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Ich überlege, meinen Workflow von Capture One auf DxO Photolab umzustellen.

Natürlich habe ich DxO einmonatig getestet, und bin mit den Resultaten durchaus zufrieden. Besonders die Entrauschung und die Objektivkorrektur ist eine rechte Offenbarung im Vergleich. Aber es gefallen mir auch einige Tools schlichtweg besser, etwa die U-Point-Masken oder die Shadows/Highlights-Slider, die nicht immer gleich das halbe Bild verändern. Es gibt auch Dinge die ich in DxO vermisse, etwa die quick-edit-Shortcuts (halte S gedrückt und ziehe die Maus um Schatten zu verändern, etc.). Und Dinge wie schnelles Browsen vieler Bilder scheint mir mit DxO wesentlich langsamer, es gibt keine Pano-Funktion, uvm. Aber dafür habe ich Alternativen, also würde mich das nicht besonders stören.

Was mir aber fehlt ist ein bisschen die lange Perspektive.

Falls ihr beide Programme kennt, was waren eure Erfahrungen mit ihren Unterschieden?

Falls ihr DxO gut kennt, was empfindet ihr als seine besonderen Stärken oder Schwächen?

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Die stärken von DxO hast Du schon beschrieben: Objektivkorrekturen und DeepPrime Entrauschung. Dazu noch RAW Schärfe, welche die Bilder angenehm schärft, hier die Standardeinstellung etwas zurücknehmen. Dazu noch, dass sich Lichter und Schatten noch besser „retten“ lassen.

Die Schwäche von DxO ist, dass es als Bildbrowser und Bildverwaltungswerkzeug eher ungeeignet ist. Die Auflösung der Hauptansicht ist zu gering und die Entrauschung lässt sich hier nicht visualisieren, jedenfalls nicht im RAW Bild. Die Farbbearbeitung gefällt mir ebenfalls weniger gut, es gibt eine verwirrende Zahl von Farbprofilvarianten, deren Zweck sich kaum erschließt. Ich selbst verwende das Neutrale Profil, so dass ich die finale Ton- und Farbbearbeitung in Lightroom Classic mache. Die U-Point Maskierung gefällt mir inzwischen weniger gut, mich stören die über das Bild gelegten, vertikalen Regler, deren Symbole zu kryptisch sind, so dass ich immer „suche“, welcher für welchen Tonwertbereich zuständig ist. Die Maskierungsfunktion ist in Lightroom Classic „intelligenter“, effizienter und weitaus flexibler und verwendet im Prinzip die gleichen Regler, wie bei der globalen Bearbeitung.

Ich verwende DxO daher wegen seiner Stärken gerne, wegen seiner Schwächen aber auch nur als Lightroom Classic Plugin. Das war jetzt die Schilderung aus der Perspektive eines Lightroom Nutzers, aus der Capture One Sicht wird es aber wohl ähnlich sein (ich weiß nicht, ob Capture One auch ein Plugin Interface hat). Jedenfalls halte ich DxO als alleiniges „Workflow“ Programm in seiner aktuellen Form für nicht geeignet, als Zusatzwerkzeug für bestimmte Teile der Bildbearbeitung ist es jedoch eine hervorragende Ergänzung.

Ich lasse meine mFT RAWs immer im ersten Schritt durch DxO laufen, und wende dabei grundsätzlich Objektivkorrekturen, mindestens DeepPrime Entrauschung an und im Bedarfsfall noch etwas Lichterrettung. DeepPrime XD (das wesentlich länger braucht) nur für High ISO Bilder (so ab ISO 2000). Die in DxO bearbeiteten Bilder werden als DNG wieder in den Lightroom Katalog zurück importiert und von da erfolgt der Rest in Lightroom, einschl. lokale Bearbeitungen, Beschnitt, Geraderichten, Staubflecken ausbessern (falls erforderlich) und am Ende veröffentlichen in SmugMug Galerie oder Drucken. In DxO erfolgt also nur die Basisbearbeitung, mehr nicht.

So ähnlich würde ich wohl auch als Capture One Anwender vorgehen, wobei ich nicht weiß, wie gut die Integration zwischen Capture One und DxO ist. Für diejenigen, die nur die Objektivkorrekturen und DeepPrime Entrauschung verwenden wollen, gibt es noch das schlankere PureRAW, in dem man jedoch weniger einstellen kann und in das auch noch nicht die XD-Version von DeepPrime integriert ist. 

bearbeitet von tgutgu
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Vielen Dank für deine Antwort! Das ist interessant, dass du DxO nur als Zusatzwerkzeug verwendest, und eher nicht als Haupt-Entwickler. Auch die Perspektive zu den U-Points ist erhellend. Ob so etwas auf lange Sicht nützlich ist oder eher nervt ergibt sich ja oft erst nach einiger Benutzung. 

Ich bitte um Entschuldigung für die späte Antwort. Aus unerfindlichen Gründen habe ich keine Notification für deine Antwort bekommen. 

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Am 18.12.2022 um 11:17 schrieb tgutgu:

So ähnlich würde ich wohl auch als Capture One Anwender vorgehen, wobei ich nicht weiß, wie gut die Integration zwischen Capture One und DxO ist.

Es gibt bei C1 eine Plug-In Schnittstelle die in etwa so aussieht wie bei LR - also ein TIFF/PDF wird generiert. DxO stellt dafür kein Plug-In zur Verfügung. Man muss also über Umweg gehen. In C1, kann man hingehen und beim Exportdialog bestimmen ob eine weitere Software mit der frisch generierter Datei gestartet wird. In dem Fall bringt aber nichts, weil DxO die RAW Datei will.
Damit muss man noch etwas anderes vorgehen und leider immer manuell ein Dialog starten damit ein RAW an das Programm der Wahl übergeben wird.

Ich kenne DxO PL viel zu wenig um darüber zu urteilen. Die Schärfe/ Grundschäfte, Farben usw. finde ich bei C1 für mich absolut passend daher sehe ich erst mal keinen Grund für ein Wechsel. DxO PL6 nutze ich eben zum Entrauschen bei meinen R5/R6 II (aber alles ab 12000 ISO)

 

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  • 2 weeks later...
Am 18.12.2022 um 10:40 schrieb bastibe:

Falls ihr DxO gut kennt, was empfindet ihr als seine besonderen Stärken oder Schwächen?

Ich nutze DxO jetzt seit etlichen Jahren. DxO und C1 haben jedenfalls die besten RAW-Engines eingebaut, die m.E. der Markt kennt. Da bleiben also nicht so viele Alternativen. 

Meine Highlights sind neben der optischen Module (Schärfen usw.) das Entrauschen, die lokalen Korrekturen mit U-Point Masken, die mahr oder weniger helligkeits- oder farbsensitiv sein können, SmartLighting mit geschützten Bereichen. ... Durch die Gleichwertigkeit aller Masken bei lokalen Korrekturen, kann ich sehr intuitiv arbeiten. 

Schau Dir vielleicht mal die Videos hier an (ich bin kein professioneller Youtuber und will estimmt auch keiner werden):

 

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