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....da die Größenvergleiche alles ausdrücken und im Grunde genommen die A7 zur KB vs m4/3 Debatte nichts Neues beiträgt.

....

 

Nicht so vorschnell!

Die Frage lautet, ob der Vergleich unfair ist, und dazu wurde noch kaum was gesagt, lediglich verglichen wurde. Da wird es erst richtig komplex, denn mit simpler Technik läßt sich das kaum beantworten. Man müßte zumindest Philosophen, Ethiker und Sozialwissenschaftler mit einbeziehen.

 

LG Horstl

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Nicht so vorschnell!

Die Frage lautet, ob der Vergleich unfair ist, und dazu wurde noch kaum was gesagt, lediglich verglichen wurde. Da wird es erst richtig komplex, denn mit simpler Technik läßt sich das kaum beantworten. Man müßte zumindest Philosophen, Ethiker und Sozialwissenschaftler mit einbeziehen.

Ich glaube, die Frage hat gerade herbert30 im oben stehenden Beitrag 276 beantwortet. Zumindest hat er die Richtung vorgegeben, in die wir gehen müssen. Wir müssen nur die Objektive geschickt genug auswählen und dann jeweils Blende, Schärfentiefe und ISO umrechnen. Am Ende haben wir dann zwei egalitäre Systeme, von denen keines mehr einen Vorteil hat. Jedenfalls keinen deutlichen.

im Telebereich könnte man ja

1.

auf Lichtstärke verzichten und vielleicht gibt es ja mal ein kompaktes 4,0-5,6/70-300 Zoom (das dürfte dann in etwa gleich groß und schwer wie das Oly 2,8/40-150 werden...

Was aber, wenn es so groß oder schwer wie ein mFT 75-300 oder 100-300 wird. Oder sogar schwerer. Jetzt könnte sich eventuell sogar das kurze Auflagemaß der A7 als Nachteil erweisen.

Ich würde zur A7 kein 2,8/70-200 kaufen. Ist für mich auch nicht stimmig.

Das würde nicht funktionieren, denn dann müsste man ja äquivalent bei mFT auch das 35-100/2,8 als nicht stimmig weglassen.

Halt, moment, vergessen umzurechnen... man müsste das mFT 35-100/1,4 nicht kaufen. Ja, stimmt, wäre auch nicht stimmig. Wie gut, dass man das gleich automatisch weglassen kann, weil es das nicht gibt.

Aber wir könnten mit dem 2,0/35-100FT rechnen, dessen Pendant wäre ein KB 70-200/4, und so was planen sie ja bei Sony. Würde das jetzt zur A7 passen oder sollte man es weglassen? Und wenn ja (oder auch nein), dann weil es stimmig ist oder weil es äquivalent ist? Oder würde diese Überlegung für das 35-100/2,0 für mFT gelten?

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Die A7 mit Objektiv ist in fast jedem Fall deutlich besser bestückt.

 

 

Was hätte Sony sonst tun sollen? Die A7 ist ja auch so was wie ein Versuchsballon für KB-Spiegellos. Hätten sie ein Gehäuse ihrer DSLR-Reihe spiegellos gemacht, hätte sich die Kamera an der (AF)Leistung der KB-DSLRs messen lassen müssen, und die Frage nach der Kompatibilität der für Phasen-AF konstruierten DSLR-Objektive hätte sich auch gestellt. Diese Probleme konnten sie umgehen, indem sie so etwas wie die A7 gebaut haben.

 

In wie weit besser bestückt? Ich sehe nur größere Objektive, lichtschwächer, die schlechter zum Gehäuse passen.

 

Du hast es auf den Punkt gebracht: als natives System ein Versuchsballon. Daran würde ich mich einstweilen nicht finanziell beteiligen.

 

 

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Jetzt hat doch ein Schlaumeier herausgefunden dass eine Kamera mit grösserem Sensor auch grössere Objektive braucht.

Das hat aber jetzt gedauert, ich habe es ja schon gewusst aber es noch niemandem gesagt, jetzt ist es raus.

 

Der Punkt ist nicht, dass es für einen größeren Sensor auch größere Objektive braucht (obwohl das auch nicht alle so sehen), sondern wie das Größenverhältnis von Gehäuse zu Objektiven ist. Das sieht bei der A7 nicht besonders vorteilhaft aus.

 

 

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Denke mal es ist wirklich ein unfairer Vergleich.

Man tut den Sonys keinen Gefallen damit wenn man sie mit einem kompletten und ausgereiften System mit erstklassigen Objektiven, wie es Mft mittlerweile ist, vergleicht.

Man sollte die Frage wieder in ca. zwei Jahren stellen und Sony erst mal etwas Zeit geben.

Die meisten Beispielfotos die zurzeit im Netz zu finden sind können die hier oft

herbeigeredete "Überlegenheit" der A7 auch nicht wirklich belegen.

Dafür ist das System auch noch zu jung und evtl. noch nicht ausgereift genug.

Nicht zuletzt fehlen noch die passenden Objektive, adaptiertes "Altglas" ist nicht die Lösung und der Weisheit letzter Schluss, wie manche Aufnahmen leider eindrucksvoll zeigen.

Da die Gehäuse der A7er doch relativ klein sind und Lichtstarke Objektive für VF doch "etwas" größer gebaut werden müssen stellt sich auch die Frage wie sich dieser Umstand auf die Haptik der Sonys auswirkt.

Aber Sony hatte ja schon mal mit der F717 eine solche Strategie, kleiner Body und riesiges

Objektiv, verfolgt.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat Mft im Vergleich, sofern man Solchen überhaupt anstellen kann

und sollte, ganz klar die Nase vorn.

 

Gruß Andreas

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Soll es trotz Vollformat möglichst kompakt sein, ist sie trotzdem top.

 

Man könnte die A7r auch so einsetzen bzw. sehen:

 

Im üblichen Brennweitenbereich mit kleinen und feinen Fixbrennweiten oder mit dem zukünftigen 4,0/24-70 Zoom (Body und 24-70 ist in etwa gleich schwer wie die OMD EM1 samt 2,8/12-35 und bietet immer noch 1 Blende mehr an Freistellung) und im Telebereich könnte man ja

1.

auf Lichtstärke verzichten und vielleicht gibt es ja mal ein kompaktes 4,0-5,6/70-300 Zoom (das dürfte dann in etwa gleich groß und schwer wie das Oly 2,8/40-150 werden bei im leichten Telebereich noch immer besserer Freitstellung. Im Telebereich gleiche Freistellung).

 

2.

Wenn Telebereich und schnelle Belichtungszeit wichtig ist, dann halt Iso um 2 Stufen rauf - damit sollte sie im Rauschverhalten gleich sein. Bei allen WW und Normalobjektiv-Motiven bleibt der Vorteil.

 

oder 3.

sich im Telebereich einfach auch mal mit Ausschnitten helfen. Ein kopaktes 2,8/135 könnte es schon mal geben. Ausschnitt auf APS entspricht dann ungefähr 200mm und Ausschnitt auf MFT entspricht dann ca. 270mm.

 

Facit:

Kompaktheit und geringes Gewicht der Gesamtausrüstung bliebe in obigen Fällen vergleichbar mit MFT. Freistellung für die meisten Motive besser - im Telebereich eventuell gleichauf. HighIso für die meisten Motive besser - im Telebereich eventuell gleichauf.

 

Ich würde zur A7 kein 2,8/70-200 kaufen. Ist für mich auch nicht stimmig.

 

Hmm, ja, am Ende bleibt ca. 1 Blendenstufe als Unterschied in der Systemcharakteristik (für mich per es kein Vorteil in eine Richtung) übrig. Dafür ein neues System zu kaufen oder auf ein weniger ausgebautes zu setzen, erscheint mir nicht sinnvoll.

 

 

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Denke mal es ist wirklich ein unfairer Vergleich.

Man tut den Sonys keinen Gefallen damit wenn man sie mit einem kompletten und ausgereiften System mit erstklassigen Objektiven, wie es Mft mittlerweile ist, vergleicht.

Man sollte die Frage wieder in ca. zwei Jahren stellen und Sony erst mal etwas Zeit geben.

Die meisten Beispielfotos die zurzeit im Netz zu finden sind können die hier oft

herbeigeredete "Überlegenheit" der A7 auch nicht wirklich belegen.

Dafür ist das System auch noch zu jung und evtl. noch nicht ausgereift genug.

Nicht zuletzt fehlen noch die passenden Objektive, adaptiertes "Altglas" ist nicht die Lösung und der Weisheit letzter Schluss, wie manche Aufnahmen leider eindrucksvoll zeigen.

Da die Gehäuse der A7er doch relativ klein sind und Lichtstarke Objektive für VF doch "etwas" größer gebaut werden müssen stellt sich auch die Frage wie sich dieser Umstand auf die Haptik der Sonys auswirkt.

Aber Sony hatte ja schon mal mit der F717 eine solche Strategie, kleiner Body und riesiges

Objektiv, verfolgt.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat Mft im Vergleich, sofern man Solchen überhaupt anstellen kann

und sollte, ganz klar die Nase vorn.

 

Gruß Andreas

 

Da stimme ich voll zu: abwarten ist sinnvoll. Dass der Vergleich per se unfair ist, würde ich nicht sagen. Der Markt ist immer unfair. Die KB ist besser Offensiven sind ja auch nicht ohne, da profitiert die A7 ja deutlich von.

 

 

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In wie weit besser bestückt? Ich sehe nur größere Objektive

Genau das war gemeint. Besser bestückt im Sinne von Körbchengröße. Warum muss bei Kameras auf einmal klein gleich sexy sein?

Hmm, ja, am Ende bleibt ca. 1 Blendenstufe als Unterschied in der Systemcharakteristik (für mich per es kein Vorteil in eine Richtung) übrig. Dafür ein neues System zu kaufen oder auf ein weniger ausgebautes zu setzen, erscheint mir nicht sinnvoll.

Wieso neues System? Wenn wir nach dem Umrechnen nur noch eine Blende an Vorteil haben, dann wären wir Pi mal Daumen ungefähr bei der APS-c Nex.

Mist, jetzt müssen wir schon wieder mit neuen Parametern rechnen, bzw, einen weiteren Systemvergleich vornehmen.

Gibt es hier Informatiker? Könnte vielleicht jemand eine App dafür programmieren?

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Die Diskussion in diesem Thread dreht sich immer wieder um Vergleiche in den Bereichen, in denen beide Systeme stark überlappen. Vieles würde klarer, wenn man sich die jeweilige Alleinstellung vor Augen hält. Da ich beide Systeme betreibe, greife ich mal zwei für mich sehr wichtige Positionen heraus, bei denen je ein System für sich betrachtet klare Vorteile gegenüber dem anderen besitzt:

 

i) Tele: Ich würde nie erwarten, ein dem Pana 100-300 vergleichbares Objektiv für die Sony A7 zu bekommen: Hier sind absolute Leistung, Preis-Leistung, Kompaktheit usw. in einer für VF nahezu unerreichbaren Kombination vereint. Dasselbe kann man ergänzen für eine Reihe weiterer Objektive: Pancakes, UWW usw. Sehr gute Optiken in einem bezahl- und tragbaren Format sind eine der ganz großen Vorzüge von MFT.

 

ii) Sensorfläche: BQ lebt vom Format. Jeder, der seine RAWs in Lightroom o. ä. entwickelt und Schatten hochzieht, Verläufe modifiziert, mit Teilbelichtungen etc. arbeitet, weiß, mit wie viel mehr an Reserven er rechnen kann, wenn er die 4-fache Sensorfläche zur Verfügung hat. Am Ergebnis sieht man das vor allem im AB-Vergleich, d. h. zu einer Aufnahme im Format A gehört immer auch die unter vergleichbaren Bedingungen entstandene Aufnahme im Format B. Ich mache diese Vergleiche sehr häufig, ganz einfach, weil es mich interessiert, worin ich mein Geld stecke. Und wären diese Vergleiche nicht zugunsten der A7 entschieden worden, unter teilweise sehr verschiedenen Aufnahmebedingungen, wäre die A7 im Rahmen der Rückgabefrist zum Versandhaus zurückgeschickt worden - ist sie aber nicht: Das VF ist wieder (nach einem ersten Einstieg mit A900, die jedoch wegen ihres Gewichts immer öfter zuhause blieb) fester Bestandteil meiner Ausrüstung. Wegen der eben genannten Vorteile des MFT Systems im Objektivangebot nutze ich VF nur im Bereich "gemäßigter" Brennweiten: 28 - 90, in Ausnahmefällen 135mm.

 

Dennoch würde ich jetzt keine Empfehlung für das eine oder andere System abgeben: Welcher der Vor- und Nachteile in welchem Maße zutreffen kann nur jeder für sich ganz persönlich entwickeln.

 

Im Fahrradbereich hat man diese Situation, dass einzelne Gattungen heftigst ausdiskutiert wurden, bereits vor 10 Jahren ausgestanden. Mittlerweile haben sich einzelne Kategorien so fest etabliert (es gibt allein ca. 5 davon für das Mountain Bike für verschiedene, klar abgesteckte Einsatzzwecke), dass keiner mehr versuchen würde, eine Empfehlung für die eine oder andere Kategorie auszusprechen: Man weiß einfach, wozu man welches Werkzeug einsetzt: Basta. Wer es nicht weiß, ist selber schuld. Dennoch würde man ihm nichts einreden wollen. Allenfalls gibt es noch Empfehlungen für ganz Unentschlossene: Die Typisierung "Allround" (dieses Prädikat hätte in unserem Vergleich MFT verdient). Es ist wie beim Heimwerker: Die Schraube erzwingt den dazu passenden Schraubendreher - und viel komplizierter ist es bei uns auch nicht.

 

Hier habe ich nun den Eindruck, dass ein Schlitz-Schraubendreher an der Kreuzschlitzschraube abrutscht und dem Dreher die Schuld gegeben wird - MFT Besitzer sehen sich immer noch bedrängt und suchen Rechtfertigungen für ein kleineres Bildformat, obwohl die Vorteile mittlerweile doch klar sind, während VF-Fans ihre Begeisterung für BQ beweisen müssen, obwohl doch auch klar ist, dass Größe durch nichts zu ersetzen ist ausser durch Größe. Das wird sich noch legen. Diese Systeme haben alle ihre Schokoladenseiten. Jeder muss für sich seinen Stil entwickeln, der dann durch die richtige Systemwahl optimal abgedeckt wird. Oder auch verschiedene Systeme simultan betreiben, so wie ich das mache. Das war auch zu Analogzeiten nicht unüblich, vom Kleinbild bis zur Großbildkamera hatte ich alles im Einsatz - warum sollte sich das durch Digitaltechnik geändert haben?

 

Kontraproduktiv ist es, wenn immer wieder versucht wird, die doch offensichtlichen Stärken der jeweiligen Systeme deswegen abzuerkennen, weil man sie selber nicht benötigt oder sie gar nicht kennt. Da wäre es dann durchaus besser, den Speichern-Button einmal nicht zu drücken.

 

Hans

bearbeitet von specialbiker
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Hier habe ich nun den Eindruck, dass sich MFT Besitzer immer noch bedrängt sehen und Rechtfertigungen für ein kleineres Bildformat suchen, obwohl die Vorteile mittlerweile doch klar sind, während VF-Fans ihre Begeisterung für BQ beweisen müssen, obwohl doch auch klar ist, dass Größe durch nichts zu ersetzen ist ausser durch Größe. Das wird sich noch legen.

Ganz genau! Volle Zustimmung! Meine Rede, meine Signatur!

 

Ich würde nie erwarten, ein dem Pana 100-300 vergleichbares Objektiv für die Sony A7 zu bekommen: Hier sind absolute Leistung, Preis-Leistung, Kompaktheit usw. in einer für VF nahezu unerreichbaren Kombination vereint.

Und hier muss ich widersprechen! Ein vergleichbares Objektiv für KB wäre ein 200-600 oder eine FB, z.B. 600/4. Warum soll für Objektive nicht das gelten, was für Sensoren gilt? Je größer, desto besser. Sonst kann man die Vorteile des großen Sensors ja gar nicht nutzen. Ein paar Nachteile in Form von Größe, Gewicht und Preis muss man dann eben auch mitnehmen. Wenn man sich nur die Schokoladenseite des Systems herauspickt, dann könnten ja die MFT Besitzer am Ende, frech, wie sie sind, auf die Idee kommen, das auch zu tun, und nivellieren dann wieder die Vorteile des großen Sensors.

 

Wir waren mit den bilateralen Verhandlungen jetzt schon so weit gekommen, dass wir den manuellen Fokus und den großen Spaß den A7® Usern und den mFT-Fans die Vielseitigkeit zugesprochen haben. Und plötzlich geht wieder alles durcheinander und wir stehen wieder am Anfang. Und das nur, weil auf einmal jemand behauptet hat (ich glaube, es war Horstl) dass man auch mit mFT Spaß am Fotografieren haben könnte.

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Die Diskussion in diesem Thread dreht sich immer wieder um Vergleiche in den Bereichen, in denen beide Systeme stark überlappen. Vieles würde klarer, wenn man sich die jeweilige Alleinstellung vor Augen hält. Da ich beide Systeme betreibe, greife ich mal die für mich zwei sehr wichtige Positionen heraus, bei denen je ein System für sich betrachtet klare Vorteile gegenüber dem anderen besitzt:

 

i) Tele: Ich würde nie erwarten, ein dem Pana 100-300 vergleichbares Objektiv für die Sony A7 zu bekommen: Hier sind absolute Leistung, Preis-Leistung, Kompaktheit usw. in einer für VF nahezu unerreichbaren Kombination vereint. Dasselbe kann man ergänzen für eine Reihe weiterer Objektive: Pancakes, UWW usw. Sehr gute Optiken in einem bezahl- und tragbaren Format sind eine der ganz großen Vorzüge von MFT.

 

ii) Sensorfläche: BQ lebt vom Format. Jeder, der seine RAWs in Lightroom o. ä. entwickelt und Schatten hochzieht, Verläufe modifiziert, mit Teilbelichtungen etc. arbeitet, weiß, mit wie viel mehr an Reserven er rechnen kann, wenn er die 4-fache Sensorfläche zur Verfügung hat. Am Ergebnis sieht man das vor allem im AB-Vergleich, d. h. zu einer Aufnahme im Format A gehört immer auch die unter vergleichbaren Bedingungen entstandene Aufnahme im Format B. Ich mache diese Vergleiche sehr häufig, ganz einfach, weil es mich interessiert, worin ich mein Geld stecke. Und wären diese Vergleiche nicht zugunsten der A7 entschieden worden, unter teilweise sehr verschiedenen Aufnahmebedingungen, wäre die A7 im Rahmen der Rückgabefrist zum Versandhaus zurückgeschickt worden - ist sie aber nicht: Das VF ist wieder (nach einem ersten Einstieg mit A900, die jedoch wegen ihres Gewichts immer öfter zuhause blieb) fester Bestandteil meiner Ausrüstung.

 

Dennoch würde ich jetzt keine Empfehlung für das einer oder andere System abgeben: Welcher der Vor- und Nachteile in welchem Maße zutreffen kann nur jeder für sich ganz persönlich entwickeln.

 

Im Fahrradbereich hatte man diese Situation, dass Vor- und Nachteile einzelner Gattungen heftigst ausdiskutiert wurden, bereits in den 90ern oder etwas darüber ausgestanden. Mittlerweile haben sich einzelne Kategorien so fest etabliert (es gibt allein ca. 5 davon für das Mountain Bike für verschiedene, klar abgesteckte Einsatzzwecke), dass keiner mehr versuchen würde, eine Empfehlung für die eine oder andere Kategorie auszusprechen: Man weiß einfach, wozu man welches Werkzeug einsetzt: Basta. Es ist wie beim Heimwerker: Die Schraube erzwingt den dazu passenden Schraubendreher - und viel komplizierter ist es bei uns auch nicht.

 

Hier habe ich nun den Eindruck, dass sich MFT Besitzer immer noch bedrängt sehen und Rechtfertigungen für ein kleineres Bildformat suchen, obwohl die Vorteile mittlerweile doch klar sind, während VF-Fans ihre Begeisterung für BQ beweisen müssen, obwohl doch auch klar ist, dass Größe durch nichts zu ersetzen ist ausser durch Größe. Das wird sich noch legen. Diese Systeme haben alle ihre Schokoladenseiten. Jeder muss für sich seinen Stil entwickeln, der dann durch die richtige Systemwahl optimal abgedeckt wird. Oder auch verschiedene Systeme simultan betreiben, so wie ich das mache. Das war auch zu Analogzeiten nicht unüblich, vom Kleinbild bis zur Großbildkamera hatte ich alles im Einsatz - warum sollte sich das durch Digitaltechnik geändert haben?

 

Hans

 

Du hast ja durchaus recht. Nur wenn ich ein neues System anschaffen müsste und auch Kleinheit ein wichtiges Argument wäre, zieht A7 nicht mehr so gut. Da käme eine DSLR eben auch in Betracht, weil der Größenvorteil durch Objektive kaum noch ins Gewicht fällt. Wenn ich VF aufgrund der von Dir genannten Vorteile als gegeben ansehen würde, drängt sich bei mir die A7 nicht in den Vordergrund (Altglass Adaptierung ausgeblendet). Wenn ich Kleinheit als wichtiger ansehe, führt aus meiner Sicht an m4/3 nur wenig vorbei.

 

Es wäre ggf. noch etwas anderes, wenn Sony einen anderen Systemeinstieg gewählt hätte, z.B. zu Anfang ausschließlich kleine, wenn konstruktiv möglich hoch lichtstarke Festbrennweiten von 24mm bis zum 135mm, so wie von Leica gewohnt. Dazu noch ein Makro. Das wäre überzeugender gewesen. Stattdessen sind dabei : ein Kit-Zoom und zwei Zoom Klötze (relativ zum Gehäuse). Mit dem aktuellen Portfolio wird Alpha irgendwie dupliziert und an ein kleineres Gehäuse geflanscht.

 

Bedrängt sieht sich hier mMn. keiner. Es ist ein Diskussionsforum und der Austausch über die Vor- und Nachteile gehört einfach dazu. Das geschieht nicht unbedingt aus irgendeiner Ecke heraus.

 

 

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Der Punkt ist nicht, dass es für einen größeren Sensor auch größere Objektive braucht (obwohl das auch nicht alle so sehen), sondern wie das Größenverhältnis von Gehäuse zu Objektiven ist. Das sieht bei der A7 nicht besonders vorteilhaft aus.

 

 

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Hallo Thomas,

 

reine Gewohnheit. Die A7 erinnert mich frappierend an meine ehemalige, ebenfalls sehr schlanke Canon F1, ein Klassiker der Kleinbildära, andere Gehäuse waren noch kompakter (z. B. Olympus ;)), und keiner hätte sich daran gestört, dass das Verhältnis zu den Objektiven nicht passen würde. Lange Tüten wurden schwerpunkttechnisch halt mit einem Batterieansatz kompensiert, ein Zubehör, was Du ja noch sehr gut aus OM-D Zeiten kennst, und den es für die A7 in ähnlicher Form auch gibt.

 

Hans

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. . .Wenn ich VF aufgrund der von Dir genannten Vorteile als gegeben ansehen würde, drängt sich bei mir die A7 nicht in den Vordergrund (Altglass Adaptierung ausgeblendet). Wenn ich Kleinheit als wichtiger ansehe, führt aus meiner Sicht an m4/3 nur wenig vorbei.

. . .

 

Hallo Thomas,

 

 

ich habe lediglich in meiner Ausführung von eben den EVF nicht erwähnt - wer wie ich (aus der MFT Ecke kommend ;) ) den Spiegelkasten nicht mehr vermisst, tut sich mit DSLR schon hart. Spiegellos ist ein weiteres Feature, dass der A7 bei VF eine Alleinstellung gibt, mit vergleichbaren Vorteilen, wie Du sie von Deiner M1 kennst.

 

Daneben gibt es nach wie vor gute Argumente auch für DSLR - als Sportfotograf hätte ich vermutlich ein Canon EF System - das hab ich hier schon mehrfach verraten, wenn auch meist nur unter vier Augen :D

 

Hans

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(...)

Hier habe ich nun den Eindruck, dass sich MFT Besitzer immer noch bedrängt sehen und Rechtfertigungen für ein kleineres Bildformat suchen, obwohl die Vorteile mittlerweile doch klar sind, (...)

 

Hans

 

Nö, so sehen sie sich nicht und fühlen sie sich nicht, denn - wie Du sagst - Vorteile sind klar. In all den Diskussionen erkenne ich eher die Notwendigkeit - und offensichtlich auch die Not einiger - , das größere System noch zu rechtfertigen, weil es unterm Strich nur noch verschwindend kleine Vorteile in weit außen liegenden Grenzbereichen hat. Wollte man da konsequent sein, dann müsste man die etablierten KB-DSLR unbedingt vorziehen, weil die A7® schon gar keine Alternative ist, weil ihr für die Grenzbereiche etwas ganz wichtiges fehlt: Ein schneller AF und C-AF, Lichtstarke Telezooms und lichtstarke Tele-FB für die Wildlife- und Sportfotografen mit flottem AF (ja, auch Tele, weil gute Abbildungsqualität bei hohen ISO für kurze Belichtungszeiten auch bei einem 600/4 ein Vorteil ist), Weitwinkelobjektive in der Güte einer "Kristallkugel" FT 7-14mm/4,0 oder auch WW-Zooms in der Güte der mFT-Zooms 9-18 und 7-14, ein 120 mm 1:1-Makro mit AF als Pendant zum 60er mFT-Makro, ein Bodystabi für ALLE Brennweiten (auch adaptierte) zur Erweiterung der Lowlight-Fähigkeiten .... och da könnte einem noch mehr einfallen, Blitzsystem zum Beispiel ....

Gibts alles passend in KB-DSLR-Markt in riesen Auswahl. Wenn ich gerade heute auf KB gehen müsste(!), dann wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Nikon D800e. Die Bodygröße wird mit steigender Anzahl Objektive in der Tasche immer uninteressanter. Ich bin extrem gespannt auf die nächste PK.

Es ist ja nicht so, als wären KB-Kameras erst gestern erfunden worden. Was an Brennweiten und sonstiger Ausstattung von den meisten Anwendern gebraucht wird, ist seit Jahrzehnten bekannt. Eine native Grundausstattung gehört nach den langen Erfahrungen in diesem Bereich, der ja nicht ausschließlich als Hobbyurlaubsknipserbereich angesehen werden kann (allein schon des Preises wegen), ganz einfach dazu! Aus den Erfahrungen mit den NEXen hätten die Sonyboys ruhig etwas lernen können. Wer mit dem Erfahrungsvorlauf, den alle anderen EVIL-Hersteller NICHT hatten, ein gerade für den anspruchsvollen Fotografen gedachtes System mit der Notwendigkeit von Adaptionen auf den Markt bringt, damit man damit etwas anfangen kann, hat meiner Meinung nach einen Sprung in der Schüssel. Das muss ja niemanden daran hindern, alles mögliche zu adaptieren. Sorry, ist meine ganz persönliche und undiplomatische Meinung.

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Ganz genau! Volle Zustimmung! Meine Rede, meine Signatur!

 

Und hier muss ich widersprechen! Ein vergleichbares Objektiv für KB wäre ein 200-600 oder eine FB, z.B. 600/4. Warum soll für Objektive nicht das gelten, was für Sensoren gilt? Je größer, desto besser. . . .

 

Dieses Objektiv hätte eine Größe, die eine schlanke Ausrüstung halt nicht mehr zulässt - das sehe ich dann auch als "objektive Größe".

 

 

Ja, und das der Horstl an allem Schuld ist sehe ich auch so :D:rolleyes: . . . und deadpoet, und wolfgang_r, und specialbiker, und . . . ;)

 

Hans

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...

mache ich halt nur einen leichten Ausschnitt vom 2,8/135, so dass ich in etwa auf den Bildwinkel eines Pana 2,8/35-100 komme. Dann verbleiben noch immer die 16 Mio. Pixel von MFT ...

 

Das geht sich aber nicht aus, selbst mit der A7r kommst Du so unter Ausnutzung aller Cropreserven nur auf ein µFT 68 (ungecropt) - 90 (auf 16Mpix gecropt).

Aber der Ansatz optischen Zoom durch Sensorzoom zu ersetzen hat was, u.a. deswegen bin ich ja schon lange bekennender Pixelwahnsinniger.

Mit der A7 geht das schon gar nicht - 16 aus 24Mpix entspräche einem Cropfaktor von lediglich 1,22 (bei 16 aus 36 beträgt er immerhin 1,5).

 

LG Horstl

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. . . Wollte man da konsequent sein, dann müsste man die etablierten KB-DSLR unbedingt vorziehen, weil die A7® schon gar keine Alternative ist, weil ihr für die Grenzbereiche etwas ganz wichtiges fehlt: Ein schneller AF und C-AF, Lichtstarke Telezooms . . .

 

Hallo Wolfgang,

 

mache ich was falsch, dass die Ausführung der A7 genau meinen Geschmack trifft (übrigens nicht von Anfang an, ich hab ein zeitlang hin und her überlegt, bevor ich meinen "persönlichen A7-Test" gestartet habe)? Bin ich "zu wenig konsequent", wenn ich, bei allen Fürs und Widers doch bei A7 gelandet bin? Die Vorteile, die Du bei Canon ansprichst, gelten sicher alle, aber eben für andere, ich brauche sie nicht. Kann man das so schwer nachvollziehen?

 

Ja ich habe mir die Canon Modelle vor Augen geführt, aber der optische Sucher ist etwas, von dem ich mich verabschiedet habe - zu groß wiegen die Vorteile eines EVF. Hätte Canon ein "A7-Konzept" im Programm, wäre die Marke für mich auch interessant. Denn die Geschlossenheit des (Canon-) Systems ist schon auch eine Qualität, an die Sony bei weitem nicht ankommt, ist eben deren große Alleinstellung. Aber ich wollte die Kombination VF mit EVF, und je länger sie bei mir läuft, desto besser verstehe ich, sie einzusetzen, für meinen ganz persönlichen Bedarf.

 

Hans

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In all den Diskussionen erkenne ich eher die Notwendigkeit - und offensichtlich auch die Not einiger - , das größere System noch zu rechtfertigen, weil es unterm Strich nur noch verschwindend kleine Vorteile in weit außen liegenden Grenzbereichen hat.

Nein, das sehe ich mittlerweile anders. Was den direkten Vergleich System:System angeht, da gebe ich dir recht. Was die Bewertung angeht, jedoch nicht. Da kann es dann durchaus sein, dass die Vorteile wachsen, je begrenzter das System wird. Eine A7 die puristrisch mit einer einzigen manuellen Festbrennweite betrieben wird, kann da in Punkto Vorteile einem KB.DSLR-System mit lichtstarken Tele-FBs und zwei oder drei 2,8er Zooms durchaus überlegen sein. Das ist wie mit einer Waage, bei der man nicht nur unterschiedliche Gewichte in die Waagschale legen, sondern auch den Arm, an dem die eine Waagschale hängt, weiter ausziehen kann. Oder, anders gesagt, es ist nicht nur eine Frage des Gewichts, sondern auch des Maßstabs.

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Hallo Wolfgang,

 

mache ich was falsch, dass die Ausführung der A7 genau meinen Geschmack trifft (...)

Hans

Nein, natürlich nicht für Dich. Ich rede nicht von einzelnen Usern, die sich eine Kamera kaufen um ganz spezielle Wünsche oder Vorlieben abzudecken. Das ist doch völlig legitim. Ich rede von einen Start mit einem KB-Minimalsystem ohne Spiegel, mit dem der Kunde ohne Altlasten etwas anfangen kann. Da dran könnte man ja schließlich auch adaptieren.

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Ich rede von einen Start mit einem KB-Minimalsystem ohne Spiegel, mit dem der Kunde ohne Altlasten etwas anfangen kann.

Ist es doch. Im Moment drei Objektive. Es ginge auch noch minimaler, z.B. die RX1: Nur ein Objektiv, nicht zu wechseln. Du scheinst die Philosophie der Purismus nicht zu verstehen: Weniger System, dafür mehr Konzentration auf die Kamera. Das gibt es nicht nur bei Kameras. Kennst du nicht diese neumodischen modernen Uhren ohne Ziffern auf dem Zifferblatt und nur mit einem Zeiger? Man muss sich ein bisschen damit auseinandersetzen, aber dann kommt man damit ganz gut klar. Vor allem, wenn's ein Weihnachtsgeschenk war. Dann weiß man es auch zu schätzen und weiß, dass man andere nicht durch Bemerkungen zur Funktionalität vor den Kopf stoßen darf.

bearbeitet von deadpoet
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@deadpoet

ich habe verstanden. Bei Sony ist da System drin ....

Meistens aber Weniger System, dafür mehr Konzentration auf die Kameras.

Früher konnte man auch Bilder machen. Henri Cartier Bresson hätte sogar ohne Kamera bessere Fotos gemacht als manch einer mit neumodischem Schnickschnack von heute. Nur so ins Stammbuch.

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