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@flyingrooster - zu Deinem letzten Satz passt dann auch Deine Signatur ... :D

 

Back to topic.

In Foren hab ich mir abgewöhnt, innerlich Korrektur zu lesen. Ich mache es zwar dennoch und bilde mir in manchen (übertriebenen) Fällen im Zusammenhang mit den Äußerungen aber eine Meinung über denjenigen, der da schreibt. Traurig aber, wahr - allerdings sollte sich der eine oder andere da sicherlich mal Gedanken dazu machen, was sein Deutsch wohl für eine Wirkung auf seine Aussage hat.

 

Bei Tests (Produktbeschreibungen und anderen Marketinginhalten etcpp.) ist das eine andere Hausnummer, und so - ich bezeichne es mal höflich - locker, wie mit Rechtschreibung und Grammatik heutzutage umgegangen wird, selbst an Stellen, an denen es eigentlich anders sein sollte, kann ich das nicht gut heißen. Da haben sich Sachen eingeschlichen ... Typische Dinge im Sinne von "es macht Sinn"* oder eben das Großschreiben von Adjektiven etcpp. Letzteres ist erst seit der Rechtschreibreform "legal" - weil es niemand beherrscht hat. Ebenso wie die Unterschiede mit ss und ß - die auch nach der (grandiosen) Vereinfachung nicht beherrscht werden.

 

Krönung der ganzen Sache war mal ein Ausspruch einer Museumsangestellten, die einen sinnverstellenden Schreibfehler in einer Objektbeschreibung anmerkte. "Ist das wichtig?" schlug dem Fass den Boden aus.

 

*Auch wenn diese Formulierung von Hinz und Kunz genutzt wird: Wer das sagt, spricht KEIN Deutsch, sondern deutscht eine englische Redewendung ein. Darüber hab ich mal mit meiner Schwester heftig diskutiert ... "Aber das sagt doch jeder." "Dadurch wird es aber nicht korrekter."

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Solange der Sinn aus einer Aussage hervorgeht ist es mir ziemlich egal, ob das Deutsch korrekt ist.

 

Man sollte einfach darüber nachdenken, dass jeder 25ste Schüler Legastheniker ist. Sprich, in jeder Schulklasse gibt es zumindest einen Schüler der mit Rechtschreibung Probleme hat, ohne etwas dafür zu können. Es wird über mehrere Ursachen diskutiert. Dennoch geht man davon aus, dass ein Großteil der Lese-/Rechtschreibschwächen einen genetischen oder neurologischen Ursprung haben.

 

Das würde wiederum bedeuten, dass sich diese Leute hier nicht am Forum beteiligen können ohne dauernd kritisiert zu werden.

 

Davon abgesehen glaube ich nicht, dass die Leute hier bewusst etwas falsch schreiben. Mal schreibt man zu schnell, mal mit dem Smartphone und einige haben die Grammatik aus verschiedensten Gründen auch nicht perfekt drauf.

 

Da ist mir der Inhalt eines Postings doch bedeutend wichtiger als die Rechtschreibung.

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Solange der Sinn aus einer Aussage hervorgeht ist es mir ziemlich egal, ob das Deutsch korrekt ist.

 

Man sollte einfach darüber nachdenken, dass jeder 25ste Schüler Legastheniker ist. Sprich, in jeder Schulklasse gibt es zumindest einen Schüler der mit Rechtschreibung Probleme hat, ohne etwas dafür zu können. Es wird über mehrere Ursachen diskutiert. Dennoch geht man davon aus, dass ein Großteil der Lese-/Rechtschreibschwächen einen genetischen oder neurologischen Ursprung haben.

 

Das würde wiederum bedeuten, dass sich diese Leute hier nicht am Forum beteiligen können ohne dauernd kritisiert zu werden.

 

Davon abgesehen glaube ich nicht, dass die Leute hier bewusst etwas falsch schreiben. Mal schreibt man zu schnell, mal mit dem Smartphone und einige haben die Grammatik aus verschiedensten Gründen auch nicht perfekt drauf.

 

Da ist mir der Inhalt eines Postings doch bedeutend wichtiger als die Rechtschreibung.

 

Dem stimme ich zu 99,9% zu und bin sogar noch dabei, die 0,01% Widerspruch zu suchen.

 

Ich frage mich allerdings, ob die auffällig hohe Menge an Rechtschreibfehlern des ziemlich krassen Typs "Verbesserungswürdig" wirklich auf Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche zurückgehen kann. Ich lese sehr viele Rezensionen, Forenbeiträge u.ä. und denke eher, dass es doch nicht SO viele Leute mit echter LRS geben kann. Ich vermute bei sowas wie "Verbesserungswürdig" oft eher eine Art Konzentrationsmangel gepaart mit Interessenlosigkeit.

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Das ist sogar richtig geschrieben, wenn man von der Annahme ausgeht, es gebe das Substantiv "Jackentaschentaugliche" im Sinne eines Kameratyps...

 

Wenn der Satz dagegen erstens die Antwort auf die Frage wäre "Was für eine Kamera hast du dir gekauft?" UND man zweitens davon ausgeht, dass "Jackentaschentaugliche" als Kameratyp nicht existiert, dann wäre die richtige Schreibung "... eine jackentaschentaugliche gekauft", da das Wort dann nach wie vor ein Adjektiv wäre.

 

Wenn ihr meinen Ausgangspost liest, dann solltet ihr eigentlich erkennen, dass ich hier KEIN Gezoffe angefangen habe und dass es mir auch nicht um Rechtschreibfehler ganz allgemein geht. Es geht mir nur um so richtig ganz besonders krasse Fehler, bei denen zumindest ich mich oft frage, ob denn in so einem Satz wie "... ist mir nicht Jackentaschentauglich genug" dieses große J nicht geradezu schreiend darauf aufmerksam macht, dass dieses auf "-tauglich" endende Wort kein Substantiv ist.

 

Auf meiner Laptoptastatur gebe ich keine Codes ein, um einen echten typografischen Gedankenstrich tippen zu können und verwende einfach den Bindestrich (Info an flyingrooster). Außerdem gibt es viele Fälle, die wirklich strittig sind. WENN man jedoch nicht vorhat, Rechtschreibregeln systematisch zu ignorieren, dann ist die Großschreibung von Adjektiven doch wirklich keine "Nuance", sondern doch wohl ziemlich heftig.

 

Übrigens produzieren automatische Rechtschreibkorrekturen ja tatsächlich oft auch Fehler der beschriebenen Art (wie m.c.reloaded oben anmerkt). Das konkrete Beispiel "Jackentaschentauglich" und andere Adjektive ähnlicher Konstruktion ("Videoüberwacht, Verbesserungswürdig, Computergesteuert, Benutzerdefiniert" usw.) liest man allerdings wirklich extrem häufig. Jetzt fange ich allerdings an zu grübeln... Wenn automatische Korrekturen genau diese Tendenz haben, also zum Adjektiv erweiterte Substantive nicht sofort zu korrigieren (beim Tippen also), dann könnten natürlich tatsächlich viele Fälle der von mir beschriebenen Art auf diese automatischen Korrekturen zurückgehen.

 

habe ich schon verstanden :) .. aber

 

 

a ) SCNR

 

und

 

b ) ist das wirklich so wichtig?

 

 

 

Ich meine, es gibt so viele Fehler und Ungenauigkeiten ... keiner von uns ist da frei, wobei der eine weniger und der andere mehr Fehler macht.

 

Solange es nicht sinnentstellend (+)ist, oder mutwillig mein Sprachgefühl beleidigt (*), kann ich damit leben ... und freue mich, wenn andere mit meinen Fehlern leben können.

 

 

(+) zB mille für Million ...

 

(*) zB die Verwendung des Wortes "foten" ....

 

 

Auf meiner Laptoptastatur gebe ich keine Codes ein, um einen echten typografischen Gedankenstrich tippen zu können und verwende einfach den Bindestrich

äh, gibts da einen Unterschied?

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Typische Dinge im Sinne von "es macht Sinn"* oder eben das Großschreiben von Adjektiven etcpp. Letzteres ist erst seit der Rechtschreibreform "legal" - weil es niemand beherrscht hat. Ebenso wie die Unterschiede mit ss und ß - die auch nach der (grandiosen) Vereinfachung nicht beherrscht werden.

 

 

viele Redewendungen sind einfach Zeichen einer Sprachentwicklung ... würde man das ablehnen, würden wir heute noch wie im Mittelalter sprechen.

 

"Das macht Sinn" und manche andere Wendungen haben ihren Ursprung in der Übersetzung von englischsprachigen Filmen, das ist nunmal ein Teil unserer heutigen Kultur.

 

Warum sollte man sich da sperren, es setzt sich ja doch am Ende durch :) ... betrachtet es einfach als "neue" Formulierungen im Deutschen.

 

 

Als mir die ß und ss Diskussionen zu dumm wurden, habe ich entschieden, in dieser Beziehung Wahlschweizer zu werden ....sprich: ich schreiben einfach immer ss .... was durchaus Sinn macht ( :D SCNR), da ich oft auf Tastaturen schreiben muss, die kein ß haben.

bearbeitet von nightstalker
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äh, gibts da einen Unterschied?

 

Der Herr stehe uns allen bei nun steht die Welt nicht mehr lange. ;)

 

http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/bindestrich

http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/gedankenstrich

 

Kurz (und zu unvollständig): Der Bindestrich vereint, wogegen der Gedankenstrich trennt.

 

Weiters nicht zu vergessen auf das Minuszeichen, den Geviertstrich, den Doppelgeviertstrich &c.

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( ... )

 

Als mir die ß und ss Diskussionen zu dumm wurden, habe ich entschieden, in dieser Beziehung Wahlschweizer zu werden ....sprich: ich schreiben einfach immer ss .... was durchaus Sinn macht ( :D SCNR), da ich oft auf Tastaturen schreiben muss, die kein ß haben.

 

In Deutschland oder Österreich hast du diese Tastaturen ohne "ß" aber wohl nicht gekauft, oder?

 

Man kann gut beobachten, dass der Gebrauch des "ß" eindeutig für sehr viele Leute zu schwer ist.

 

Vor Jahren war ich auf einer öffentlichen Diskussion zur damals aktuellen Rechtschreibreform dabei, bei der mehrere Mitglieder der damaligen Rechtschreibkommission anwesend waren. Ein Journalist beklagte sich dabei vehement über die Änderungen (bzw. Vereinfachungen) beim Gebrauch des "ß". Während er aggressiv redete und argumentierte, schimmerte langsam durch, dass er anscheinend weder die alte noch die neue Regelung verstanden hatte. Das fiel auch einem der Kommission auf, der ihn unterbrach und ihm kurz die alten und neuen Regeln erklärte. Der Journalist guckte da ziemlich verwirrt, wurde ganz stumm und beendete mit einer kurzen Bemerkung der Art "ja gut, ich will's mal dabei belassen" seinen Beitrag.

 

Man konnte da mal wieder Verschiedenes beobachten: 1. Viele Leute mit großer Klappe haben keine Sachkenntnis, 2. bestimmte Regelungen wie die Schreibung "ss" bzw. "ß" sind nicht mal so leicht zu beherrschen, 3. bestimmte Regelungen wie die des "ss" bzw. "ß" sind aber zugleich auch keine Kapriolen oder Unsinn, da es hier um die Darstellung real existierender Phänomene geht (stimmloser bzw. stimmhafter S-Laut), die manchmal ganz entscheidende Bedeutung haben (z.B. ist "reisen" eine Sache, "reißen" eine andere, und den Unterschied kann man bei nichtdialektaler Aussprache auch ganz deutlich hören).

 

Zum Thema zurückkehrend...: dass "jackentaschentauglich" KEIN Substantiv ist, sollte doch wohl zig Mal leichter zu verstehen sein als die Schreibung des "ß", oder?...

 

 

der Baum

die Lampe

das Haus

die Straße

das Kind

der Jackentaschentauglich

das Buch

der Ball

 

Wo steckt der Fehler??...

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Du (kirschm, die Red.) hast hier einen satirisch wertvollen Rechtschreibfehler begangen: Während du auf die unterschiedliche Schreibweise von "das" und "dass" hinweist, schreibst du "Fußnägel" mit "ss"...

 

 

...Als mir die ß und ss Diskussionen zu dumm wurden, habe ich entschieden, in dieser Beziehung Wahlschweizer zu werden ....sprich: ich schreiben einfach immer ss ....

 

Ich mach's wie Nightstalker... dieses komische 'ß', was weder in URLs, noch in Dateinamen vorkommen durfte, habe ich einfach aus meiner Wahrnehmung gestrichen... das 'ß' existiert für mich nicht... daher die verzögerte Antwort hier von mir... musste erst noch das 'ß' auf der Tastatur suchen...

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Zum Thema zurückkehrend...: dass "jackentaschentauglich" KEIN Substantiv ist, sollte doch wohl zig Mal leichter zu verstehen sein als die Schreibung des "ß", oder?...

 

Überhaupt nicht!

 

Für ß oder ss gibt es eine einfache Regel, die selbst ich verstehe: Lang gespochen laaanges ß, kurzzz gesprochen kurzes ss. Einfach mal mit sich selbst sprechen und sich selbst zuhören. ;)

 

Für Groß- und Kleinschreibung gibt es 37 Regeln mit 55 Ausnahmen, von denen ich 10 Regeln und keine Ausnahme verstehe. Vielleicht gehört Jacken-taschentauglich zu den Ausnahmen? :)

 

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Überhaupt nicht!

 

Für ß oder ss gibt es eine einfache Regel, die selbst ich verstehe: Lang gespochen laaanges ß, kurzzz gesprochen kurzes ss. Einfach mal mit sich selbst sprechen und sich selbst zuhören. ;)

 

Für Groß- und Kleinschreibung gibt es 37 Regeln mit 55 Ausnahmen, von denen ich 10 Regeln und keine Ausnahme verstehe. Vielleicht gehört Jacken-taschentauglich zu den Ausnahmen? :)

 

 

 

Für ß oder ss gibt es eine einfache Regel, die selbst ich verstehe: Lang gespochen laaanges ß, kurzzz gesprochen kurzes ss. Einfach mal mit sich selbst sprechen und sich selbst zuhören.  ;)

 

FALSCH. Die Wörter "reißen" und "reisen" unterscheiden sich nur im Konsonanten in der Mitte des Wortes. Bei "reißen" ist es ein stimmloser Konsonant, bei "reisen" ein stimmhafter. Um die Länge des Konsonanten geht es nicht, um die Vokallänge aber schon (Vokallängen werden im Deutschen unterschieden, Konsonantenlängen nicht (im Italienischen oder Ungarischen z.B. schon)). Nach einem kurzen Vokal wird ein stimmloser S-Laut (= ein "scharf klingender S-Laut") z.B. nie als "ß" geschrieben.

 

Für Groß- und Kleinschreibung gibt es 37 Regeln mit 55 Ausnahmen, von denen ich 10 Regeln und keine Ausnahme verstehe. Vielleicht gehört Jacken-taschentauglich zu den Ausnahmen?  :)

 

Ich habe nicht gesagt, dass die Regeln der Groß- und Kleinschreibung leichter zu verstehen seien als das Thema "ss-ß", sondern allein nur die Tatsache, dass "jackentaschentauglich" kein Substantiv ist. 

 

(Die Groß- und Kleinschreibung ist meiner Meinung nach der größte Krampf der deutschen Rechtschreibung, aber das ist ein Thema für sich.)

bearbeitet von cosmovisione
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Für ß oder ss gibt es eine einfache Regel, die selbst ich verstehe: Lang gespochen laaanges ß, kurzzz gesprochen kurzes ss. Einfach mal mit sich selbst sprechen und sich selbst zuhören.  ;)

 

FALSCH. Die Wörter "reißen" und "reisen" unterscheiden sich nur im Konsonanten in der Mitte des Wortes. Bei "reißen" ist es ein stimmloser Konsonant, bei "reisen" ein stimmhafter.

 

Meiner Meinung nach ging es hier um ß und ss und nicht ums Solo-s. Oder habe ich etwas übersehen?

 

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... gegoogled...

 

Auch so eine Wortschöpfung, die ich zwar ebenfalls verwende, aber auch nie weiß, wie englisch oder wie deutsch ich sie schreiben soll. Eingedeutscht müsste man ja eigentlich "gegoogelt" schreiben. Denglisch ist eben auch keine leichte Sprache ... :D

bearbeitet von leicanik
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...aber mit dem Aufwand ;)

Eine (Auf)wendung ist keine Wand...von daher kommt nämlich das Wort

 

Ich bin auch nicht sehr wändig unterwegs auf der Strasse mit meinem Radel ( Ich fahre nur gegen Bäume...grinsss)

bearbeitet von potz
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Warum sollte man sich da sperren, es setzt sich ja doch am Ende durch :) ... betrachtet es einfach als "neue" Formulierungen im Deutschen.

Das geht auch mal wieder weg, hätte meine Oma gesagt, die ihr Lebtag lang nicht ohne Billet auf den Perron ging, damit sie keinen Ärger mit dem Kondukteur bekommt. bearbeitet von micharl
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