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*lach* ja, und selbst eine Festplatte, die irgendwann nicht mehr anläuft kann man mit einem Elektronenmikroskop auch wieder auslesen .. für jedes ernsthafte Problem gibt es eine Lösung.

 

ich weiß nicht, wie viele Festplatten du in deinem Leben schon in den Fingern und unter deiner Verantwortung gehabt hast, aber alle die sich ernsthaft mit der Archivierung von Daten auseinandersetzen, finden andere Lösungen wesentlich zweckmäßiger; zumal auch ein Film digital belichtet werden kann. Die elektro-magnetische Aufzeichnung auf der Festplatte ist genauso wie der Output eines Digitalkamerasensors nämlich analog. Und Filme kann man viel schneller duplizieren .. übrigens ebenfalls äußerst zuverlässig. :P

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eine Firma die heute ein Entwicklungsgerät für den Amateurbereich bereit stellen würde, die digitale Daten der Kamera ausließt und auf Meterware von Diafilm belichten würde...

 

naja, mit einer alten om1 mit 10-meter-magazin + passender optik + hochauflösendem monitor könnte man schon mal zum experimenterien anfangen. :D

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Auch zwei Lagerplätze können abbrennen und der Aufwand für die verlustbehafteten Kopien den man bei richtig großen Datenbeständen treiben müsste wäre viel zu hoch im Vergleich zu digitalen Kopien.

 

 

mehr Pessimismus geht nicht mehr :rolleyes:

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nur dass es viel einfacher ist, ein Filmlager vor Brand und Hochwasser zu schützen als eine Festplattenbatterie - letztere muß ständig mit Strom versorgt, aufwändig gekühlt und elektrisch abgesichert werden; hat also "geringfügig" höhere Betriebskosten, während erstere in jedem Keller mit einmaligem Aufwand (Aufbewahrungsbox) problemlos zu "installieren" ist .. alle mir bekannten Archive, die Dokumente unverändert - also authentisch - bewahren wollen, arbeiten aus guten Gründen mit Film. Das ändert nichts an der Tatsache, daß ein Festplattenarray natürlich auch eine denkbar gute Lösung darstellen kann

 

 

nun bleibt mal auf dem Teppich,ich spreche hier vom Amateurbereich und nicht von einem Museumsbetrieb :eek::eek:

Brand und Hochwasser,Strom Betriebskosten.........kopfschütteln :rolleyes:

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Hallo!

nun bleibt mal auf dem Teppich,ich spreche hier vom Amateurbereich und nicht von einem Museumsbetrieb :eek::eek:
Du zeigst zwei Extrembereiche auf. Dazwischen gibt unzählige Szenarien, die durchaus real sind.

Brand und Hochwasser,Strom Betriebskosten.........kopfschütteln :rolleyes:

Tja, auch "Kopfschütteln" kann realitätsfremd sein :-)

Aber im Ernst, Brand und Hochwasser sind absolut realistische Annahmen. Für den Amateur (bei dir Graustufe 000) mag das im Einzelfall betrüblich sein, aber für einen Kaufmann (und das ist jeder, der Photos auch nur irgendwie zu seinem Unterhalt braucht) kann es existenzbedrohlich werden.

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richtig - ihr habt ja beide recht ;) also bleiben wir beim Amateur; welche Alternativen bieten sich ihm für seine Bilder?

 

1) gar nicht sichern

2) auf externe Festplatten sichern

3) auf "runden" Datenträgern sichern

4) belichten und im Schrank verwahren

 

welche Szenarien sind wahrscheinlich?

 

1) er wird im Laufe von zehn Jahren im Schnitt mindestens 1 mal einen schmerzlichen Verlust erleben; eher mehrmals!

 

2) er wird im Laufe von zehn Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 1 mal einen schmerzlichen Verlust erleben; denn zum einen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß eine Platte tatsächlich mal ausfällt und sich dann auf seiner (bislang klaglosen) Sicherungsplatte durch Denkfehler, Sicherungsfehler (technisch) oder methodische Fehler nicht alles findet, was ihm wichtig gewesen wäre.

 

3) die Sicherung auf irgendwelchen "runden" Datenträgern wie CD-R, DVD-R und DVD-RAM (wobei letzteres meine Empfehlung wäre) wird ihn ebenfalls in einem überschaubaren Zeitraum Verluste bescheren: durch Denkfehler, Sicherungsfehler (technisch), Medienunzuverlässigkeit und natürlich die nicht unerhebliche Chance, einen Teil seiner Medien physisch zu verlieren, zu zerstören oder what ever.

 

4) die Sicherung von irgendwie belichtetem Papier oder Zelluloid ist ohne viel Aufwand und besondere Vorkehrungen recht zuverlässig und langzeitstabil - ohne jeden weiteren Aufwand! Auch wenn die Qualität im Laufe der Jahrzehnte abnehmen wird (verblassende Farben und anderer Auflösungserscheinungen), so wird das Motiv und damit die künstlerisch wertvollen Aspekte sich auch nach Jahrhunderten in der Regel recht einfach sichten und z.T. auch wieder rekonstruieren lassen.

Natürlich besteht auch hierbei die Gefahr, durch Hochwasser, Brand und menschliche Nachlässigkeiten wertvolle Erinnerungen zu verlieren ..

 

Was sagt uns das alles?

 

a) es gibt keinen perfekten Schutz!

 

B) nichts ist sicher, denn es gibt kein perfektes Medium.

 

c) zwei Sicherungen, auf unterschiedliche Medien und an unterschiedlichen Orten erscheinen am sichersten, weil jeder denkbare Schaden dann nur noch ein Medium zur gleichen Zeit treffen kann und man mit vertretbarem Aufwand vom jeweils anderen Medium eine Kopie erstellen kann - also wieder zwei Sicherungen erhält.

 

d) ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Frage nach der Handhabbarkeit beim Suchen/Sichten und Rekonstruieren von Informationen; hierbei wird oft übersehen, daß digitale Medien - vor allem Festplatten - nur durch technologische Schachzüge überhaupt einigermaßen "sicher" gemacht werden können. Hier sind Software-Probleme und Fehler als zusätzliche Schadensereignisse einzukalkulieren, genauso wie menschliches Versagen (auch mir sind schon mal wichtige Daten durch falsche "Rekonstruktion" oder Nachlässigkeit verloren gegangen - vor allem beim "Aufräumen" oder "Organisieren") ..

 

Meine Empfehlung lautet deshalb für digital vorliegende Information:

 

A) regelmäßig auf zweites (und gegenenfalls drittes) digitales Medium kopieren - und zwar jeweils eine Gesamtkopie von Information und Metainformation (Datenbank, Organisationskriterien und what ever) .. hierbei ist es recht unerheblich, ob das eine externe Festplatte (dann aber zwingend mehrere und unabhängige) oder "runde" Medien sind - dabei sollten die durchschnittlichen Haltbarkeiten in Betracht gezogen werden - und nach meiner bescheidenen Erfahrung sind Festplatten nach 5 Jahren nicht mehr sicher, CD-R und DVD-R nach ca. 10 Jahren gefährdet und DVD-RAM wahrscheinlich über mehr als zwanzig Jahre recht sicher

 

B) alternativ, zusätzlich und/oder vollkommen unabhängig von oben genannter Möglichkeit bietet sich die Belichtung wertvoller Bilder auf Film oder Papier an; die Teile kann man für recht kleines Geld in handelsübliche Schachteln (Blechbüchsen scheinen mir ideal) verstauen (kühl und trocken im Keller) und jederzeit mit haushaltüblichen Mitteln sichten, auswählen und mit verdammt hoher Qualität auch wieder digitalisieren, wenn es erforderlich scheint

 

C) und einen kleinen Hinweis kann ich mir nicht verkneifen: wer schon mal ein größeres Archiv von digitalen Bildformaten am Rechner sichten und durchsuchen wollte, wenn beispielsweise die Software (Datenbank) beim Update wesentliche Metainformationen verloren hat, wird sich mit Erstaunen daran erinnern, daß er in Omas alter Pappschachtel viel schneller und zielgericheter eine große Menge an Bildern erfassen und beurteilen konnte - weil diese Vorgehensweise und das Medium dem Menschen selber, ansonsten nackt und hilflos, schon zur Verfügung steht. Da braucht es keine Werkzeuge, Informationstools und auch keine Konverter, Software, Datenbanken, Filesysteme und Betriebssysteme oder gar KnowHow und Tipps und Tricks, das erforderliche Werkzeug hat jeder Mensch eingebaut, ständig verfügbar und auch jederzeit ohne mentalen Aufwand abrufbereit ..

 

und wer sich für die Möglichkeiten interessiert, wie man analoges Material (hier Zelluloid) für die digitale Produktion und Distribution aufbereiten kann, und sich fargt warum beispielsweise in der modernen Filmproduktion noch immer weit über 80% auf analoge Medien (Film) aufgenommen wird, dem sei mein folgender Beitrag im Blu-ray Magazin ans Herz gelegt: "Postproduction - so entstehen Filme". :)

Gruß Thorsten

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Hallo Thorsten!

Was sagt uns das alles?
Aber hören wir auch auf das Gesagte? :-)

a) es gibt keinen perfekten Schutz!

Leider...

B) nichts ist sicher, denn es gibt kein perfektes Medium.

Granit?

Vierfarbauszüge in Edelstahl geätzt?

In Goldmünzen gepresst?

c) zwei Sicherungen, auf unterschiedliche Medien und an unterschiedlichen Orten erscheinen am sichersten,

Wobei Brand und Hochwasser noch immer als Restrisiko bestehen bleiben...

d) ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Frage nach der Handhabbarkeit beim Suchen/Sichten und Rekonstruieren von Informationen;

Ein Griff und die Sucherei beginnt...

Meine Empfehlung lautet deshalb für digital vorliegende Information:

C) und einen kleinen Hinweis kann ich mir nicht verkneifen: wer schon mal ein größeres Archiv von digitalen Bildformaten am Rechner sichten und durchsuchen wollte, wenn beispielsweise die Software (Datenbank) beim Update wesentliche Metainformationen verloren hat, wird sich mit Erstaunen daran erinnern, daß er in Omas alter Pappschachtel viel schneller und zielgericheter eine große Menge an Bildern erfassen und beurteilen konnte - weil diese Vorgehensweise und das Medium dem Menschen selber, ansonsten nackt und hilflos, schon zur Verfügung steht. Da braucht es keine Werkzeuge, Informationstools und auch keine Konverter, Software, Datenbanken, Filesysteme und Betriebssysteme oder gar KnowHow und Tipps und Tricks, das erforderliche Werkzeug hat jeder Mensch eingebaut, ständig verfügbar und auch jederzeit ohne mentalen Aufwand abrufbereit ..

Dann darf ich mich auch outen:

Trotz Sicherung auf zwei externen Festplatten drucke ich noch - hauptsächlich zum Herzeigen - einen guten Teil meiner Machwerke auf Papier (10x15cm) aus. Nach einigen Wochen wandern diese dann in Schuhkartons (bin gerade beim dritten angelangt).

Ganz wenige Bilder drucke ich auf A4 aus und stecke sie in Klarsichthüllen und einen Ordner (bin da schon beim vierten, ein fünfter wartet schon).

Egal ob am PC oder im Schuhkarton, das Bild, das ich gerade suche ist immer unauffindbar.

Lediglich in den Ordnern ist die Wiederfindungsrate relativ hoch...

 

Macht aber alles nicht wirklich was aus, da ich hauptsächlich aus Spaß an der Sache photograpiere.

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Thorsten, eine Frage noch zu den "runden Medien":

Du empfiehlst da ja eindeutig DVD-RAM. Nun haben die ja anscheinend zwei kleine Nachteile: 1. ist die Schreibgeschwindigkeit deutlich langsamer, das Sichern kann schon mal eine halbe Ewigkeit dauern (auf meiner Gurke jedenfalls :o). 2. scheint es ja immer weniger Laufwerke zu geben, die die Dinger lesen können. Jetz meine Frage: Wäre unter diesen Gesichtspunkten nicht die Gold-DVD eine gute Alternative? Die soll doch angeblich sehr lange haltbar sein.

Gruß, leicanik

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Hallo leicanik,

ja, ich empfehle eindeutig DVD-RAM (im professionellen Bereich dagegen MO) .. das hat mehrere Gründe. Erstens ist das Medium eindeutig definiert (Industrie-Standard) und es wird auch in zig Jahren noch Laufwerke geben, die das lesen und schreiben können; meines Wissens nach gibt bei LG zum Beispiel kaum ein Laufwerk, das DVD-RAM nicht lesen könnte.

 

Aber nun zur Geschwindigkeit, du hast mit ziemlicher Sicherheit suboptimale Installation und Sicherungsabläufe, weshalb dich die geringere Geschwindigkeit stört. Das liegt zum einen wahrscheinlich an deiner Windows-Version und der Tatsache, daß du höchstwahrscheinlich mit FAT16 oder NTFS (Dateisystem) auf den Medien schreibst (?) .. das macht übrigens den Vorteil von DVD-RAM bei der Archivierung wieder zur Hälfte zunichte.

 

Dazu muss ich ein wenig ausholen: DVD-RAM als Sicherungsmedium macht nur Sinn mit UDF (Universal Disk Format), weil nur dieses Dateisystem die spezifischen Belange der Datenspeicherung auf (magneto)-optischen Datenträgern rundum berücksichtigt. Die bislang geringe Verbreitung von DVD-RAM ist imho fast ausschließlich darauf zurückzuführen, daß Windows erst ab Vista/Windows 7 endlich eine native Unterstützung bietet - sie wird immer noch behindert, weil Windows (oder deine "Brenn"-Software) trotzdem NICHT SICHER automatisch das richtige Dateisystem UDF beim Formatieren verwendet.

 

Ganz kurz zusammengefaßt kann man sagen, daß UDF das einzige vollkommen Betriebssystem-unabhängige und vollständig spezifierte Dateisystem darstellt, was ausreichend gute Datensicherheit und Widerherstellungsgarantie auf "fehlerhaften" Datenträgern gewährleistet - und zwar über einen langen Zeitraum und alle Betriebssystemgrenzen hinweg (DOS, OS/2, UNIX, Linux, Mac, Windows .. die Dateien und Verzeichnisse sind immer und überall lesbar, wenn man es richtig macht).

 

Der große Vorteil von UDF besteht darin, daß auch bei mehrmaligem Beschreiben die einzelnen Sektoren der Disk vollkommen gleichmäßig "verbraucht" werden - während ALLE anderen Dateisysteme besonders die ersten Sektoren bis zum teilweise tausendfachen belasten, weil sie dort die Inhaltsverzeichnisse ablegen. Nur wird eine Disk mit fehlerhaftem Inhalotsverzeichnis sehr schnell unbrauchbar - oder nur mit immensem zeitlichen und finanziellen Aufwand rekonstruierbar.

Das ist übrigens auch der Grund, warum ich von ALLEN plus-minus-RW Medien (CD-RW, DVD-RW, DVD+RW und Konsorten) ganz dringend abrate; alles Schrott und mit sehr häufigen, großen Fehlerraten überraschend schnell unbrauchbar .. natürlich immer dann, wenn man das gar nicht gebrauchen kann.

 

Also, wenn man auf DVD-RAM sichern möchte, dann unbedingt die richtige Formatierung der Datenträger und eine dazu geeignete Datensicherungs-Software (oder Strategie) verwenden, die auf der DVD-RAM eine für alle Betriebssysteme lesbare Verzeichnis- und Dateistruktur aufbaut. Dann kann man Metainformationen (Datenbanken) auch noch zusätzlich auf die Medien packen (und gefahrlos mit jeder Sicherung aktualisieren) .. nähere Infos siehe meine links auf die Wikipedia zu Anfang.

 

Jetzt kann ich auch zu deiner Frage nach den Gold-CDs überleiten: wenn ein Medium nur genau ein einziges Mal beschrieben und danach ausschließlich als "Master" gelesen wird, dann kann man das genausogut mit dem CD-R Standard machen - der ist ja ohne Klimmzüge und auf praktisch jedem Computer weltweit verfügbar und wird es auch in Jahrzehnten noch sein.

In diesem Fall spielt für die Archivierung die Lebensdauer der Medien die ausschlaggebende Rolle - und man geht davon aus, daß Gold-CDs hierbei besonders lange halten. Die MFSL Ultradisc CD-R beispielsweise wird mit wahrscheinlich über 100-jähriger Haltbarkeit beworben; und man kann durchaus davon ausgehen, daß das möglich ist. Da reicht dann übrigens auch eine Pappschachtel an einem trockenen und dunklen Ort, jeder Keller oder auch der Schrank im Hobbyraum ist geeignet.

 

Warum ich die nicht gleich empfohlen habe?

 

Ganz einfach: mir ist die CD mittlerweile zu klein, da passen gerade mal 40 (vierzig!) RAWs drauf. Und ich rate aus vielfältiger Erfahrung ganz dringend davon ab, bei der Archivierung mit irgendwelchen Datenkompressionen oder Verschlüsselungen oder what ever zu arbeiten. (Bei der Datensicherung ist das ein anderes Thema).

 

Um das mal handfester zu machen: ich habe vor zwei Tagen von dem Uhrenhersteller Mühle-Glashütte Bilder für die HIFI-STARS erhalten, die ich für einen Artikel über deren S.A.R.-Fliegerchronographen (siehe Neuheiten) für den Druck aufzubereiten habe. Ich bekam 15 Dateien von Mühle - sprich 2 CD-Rs :eek: .. wahrscheinlich werden fünf oder sechs Bilder im Heft landen :cool: ..

 

leider gibt es meines Wissens nach noch keine vergleichbare Lösung zur Gold-CD mit der Größe einer DVD oder besser Blu-ray, letztere habe ich zwar auch als Sicherungsmedium im Versuch, aber über Archivierung damit mache ich mir noch keine Gedanken - viel zu jung, dat Dingen, um sich darauf zu verlassen! aber schön zum spielen :o

Gruß Thorsten

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Hallo Thorsten,

vielen Dank für deine ausführliche, laienverständliche und kompetente Erklärung. UDF - da dämmert was bei mir. Das hatte ich doch vor Jahren schon mal in meinem Brennprogramm. Damit konnte man CD-RWs benutzen wie Disketten bzw. Festplatten, habe ich das richtig verstanden?

Und nochmal zum Gold: es gibt aber doch schon Gold-DVDs von Kodak z.B. - die müssten dann aber doch ganz interessant sein, oder nicht? Haltbare Scheiben in der Pappschachtel - das wäre nämlich genau was für so einen Sicherungschaoten wie mich ...

Gruß, leicanik

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ja, sowas soll es schon geben - aber mir liegen darüber keine wirklich zuverlässigen Informationen vor. Wären die dann schneller als DVD-RAM? Mehr draufpassen würde jedenfalls nicht - ich habe das Thema DVD(-R) ad acta gelegt, nachdem ich beispielsweise die Videos meiner Panasonic HDC-DX1 auf Sony DVD-R abschreiben durfte.

Ob das nun den Medien oder irgendeinem Firmware-Problem geschuldet war, habe ich allerdings nie untersucht, war mir auch die Mühe nicht wert.

 

Also meine persönliche Meinung: wenn CD-Kapazität ausreicht, dann sind die Gold-CDs auch goldrichtig (wobei es auch andere chemisch sehr stabile Alternativen gibt); soll es die Größe einer DVD sein, dann DVD-RAM (die sind übrigens mechanisch auch sehr hochwertig, in der Regel mit Gold) .. darüber hinaus: professionelles Magnetband, aber für privat der absolute Overkill.

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O.k., vielen Dank. Ob die Gold-DVDs schneller wären als eine RAM-Disk mit UDF weiß ich nicht. RAM habe ich noch einen ganzen Vorrat, Gold-CDs auch, damit erledigt sich die Sache eigentlich: Ich werde die jetzt erstmal verbauchen. Da aus meinen vor-RAW-Zeiten einiges an JPEGs vorhanden ist, sollten auch die CDs dafür schon ausreichen. (Oder sollte man die JPEGs doch auch in TIFF umwandeln?)

Gruß, leicanik

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Hallo leicanik,

erstmal eine Korrektur: die goldfarbene Tönung der DVD-RAM hat nichts mit dem Element Gold zu tun; die Elemente und das Verfahren sind aber recht gut bekannt und beherrscht. Dadurch, daß in die DVD-RAM die physische Formatierung (Sektorierung) mechanisch eingeprägt ist, ergibt sich eine bessere Stabilität des Mediums - das ist übrigens nicht mit der logischen Formatierung (Dateisystem FAT/NTFS/UFD) zu verwechseln. Wenn du noch Medien hast: aufbrauchen und keine weiteren Gedanken verschwenden. :)

 

Ob man JPEG in TIFF umwandelt, überlasse ich deiner eigenen "paranoia" - TIFF (unkomprimiert) würde zusätzliche Redundanz bringen, aber nicht mehr Information. Es sei denn du würdest aus RAW hochaufgelöstes, unkomprimiertes 16-bit TIFF generieren - das wäre wohl der Königsweg (mit bis zu über 100 MB pro Bild :eek:).

Gruß Thorsten

bearbeitet von matadoerle
Format-Ebenen ergänzt
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*lach* ja, und selbst eine Festplatte, die irgendwann nicht mehr anläuft kann man mit einem Elektronenmikroskop auch wieder auslesen ..

Fehler jeglicher Art spielen wegen der redundanten Speicherung überhaupt keine Rolle.

Die elektro-magnetische Aufzeichnung auf der Festplatte ist genauso wie der Output eines Digitalkamerasensors nämlich analog. Und Filme kann man viel schneller duplizieren .. übrigens ebenfalls äußerst zuverlässig. :P

Ich dachte der Unterschied zwischen digital und analog wäre bekannt.

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richtig - ihr habt ja beide recht ;) also bleiben wir beim Amateur; welche Alternativen bieten sich ihm für seine Bilder?

 

1) gar nicht sichern

2) auf externe Festplatten sichern

3) auf "runden" Datenträgern sichern

4) belichten und im Schrank verwahren

 

welche Szenarien sind wahrscheinlich?

 

1) er wird im Laufe von zehn Jahren im Schnitt mindestens 1 mal einen schmerzlichen Verlust erleben; eher mehrmals!

 

2) er wird im Laufe von zehn Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 1 mal einen schmerzlichen Verlust erleben; denn zum einen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß eine Platte tatsächlich mal ausfällt und sich dann auf seiner (bislang klaglosen) Sicherungsplatte durch Denkfehler, Sicherungsfehler (technisch) oder methodische Fehler nicht alles findet, was ihm wichtig gewesen wäre.

Schon mit Methode zwei wird er niemals einen Verlust erleben wenn er es richtig macht.

Erstens sind Festplatten so billig wie nie weshalb sollte man sich da auf eine einzelne Platte verlassen oder gar für ewig und immer mit einem Museumsstück arbeiten? Zusätzlich kann man noch auf andere Medien und an anderen Orten auslagern all das ist heute ohne größeren Aufwand und Kosten möglich.

Was sagt uns das alles?

 

a) es gibt keinen perfekten Schutz!

Doch genau den gibt es. Und der Aufwand dafür ist lächerlich gering und preiswert.

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hallo systemcam128,

ich weiß, daß es theoretisch einen fast perfekten Schutz gibt. Und du wirst sicherlich nicht verwundert sein, wenn ich dir erkläre, daß ich an solchen Konzepten und Umsetzungen auch schon mitgearbeitet habe - schließlich verdiene ich meine Brötchen nicht mit Forum moderieren.

 

Und noch eines: es gibt keinen hundert prozent sicheren Schutz, für kleines Geld und überschaubaren Aufwand sowie nicht. Wenn du wirklich displiniert und regelmäßig deine Kopien auf externe Platten auslagerst und an mehreren Orten verteilst, dazu dieses "Archiv" auch immer auf dem aktueöllen Stand der Technik hältst, dann hast du wahrlich eine gute Basis und eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, daß dir wesentliche Informationen unrettbar verloren gehen.

Du hast dabei aber NULL und garkeinen Schutz gegen systemimmanente Fallstricke und simple, aber gar nicht so selten auftretende, systematische Fehler. Auch wenn die Kosten heute wirklich lächerlich gering sind im Verhältnis zu dem, was früher eine ordentliche Datensicherung gekostet hat - es verlangt ebenfalls die permanente Überprüfung jeder Handlungsoption und damit Zeit und Beschäftigung; wenn du mal ein paar zig oder hunderttausend Bilder und Dokumente in einem großen Archiv (Festplattenkopie) vor dir hast, wird dir die schiere Masse alleine bei der Suche nach dem, was dir wichtig ist schon im Wege stehen.

 

Lächerlich empfinde ich allerdings, wenn du meinst ich hätte den Unterschied zwischen analog und digital noch nicht verstanden. Ich bin mir sicher, daß durch meine Kommandos schon weit mehr tausende Terabyte auf digitalen Datenträgern dupliziert, repliziert und durchforstet worden sind, als du alleine ansammeln könntest; ich habe schon RAID-Systeme installiert, konfiguriert und projektiert (unter DOS!, OS/2, IRIX, HP-UX, Solaris, Windows NT u.a.) als die wenigsten Mitbürger wußten, daß man digitale Information redundant verteilen kann. Man kann das übrigens auch sehr gut auf analogen Medien tun - und dabei von einigen "analogen Redundanzen" sogar profitieren .. man muß nur wissen was und wie man tut :)

Gruß Thorsten

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Danke an Thorsten "Matadoerle" für die vielen Infos und an Rotfl_de für den Tip mit der CT. Jetzt muß ich nur noch gucken, wie ich die UDF-Formatierung hinkriege (mein Ashampoo-Brennprogramm kann's angeblich, bin noch am suchen ...)

Gruß, leicanik

 

Hallo leicanik,

du kannst unter Windows Vista/Windows 7 einen Datenträger mit dem "Livedateisystem" (UDF) formatieren - dann mußt du nicht mehr "brennen", sondern es wird on-the-fly auf dem Datenträger geschrieben. Mehr Infos dazu findest du, wenn du die entsprechende Hilfe aufrufst

 

"Welches CD- oder DVD-Format soll gewählt werden?" anklicken - diese Meldung ist unabhängig vom Medium, kommt bei mir beispielsweise auch bei Blu-ray (BD-RE) ;)

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Gruß Thorsten

bearbeitet von matadoerle
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Und noch eines: es gibt keinen hundert prozent sicheren Schutz, für kleines Geld und überschaubaren Aufwand sowie nicht. Wenn du wirklich displiniert und regelmäßig deine Kopien auf externe Platten auslagerst und an mehreren Orten verteilst, dazu dieses "Archiv" auch immer auf dem aktueöllen Stand der Technik hältst, dann hast du wahrlich eine gute Basis und eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, daß dir wesentliche Informationen unrettbar verloren gehen.

Darum geht es vernünftiges Verhältniss von Aufwand und Restrisiko.

Man kann es heute vernachlässigbar klein halten und ob 0,000001% trotzdem noch übrig bleiben spielt eigentlich keine Rolle.

Lächerlich empfinde ich allerdings, wenn du meinst ich hätte den Unterschied zwischen analog und digital noch nicht verstanden.

Die Aussage das die elektro-magnetische Aufzeichnung auf der Festplatte genauso wie der Output eines Digitalkamerasensors analog sei hat ja wohl mit dem prinzipiellen Unterschied von digital und analog nichts zu tun.

 

Sicheres Backup ist heute einfach möglich man muss sich nur ab und zu mal drum kümmern und darf nicht erwarten das das eine einmalige Sache ist um die man sich danach nie wieder kümmern braucht.

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Man kann es heute vernachlässigbar klein halten und ob 0,000001% trotzdem noch übrig bleiben spielt eigentlich keine Rolle.

die Aussage stimmt in etwa, solange man sich NUR auf rein technische Fehler bezieht - aber ich habe auch schon Pferde kotzen sehen (kein Scherz!); der weitaus überwiegende Anteil an Datenverlusten geht heute auf das Konto von allen anderen "Fehlern" - und da gibt es unzählig viele Möglichkeiten. Du kannst ziemlich sicher davon ausgehen, daß jeder Nutzer im Verlauf von ein paar Jahren mal einen - vielleicht fatalen - macht ..

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Ich halte die Diskussion hier über die Art der Archivierung von Amateur -Fotos für völlig überzogen.

 

PC + 2 ext. Festplatten, reicht.

 

Flieger, NASA, ISS ... wieviele Systeme haben die wohl an Bord ...

... auslagern von HDDs, CDs, DVDs etc. ... wer gibt eine Garantie. dass es die "Ausgelagerten" nicht trifft ...

 

Bei allem Fachwissen, mann sollte die besagte Kirche mal wieder im Dorf lassen :)

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Ich halte die Diskussion hier über die Art der Archivierung von Amateur -Fotos für völlig überzogen.

PC + 2 ext. Festplatten, reicht.

So mach ich es auch. 2 sollten es aber mindestens sein um einen Ausfall abzusichern.

Flieger, NASA, ISS ... wieviele Systeme haben die wohl an Bord ...

... auslagern von HDDs, CDs, DVDs etc. ... wer gibt eine Garantie. dass es die "Ausgelagerten" nicht trifft ...

Unwichtig solange es nicht alle Orte gleichzeitig trifft.

Ob man unbedingt auslagern muss kann doch jeder selbst entscheiden es ist auf jeden Fall einfach möglich.

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