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Ich habe seit kurzem eine S5II zusammen mit dem Panasonic S70-300mm.

Im Menü bin ich nach dem Update auf 3.3  auf die beiden Zoom Einstellungen gestossen.

In der BDA wird auch immer auf die Kombination der beiden hingewiesen. Aber so richtig klar ist mir die Sache nicht wirklich 😁 

Gibt es dann massive Qualitätseinbußen?

Kann mir evtl. jemand den Unterschied mit einfachen Worten den Unterschied etwas näher bringen?

 

bearbeitet von AstonMartini
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Gemeinsam ist den beiden Zoom-Varianten, dass sie einen Zoom-Effekt nachbilden, indem der äußere Rand um das Bild weggeschnitten (gecroppt) wird, die übrig bleibende Bild-Auflösung oder Anzahl der Pixel verringert sich dadurch natürlich.. Wenn du diesen Bildausschnitt direkt mit deiner Kamera mit voller Sensorauflösung aufnehmen wolltest, dann würdest du dafür ein Objektiv mit längerer Brennweite benötigen:. Das ist vergleichbar mit Crop-Kameras (APS-C Sensoren mit Crop-Faktor 1.5 bei den meisten Herstellern oder 1.6 bei Canon, oder MFT-Sensoren mit Crop-Faktor 2). Der Crop Faktor bestimmt, um wieviel länger die Brennweite einer Vollformat-Kamera sein müsste, um den selben Bildausschnitt wie mit einer Crop-Kamera zu fotografieren.

Wo sind die Unterschiede zwischen Crop-Zoom und Hybrid Zoom:

Hybrid-Zoom: Wenn du den aktivierst, dann wird beim Drehen am Zoom-Ring deines Objektivs der optische Zoom des Objektivs geändert, und gleichzeitig zusätzlich ein bisschen was vom äußeren Rand des Bildes weggeschnitten. Je weiter du den Zoomring drehst, desto größer wiird der weggeschnittene Rand. Da du dafür am Zoomring drehen musst, funktioniert der Hybrid-Zoom logischerweise auch nur mit Zoom-Objektiven, und nicht mit Festbrennweiten. Durch diesen kombinierten Zoom (Hybrid) wird aus einem 70-200mm -Objektiv z.B. ein 70-400mm Objektiv. Den gesamten "Brennweiten"-Bereich steuerst du wie sonst auch mit dem Zoom-Ring deines Objektivs, die Bedienung ist hier also letztlich sehr intuitiv.

Crop-Zoom:

Crop-Zoom funktioniert sowohl mit Zoom-Objektiven, aber auch mit Festbrennweiten. Wieviel die Kamera vom äußeren Bildrand wegschneidet, bestimmst du hier jedoch nicht durch das Drehen des Zoom-Rings vom Objektiv (eine Festbrennweite hätte ja auch gar keinen Zoomring), sondern durch eine Einstellmöglichkeit über das Touch-Display der Kamera bzw. mit den Steuerungstasten (hoch, runter, links,rechts) hinten an deiner Kamera. Bei Zoom-Objektiven würden sich die Zoom-Einstellungen vom optischen Zoom und vom Crop-Zoom addieren.

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Ob Crop-Zoom (oder auch HybridZoom) gerade aktiviert ist kannst du durch eine kleine, gelbe Einblendung oben im Sucher bzw. Display sehen (siehe Pfeil)

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Das gelbe "Cr" steht für aktivierten Crop-Zoom, das gelbe"S" für die maximale Zoomstufe (bzw. minimale resultierende Bildgröße), also wieviel maximal vom Bildrand weggeschnitten wird. Man kann das im Menü wählen in verschiedenen Stufen:

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(hier die möglichen Einstellungen am Beispiel einer S1RII)

 

Bei den neueren Kameras der S1II-Serie besteht zusätzlich die Möglichkeit, den Fokus-Ring des Objektivs bei aktiviertem Autofokus (dann wird der Fokusring ja nicht zum Fokussieren benötigt) mit anderen Funktionen zu belegen, z.B. auch mit Crop-Zoom. Diese Funktion ist noch sehr neu und wird auch noch nicht von allen Objektiven unterstützt, ist aber in sofern genial, da sich dann der Crop-Zoom durch das Drehen des Fokusrings steuern lässt, wodurch sich Festbrennweiten dann quasi wie ein Zoom-Objektiv bedienen lassen. 

 

Was ist der Nachteil von Crop-Zoom oder Hybrid-Zoom:

Da ja ein mehr oder weniger großer Rand vom ursprünglichen Bild weggeschnitten wird, verringert sich die resultierende Bildauflösung, und damit natürlich letztlich auch die Qualität gegenüber einem Bild, dass mit einem richtigen optischen Zoom entsprechender Brennweite aufgenommen wird. 

Im Grunde ist der Effekt von Crop-Zoom oder Hybrid-Zoom der selbe, als wenn du dein Bild ganz normal ohne diese Zoom-Funktionen aufnimmst und später in der Nachbearbeitung am Computer den äußeren Bildrand wegschneidest.

 

lg Peter

bearbeitet von ObjecTiv
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vor 12 Minuten schrieb ObjecTiv:

Gemeinsam ist den beiden Zoom-Varianten, dass sie einen Zoom-Effekt nachbilden, indem der äußere Rand um das Bild weggeschnitten (gecroppt) wird, die übrig bleibende Bild-Auflösung oder Anzahl der Pixel verringert sich dadurch natürlich.. Wenn du diesen Bildausschnitt direkt mit deiner Kamera mit voller Sensorauflösung aufnehmen wolltest, dann würdest du dafür ein Objektiv mit längerer Brennweite benötigen:. Das ist vergleichbar mit Crop-Kameras (APS-C Sensoren mit Crop-Faktor 1.5 bei den meisten Herstellern oder 1.6 bei Canon, oder MFT-Sensoren mit Crop-Faktor 2). Der Crop Faktor bestimmt, um wieviel länger die Brennweite einer Vollformat-Kamera sein müsste, um den selben Bildausschnitt wie mit einer Crop-Kamera zu fotografieren.

Wo sind die Unterschiede zwischen Crop-Zoom und Hybrid Zoom:

Hybrid-Zoom: Wenn du den aktivierst, dann wird beim Drehen am Zoom-Ring deines Objektivs der optische Zoom des Objektivs geändert, und gleichzeitig zusätzlich ein bisschen was vom äußeren Rand des Bildes weggeschnitten. Je weiter du den Zoomring drehst, desto größer wiird der weggeschnittene Rand. Da du dafür am Zoomring drehen musst, funktioniert der Hybrid-Zoom logischerweise auch nur mit Zoom-Objektiven, und nicht mit Festbrennweiten.

Crop-Zoom:

Crop-Zoom funktioniert sowohl mit Zoom-Objektiven, aber auch mit Festbrennweiten. Wieviel die Kamera vom äußeren Bildrand wegschneidet, bestimmst du hier jedoch nicht durch das Drehen des Zoom-Rings vom Objektiv (eine Festbrennweite hätte ja auch gar keinen Zoomring), sondern durch eine Einstellmöglichkeit über das Touch-Display der Kamera bzw. mit den Steuerungstasten (hoch, runter, links,rechts) hinten an deiner Kamera:

Ob Crop-Zoom (oder auch HybridZoom) gerade aktiviert ist kannst du durch eine kleine, gelbe Einblendung oben im Display sehen (siehe Pfeil)

Das gelbe "Cr" steht für aktivierten Crop-Zoom, da gelbe"S" für die maximale Zoomstufe, also wieviel maximal vom Bildrand weggeschnitten wird. Man kann das im Menü wählen in verschiedenen Stufen:

(hier die möglichen Einstellungen am Beispiel einer S1RII)

 

Bei den neueren Kameras der S1II-Serie besteht zusätzlich die Möglichkeit, den Fokus-Ring des Objektivs bei aktiviertem Autofokus (dann wird der Fokusring ja nicht zum Fokussieren benötigt) mit anderen Funktionen zu belegen, z.B. auch mit Crop-Zoom. Diese Funktion ist noch sehr neu und wird auch noch nicht von allen Objektiven unterstützt, ist aber in sofern genial, da dann der Crop-Zoom dann durch das Drehen des Fokusrings steuern lässt, wodurch sich Festbrennweiten dann quasi wie ein Zoom-Objektiv bedienen lassen. 

 

Was ist der Nachteil von Crop-Zoom oder Hybrid-Zoom:

Da ja ein mehr oder weniger großer Rand vom ursprünglichen Bild weggeschnitten wird, verringert sich die resultierende Bildauflösung, und damit natürlich letztlich auch die Qualität gegenüber einem Bild, dass mit einem richtigen optischen Zomm entsprechender Brennweite aufgenommen wird. 

Im Grundes ist der Effekt von Crop-Zoom oder Hybrid-Zoom der selbe, als wenn du dein Bild ganz normal ohne diese Zoom-Funktionen aufnimmst und später in der Nachbearbeitung am Computer den äußeren Bildrand wegschneidest.

 

lg Peter

Herzlichen Dank 👍 👍 

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Der Vollständigkeit halber noch eine kleine Ergänzung:

 

Wie wirkt sich Crop-Zoom bzw. Hybrid-Zoom auf JPG oder HEIF(nur S1II-Serie) und auf RAW-Dateien aus:

JPG / HEIF: Das Bild wird mit dem gecroppten Ausschnitt gespeichert. Die weg geschnittenen Randbereiche lassen sich nachträglich nicht wieder herstellen, sind also wirklich weg.

 

RAW-Dateien: Hier wird von der Kamera immer das vollständige Bild mit allen Pixeln vom Sensor gespeichert. Die Information zum gecroppten Ausschnitt wird lediglich in den Meta-Daten (EXIF-Daten) der RAW-Datei gespeichert.

Die RAW-Entwickler verschiedener Hersteller verhalten sich unterschiedlich: einige wie z.B. die Adobe-Programme Lightroom oder CameraRAW wenden die Crop-Informationen dann auch auf das RAW an, das Bild wird beim Öffnen im RAW-Entwickler automatisch wieder entsprechend den Kamera-Einstellungen bei der Aufnahme gecroppt. Man kann aber, wenn man dann das Crop-Werkzeug des RAW-Entwicklers aufruft, den Bildauschnitt verschieben oder auch den Crop nachträglich ganz oder teilweise zurücknehmen, da in der RAW-Datei ja alle Pixel , auch die vom Crop-Zoom weggeschnittenen, enthalten sind:

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( Beispiel Adobe CameraRAW Crop-Werkzeug mit dem Ausschnit vom Crop-Zoom sowie dem weggeschnittenen Rand drumherum)

Dann gibt es wieder andere RAW-Konverter wie z.B. CaptureOne, welche die in den Metadaten hinterlegten Crop-Informationen einfach ignorieren und die RAW-Datei generell wieder in voller Sensorauflösung anzeigen. Hier müsste man dann selber wieder im Crop-Werkzeug auf einen entsprechenden Ausschnitt croppen.

 

Beispiel-Bilder mit Crop-Zoom (JPG-OOC , also unbearbeitet):

(S1RII, Crop-Zoom von 500mm auf 1000mm)

 

(S1RII + 70-200/2.8, Crop-Zoom von 200mm auf 383mm)

 

weitere Bilder

 

 

lg Peter

bearbeitet von ObjecTiv
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