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Wenn ich es richtig gelesen habe, war die Hauptsorge ISO 1600 in Innenräumen? Also bevor ich die ISO so hoch drehe, schraube ich doch lieber einen brauchbaren Aufsteckblitz auf die Kamera.

 

Tue ich meist auch, es gibt aber Situationen wo das tatsächlich nicht die perfekte Wahl der Mittel ist.

 

Nehmen wir mal wieder das Beispiel Hochzeit und auf der letzten die ich fotografierte, war ich während der Feier ebenfalls viel mit der Pen unterwegs und dies ohne Blitzlicht. Zu einem, weil ich unauffällig sein wollte, zum anderen, weil auf der Feier sehr viel Rauch aus der Nebelmaschine es schwierig machte den Blitz sauber einzusetzen.

 

Nehmen wir mal ein eher perverses Beispiel, viel Schwarz und ISO1600, fiese Situation für den "kleinen Sensor". Die Aufnahme erfolgte hier mit dem Panasonic F1.7/20mm bei maximaler Blendenöffnung.

 

Die Bilder kommen erst einmal in "normaler Größe", war hier bewusst 800x600 Pixel ist. Beim Betrachten einfach zurücklegen und schauen.

 

1. Das ist die Version, wie ich es normalerweise bearbeiten würde:

 

http://www.abload.de/img/iso16000001-800q7bp.jpg

 

Hier ist nur das Chromarauschen, auch Farbrauschen genannt entrauscht. Bearbeitet sind alle Bilder per Lightroom.

 

2. Hier ist eine Version die zusätzliche vom Luminanz, also Helligkeitsrauschen entrauscht ist:

 

http://www.abload.de/img/iso16000002-800d73f.jpg

 

3. Version, diese ist schlicht weg absolut gar nicht entrauscht:

 

http://www.abload.de/img/iso16000003-800h7oj.jpg

 

Kommen wir zur "Fangfrage", gemütlich zurück gelehnt? Die Unterschiede sofort gesehen?

 

Hier noch die Links zu den Bildern in voller Auflösung:

 

normal entrauscht

 

komplett entrauscht

 

gar nicht entrauscht

 

Ja, meine übliche Version rauscht, die per Lightroom entrauschte Version ist soweit entrauscht, dass nicht alle Details aufgefressen werden. Und die nicht entrauschte Version sieht gar nicht perfekt aus.

 

Die Frage, die man stellen muss ist einfach, für was für ein Endmedium fotografiere ich die Bilder? Häufig ist es der Monitor oder Fernseher daheim, bei deren Auflösung und Betrachtungsabstand ist es fast egal. Dann wäre da noch der Ausdruck bzw. die Ausbelichtung auf Papier, welches Format? 10x15? 13x18 vielleicht? Auch hier würde man nicht viel sehen, schon gar nicht aus einem üblichen Betrachtungsabstand.

 

Ja nicht verrückt machen lassen, bis ISO1600 ist die Kamera absolut brauchbar und will man hier wirklich mehr, wird man feststellen das eine Leica M9 mit einem sehr, sehr lichtstarken Noctilux 0.95 oder dem Voigtländer 1.1 das Mittel der Wahl ist. Mir zu viel Geld, bis dahin reicht mir die Pen und eines der lichtstärkeren m43-Objektive bequem aus.

 

Fazit: Das meiste ist ein rein psychologisches Problem, weil man sich faktisch nie 100% sicher ist das richtige Produkt gekauft zu haben. Lightroom entrauscht nicht schlecht, es gibt sogar noch bessere Alternativen, sogar kostenlose und die meisten Bilder entstehen dennoch nicht in Dunkelheit.

bearbeitet von Thowe
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Die Frage, die man stellen muss ist einfach, für was für ein Endmedium fotografiere ich die Bilder? Häufig ist es der Monitor oder Fernseher daheim, bei deren Auflösung und Betrachtungsabstand ist es fast egal.

 

Jep. Mein 23" Monitor ist ca. 47cm breit. Wenn ein Bild auf diese Grösse skaliert gut aussieht, dann taugt dieses auch locker für eine 40x60 Ausbelichtung. Die 100% Ansicht spielt dann keine Rolle mehr.

 

Dies würde ich generell empfehlen: einfach mal das Bild am Monitor auf die Grösse verkleinern die es dann letztendlich haben soll.

Wer Zweifel hat, einfach mal den Euro investieren und ein High-ISO Bild testweise auf A4 ausbelichten lassen ... und sich dann wundern wo das Rauschen geblieben ist. Nicht mir der Nase auf dem Bild, sondern im normalen Betrachtungsabstand.

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Jep. Mein 23" Monitor ist ca. 47cm breit. Wenn ein Bild auf diese Grösse skaliert gut aussieht, dann taugt dieses auch locker für eine 40x60 Ausbelichtung. Die 100% Ansicht spielt dann keine Rolle mehr.

(...)

Zutreffend! Mein Monitor hat eine Bildbreite von 58,8 cm bei 1920 Pixel. Betrachtungsabstand ist ca. 60 cm. Ein 2500-ISO-Bild auf 50% skaliert sieht damit noch gut aus und überschreitet die Monitorbreite ein wenig. Siehe unten: Ausschnitt, 2500 ISO out of cam, Rauschunterdrückung AUS, auf 50% skaliert und leicht nachgeschärft.

Nun muss man noch bedenken, dass der Bildschirm nur einen Pixelpitch von ca. 0,3 mm hat. Es wird immer gerne übersehen, dass der Monitor seine Auflösung nicht ändert und immer nur um die 90 dpi betrachtet werden. Das ist eigentlich ziemlich schlecht. Ein ausbelichtetes Bild dieser Größe hätte ja noch immer die doppelte (lineare) Auflösung und würde noch schärfer und sauberer aussehen (vorausgesetzt der Ausbelichter arbeitet einigermaßen sauber, was bei der ganzen Angelegenheit ein wichtiger Punkt ist).

bearbeitet von wolfgang_r
ergänzt
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...

 

 

Wer Zweifel hat, einfach mal den Euro investieren und ein High-ISO Bild testweise auf A4 ausbelichten lassen ... und sich dann wundern wo das Rauschen geblieben ist. Nicht mir der Nase auf dem Bild, sondern im normalen Betrachtungsabstand.

 

Genau das hatte ich damals mal bei einem Bild aus der E-500 mit ISO1600 gemacht und die rauschte wirklich ekelig, dennoch, selbst ohne jegliche Entrauschung hat man nach dem Ausdruck auf a4 nur noch bei nicht normaler Betrachtung etwas erkannt.

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Hallo Leute,

 

gestern Abend waren wir am Fluss grillen und ich habe ein paar Fotos gemacht. Die Ergebnisse waren für mich wirklich erstaunlich gut (14-42mm Kit).

Bin also wirklich beruhigt und im Moment sehr happy mit der Kleinen!

 

Das einzige was meinen Eindruck trübt, ist die im Vergleich zur Kamera sehr billig wirkende Verarbeitung/Material der Objektive.

 

Grüße,

Tom

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Sehr stimmungsvolles Bild Tom - ist auch ein tolles Beispiel, warum man bei solchen Motiven die Gradation niemals auf "auto" stellen darf. Sonst wären die schwarzen Bereiche im Bild nämlich matschegrau und derart verrauscht, dass wir glatt den nächsten Jammerthread gehabt hätten... ;)

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Sehr stimmungsvolles Bild Tom - ist auch ein tolles Beispiel, warum man bei solchen Motiven die Gradation niemals auf "auto" stellen darf. Sonst wären die schwarzen Bereiche im Bild nämlich matschegrau und derart verrauscht, dass wir glatt den nächsten Jammerthread gehabt hätten... ;)

 

 

Eben. "Dynamik" hin oder her, die bildbestimmenden Elemente sollten korrekt hervortreten, der Rest, gerade dunkle Bereiche, dürfen gerne untergehen und das unterstützt nicht selten die Bildwirkung.

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Ja nicht verrückt machen lassen, bis ISO1600 ist die Kamera absolut brauchbar und will man hier wirklich mehr, wird man feststellen das eine Leica M9 mit einem sehr, sehr lichtstarken Noctilux 0.95 oder dem Voigtländer 1.1 das Mittel der Wahl ist. Mir zu viel Geld, bis dahin reicht mir die Pen und eines der lichtstärkeren m43-Objektive bequem aus.

 

Auch wenn mich deren Besitzer vermutlich gleich steinigen, aber hinsichtlich Low Light-Fähigkeit wirst Du mit der Kombi M9 + Noctilux nicht mehr erreichen, als mit einer PEN oder Lumix und dem Voigtländer Nokton 0.95 - zu etwa 1/10 des Preises. Auch der M9 Sensor erreicht bei ISO 1250 so langsam seine Schmerzgrenze. Natürlich hat die Kombi andere Qualitäten, denn die Detailauflösung mit sauberen 18 MP und das Freistellpotenzial des Noctilux an KB sind definitiv eine andere Liga, nicht aber deren Low Light Fähigkeiten.

 

Mit lichtstarkem Glas (f1.4) kannst Du auch mit mFT selbst bei Kerzenlicht mit etwas Glück auch bei ISO 800 1/25s stimmungsvolle Treffer landen.

5536659373_e6ab1e5c7c_z.jpg

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Auch wenn mich deren Besitzer vermutlich gleich steinigen, aber hinsichtlich Low Light-Fähigkeit wirst Du mit der Kombi M9 + Noctilux nicht mehr erreichen, als mit einer PEN oder Lumix und dem Voigtländer Nokton 0.95 - zu etwa 1/10 des Preises. Auch der M9 Sensor erreicht bei ISO 1250 so langsam seine Schmerzgrenze. Natürlich hat die Kombi andere Qualitäten, denn die Detailauflösung mit sauberen 18 MP und das Freistellpotenzial des Noctilux an KB sind definitiv eine andere Liga, nicht aber deren Low Light Fähigkeiten.

 

 

...

 

Das war auch eher als "Relationsvergleich" (bei ähnlicher Kameragröße/Gattung) zu verstehen. Auch die E-P3 kostet prinzipiell eine Stange Geld und man wird nur zu leicht unsicher, ob man es gut investiert hat. Die "Rauschperformance" entwickelt sich ja immer mehr zum "Schlagerargument" bzw. war dieses bei FT ja schon immer. Personen, die die M9 wählen machen dies sicherlich auch ganz anderen Gründen als deren ISO-Performance, genau wie bei Mittelformat-Kameras auch, die selten "ISO-Monster" sind oder hier gut performen. Leica war bzw. ist bei deren Sensor die Abbildungsleistung inkl. eben deren "Farben" der wichtigste Punkt und darauf sollte man sich konzentrieren.

 

Wenn man den Punkt "Lichtstärke" mit aufnimmt als Argument, hält die Leica (und eine Pen mit dem Nokton) auch noch recht lange mit einem ISO-Monster mit. Den Vergleich hat ja Steve Huff mal gewagt: Can a Leica M9 keep up with a Nikon D3s in low light? Just for fun… | STEVE HUFF PHOTOS

 

Nebenbei ist der schöne Satz mit Fun und E-P2, ebenfalls im Link zu lesen, ja eh das Essentielle. Fotografie sollte Spaß machen und das bedarf auch Vertrauen in die Ausrüstung und mit dem richtigen Objektiv bewaffnet kann man das in die E-P3 auch bei schlechten Licht sehr bequem haben.

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Ich finde, dass die P3 aber schon noch einmal ein Stück besser geworden ist was High ISO anbelangt. Anbei ein 100% crop aus einen Schnappschuss vom letzten Sonntagsausflug, als der kleine Sohn gerade im Buggy nach kurzem Entspannungsschläfen erwachte. Ich habe AUTO ISO zunächst bis 2000 eingestellt, wo sich die PEN aufgrund des Schattens und f5,6 beim Reisezoom auch gleich voll bedient hatte. Damit kann ich definitiv leben. Vielleicht probiere ich auch mal 1/3 Blendenstufe mehr aus.

100mm, 1/160, ISO 2000, Rauschmiderung "Aus", Schärfe -1, OOC

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