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Am 22.8.2021 um 11:50 schrieb Willi light:

Hallo!

Mir ist ähnliches passiert.

Ich habe ein unbeschädigtes Objektiv verschickt, es kam dann - angeblich - als Transportschaden beim Empfänger an. Es war eine Linse innen im Objektiv zersplittert: wie das möglich war, ist für mich unverständlich. Das Objektiv war in Luftpolsterfolie gepackt, mit beiden Deckeln versehen, innen am Paket war nur ein kleiner Abdruck des Deckels.

Ist Post hat nicht gezahlt, da das Objektiv angeblich nicht sorgfältig verpackt war.

Ich habe das Objektiv gegen Erstattung zurückgenommen, weil ich keine Lust hatte, zu prozessieren, habe dies fast 30 Jahre beruflich gemacht, das reicht.

Ein Streit ist problematisch, der Käufer kann einfach behaupten, man habe ein defektes Objektiv verschickt. Auch Aufnahmen mit Seriennummern oder ähnlichen Kennzeichnungen nützen bei einem bösartigen Käufer nichts, er kann behaupten, das fotografierte Objektiv sei nicht das verschickte.

Zwar trägt der Empfänger bei einem Privatverkauf das Versandrisiko, der Käufer kann dann wieder behaupten, der Schaden sei wegen unzureichender Verpackung durch den Verkäufer eingetreten, zumal wenn die Post dies auch meint.

Wirklich schützen kann man sich nur bei persönlicher Übergabe, ein bösartiger Käufer wird dann aber wahrscheinlich gar nicht kommen.

 

Mein Beileid. Und beruhigend, dass jemand, der auch einen Schaden hatte, ebenfalls den Schwanz eingezogen hat.

Ich gäb was drum mal erleben zu können, wie die ganzen Ich-würds-drauf-ankommen-lassen-Typen (also die mit den ganz dicken Eiern), im Schadensfall wohl tatsächlich reagieren ... 🙂

bearbeitet von Pius III.
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vor 4 Stunden schrieb Pius III.:

Mein Beileid. Und beruhigend, dass jemand, der auch einen Schaden hatte, ebenfalls den Schwanz eingezogen hat.

Ich gäb was drum mal erleben zu können, wie die ganzen Ich-würds-drauf-ankommen-lassen-Typen (also die mit den ganz dicken Eiern), im Schadensfall wohl tatsächlich reagieren ... 🙂

Ich schreibe dann hier rein, wenn es bei mir mal vorkommen sollte, dass ein Käufer seinen Kaufpreis mit derart fadenscheinigen Argumenten zurück fordern würde und werde über den Verlauf berichten. 

Btw, das hat aus meiner Sicht nix mit dicken Eiern zu tun, sondern mit Prinzipien, Transparenz und Aufrichtigkeit...

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vor einer Stunde schrieb leicanik:

… und eine gute Rechtsschutzversicherung wäre auch nicht zu verachten.

In den hier beschriebenen Situationen wird man die wohl eher nicht brauchen. Die Situation des Verkäufers ist gut, denn der Status quo ist das, was er will: der Käufer hat die Ware, und er hat das Geld. Beim Privatkauf liegt das Versandrisiko beim Käufer, er müsste also einen Richter überzeugen, dass der Verkäufer ihm vorsätzlich defektes Zeugs andrehen will - also Betrug. Stelle ich mir schwierig vor.

Wenn man selbst bei dem Verkauf ein gutes Gewissen hat, kann man das sicher einfach aussitzen.

bearbeitet von Winkelsucher
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vor 5 Minuten schrieb Winkelsucher:

wird man die wohl eher nicht brauchen.

Ich dachte nur, es gibt einfach ein sichereres Gefühl. Ist vielleicht so ein bisschen, wie wenn man Selbstverteidigung kann. Gibt ein anderes Selbstbewusstsein das man auch ausstrahlt, so muß man es gar nicht erst anwenden.

bearbeitet von leicanik
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vor 1 Minute schrieb leicanik:

Ich dachte nur, es gibt einfach ein sichereres Gefühl.

Bei ebay braucht man einfach ein dickeres Fell. In Foren ist es mir immer gelungen, einen Verkauf zur beiderseitigen Zufriedenheit abzuwickeln. Bei ebay hat man aber manchmal mit Leuten zu tun, mit denen das nicht sinnvoll möglich ist...

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Am 22.8.2021 um 11:50 schrieb Willi light:

Ein Streit ist problematisch, der Käufer kann einfach behaupten, man habe ein defektes Objektiv verschickt. Auch Aufnahmen mit Seriennummern oder ähnlichen Kennzeichnungen nützen bei einem bösartigen Käufer nichts, er kann behaupten, das fotografierte Objektiv sei nicht das verschickte.

Wenn du das bestreitest, liegt die Beweislast bei ihm. Jedenfalls, wenn der Defekt durch äußeren Einfluss entstanden sein muss.

Zitat

Zwar trägt der Empfänger bei einem Privatverkauf das Versandrisiko, der Käufer kann dann wieder behaupten, der Schaden sei wegen unzureichender Verpackung durch den Verkäufer eingetreten, zumal wenn die Post dies auch meint..

Auch hier liegt die Beweislast beim Käufer. Wenn keine äußere Beschädigung der Sendung vorliegt, ist die Meinung der Post irrelevant. 

Hier wird im Zweifel ein Sachverständiger beurteilen, ob bei außen unbeschädigter Sendung der geltend gemachte Schaden entstanden sein kann.

Für den Versender ist eine fotografische Dokumentation dennoch zu empfehlen. Und wenn eine Person beim Verpacken noch als Zeuge dabei war, dürfte die Messe gelesen sein.

bearbeitet von Prosecutor
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Ist natürlich im Einzelfall schwer zu beurteilen wie man reagieren würde. Man sollte es den Leuten aber auch nicht zu einfach machen.

Betrüger versuchen immer, Druck auf ihre Opfer aufzubauen. Und sie scheuen auf der anderen Seite nichts mehr, als wenn jemand ihnen Kontra bietet und ihnen ihrereseits Schwierigkeiten bereiten könnte. Denn dann droht ihnen das ihre Masche auffliegt und sie zudem noch strafrechtlich belangt werden können - gaaaanz schlecht fürs Geschäftmodell. Das in diesem Falle jemand versuchen würde den behaupteten Schaden einzuklagen dürfte sehr gering sein.

Vor ein paar Jahren erhielt ich mal einen Anruf, der Anrufer behauptete, ich hätte vor einem Jahr ein Abo per Telefon abschlossen, das erste Jahr wäre ja gratis gewesen, und nun würde er mir die Rechnung für das kommende Jahr für einen Interneteintrag zusenden. Ich habe ihm dann gleich zu verstehen gegeben nie dergleichen abgeschlossen zu haben, nichts zu bezahlen und ihm glaubhaft versichert, wenn die Rechnung bei mir eintreffen würde, würde sie gleich beim Anwalt auf dem Tisch landen. Es kam nach diesem Gespräch nie eine Rechnung an, von der Firma habe ich nie wieder gehört - soweit zur Stichhaltigkeit dieser Forderung.

Zum Privathandel im Internet/ebay: ich schaue mir (ausser bei Bagatellbeträgen) den potentiellen Vertragspartner genauer an: was und mit wem hat er noch gehandelt, wie sind die Bewertungen, sind die Bewertungen positiv und ist das Profil schlüssig für mich? Bei plausibel schlechten Bewertungen lasse ich die Finger davon. Bei (relativ) neuem Account schrillen gleich die Alarmglocken, wenn auch vielleicht unberechtigt, denn Betrüger wechseln ständig ihre Accounts um ihre Identität zu verschleiern. Dann warte ich lieber ab, bevor ich mir unnötig Schwierigkeiten einhandle. Also am liebsten jemand der länger dabei ist und der eine schlüssige, einwandfreie Historie vorweisen kann - da dürfte die Betrugsgefahr gering sein.

bearbeitet von Blende 8
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