Viewfinder Geschrieben 18. Januar 2016 Autor Share #201 Geschrieben 18. Januar 2016 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Sorry, aber imho reden wir doch immer von zwei Gruppen: dem Massenknipser, dem eigentlich nicht viel an der Qualität des Fotos als solchem liegt, sondern nur an der schnellen, geflashten, optischen Kommunikation und dem "Ambitionierten", der sich mit dem Bild als solchem und seiner Gestaltung auseinandersetzt. Früher waren das die Instamatics und Clicks und Clacks, allenfalls für's 9x12 Albumbildchen, heute sind es -potenziert- die sozialen Netzwerker mit dem raschen Bildchen der alltäglichen Banalitäten zwischendurch. Mit Fotografie hat das wenig zu tun. Und früher und jetzt gab es eben die andere Gruppe, die Fotoprofis und die ambitionierten Hobbyfotografen, die in Systemkameras und Objektive idR das zigfache vom Preis eines Top-Handys investieren. Ich denke, dass ja auch die Industrie seit jeher diese beiden Zielgruppen mit ihren ganz unterschiedlichen Ansprüchen unterscheidet tgutgu, micharl und joachimeh haben darauf reagiert 3 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Werbung Geschrieben 18. Januar 2016 Geschrieben 18. Januar 2016 Hi Viewfinder, Das könnte für dich interessant sein: DSLM Design . Da findet jeder was…
Viewfinder Geschrieben 18. Januar 2016 Autor Share #202 Geschrieben 18. Januar 2016 ...Die nächste Frage wäre, wohin die Bilder Online übertragen werden sollen. Auf mein Flickr Account? Warum ausgerechnet Flickr? Die derzeit vorhandenen Cloud-Lösungen haben wohl kaum schon vereinheitlichte Schnittstellen, die Kamerasoftware müsste folglich viele bedienen Die Kernfrage! Wenn ich "ambitioniert" fotografiere, will ich die Fotos auf meinen Rechner idR zur weiteren Bearbeitung. Ob ich die dann von der Cloud oder einer SD-Karte downloade ist doch wurscht, nur dass es von der Cloud länger dauert. Ich wüßte nicht, was auf längere Sicht gegen die flexiblen kleinen Karten mit ihrem großen Datenvolumen spräche: klein, schnell, sicher, billig. Und ohne Umwege als autarke Lösung ohne umständlichen Up- und Download joachimeh hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
m.c.reloaded Geschrieben 18. Januar 2016 Share #203 Geschrieben 18. Januar 2016 Der Sensor und mein Computer sind nicht mit einander verbunden und werden es hoffentlich auch nie sein. Ob die Kommunikation über SIM Karte läuft oder anders ist völlig egal. Die Infrastruktur für eine ständige (oder auch nur zeitweilige) Übertragung von großen Bilddateien ist schlicht und ergreifend noch nicht da bzw. nur unzureichend da und für den (Privat)Kunden auch unwirtschaftlich, da zu teuer. Von einer flächendeckenden Verfügbarkeit in Deutschland aber auch international ganz zu schweigen. Das ist die Realität und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Insofern ist es für mich absurd, wenn hier von den Kameraherstellern mehr Innovationen gefordert werden, wo die erforderlichen Dienste noch nicht da sind. Du vergisst all jene, diejetzt schon ständig Bilder vom handy auf instagramm oder facebook hochladen. Es ist mit den aktuellen Netzen und flatrates gar kein Problem, dies mit kleineren jpg Dateien zu tun. Eine ganze 32GB Karte mit RAWs wäre eine andere Sache. Die würden gerne auch bessere Bilder aus der Systemkamera direkt hochladen, ohne die Zwischenschritte über den computer und weitere Bildbearbeitung. Die tausend szene modi der Kameras und kamerainternen Bearbeitungsfunktionen provozieren geradezu dazu, den Internet access über Mobilnetze in der Kamera einzufordern. specialbiker hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 18. Januar 2016 Share #204 Geschrieben 18. Januar 2016 @Atur Es geht hier nicht darum, ob es noch neue Kameratypen geben wird bzw. soll, sondern wie sich das DSLM Design entwickelt. Und da glaube ich kaum, dass eine durch totale Modularisierung geschaffene zusätzliche Komplexität, sehr viele Nutzer anlocken würde noch dazu Smartphone Aufsteiger. Viel Entscheidender für ambitionierte Fotografen wird sein, was die Hersteller tun, um die optimale Bildqualität mit einem guten Werkzeug zu erhalten. Das ist ja letztlich das, was den ambitionierten Fotografen interessiert. Ein totale Modularisierung wird dazu nicht allzuviel beitragen. Hier stehen einfach Nutzen und Kosten im Konflikt. Im Übrigen: Es ist nichts Ungewöhnliches und Schädliches, wenn eine Produktkategorie ihr Konzept gefunden hat und dies lange beibehält, weil es sich bewährt hat. Das ist übrigens bei den meisten Produktkategorien der Fall. Fernseher haben sich seit Einführung. der Flachbildschirme als letzte wirkliche Revolution auch nicht wesentlich verändert. Smartphones werden im Wesentlichen auch so bleiben, virtuelle Brillen und Smart Watches hin oder her. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
m.c.reloaded Geschrieben 18. Januar 2016 Share #205 Geschrieben 18. Januar 2016 Sorry, aber imho reden wir doch immer von zwei Gruppen: dem Massenknipser, dem eigentlich nicht viel an der Qualität des Fotos als solchem liegt, sondern nur an der schnellen, geflashten, optischen Kommunikation und dem "Ambitionierten", der sich mit dem Bild als solchem und seiner Gestaltung auseinandersetzt. Früher waren das die Instamatics und Clicks und Clacks, allenfalls für's 9x12 Albumbildchen, heute sind es -potenziert- die sozialen Netzwerker mit dem raschen Bildchen der alltäglichen Banalitäten zwischendurch. Mit Fotografie hat das wenig zu tun. Und früher und jetzt gab es eben die andere Gruppe, die Fotoprofis und die ambitionierten Hobbyfotografen, die in Systemkameras und Objektive idR das zigfache vom Preis eines Top-Handys investieren. Ich denke, dass ja auch die Industrie seit jeher diese beiden Zielgruppen mit ihren ganz unterschiedlichen Ansprüchen unterscheidet Ich würde jetzt nicht die Investitionshöhe in equipment mit der Qualität des Fotografen gleichsetzen. Massenknipserei muss man als Begriff noch hinterfragen. Logisch, das 1 Mio. smartphone Forografen mehr Bilder produzieren als 1000 Systemkamerafotografen. Gerade das Dauerfeuer aus Systemkameras führt zu unsinnigen Mengen. Mit dem handy löst man wesentlich seltener aus, als wenn man sich in diesem Zeitraum auf Fotipirsch mit der Systemkamera befindet. Nur ist man mit dem handy häufiger unterwegs, kriegt mehr interessante Motive mit. Da sind Systemkamerafotografen klar im Nachteil. Was bringts denn den Bildbetrachtern überhaupt, wenn ein Allerweltsmotiv mit einer 5000€ Kamera und neutraler RAW Entwicklung superscharf gemacht wurde. Im Zweifelsfall sieht der instagramm Fillter eines handy Fotos noch besser aus. ;-) Kleinkram und Atur haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 18. Januar 2016 Share #206 Geschrieben 18. Januar 2016 Du vergisst all jene, diejetzt schon ständig Bilder vom handy auf instagramm oder facebook hochladen. Es ist mit den aktuellen Netzen und flatrates gar kein Problem, dies mit kleineren jpg Dateien zu tun. Eine ganze 32GB Karte mit RAWs wäre eine andere Sache. Die würden gerne auch bessere Bilder aus der Systemkamera direkt hochladen, ohne die Zwischenschritte über den computer und weitere Bildbearbeitung. Die tausend szene modi der Kameras und kamerainternen Bearbeitungsfunktionen provozieren geradezu dazu, den Internet access über Mobilnetze in der Kamera einzufordern. Tja, das sind dann die typischen Smartphone Nutzer. Die würde kaum für das tägliche Bildergechatte eine DSLM kaufen. Wozu auch? Natürlich drängt sich die Internetanbindung von Kamera auf. Aber das In-Kamera Generieren von kleinen Bildchen, die sich noch gut über die Verbindung übertragen lassen, ist nichts, was einen vom Hocker holt. Das Übertragen von großen Bilddateien und Videos zuverlässig und in angemessener Zeit (höchstens wenige Minuten) zu überschaubaren Tarifen, ist das, was bei DSLM ggf. Sinn machen würde. Aber dafür fehlen halt noch die Voraussetzungen. Viewfinder hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
m.c.reloaded Geschrieben 18. Januar 2016 Share #207 Geschrieben 18. Januar 2016 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Insofern werden die Hersteller nicht großartig viel Geld für bessere Systemkameradesigns ausgeben, sondern lieber neue Funktionen wie mobile access einbauen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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m.c.reloaded Geschrieben 18. Januar 2016 Share #208 Geschrieben 18. Januar 2016 Tja, das sind dann die typischen Smartphone Nutzer. Die würde kaum für das tägliche Bildergechatte eine DSLM kaufen. Wozu auch? Natürlich drängt sich die Internetanbindung von Kamera auf. Aber das In-Kamera Generieren von kleinen Bildchen, die sich noch gut über die Verbindung übertragen lassen, ist nichts, was einen vom Hocker holt. Das Übertragen von großen Bilddateien und Videos zuverlässig und in angemessener Zeit (höchstens wenige Minuten) zu überschaubaren Tarifen, ist das, was bei DSLM ggf. Sinn machen würde. Aber dafür fehlen halt noch die Voraussetzungen. Nein, denn gerade beim großen Datenvolumina tritt die Sinnhaftigkeit in den Hintergrund, das direkt aus der Kamera zu tun. Dann kannst Du genauso gut abends die volle Speicherkarte aus der Kamera nehmen und übers handy in die cloud uploaden. Systemkamerabilder sehen mit mittlerer jpg Kompression fast genausogut aus wie mit niedrigster Kompression. Solche 1 oder 2 MB jpgs meinte ich. Fürs Forum, facebook usw. braucht keiner mehr und am heimischen PC reichts meist auch. Ausnahme Qualitätsfanatiker. Was sind typische smartphone Nutzer? Leute mit mehr fotografischer Erfahrung als der typische Systemkameranutzer. ;-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Viewfinder Geschrieben 18. Januar 2016 Autor Share #209 Geschrieben 18. Januar 2016 Ich würde jetzt nicht die Investitionshöhe in equipment mit der Qualität des Fotografen gleichsetzen... Ich auch nicht. Doch zumindest ist die Ambition da...ob da noch Talent hinzukommt ist, wie in vielen anderen Bereichen, eine ganz andere Frage I...Massenknipserei muss man als Begriff noch hinterfragen. Logisch, das 1 Mio. smartphone Forografen mehr Bilder produzieren als 1000 Systemkamerafotografen. Gerade das Dauerfeuer aus Systemkameras führt zu unsinnigen Mengen... Dauerfeuer aus Systemkameras ist sicher auch nicht viel besser als das, was Handyknipser produzieren. Doch idR ist die Intention und die Einstellung zum Foto als solchem bei Hobbyfotografen und der Masse (nicht allen!) von Handyknipsern völlig unterschiedlich ...Nur ist man mit dem handy häufiger unterwegs, kriegt mehr interessante Motive mit. Da sind Systemkamerafotografen klar im Nachteil... Daher hat der "ambitionierte" Hobbyfotograf eine kleine, hochwertige Immer-dabei zusätzlich zum "Equipment". Ich ganz persönlich mag mit dem Handy oder gar dem Tablet überhaupt nicht fotografieren, viele andere Anwendungen + Apps finde ich da viel interessanter tgutgu hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Kleinkram Geschrieben 18. Januar 2016 Share #210 Geschrieben 18. Januar 2016 Von den Handys und der seltsamen Frage, ob Handy-Fotografie Fotografie ist, zurück zu Design und Colani. Für mich ist das Colani-Design nicht der große Renner gewesen. Gut, er war der erste, der Mode in die Kamera brachte, also war er Vorreiter. Seitdem wechseln sich wie bei den Autos weiche Linien und Kanten ab, s. Sony. Keine funktionalen Design-Elemente, sondern Mode eben.. Und, wenn ich mich nicht irre, hatte die T90 sehr viel Menü-Bedienung, von der man später schnell abging. Ich weiß nicht, ob Colanis Ziel mit Viewfinders Intention überein zu bringen ist. Die damaligen SLR waren durch die Motor und die großen Batterie zu unförmigen Gebilden geworden, denen Colani mit seinen Linien die Wucht genommen hat. Die heutige Systemkameras können fast ohne Abstriche in jede Größe gebracht werden, s. GM5 und GH4 bei MFT sowie 7R und SL bei KB. Heute hat der Designer andere Aufgaben. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
wolfgang_r Geschrieben 18. Januar 2016 Share #211 Geschrieben 18. Januar 2016 (bearbeitet) (...) Wie dem auch sei, eine Baukastenkamera wäre etwas sehr Spezielles, das mMn. den Kameramarkt nicht neu beleben würde. Es wäre immer noch im Vergleich zum Smartphone eine große Kiste. Das Smartphone als Gelegenheitstool zum Bilder machen, hat sich vor allem durchgesetzt, weil es flach ist und in nahezu jede Tasche / Hosentasche passt und auch andere Alltagsdinge unterstützen kann. Das wird eine Kamera nie erreichen, muss es auch nicht. (...) So etwas gibt es ja schon in Ansätzen von Sony..... Bajonett und Objektive werden ja schon aus aller Welt zusammengestückelt. Eine Bauskastenkamera müsste zumindest den Sensor (mit Global-Shutter) und die Aufbereitung der RAW-Daten in einem abgeschirmten, nicht zerlegbaren Gehäuse mit festem Universalbajonett und einer wie auch immer gearteten Schutzabdeckung vor dem Sensor beinhalten - Die Basiseinheit also. Die Kommunikation von beliebigen externen Komponenten (auch mit den Objektive) mit dieser Baugruppe könnte z. B. via I²C-Bus-Interfaces (mit natürlich offengelegtem Protokoll) einfach und schnell erfolgen. Nur die Übertragung der reinen Bilddaten müsste mit einem standartisierten, schnellen Bus (IEEE 1394c ?) erfolgen. Es gibt nur ein wirklich diffiziles Problem; die Störsicherheit und die Störaussendung der einzelnen Komponenten (Schlagwort EMV). Das ist nicht zu unterschätzen. Je mehr da dran hängt, und je mehr da durcheinander funktionieren soll, um so unsicherer wird das ganze System. Wenn alles aus einer Herstellerhand kommt, ist das zu handlen, aber wenn da eine ganze Menge mehr oder weniger gute "Entwickler" mitpanschen, dann wird das zu einem Glücksspiel. Dann erhebt sich auch die Frage, was wird das für eine System, Multimaster (alle sind der Chef) oder Master-Slave (wer ist dann der Chef)? Wie sieht es dann mit dem Timing aus. Die Basiseinheit könnte ein Sensorhersteller herstellen und den Rest liefern dann andere, die von den jeweiligen Untergruppen am meisten verstehen. Ich persönlich prophezeie einem solchen Systen keine Überlebenschance länger als ein Jahr. Das kann man als Bastelsystem für experimentierende Hobbyelektroniker anbieten, aber zum praktischen Fotografenalltag taugt das meiner Meinung nach überhaupt nicht. bearbeitet 18. Januar 2016 von wolfgang_r Neto-Zeme und tgutgu haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
m.c.reloaded Geschrieben 18. Januar 2016 Share #212 Geschrieben 18. Januar 2016 @Intention und Einstellung zum Foto Sollte Einfluss auf das Design der eingesetzten Geräte haben, aber ist das umgekehrte schon der Fall? Ich möchte mein Foto mit einem guten Sucher oder gut erkennbarem display schön komponieren und auslösen ohne zu verwackeln. Ssystemkamera mit Sucher > Iphone 6plus > Rx 100 (ohne Sucher) Mein iphone screen ist größer und besser als der screen der RX100. Hier hat die Kompakte schon verloren. Möchte ich spezielle zusätzliche Knöpfe am iphone? Nein, denn der Auslöser auf dem touchscreen ist gut zu bedienen. Daher: design des iphone zum Fotografieren ist gut gelungen. Ein Zooomobjektiv wäre aber wünschenswert. (mit dem Klappcover des iphone musste ich mich erst arrangieren, das hat dem Fotospass lange entgegengestanden. Inzwischen stört es nicht mehr wirklich. Allerdings sind Objektiv und Sensor der RX100 besser. @Immer-dabei Kompaktkamera tatsächlich immer dabei? Meine zumindest nicht. Das iphone schon. Bei anderen ist das sicherlich anders. Mit handy Forografieren fällt man weniger unangenehm auf als mit der Kompaktkamera. Weil handy knipsen harmlos ausschaut, das macht jeder selbst und toleriert es in seiner Umgebung. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
micharl Geschrieben 18. Januar 2016 Share #213 Geschrieben 18. Januar 2016 Ich persönlich prophezeie einem solchen Systen keine Überlebenschance länger als ein Jahr. Das kann man als Bastelsystem für experimentierende Hobbyelektroniker anbieten, aber zum praktischen Fotografenalltag taugt das meiner Meinung nach überhaupt nicht. Der Einschätzung der Überlebenschance von vielleicht einem Jahr kann ich mich anschließen. Und wahrscheinlich sehen das die Produktplanungsabteilungen in den entsprechenden Firmen ähnlich. Eine so magere Chance wird sie kaum ermutigen, die erheblichen Investitionen für Entwicklung und Produktion eines solchen Systems zu tätigen. Eher könnte ich mir vorstellen, daß Drittfirmen versuchen, Zusatzmodule zu "Rumpfkameras" wie der Olympus Air oder auch der DXO One herauszubringen. Gibt es da für die Air nicht schon entsprechende Ansätze? Aber selbst wenn: Einen Trend sehe ich da nicht. tgutgu hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 18. Januar 2016 Share #214 Geschrieben 18. Januar 2016 (bearbeitet) Nein, denn gerade beim großen Datenvolumina tritt die Sinnhaftigkeit in den Hintergrund, das direkt aus der Kamera zu tun. Dann kannst Du genauso gut abends die volle Speicherkarte aus der Kamera nehmen und übers handy in die cloud uploaden. Systemkamerabilder sehen mit mittlerer jpg Kompression fast genausogut aus wie mit niedrigster Kompression. Solche 1 oder 2 MB jpgs meinte ich. Fürs Forum, facebook usw. braucht keiner mehr und am heimischen PC reichts meist auch. Ausnahme Qualitätsfanatiker. Was sind typische smartphone Nutzer? Leute mit mehr fotografischer Erfahrung als der typische Systemkameranutzer. ;-) Ich glaube nicht, dass die DSLM Zielgruppe diejenige ist, die mal soeben für facebook ein paar Bildchen hochlädt. Wenn sie es könnten, wäre das vielleicht ganz nett, aber doch eben nur Nebensache. Und die Smartphone Nutzer so mit einer DSLM beglücken zu wollen, halte ich dann doch für etwas zu ambitioniert und zum Scheitern verurteilt. Für ambitionierte Fotografen wäre es interessanter, die Bilder tatsächlich unkompliziert in einer Cloud unmittelbar nach der Aufnahme oder periodisch speichern zu können, und zwar möglichst unabhängig vom Ort. Aber das ist heute eben noch nicht gut möglich, und zwar egal ob von Smartphone oder Kamera (das sollte im Endeffekt technisch egal sein). Wandeln müssen sich zunächst die Infrastruktur und die Geschäftsmodelle der Dienstbetreiber, dann hat auch die Kameraindustrie eine gute Grundlage mit neuen Ideen aufzuwarten. bearbeitet 18. Januar 2016 von tgutgu Viewfinder und joachimeh haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 18. Januar 2016 Share #215 Geschrieben 18. Januar 2016 Von den Handys und der seltsamen Frage, ob Handy-Fotografie Fotografie ist, zurück zu Design und Colani. Für mich ist das Colani-Design nicht der große Renner gewesen. Gut, er war der erste, der Mode in die Kamera brachte, also war er Vorreiter. Seitdem wechseln sich wie bei den Autos weiche Linien und Kanten ab, s. Sony. Keine funktionalen Design-Elemente, sondern Mode eben.. Und, wenn ich mich nicht irre, hatte die T90 sehr viel Menü-Bedienung, von der man später schnell abging. Ich weiß nicht, ob Colanis Ziel mit Viewfinders Intention überein zu bringen ist. Die damaligen SLR waren durch die Motor und die großen Batterie zu unförmigen Gebilden geworden, denen Colani mit seinen Linien die Wucht genommen hat. Die heutige Systemkameras können fast ohne Abstriche in jede Größe gebracht werden, s. GM5 und GH4 bei MFT sowie 7R und SL bei KB. Heute hat der Designer andere Aufgaben. Das Interessante ist ja, das Canons Colani Design im Wesentlichen heute noch Anwendung findet und erfolgreich ist. Soviel zum angeblich riesigen Bedürfnis nach Veränderung. Auch Nikons Design ist mindestens seit 15 Jahren etabliert und wird nur in Details variiert. Viele andere, angeblich fortschrittliche Ideen (die sich als nicht so praktisch erwiesen haben) sind dagegen in der Versenkung verschwunden. Viewfinder hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tgutgu Geschrieben 18. Januar 2016 Share #216 Geschrieben 18. Januar 2016 @Intention und Einstellung zum Foto Sollte Einfluss auf das Design der eingesetzten Geräte haben, aber ist das umgekehrte schon der Fall? Ich möchte mein Foto mit einem guten Sucher oder gut erkennbarem display schön komponieren und auslösen ohne zu verwackeln. Ssystemkamera mit Sucher > Iphone 6plus > Rx 100 (ohne Sucher) Mein iphone screen ist größer und besser als der screen der RX100. Hier hat die Kompakte schon verloren. Möchte ich spezielle zusätzliche Knöpfe am iphone? Nein, denn der Auslöser auf dem touchscreen ist gut zu bedienen. Daher: design des iphone zum Fotografieren ist gut gelungen. Ein Zooomobjektiv wäre aber wünschenswert. (mit dem Klappcover des iphone musste ich mich erst arrangieren, das hat dem Fotospass lange entgegengestanden. Inzwischen stört es nicht mehr wirklich. Allerdings sind Objektiv und Sensor der RX100 besser. @Immer-dabei Kompaktkamera tatsächlich immer dabei? Meine zumindest nicht. Das iphone schon. Bei anderen ist das sicherlich anders. Mit handy Forografieren fällt man weniger unangenehm auf als mit der Kompaktkamera. Weil handy knipsen harmlos ausschaut, das macht jeder selbst und toleriert es in seiner Umgebung. Mir sind Handyfotografen wesentlich suspekter als Kamerafotografen, weil in der Tat zu befürchten ist, dass die Bilder sofort irgendwo im Netz landen. Leuten, die mich mit einem fotografischen Werkzeug fotografieren wollen, wäre ich wesentlich aufgeschlossener gegenüber. Ich denke jedenfalls nicht, dass Kameras unangenehmer auffallen. Das Unangenehme ist im Zweifelsfalle eher das Verhalten des Fotografierenden. Den Auslösebutton am Smartphone halte ich, weil es i.d.R. kein haptischer Knopf ist, schon für das ergonomische Grundübel schlechthin. Er ist nicht zu erfühlen, bei starkem Sonnenlicht schlecht zu erkennen und es gibt kaum andere Bilderfassungsgeräte, bei denen ich durch versehentliches Auslösen so viele ungewollte Bilder mache, wie mit den Smartphones (meist werde ich auch nur gebeten mit einem fremden Smartphone ein Foto zu machen). Ansonsten gibt es nichts menülastigeres in der Bedienung wie die Kamera in Smartphones. Das ist ja gerade etwas, was man ggf. mit dem Kauf einer DSLM vermeiden will und wodurch sie sich als fotografisches Werkzeug von den Brettchen abhebt. Es ist mMn. ein wesentlicher Anreiz (neben einer erhofften Verbesserung der Bildqualität) für den Übergang von Smartphone zu DSLM. Viewfinder hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Viewfinder Geschrieben 18. Januar 2016 Autor Share #217 Geschrieben 18. Januar 2016 Ich glaube nicht, dass Smartphone-Nutzer so eine Art Systemkamera-Smartphone möchten. Ebensowenig wie Systemkamera-Nutzer so eine Art Smartphone-Systemkamera. Eine Systemkamera mit einem irgendwie flachgelutschten Seifendesign wäre für mich der GAU. joachimeh, tgutgu und micharl haben darauf reagiert 3 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Viewfinder Geschrieben 18. Januar 2016 Autor Share #218 Geschrieben 18. Januar 2016 Mir sind Handyfotografen wesentlich suspekter als Kamerafotografen... Wobei die Tablet-Fotografen und die Handyfotografen, die mit Selfiesticks herumfuchteln einen gewissen Unterhaltungswert haben (Realsatire?). Doch womöglich findet diese Gruppe einen Rentner mit massivem Dreibein-Stativ und angeflanschter DSLR + 400mm auch absonderlich... Basteloz hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
storki321 Geschrieben 18. Januar 2016 Share #219 Geschrieben 18. Januar 2016 Sorry, aber imho reden wir doch immer von zwei Gruppen: dem Massenknipser, dem eigentlich nicht viel an der Qualität des Fotos als solchem liegt, sondern nur an der schnellen, geflashten, optischen Kommunikation und dem "Ambitionierten", der sich mit dem Bild als solchem und seiner Gestaltung auseinandersetzt. Früher waren das die Instamatics und Clicks und Clacks, allenfalls für's 9x12 Albumbildchen, heute sind es -potenziert- die sozialen Netzwerker mit dem raschen Bildchen der alltäglichen Banalitäten zwischendurch. Mit Fotografie hat das wenig zu tun. Und früher und jetzt gab es eben die andere Gruppe, die Fotoprofis und die ambitionierten Hobbyfotografen, die in Systemkameras und Objektive idR das zigfache vom Preis eines Top-Handys investieren. Ich denke, dass ja auch die Industrie seit jeher diese beiden Zielgruppen mit ihren ganz unterschiedlichen Ansprüchen unterscheidet Sagt das Werkzeugs etwas über den Anspruch und die (ästhetische) Qualität der Fotos aus? Sieht man "richtige" Fotos nur in Hochglanzmagazinen oder in Galerien? Was macht z. B. Michael Schulz mit seinem iPhone? http://berlinstagram.net/ Solche Beispiele meine ich mit dem Wandel in der Art und Weise der Fotografie, der Wahrnehmung und dem Konsum von Bildern. Man kann auf diversen Fotoplattformen soooo viele völlig belanglose Bilder bestaunen, wovon viele keineswegs nur mit Smartphones oder Kompaktknipsen gemacht worden sind. Anspruch und Wirklichkeit eben ... Für mich gibt es auch keine "zeitlosen" Fotos, oder solche, denen ich wegen des Aufwands bei der Entstehung automatisch mehr Wertschätzung entgegen bringe. Selbstverständlich gibt es Motive, die nur mit teurem Kameraequipment und sehr viel Aufwand und Können machbar sind, aber die muss ich deswegen noch lange nicht gut finden. Denn die Betrachtungsweisen und Gefühle, die ein Foto mir vermittelt, sind in großem Maße davon abhängig, wie ich mich selber fühle. Sprich, es ist vergänglich und im Wandel. Dass die Industrie (noch) zwischen zwei Zielgruppen unterscheidet, hat nichts mit einem Naturgesetzt zu tun, sondern einfach mit einer konservativen und traditionellen Marktstruktur. Hier die Kameras, da die Smartphone usw.. Beides bewegt sich aufeinander zu. Fragt sich nur wie schnell und wie weit sich beides vermischt. Und ob einer der Seiten irgendwann vielleicht die Puste ausgeht. In der Vergangenheit wurde schon so oft das Wörtchen "niemals" verwendet und diese Aussage einige Jahre später doch widerlegt. Atur und specialbiker haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
cyco Geschrieben 18. Januar 2016 Share #220 Geschrieben 18. Januar 2016 http://connect.dpreview.com/post/8354976261/olloclip-launches-studio-accessory-mount-case-apple-iphone Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Viewfinder Geschrieben 18. Januar 2016 Autor Share #221 Geschrieben 18. Januar 2016 (bearbeitet) @storki321 Ich habe an verschiedener Stelle angemerkt, dass ein talentierter Fotograf selbst (!) mit einem Handy noch bessere Bilder macht als ein untalentierter Pixelpeeker mit seinem sündhaft teuren Equipment. Wenn es für Dich allerdings keine zeitlosen Fotos gibt, dann nehme ich das als sehr persönliche Meinung wahr. Denn für die meisten gibt es natürlich in der Geschichte der Fotografie eine endlos lange Liste von Fotografen, die Zeitloses geschaffen haben, Kunst in meinen Augen. Die einfach so abzutun als flüchtige Zeiterscheinung und als quasi veraltet aufgrund von Selfie-Sehgewohnheiten finde ich sehr gewagt. bearbeitet 18. Januar 2016 von Viewfinder Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
micharl Geschrieben 18. Januar 2016 Share #222 Geschrieben 18. Januar 2016 Dass die Industrie (noch) zwischen zwei Zielgruppen unterscheidet, hat nichts mit einem Naturgesetzt zu tun, sondern einfach mit einer konservativen und traditionellen Marktstruktur. Hier die Kameras, da die Smartphone usw.. Beides bewegt sich aufeinander zu. Fragt sich nur wie schnell und wie weit sich beides vermischt. Ich sehe eher, daß sich beides auseinander bewegt. Die Bilder von Michael Schulz gewinnen ihren Kick nicht zuletzt daraus, daß er diesen Trend scheinbar ignoriert. "Grenzüberschreitung" als ästhetisches Konzept ist seit langem groß in Mode - ob es über den Augenblick hinaus trägt, ist noch nicht ausgemacht. Meine Prognose: Klarer Zuwachs für die Eierfone mit Touchscreen auf der einen Seite - und neue Pen Fs mit vielen Rädchen und Hebelchen auf der anderen Seite. Das ist nicht nur Nostalgie, sondern auch Ausdruck des Willens zur Kontrolle von Bildergebnissen. Ob der gute Wille dann auch für gute Bilder reicht, steht auf einem anderen Blatt. tgutgu und Viewfinder haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
specialbiker Geschrieben 18. Januar 2016 Share #223 Geschrieben 18. Januar 2016 (bearbeitet) Sorry, aber imho reden wir doch immer von zwei Gruppen: dem Massenknipser, dem eigentlich nicht viel an der Qualität des Fotos als solchem liegt, sondern nur an der schnellen, geflashten, optischen Kommunikation und dem "Ambitionierten", der sich mit dem Bild als solchem und seiner Gestaltung auseinandersetzt. Früher waren das die Instamatics und Clicks und Clacks, allenfalls für's 9x12 Albumbildchen, heute sind es -potenziert- die sozialen Netzwerker mit dem raschen Bildchen der alltäglichen Banalitäten zwischendurch. Mit Fotografie hat das wenig zu tun. Und früher und jetzt gab es eben die andere Gruppe, die Fotoprofis und die ambitionierten Hobbyfotografen, die in Systemkameras und Objektive idR das zigfache vom Preis eines Top-Handys investieren. Ich denke, dass ja auch die Industrie seit jeher diese beiden Zielgruppen mit ihren ganz unterschiedlichen Ansprüchen unterscheidet Als "statische Momentaufnahme" betrachtet gebe ich Dir recht - die eine Gruppe hat andere Ziele als die andere. Aber es wird keiner mit einer DSLM um den Hals in den Kreißsaal geboren - irgendwann findet eine Umorientierung statt, und diese ist nicht Schwarzweiß. Somit wird der eine oder andere "Handy Knipser" nebenbei noch ein "anspruchsvolleres Kamerasystem" anschaffen und möglicherweise sogar parallel betreiben wollen. Mit überlappenden Bildbeständen, aber, was noch viel wichtiger ist, mit einer Erwartungshaltung, die Smartphone Fotografie und klassische Fotografie viel enger verknüpft als es in dieser Diskussion der Fall ist. Was wir hier diskutieren ist eine Momentaufnahme, die altersbedingt in 10-15 Jahren erloschen sein wird: Das Verhalten der Generation der "Angelernten", die die Entwicklung vom "Analog Fotografen" zum "Digital-Fotografen" vollzogen haben - hier ändern sich zwar die Werkzeuge, aber nicht die Gewohnheiten. Die nächste Generation der "digital natives" wird dies anderes sehen - es wird noch mehr gute Fotografen geben als bisher (meine persönliche Prognose, da mit Smartphones ein sehr frühzeitiger Kontakt zur Fotografie ermöglicht wurde, noch dazu für jedermann). Und diese neue Generation wird ein Stück weit nicht mehr auf gewohnte (technische) Ansprüche verzichten. Der "klassische Bereich der Fotografie" mit Kameras wie wir sie heute sehen, wird aber auch erhalten bleiben - wie in vielen anderen Lebensbereichen auch wird man sich daran gewöhnen müssen, dass die Vielfalt an Segmenten deutlich zunimmt, und das "klassische Segment" nur noch eines von vielen sein wird. Aber die "moderne Kamera" wird anders aussehen als heute, und, falls hier gleich wieder die Gegenargumente kommen, mit Brettchen könne man nicht fotografieren, ich spreche hier nicht von "Smartphone Fotografie", sondern von, nennen wir es "moderner Fotografie". Möglicherweise ist die Skizze von Olly Mpus wie in diesem Beitrag https://www.systemkamera-forum.de/topic/113696-dslm-design/?p=1255522 eine sehr gute Ausgangsbasis für zukünftige Kameragenerationen. Wie so was entsteht? Wenn die Verkäufe klassischer Kameras in ihre Sättigung laufen, werden sich viele Firmen teilweise von ihren Mitarbeitern trennen. Aus dem "freigesetzten Kreativitätspotenzial" wird das eine oder andere Startup entstehen, in dem dann neue Konzepte umgesetzt werden können, etwa eine Kamera wie von Olly Mpus skizziert. Ist das Ganze erfolgreich, werden die Etablierten diese Startups für teuer Geld wieder einkaufen Hans bearbeitet 18. Januar 2016 von specialbiker Olly Mpus und Atur haben darauf reagiert 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tjobbe Geschrieben 18. Januar 2016 Share #224 Geschrieben 18. Januar 2016 (bearbeitet) Wieso kann man nicht ambitioniert und trotzdem mit Handy "knipsen" ? ich kenne in meinem Umfeld genug (incl mir selber) die mittels Handy kreative und gute Bilder machen und das alles weit weg vom "knipser". Meine Frau macht Handy Fotos deshalb, weil sie das Ding sowieso mit dabei hat und weil sie nicht noch ein weiteres Gadget in der Handtasche haben will (und glaub mir, das ding ist schon schwer genug). Die J2, die ich ihr mal gegeben habe, liegt unbenutzt rum...nicht mangels Ambition sondern weil nicht praktisch genug. Meine Stieftochter nutzt seit etwas mehr als 1,5Jahren meine alte NX20 mit zwei Objektiven und sie macht richtig gute Aufnahmen mit viel Aufmerksamkeiten auf das Motiv und dessen Details (aber noch etwas weniger Aufmerksamkeiten auf einige Basics, aber das wird noch...), nichts desdotrotz schiebt sie die JPEGs aus der NX aufs Handy und bearbeitet sie da, weil sie dessen Programme beherrscht und... weil sie via HAndy verteilt (auf dem PC landen alle Bilder, originale und BEA trotzdem später mal, aber nur zur Archivierung oder wenn ab und zu mal ein KAlender oder anderer Print erstellt werden soll) In unserer Familie wird durchgängig von 14-74 Jahren weniger telefoniert als alles via WhatsApp, G+ Alben, Instagram oder Mail geteilt, der anteil an Telefonaten ist heute deutlich weniger als zu zeiten wo das Handy nur Telefon war.... Ich würde da deutlich weniger "intolerant" an das Thema ran gehen BTW: bei der Entscheidung meiner Frau nach einem neuen Handy waren Hauptkriterium 1. die Qualität der verbauten KAmera, 2. die Videoqualität bei FullHD und 3. die option eine 128GB karte einzusetzen, denn ihre "alte 64er was fast übervoll Cheers, Tjobbe bearbeitet 18. Januar 2016 von tjobbe storki321, specialbiker und m.c.reloaded haben darauf reagiert 3 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
specialbiker Geschrieben 18. Januar 2016 Share #225 Geschrieben 18. Januar 2016 (bearbeitet) Dass die Industrie (noch) zwischen zwei Zielgruppen unterscheidet, hat nichts mit einem Naturgesetzt zu tun, sondern einfach mit einer konservativen und traditionellen Marktstruktur. Hier die Kameras, da die Smartphone usw.. Beides bewegt sich aufeinander zu. Fragt sich nur wie schnell und wie weit sich beides vermischt. Und ob einer der Seiten irgendwann vielleicht die Puste ausgeht. In der Vergangenheit wurde schon so oft das Wörtchen "niemals" verwendet und diese Aussage einige Jahre später doch widerlegt. Das kann ich nur unterstreichen. Um mal wieder einen Äpfel und Birnen Vergleich zu zitieren - ein bisschen Abstraktionsvermögen müsst Ihr bitteschön schon mitbringen Im Fahrradsektor gab lange Zeit nur zweckorientierte Stadt- bzw Tourenräder für den Alltag (=Smartphones) oder Sport- bzw. Rennräder für den Spezialisten (=ambitionierte Kameras), klar voneinander getrennt. Mit der Einführung der MTB's (ja woher wohl: Aus den USA) gab es erstmal eine große Welle der Abneigung in der Sportlerwelt (meist europäischer Rennradler), und es entstanden viele Diskussionen darüber, wie ein Fahrrad auszusehen hätte, wobei zu dieser Zeit klar war: Nur ein Rennrad hat den Anspruch, sich als "richtiges Rad" zu bezeichnen, etwa so, wie man heute überzeugt ist zu wissen, was eine "richtige Kamera" ausmacht. Aus dieser Abgrenzung resultierte ein rasanter wirtschaftlicher Abstieg des Rennrads bis kurz vor die Bedeutungslosigkeit: Der Verbraucher hat die zu stark auf den Hochleistungssport spezialisierten, extrem unkomfortablen Rennräder zugunsten besser an den Durchschnittsbedarf angepasster MTBs lange Zeit ganz abgelehnt. Erst in den letzten 10-15 Jahren konnte das Rennrad so nach und nach wieder zu richtigem Leben erweckt werden - aber, das überraschende dabei, mithilfe von Technologien, die zwischenzeitlich im MTB Sektor entwickelt wurden: Der Konkurrent wurde zum Technologieträger und damit gleichzeitig auch zum Lebensretter: Bessere Schaltungen, Bremsen, Sitzpositionen, leichtes Material: Ja die vollständige Orientierung hin zum Kunden war mit den MTBs ebenfalls aus USA eingeführt worden und hat die Branche dann doch wieder aufgerichtet. Nebenbei bemerkt: Heutige Rennräder sind um Klassen leistungsfähiger als die Räder "vor der Krise", d. h., und das finde ich sehr bemerkenswert, dass der vollzogene Umbruch die Leistungsfähigkeit dieses Sportgeräts auch für den Hochleistungssportler deutlich verbessert hat, und nicht nur die Nutzbarkeit durch den "Durchschnittsradler". Heute verkaufen die Hersteller wohl das 10-fache an MTB's (und nahen Verwandten), und es gibt eine Vielzahl von Segmenten sowohl von MTBs als auch von Rennrädern, je nach Einsatzzweck. Ich habe die ganze Entwicklung sehr hautnah miterlebt und sehe die Parallelen zum Kameramarkt nur allzu deutlich. Die "klassische Kamera" ist ein tolles Konzept, aber um ihr Überleben zu sichern, wird noch der eine oder andere Schachzug erforderlich sein. Insbesondere werden wir noch einen massiven (!) Technologietransfer aus dem Smartphone Umfeld erleben. Diejenigen, die die aktuell existierenden Kameras auf einen "Status Quo" festnageln wollen werden überrascht sein, wie wandelbar dieses Konzept noch gestaltet werden wird, um seinen Herstellern eine gesunde wirtschaftliche Basis liefern zu können. Hans bearbeitet 18. Januar 2016 von specialbiker kolja hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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