garamiel Geschrieben 23. Dezember 2013 Share #651 Geschrieben 23. Dezember 2013 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Danke an Specialbiker und Flyingrooster. Das bricht die eher theoretische Auseinandersetzung runter auf die wirklich praktisch relevanten Unterschiede zwischen M1 und A7®. Die A7 ist eine tolle Kamera, die im Idealfall wahrscheinlich auch eine bessere BQ als M1/Gh3 liefern kann. Ein System ist sie aber wohl nicht. Die Altglasadaptierer bekommen ein wunderbares Werkzeug und die nativen Objektive sind wohl auch von hohem Niveau, bringen aber keinen wirklichen Vorteil zu mft. Aber es ist wohl eher eine sehr gute Ergänzung als der Ersatz eines kompletten Systems. Wenn man die Diskussion über über die Nikon DF verfolgt, dann wird da auch hauptsächlich adaptiert. Von daher scheint mir die Sony der bessere, konsequentere Weg zu sein. Ich habe kein Altglas, die zwei Minolta Af Linsen die ich noch habe sind nicht wirklich attraktiv. Trotzdem finde ich den Weg von Sony mutig und zukünftig eventuell auch attraktiv. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Werbung Geschrieben 23. Dezember 2013 Geschrieben 23. Dezember 2013 Hi garamiel, Das könnte für dich interessant sein: Sony A7(r) gegen mFT, ein unfairer Vergleich? . Da findet jeder was…
flyingrooster Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #652 Geschrieben 24. Dezember 2013 (bearbeitet) Fände ich Prima. Da Du beide Kameras hast und auch die Erfahrungen damit, welche spezifischen Eigenschaften würdest du denn vergleichen? Von mir aus jede beliebige für welche du dich, oder jemand anderer, interessiert und von mir auch genutzt wird. Von rein theoretischen Vergleichen halte ich nicht viel. Beispielsweise fällt ein Vergleich von AF (aus erwähnten Gründen) oder den Videofunktionen weg, da ich ersteren nur an mFT und zweitere generell nicht verwende. Wenn du einen bestimmten Punkt ansprechen möchtest, nur zu. Ich fange beispielhaft einfach mal mit einem für mich des Öfteren vorkommenden banalen Einsatzzweck an - dem Spazieren durch ein Museum/Ausstellung. Zwar keine Situation für die ich mir die Sony geholt hab, es spricht aber auch nichts dagegen sie mal dafür zu verwenden. Wiederum rein von meiner persönlichen Herangehensweise mit E-M1 und A7R, um beim Titelthema zu bleiben. Typisches Setup für mich ist dafür eine lichtstarke Festbrennweite im +/- Normalbereich. An der E-M1 ist dies das Nokton 25/0.95, an der A7R das Nikkor 50/1.2. Es gäbe natürlich auch noch hundert andere Möglichkeiten und Setups mit den beiden loszuziehen, die Eindrücke mögen sich dann dementsprechend von meinen unterscheiden. Für mich entscheidende Punkte sind dabei Schnelligkeit & Treffsicherheit der Fokussierung (hier in beiden Fällen MF), "korrekte" Anpassung der Belichtung und die Bildqualität unter den oftmals schlechten Lichtbedingungen. Daher gehe ich jeweils kurz auf meine Eindrücke zu diesen Punkten ein: MF - Vorbedingung dafür ist ein EVF/Display, welcher auch bei wenig Licht gut nutzbar bleibt. Hierbei gefällt mir jener der A7R sehr gut, jener der E-M1 jedoch noch etwas besser. Letzterer bleibt gerade in Grenzsituationen länger ruckelfrei und "grieselärmer". Bei Motiven bei welchen die Schärfentiefe eine gewisse Mindestausdehnung erreichen soll, muss an der KB natürlich um zwei Blenden weiter abgeblendet werden, dementsprechend grieselt es dann noch etwas schneller als an der mFT, da das Bild des EVF in höherem Ausmaß verstärkt werden muss (bei AF-Objektiven in beiden Fällen hinfällig). Kein Riesenunterschied für mich und im Vergleich zu anderen EVFs die ich kenne, zB jene der Fujis, in beiden Fällen ein deutlicher Sprung nach vorne mit für mich problemloser Verwendbarkeit.Ich bediene mich zwecks exaktestmöglicher Fokussierung gern elektronischer Helferlein. Die Lupenfunktion funktioniert bei beiden praktisch gleich (vom fehlenden Touchdisplay der A7R ausgenommen), das optional zusätzlich stabilisierte Sucherbild der E-M1 hilft noch etwas mehr, ist bei 25/50mm aber weniger entscheidend als bei längeren Brennweiten oder Nahaufnahmen. Noch lieber als die Lupe verwende ich an der E-M1 bei Freihandaufnahmen die "Digitalzoomfunktion", da sie auf Tastendruck sofort 2x vergrössert (reicht mir meist) und im Gegensatz zur Lupe kein weiteres Bestätigen erfordert (erfordert die Lupe an beiden Kameras). Fokuspeaking klappt dagegen definitiv an der A7R besser. Das Sucherbild bleibt dabei perfekt flüssig (ruckelt an der E-M1 merklich) und zusätzlich lassen sich geeignetere Farben als nur Schwarz oder Weiss auswählen, welche sich klarer vom Hintergrund abheben (ich bevorzuge Gelb). Ich habe mit beiden Setups, selbst unter katastrophalen Lichtbedingungen, keinerlei Probleme statische Motive schnell und treffsicher manuell zu fokussieren. Belichtung - Ich meine damit nicht die Automatik, sondern die Möglichkeit die Belichtung manuell schnell an die Lichtsituation+Motiv anzupassen um relevante Bildanteile nicht überzubelichten, aber dennoch das Sensorpotential möglichst optimal auszunutzen. Sprich ETTR, da ich meist ohnehin die RAWs verwende.Beide bieten Überbelichtungswarnungen, welche die betreffenden Bereiche einfärben und Live-Histogramme, zusätzlich zur "optischen" Kontrolle per EVF. Nur an der A7R gibts beides auch gleichzeitig. Bei beiden Kameras klappt auch dieser Punkt für mich schnell, bequem und problemlos. Wenn ich mich bezüglich MF bei schlechtem Licht und ETTR an meine DSLRs erinnere, ist dies an den Spiegellosen eine ganz andere schöne, neue Welt. Unter diesem Punkt erwähne ich auch noch gleich den automatischen Weißabgleich. Für RAWs zwar nicht unbedingt relevant, wenn's aber bereits von Haus aus passt, schadet es auch nicht. Unter solchen Kunst-/Mischlichtsituationen trifft die E-M1 oft überraschend gut, die A7R nur eher mittelmässig. Bildqualität - Heikler Punkt, welcher wohl das meiste Potential für Kontroversen bietet. Darum nochmal, mein Fazit bezieht sich hier mal ausschließlich auf statische Motive unter schlechten Lichtbedingungen (wie erwähnt Museum/Ausstellung) mit oben erwähntem Setup.Generell würde ich der A7R etwa zu erwartende zwei Blenden bessere ISO-Leistung attestieren. Bei statischen Motiven kommt jedoch eine mir an der E-M1 sehr wichtige Funktion bildrelevant ins Spiel, nämlich der IBIS. Dieser führt bei mir zu völlig problemlos (= pixelperfekt scharf) zu haltenden Zeiten, welche drei Blendenstufen ISO-Erhöhung einsparen lassen. Damit ist diesbezüglich der KB Vorteil der A7R, und gar noch etwas mehr, verschwunden. Muss man an KB, zwecks motivrelevanter Mindestausdehung der Schärfentiefe, im schlimmsten Fall nochmal zwei weitere Blenden abblenden (und ISO erhöhen), was je nach Motiv durchaus nötig sein kann (auch bei mFT), dreht sich der Spieß endgültig um und mFT produziert deutlich weniger Rauschen als KB. Praktisch gesehen verlasse ich in solchen Situationen bei der E-M1 nur selten Basis ISO (=200) und komme dagegen bei der A7R nur selten runter bis auf Basis ISO (bzw. ISO 200, Basis der A7R ist 100).Kommt Bewegung ins Spiel, fällt der IBIS Vorteil natürlich weg, und/oder reicht auch noch geringere Schärfentiefe aus (oder ist gar gewollt), natürlich auch noch die Kompensation durch's Abblenden und damit kommt es entweder zum Patt oder dem "Rauschvorteil" von KB. Für geschilderten Einsatzzweck, welcher mFT hier durchaus bevorzugt, trifft dies aber meist nicht zu.In einigen wenigen Situationen fällt mir dabei der höhere Dynamikumfang der A7R sehr positiv auf. Bei hohen Kontrastumfängen in zB Räumen mit dunklem Hintergrund und hell leuchtenden Motivanteilen muss man merklich weniger unterbelichten um die Lichter noch einzufangen bzw. im Nachhinein die dunklen Motivanteile dementsprechend weniger aufhellen (=> weniger Rauschen). Dieser Vorteil kommt bei mir nicht allzu oft zu Tragen, aber wenn dann ist es eine feine Sache.Bildrelevante Unterschiede zwischen den beiden verwendeten Objektiven und deren Einflüsse aufs Ergebnis lass ich mal außen vor, möchte mich hier nur den Gehäusen widmen. Alles in allem kann ich mit beiden Setups völlig sorgenfrei durch dunkle Museen spazieren. Weder sind 36MP dabei unhantierbar, noch stört ein (verglichen mit KB) etwas kleinerer Sensor. Meine persönliche Präferenz gebe ich dabei jedoch der E-M1, hpts. der IBIS gibt für mich den entscheidenden Ausschlag. Das merklich dezentere Auslösegeräusch oben drauf. Dürfte (und wollte) ich mit Stativ durchwandern, würde ich eher zur A7R greifen. Und dürfte ich gar nicht fotografieren, nähme ich die X100s, die bemerkt ohnehin keiner... Soweit erstmal dazu als beispielhafte Erwähnung weniger Punkte in einem vergleichbaren Einsatzzweck, derer es für mich nicht allzu viele gibt, da ich mir die Sony an sich für andere Anwendungen geholt habe. Eigentlich wollte ich mich kürzer halten und nicht so viel schreiben, aber erfahrungsgemäß wird, verglichen mit den üblicherweise im Anschluss "von beiden Seiten" geforderten Rechtfertigungen meiner Aussagen, die Defensio dessen ohnehin ein Vielfaches dieser Länge ausmachen müssen. Oder ich pfeif einfach drauf... Ich bin mir auch sicher, dass sich beispielsweise Hans (specialbiker) generell ebenfalls gerne an Diskussionen beteiligen würde um seine Sicht der Dinge zum ein oder anderen Punkt darzustellen. Ansichten und Präferenzen zu ein und demselben Thema unterscheiden sich nunmal von Person zu Person und jede abweichende Ansicht ist willkommen. Beispielsweise wären wir bei einem weniger entscheidenden Punkt wie dem Design (vom ästhetischen Gesichtspunkt) der ILCEs schonmal nicht ganz derselben Ansicht, wenn ich mich nicht täusche. P.S.: So, und jetzt habe ich doch mFT und KB direkt verglichen. Direkt schade, dass der freundliche Herr Themenersteller hier nicht mehr reinschaut. bearbeitet 24. Dezember 2013 von flyingrooster Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
wolfgang_r Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #653 Geschrieben 24. Dezember 2013 (bearbeitet) Soderle, mit der Kamera im Museum - ein sehr häufiger Anwendungsfall, den man täglich beobachten kann (duck und weg) - hätten wir also verglichen. Ich stelle die bewerteten Kriterien mal übersichtlich zusammen: 1: Schnelligkeit & Treffsicherheit der Fokussierung (hier in beiden Fällen MF): Hierbei gefällt mir jener der A7R sehr gut, jener der E-M1 jedoch noch etwas besser. 2: Schärfentiefe: Bei Motiven bei welchen die Schärfentiefe eine gewisse Mindestausdehnung erreichen soll, muss an der KB natürlich um zwei Blenden weiter abgeblendet werden 3: Lupenfunktion: 3a: praktisch gleich (vom fehlenden Touchdisplay der A7R ausgenommen) 3b: stabilisierte Sucherbild der E-M1 3c: Fokuspeaking klappt dagegen definitiv an der A7R besser. 4: Belichtung - Ich meine damit nicht die Automatik: 4a: Beide bieten Überbelichtungswarnungen, welche die betreffenden Bereiche einfärben und Live-Histogramme, zusätzlich zur "optischen" Kontrolle per EVF. 4b: Nur an der A7R gibts beides auch gleichzeitig. 5: automatischen Weißabgleich: Unter solchen Kunst-/Mischlichtsituationen trifft die E-M1 oft überraschend gut, die A7R nur eher mittelmässig. 6: Bildqualität: 6a: A7R etwa zu erwartende zwei Blenden bessere ISO-Leistung 6b: ... an der E-M1 ... IBIS ... führt bei mir zu völlig problemlos (= pixelperfekt scharf) zu haltenden Zeiten, welche drei Blendenstufen ISO-Erhöhung einsparen lassen 6c: Muss man an KB, zwecks ... Schärfentiefe ...zwei weitere Blenden abblenden (und ISO erhöhen), ... dreht sich der Spieß endgültig um und mFT produziert deutlich weniger Rauschen als KB. 6d: ... Bewegung ... IBIS Vorteil weg ... 7: Dynamikumfang: A7R ... merklich weniger unterbelichten um die Lichter noch einzufangen 8: Auslösegeräusch: E-M1 ... merklich dezentere Auslösegeräusch 9: Bildrelevante Unterschiede zwischen den beiden verwendeten Objektiven: ... deren Einflüsse aufs Ergebnis lass ich mal außen vor .... (Sehr schade! Anm. der Redaktion) Meine subjektive Punktverteilung: __ A7R E-M1 1 : 1 2 2 : 1 1 3a: 1 1 3b: 1 2 3c: 2 1 4a: 1 1 4b: 2 1 5 : 1 2 6a: 2 1 6b: 1 2 6c: 1 2 6d: 2 1 (A7R höhere ISO / kürzere Bel.Zeit möglich, deshalb 1 Pkt. mehr) 7 : 2 1 8 : 1 2 9 : Das wäre jetzt aber wirklich interessant! --------------- __ 19 20 Soweit zur musealen Bewertung. Ein paar Vorschläge für andere Anwendungen hätte ich noch: Bühne (Theater, Freilicht-) Konzerte (Rock etc.) Konzerte (Klassik etc.) Hochzeiten Reportagen Sport (Auto-, Radrennen, Laufen, Tennis, Fußball etc.) Sport mit mitgeführter Kamera (Bergsteigen, Wandern, Schwimmen, Tauchen etc.) Architecktur Expeditionen Wildlife mit langen Brennweiten Wildlife Makro Makro allgemein Studiofotografie (Menschen) Sachfotografie Industriefotografie Fotografie mit Blitzanlagen Fotografie mit dem kameraeigenen Blitzsystem Astrofotografie .... usw. usw. Vielleicht können dazu auch noch Anwender ihre Erfahrungen beitragen. (Mit der Formatierung klappt das hier leider nicht so dolle.) bearbeitet 24. Dezember 2013 von wolfgang_r Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
noreflex Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #654 Geschrieben 24. Dezember 2013 @flyingrooster Ich möchte mal anmerken, dass ich deine Einschätzungen und Gedanken mit Interesse lese. Auch die etwas längeren postings sind keineswegs unspannend! Danke! Sehr praktisch finde ich auch deine Einstellung, die "beste Kamera über alles" nicht küren zu wollen. Du magst alle deine Kameras und jede hat einen Einsatzbereich, wo sie sich in den Vordergrund spielt. Auf der anderen Seite ist auch nachvollziehbar, dass andere user, die ihr Geld nur in ein system stecken wollen, gern das individuell "Beste" system durch Diskussion und Tests ermitteln wollen, bevor sie all ihre Kohle investieren. Hier ist wohl Platz für beide diskussionsansätze. Ich werde mich wohl in Richtung gruppe1 (viele Kameras parallel) entwickeln, auch wenn ich das vor ca. Einem Jahr nicht gedacht hatte. Aktuell nutze ich eine Sony hx20v als kleine Filmkamera mit gelegentlichen Fotos (25-500mm). Dann noch ein dslr system (50d, 50/1,4, 15-85, 70-200/2,8, 100-400). Und mittlerweile als hauptsystem eine nex6 (siehe Signatur). Evtl. Werde ich für meine canon-Optiken eine 6d oder eben einen Nachfolger der a7/a7r anpeilen. Nur aus Spass. Die Bildqualität ist dabei nicht das entscheidende Thema. Da bin ich mit der nex schon sehr zufrieden. Bis dahin lese ich gern, was a7-nutzer für Erfahrungen sammeln und wie sie die a7 nutzen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #655 Geschrieben 24. Dezember 2013 Ich vermute mal: Größe und Gewicht sind die entscheidenden Faktoren, die eine E-Mount-Kamera egal welchen Formats auf Dauer von den A-Mount-Modellen unterscheiden werden: Du brauchst für eine A-Mount-Kamera den Motor für Stangen-AF (noch jede A-Mount-Kamera hat auch die ältesten Objektive bedient), sowie den Stabi. Und das zusätzliche Gehäusevolumen für beides. Mit der E-Mount-Serie hatte man auch die Absolution, beides (vorerst) nicht zu unterstützen, und nur so war die Kompaktheit der A7 möglich. Was mich langweilt sind Dinos wie C und N. Hans Einer der Dinos (Nikon) hat zumindest wie Sony mit dem A Bajonett den Strang-AF noch im System. Gerade der könnte die Kompaktheit erzeugen, die AF Systemen mit separatem Motor in jedem Objektiv versagt bleibt. Neue Objektive mit neuen Schnittweiten wird es ohnehin geben müssen. Sinnvoller Weise oberhalb von Leica M und unterhalb von KB Spiegel. Was günstige Lichtstärken um 35mm KB Bildwinkel als symmetrische, günstig zu fertigende Objektivtypen erlaubt. Mit dem Spiegel entfällt auch die Notwendigkeit der Offenblenden-Messung. Die nur für einen hellen optischen Sucher wichtig war. Ein Evil benötigt den "Zirkus" nicht. Damit entfällt auch Blendensteuerung über elektrische Anschlüsse. Durch die Kamera interne ISO-Automatik entfällt der Sinn der Blendenautomatik. Man nutzt das. was KB ja aus macht, die ISO-Stärke! Wer feste Zeiten benötigt, wählt Blende und ISO als Variable. Gerade bei KB Systemen mit der "Tiefenschärfenschwäche" die sinnvolle Methode. Mit der Steuerung der Blende am Objektiv bleibt am Gehäuse mehr Platz für direkte Steuerung von Unter/Überbelichtung Meßmethoden Belichtungsreihen oder Serien. Man erhält neue AF fähige Objektive deren Steuerung in der Kamera liegt. Damit kompakt bleiben können, und rein manuell benutzt werden können. Sogar an einer A7... Das bedingt Systemobjektive, die alle Innenfokus bieten, weil nur diese eine kleine Linsengruppe schnell verschieben, statt mit roher Kraft über den Strang das ganze "Glashaus" verschieben müssen. Adapter zu älteren Objektiven können einfach und günstig sein. Der AF wird mit den Objektiven nicht schnell sein können. Etwas "Komfort" wird er aber bieten können. Ein Gehäuse mit diesen Eigenschaften kann weit besser Basis für ein Altglas-System sein. Es schließt explizit RF -Altglas aus, was Enttäuschen vermeidet. Bietet Zeit bis das native Objektiv-Setup vorhanden ist. mfG Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
specialbiker Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #656 Geschrieben 24. Dezember 2013 (bearbeitet) . . . Ich bin mir auch sicher, dass sich beispielsweise Hans (specialbiker) generell ebenfalls gerne an Diskussionen beteiligen würde um seine Sicht der Dinge zum ein oder anderen Punkt darzustellen. Ansichten und Präferenzen zu ein und demselben Thema unterscheiden sich nunmal von Person zu Person und jede abweichende Ansicht ist willkommen. Beispielsweise wären wir bei einem weniger entscheidenden Punkt wie dem Design (vom ästhetischen Gesichtspunkt) der ILCEs schonmal nicht ganz derselben Ansicht, wenn ich mich nicht täusche. . . . Hallo flyingrooster, ich kann mich Deinen Erfahrungen nur anschließen - tolle Darstellung, weitab von pauschalen Allerweltskommentaren, danke dafür. Auch ich habe mehrfach darauf verwiesen, dass die Nutzung des Sensorgrößenvorteils mit Arbeit und Einschränkung verbunden ist, und zu einer möglicherweise nur "partiellen Verbesserung" der BQ führt bzw. einer Verbesserung, die sich gegenüber MFT nur unter Einhaltung entsprechender Rahmenbedingungen ergibt. Einen Satz wie "VF ist generell besser" würde ich sicher nicht unterschreiben. Es gibt aber einen Effekt, der hier noch kaum besprochen wurde, der in den Wochen, die ich nun die A7 hier habe, sich bei mir persönlich massiver als technische Unterschiede in den Vordergrund schiebt: In der entsprechenden Konfiguration ist die A7® ein Werkzeug, mit dem ich die Fotografie auf eine seit Jahrzehnten (!) nicht mehr erlebten, direkten und unmittelbaren Form wahrnehme. Eine schöne Festbrennweite (bei mir die Favoriten: Contax G 35 und 45 mm) auf dem Gehäuse, und los geht's: Es ist wie Gokart-Fahren - ohne Federung (sprich: IBIS), ohne Servolenkung (sprich: AF), mit dem Hintern nur 15cm über dem Asphalt, keinen Fehler verzeihend und alles andere als komfortabel, Erlebnis pur. Über das Zurückfahren technischer Hilfsmittel stellt sich die Rückkopplung zum Bild wieder ein, Lenkbewegungen werden nicht glattgebügelt, sondern sind in kleinsten Winkelausschlägen erfahrbar - man sollte dies erlebt haben, aber auch ein Gespür dazu mitbringen. Die letzte Kamera, die das bei mir ausgelöst hat, war die Canon F1, auch mit der Mamiya Rangefinder M6 war ich gerne unterwegs: http://www.ebay.com/itm/New-Mamiya-6-Camera-w-G-75mm-F3-5-L-Lens-NICE-tested-6x6-RF-/390732014026?pt=Film_Cameras&hash=item5af97161ca Als nicht unerheblicher Nebeneffekt hierbei ist zu sehen, dass es einem mit der A7 sehr leicht gemacht wird, mit Altglas genau die Konfiguration zu "erspielen", die einem optimal liegt. Hier liefert die Kamera mit Sucher, Fokus-Peaking, Iso-Automatik die besten Voraussetzungen für "manuelles Arbeiten", der Vollformatsensor ist in seinem Element: Er liefert genau die Bildwinkel, für die diese Objektive gebaut waren. Altglas hat mir an den Nexen nur begrenzt Spaß gemacht, und an MFT überhaupt nicht - jetzt sind diese Objektive wichtiger für mich als alle MFT und EF-Objektive zusammen, und ich gehe mit Ihnen in Bezug auf BQ keine Kompromisse ein, ganz im Gegenteil. Der Eindruck aus dem "Rangefinder-Thread", wo man nicht funktionierende Kombinationen in furchtbaren Bildbeispielen vorgeführt bekommt, überdeckt die zahlreichen Kombinationen, die sehr gut funktionieren. Natürlich kann man auch bei MFT diese Hilfsmittel "zurückfahren" - nur ist mir das mit meiner M5 nie gelungen, und so leistungsfähig diese Kamera ist, so wenig Emotionen hat sie bei mir ausgelöst (mit Ausnahme der Sensorqualität, aber von der hab ich mich ja nicht getrennt). Ja, es ging sogar so weit, dass mich Geräuschentwicklung des IBIS (auch nach dem Firmware-Update deutlich wahrnehmbar) sowie die Suchernachführung bei der Konzentration auf den Bildinhalt gestört hat. Aber man sieht schon: Das sind persönliche Erfahrungen, die jeder für sich entwickeln muss. Wenn ich dann in anderen Situationen wiederum die Unterstützung durch moderne Kameratechnik suche, etwa weil ich mit meiner Partnerin unterwegs bin und dabei nicht in authistische Fotosessions abdriften möchte, greife ich zum MFT System und habe kein Problem damit. Dafür habe mich aber für die GX7 entschieden, die etwas puristischere Züge aufweist als M1/M5 und mit EV die fast absolute Lautlosigkeit ermöglicht. Hans bearbeitet 24. Dezember 2013 von specialbiker Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
specialbiker Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #657 Geschrieben 24. Dezember 2013 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Einer der Dinos (Nikon) hat zumindest wie Sony mit dem A Bajonett den Strang-AF noch im System. . . . Ein Gehäuse mit diesen Eigenschaften kann weit besser Basis für ein Altglas-System sein. Es schließt explizit RF -Altglas aus, was Enttäuschen vermeidet. Bietet Zeit bis das native Objektiv-Setup vorhanden ist. mfG Hallo HtPC, ja, diese Argumente verstehe ich sehr gut, sie sind größtenteils ok. In diesem speziellen Fall halt auf Nikon bezogen und innerhalb dieses Systems auch stimmig. Was Du unterschlägst, und worin die A7 einzigartig ist (auch wenn sie dafür geprügelt wurde ;-)): Das kurze Auflagenmaß erlaubt die Adaptierung der (SLR-) Objektive anderer Hersteller, ohne Probleme in der Unendlicheinstellung zu bekommen. Zudem kann dieser Abstand genutzt werden, im Adapter mechanische Hilfsmittel unterzubringen, die etwa benötigt werden, die Blenden der angepeilten Objektive manuell zu steuern. Oder Motor, Elektronik etc. unterzubringen. Und nicht zuletzt: Viele Rangefinder-Objektive funktionieren sehr gut an der A7, sind mit hoher Randschärfe, ohne Vignettierung, ohne Colorshift unkorrigiert zu verwenden: Bei mir etwa Contax G 35, 45, 90mm. Für UWW könnte man SLR Optik einsetzen, oder etwa so etwas: https://www.systemkamera-forum.de/sony-alpha-vollformat-beispielbilder-objektive/49840-a7-mit-voigtlaender-ultra-wide-heliar-12mm-5-6-a.html Das alles kann die Nikon nicht. Hans Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige (Anzeige) Ich würde dir das Adobe Creative Cloud Foto-Abo mit Photoshop und Lightroom empfehlen
wolfgang_r Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #658 Geschrieben 24. Dezember 2013 Jo, Hans, das ist wie mit der elektrischen Eisenbahn. Sieht ja schön aus und funktioniert ganz prima. Aber eine Spielzeugeisenbahn mit zusammensteckbaren Schienen und Lock mit Federwerkantrieb wie ich sie mal hatte (ungefahr so groß wie eine 1/2 Ltr. PET-Flasche und Spurbreite ca. 40 mm), wäre doch das richtige. Die Gleise konnte man durch die ganze Wohnung legen und dann gings ab. Dann fliegt wenigstens mal die Lock samt Zug aus der Kurve und reißt die Schienen auseinander. Das macht Stimmung, wenn die Lock unter dem Sofa landet und die Katze vor Schreck einen Satz auf den Tisch macht. Damit läßt demnächst mein Neffe seinen Filius spielen. Ein riiieeesen Spaß! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
specialbiker Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #659 Geschrieben 24. Dezember 2013 Jo, Hans, das ist wie mit der elektrischen Eisenbahn. Sieht ja schön aus und funktioniert ganz prima.Aber eine Spielzeugeisenbahn mit zusammensteckbaren Schienen und Lock mit Federwerkantrieb wie ich sie mal hatte (ungefahr so groß wie eine 1/2 Ltr. PET-Flasche und Spurbreite ca. 40 mm), wäre doch das richtige. Die Gleise konnte man durch die ganze Wohnung legen und dann gings ab. Dann fliegt wenigstens mal die Lock samt Zug aus der Kurve und reißt die Schienen auseinander. Das macht Stimmung, wenn die Lock unter dem Sofa landet und die Katze vor Schreck einen Satz auf den Tisch macht. Damit läßt demnächst mein Neffe seinen Filius spielen. Ein riiieeesen Spaß! Der Zusammenhang zum Thema erschließt sich jetzt allenfalls sehr nebulös Falls Du auf Spieltrieb anspielst: i) Ein Handwerk ist kein Spiel. ii) Das alles hier ist kein Spiel. iii) Wenn ich (als Berufsfotograf) auf Ausbeute aus wäre, würde ich ein Canon EF System betreiben, APS-C für die langen, und VF für die kurzen bis normalen Brennweiten. Aber zum Glück muss ich vom Fotografieren nicht leben und kann die Bereiche der Fotografie erforschen, die mich persönlich weiterbringen. Hans Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
wolfgang_r Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #660 Geschrieben 24. Dezember 2013 (bearbeitet) Der Zusammenhang zum Thema erschließt sich jetzt allenfalls sehr nebulös Falls Du auf Spieltrieb anspielst: i) Ein Handwerk ist kein Spiel. ii) Das alles hier ist kein Spiel. iii) Wenn ich (als Berufsfotograf) auf Ausbeute aus wäre, würde ich ein Canon EF System betreiben, APS-C für die langen, und VF für die kurzen bis normalen Brennweiten. Aber zum Glück muss ich vom Fotografieren nicht leben und kann die Bereiche der Fotografie erforschen, die mich persönlich weiterbringen. Hans Du hast aber schon den Hintersinn verstanden. i) Ein Handwerk ist kein Spiel. Stimmt. Von "Handwerk" im bierernsten Sinn kann man bei uns Hobbyfotografen aber doch auch nicht reden?! ii) Das alles hier ist kein Spiel. Soll aber Spaß machen und ist in gewissem Sinn doch ein Spiel. iii) Wenn ich (als Berufsfotograf) auf Ausbeute aus wäre, würde ich ein Canon EF System betreiben, APS-C für die langen, und VF für die kurzen bis normalen Brennweiten. Das würde ich anders angehen. Eine ältere C oder N + Objektiv billig ergattern und als Alibigerät für die Kunden dabei haben, die auf sowas Wert legen (die Zahl derer scheint abzunehmen). Die Arbeit würde ich dann größtenteils mit der Oly erledigen. Weitwinkel von Canon kämen mir schon gar nicht ins Haus. Für die höchsten Ansprüche und spezielle Zwecke gibt es da noch MF und Fachkameras wenn nötig leihweise. Aber zum Glück muss ich vom Fotografieren nicht leben Also doch mehr Spiel als Bierernst. und kann die Bereiche der Fotografie erforschen, die mich persönlich weiterbringen. Kommt darauf an, was weitergebracht werden soll. Das Bildergebnis? Oder ist der Weg das Ziel? Oder das Gefühl in den Fingern beim Umgang mit der Technik? Es gibt viele Facetten. Zu #657: "Über das Zurückfahren technischer Hilfsmittel stellt sich die Rückkopplung zum Bild wieder ein" Dann wäre es doch auch sinnvoll, die Rückschau auszuschalten und mit der Betrachtung der Bilder nach der Belichtung eine Woche zu warten, damit das alte Zeitgefühl auch wieder einkehrt. Ein Handbelichtungsmesser könnte die Arbeitsweise noch ergänzen. "Altglas hat mir an den Nexen nur begrenzt Spaß gemacht, und an MFT überhaupt nicht" Mir auch nur bei sorgfältig ausgewählten Objektiven für extremes Makro. Der Rest an Altglas ist einfach zu schlecht gewesen. Selbst das M.Zuiko 40-150/4-5,6 kommt bei der entsprechenden Brennweite und Blendeneinstellung noch mit dem Leica M Summicron 2,0/90 von 1984 mit. Das Elmar C 4,0/90 ist auch nicht besser. bearbeitet 24. Dezember 2013 von wolfgang_r Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jdark Geschrieben 24. Dezember 2013 Share #661 Geschrieben 24. Dezember 2013 Ich glaube was Wolfgang sagen wollte ist, dass nach der Analogie zum Verzicht gewisser elektronischer Helfer, die A7, mit den manuellen Notwendigkeiten eine Fedewerkantrieb-Kamera wäre und die Oly die elektronische Lokomotive. Aber ehrlich gesagt, habe ich kein Spaß daran wenn die Lokomotive aus der Kurve fährt bzw die Bilder fehlfokussiert werden. Das ist nämlich der Unterschied. Ich freue mich um so mehr wenn aus meiner Kombi das perfekte entstanden ist- Und das ist jetzt nicht selten Einen Belichtungsmesser braucht es dabei nicht, weil die manuellen Eingriffe aufs nötigste reduziert sind. Klar, wir können jetzt Stunden lang diskutieren wie das nötigste zu definieren wäre Das liegt vermutlich in eigenem Ermessen. Mehr manuell muss nicht sein, für den Uber Sensor reicht das. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
deadpoet Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #662 Geschrieben 25. Dezember 2013 Ich bin nun in den letzten Tagen noch mal in mich gegangen und habe mich noch einmal mit dem Thema der entschleunigten Fotografie auseinandergesetzt. Fotografieren ohne AF und möglichst ohne überflüssigen Schnickschnack, das war die Herausforderung. Da ich über die Feiertage keine A7 bekommen konnte, habe ich meine alte FM2 aus dem Schrank geholt nebst 50/1,8, 24/2,0 und 105/1,8 um das KB-Feeling wenigstens simulieren zu können. Kurz mit dem Finger über die Verchromung gestrichen und die Belederung gestreichelt (und die dabei aufsteigenden Erinnerungen einen Moment lang ausgekostet) und los ging's! Ich habe mir nicht zu viel vorgenommen, ein kurzer Spaziergang durch den Park und den angrenzenden alten Friedhof. Der erste Eindruck: Phantastisch! Das Sucherbild ist groß und hell und klar. Es braucht gar nicht unbedingt einen elektronischen Sucher, um präzise scharfzustellen, das geht auch unheimlich schnell und intuitiv über die Mattscheibe. Das, was fokussiert ist, erscheint auf ihr auch tatsächlich scharf, gewissermaßen ein visuelles Fokuspeaking. Das liegt daran, dass hier tatsächlich noch eine Mattscheibe im klassischen Sinn eingebaut wurde. Sie ist zwar nicht ganz so hell wie moderne Sucherscheiben, aber das große Format, das sich auch im Sucher niederschlägt, und die lichtstarken Objektive machen das mehr als wett. Wenn man es präziser will, fokussiert man über den Schnittkeil. Oder bei schlechtem Licht über die Mikroprismen. Das manuelle Fokussieren selbst ist ein Genuss an sich: Samtweiche, praktisch spielfrei laufende Fokustriebe, die sowohl schnelles als auch absolut präzises Scharfstellen erlauben. Fazit: In dieser Hinsicht fehlte mir nichts. Aber was ist mit den anderen Aspekten? Nun, es ist schon ein seltsames Gefühl, den Verschluss nach jeder Auslösung mit dem Daumenhebel spannen zu müssen. Andererseits erzieht das zu einer gewissen Disziplin und zwingt zur Konzentration auf den Moment der Auslösung. Das Zeitenrad rastet in präzisen Schritten und unterstreicht mit seinem sonoren Klicken den Eindruck haptischer und mechanischer Wertarbeit. Die Blendeneintellung erfolgt über den Blendenring am Objektiv und lässt sich mit der Fokussierhand verstellen, mit etwas Übung und Fingerfertigkeit schafft man es sogar, gleichzeitig Blende und Fokus einzustellen. Nach wenigen Minuten hat mich diese puristische Art des Fotografierens völlig in ihren Bann gezogen. Ich rate jedem, es mal auszuprobieren. Man geht völlig anders an die Motive heran, wird gezwungen, vor der Aufnahme nachzudenken. Die Sache hat also auch einen erzieherischen Effekt, aber nicht im Sinne einer Bevormundung, sondern eines Eindringens in den Akt des Fotografierens selbst. Dadurch, dass alles manuell geht und einem nichts abgenommen wird, erreicht man eine ganz andere Stufe der fotografischen Wahrnehmung. Ich habe mir die Motive sehr sorgfältig ausgesucht und sehr bewusst, nach kurzer Übung konnte ich sogar das fertige Bild schon vor mir sehen, noch bevor ich die Kamera ans Auge gebracht habe. Zufall? Ich würde sagen: Nein! Man entdeckt eben die Fähigkeiten in sich, über die die Fotografen früher ganz selbstverständlich verfügten, die aber durch die Bequemlichkeit der modernen Digitalkameras zwangsläufig verkümmern müssen. Alles in allem ein begeistertes Fazit von mir. Ich bin seit gestern dieser Art des Fotografierens verfallen! Ich werde das jetzt öfters machen. Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass ich mir leider auch keinen Film mehr besorgen konnte, und darum gezwungen war, trocken zu fotografieren. Hat der Sache aber keinerlei Abbruch getan, im Gegenteil. Der reine Akt des Fotografierens spielt sich im Geist des Fotografen ab, das dadurch entstehende Bild ist nur Beiwerk. Ein Foto entsteht in dem Augenblick, in dem man auf den Auslöser drückt. Dieser Augenblick zählt, danach kommt nichts mehr hinzu, und das Foto ist entweder gut oder nicht gut. Sein physisches Erscheinen im Entwickler oder im RAW-Konverter ist nichts als ein Echo, und wer das Handwerk der hohen Kunst der Fotografie versteht (nicht, dass ich mir anmaßen würde, es zu beherrschen, aber ich konnte es erahnen), der kann das Ergebnis derart antizipieren, dass er es selbst nicht mehr zu sehen braucht. Haben denn nicht früher viele der berühmtesten Fotografen ihre Filme dem Laboranten zur Entwicklung anvertraut, während sie bereits wieder weiter dokumentierend unterwegs waren, und die Früchte ihrer Arbeit vielleicht erst Wochen oder Monate später gesehen, wenn überhaupt? Ist das Medium der Fotografie an sich und für sich selbst nicht ein Akt der Erfassung des Augenblicks, der durch das konstante Ergebnis eines Bildes eher getrübt als geklärt wird? Gute Fotos halten den Betrachter in der Tat auch nicht fest, sondern entlassen ihn sofort wieder, nicht aber ohne ein Abbild in seinen Geist geprägt zu haben. Es ist die Idee, die zählt. Dem Geist, der sich selbst genügt, ist der Augenblick genug. Dass dabei ein Bild entsteht, ist ein Kann, aber kein Muss. Ich werde in Zukunft vermutlich mit zwei Kamerasystemen unterwegs sein, einem, das dem schnöden Akt des Bildermachens gerecht wird, und einem, das mir als Erlebnisgerät ballastfrei die Freude am puren Akt der Fotografie vermittelt. Bilder können damit entstehen, müssen aber nicht. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Berlin Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #663 Geschrieben 25. Dezember 2013 Ziemlich wirres Zeug:confused: Oder habe bloß ich die Ironie nicht gemerkt? Frohe Weihnachten! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
baeckus Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #664 Geschrieben 25. Dezember 2013 Hallo! Mich erinnert das irgendwie an die lustigen Dispute in Hifi-Foren mit dem Tenor "Back to Analog" - wo Voodoo und Zauber mit im Spiel ist, wenn Cinchkabel anfangen zu klingen und herausgehört wird welche Metalllegierung den elektrischen Übergang verbessert. Aber die legen wenigsten ne Platte auf den Teller........ne mal im Ernst, außer ich fotografiere Aktion, oder muss mich dank meiner mittlerweile nicht mehr so guten Luchse auf den Autofokus verlassen, knippse ich eigentlich immer so - auch mit dem modernsten Gerät. Ciao baeckus Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
wolfgang_r Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #665 Geschrieben 25. Dezember 2013 (bearbeitet) Auch mit dem modernste Gerät kann man fotografieren wie zu alten Zeiten, WENN MAN ES KANN! Keiner der hochkomfortablen Knipscomputer verhindert das. Immer wieder muss ich jedoch feststellen, dass Belichtungszeit, Blende, Schärfentiefe und Empfindlichkeit für manche böhmische Dörfer sind. Es ist ein großer Vorteil, wenn man es mal gelernt hat. Dann weiß man auch die kleinen Helferlein zu schätzen und stellt sie ab wenn sie stören. Es müsste so etwas wie einen Knipsschein auf Probe geben. Erst wenn der Benutzer nachgewiesen hat, dass er vollmanuell 90% seiner Aufnahmen unfallfrei zustande bringt, werden die Automatiken zugeschaltet. Er hätte immer noch den Vorteil, dass der Ausschuss nichts zusätzlich kostet. "Kurz mit dem Finger über die Verchromung gestrichen und die Belederung gestreichelt (und die dabei aufsteigenden Erinnerungen einen Moment lang ausgekostet) und los ging's!" Hmm.... also mir hat das beim Bildermachen noch nicht geholfen. Solcherlei Behandlungen behalte ich mir fürs stille Kämmerlein auf Menschenhaut vor und auch nicht nur kurz, dazu lasse ich mir Zeit .... bearbeitet 25. Dezember 2013 von wolfgang_r Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
herbert30 Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #666 Geschrieben 25. Dezember 2013 deadpoet, die Mattscheiben bzw. Sucherbilder sind heute dunkler als die damaligen hellen Mattscheiben einer FM2, F3 usw. Man hört, das zwar immer, dass damals die Focusierung leichter ging, wg. der damals dunklen Mattscheiben. Wobei leichter und präziser ging es damals schon, das stimmt. Das Sucherbild ist heute insgesamt trotzdem dunkler. (Hat vermutlich mit den AF und der Möglichkeit der Gitterlinien zu tun) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
wolfgang_r Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #667 Geschrieben 25. Dezember 2013 deadpoet, die Mattscheiben bzw. Sucherbilder sind heute dunkler als die damaligen hellen Mattscheiben einer FM2, F3 usw. Man hört, das zwar immer, dass damals die Focusierung leichter ging, wg. der damals dunklen Mattscheiben. Wobei leichter und präziser ging es damals schon, das stimmt. Das Sucherbild ist heute insgesamt trotzdem dunkler. (Hat vermutlich mit den AF und der Möglichkeit der Gitterlinien zu tun) ... und die Sonne scheint auch nicht mehr aus dem Okular. Das ist ein echter Nachteil bei Gegenlichtaufnahmen. Auch das Gefühl dass es dämmert bleibt verwehrt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
wolfgang_r Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #668 Geschrieben 25. Dezember 2013 deadpoet, die Mattscheiben bzw. Sucherbilder sind heute dunkler als die damaligen hellen Mattscheiben einer FM2, F3 usw. Man hört, das zwar immer, dass damals die Focusierung leichter ging, wg. der damals dunklen Mattscheiben. Wobei leichter und präziser ging es damals schon, das stimmt. Das Sucherbild ist heute insgesamt trotzdem dunkler. (Hat vermutlich mit den AF und der Möglichkeit der Gitterlinien zu tun) Eh, sorry, das ist mir jetzt erst klar geworden, Du sprichst von den dunklen Gucklöchern in den mittelalterlichen APS-DSLRS! OK, aber hier im Systemkamerabereich haben wir es doch mit EVFs zu tun! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
herbert30 Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #669 Geschrieben 25. Dezember 2013 Ich spreche auch von den aktuellen Vollformat SLR´s, bei denen auch das Sucherbild dunkel und auch klein im Vergleich zu guten analogen SLR´s ist. Elektronischer Sucher ist wieder ein eigenes Kapitel. Irgendwie genial, schaut mal nach längerer EVF Zeit wieder mal durch einen wirklich guten Prismensucher ist das ein tolles Erlebnis. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
deadpoet Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #670 Geschrieben 25. Dezember 2013 Auch mit dem modernste Gerät kann man fotografieren wie zu alten Zeiten Ja, aber wozu? Im Gegensatz zu den anderen hast du offenbar nicht verstanden, worauf ich hinauswollte. Mein Beitrag war eigentlich als Reaktion auf deinen Vergleich mit der Spielzeugeisenbahn gedacht. Angeregt durch die anderen positiven Beiträge zum Thema wollte ich einfach mal ausprobieren, ob am Purismus des Manuellen was dran ist. Ja, ist es. Aber das Überraschende meines Experimentes war, und das habe ich selber nicht in diesem Maße erwartet, dass man diesen Purismus komplett vom technischen Prozess der Bildaufzeichnung abtrennen kann. Tut natürlich niemand in der Praxis. Aber man könnte. Wenn man wollte (obwohl es völlig verrückt wäre). Und ich vermute, dass hier auch die Verständigungsschwierigkeiten liegen, bzw. die Ursache für die Missverständnisse hier. Du als Techniker siehst eine Kamera in erster Linie als ein Instrument, das seinen Zweck erfüllen muss. Und übersiehst dabei völlig, dass es auch andere Herangehensweisen gibt. Manchen geht es beim Fotografieren eben eher ums Faible, und das sollte man akzeptieren. Manchmal ist es wichtiger, wie ein Bild zustande kommt und womit es zustande kommt, als das Was. (Also wichtiger oder genauso wichtig wie die technische Bildqualität oder das Motiv oder der ganze andere Kram). Oder kannst du mir einen vernünftigen technischen Grund nennen, warum man alte Objektive an eine neue Kamera adaptieren sollte, wenn damit ihr Funktionsumfang eingeschränkt wird? Man tut es, vermute ich, weil man es kann. Und weil es Spaß macht. Und noch mehr Spaß macht es, damit auch noch zu fotografieren. Aber man muss es selber mal ausprobiert haben. Darum rate ich dir, versuche es einfach mal selber. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
nightstalker Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #671 Geschrieben 25. Dezember 2013 (bearbeitet) deadpoet, die Mattscheiben bzw. Sucherbilder sind heute dunkler als die damaligen hellen Mattscheiben einer FM2, F3 usw. Man hört, das zwar immer, dass damals die Focusierung leichter ging, wg. der damals dunklen Mattscheiben. Wobei leichter und präziser ging es damals schon, das stimmt. Das Sucherbild ist heute insgesamt trotzdem dunkler. (Hat vermutlich mit den AF und der Möglichkeit der Gitterlinien zu tun) mit lichtstarken Objektiven sehen die alten Mattscheiben tatsächlich hell aus ... aber auch nicht heller als eine Mattscheibe in einer vergleichbaren Kamera haute. Was das Bild heute dunkel macht, ist der Verzicht auf echte Pentaprismen und die Entscheidung Gucklöcher zu bauen, statt Sucher. Mit einem Spiegelsucher sieht das Bild von haus aus kontrastärmer und weniger brilliant aus. Heute muss eine Mattscheibe auch bei F 5,6 noch hell aussehen, das geht nur, wenn man einen gehörigen Anteil mehr an Licht direkt durchlässt .. sprich: die Mattscheiben nicht so Matt macht, dazu kommt, dass die Dinger viel weniger grob sind. Der Vorteil ein helles Bild zu haben, auch mit einem üblichen Zoom, wird bezahlt durch den Verlust eines knackigen Schärfesprungs ... bei einer guten alten LX Mattscheibe springt die Schärfe mit einem Normalobjektiv so hart von nicht scharf zu knackscharf, dass es fast im Auge weh tut, wenn man folkussiert. Eine moderne DSLR mit Standardscheibe ist meiner Meinung nach nicht annähernd so gut für manuelle Fokussierung geeignet, wie eine alte Analoge der Oberklasse (auch da gab es einfachere Sucher, man muss schon in der Oberklasse suchen, wenn man Qualität finden will) oder eine heutige Spiegellose mit eVF. Allerdings kommen wir mit den alten Dingern wieder in die alten Probleme .... Scheiben für lichtstarke Objektive, Scheiben für besonders lange Teleobjektive, Scheiben mit Schnittbild ... Scheiben mit Schnittbild für besonders lichtstarke Objektive, Scheiben für dies und Scheiben für das ... One fits all gab es damals auch nicht (oder nur für Leute, die nie über die Standardscheibe mit Microprismenring und Schnittbild hinausgekommen sind ... die leider auch nur bei Objektiven bis 2,8 so richtig genau sind und bei 5,6 schon anfangen einen Keil abzudunkeln) Der grosse Vorteil des elektronischen Suchers ist, dass man damit tatsächlich alles machen kann mit einem manuellen Objektiv und die Hilfsmittel Peaking und Lupe eine sehr schnelle oder auf Wunsch sehr genaue Einstellung zulassen. Ohne Film analog rumzuknipsen ist vielleicht mal lustig ... von HCB hat man ja gehört, dass er mit einer geschenkten Holzleica viel Spass hatte .... aber das ist ohne Ergebnis und deshalb eigentlich ein vollkommen anderes Hobby. bearbeitet 25. Dezember 2013 von nightstalker Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
specialbiker Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #672 Geschrieben 25. Dezember 2013 Auch mit dem modernste Gerät kann man fotografieren wie zu alten Zeiten, WENN MAN ES KANN! Keiner der hochkomfortablen Knipscomputer verhindert das.... Hallo Wolfgang, Ich antworte jetzt einmal genauso nebulös wie Du: im Prinzip ja Hans Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #673 Geschrieben 25. Dezember 2013 Also, ich kann mit der E-M1 dank ihres sehr großen und guten Suchers, der weitestgehend frei von Artefakten ist (im Gegensatz zum A7 Sucher), und den m4/3 Objektiven mit dem zurückziehbaren Fokusringen, mindestens genauso intensiv fotografieren, wie Du es beschreibst, zumal dies die Ergonomie der E-M1 auch perfekt unterstützt. Und das ist genau der Punkt. Viele Digitalkameras haben ihre Bedienelemente nicht mehr dort, wo man sie braucht. Viele direkt bedienbare Knöpfe sind zwar schön, aber doch eher pseudoergonomisch, wenn sie an der falschen Stelle liegen und ich beim Fotografieren letztlich das Auge vom Sucher nehmen muss. Das ist z.b. bei der GH3 und der A7 so, deren Bedienelemente z.T. hinter der Handfläche liegen oder ohne Umgreifen nur schwer erreichbar sind. Bei der E-M1 liegen die Elemente nahe beieinander auf oder nahe der Oberseite und die DSLR Tugend Elemente auch auf die Vorderseite zu legen, erreichbar durch die Fingerspitzen der rechten Hand, wurde wieder aufgegriffen. Ob man mit einer Kamera sozusagen mit seinem Motiv "verschmilzt" hängt für mich von drei Faktoren ab, die nichts mit analoger oder manueller Fotografie allein zu tun haben: - adäquate Ergonomie (Bedienelemente müssen beim Blick durch den Sucher ohne umzugreifen blind bedienbar sein, das war bei den Analogkameras so gut wie immer der Fall, weil es weniger Bedienelemente gab, und ist nun zur hohen Kunst des Kameradesigns geworden, weil es mehr Bedienelemente geben muss - z.B. ist ISO als Einstellungsparameter wichtiger geworden) - großer, heller Sucher ohne störende Artefakte und komfortablem Einblick (da sehe derzeit nur die A99 und E-M1/VF-4 Sucher) - Performanz, die nicht im Weg ist: kurze Auslöseverzögerung, bei AF schnell und zuverlässig, ausreichend Bildpuffer Grüße Thomas Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk HD Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Mini Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #674 Geschrieben 25. Dezember 2013 @deadpoet: Na, das ist es doch. Kamerabelederung streicheln, über den Chrom fahren, In Erinnerungen schwelgen auch ohne Film. Bild Nebensache oder gänzlich entbehrlich. Das erinnert mich an einen Bekannten, der in der Garage in seinem gehegten und gepflegten Oldtimer sitzt und verträumt übers Lenkrad streichelt. Motor ist zwar keiner mehr in der Kiste drin, aber das Geräusch kann man ja durch Summen und Brummen imitieren, auch wenn man keinen Meter vom Fleck kommt. Ganz ehrlich: Ich käme mir anstaltsreif vor, wenn ich mit einer Oldtimer-Kamera durch die Lande zöge, keinen Film drin hätte, aber durch den Sucher schauen würde, das Bild gestalten würde und das Auslösegeräusch zu geniessen versuchte. Hast Du es schon mal mit Pinsel und Leinwand versucht? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
specialbiker Geschrieben 25. Dezember 2013 Share #675 Geschrieben 25. Dezember 2013 . . . . Oder kannst du mir einen vernünftigen technischen Grund nennen, warum man alte Objektive an eine neue Kamera adaptieren sollte, wenn damit ihr Funktionsumfang eingeschränkt wird? Man tut es, vermute ich, weil man es kann. Und weil es Spaß macht. Und noch mehr Spaß macht es, damit auch noch zu fotografieren. Aber man muss es selber mal ausprobiert haben. Darum rate ich dir, versuche es einfach mal selber. Hallo deadpoet, erstmal ein Kompliment: Klasse Beiträge von Dir, die den Rahmen unserer meist sehr technischen Diskussionen deutlich erweitern, ich möchte gerne jeden Satz unterstreichen... Und gleichzeitig aber auch eine Ergänzung hinzufügen, die nun wieder eher an die "Techniker" adressiert ist: Ich adaptiere nicht (nur), weil es meinen Spieltrieb befriedigt: Erstens ist es ganz einfach eine Kostenfrage bzw. eine Frage der Verfügbarkeit: Die Objektive, die ich derzeit zur Verfügung habe (je ein Set von Minolta AF, Canon FD, Contax G), würden einem Neupreis von einigen 10 T€ entsprechen. Natürlich mit vielen Überlappungen. Würde ich aber die mir wichtigen Brennweiten aus diesem Sortiment neu beschaffen müssen, müsste ich etwa 5-7 T€ investieren. Die kann ich mir nun sparen. Zweitens: Die adaptierten Objektive arbeiten mit einer einzigen Ausnahme nahezu perfekt an der A7, d. h. ich gehe mit Ihnen praktisch keine Kompromisse ein, was Bedienung, Ankopplung an die Kamera oder die erzielte BQ betrifft: Die A7 ist in der Lage, egal ob AF oder MF, die jeweiligen Fabrikate entsprechend ihrer ursprünglichen Bedeutung einzusetzen. Eine Funktion, die aufgrund der Kopplung nicht implementiert ist (automatische Blende etwa), wird durch andere Funktionen (etwa fokussieren in Arbeitsblende mit Sucheraufhellung des EVF) mehr als vollständig kompensiert. Die adaptierten Objektive arbeiten ohne Ausnahme besser als an ihren Originalgehäusen, für die sie eigentlich konstruiert waren. Zu Wolfgangs Bemerkung, an MFT hätten die von ihm getesteten Altglas Exemplare keine guten Ergebnisse gebracht: Ja, vermutlich braucht es einen VF Sensor, um ein VF-Objektiv zu 100% zu nutzen, und nicht nur zu 25%: Die Auflösung dieser Objektive ist eben nicht so, dass man ein kleines Stückchen der Bildmitte auf 16 MPix "aufbläst". Nutze ich den kompletten Bildkreis, habe ich bei fast allen meiner Altglasexemplare eine hervorragende BQ, die keine Kompromisse eingeht (verglichen mit heutigen "Standards"). Da ich auch begeisterter MFT Anhänger bin, mache ich viele meiner Aufnahmen zweigleisig: MFT (darunter mit dem hervorragenden 20mm) vs. A7 mit Altglas: Würde die A7 da nicht immer wieder die Nase nicht vorne haben, hätte die Altglasadaption sicher nicht den Stellenwert erzielt, den sie mittlerweile bei mir einnimmt. Was ich sagen will: Man kann die Benutzung von Altglas als Bestandteil entschleunigter Fotografie sehen, aber man muss nicht. Viele Altglaskombinationen laufen an der A7 zur Höchstform auf, sowohl was Ergebnis, als auch Bedienung betrifft, auch wenn es mal schnell gehen soll. Diese Vielfalt ist es, was die A7 so einzigartig macht. Hans Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Empfohlene Beiträge
Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren
Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können
Benutzerkonto erstellen
Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!
Neues Benutzerkonto erstellenAnmelden
Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.
Jetzt anmelden