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Noch mal was zum Thema "Freistellen" und "Hintergrund-Unschärfe" (Bokeh)

 

Nach meinem Verständnis kann man mit vielen Objektiven und Sensoren freistellen. Freistellen im Sinne von: das Motiv wird scharf abgebildet, während Vorder- und Hintergrund in eine Unschärfe abtauchen. Damit wird der Blick auf das Motiv geführt.

 

Das Maß und die Art der Unschärfe v.a. im Hintergrund ist jedoch je nach Geschmack mal harmonisch, mal aufgeregt, mal cremig, mal strukturiert usw. Die Beschreibung und die persönliche Bewertung der Unschärfe ist nicht normiert und sehr individuell. KB wird dann manchmal geschmäht mit dem Gassenhauer "Ich will nicht nur die Augenbrauen scharf!" und mFT/APS-C wird dann im Gegenzug gedisst: "Hier ist mir aber zu viel Schärfe im Hintergrund!"

Und beide Geschmäcker sind "erlaubt"!;)

 

Ich habe hier mal ein paar Bilder mit unscharfem Hintergrund. Man sieht aber auch, dass die Unschärfe ganz andere Formen annimmt, je nach Objektiv und Sensor.

 

Dem einen reicht die Wirkung aus einer Kompakten, der andere präferiert die Unschärfe einer Festbrennweite an mFT und wiederum andere schwören auf die cremigen Bokehs aus KB mit FB und sind dafür bereit, mehr Gewicht und mehr Geld zu akzeptieren. Eine abschließende Diskussion über die einzige "richtige" Lösung ist, wie wir wissen, nicht von Erfolg gekrönt. Wenn sie es wäre, würden wir alle die gleiche Kamera mit den gleichen Optike besitzen...;)

 

10491630296_4fffcc4002_b.jpg

DSC03113 von noreflex auf Flickr

 

10491623495_4860836129_b.jpg

DSC03110 von noreflex auf Flickr

 

IMG_9138 von noreflex auf Flickr

 

IMG_9140 von noreflex auf Flickr

 

10491638414_0cf7312351_b.jpg

IMG_9146 von noreflex auf Flickr

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Es gibt Situationen, in denen ist mir der unendliche Horizont relativ egal. Mit einem gefüllten Dirndl auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches als naher Horizont wäre ich zufrieden gewesen. Dann hätte ich noch ein wenig mehr abgeblendet und die Getränkebehälter etwas auseinander gerückt ....

 

ich finde aber auch so den Unschärfeverlauf hinter der Mahlzeit ziemlich optimal, egal auf welches Format Du fotografiert hast. Es wird ein bischen unscharf, aber es verschwimmt bis unendlich hin nichts in Nichterkennbarkeit.

Ansonsten lecker, lecker.:)

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perfekt, dann könntest Du doch mal ein paar Bilder machen, die bei umgerechneter Blende und Brennweite entstehen ... damit wären wir nicht mehr auf der theoretischen Schiene festgenagelt.

 

Das kann ich aufgrund Beitrag nr. 31 mit Referenz auf den Schlussatz von Beitrag nr. 16 leider aus Überzeugung heraus nicht. Ich halte es tatsächlich für den zweck nicht für sinnvoll, dem ein oder anderen Lager den perfekten Nachweis vor den Kopf zu knallen. Jeder, auch ggf. hardliner einer oder der anderen Richtung müssen die Option behalten, recht zu behalten. Ansonsten wird möglicherweise der Spass an ihrem vorhandenen equipment reduziert. das macht keinen Sinn.

 

Wenn jetzt jemand unsicher ist, ob er sich einer der neuen Kleinbildkameras kaufen soll oder nicht und ihn dabei die mysteriöse Bildanmutung interessiert, dann halte ich den Blick auf flickr für wesentlich interessanter und zielführender als die theoretische Diskussion oder gestellte Testszenarien. Dort sollte man sich ein paar tausend Aufnahmen der jeweils verschiedenen formate anschauen und danch entscheiden, was einem besser gefällt - im Mittel über alle Bilder.

 

Der fehler im ansatz dieser diskussion in diesem thread ist übrigens, dass nur nach der Existenz von unterschieden zwischen den Formaten gefragt wird. Viel wichtiger ist jedoch die Erkenntnis, dass die Existenz von unterschieden kein Beweis dafür ist, dass KB oder APS oder mFT besser ausschaut, sondern nur das Vorhandensein von Unterschieden erklärt.

 

Was besser oder schöner ausschaut entscheidet der persönliche Geschmack und das ggf. auch noch je nach Motiv.

 

Der Blick auf tausende Flickr Aufnahmen, sortiert nach Kameratypen, liefert im Ergebnis genau die Information, die man benötigt, wenn man sich zwischen Formaten entscheiden muss.

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@light:

 

Schaffst Du es vielleicht auch, diese Diskussionen zu führen, ohne persönlich zu werden?

 

Ich fände das spürbar angenehmer.

 

Diese Zeilen empfehlen sich durchaus zur allgemeinen Lektüre und entsprechen meines Wissens den Forenregeln.

 

Ich halte Marktforscher für einen seriösen und wichtigen Beruf. Insofern war das positiv gemeint.

 

Und hingeschludert rapido ( das Wort bedeutet schnell) war Deine vorschnelle Schlussfolgerung allemal. Das festzustellen passt schon.

 

Was Dir meines Erachtens fehlt ist die persönlich praktische Erfahrung mit Kameras. Deshalb hängst Du Dich zu stark an verkomplizierten Theorien auf. Wenn Du tatsächlich vorhast, Dir eine KB Kamera zu kaufen, dann schau Dir einfach ein paar tausend flickr Bilder der verschiedenen Kameratypen an. Davon hättest Du meines Erachtens einen deutlich grösseren Erkenntnisgewinn.

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Was Dir meines Erachtens fehlt ist die persönlich praktische Erfahrung mit Kameras. Deshalb hängst Du Dich zu stark an verkomplizierten Theorien auf. Wenn Du tatsächlich vorhast, Dir eine KB Kamera zu kaufen, dann schau Dir einfach ein paar tausend flickr Bilder der verschiedenen Kameratypen an. Davon hättest Du meines Erachtens einen deutlich grösseren Erkenntnisgewinn.

 

Du hast insofern absolut Recht als bei mir mit KB-Kameras keine praktischen Erfahrungen vorliegen. Meine praktischen Erfahrungen erstrecken sich auf die Senorgrößen APS-C und 1".

 

Und es zeichnet Dich aus, dass Du hier keinen erneuten Kampf der Formate entfachen möchtest, was auch in meinem Sinne ist. Da möge jeder einfach wählen, was gut für ihn ist. Kurz: Leben und leben lassen.

 

Auch stimme ich Dir darin zu, dass man letztlich Dinge selber erfahren muss, um sich ein echtes Urteil erlauben zu können, ob es tatsächlich eine Bereicherung darstellt - oder nicht. So gesehen ist ein Gang zum Fotogeschäft und Ausprobieren sicherlich nicht der verkehrteste Tipp. Allerdings sei hierzu angemerkt, dass demzufolge fast alle Diskussionen hier sinnlos wären, da ich (und andere) ja stets ins Geschäft latschen und die Dinge persönlich ausprobieren kann (können). Das gilt vielleicht nicht für Bilderthreads und ein paar konkrete Hinweise zur besseren Nutzung des Equipments. Aber ansonsten könnten Andreas und sein Team viel Speichplatz sparen.

 

Mitunter finde die Einschätzung von langjährigen Nutzern (hier: Nutzer vom KB-Format) ganz hilfreich. Und sofern eine Frage andere nicht interessiert, kann ich Viewfinders Statement voll unterstützen:

 

...und natürlich gibt es ja weder hier noch sonstwo im Forum (nach meinem Verständnis) einen Lesezwang. Mein Geheimtipp, den ich hier erfolgreich praktiziere: was mich nicht interessiert, lese ich nicht;)

 

Ein schönes Wochenende wünscht:

 

Christian

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ging mir auch so, als ich von der E20 auf die E1 umstieg, aber damals wusste ich noch nicht, dass ein Unterschied im Unendlichen zu finden sein könnte.

 

Das bezieht sich aber auf unterschiedliche Brennweiten bei gleichem Format, die Schärfentiefe aller Objektive ist (_fast_ steht bei Zeiss, was wohl richtig ist, in vielen Fotolehrbüchern, auch bei Marchesi steht gleich) gleich bei gleichem Abbildungsmaßstab, bei längeren Brennweiten ist Freistellung aber besser möglich, weil der Grad der Unschärfe größer ist, der Abbildungsmaßstab des Hintergrundes eben auch größer.

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Dieses Bild finde ich da ganz hilfreich.

 

Für die jeweiligen kleineren Sensorgrößen könnt ihr die äquivalente Blende nehmen.

 

Nachteil von so einem Canon 85f1.2L ist natürlich die Größe und das Gewicht. (Vom Preis reden wir erst gar nicht :D)

 

Aber wie heißt es so schön, No pain, no gain!

:D

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Dieses Bild finde ich da ganz hilfreich.

 

Ein wirklich hervorragendes Beispiel und ganz wunderbar, in seiner abschreckenden Wirkung! :rolleyes:

 

Durch die Auswahl des völlig ungeeigneten Hintergrundes, kommt trotz der minimalen Schärfentiefe keine Ruhe in diesen Bereich. Die Hand wirkt fast schon nicht mehr zugehörig, weil sie viel zu unscharf wiedergegeben wird.

 

Alles in allem eines dieser unsäglichen Beispiele, die exzessive Freistellung als Selbstzweck und völlig falsch verstandenes Gestaltungsmittel entlarven! :o

 

 

Gruß Norbert

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...

Alles in allem eines dieser unsäglichen Beispiele, die exzessive Freistellung als Selbstzweck und völlig falsch verstandenes Gestaltungsmittel entlarven! :o

 

 

Gruß Norbert

 

Ich glaube, Du bist a weng zu emotional!;)

 

In dem verlinkten Beispielbild habe ich keinerlei Empfehlung gefunden, welche Blende dem Bild die beste Wirkung verleiht. Ich verstehe dieses Bild eher als Angebot, ein 85/1,4 Sigma mit einem 85/1,2 Canon zu vergleichen und sich anzuschauen (mouse over), was verschiedene Blenden mit der Tiefenschärfe und dem Unschärfeverlauf anstellen. Jeder kann sich hier an diesem Beispiel ansehen, welche Blende welche Wirkung auf das Bild entfacht. Ganz ohne Wertung!

 

Du magst recht haben, dass die Pose nicht perfekt und der Hintergrund etwas unruhig scheint. Dennoch: die lehrreiche Darstellung der Blenden-Wirkung zweier exzellenter Porträt-Objektive auf ein Porträt ist ihm nicht abzusprechen.

 

Wenn DU bessere Beispiele für dieses Thema kennst, kannst Du sie doch gern verlinken. ;)

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mich interessiert, ob es den KB-Look wirklich gibt?

 

Das ist ja mal eine sehr einfache Frage. Wenn du ihn siehst, gibt es ihn. Und wenn du ihn nicht siehst, gibt es ihn nicht.

 

Ganz ehrlich: ich finde diese Frage total sinnlos. Sinn entsteht eigentlich nur, wenn die Frage lauten würde: bin ich blind oder habe ich Halluzinationen? Hast du Angst davor Dinge zu verpassen, die andere vorgeben zu sehen? Oder hast du Angst davor Dinge zu sehen, die andere nicht sehen?

 

Ist es nicht einfach nur wurscht was andere sehen?

 

Mal ein Beispiel: ich ärgere mich seit ein paar Wochen über die CAs meiner Brille. Das war mal Gesprächsthema beim Mittagsessen mit Arbeitskollegen. Beiden habe ich das Problem geschildert und beide haben mir einhellig bestätigt, dass ihre Brillen sowas nicht haben. Darauf hin habe ich auf dem Rückweg von der Kantine mal durch eine ihrer Brillen hindurchgeblickt und mich sprangen die schönen blauen und roten Ränder förmlich an. Aber ich würde doch deswegen nicht auf die Idee kommen, hier einen Thread aufzumachen: Mythos CA - gibt es sie wirklich?

 

Mach mit deinen Augen das, was deinen Augen gefällt. Und lass dich weniger volltexten. Und ganz wichtig: bettel nicht auch noch darum, vollgetextet zu werden.

 

Und zum Thema KB: die einen möchten den Hintergrund scharf haben, damit man sieht, was hinten auf dem Bild ist. Und die anderen möchten den Hintergrund nicht scharf haben, damit man nicht sieht, was hinten auf dem Bild ist. Jeder wie er mag. Alles sehr real und ganz ohne Mythos.

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...das hilft aber nicht ... wie man aus dem Zeisspapier entnehmen kann, tritt der Effekt der grösseren Eintrittspupille ...

Die Größe der Eintrittspupille ergibt sich aus der effektiven Blende, und die hängt wiederum vom Abbildungsmaßstab ab (Bl eff = Bl nom * (ABM+1)).

Die simple Umrechnung halber Sensordurchmesser entspricht 2 Blenden stimmt also nur näherungsweise bei geringen Vergrößerungen. Im Makrobereich liegt sie völlig daneben.

In dem Pommerberger -Artikel wird darüberhinaus schlampig mit Zahlen umgegangen, wie Matthis vorhin schon angemerkt hat. Man braucht nur mal die Blendenwerte um ein paar Zehntel ändern und schon ändern sich die Ergebnisse gravierend.

 

....

In dem verlinkten Beispielbild habe ich keinerlei Empfehlung gefunden, welche Blende dem Bild die beste Wirkung verleiht. Ich verstehe dieses Bild eher als Angebot, ein 85/1,4 Sigma mit einem 85/1,2 Canon zu vergleichen und sich anzuschauen (mouse over), was verschiedene Blenden mit der Tiefenschärfe und dem Unschärfeverlauf anstellen. Jeder kann sich hier an diesem Beispiel ansehen, welche Blende welche Wirkung auf das Bild entfacht. Ganz ohne Wertung!....

Ich finde es erstaunlich, wie wenig sich zwischen f/1,2 und f/2 tut - selbst mit der Möglichkeit des direkten Vergleiches sind die Unterschiede marginal. Es ist eben dieser extreme Soßen-Effekt, das sieht gelegentlich gut aus, aber nach drei Bildern hat man es gesehen, nach zehn Bildern beginnt es zu nerven. Erst ab f/2,8 passiert etwas Nennenswertes.

Wenn ich dennoch eine Wertung abgeben darf - ich hätte entweder f/4 genommen für viel Unschärfe (wenn's häßliche Bäume sind), oder f/16 wenn man auch noch erkennen soll, daß es (schöne Herbst-) Bäume sind die da herumstehen - etwas unscharf sind sie auch bei f/16 und selbst in dieser Miniansicht noch.

 

LG Horstl

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Das kann ich aufgrund Beitrag nr. 31 mit Referenz auf den Schlussatz von Beitrag nr. 16 leider aus Überzeugung heraus nicht. Ich halte es tatsächlich für den zweck nicht für sinnvoll, dem ein oder anderen Lager den perfekten Nachweis vor den Kopf zu knallen. Jeder, auch ggf. hardliner einer oder der anderen Richtung müssen die Option behalten, recht zu behalten. Ansonsten wird möglicherweise der Spass an ihrem vorhandenen equipment reduziert. das macht keinen Sinn.

 

Der Blick auf tausende Flickr Aufnahmen, sortiert nach Kameratypen, liefert im Ergebnis genau die Information, die man benötigt, wenn man sich zwischen Formaten entscheiden muss.

Also wenn sich jemand seine Illusion oder Einbildung über den KB Look erhalten will dann sollte er genau das nicht tun. Denn da gibt es genug Cropkamera Bilder die den Mythus sofort komplett zerstören würden. Und bei den KB Bildern sind die meisten auch mit f2.8 oder weniger gemacht einfach weil das deutlich besser aussieht und damit auch genauso gut mit Cropkameras geht.

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Ich glaube, Du bist a weng zu emotional!;)

 

In dem verlinkten Beispielbild habe ich keinerlei Empfehlung gefunden, welche Blende dem Bild die beste Wirkung verleiht. Ich verstehe dieses Bild eher als Angebot, ein 85/1,4 Sigma mit einem 85/1,2 Canon zu vergleichen und sich anzuschauen (mouse over), was verschiedene Blenden mit der Tiefenschärfe und dem Unschärfeverlauf anstellen. Jeder kann sich hier an diesem Beispiel ansehen, welche Blende welche Wirkung auf das Bild entfacht. Ganz ohne Wertung!

 

Du magst recht haben, dass die Pose nicht perfekt und der Hintergrund etwas unruhig scheint. Dennoch: die lehrreiche Darstellung der Blenden-Wirkung zweier exzellenter Porträt-Objektive auf ein Porträt ist ihm nicht abzusprechen...

 

Das verlinkte Bild habe ich am Samstagabend nur kurz auf dem iPad betrachtet und gleich wieder zugeschossen. :D

 

Erst jetzt habe ich gesehen, dass sich dahinter eine ganze Reihe von Vergleichsaufnahmen verbirgt. :eek:

 

...Ich finde es erstaunlich, wie wenig sich zwischen f/1,2 und f/2 tut - selbst mit der Möglichkeit des direkten Vergleiches sind die Unterschiede marginal. Es ist eben dieser extreme Soßen-Effekt, das sieht gelegentlich gut aus, aber nach drei Bildern hat man es gesehen, nach zehn Bildern beginnt es zu nerven. Erst ab f/2,8 passiert etwas Nennenswertes...

 

So ist es. Manchmal gelingen mit einem 85er und fast voller Öffnung am VF auch eindrucksvolle Aufnahmen, aber meistens kommt nur die übliche Soße dabei heraus.

 

 

Gruß Norbert

bearbeitet von Graf Lumix
Tippfehler
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  • 4 weeks later...

Ich nehme mir den Thread nochmal vor, auch wenn ich denke, das die Frage im wesentlichen schon beantwortet wurde.

 

Die Frage aus #16 hat bei mir zu einer recht einfachen Überlegung geführt, denn hierzu benötigt man eigentlich keine 2 Kameras und keine 2 Objektive. Es genügt eine Kamera mit einem Objektiv, mit der man ein Motiv mit 2 unterschiedlichen Abständen und unterschiedlicher Blende fotografiert.

Das Bild mit dem größeren Abstand wird mit der größeren Blendöffnung fotografiert und dann gecropt. Nichts anderes macht ja eine "Crop-Kamera" im Vergleich zu einer KB-Kamera. Ich denke hier dürfte jedem klar sein was ich meine.

 

Nun kam ich aber auf die Idee das im Computer zu simulieren, da derartige Test sonst zu aufwendig und ungenau wären. Computergrafikprogramme erlauben, dass man die darin enthaltene virtuelle Kamera mit Parametern einstellt wie eine reale Kamera, also Brennweite, Fokus, Blende usw. Hiermit lässt sich dann eine Tiefenschärfe erzeugen, die (bei Standardeinstellungen) mit einer 35mm Filmkamera vergleichbar ist. Interessant ist, dass sich über die Einstellungen auch recht einfach "Crop-Kameras" simulieren lassen.

 

Nun habe ich eine Testszene generiert und jeweils mit der 35mm Film-Kamera und mit einer "Crop-Kamera" (Faktor 2) berechnet. Die Objektiveinstellungen waren dabei:

 

35mm Kamera: 50mm F5.6

Crop-Kamera: 25mm F2.8

 

Der Fokus sitzt bei beiden Bildern in der Mitte des Würfels und der Betrachtungsabstand ist bei beiden gleich, verwendet wurde Maya 2013.

 

Wenn hier nicht noch irgendein Denkfehler bei den Rendereinstellungen (nicht bei den Kameraparametern) sind, würde ich sagen: "Myth Busted".

Es kann ja eigentlich auch gar nicht anders sein, es geht ja im Prinzip nur um den Strahlensatz und der liefert bei gleichen Verhältnissen gleiche Ergebnisse.

 

Nun die beiden Bilder, wenn jemand einen Unterschied erkennt, so möge er bitte sagen, welches Bild welcher Kamera entspricht.

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@Specializer:

Wenn da jetzt etwas ganz anderes raus gekommen wäre, hätte ich mich gewundert. So hast du nur ganz eindrucksvoll gezeigt, dass der Cropfaktor und die ganze Äquivalenzrechnerei seine Berechtigung hat. :D

 

Mach mal beim KB eine 2.8er Blend drauf, dann siehst du den Unterschied.

Mach dann bei mFT eine 1.4er Blende drauf und der Unterschied sollte verschwinden.

 

Jetzt kannst du aber davon ausgehen, dass ein 25f1.4 (wie beim Panaleica schön zu sehen) eher größer wird und ein 50f2.8 für KB gar nicht mal so viel größer werden dürfte.

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Würde ein "Schelm" jetzt in einem der derzeit aktuellen A7® Threads gemeinerweise ein paar (gute) Bilder als erste A7®-Fotos unterjubeln, die in Wirklichkeit mit einem kleinerem Sensorformat gemacht wurden: Wahrscheinlich kämen auch dann begeisterte Kommentare zur offensichtlichen Überlegenheit des KB-Sensors und zum unnachahmlichen KB-Look:D Das wäre nicht ganz fair, aber vielleicht doch ganz amüsant;) Und dabei bekäme die "versteckte Kamera/verstehen Sie Spaß" (candid camera) eine ganz neue Bedeutung;)

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Würde ein "Schelm" jetzt in einem der derzeit aktuellen A7® Threads gemeinerweise ein paar (gute) Bilder als erste A7®-Fotos unterjubeln, die in Wirklichkeit mit einem kleinerem Sensorformat gemacht wurden: Wahrscheinlich kämen auch dann begeisterte Kommentare zur offensichtlichen Überlegenheit des KB-Sensors und zum unnachahmlichen KB-Look:D Das wäre nicht ganz fair, aber vielleicht doch ganz amüsant;) Und dabei bekäme die "versteckte Kamera/verstehen Sie Spaß" (candid camera) eine ganz neue Bedeutung;)

Ok hier ein KB Bild sofort zu erkennen an dem nur mit KB möglichen Freistell Effekt. Die A7 kann es nur nicht gewesen sein weil deren AF ja viel zu langsam dafür wäre :D

 

114496d1382883287-herbstliche-pracht-sammelfred-herbst.jpg

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@Specializer:

Wenn da jetzt etwas ganz anderes raus gekommen wäre, hätte ich mich gewundert. So hast du nur ganz eindrucksvoll gezeigt, dass der Cropfaktor und die ganze Äquivalenzrechnerei seine Berechtigung hat. :D

 

Mach mal beim KB eine 2.8er Blend drauf, dann siehst du den Unterschied.

Mach dann bei mFT eine 1.4er Blende drauf und der Unterschied sollte verschwinden.

 

Jetzt kannst du aber davon ausgehen, dass ein 25f1.4 (wie beim Panaleica schön zu sehen) eher größer wird und ein 50f2.8 für KB gar nicht mal so viel größer werden dürfte.

 

Das stimmt schon. Die Rechnerei mit der Äquivalenzblende hat jedoch 2 Seiten, es gibt min. genauso viele Motive, bei dem eine größere Schärfentiefe von Vorteil ist. Wenn wir dann mit der Äquivalenzblende kommen, dann muss KB gegenüber mFT 2 Stufen abblenden, was ein Nachteil sein kann: Status quo.

 

Das Problem mit der Äquivalenzblende ist aber, das dieses Argument verwendet wird, um den größeren Sensor vorteilhaft dastehen zu lassen, das High-ISO Argument zieht ja kaum noch. (IMHO hat der größeren Sensor viel wichtigere Vorteile, als die geringe Schärfentiefe.)

 

Klar, wenn man äquivalente Objektive unterschiedlicher Sensorgrößen vergleicht, dann dürften diese auch in etwa gleich groß und schwer sein. Besser als das Panaleica finde ich aber aktuell das Sony/Zeiss 35/f2.8 und das Olympus 17/f1.8. Beide sind etwa gleich groß, das Olympus ist 1 1/3 heller. Was man aber zusätzlich betrachten muss, ist die Abbildungsqualität (Randschärfe usw.), von daher ist so ein Vergleich schwierig. Oder kennt jemand ein KB Objektiv 28/f5 das auch nur annähernd Größe und Gewicht des Panasonic 14/f2.5 erreicht?

 

 

Wenn es um Freistellung geht, sollte aber die Frage erlaubt sein, wie viel Freistellung nötig ist? Bei dem Bild aus #57 zeigt das abgebildete Motiv imho erst ab f2.0 oder f2.8 eine ausreichend große Schärfentiefe, zudem ist unterhalb von f2.0 die Vignettierung recht stark ausgeprägt. Hier noch eine interessante Untersuchung dazu:

 

Don’t Be Ugly By Accident! « OkTrends

 

Ich will hier keine Diskussion über diesen Artikel lostreten, finde es aber interessant, das Portraits mit f1.2 kaum attraktiver wirken als z.B. mit f2.2, was fast 2 Blenden unterschied sind.

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Das stimmt schon. Die Rechnerei mit der Äquivalenzblende hat jedoch 2 Seiten, es gibt min. genauso viele Motive, bei dem eine größere Schärfentiefe von Vorteil ist. Wenn wir dann mit der Äquivalenzblende kommen, dann muss KB gegenüber mFT 2 Stufen abblenden, was ein Nachteil sein kann: Status quo.

Eigentlich nicht, da der größere Sensor auch dementsprechend die ISO äquivalent anheben kann.

 

Das Problem mit der Äquivalenzblende ist aber, das dieses Argument verwendet wird, um den größeren Sensor vorteilhaft dastehen zu lassen, das High-ISO Argument zieht ja kaum noch. (IMHO hat der größeren Sensor viel wichtigere Vorteile, als die geringe Schärfentiefe.)

Was genau meinst du mit dem High-ISO Argument? Der größere Sensor hat eben dort einen Vorteil.

 

Klar, wenn man äquivalente Objektive unterschiedlicher Sensorgrößen vergleicht, dann dürften diese auch in etwa gleich groß und schwer sein.

Oha, was ist denn jetzt passiert?!? Du bist der erste(!), der das endlich mal ausspricht und dementsprechend auch akzeptiert!!!

;)

Besser als das Panaleica finde ich aber aktuell das Sony/Zeiss 35/f2.8 und das Olympus 17/f1.8. Beide sind etwa gleich groß, das Olympus ist 1 1/3 heller.

Was der größere Sensor wieder äquivalent mit der ISO ausgleichen kann.

Was man aber zusätzlich betrachten muss, ist die Abbildungsqualität (Randschärfe usw.), von daher ist so ein Vergleich schwierig. Oder kennt jemand ein KB Objektiv 28/f5 das auch nur annähernd Größe und Gewicht des Panasonic 14/f2.5 erreicht?

Ich verwette meinen Hintern darauf, dass gerade diejenigen, die hier am allermeisten rumwettern, bei so einem Objektiv sofort "Boah, is da Dingens kacke langsam!!!!111elf" schreien. Von daher denke ich nicht, dass irgendwer, auch wenn es klein, leicht und wahrscheinlich mit erstaunlich guter Qualität machbar wäre, so ein marketingtechnisch unmögliches Objektiv baut.

 

Wenn es um Freistellung geht, sollte aber die Frage erlaubt sein, wie viel Freistellung nötig ist? Bei dem Bild aus #57 zeigt das abgebildete Motiv imho erst ab f2.0 oder f2.8 eine ausreichend große Schärfentiefe, zudem ist unterhalb von f2.0 die Vignettierung recht stark ausgeprägt.

Abblenden ist keine Schande. :D

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(...)

Oha, was ist denn jetzt passiert?!? Du bist der erste(!), der das endlich mal ausspricht und dementsprechend auch akzeptiert!!!

;)

 

Wenn KB-Objektive konsequent auf den digitalen Sensor hin gerechnet werden, sieht die Sache wieder aus. Wie es aussieht, wenn man es nicht macht, kann man gerade in einem anderen Bereich des Forum begutachten.

Wie groß würde ein 24mm/2,0 für KB (damit der ISO-Vorteil erhalten bleibt, ist ja schließlich ein schlagendes Argument) als Äquivalent zu diesem 12mm/2,0 hier werden? Was meinst Du?

 

Bei bildwinkelgleichen und lichtstärkgleichen Teleobjektiven würde ich auch von nur geringfügig anderen Dimensionen ausgehen. 300mm/2,8 bei Crop 2 zu 600mm/2,8 KB unterscheiden sich glaube ich nur geringfügig, die 600mm/4,0 des Canon sind ja fast gleich groß wie das Crop 2 300er.

bearbeitet von wolfgang_r
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Die Frage ist warum man bei einem den UWW Bereich anschneidenden Objektiv einen ISO Vorteil braucht.

 

Hier geht es ja eher um einen Auflösungsvorteil für Landschaft, oder?

 

Aber klar: bei Blende 2 wäre es sicher ein ziemlicher Trümmer.

Und allein um den Auflösungsvorteil ausnutzen zu können wird die Linse wohl etwas aufwändiger zu bauen sein, oder?

 

Das Oly 12er hat ja nicht gerade in allen Testberichten mit Randschärfe geglänzt (ich persönlich war aber immer zufrieden damit) obwohl es einen weit kleineren Bildkreis bedienen muss.

In welche Richtung das geht sieht man beim Fuji 14mm.

Das hat ja so gut wie gar keine Softwarekorrektur für Verzerrung und ist bisher das beste was ich in diesem Brennweitenbereich besessen habe.

Aber auch ein gutes Stück größer obwohl es lichtschwächer ist.

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