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Der Anlass:

Besonders vor dem Hintergrund der in den letzten Monaten von Zeiss neu veröffentlichten SLR-Objektive für diverse Bajonette (Nikon-AI mit F-Bajonett: ZF.2, Canon-EF-Bajonett: ZE, Pentax-K-Bajonett: ZK, M42-Schraubgewinde: ZS) stellt sich mir die Frage nach dem optimalen Kamerabody für hochwertige, auch für digitale Sensoren geeignete, manuell zu fokussierende Objektive.

 

Das Problem:

Mit gängigen DSLRs ist die Verwendung von manuell zu fokussierenden Objektiven alles andere als praktikabel. Die recht kleinen optischen Sucher erlauben nur mit speziellen Schnittbild-Mattscheiben eine exakte manuelle Fokussierung. Allerdings lassen sich nicht bei jeder DSLR die Mattscheiben austauschen.

LiveView erlaubt zwar eine komfortable manuelle Fokussierung, allerdings sollte die Kamera hierzu auf dem Stativ montiert sein, da das Live-Bild nur auf dem rückseitigen Monitor, nicht jedoch im Sucher, erscheint.

 

Kompromisse:

Die neuen SLT-Modelle von Sony (A33 und A55V) ermöglichen erstmals wieder die uneingeschränkte freihändige manuelle Fokussierung, da es sich um LiveView-Kameras mit elektronischem Sucher und virtueller Sucherlupe handelt. Sie könnten die Lösung des Problems darstellen, wenn sie nicht als Handwerkszeug manueller Fotografie technisch zu überfrachtet wären. Auch sind die Zeiss-Objektive bisher nicht für den Sony-A-Mount verfügbar.

Micro-FourThirds-Bodies wie die Lumix G[H]-Serie von Panasonic ermöglichen zwar die Adaptierung aller möglichen Objektive, allerdings muss ein Bildwinkel-Verlust bzw. eine Brennweiten-Verlängerung in Kauf genommen werden. Durch den kleineren Sensor ergibt sich zwar bei der Tele-Fotografie ein deutlicher Vorteil (mehr kleinbildäquivalente Brennweite bei vergleichsweise kleineren und leichteren Objektiven), doch stehen für die Weitwinkel-Fotografie kaum klassische Alt-Objektive zur Verfügung, da ein ehemaliges Weitwinkelobjektiv mit 28mm-Objektiv an (m)FT bereits zur Normalbrennweite wird.

 

Die Lösung:

Ein neuer EVIL-Kamera-Body mit APS-C-Sensor und EF-S-Bajonett, gebaut von Canon oder Zeiss, verbindet das Design einer klassischen (Mess-)Sucherkamera (allerdings mit ausgeformten Handgriff) mit modernster EVF-Technologie auf das Beste. Wegen des relativ großen Auflagemaßes des EF-Bajonetts ist der Body zwar tiefer als der einer Leica M8, durch den ausgeformten Handgriff spielt dies allerdings praktisch keine Rolle.

Für das analoge Gefühl wird auf eine elektronische Übertragung von Daten zwischen Kamera und Objektiv ebenso verzichtet, wie auf einen eingebauten Blitz.

 

Weitere Spezifikationen:

 

  • Ein hochauflösender EVF erlaubt die wahlweise - auch kombinierte - Einblendung von

  • Raster (Fadenkreuz, Rule of Thirds, Drittelregel)

  • Ausrichthilfe (vertikal und horizontal) dank Lagesensorik

  • Live-Histogramm

  • Daten wie: Modus, Belichtungszeit, ISO und das Übliche

  • Die Belichtungsmessung (Spot, Mehrfeld, Integral/Durchschnitt) erfolgt bei Arbeitsblende.
  • Die Kamera bietet zwei Betriebsarten an: Bulb, M und A (Blendenvorwahl/Zeitautomatik), kombinierbar mit Selbstauslöser (2 Sek. / 10 Sek.).
  • Der voll-elektronische Verschluss ermöglicht - erstmals bei Kameras dieser Klasse - die absolut unauffällige, leise und erschütterungsfreie Fotografie in sensibler Umgebung.
  • Das Verhalten der manuellen Fokussierhilfe (virtuelle Sucherlupe) kann vielfältig konfiguriert und durch entsprechende Bedienelemente jederzeit geändert werden:
    • keine Ausschnittsvergrößerung
    • Ausschnittsvergrößerung nur in der Bildmitte des Sucherbildes, Rand zeigt unvergrößertes Sucherbild
    • Ausschnittsvergrößerung, das gesamte Sucherbild ausfüllend
    • Wahl der Vergrößerung 7x, 10x, 14x
    • Freie Verschiebbarkeit des Feldes der Ausschnittsvergrößerung als Sucherrahmen im Sucherbild, Umschaltung auf Sucherlupe per Tastendruck
    • Speicherung der Feld-Position (EVF-Home) per Tastendruck
    • Konfiguration des Verhaltens: letzte Position merken / auf Home zurücksetzen / auf Mitte (Default) zurücksetzen

     

    [*]Ein in das Kamera-Menü integriertes Objektiv-Management erlaubt die Verwaltung von bis zu 15 mit alphanumerischer Bezeichnung gespeichertern Objektiven, deren Bezeichnung in die EXIF-Daten geschrieben wird.

    [*]Intelligentes Bajonett: Die Objektiv-Entriegelung am Bajonett ist mit einem Kontakt versehen, welcher der (eingeschalteten) Kamera einen erfolgten Objektiv-Wechsel signalisiert, woraufhin diese automatisch die Objektiv-Auswahl öffnet.

Weitere Ideen?

 

Das Ganze wäre natürlich auch für Vollformat denkbar ...

bearbeitet von vegan-human
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Die Lösung:

Ein neuer EVIL-Kamera-Body mit APS-C-Sensor und EF-S-Bajonett[/b] ... Wegen des relativ großen Auflagemaßes des EF-Bajonetts ist der Body zwar tiefer als der einer Leica M8, durch den ausgeformten Handgriff spielt dies allerdings praktisch keine Rolle.

Eben doch:

  • Das tiefste an der Cam ist das Objektiv, nicht der Griff, da packst Du dann doch einen "Auflageüberbrücker" der Tiefe eines Spiegelkastens rein :eek:
  • Für WW braucht du deshalb wieder aufwendige Retrofokuskonstrukitonen (optisch aufwendig und schlechter als Nichtretrofokus, schwer, teuer, überhaupt nicht kompakt) :eek:

 

Bevor mir so was ins Haus kommt, kaufe ich eine Pentax K7, rüste eine Schnittbildeinstellscheibe nach (die K7 hat 'nen großen hellen Sucher, die SchiBi macht MF super praktikabel),

habe die Auswahl toller MF-Linsen mehrerer Jahrzehnte (einschließlich der hervorragenden FA-Limiteds) - und alles ist gut :)

 

Lieber eine Fuji X 200 mit M-Bajonett - die darf dann ruhig AF-Kontakte im Bajonett haben für zukünftige kompakte AF-Fujinone :D

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Die von Dir erwähnten Zeiss-Objektive mit EF-Bajonett haben im Gegensatz zu den anderen Varianten keinen Blendenring mehr. Ebenso die EF-Objektive von Canon. Der von Dir vorgeschlagene Verzicht auf die elektronische Informationsübertragung wäre daher nicht so praktisch.

 

Und wenn man denn das große Angebot bereits vorhandener manuell zu fokussierender Objektive nutzen möchte, wäre ein Anschluss mit kleinerem Auflagemaß eigentlich zweckmäßiger.

 

.

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Die von Dir erwähnten Zeiss-Objektive mit EF-Bajonett haben im Gegensatz zu den anderen Varianten keinen Blendenring mehr.

 

Ich hatte die Objektive auf auf der Photokina vor zwei Jahren in der Hand gehabt. Die hatten alle einen Blendenring (oder waren das die Nikon-Versionen?).

Leider haben die neueren ZE-Versionen wohl tatsächlich keinen Blendenring mehr. :(

 

Das Canon-Bajonett ist wohl grundsätzlich nicht so gut für ein solches Projekt geeignet, weil Canon selbst 1987 mit Einführung des EF-Bajonetts schon den Blendenring abgeschafft hatte und entsprechend wenig herstellereigene Objektive mit manueller Blendensteuerung zur Verfügung stehen.

 

Dann soll halt Pentax oder Nikon die von mir gewünschte EVIL bauen ...

Die Zeiss-Objektive in den ZK- und ZF-Versionen haben, wenn ich mich nicht täusche, allesamt noch Blendenringe, wie hier abgebildet:

Zeiss ZF Lenses – High Performance For Nikon and Canon | Camera News & Reviews

Wie es mit den neueren ZF.2-Versionen aussieht, konnte ich nicht in Erfahrung bringen, da auf der Zeiss-Seite nur die Datenblätter der ZF-Versionen zum Download angeboten werden.

 

Von beiden Herstellern, Nikon und Pentax, gibt es auch genug Altglas, allesamt mit Blendenring versehen.

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Charly,

 

Du stehst zu Deiner Position, wie Cato seinerzeit (ceterum censeo ...). Du bist nicht allein,

 

bekräftigt immodoc!

 

Danke für die Unterstützng! Ob wir's noch erleben? :D

 

Dann soll halt Pentax oder Nikon die von mir gewünschte EVIL bauen ...

Von beiden Herstellern, Nikon und Pentax, gibt es auch genug Altglas, allesamt mit Blendenring versehen.

 

Pentax wird hoffentlich eher bei seiner hervorragenden DSLR-Line bleiben und lieber parallel eine kompakte Evil bauen

- mit M-Anschluß und Adapter aufs K-Bajonett (die USM-Objektive könnten dann sogar AF haben)? ;)

bearbeitet von charlyR
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Ich hatte die Objektive auf auf der Photokina vor zwei Jahren in der Hand gehabt. Die hatten alle einen Blendenring (oder waren das die Nikon-Versionen?).

Leider haben die neueren ZE-Versionen wohl tatsächlich keinen Blendenring mehr. ...

Dann soll halt Pentax oder Nikon die von mir gewünschte EVIL bauen ...

Die Zeiss-Objektive in den ZK- und ZF-Versionen haben, wenn ich mich nicht täusche, allesamt noch Blendenringe, ...

Wie es mit den neueren ZF.2-Versionen aussieht, konnte ich nicht in Erfahrung bringen, ...

 

Die Zeiss-ZE-Versionen hatten wie die Canon-EF-Objektive immer schon keinen Blendenring. Alle anderen Zeiss-Versionen, auch ZF.2, haben einen.

 

Aber wie gesagt: Eigentlich ist es zweckmäßig, keinen dieser SLR-Anschlüsse zu verwenden, wenn man eine neue Kamera konstruiert, denn ihr Auflagemaß aus dem SLR-Bereich ist relativ groß. Universeller wäre ein Anschluss mit geringerem Auflagemaß nebst Adaptern für diverse SLR-Objektive mit unterschiedlichen Auflagemaßen.

 

Ob einer der von Dir genannten etablierten SLR-Hersteller allerdings ein Interesse daran hat, ein Gehäuse für die Verwendung von Objektiven der Konkurrenz bzw. alter Objektive anzubieten, kann man sich durchaus fragen.

 

.

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Danke für die Unterstützng! Ob wir's noch erleben? :D

Hi, Charly,

 

wir sind doch auf einem guten Stand. Und werden noch viel erleben. ---

 

Es gibt ja schon aktuell die Leica M9, die NEXen, die PENs und die Kameras von Panasonic.

 

Für mich wäre eine X200, wie Du schreibst, eine schöne Ergänzung.

 

Vielleicht bringt ja auch noch ein Zubehörlieferant Sucher zum Einschrauben bei der NEX, wo heute das Blitzlämpchen reingefummelt werden kann.

 

Eine Fuji Kamera wäre nach meiner 645 (und dem Fuji Auto) eine interessante Abwechselung,

 

meint immodoc.

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Der Anlass:

Besonders vor dem Hintergrund der in den letzten Monaten von Zeiss neu veröffentlichten SLR-Objektive für diverse Bajonette (Nikon-AI mit F-Bajonett: ZF.2, Canon-EF-Bajonett: ZE, Pentax-K-Bajonett: ZK, M42-Schraubgewinde: ZS) stellt sich mir die Frage nach dem optimalen Kamerabody für hochwertige, auch für digitale Sensoren geeignete, manuell zu fokussierende Objektive.

 

warum sollte man dafür ausgerechnet Canon EF-S verwenden?

 

 

Wenn man wirklich hochwertige Objektive nehmen will, dann gleich Leica M .. da kann man eh alle anderen adaptieren.

Dann noch Kleinbild, denn APS ist eigentlich ziemlich sinnlos, wenn man Objektive nutzen will, die KB ausleuchten.

 

 

Den Vorschlag hatte ich ja schon vor längerem fabuliert ;) durch Verzicht auf alle Mechanik wie Messsucher, Blendenübertragung etc und auch jeglicher Belichtungsmesssysteme (wird alles einfach über den Hauptsensor gemessen ..)

manuelle fokussierung über elektronische Lupe und als einzigen Luxus ein Klappdisplay und einen hochauflösenden Sucher.

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Deine Vorstellung wird aber einem sehr exclusiven, kleinen Kreis wie den heutigen Leica Usern vorbehalten bleiben, wobei ich nicht mal sicher bin, daß jede gekauft Leica auch das fotografische Licht der Welt erblickt.

Zwischen haben wollen und nutzen klafft eine große Lücke, und daher könnte ich mir auf Basis der neuen Fuji eine einerseits bezahlbare und andererseits für viele erreichbare Kameraklasse gut vorstellen ...

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Deine Vorstellung wird aber einem sehr exclusiven, kleinen Kreis wie den heutigen Leica Usern vorbehalten bleiben, wobei ich nicht mal sicher bin, daß jede gekauft Leica auch das fotografische Licht der Welt erblickt.

Zwischen haben wollen und nutzen klafft eine große Lücke, und daher könnte ich mir auf Basis der neuen Fuji eine einerseits bezahlbare und andererseits für viele erreichbare Kameraklasse gut vorstellen ...

 

wieso?

 

An dieser Kamera wäre jedes übliche Objektiv adaptierbar ... auch EF oder MD oder sogar M42 ... aber halt auch nativ Leica M.

 

 

Das Ganze muss (sollte?) auch nicht von Leica kommen ... einfach um bezahlbar zu bleiben.

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Das Interesse an einer solchen puristischen Kamera wäre gering und die Marktlücke schmal – für die meisten Hersteller einfach uninteressant. Auf der anderen Seite ist Leica ein Hersteller, der aufgrund seiner manufakturartigen Produktionsweise nur geringe Stückzahlen herstellen kann und daher ein natürliches Interesse an solchen Nischen im Markt hat. Leica schafft es auch gelegentlich (und in der letzten Zeit öfter als früher), auf einem so kleinen Markt wirtschaftlich erfolgreich zu agieren. Das beschriebene Kamerakonzept und Leica wären also wie gemacht füreinander. Dass die Kamera dann relativ kostspielig werden würde, ließe sich wohl nicht ändern; damit würde sie sich aber auch von der Massenproduktion anderer Hersteller absetzen, was sie wiederum für manche Käufer erst attraktiv machte.

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Na ja,

 

ich sag' es einfach mal so:

mir hat bis zum heutigen Tage noch niemand schlüssig erklären und vor allem demonstrieren können, wo die größtenteils eklatanten Preisunterschiede herkommen.

Made in Solms allein kann das wohl nicht sein, denn Zeiss produziert auch Spitzenqualität in D zu überschaubaren Preisen.

Ich möchte definitiv mal eine paralell gemachte Aufnahme sehen, wo mir der Unterschied zwischen einem Leica Objektiv und einem anderen, qualitativ hochwertigen deutlich wird.

In jedem anderen Fall ist die Differenz das Label und der "haben wollen" Faktor, und dafür gebe ich die Kohle nicht aus ...

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mir hat bis zum heutigen Tage noch niemand schlüssig erklären und vor allem demonstrieren können, wo die größtenteils eklatanten Preisunterschiede herkommen.

Made in Solms allein kann das wohl nicht sein, denn Zeiss produziert auch Spitzenqualität in D zu überschaubaren Preisen.

Lass’ Dir nichts erzählen, schau es Dir an: Leica Camera AG - Leica Werk Solms. Was Zeiss betrifft: Wenn die Preise „überschaubar“ sind, sind die Produkte nicht in Deutschland gefertigt.

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... , denn Zeiss produziert auch Spitzenqualität in D zu überschaubaren Preisen ...

 

Was Zeiss in Deutschland produziert, bewegt sich auf Leica-Preisniveau und teils noch darüber (Spektive, Ferngläser, Objektive ZM 2,8/15, ZM 2/85 - bei beiden muss der Preis der Streulichtblende noch hinzugerechnet werden, wenn man die Listenpreise vergleicht).

 

.

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