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Hallo zusammen,

 

ich bin neu hier und auch was das Fotographieren angeht, bin ich noch recht unerfahren. Soweit hab ich mich schonmal mit einigen RAW-Konvertern vertraut gemacht und einige Tutorials angeschaut. Allerdings habe ich noch ein paar Fragen und vielleicht kann mir hier jemand helfen. Und zwar geht es um die allgemein RAW-Konvertierung. Ich habe schon oefter gelesen, dass man bspw. das Schaerfen der Bilder erst kurz vor der Entwicklung vornimmt. Gibt es denn noch weitere Tipps auf die man beim Entwickeln der RAW-Dateien achten soll? Dann haette ich noch eine Frage zur generellen RAW-Entwicklung. Was sind denn so die Grundeinstellungen, die man an einem Bild vor nimmt? Im ACDSee-Tutorial aus dem Forum ist mir aufgefallen, dass eigentlich nur eine Belichtungskorrektur sowie eine Anpassung der Lichter und Schatten stattgefunden hat. Kann man das als "Minimalentwicklung" bei RAWs betrachten? Ich habe naemlich bisher bei der Entwicklung meiner RAWs noch ungefaehr 51260238 andere Regler verschoben und Parameter angepasst, bis mir das Bild gefallen hat, allerdings hat das dann auch ca. 20 min gedauert. Klar, wenn man ein Bild hat was einem super gefaellt, dann sind 20 min Entwicklungszeit keine Huerde die man nicht nehmen sollte. Wenn ich mir aber vorstelle das ich diese Prozedur bei 1000 Bildern durchfuehren soll, dann bin ich damit ewig beschaeftigt. Ich hoffe ihr koennt mir ein wenig weiter helfen. Vielen Dank schonmal!

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Natürlich kann man an allen verfügbaren Reglern solange ziehen, bis einem das Bild gefällt. Da ist nichts dagegen zu sagen. Und es wird immer Bilder geben, die das auch brauchen. Aber das ist die große Ausnahme.

 

Der wichtigste Schritt zu einer schnellen/kurzen Nachbearbeitung ist die richtige Belichtung des Bildes selber. Dazu gehören auch ein sauberer Fokus und die Anpassung der Tiefenschärfe über die Blende.

 

Dann reichen Lichter/Schatten-Korrektur und vielleicht noch ein Zupfen an der Farbe aus.

 

SW-Umwandlung (wenn man sich nicht auf die Presets von Nik Silver Efex beschränkt), nachträgliches Schärfen/Weichzeichnen (gar selektiv), Stempelausbesserungen und weitergehende Bearbeitungen sind natürlich immer noch möglich, sind aber zeitaufwendig. Wenn man solche Bearbeitungen vornehmen möchte, gibt es leider keine Abkürzung ...

 

Manchmal sind auch Objektivkorrekturen nötig (das geht relativ schnell) oder Perspektivkorrekturen. Diese hängen bei mir von der Tagesform ab. Manchmal finde ich auf Anhieb die wenigen richtigen Regler, manchmal ziehe ich endlos hin und her.

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Es stimmt zwar, dass das Schärfen zum Schluss erfolgen soll, jedoch gilt das nur für pixelbasierte Bildbearbeitungsprogramme und nicht bei RAW Editoren, die das Originalbild nicht verändern, sondern mit "Bearbeitungsinstruktionen" arbeiten. Hier sorgen die RAW Editoren (z.B. Lightroom, Aperture, Capture One) dafür, wann die Schärfung angewandt wird. Es ist daher völlig unerheblich, in welcher Reihenfolge Du die Parameter einstellst. Die meisten Hersteller geben aber Tipps, welche Reihenfolge in der Praxis am effektivsten ist.

 

Verabschiede Dich erstmal von der Vorstellung, alle Bilder bearbeiten zu müssen, sondern konzentriere Dich auf die besten und diejenigen, die Dir gefallen. Das kann sich bei 1000 Bildern durchaus auf 50 bis 100 beschränken. Schmeiß technisch Unbrauchbares (Schärfe, Komposition) gleich raus und lösche ggf. Duplikate.

 

Falls Du viele Bilder hast, die unter gleichen Lichtverhältnissen aufgenommen sind (z.B. Bildserien), bearbeite erstmal nur das Beste oder das, welches die Bilder am besten repräsentiert und übertrage/kopiere die Bearbeitungsinstruktionen auf die anderen Bilder der Serie. Das geht sehr schnell. Fast alle RAW Editoren bieten hierfür Funktionen.

 

Die meisten RAW Editoren bieten die Möglichkeit "Presets" zu erstellen, die beim Import automatisch angewandt werden. Bei Lightroom geht das sogar abhängig von Kamera und ISO. Damit schaffst Du Dir Grundeinstellungen, die das Bild schon mal auf eine Dir akzeptable Grundlage stellen. Die Bilder sind dann auch so schon ansehnlich.

 

Die meisten RAW Editoren haben auch gute Bildbrowser integriert. Das bedeutet auch, dass Du RAW Bilder gar nicht zwingend mehr in ein JPEG oder TIFF umwandeln muss, sondern nur dann, wenn ein bestimmter Verarbeitungsschritt kein RAW mehr zulässt. So etwas kann die Verarbeitung in einem Pixeleditor (z.B. Photoshop, Gimp), die Veröffentlichung im Web oder Drucken bei einem Dienstleister sein. Wandle jedenfalls nur die Bilder um, die Du für die geplante Weiterverarbeitung brauchst.

 

Wenn ich meine Bilder am Monitor betrachte, mache ich das fast immer über einen RAW Editor (Lightroom 5). Wenn ich Bilder jemanden zeigen will, erfolgt das über Google+ bzw. PicasaWeb auf dem iPad. Über Lightroom können Bilder direkt in soziale Netzwerk veröffentlicht werden. Ich drucke selbst. Das geht auch aus Lightroom direkt und ohne dass eine explizite JPEG Umwandlung erfolgen müsste.

 

RAW ist also - effektive Arbeitsmethoden vorausgesetzt - nicht so arbeitsaufwendig wie es scheint. Da auch JPEGs selbst bei guten JPEG Engines oft noch einer Nachbearbeitung bedürfen, ist der Unterschied nicht so groß. RAW Editoren sind auch oft für Fotografen benutzerfreundlicher, da sie eher für Fotografen zugeschnitten sind als die meisten Pixeleditoren (Ausnahmen bestätigen die Regel).

 

Man sollte sich übrigens auch davor hüten, mit viel Aufwand zu versuchen, die JPEG Ergebnisse der Kamera "nachzubauen". Gehe er unvoreingenommen an die RAW Bearbeitung heran und mache es so, wie es Dir gefällt.

 

Kaufe Dir ein Buch über den RAW Editor Deiner Wahl. Für Lightroom gibt es die größte Auswahl.

 

Thomas

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teakplantage: Das war mir bisher nicht bewusst, dass es eigentlich ausreicht, eine Lichter- & Schattenkorrektur sowie das anpassen der Farbe vorzunehmen. Bisher bin ich immer mit der Einstellung an die RAW-Entwicklung gegangen, dass ich so gut wie alles einstellen muss. Das spart mir ja jetzt schon mal einiges an Zeit.

 

tgutgu: Den Unterschied zwischen pixelbasierten Bildbearbeitungsprogrammen und RAW-Editoren kannte ich bisher nicht. Aber klar, jetzt wo man das weiss, macht es natuerlich Sinn. Jetzt versteh ich auch wieso es die Funktion zur Stapelverarbeitung gibt. Wenn man natuerlich denkt, dass man jedes Bild ganz individuell entwickeln muss, dann macht eine Stapelverarbeitung, die die gleichen Einstellungen auf jedes Bild anwendet, keinen Sinn. Die OCC-JPEGS nachzubauen war eigentlich gar nicht meine Intuition, sondern ich wollte bisher immer das bestmoegliche aus einem Bild herausholen, egal wie sinnvoll oder sinnlos das ist.

 

Ich hatte meine Frage vor dem Hintergrund gestellt, da ich naechste Woche fuer 2 Wochen nach Japan fliege und dementsprechend viele Bilder machen werde. Wie ist das denn eigentlich bei den meisten Usern hier: Macht ihr alle eure Bilder auf Reisen im RAW-Format oder macht ihr den Grossteil der Bilder im JPEG-Format und nur die Bilder im RAW-Format, bei denen ihr denkt, dass dort mehr heraus zu holen ist?

 

Jedenfalls haben mir eure bisherigen Antworten schon mal sehr viel weiter geholfen!

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Kann die Kamera Jpeg + Raw? Dann stell doch dies mal ein und schaue nach, welches dir hinterher besser gefällt.

 

Bei einer Reise würde ich dann ebenfalls Jpeg+Raw einschalten und dann hinterher auswählen, welche Bilder eine stärkere Bearbeitung lohnen.

 

Ich selbst mache die "Vorbehandlung" in Lightroom und die Nacharbeit (Zielgröße, Schärfen etc.) in Photoshop/Elements. Vor allem aber deswegen, weil ich die Export-Funktion in Lightroom noch nicht durchblickt habe.

 

Normalerweise ist es so, dass man ein Pre-Sharpening (Downloads / Startseite - FineArtPrinter) und Rauschunterdrückung durchführt, dann die Bearbeitung, die Konvertierung in die Zielgröße, und dann endgültig schärft, wobei eine Schärfung für den Druck ruhig höher ausfallen kann, als für die Anzeige am Bildschirm.

 

Zum Schärfen: http://www.jd-photography.de/workshops/fine-art-printing/190-optimale-schaerfe-fuer-fine-art-prints.html

 

Wichtigstes Utensil am Anfang: Bildschirm-Kalibrierungs-Tool.

 

 

 

Roger

bearbeitet von romi
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... Die OCC-JPEGS nachzubauen war eigentlich gar nicht meine Intuition, sondern ich wollte bisher immer das bestmoegliche aus einem Bild herausholen, egal wie sinnvoll oder sinnlos das ist.

... Macht ihr alle eure Bilder auf Reisen im RAW-Format oder macht ihr den Grossteil der Bilder im JPEG-Format und nur die Bilder im RAW-Format, bei denen ihr denkt, dass dort mehr heraus zu holen ist?

 

Mein letzter Urlaub ist noch nicht so lange her ... gefühlt aber schon Ewigkeiten ... und wenn ich mir die Fotos anschaue, werde ich ganz wehmütig ...

 

Zu Deiner Frage: ich fotografiere komplett in RAW, nach dem Import Aussortieren schlechter Bilder, Entwicklung im OlympusViewer mit Hilfe einer "Entwicklungs-Schablone", ggf. Zuschnitt und kleine Belichtungskorrekturen. Exportieren ins Tiff-Format, Weiterverarbeitung in Lightroom (v.a. Verschlagwortung, GPS-Daten, Fehler wegstempeln, NIK-Filter), anschließend Export nach JPG zur endgültigen Ausgabe z.B. für Entwicklung, Fotobuch, Diashow usw.

 

Die RAW-Entwicklung erfolgt in der Regel per Stapelverarbeitung. Der Zeitaufwand hält sich deshalb in Grenzen. Natürlich könnte ich viele Fotos direkt als JPG ausgeben lassen, aber letztlich behalte ich doch lieber die Kontrolle über Farben, Belichtung und Dynamik. Und außerdem habe ich zu viel Spaß an der Verarbeitung der Bilder, als das ich darauf verzichten wollte. Bei Fotos mit großen Kontrastunterschieden (neulich in der Wutachschlucht: dunkel am Grund der Schlucht und knallige Sonne am Himmel) belichte ich bewusst "unter" und hebe später in der Nachbearbeitung die Tiefen an. Hier habe ich beim RAW erhebliche Reserven und gute Bildqualität, die für mich völlig ausreicht, ohne mich mit "echtem" HDR beschäftigen zu müssen. Mindestens bei komplizierten Lichtverhältnissen (nicht nur starke Kontraste, sondern auch bei Mischlicht wegen des Weißabgleichs!) würde ich auf RAW nicht verzichten wollen.

 

Gruß

Carsten

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Ich mache es umgekehrt (Olympus OM-D) : Import von Jpg + Raw in Lightroom. 95 Prozent der Raw werden dann gelöscht, da es ein relativ großer Aufwand ist, an die Qualität der jpg heranzukommen. Insbesondere wirken die Jpg Bilder bei der Olympus knackiger und sind farblich schöner abgestimmt. Vor allem Hauttöne sind mit den Olympus Raws kaum ordentlich abbildbar. Sie wirken meist grün- und gelbstichig. Wenn man die Jpgs ordentlich belichtet und beim Weißabgleich keine zu großen Abweichungen hat, sehe ich keinen Vorteil für das Raw. Jpgs in höchster Stufe lassen sich sehr gut bearbeiten. RAW wird für mich erst interessant ab hohen ISOs oder nicht vernünftig belichteten Aufnahmen - wobei da oft auch kein ordentliches Bild mehr entstehen kann.

 

Nachtrag: Bei nicht allzu schweren Lichtbedingungen verwende ich nur jpg, ebenfalls bei Action. RAW in der Regel bei Nachtaufnahmen, da ich da gerne in den Lichtern noch Bearbeitungsspielraum benötige.

bearbeitet von Ariovist
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Macht ihr alle eure Bilder auf Reisen im RAW-Format oder macht ihr den Grossteil der Bilder im JPEG-Format und nur die Bilder im RAW-Format, bei denen ihr denkt, dass dort mehr heraus zu holen ist?

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Ein Wechsel von JPG/RAW halte ich nicht für optimal,da man sich dabei eigentlich irgendwann vertut. Da ist es besser, bei einem gewählten Format zu bleiben.

 

WENN man mit den JPGs seiner Kamera zufrieden ist und nur selten nacharbeitet, kann man bei JPG bleiben. Wenn man aber gerne und öfter an Reglern zieht, dann ist RAW besser geeignet, da im RAW mehr Reserven drinstecken und eine Bearbeitung weniger schnell zu Artrfakten führt.

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  • 1 month later...
....

 

WENN man mit den JPGs seiner Kamera zufrieden ist und nur selten nacharbeitet, kann man bei JPG bleiben. Wenn man aber gerne und öfter an Reglern zieht, dann ist RAW besser geeignet, da im RAW mehr Reserven drinstecken und eine Bearbeitung weniger schnell zu Artrfakten führt.

 

Ja, da weist Du auf einen wichtigen, wenn auch sehr subjektiven Aspekt hin: Mir macht es einfach Spaß, die Aufnahme am Monitor genauer anzusehen, hier und da nachzusteuern und etwas zu verbessern, auch wenn es am Gesamteindruck auf den ersten Blick kaum etwas ändert. Für mich ist das Hobby, da geht es nicht um primär um Effektivität, sondern um den Spaß mit den Bildern.

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Wenn man halbwegs korrekt belichtet, sind eigtl keine so extremen Anpassungen notwendig, dass es bei Jpgs in der höchsten Qualität zu Artefakten kommen würde. Weiterer Vorteil jpg: Es entfällt die lahme Raw-Bearbeitung in Lightroom.

 

Von welcher lahmen Bearbeitung sprichst Du? Lightroom ist gleichzeitig auch Bildverwalter, -Betrachter. Die Bearbeitung und das Anschauen der Bilder ist ein Prozess. Zusatzaufwand gering.

 

 

Thomas

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Ich fotografiere mit meiner OMD in JPG + RAW.

 

Früher habe ich ausschließlich aus RAW konvertiert (da hatte ich noch Pentax DSLR). Als ich dann irgendwann auf Olympus umgestiegen bin, habe ich mich davon immer mehr verabschiedet. In der Regel werden meine RAW-Entwicklungen nicht besser als die JPG-Engine von Olympus das für meinen Geschmack hinbekommt. Wobei das auch immer eine Frage des Aufwands, des Geschmacks und auch der Lichtsituationen ist. Eine JPG-Engine ist so wie eine Stapelverarbeitung im RAW-Konverter - für vieles passt es, oft kann man aber manuell weitaus mehr rausholen.

 

Geschätzt sind meine Bilder inzwischen zu 95% JPG OTC und 5% aus RAW entwickelt.

 

Nachdem ich früher alle RAWs für ewig gespeichert habe, lösche ich sie inzwischen in der Regel wieder. Ich weiss, Speicherplatz ist nicht teuer aber ich habe festgestellt, dass ich im Nachhinein so gut wie nie wieder ein Bild nochmal neu entwickelt habe. Ganz besondere Bilder (die ich mir theoretisch ins Wohnzimmer hängen würde) hebe ich aber in RAW auf.

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...

Ganz besondere Bilder (die ich mir theoretisch ins Wohnzimmer hängen würde) hebe ich aber in RAW auf.

 

Bei manchen Bildern merke ich erst sehr viel später, daß ich sie gern an der Wand hätte oder im Kalender für das nächste Jahr oder es kommt einer und will es in 75x100 oder noch größer auf Dibond ...

 

Dann bin ich über die RAWs schon froh.

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