparat niemals in den Urlaub, also zu Orten, wo ich so schnell nicht wieder hinkomme, mitzunehmen. Oft bleibt sogar die APS-C im Hotel und ich habe nur meine Lieblingscam dabei, einen winzig kleinen 1-Zoller! ;-)

Übrigens fließt Geduld bei mir in die Zeit ein, aber deine Ergänzung ist sehr richtig!

 

 

 

bearbeitet von kleinw
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Wir sind wohl im Geiste sehr nah beieinander, da ich diese Gedanken auch ständig habe. Wären nicht die Hersteller in der Zwickmühle, ihren neuen Produkten irgendwelche USPs anzuheften und diese dann mit großem Aufwand zu bewerben, wir würden häufig nicht nach der Lösung dürsten, die uns nun geliefert wird.

 

Gott sei Dank ist meine Frau nicht bekloppt und stellt mir dann immer solche Fangfragen, was ich konkret an meinen Bildern auszusetzen hätte und wir lachen dann immer.

 

Ja, offenbar... und zusätzlich scheinen unsere Frauen auch ähnliche Bücher über die Konditionierung und Erziehung von Männern zu lesen :D

 

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Aber mit der III kommen wesentlich mehr bessere Bilder raus. Alles klappt zwangloser. Weil ich bessere Technik habe, muß ich mich im allgemeinen weniger damit beschäftigen, die Kamera nimmt mir da vieles ab.

 

Ich für meinen Teil sprach jetzt nicht von Innovationen in der Bedienung. Klar, so etwas wie einen Joystick mag ich an meiner G9 auch nicht mehr missen, das sind schon tolle Helferlein und tatsächlich Bedienungshilfen. Aber wie du schon sagtest, die Bilder werden dadurch nicht unbedingt besser. Und der Umkehrschluß für mich, die alten Kameras werden durch das erscheinen der neuen Modelle nicht schlechter. Das was noreflex beschreibt (Jede neue Kamera ist wieder ein Einbruch der Industrie in mein gerade aufgebautes Verständnis von Fotografie) kommt mir übrigens auch sehr bekannt vor. Bei jeder neuen Cam verbringe ich die ersten 1-2 Monate die meiste Zeit mit der Technik hinter der Kamera als mit der eigentlichen Fotografie... Das ist zu Anfang also auf jeden Fall erst einmal ein Rückschritt für mich.

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Gerade bei mFT sehe ich bei jeder neuen Kamerageneration Verbesserungen in der Handhabung, welche den Umgang erleichtern und damit mittelbar schon auch für mehr Erfolg sorgen kann. Insofern habe ich eigentlich diesbzgl. eigentlich nie einen Rückschritt, da Funktionen, wenn sie gut implementiert sind, auch entsprechend wenig Einarbeitungszeit verlangen. Größtes Einarbeitungsproblem ist bei mir fast immer der AF, allerdings wurde insbesondere bei Panasonic das AF Interface immer wieder verbessert, so dass ich den AF während des Fotografierens deutlich besser anpassen kann.

 

Gute Bedienbarkeit ist mir in Anbetracht der Ausgabemedien, die ich am häufigsten nutze, deutlich wichtiger als der letzte Schuss noch besserer Bildqualität. Gefummel und Menüorgien finde ich mehr frustrierend als etwas mehr Korn im Bild und vielleicht hier und da etwas weniger Dynamik. Gute Handhabung macht einfach mehr Spass bei der "Arbeit" und über ein gelungenes Bild mit vielleicht kleinen technischen Defiziten komme ich locker hinweg.

 

Bzgl. Bildausgabe stelle ich auch immer mal fest, dass für die Webgallerie bearbeitete Bilder, im Druck - insbesondere bei starken Farben - nicht mehr funktionieren, weil Tinte und Papier einen deutlich geringeren Farbraum unterstützen. Das passiert nur in den extremeren Fällen, zeigt aber, dass die Probleme oft ganz woanders stecken.

 

Allerdings muss man sich immer vor Augen führen, dass das was heute im Vergleich zur Diafotografie heute möglich ist, schon phänomenal ist, wenn man sich in allen Systemen auf dem aktuellen Stand der Technik bewegt.

bearbeitet von tgutgu
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...Allerdings muss man sich immer vor Augen führen, dass das was heute im Vergleich zur Diafotografie heute möglich ist, schon phänomenal ist, wenn man sich in allen Systemen auf dem aktuellen Stand der Technik bewegt.

 

Dazu muss man sich nicht mal auf dem aktuellen Stand der Technik bewegen. Schon vor 10 Jahren lieferten die damals aktuellen Top-Digitalkameras Bildqualität und Möglichkeiten der Optimierung in der EBV, die mit der Diafotografie so nicht erreichbar waren.

 

Deswegen stellt sich die berechtigte Frage, wieviel vom ständigen immer höher, schneller, weiter sich tatsächlich in den Bildern wiederfindet und ob nicht 95% mit der für das aktuellste Modell gerade ausrangierten Kamera genauso gut geworden wären.  ;)

bearbeitet von 123abc
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entweder stellst du andere Ansprüche, oder wir haben andere Wahrnehmungen.

Einmal das. Und dann ist auch noch "Reisephotographie" für mich ein ganz besonderes Genre, das keinesfalls im Mittelpunkt meines Interesses steht. Schon alleine deshalb, weil ich so viel und so weit nicht mehr reise.

 

Ich habe hier in Berlin eine Reihe von Motiven, zu denen ich immer wieder zurückkehre, um einen bestimmten Eindruck einzufangen. Da bringe ich denn auch schon einmal von einer einzigen Exkursion zahlreiche Bilder mit, die verschiedenen Lichtständen, Perspektiven, Blickwinkeln usw. entsprechen. Das heißt: Bei den Aufnahmen geht es um technisches nur am Rande - ich versuche dem Motiv etwas abzugewinnen, von dem ich nur eine ziemlich ungefähre Ahnung habe. Hohe, um nicht zu sagen optimale Bildqualität ergibt sich quasi von selbst. Dazu hilft mir eine technisch fortgeschrittene Kamera wie die 7-III, eben weil sie mich von technischem entlastet, deutlich mehr als mich das erforderliche Umdenken und Umlernen von z.B. der 7-II behindert. 

 

Aber vermutlich ist das alles sehr individuell verschieden.

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Aber vermutlich ist das alles sehr individuell verschieden.

 

Vermutlich. Für mich ist z.B. der C-AF in vielen Bereichen sehr entscheidend. Bis ich den in etwa so hatte wie ich ihn wollte brauchte es fast zwei Monate regelmäßiges Try & Error in unterschiedlichen Situationen. Bis ich ein Gefühl für die neue Kamera habe braucht es da einfach eine Zeit und in dieser fotografiere ich - zumindest bewegte Ziele - in der Regel erst einmal schlechter, als mit meiner gewohnten Kamera. Aber auch darüber hinaus, der Wechsel von einer Lumix zur nächsten mag vom Interface usw. noch nicht so einschneidend sein, dass ich nicht mehr zurecht komme, aber alleine schon die veränderte Bedienung, vertauschten Knöpfe usw. nehmen mir bei einem Kamerawechsel den "Flow" und ich brauche wieder etwas Zeit um die Kamera blind bedienen zu können.

bearbeitet von somo3103
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Zum Thema Bedienung: ich habe heute morgen erst festgestellt, wie an der GX80 der AF "Alle Felder" und der AF "Ein Feld" zusammenarbeiten. Ich hatte mich immer gewundert, dass dann, wenn ich irgendwann dieses "alle Felder" per Fingertip auf eine Stelle und damit "Ein Feld" überstimmt habe, der "Ein Feld"-Modus blieb.

 

Ich habe dann wieder "Alle Felder" ausgewählt.

 

Heute stellte ich fest, dass "Alle Felder" bleibt, der Fingertip nur für ein Intermezzo gilt und wieder auf "Alle Felder" zurückspringt, wenn ich kurz den Center-Button hinten drücke.

 

So einfach ist die Welt. Ich habe die GX80 jetzt fast 1 3/4 Jahre und war mit ihr 3 x in den Alpen, in Finnland, Griechenland, Karibik und wer weiß wo noch. Und solche simplen Erkenntnisse wachsen einem dann erst Jahre später zu.

 

Ich meine, dass man viel Sicherheit gewinnt, wenn man seine Geräte aus dem FF beherrscht. Und obwohl ich mit der GX80 Poweruser bin, habe ich immer noch nicht das Ende der Lernkurve erreicht. Im September will ich mit dem Teil eine Hochzeit begleiten (als Hauptfotograf ;) und wahrscheinlich einziger Fotograf) und bis dahin muss ich noch ein paar Übungen mit Blitz und LED-Lampe hinter mich bringen, damit ich vor Ort dann nicht mehr nachdenken muss.

 

Bezüglich der Bildqualität habe ich keine Bedenken. Ich habe jetzt schon ISO 6400 und sogar 12800 benutzt, ohne in Ohnmacht zu fallen. Dennoch werde ich mir wahrscheinlich noch eine A7III für das Event ausleihen. Einfach, weil ich Lust habe... :wub:

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Gast User73706

Wenn mir die Technik schneller und leichter zum Ziel zu kommen, warum nicht. Das kann Besonders im Bezug auf Fotografie von Menschen dazu führen, dass man mehr Zeit für Interaktion mit diesen hat. Und dazu, dass man Fotos viel schneller im Kasten hat und somit Zeit spart. Für Kunden und Beteiligte ein willkommener Vorteil.

 

Kameras die einem „langsamer“ zum Ziel bringen (Film, Manuell, eine FB) bringen dann den Vorteil mit vielleicht noch bewusster zu fotografieren. Mehr Zeit zu brauchen und mehr „nachdenken“ zu müssen.

 

Am Ende ist es immer die Mischung.

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Dazu muss man sich nicht mal auf dem aktuellen Stand der Technik bewegen. Schon vor 10 Jahren lieferten die damals aktuellen Top-Digitalkameras Bildqualität und Möglichkeiten der Optimierung in der EBV, die mit der Diafotografie so nicht erreichbar waren.

 

Deswegen stellt sich die berechtigte Frage, wieviel vom ständigen immer höher, schneller, weiter sich tatsächlich in den Bildern wiederfindet und ob nicht 95% mit der für das aktuellste Modell gerade ausrangierten Kamera genauso gut geworden wären.  ;)

 

Deswegen sehe ich ja die für mich relevanten Fortschritte hauptsächlich bei Bedienung, Handhabung, AF-Technik und Sucherqualität. Allerdings muss man auch die signifikante Bildqualitätsverbesserung berücksichtigen, die im Falle von mFT mit der Einführung des E-M5 Sensors einherging. Auch die noch bessere Lichterwiederherstellbarkeit der E-M1II ist für mich ein positiver Effekt.

 

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Zum Thema Bedienung: ich habe heute morgen erst festgestellt, wie an der GX80 der AF "Alle Felder" und der AF "Ein Feld" zusammenarbeiten. Ich hatte mich immer gewundert, dass dann, wenn ich irgendwann dieses "alle Felder" per Fingertip auf eine Stelle und damit "Ein Feld" überstimmt habe, der "Ein Feld"-Modus blieb.

 

Ich habe dann wieder "Alle Felder" ausgewählt.

 

Heute stellte ich fest, dass "Alle Felder" bleibt, der Fingertip nur für ein Intermezzo gilt und wieder auf "Alle Felder" zurückspringt, wenn ich kurz den Center-Button hinten drücke.

 

So einfach ist die Welt. Ich habe die GX80 jetzt fast 1 3/4 Jahre und war mit ihr 3 x in den Alpen, in Finnland, Griechenland, Karibik und wer weiß wo noch. Und solche simplen Erkenntnisse wachsen einem dann erst Jahre später zu.

 

(...)

 

Es kommt auch immer darauf an, wie man bei der Einarbeitung vorgeht. Gerade das Anpassen von AF-Zone und -Bereich ist für mich in wichtiger Aspekt und so interessiert es mich immer schon am Anfang, wie das so ist mit der Bereichsfestlegung und dem Zentrieren und spiele die für mich relevanten Knöpfe durch. Sehr schnell ändere ich auch eine Knopfbelegung, um den AF noch besser bedienen zu können. Diese erste Phase dauert vielleicht zwei Wochen. Weitere Anpassungen ergeben sich aus der Praxis.

 

Die meisten Kameras habe ich bislang im Winter erworben, so dass vergleichsweise viel Zeit war, sich mit der Bedienung auseinander zu setzen. Die meisten Digitalkameras ticken ja durchaus ähnlich, so dass sich zuminest bei mir ein "Riecher" entwickelt hat, wo ich suchen muss.

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