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Das PLV ist ein Hammer, mit dem ein sparsamer Mensch jedes Spitzenprodukt zertrümmern möchte.

 

Ich habe Bekannte, die sind genau aus diesem Grund sparsam, um sich etwas leisten zu können, dessen PLV die Grenzen dessen sprengt, was man gemeinhin als "normal" bezeichnen würde.

 

Oder auf diesen Thread bezogen: Wenn die SL die Bezeichnung "Spitzenprodukt" verdient, dann wird sie auch in sparsamen Haushalten zu finden sein   ;) 

 

 

Hans

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Leica hat natürlich das grosse Dilemma bei der Entwicklung einer Kamera wie der SL, dass sie die Herzstücke einer Digitalkamera (Sensor + Prozessor) nicht selbst herstellt und aufgrund der geringen Stückzahlen kaum Einfluß auf deren  Herstellung haben kann und sich daher mit Standardangeboten aus dem Regal abfinden muss. Ganz anders sieht es bei Sony aus, die daher auch Nullkommanix drei unterschiedliche Sensorvarianten ihrer 7er-Reihe aus dem Boden stampfen können. Aus Imagegründen kann Leica sicher kaum bei Sony, dem Benchmark-Hauptkonkurrenten, einkaufen und bedient sich daher beim israelischen Hersteller TowerJazz und versucht beim Kooperationspartner Panasonic mitentwickeln zu lassen, was in erster Linie für die Prozessoren und Softwareabstimmung Relevanz haben dürfte. Denn wenigstens ist die SL ja keine völlig umgelabelte Panasonic, was ja bekanntermaßen bei anderen Modellreihen die Misere der Leicaentwicklung aufzeigt. Dazu kam bei der SL der für Leica glückliche Umstand, dass sie bei der Markteinführung die ersten sind, die den hochauflösenden Epson-EVF einbauen konnten, der natürlich in Zukunft auch bei anderen Marken Verwendung finden wird, da er als Epson-Entwicklung allen offensteht.

Wenn man schon nicht die Entwicklungsspielräume von Sony hat, "flüchtet" man sich halt in die Herstellung hochwertiger Gehäuse (was ja nun wirklich keine High-Tech ist) und strapaziert die Mystifizierung bis an ihre Grenzen, um die extremen Preise mit verquastem Mythos-Nebel zu begründen.

Bei der Objektiventwicklung sieht es ganz sicher anders aus, da hat Leica nach wie vor grosses know-how und entwicklungstechnische Spielräume

bearbeitet von Viewfinder
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Leica hat schon immer hochwertige Gehäuse gebaut. Es exisiert also keine Flucht in hochwertige Gehäuse, weil Leica angeblich andere Dinge nicht kann.

 

Was wir hier nicht gut können ist einzuschätzen, wo im Bereich Kamera-Prozessoren zukaufbares commodity aufhört und wo wichtiges'Anforderer know-how' beginnt, das Leica durchaus inzwischen auch erworben haben wird.

 

Für mich persönlich klingt es zumindest oft ein wenig holzschnittartig, wenn gesagt wird, Leica kann nur Metall und Glas.

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Leica hat natürlich das grosse Dilemma bei der Entwicklung einer Kamera wie der SL, dass sie die Herzstücke einer Digitalkamera (Sensor + Prozessor) nicht selbst herstellt und aufgrund der geringen Stückzahlen kaum Einfluß auf deren  Herstellung haben kann und sich daher mit Standardangeboten aus dem Regal abfinden muss. ...

 

..., "flüchtet" man sich halt in die Herstellung hochwertiger Gehäuse (was ja nun wirklich keine High-Tech ist) ...

 

Zum ersten Teil des Zitats habe ich eine Frage: in welchen anderen, nicht von Leica stammenden Produkten (nicht nur Kameras) werden der Prozessor und der Sensor eingesetzt? ASAIK wurde der Prozessor in Zusammenarbeit mit/von FujitsuSiemens entwickelt und wird nur in Leica-Kameras eingesetzt. Ein Sensor von TowerJazz in Kleinbildgröße ist mir bislang auch nirgends untergekommen außer in der "Q".

 

Zum zweiten Teil: Ich habe die "SL" ebenso in der Hand gehabt wie die Alpha 7II und muss sagen, dass die Verarbeitungsqualität des Gehäuses mehr als nur Welten trennt. Selbst stabile, handwerklich gut gemachte Gehäuse wie die der OM-D E-M5 II/E-M1 oder Fujifilm X-T1 kommen nicht an die Verarbeitungsqualität der Leica-Gehäuse heran. Es mag nicht wichtig sein, dass heute Kamera noch "für die Ewigkeit" gebaut sind, aber eine gewisse "Haltbarkeit" - nicht nur bis zum nächsten Modelwechsel in 12 Monaten - sollte man schon erwarten dürfen.

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Hinzuzufügen wäre noch, dass Leica natürlich noch einen weiteren Weg beschreitet, um die Entwicklungsdefizite zu kaschieren: Man läßt ganz einfach aus dem aktuell verfügbaren Instrumentarium der digitalen Kameratechnik Elemente weg und verkauft das teuer als Purismus. Eigentlich genial! Beispiele sind reduzierte Menus, Beschriftung der Tastenbelegung oder ganz radikal die Monochrome.

Merke: es ist ungleich schwieriger wirkliche Meilensteine zum state-of-art (der Digitalfotografie) beizusteuern als Elemente wegzulassen und das dann dreisterweise als Meilenstein (Minimalismus) zu verkaufen

 

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Dem ist schon noch einiges hinzuzufügen, finde ich...

 

Vorweg: Ich bin auch Betreiber des Leica Forums und arbeite seit fast 20 Jahren mehr oder weniger intensiv mit Leica zusammen.

Daher bin ich nicht ganz neutral...

 

Viewfinder hat auf jeden Fall recht, wo es um die Marktverhältnisse zwischen Leica und Sony geht.

Es ist aber auf keinen Fall so, dass Leica nur elektronische Komponenten zukauft, in eigene Mechanik reinpackt und gute Optik davorschnallt.

 

Die Leica Kompaktkameras (D-Lux, V-Lux) sind in der Tat umgelabelte Panasonics, bei Leica Q und Leica SL sieht das aber anders aus.

Ich weiß nicht genau, wie das beim Prozessor der SL aussieht, aber der Leica S Sensor wurde zwar bei CMOSIS gefertigt, aber alle Patente lagen bei Leica.

 

Beispiel SL Sucher: Auch wenn Leica das nicht öffentlich zugibt, ist ein EPSON Panel verbaut - es ist aber kein „Epson Sucher“.

Die komplette Optik und Mechanik drumrum (und die ist nicht trivial) ist von Leica selber.

 

Beispiel Bedienkonzept / Interface: Stammt komplett von Leica selber.

Seit einigen Jahren baut Leica in Wetzlar immer weiter eigenes KnowHow in Software und Elektronik auf und stellt entsprechende Leute ein, um sich immer weniger abhängig von externen Zulieferern zu machen.

 

Beispiel Optik: Dass Leica fantastische Objektive baut, ist ja Allgemeingut. Mittlerweile sind das auch elektronisch gesteuerte AF-Objektive - und da ist nichts zugekauft.

 

Ich sag das jetzt nicht als Admin, sondern persönlich (und nicht als Bezug auf einzelne Beiträge hier):

Mich ärgert es, dass Leica oft als Projektionsfläche genutzt wird:

- „Haben Digital verschlafen“ - ja, haben sie vor einigen Jahren, jetzt sind sie aber auf der Höhe der Zeit

- „Nur was für Vitrinisten und ahnungslose Neu-Reiche“ - Ich kenne zahllose Leica Fotografen, und das sind keine Idioten. Die wissen sehr genau, warum sie mit Leica fotografieren, genau wie hier viele sehr bewusst mit Sony/Olympus/Fuji/Lumix fotografieren. Ist nicht jedemanns Sache, aber für viele genau das richtige Ding.

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Zum ersten Teil des Zitats habe ich eine Frage: in welchen anderen, nicht von Leica stammenden Produkten (nicht nur Kameras) werden der Prozessor und der Sensor eingesetzt? ASAIK wurde der Prozessor in Zusammenarbeit mit/von FujitsuSiemens entwickelt und wird nur in Leica-Kameras eingesetzt. Ein Sensor von TowerJazz in Kleinbildgröße ist mir bislang auch nirgends untergekommen außer in der "Q".

 

Zum zweiten Teil: Ich habe die "SL" ebenso in der Hand gehabt wie die Alpha 7II und muss sagen, dass die Verarbeitungsqualität des Gehäuses mehr als nur Welten trennt. Selbst stabile, handwerklich gut gemachte Gehäuse wie die der OM-D E-M5 II/E-M1 oder Fujifilm X-T1 kommen nicht an die Verarbeitungsqualität der Leica-Gehäuse heran. Es mag nicht wichtig sein, dass heute Kamera noch "für die Ewigkeit" gebaut sind, aber eine gewisse "Haltbarkeit" - nicht nur bis zum nächsten Modelwechsel in 12 Monaten - sollte man schon erwarten dürfen.

 

Es ist kein großes Kunststück, aus einem ALU-Metallklotz das große SL Gehäuse zu fräsen, es ist aber sicher wesentlich schwieriger, alle die elektronischen Bauelemente auf kleinstem Raum zu etablieren!  Dazu muss man dann auch noch den VK berücksichtigen! 

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Zum ersten Teil des Zitats habe ich eine Frage: in welchen anderen, nicht von Leica stammenden Produkten (nicht nur Kameras) werden der Prozessor und der Sensor eingesetzt? ASAIK wurde der Prozessor in Zusammenarbeit mit/von FujitsuSiemens entwickelt und wird nur in Leica-Kameras eingesetzt. Ein Sensor von TowerJazz in Kleinbildgröße ist mir bislang auch nirgends untergekommen außer in der "Q".

 

Zum zweiten Teil: Ich habe die "SL" ebenso in der Hand gehabt wie die Alpha 7II und muss sagen, dass die Verarbeitungsqualität des Gehäuses mehr als nur Welten trennt. Selbst stabile, handwerklich gut gemachte Gehäuse wie die der OM-D E-M5 II/E-M1 oder Fujifilm X-T1 kommen nicht an die Verarbeitungsqualität der Leica-Gehäuse heran. Es mag nicht wichtig sein, dass heute Kamera noch "für die Ewigkeit" gebaut sind, aber eine gewisse "Haltbarkeit" - nicht nur bis zum nächsten Modelwechsel in 12 Monaten - sollte man schon erwarten dürfen.

Leider sind das Merkmale, die der Generation Biligplastik nichts mehr bedeuten

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Es ist kein großes Kunststück, aus einem ALU-Metallklotz das große SL Gehäuse zu fräsen, es ist aber sicher wesentlich schwieriger, alle die elektronischen Bauelemente auf kleinstem Raum zu etablieren!  ...

 

Was soll mir das jetzt sagen, zickzack?

 

Wenn es heißen soll, dass ich für die "Glanzleistung", die gesamte Elektronik in ein Alpha 7-Gehäuse zu stopfen, auf Verarbeitungsqualität und Solidität der Bauteile verzichten muss, lehne ich weiterhin dankend ab. Da ist mir die Solidität eines Leica-Gehäuses wichtiger.

 

Völlig irrelevant ist für mich der Preis. Leica ist teuer. Das ist nicht erst seit gestern so. Trotzdem kann und konnte "man" sich diese Kameras leisten, wenn man denn wollte.

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Dem ist schon noch einiges hinzuzufügen, finde ich...

 

Vorweg: Ich bin auch Betreiber des Leica Forums und arbeite seit fast 20 Jahren mehr oder weniger intensiv mit Leica zusammen.

Daher bin ich nicht ganz neutral...

 

Viewfinder hat auf jeden Fall recht, wo es um die Marktverhältnisse zwischen Leica und Sony geht.

Es ist aber auf keinen Fall so, dass Leica nur elektronische Komponenten zukauft, in eigene Mechanik reinpackt und gute Optik davorschnallt.

 

Die Leica Kompaktkameras (D-Lux, V-Lux) sind in der Tat umgelabelte Panasonics, bei Leica Q und Leica SL sieht das aber anders aus.

Ich weiß nicht genau, wie das beim Prozessor der SL aussieht, aber der Leica S Sensor wurde zwar bei CMOSIS gefertigt, aber alle Patente lagen bei Leica.

 

Beispiel SL Sucher: Auch wenn Leica das nicht öffentlich zugibt, ist ein EPSON Panel verbaut - es ist aber kein „Epson Sucher“.

Die komplette Optik und Mechanik drumrum (und die ist nicht trivial) ist von Leica selber.

 

Beispiel Bedienkonzept / Interface: Stammt komplett von Leica selber.

Seit einigen Jahren baut Leica in Wetzlar immer weiter eigenes KnowHow in Software und Elektronik auf und stellt entsprechende Leute ein, um sich immer weniger abhängig von externen Zulieferern zu machen.

 

Beispiel Optik: Dass Leica fantastische Objektive baut, ist ja Allgemeingut. Mittlerweile sind das auch elektronisch gesteuerte AF-Objektive - und da ist nichts zugekauft.

 

Ich sag das jetzt nicht als Admin, sondern persönlich (und nicht als Bezug auf einzelne Beiträge hier):

Mich ärgert es, dass Leica oft als Projektionsfläche genutzt wird:

- „Haben Digital verschlafen“ - ja, haben sie vor einigen Jahren, jetzt sind sie aber auf der Höhe der Zeit

- „Nur was für Vitrinisten und ahnungslose Neu-Reiche“ - Ich kenne zahllose Leica Fotografen, und das sind keine Idioten. Die wissen sehr genau, warum sie mit Leica fotografieren, genau wie hier viele sehr bewusst mit Sony/Olympus/Fuji/Lumix fotografieren. Ist nicht jedemanns Sache, aber für viele genau das richtige Ding.

 

Danke für die klärenden Worte! Aber ohne den "Zukauf" gewisser Teile, ist das heutzutage nicht wirtschaftlich! Slim production wird das heute wohl genannt und daran kommt auch Leica nicht vorbei! Wie ich hörte, verkauft sich die SL bislang recht gut, aber ob das das richtige "Ding" für "viele" ist, wage ich doch stark zu bezweifeln! Dazu fallen mir die Margen bei den LEICA Produkten sehr negativ auf!  Nichts ist so alt, wie die Nachricht von Gestern und die Mitbewerber schlafen ja auch nicht und haben technisch (Sensor) gesehen, immer noch die Nase ganz weit vorne!

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Hinzuzufügen wäre noch, dass Leica natürlich noch einen weiteren Weg beschreitet, um die Entwicklungsdefizite zu kaschieren: Man läßt ganz einfach aus dem aktuell verfügbaren Instrumentarium der digitalen Kameratechnik Elemente weg und verkauft das teuer als Purismus. Eigentlich genial! Beispiele sind reduzierte Menus, Beschriftung der Tastenbelegung oder ganz radikal die Monochrome.

Merke: es ist ungleich schwieriger wirkliche Meilensteine zum state-of-art (der Digitalfotografie) beizusteuern als Elemente wegzulassen und das dann dreisterweise als Meilenstein (Minimalismus) zu verkaufen

 

Sorry, aber das sind genau die Wertungen, die mich nerven (Hervorhebungen von mir).

 

Über Purismus oder „Konzentration auf das Wesentliche“ kann man trefflich streiten, meins ist das auch nicht unbedingt.

 

Ich finde es aber gut, wenn es als Gegengewicht zu immer mehr Features und immer komplizierterer Bedienung eine Firma gibt, die versucht, sich über das Gegenteil zu profilieren.

Natürlich ist da viel Marketing-Sprech dabei, aber um Kameras wie eine M Edition 60 (ohne Display) oder Monochrom (ohne Farbe) auf den Markt zu bringen, gehört unternehmerischer Mut und ein gewisses Selbstbewusstsein.

 

Die Produktstrategen sitzen aber nicht zusammen und überlegen sich, wie sie „dreisterweise“ die Kunden noch besser abzocken können, sondern, wie sie in dem differenzierten Markt ihre Position finden können. Sie lassen sich eben nicht auf ein Technologierennen ein (obwohl sie da - wie oben geschrieben - mittlerweile zumindest mithalten können), sondern denken darüber nach:

- wie sie das Leica-typische (oder „Das Wesentliche“) in ein aktuelles Produkt gießen können und 

- was ihre typischen Leica Kunden wollen (z.B. eine Leica Monochrom) oder

- wie sie in bestehenden Märkten sich ein Scheibchen abschneiden können (z.B. mit der Leica SL)

 

Bei dir hört sich das an, als ob man bei einer Monochrom einfach den Bayerfilter weglässt und dadurch Kosten spart und dafür auch noch die Kunden abzockt. Nein, dafür musste ein neuer Sensor entwickelt werden bzw. ein bestehender modifiziert werden, der dann in Kleinserie produziert wird plus die ganze entsprechende angepasste Software-Entwicklung.

Diese Investition war eine riskante Entscheidung, die für Leica auch voll nach hinten hätte losgehen können.

 

Ich kenne zahlreiche Leica Monochrom Fotografen (und zwar richtig gute und technisch versierte, die den Fotomarkt sehr gut kennen), für die die Kamera die absolute Offenbarung ist.

 

Nochmal: Alles nicht meins (nein, ich habe keine Leica), aber eine gute und IMHO auch wichtige Ergänzung im Fotomarkt.

 

Andreas

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Sorry Andreas, ich will natürlich keinen nerven, am allerwenigsten unseren Admin! Die von Dir beanstandeten Aussagen waren vielleicht im Schreibfluß etwas pointiert. Ich kann ja auch nur meinen Eindruck widergeben und erhebe (natürlich!) keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Ich werde meine Wortwahl zukünftig zügeln. Sorry!

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..., aber ob das das richtige "Ding" für "viele" ist, wage ich doch stark zu bezweifeln! ...

 

Das ist die "SL" sicherlich nicht. Den Massenmarkt bei den "Kistenschiebern", die Massenproduktion, um Millionen Konsumenten mit dem Produkt zu beglücken, peilt Leica nicht an. Das wäre auch vermessen. Aber in der "Nische" in der Leica-Produkte seit Generationen positioniert sind, kann man auch mit kleineren Stückzahlen Erfolg haben. Dazu gehört auch eine attraktive Marge für Hersteller und Fachhandel. M.E. ist es kein Erfolgsrezept, möglichst viele Kameras durch die Verkaufskanäle zu drücken, an denen weder Hersteller noch Handel irgendetwas verdienen.

bearbeitet von kalokeri
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Aber ohne den "Zukauf" gewisser Teile, ist das heutzutage nicht wirtschaftlich! Slim production wird das heute wohl genannt und daran kommt auch Leica nicht vorbei!

Einverstanden. Das ist immer eine Abwägung zwischen Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit von Mitbewerbern.

 

Wie ich hörte, verkauft sich die SL bislang recht gut, aber ob das das richtige "Ding" für "viele" ist, wage ich doch stark zu bezweifeln!

Auch einverstanden. Die SL ist ein Nischenprodukt, die nicht den Anspruch hat DAS Ding für alle oder viele zu sein, sondern für eine bestimmte und kleine Zielgruppe.

 

Dazu fallen mir die Margen bei den LEICA Produkten sehr negativ auf!

Was sind denn die Margen? Die Kameras und Objektive sind teuer, aber über die entsprechenden Kosten kann man nur spekulieren. Ohne dass ich genaues weiß, einige Aspekte:

- Kleinserien sind teurer als Großserien, weil die ähnlich hohen Entwicklungskosten auf geringere Stückzahlen umgelegt werden müssen

- Die „echten“ Leica Kameras werden weitestgehend im Hochlohnland Deutschland und zu einem gewissen Teil in Portugal (Günstiger als in DE, aber teurer als in China etc.) gefertigt.

- Leica Objektive werden zu 100% in DE gefertigt (zumindest M, S und SL, bei T bin ich mir nicht ganz sicher)

 

die Mitbewerber schlafen ja auch nicht und haben technisch (Sensor) gesehen, immer noch die Nase ganz weit vorne!

Nase vorne: Nach den meisten gängigen Kriterien (Auflösung, HighISO) ja.

Weit vorne? Bin ich mir nicht so sicher.

Und in Spezialdisziplinen hat die Leica SL die Nase vorne, z.B. Performance von adaptierten WW-Objektiven.

 

Auch hier wieder: Kamera für eine kleine Zielgruppe, aber weder Abzockerei noch reine Leica-Mythos-Beweihräucherung.

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Sorry Andreas, ich will natürlich keinen nerven, am allerwenigsten unseren Admin! Die von Dir beanstandeten Aussagen waren vielleicht im Schreibfluß etwas pointiert. Ich kann ja auch nur meinen Eindruck widergeben und erhebe (natürlich!) keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Ich werde meine Wortwahl zukünftig zügeln. Sorry!

Kein Grund für eine Entschuldigung.

Ich freue mich (als Admin jetzt auch) über eine würzige Diskussion, in der emotional zur Sache diskutiert wird ;)

 

Gruß

Andreas

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Die Diskussion ist teilweise zu einer Schlag-auf Leica-Debatte geworden, auf die ich mangels Faktenkenntnissen (die den meisten anderen auch fehlen) mit Ironie reagiere.

 

Deswegen freut mich,.dass Andreas hier jetzt mit seinem Hintergrundwissen ein bisschen Realität einbringt.

bearbeitet von Kleinkram
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Die Diskussion ist teilweise zu einer Schlag-auf Leica-Debatte geworden, auf die ich mangels Faktenkenntnissen (die den meisten anderen auch fehlen) mit Ironie reagiere.

 

Deswegen freut mich,.dass Andreas hier jetzt mit seinem Hintergrundwissen ein bisschen Realität einbringt.

 

Das ist viel zu einseitig gesehen! Ich kann genauso behaupten, diese Diskussion sei zu einer Schag-all-diejenigen-die-es wagen,-diese-Kamera-nicht-zu-mögen!

Es kommt immer auf den Standpunkt an - und jeder fühlt sich angegriffen und verteidigt seinen Standpunkt bissig. Was hier fehlt, das ist Toleranz und Respekt vor der Meinung Andersdenkender.

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Die Diskussion ist teilweise zu einer Schlag-auf Leica-Debatte geworden, auf die ich mangels Faktenkenntnissen (die den meisten anderen auch fehlen) mit Ironie reagiere.

 

Ich habe das schon mehrfach geäussert und hier wieder: Die "Schlag-auf-Leica" Debatte entsteht halt häufig als Reaktion auf eine "Leica-über-alles-Hymne" - Du weißt, was ich anspreche. 

 

Zuviel (undifferenziertes) Lob kann einer Kamera nämlich auch schaden    ;)

 

 

Hans

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@Gienauer

 

Kann ich anhand der Diskussion nicht nachvollziehen. Solange sich die Kritik zur Leica SL an Fakten hielt (z.B. Eigenarten oder Mängel bei der Bedienung) war die Behandlung der Kritiker immer fair. Wenn jedoch die Leica SL Kritik eher in Richtung "Statussymbol", Leicas genereller angeblicher Inkompetenz oder gar Schummelei ging, konnte man sich schon nicht des Verdachtes erwehren, dass es noch um andere dinge ging, als das Produkt selbst, zumal die Kritik eher spekulativ war als auf irgendwelchen Fakten oder eigener Anschauung beruhte.

 

Andere Threads zu neuen Produkten liefen da weitaus harmloser und ausgewogener, auch wenn Kritik geäußert wurde.

bearbeitet von tgutgu
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Ich habe das schon mehrfach geäussert und hier wieder: Die "Schlag-auf-Leica" Debatte entsteht halt häufig als Reaktion auf eine "Leica-über-alles-Hymne" - Du weißt, was ich anspreche. 

 

Zuviel (undifferenziertes) Lob kann einer Kamera nämlich auch schaden    ;)

 

 

Hans

 

Ich habe bislang noch an keiner Kamera menschliche oder animalische Reaktionen feststellen können. Insofern verstehe ich nicht, wie ein mechanisches Gerät auf Lob oder Tadel regieren kann und dadurch Schaden nimmt.

Sprichst Du etwa mit Deiner Kamera?

Oh, oh, jetzt wird's bedenklich :(

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