Jump to content

Empfohlene Beiträge

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

Wie ist das dann eigentlich mit der Dynamik des großen Sensors? Verringert die sich bei der A7 im Crop-Modus, so dass man dann weniger Reserven in den Schatten und Lichtern hat? Der Signal-Rauschverhältnis des Sensors bleibt ja eigentlich dasselbe... oder doch nicht?

 

Ein praktischer Versuch wäre doch da sehr aufschlussreich. Hat das denn noch niemand ausprobiert?

 

Nach meinem Verständnis reduziert sich die Dynamik mit der Größe des Sensors (Hinweis: Das steckt in der Berechnung der Kennzahl "Dynamik", dass ein spezieller Rauschabstand zur Begrenzung des vom Sensor verarbeitbaren Spektrums führt - weniger Fläche - mehr Rauschen - kleinerer Dynamikbereich).

 

Zudem gibt es eine Verschlechterung durch die Vergröberung der Pixel - ich erwarte also, dass eine auf 10 MPix gecropte A7 nicht an eine Nex 5/6 oder gar Nex 7 heranreicht.

 

Bei dem von mir in dem Zusammenhang erwähnten "Suppenzoom" muss man sich allerdings fragen, ob das dann eine Rolle spielt (wobei ich diese Objektivkategorie nicht schlecht reden möchte - aber perfekt ist anders).

 

Hans

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Womit?:)

 

Wolfgang hat ja nun nicht wenige Aussagen hier veröffentlicht! Aus dem allgemeinen Rauschen erinnere ich z.B.:

 

  • Der Sensor der A7 ist toll
  • Mit Normal- und leichten Tele-Brennweiten bringt der Sensor tolle Ergebnisse
  • manche (=! alle) Altgläser erzeugen schlimme Verfärbungen und Randunschärfe
  • manche Altgläser sind am Rande nicht so perfekt, wie native Optiken an anderen Systemen (MF, KB, APS, MFT)
  • ...

Hier besteht wohl Konsens, oder?;)

 

. . .

 

 

Auch als A7-Besitzer gebe ich sehr viel auf Wolfgangs Aussagen. Ich habe aber auch erkannt, dass wir unterschiedliche Erwartungshaltungen an unsere Kameras haben - deswegen priorisiert er anders als ich. Aber ich würde mir in die eigene Tasche lügen, wenn ich seine Hinweise bzgl. des A7-Konzeptes einfach so ignorieren würde.

 

Wer ihn ignoriert versäumt eine ganze Menge :D

 

Hans

 

@Wolfgang:

Meine Canon FD Linsen sind tatsächlich noch "unverschimmelt" . . . ;);)

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nach meinem Verständnis reduziert sich die Dynamik mit der Größe des Sensors (Hinweis: Das steckt in der Berechnung der Kennzahl "Dynamik", dass ein spezieller Rauschabstand zur Begrenzung des vom Sensor verarbeitbaren Spektrums führt - weniger Fläche - mehr Rauschen - kleinerer Dynamikbereich).

 

Nur mal blöd gefragt:

Ein APS-C Objektiv im Vollformat Modus würde am Sensor in den Ecken (und evtl an den Seiten) schwarze Flächen erzeugen. Dadurch wäre dann ja auch nur ein kleinerer Bereich des Sensor verwertbar.

 

Würde sich damit dann auch der Dynamikumfang in der Bildmitte ändern?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie ist das dann eigentlich mit der Dynamik des großen Sensors? Verringert die sich bei der A7 im Crop-Modus, so dass man dann weniger Reserven in den Schatten und Lichtern hat? Der Signal-Rauschverhältnis des Sensors bleibt ja eigentlich dasselbe... oder doch nicht?

 

Ein praktischer Versuch wäre doch da sehr aufschlussreich. Hat das denn noch niemand ausprobiert?

 

Das wäre in der Tat mal interessant. Die Chance, einen Vergleich zu sehen, haben wir ja, wenn sich mal jemand entschließt das zu probieren.

Die Wirkung kann man auch grob überschlagen. Ich nehme mal die Daten aus #1119 her und rechne auf APS-C um. Dabei hatte ich die Reduktion von ca. 30 Pixeln auf einen(!) Pixel bei Forengröße genannt. Nun croppen wir 23,2 x 15,4 mm² aus dem 36 MP 36 x 24 mm²-Sensor heraus. Das ergibt ungefähr 4750 * 3168 Pixel = ca. 15 MP. Auf Forengröße herunterskaliert ergibt das eine Reduktion von 15 Pixel auf einen Pixel. Was aus den Informationen wird, die in den 15 Pixeln stecken, kann man sich ja jetzt ausrechnen.

 

Die oben geäußerte Idee, ein 18-200 F3,5-6,3 im Cropmode an der A7® zu betreiben, finde ich fazinierend.

Sigma 18-200mm f/3.5-6.3 DC OS HSM review: Digital Photography Review

Conclusion:

"(...)This immediately means it won't win the favor of a certain type of resolution-obsessed photographer, who will look on its inconsistent sharpness (and indeed substantial lack of it at mid-telephoto focal lengths) with displeasure. But for users with less lofty aims - perhaps making ordinary postcard-sized prints, sharing reduced-size versions of their pictures on the internet, or viewing their images on the computer or TV screen without zooming in to scrutinize every minute detail - it's sharp enough, and for such purposes its virtues of relatively low distortion and chromatic aberration will shine through.(...)"

Ein wirklich empfehlenswertes Objektiv für die A7®.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

. . .

Die oben geäußerte Idee, ein 18-200 F3,5-6,3 im Cropmode an der A7® zu betreiben, finde ich fazinierend.

Sigma 18-200mm f/3.5-6.3 DC OS HSM review: Digital Photography Review

Conclusion:

"(...)This immediately means it won't win the favor of a certain type of resolution-obsessed photographer, who will look on its inconsistent sharpness (and indeed substantial lack of it at mid-telephoto focal lengths) with displeasure. But for users with less lofty aims - perhaps making ordinary postcard-sized prints, sharing reduced-size versions of their pictures on the internet, or viewing their images on the computer or TV screen without zooming in to scrutinize every minute detail - it's sharp enough, and for such purposes its virtues of relatively low distortion and chromatic aberration will shine through.(...)"

Ein wirklich empfehlenswertes Objektiv für die A7®.

 

Hallo Wolfgang,

 

es ist nun wirklich nicht neu, dass man zur selben Zeit unterschiedliche Ziele mit unterschiedlichen Werkzeugen verfolgt :D

 

Wer immer nur das Maximum will, ist auf Dauer überfordert und bleibt in Summe unter seinen Möglichkeiten - der Wechsel macht's, auch beim Anspruch an die eigenen Aufnahmen bzw. Fähigkeiten. Im Sport ist der gezielte Wechsel aus Leistung und Grundlage die Basis jeden Trainings, warum sollte es hier anders sein.

 

Aber Du hast schon recht: Selbst als Suppenzoom betrachtet ist das Sigma nicht das Gelbe vom Ei - das hatte ich dann doch übersehen. Aber Deine Schlussfolgerung, es gerade deswegen als sehr gut zur A7 passend einzustufen, ist wohl wieder eine Deiner Spitzfindigkeiten - man darf in diesem Thread wirklich nichts unbedacht äußern und muss jedes Wort dreimal umdrehen, bevor man es abschickt ;-)

 

Hans

bearbeitet von specialbiker
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nach meinem Verständnis reduziert sich die Dynamik mit der Größe des Sensors (Hinweis: Das steckt in der Berechnung der Kennzahl "Dynamik", dass ein spezieller Rauschabstand zur Begrenzung des vom Sensor verarbeitbaren Spektrums führt - weniger Fläche - mehr Rauschen - kleinerer Dynamikbereich).

Hmmm. Es geht mir hier um die Reserven des großen Sensors. Dessen Belichtungsumfang verändert sich ja nicht, indem man ihn nur teilweise nutzt. Wenn die ganze Fläche z.B. 14 Blendenstufen aufzeichnen kann, dann müsste der Crop in der Mitte das auch können. Das würde dann aber die Annahme von "Reserven" des größeren Sensors grundsätzlich in Frage stellen.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hmmm. Es geht mir hier um die Reserven des großen Sensors. Dessen Belichtungsumfang verändert sich ja nicht, indem man ihn nur teilweise nutzt. Wenn die ganze Fläche z.B. 14 Blendenstufen aufzeichnen kann, dann müsste der Crop in der Mitte das auch können. Das würde dann aber die Annahme von "Reserven" des größeren Sensors grundsätzlich in Frage stellen.

 

Dadurch, dass die Dynamik durch das Rauschen "begrenzt" wird, und Rauschen wiederum von Fläche abhängt, schließt sich der Kreis.

 

Oder anders: Dynamik ist an Fläche gebunden. Die Dynamik in Bildmitte ist daher etwas anderes als die Dynamik über die Gesamtfläche.

 

Hans

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hmmm. Es geht mir hier um die Reserven des großen Sensors. Dessen Belichtungsumfang verändert sich ja nicht, indem man ihn nur teilweise nutzt. Wenn die ganze Fläche z.B. 14 Blendenstufen aufzeichnen kann, dann müsste der Crop in der Mitte das auch können. Das würde dann aber die Annahme von "Reserven" des größeren Sensors grundsätzlich in Frage stellen.

 

Rein logisch verstehe ich das auch nicht, wenn ich nur einen Teil eines großen Sensors nutze, nutze ich doch nur einen kleinen Sensor? Wenn es bei z.B. 14 Blendenstufen bliebe, läge es zumindest nicht an der Größe des Sensors. :confused:

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dadurch, dass die Dynamik durch das Rauschen "begrenzt" wird, und Rauschen wiederum von Fläche abhängt, schließt sich der Kreis.

Aber was, wenn es gar nicht rauscht? Bzw. wenn man das Rauschen gar nicht sieht?

Oder anders: Dynamik ist an Fläche gebunden. Die Dynamik in Bildmitte ist daher etwas anderes als die Dynamik über die Gesamtfläche.

Und wenn man in die Bildmitte hineinzoomt, verliert man dann auch Dynamik? :confused:

 

Wolfgang, wo bist du?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Aber was, wenn es gar nicht rauscht? Bzw. wenn man das Rauschen gar nicht sieht?

 

Und wenn man in die Bildmitte hineinzoomt, verliert man dann auch Dynamik? :confused:

 

Wolfgang, wo bist du?

 

Es gibt bereits einen Link in diesem Thread zum Thema "Dynamik-Messung" (sollte nicht schwer, diesen zu finden, bei den paar wenigen Beiträgen hier ;)). Den hat Wolfgang sogar beigetragen.

 

Rauschen ist ein Merkmal des Sensors, das auch dann existiert, wenn niemand hinsieht, oder jemand hinsieht und es nicht wahrnimmt, oder der Monitor nicht eingeschaltet ist und alles schwarz bleibt. Ich hoffe, wir können das Thema noch ohne Einsatz von Relativitätstheorie ausdiskutieren :D

 

Hans

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wer hat denn die 14 Stufen Dynamikumfang in die Welt gesetzt und wie sind die definiert?

Irgendein Test? Möglicherweise DxO, der Vatikan der Tester?

Worauf sind die bezogen...

Auf den Rauch-Signalabstand des einzelnen Pixels, denke ich. Das lässt sich dann auf die ganze Fläche skalieren.

...und wie kommen die ins fertige Bild?

Ich würde sagen, man definiert das obere und das untere Limit (Lichter und Schatten) und synchronisiert dann mit dem Ausgabemedium. Analog musste man dafür den Film nach bestimmten Parametern entwickeln, damit das Ergebnis so rauskam, wie man sich das vorstellte (eine bestimmte Gradation erzielen). Ich denke mal, Digital wird das ähnlich laufen.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wer hat denn die 14 Stufen Dynamikumfang in die Welt gesetzt

 

Stammen von einem Unternehmen, dem Du i. A. recht wohl gesonnen bist:

Tests and reviews for the camera Sony A7R - DxOMark (Kennzahl landscape)

 

und wie sind die definiert? Worauf sind die bezogen und wie kommen die ins fertige Bild?

 

Die freundlichen Damen und Herren von DXO haben dass Verfahren sicher irgendwo hinterlegt ;)

 

Hans

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich würde sagen, man definiert das obere und das untere Limit (Lichter und Schatten) und synchronisiert dann mit dem Ausgabemedium. Analog musste man dafür den Film nach bestimmten Parametern entwickeln, damit das Ergebnis so rauskam, wie man sich das vorstellte (eine bestimmte Gradation erzielen). Ich denke mal, Digital wird das ähnlich laufen.

 

genauso sehe ich dass auch. Nur dass das obere und untere Limit halt etwas ist, dass man nicht nur erahnen sollte, sondern sich in einem vernünftigen Signal-Rausch-Abstand reproduzierbar durchsetzen sollte. Und hier kommt meiner Meinung nach das Rauschen des Sensors ins Spiel, d. h. Pixelrauschen auf Fläche bezogen.

 

Hans

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Stammen von einem Unternehmen, dem Du i. A. recht wohl gesonnen bist:

Tests and reviews for the camera Sony A7R - DxOMark (Kennzahl landscape)

 

 

 

Die freundlichen Damen und Herren von DXO haben dass Verfahren sicher irgendwo hinterlegt ;)

 

Hans

Ach ja, das sind die Typen, die den Sensor ganz losgelöst vom Bild betrachten und die Daten auch beim Hersteller nachfragen könnten. Dann hätten sie aber keine Gelegenheit mehr, Werbung für ihren Konverter zu machen.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

genauso sehe ich dass auch. Nur dass das obere und untere Limit halt etwas ist, dass man nicht nur erahnen sollte, sondern sich in einem vernünftigen Signal-Rausch-Abstand reproduzierbar durchsetzen sollte. Und hier kommt meiner Meinung nach das Rauschen des Sensors ins Spiel, d. h. Pixelrauschen auf Fläche bezogen.

Okay. Ich habe deinen Beitrag mit den Mallorca-Bildern noch in Erinnerung. Leider habe ich nicht alles verstanden, z.T. fehlt mir dazu das Hintergrundwissen. Z.B. hier:

 

Eindruck 1: Die Entwicklungen verlaufen auffallend "stabil".

... Die Verstellung der Lightroom-Regler führt zu einer eher kontinuierlichen Veränderung im Ergebnis (Schatten wie Lichter), das Bild "kippt nicht einfach weg", sondern kann vergleichsweise gutmütig sowohl in den Schatten als auch in den Lichtern verarbeitet werden.

...

Eindruck 2: Auffallend viele Informationen an beiden Enden des Histogramms.

(Ich habe mir erlaubt, stark zu kürzen, wer will, kann ja nachschlagen.)

 

Wie kriege ich die stabilen Entwicklungen und die vielen Informationen an beiden Seiten des Histogramms nun auf die Fläche übertragen? Bzw. was hat das mit dem Rauschen zu tun?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dynamik ist an Fläche gebunden. Die Dynamik in Bildmitte ist daher etwas anderes als die Dynamik über die Gesamtfläche.

 

Hans

Meinem Verständnis nach kennzeichnet der Dynamikwert den Abstand zwischen Minimal-und Maximalwert. Beide können im Extremfall bei 2 Pixeln (sieht man mal von der Bayer-Verrechnung ab) auftreten. Ich erkenne keinen Zusammenhang mit der Fläche.

 

Der Sensorausschnitt muss die selbe Dynamik zeigen wie die gesamte Fläche.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ach ja, das sind die Typen, die den Sensor ganz losgelöst vom Bild betrachten und die Daten auch beim Hersteller nachfragen könnten. Dann hätten sie aber keine Gelegenheit mehr, Werbung für ihren Konverter zu machen.

Ich habe bei DxO jetzt mal die A7r mit der GX7 verglichen. Auffällig ist, dass sie bei der Dynamik jeweils zwei unterschiedliche Werte messen, nämlich "Print" (für einen 20x30 Ausdruck) und "Screen" für 100% Ansicht am Bildschirm. Bei "Screen" liegen die Messwerte der GX7 und der A7r enger zusammen als bei "Print". Und bei "Screen" verliert die A7r auch über eine Blendenstufe Dynamik, also nur noch 13EV statt 14.

Ganz schlimm kommt es aber für die A7r bei der SNR 18% Messung, da bricht sie bei Screen um 6,6dB ein, die GX7 nur um 3dB.

Bedeutet das nun, dass die Verluste beim Croppen von Vollformat höher sind, als wenn man gleich mFT genommen hätte?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das mit der Dynamik ist in der Tat etwas kompliziert, deshalb stolpern ja so viele darüber.

Wir müssen zuerst festlegen, welche Dynamik wir meinen. Es gibt derer fünfe, vereinfacht aufgeteilt.

Da wäre zuerst der Helligkeitsumfang des Motivs (1. Stufe, Motivdynamik). Daran können wir begrenzt etwas ändern. Bei weitläufigen Landschaften eher weniger, aber im engeren Umfeld schon durch Aufhellung der zu dunklen Bereiche.

Das Objektiv fängt innerhalb des Bildwinkels den Motivkontrast (huch, schon wieder ein anderes Wort für Dynamik) ein und gibt ihn etwas reduziert durch Streulichteinflüsse und andere konstruktive Eigenheiten in Richtung Sensor wieder ab.

Nun kommen die Filter vor dem Sensor und die Mikroprismen und die Farbfiltermatrix. (Jetzt könnten wir noch den Mikrokontrast ins Spiel bringen, den lassen wir aber erst einmal weg, um die Sache nicht zu unübersichtlich zu machen.)

Schließlich erhalten die Fotoempfänger des Sensors eine durch die durchlaufene Optik-Strecke verringerte Dynamik, die 2. Stufe.

Je nach Technologie werden nun Photonen gezählt oder Ladungen aufsummiert oder es wird durch die Photoneneinschläge entladen.

Das Resultat ist (oder besser, sollte sein) ein Wert, der proportional der Lichtmenge pro Zeiteinheit ist, welches an den Fotoempfängern (da kommen sie jetzt ins Spiel, die Pixel) ankommt.

Da wir es hier aber mit Elektronik zu tun haben, kommt jetzt auch das selbst verursachte Rauschen ins Spiel, welches durch seinen Anteil die Dynamik des Nutzsignals, also den Unterschied zwischen Maximalwert und verwertbarem Minimalwert, reduziert. (Wie groß dieser Einfluß ist, könnte DxO vom Sensorhersteller erfahren. Da gehören ein Menge Daten dazu.) Das wäre dann die 3. Stufe.

Nun wird eine ganze Menge mit den Ausgangsdaten angestellt, bis zum guten Schluß das als 12-Bit oder 14-Bit Code pro Pixel ausgegeben wird, was wir RAW nennen. Bis dahin passiert so einiges mit den Daten. Sie werden zusätzlich wieder ungewollt verunreinigt und damit die Dynamik weiter reduziert. Stufe 4 ist erreicht.

Anschließend kommt der ganze lange Prozess der Umwandlung in ein mehr oder weniger getreues Abbild des Motivs, welches wir mit verschiedenen Medien ausgeben. Was dabei herauskommt, enthält die Stufe 5 unserer Aufteilung der Dynamik.

 

Mit welcher Dynamik machen wir jetzt weiter?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

nämlich "Print" (für einen 20x30 Ausdruck) und "Screen" für 100% Ansicht am Bildschirm.

Print ist die einzige faire Methode, um Rauschen von verschieden großen

oder verschieden auflösenden Sensoren zu vergleichen. Denn die

betrachtung von einzelpixeln führt dazu, dass für den Fall der gleichen

Pixeldiche und gleicher Technologie alle Sensoren das gleiche Rauschen

haben.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Eigentlich wollte ich dieses Thema ja weiterhin ignorieren, hab aber doch noch mal kurz reingelesen und greife kurz die OT Thematik der Minderung/Steigerung des Dynamikumfangs einer A7R, oder sonstigen Kamera, bei Anfertigung von Crops auf.

Der Bequemlichkeit halber mal auf die Messungen von DxO beschränkt. Wie auch immer man deren Messmethodik oder Dynamikmessungen an sich nun bewerten möchte (Hallo Wolfgang! ;)).

 

Du, deadpoet, hast hiermit genau den zu berücksichtigenden Knackpunkt erwähnt:

Auffällig ist, dass sie bei der Dynamik jeweils zwei unterschiedliche Werte messen, nämlich "Print" (für einen 20x30 Ausdruck) und "Screen" für 100% Ansicht am Bildschirm.

Ergibt Sinn. Einmal das unskalierte Ergebnis auf Pixelebene @100% Ansicht und einmal ein skaliertes Ergebnis, welches man mit anderen Sensoren vergleichen kann. Denn es ergäbe Null Sinn (für die Praxis) die Ergebnisse zweier unterschiedlich hoch auflösender Sensoren in 100% Ansichten zu vergleichen, da die Bilder unterschiedlich groß wären. Darum die Skalierung, bei DxO eben willkürlich mit 8 MP gesetzt.

 

Und daher gelten diese Werte auch ausschließlich für auf 8 MP skalierte Bilder (und die Messmethodik DxOs)! Irgendwo zu erwähnen, Kamera X habe 14 Ev Dynamikumfang ohne sich der verwendeten Messmethodik und der Definitionen bewusst zu sein (wie es in Foren oft getan wird) ist absolut sinnfrei. Kein Ergebnis der Welt lässt sich ohne Kenntnis der Methodik beurteilen, sondern bleibt eine nichtssagende Hausnummer, welche bei Messung mit anderer Methodik komplett unterschiedlich ausfallen könnte. Blinder Zahlengläubigkeit, welcher man nur zu leicht verfällt, ist allgemein aber kaum beizukommen.

 

Bei "Screen" liegen die Messwerte der GX7 und der A7r enger zusammen als bei "Print". Und bei "Screen" verliert die A7r auch über eine Blendenstufe Dynamik, also nur noch 13EV statt 14.

Logisch.

Bei "Print" werden die "Screen" Bildergebnisse beider Kameras auf 8 MP skaliert. Bei der GX7 also auf 50%, bei der A7R auf 22% der nativen Auflösung. Die A7R fasst hierbei also deutlich mehr Pixel zu einem einzigen zusammen als die GX7.

Je höher die Sensorauflösung, desto höher auch die Unterschiede ("Verluste") zwischen den Meßwerten "Screen" und "Print". Schau dir als aktuell extremstes Beispiel hierfür die Werte der 80 MP Phase One IQ180 an, diese springen, vorhersagbarerweise, zwischen "Screen" und "Print" nochmals erheblich stärker.

 

Ganz schlimm kommt es aber für die A7r bei der SNR 18% Messung, da bricht sie bei Screen um 6,6dB ein, die GX7 nur um 3dB.

Ebenfalls logisch. Die Erklärung dafür ist dieselbe wie oben für Dynamik.

Ob die A7R nun bei "Screen" stärker einbricht oder bei "Print" mehr gewinnt als die GX7, ist Ansichtsache.

 

Bedeutet das nun, dass die Verluste beim Croppen von Vollformat höher sind, als wenn man gleich mFT genommen hätte?

Nein.

Sofern die Pixelabmessungen gleich sind, ist es gleichgültig ob man aus einem größeren Sensor einen Ausschnitt herauscroppt oder gleich das Ergebnis eines Sensor hernimmt dessen Fläche genau diesem Crop entspricht. Sie hätten, ceteris paribus, dieselben Werte in "Screen" und bei Crop des größeren Sensors auf das Format des kleineren daher auch dieselben Werte in "Print". Als Beispiel dafür würde sich der "Screen" Vergleich zwischen A7R und NEX6 anbieten. Annähernd gleiche Pixelabmessungen führen bei annähernd gleicher Sensorgeneration zu annähernd gleichen Werten in "Screen". Ob man nun also 16 MP aus der A7R croppt oder die NEX6 für dasselbe Foto verwendet ist daher gleichgültig (nur auf die Sensorleistung bezogen).

Dasselbe Spielchen zwischen einer A7R und einer aktuellen 16 MP mFT durchgeführt führt jedoch zu besseren Ergebnissen des 16 MP Crops der A7R. Einfach aus dem Grund, weil die Pixelabmessungen nicht dieselben sind. Sie wären es erst bei Anfertigung eines 16 MP Crops aus einer theoretischen 64 MP KB Kamera.

 

 

Als Kurzfazit zur ursprünglich thematisierten Frage:

Croppt man einen, von den Abmessungen her wie auch immer gewählten, Teilbereich aus einem Bild der A7R, dann ändern sich Rausch- und Dynamikverhalten auf Pixelebene natürlich überhaupt nicht ("Screen" bleibt gleich). Wie sollten sie auch?

Skaliert man jedoch die Gesamtfläche auf dementsprechende Abmessungen, dann ändern sich Rausch- und Dynamikverhalten sehr wohl, da Pixel zusammengefasst werden (=> "Print" wird besser als "Screen").

 

Beispiel: Ein 16 MP Crop aus einem 36 MP KB Sensor verhält sich bezüglich Rauschen/Dynamik daher praktisch identisch wie ein Bild aus einem 16 MP APS-C Sensor. Eine A7R im Cropmodus zu betreiben bringt Null bildqualitativen Gewinn verglichen mit zB einer NEX6. Aber auch keinen bildqualitativen Verlust (jeweils mit denselben Objektiven dran).

Wer meint, dass eine A7R dabei immer noch besser wäre, weil ja 14 Ev Dynamikumfang gemessen wurden (und bei der NEX6 "nur" 13), ignoriert dabei die Tatsache, dass bei diesem Wert (="Print") beide bereits mit ihrer jeweiligen und unterschiedlich großen vollen Fläche auf 8 MP skaliert wurden und beim Crop jedoch aus einem Teilbereich (="Screen") lediglich ausgeschnitten wird.

 

Ich hoffe ich konnte zur allgemeinen Verwirrung beitragen... ;)

bearbeitet von flyingrooster
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

..Mit welcher Dynamik machen wir jetzt weiter?

 

Mit der, die man im Bild sehen/messen kann?

 

(das heißt, ich betrachte alles zwischen Motiv und Bildergebnis zunächst als Black Box und verwende demzufolge auch die Standardeinstellung für ein JPG bzw. die Standardeinstellung für ein RAW mit LR (gängigster Konverter))

 

Um den Einfluss der Optiken gering zu halten: ich nehme eine lichtstarke Optik im Normalbereich (um 50mm KB).

 

a) JPG ooC auf einem Monitor (Vollbild)

B) JPG ooC auf einem 60*40 Print (als Beispiel)

c) JPG aus RAW mit Standardeinstellung Monitor

d) JPG aus RAW mit Standardeinstellung Print

 

Bis hierher können verschiedene Nutzer noch halbwegs etwas mit den Ergebnissen anfangen, da sie das mit ihrer Kamera nachstellen können.

 

Weiter könnte man vergleichen:

 

e) JPG ooC mit DR-Optimizer (der jeweiligen Kamera)

f) JPG aus RAW mit Optimierung Lichter/Tiefen/Rauschen

 

Hier ist dann eine Nachstellung schwieriger, weil die DR-Optimizer unterschiedlicher Hersteller unterschiedliche Konzepte verfolgen und das Optimieren im Konverter auch viele Freiheiten zulässt.

 

Aber mal unter dem Strich betrachtet: Glaubst Du, dass die A7/A7r mit einem guten 24er oder 35er Objektiv mehr Dynamik-Spielraum für die Bilder mitbringt? Wenn ja, ist doch die Black-Box-Untersuchung akademischer Natur!?

 

Lieben Gruss

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...