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habe ich diese Forderung wirklich irgendwo aufgestellt? :confused: ... kA wie Du darauf kommst.

 

Ich schrieb nur, dass es nicht so wichtig sei, dass man keine 100% Schärfe bekommt bei sehr hohen Pixelzahlen ... weil es in gleicher Grösse betrachtet immer noch besser aussieht als scharfe Bilder von einem Viertel der Dateigrösse.

 

Absolut richtig.

 

Auch bei den Linsen ist das so. Klar kann ich 50 MP aus einer Durchschnittsoptik herauslesen.

Aber wenn sie nur 10 MP an Informationen auflösen kann, dann habe ich viele "Luftdaten".

Das ist sicher besser als umgekehrt.

Denn skalieren kann man nachher immer, wenn man will.

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habe ich diese Forderung wirklich irgendwo aufgestellt? :confused: ... kA wie Du darauf kommst.

Weder hast Du das gefordert, noch habe ich Dir das unterstellt. Ich bezog mich auf Deine Aussage: „einen dünnen AA Filter wollen alle ... der Weg dahin ist der höhere Pixelcount ..“ Du hattest damit einen Zusammenhang zwischen der Forderung, das Tiefpassfilter schwächer zu dimensionieren (oder gleich ganz wegzulassen), und der Vergrößerung der Pixelzahl hergestellt, und ich hatte erklärt, weshalb dieser Zusammenhang nicht besteht. Wer fordert, das Tiefpassfilter wegzulassen, will in der Regel keine übermäßig hohe Pixelzahl.

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Auch bei den Linsen ist das so. Klar kann ich 50 MP aus einer Durchschnittsoptik herauslesen.

Aber wenn sie nur 10 MP an Informationen auflösen kann, dann habe ich viele "Luftdaten".

Wenn ich das Auflösungsvermögen des Sensors über das des Objektivs hinaus immer weiter erhöhe, gewinne ich in der Tat nur noch sehr wenig an zusätzlicher effektiver Auflösung; der Zugewinn besteht größtenteils aus den von Dir so genannten „Luftdaten“. Allerdings verliert man dabei stetig an Dynamikumfang und Rauschabstand, und diesen Verlust bekommt man auch dann nicht mehr vollständig zurückerstattet, wenn man die Bilder herunterskaliert. Ein schwindender Zugewinn an echter Auflösung bei einem stetigen Verlust an Dynamikumfang und Rauschabstand, das ist ein schlechtes Geschäft.

 

Fortschritte in der Sensortechnologie entkräften dieses Argument nicht, da sie einen Sensor mit gemäßigter Pixelzahl ebenso verbessern würden. Ein Sensor mit vielfach höherer Auflösung als das Objektiv wird bei ansonsten gleicher Technologie immer schlechter abschneiden als ein Sensor mit an das Objektiv angepasster Pixelzahl.

 

Der einzige Bereich, in dem ich mir gute Ergebnisse von einem extrem hochauflösenden Sensor vorstellen könnte, wäre die Lichtfeldfotografie, aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte.

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Weder hast Du das gefordert, noch habe ich Dir das unterstellt. Ich bezog mich auf Deine Aussage: „einen dünnen AA Filter wollen alle ... der Weg dahin ist der höhere Pixelcount ..“ Du hattest damit einen Zusammenhang zwischen der Forderung, das Tiefpassfilter schwächer zu dimensionieren (oder gleich ganz wegzulassen), und der Vergrößerung der Pixelzahl hergestellt, und ich hatte erklärt, weshalb dieser Zusammenhang nicht besteht. Wer fordert, das Tiefpassfilter wegzulassen, will in der Regel keine übermäßig hohe Pixelzahl.

 

ah jetzt hab ich kapiert, was Du sagen wolltest :)

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Ich glaube, dass sich eine sehr gute Eingangsdynamik und eine extrem hohe Empfindlichkeit entwicklungstechnisch ausschließen. Die Auflösung ist, wie wir wissen, nicht die MPixel-Anzahl des Chips, sondern liegt praktisch meist ganz woanders.

 

Meine Lieblingscam für hohe Eingangsdynamik ist (und bleibt es vermutlich leider auch) die DP-Serie von Sigma. Die stellt auch die rel. aktuellen VF a la Canon 5D MKII in den Schatten. Hab es selbst ausprobiert und war schockiert.

Dafür kann man die Sigmas eigentlich nur bis 200 bzw. 400 ASA benutzen. Und die Auflösung ist auch begrenzt, reicht meiner Meinung nach aber für die meisten Anwendungen völlig aus. Das muss man allerdings ausprobieren und nicht i.d. den techn. Daten nachlesen. Da kann zwar die Sigma nicht mehr so ganz gegen o.g. Canon anstinken, der Unterschied ist aber bei weitem geringer als man ahnt und bis DIN A3 vermutlich zu vernachlässigen.

Dafür ist die Kamera ,und das hängt vermutlich auch stark vom Chip ab, so langsam wie ne Schnecke in der prallen Sonne.

 

Ich behaupte: You can't have the eierlegende Wollmilchsau!

 

Siehe GH2: über alle Maße gelobt, sauscharf, super Hi-Iso Performance... Aber dann schaut sich plötzlich einer das Grundrauschen bei Base Iso an und ist schockiert. Tja, sag ich da, alles hat seinen Preis.

 

Ich würde mir einfach wünschen, dass auch unter Chip-Herstellern mehr unterschiedliche Konzepte zum tragen kommen. Außer Sigma, die der Entwicklung total hinterherhinken, gibt es ja nur noch die übermächtige Bayer-Fraktion. Fuji scheint wohl auch aus dem Rennen zu sein.

 

Wenn der Chip stimmt, kauft man sich für seine Zwecke darauf abgestimmt entsprechende Gläser. Das Gehäuse spielt fürs Bild qualitativ keine Rolle, sondern nur für die Bedienung. So war es früher, so wird es für mich auch wieder werden. Die Gläser halten ein Leben lang, die Kamera (bzw. der Chip) leider nicht...

 

Kavenzmann - der auf einen baldigen FOVEON-Neuling hofft

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Fuji hatte lange Zeit versucht, seine 6-Megapixel-Kameras wie die F10, F30 und F31fd im Markt durchzusetzen – Kameras mit hervorragender Bildqualität und exzellenter Eignung für schlechte Lichtverhältnisse. Ein Erfolg waren sie letztlich nicht, erst recht nicht außerhalb Deutschlands (der Deutsche an sich stellt relativ hohe Anforderungen an die Bildqualität – relativ, wie gesagt).

 

Heutzutage gelten schon 10 Megapixel als lobenswert niedrige Auflösung (denn niedriger auflösende Sensoren gibt es gar nicht mehr); der Umsatz wird mit 14 oder 16 Megapixeln gemacht – Kameras für die doofe Masse sozusagen, deren Verkaufserfolg den Herstellern dann auch mal ambitioniertere Projekte erlaubt.

 

Hallo mjh,

 

ja, einerseits gibt Dir dieses Beispiel recht, andererseits: Die Fujis hatten halt auch andere Schwächen, die möglicherweise vom Kauf abhielten (z. B. Design).

 

Wir wissen also nicht genau, wie sich geringe ("vernünftige") Pixelzahl bei ansonsten identischem Kameramodell durchsetzen würde.

 

Gruß Hans

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Ich wünsche mir 10 MP auf APS-C + gute Dynamik. Ich hoffe, auf diesem Wege, die Hersteller zu erreichen.

 

Sicherlich ist hier der Wunsch der Vater des Gedanken ;) Die Hersteller sind jedoch auf einen gewissen Absatz angewiesen.

 

Dynamik und Auflösung werden sicherlich bei entsprechenden Modellen eine sinnvolle Symbiose ergeben - kommt halt darauf an was man ausgeben möchte und welche Ziele man hat. Ist eher müßig über die Eierlegende Wollmilchsau des eigenen Wunschgedankens zu diskutieren, denn da gäbe es dann eine gigantische Produktpalette am Markt für relativ wenige Kunden.

 

Auflösung und Dynamik scheinen demnach für die Masse eher zweitrangig zu sein ;)

 

Heute war ich etwas länger unterwegs und habe mir ein wenig das Sortiment an Kameras angesehen.

 

Hier mal meine subjektiven Eindrücke davon:

 

Da gibt es in den Shops anscheinend einen Kauf-Trend ohne jetzt die späteren Nutzen zu berücksichtigen - der Trend den die Käufer bedienen, ist offensichtlich hauptsächlich in zwei Lager eingeteilt - diejenigen, die keine Ahnung haben und diejenigen, die noch weniger Ahnung haben:

 

Angebot #1 ist ein großes Paket und darin ist eine DSLR mit zwei Objektiven und 10 MP - eine Canon D1000 mit 18-55 und 70-200 im Kit für 450 Teuros.

 

Angebot #2 war eine ganze Reihe von Gitterboxen, wo etwa 10 Digitalkameras liegen, die MonsterZoom mit im Schnitt 14 MP haben und von 49 bis 200 Euro kosten.

 

Dieses Grundsortiment ist im Discounter das, was Masse und Umsatz erzeugt.

 

Die wenigen Kunden, die sich wirklich hinstellen, ihre Internetrecherchen auswerten, Beratung - so toll sie dort auch sein mag ;) - erfahren wollen und anschließend mit einer K5 oder einer A55 oder einer 4/3 oder was auch immer und einem guten Objektiv aus dem Laden wandern ( sofern der Laden die Modelle hat ) und damit ihre gewünschten Ergebnisse erzielen auch realisieren gehören nicht zur Masse.

 

Wenn man nun die Gruppen mal anschaut, da gibt es eine Masse, die sieht eine billige DSLR und hält die für gut, dann gibt es eine Masse, die sucht sich viel Pixel für wenig Geld - denn der Geiz ist ja Geil und man ist ja nicht Blöd.

Der Markt ist ja nicht der Shop von Canon, Nikon und Sony - der Markt ist MM-Rot oder Planeten-Blau und will DSLR für die Masse verkaufen ;)

 

Mein Fazit aus regelmäßigen Besuchen in den Shops ist die Erkenntnis, dass Discounter und große Fotofachgeschäfte in etwa das gleiche Kern-Sortiment an guten Geräten haben - die Billigschiene lasse ich außen vor - und die Masse diktiert die Auflösung wie man es in der Grundschule gelernt hat - ein Pixel ist ein Pixel wie ein Liter ein Liter ist, denn da ist es ja auch völlig egal in welchem Behälter ;)

 

Meine G2 hab ich übrigens nicht im Discounter gekauft ;)

 

:cool:

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Wenn man nun die Gruppen mal anschaut, da gibt es eine Masse, die sieht eine billige DSLR und hält die für gut, dann gibt es eine Masse, die sucht sich viel Pixel für wenig Geld - denn der Geiz ist ja Geil und man ist ja nicht Blöd.

Was eine sehr vernünftige Vorgehensweise ist. Wenn man keine Ahnung hat, kauft man am besten das "günstigste". Noch vernünftiger wäre natürlich, sich im voraus besser zu informieren, aber das scheint in dieser Welt nicht üblich zu sein. Wäre vermutlich auch verschwendete Zeit, weil die Käufer ohnehin nicht die Energie aufbringen wollen, ihr Gerät auszureizen.

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Billig ist noch lange nicht günstig...

Das wissen hier die meisten. Aber wer keine Ahnung hat ist auf sog. "Beratung" angewiesen. Und was man unter Beratung versteht, kann jeder beim Elektro-Riesen mal probieren. Ich habs letzte Woche getan und möchte nicht darüber berichten.

Fakt ist: Der Laie ist auf eine Beratung angewiesen. Die "beste" Kamera, oder "best value for the money" gibt es nicht, sondern eben nur eine auf die Bedürfnisse des Fotografierenden abgestimmte Lösung. Und die bekommt man leider nur selten. Deshalb der Pixelwahn. Oder habt ihr schonmal jemand den Unterschied zwischen Motivkontrast und Eingangsdynamik erklärt, obwohl dieser nur wissen wollte, welche die beste Kamera zur Zeit sei?

Ich würde meinem Vater auch keine NEX empfehlen, halte sie aber für die günstigste Kamera für meine persönlichen Ansprüche.

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Ich vergesse oft die technische Entwicklung, deren Geschwindigkeit.

 

Ich habe die EOS 1D und 1D Mk II N ausprobiert, aber als ich dann die Bilder der Oldies mit denen der EOS 500D verglich, da wurde mir klar, dass sich schon wieder viel getan hat, und das der LOW PIX Vorteil nicht mehr da war.

 

Der neuere 15 MP APS-C brachte in der Halle bei ISO 6400 (entrauscht) bessere Bilder als die EOS 1D MkII, die 8,5 MP auf APS-H lieferte.

Ich muss aber gestehen, nur JPEG fotografiert zu haben. Bei der Fülle dieser Wettberwerbsbilder war mir RAW zu aufwendig.

 

Heute weiß ich aber die RAW-Entwicklung am PC viel mehr zu schätzen, und ich weiß weiters, das ältere DSLRs nicht so gute JPEGs produzieren.

Neuer DSLRs habe wesentlich stärkere Prozessoren und intelligentere Programme, es ist eine ja Entwicklung auf mehreren Ebenen.

Auch die Sensordaten könne ja immer feiner ausgelesen und interpretiert werden.

 

Trotzdem wäre eine "LOW-PIX" Cam für Amateure (also leistbar) auch nett, ein paar würden sie schon kaufen.

 

lg Peter

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Natürlich - ich würde vermutlich dazu gehören:

 

Aber eine große Käuferschicht zeiht man damit sicher nicht.

Weder den Amateur mit großer Börse, noch den Profi. Ich kann

jedenfalls keinem Kunden verkaufen, dass 6 MPixel für ihn

ausreichen würden, auch wenns in den meisten Fällen tatsächlich

so ist.

 

Im Zentrum einer Kamera steht (zumindest was die Qualität des Bildes

betrifft) der Chip. Und die Chip-Neuentwicklung ist günstig, wenn ein

neuer Chip mehrfach verwendet werden kann. Deshalb wird es sowas

nicht geben und deshalb hab Sigma vermutlich auf lange Dauer auch

keine Chance mehr.

 

Die Zukunft wird aus vermutlich 2 verschiedenen Chip-Entwicklungen

bestehen, die jeder Kamera-Hersteler dann elektronisch pimpen kann,

wie er will. Und das das gar nicht so schlecht funktioniert, sieht man

bei mFT. Da wird schon in-camera so viel korrigiert, dass man schon

ein sehr ansehnliches JPG OOC bekommen kann.

 

Die "ehrlicheren" Kameras, wie etwa Sigma, Ricoh und Leica (in Grenzen

sogar die NEXen) haben bei den Verkaufszahlen eher das Nachsehen, es

sind reine Nischenprodukte, die andere Qualitäten bieten müssen!

Bei Ricoh die Haptik und Bedienung der Gehäuse, bei Leica die Gesamt-

qualität des Systems, bei Sigma der spez. Look.

Allen gemeinsam ist ein sehr dünner AA-Filter, der nicht schon das Licht vor

dem erreichen des Chips filtert. Die meisten von uns hier wollen ja "ungeschönte"

Ergebnisse, die man dann selbst "schönen" kann, die Masse möchte aber nach

der Auslösung schon ein schönes Ergebniss sehen. Ist auch verständlich.

 

Ich bin jedenfalls froh, dass es die o.g. alternativen Systeme noch gibt

und werde immer ein Auge auf deren Entwicklung prüfen. Wer z.B einen

Satz tolle Gläser aus Solms hat, muss nur noch über die Gehäuse-Wahl

nachdenken, naja, und den Preis natürlich. Aber gutes Glas wird wieder

was wert! :)

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Ich habe also Kameras bedient, die mir Dynamik gezeigt haben. Gibt es Steigerungen ???

Was verstehst Du bei Deinen Beispielen unter Dynamik.

 

Beide dürften bei bewölktem Himmel aufgenommen worden sein (kaum Schatten). Insbesonders beim Marathonbild dürfte es ziemlich diesig gewesen sein.

Damit ist der Dynamikumfang aber nicht sehr groß, sodass auch die Tiefen noch mit Zeichnung versehen sind.

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Das menschliche Auge kann zwei Punkte auflösen, wenn ihr Abstand wenigstens 2 Bogenminuten (1/30 Grad) beträgt.

Auflösungsvermögen

 

Bei einer Leseentfernung E von 300mm ergibt das einen Abstand A der Punkte von

 

A = 2 * E * tan(Winkel/2) = 2 * 300 * 2,9E-4 = 0,175 mm.

 

Diese Punkte sind Farbpunkte, nicht die CMYK-Komponenten (sonst würden wir sie ja auflösen und keine Farbmischungen sehen).

 

Für ein 30cm x 30cm großes Bild benötige ich qrt(300/0,175) = 1719*1719 = 2,955 E6 Farbpunkte.

 

Einem Farbpunkt sind 4 Sensor-Pixel zugeordnet, aus denen dieser berechnet wird.

 

Es werden für ein 30cm x 30cm Bild bei einer Betrachtungsentfernung von 30cm also 4 * 2,955 E6 = 11820000 (11,8 Millionen) Sensor-Pixel benötigt.

 

Das halte ich für vernünftig; größere Bilder werden auch aus größerer Entfernung betrachtet.

 

Ulrich

bearbeitet von Wahn
Korrektur
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Das stimmt so nicht ganz, weil aus diesen 4 Sensor-Pixel auch 4 Farbpunkte im Bild entstehen.

Für einen Farbpunkt werden wenigstens drei Farbkanäle = 3 Sensor-Pixel benötigt.

(Nur der Foveon X3-Sensor liefert je Sensor-Pixel alle drei Grundfarben.)

Alles andere im Rahmen des Demosaicing ist Interpolation.

Ulrich

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Für einen Farbpunkt werden wenigstens drei Farbkanäle = 3 Sensor-Pixel benötigt.

(Nur der Foveon X3-Sensor liefert je Sensor-Pixel alle drei Grundfarben.)

Alles andere im Rahmen des Demosaicing ist Interpolation.

Ulrich

 

Es wird zwar interpoliert, aber es entstehen trotzdem 4 Bildpunkte im Bild. Es geht hier ja um die Auflösung des Auges, weshalb die 4 Pixel wieder auf einen Bildpunkt runtergerechnet werden müssen. Und daher brauche ich gleich gar nicht die hohe Auflösung des Sensors

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Hallo Ulrich!

Das menschliche Auge kann zwei Punkte auflösen, wenn ihr Abstand wenigstens 2 Bogenminuten (1/30 Grad) beträgt.

Auflösungsvermögen

Dort steht aber was von 0.5 - 1 Bogenminute...

Das wird etwa mit 100% Sehkraft gleichgesetzt.

Was macht nun einer, dem der Augenoptiker/-Arzt gleich 150% oder mehr Sehkraft zugesteht?

Dazu kommt noch das Phänomen, daß der Mensch (oder vielleicht nur ganz bestimmte) auf große Entfernungen noch wesentlich besser optisch auflöst als es dieser Sehkraft entspricht.

Auch wenn in Wikipedia das Gegenteil steht, es gab tatsächlich Astronauten, welche die chinesische Mauer von ganz ganz oben gesehen haben (und nicht nur ihren Schatten).

Erklärt wird diese aussergewöhnliche Sehstärke durch das Zittern der Augen, welches im Zustand der Schwerelosigkeit noch begünstigt ist.

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Bogenminute, Bogensekunde...

 

Sorry, aber das ist absoluter Stuss und auch genau das Argument

der Chipentwickler, die sagen: 30 MPixel sind besser als 20 MPixel.

 

Hier geht es aber darum festzuhalten, ob das denn Sinn macht.

 

Man nehme: Eine Foto mit Auflösung X und drucke es in diversen

Größen aus. Betrachte es dann und stelle fest, wann die Pixel so

groß sind, dass es unangenehm wird.

 

Manche Kamera mit angeblichen 20 MPix löst in der Praxis dann

gerne auch mal weniger Linien aus, als das 16 MPix Pendant.

 

Mega-Pixel = Angabe der Herstellers über die Anzahl der Licht-

(nicht Farb!) sensitiven Punkte auf dem verbauten Chip

 

Die reale Auflösung liegt häufig ganz woanders. Und ich persönlich habe

damals mit der EOS 5D mit 12,8 MPixeln Fotos für Messen geschossen,

die auf bis zu 3 Meter ausbelichtet wurden. Die sahen gut aus!

 

Denn auch die Art der Ausgabe ist entscheidend. Die verschiedenen Druck-

Ausbelichtungs- oder Farbsublimationsverfahren sehen ganz

unterschiedlich aus.

 

Eure Pixel-Theorie ist was sie ist: Eine Theorie!

 

Aber die Praxis zählt und deshalb ist neben der Auflösung gerade

die Dynamik das entscheidende technische Kriterium für ein gutes

Foto. Und das wird gerne missachtet.

 

Scharf kann jeder! ;)

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@kavenzmann

Du scheinst ja Fotoprofi zu sein (dein Hinweis auf Messefotos).

Kannst Du die verschiedenen Dynamikbegriffe, die herumgeistern, in einen Zusammenhang zu Deiem Wunsch hoher Dynamik setzen?

ich meine die Begriffe Eingangsdynamik, Ausgangsdynamik eines Sensors oder Kamera, Motivdynamik.

Gerade weil ständig irgendwelche Dynamik-Testwerte mit völlig unterschiedlichen Werten wie 9,2 und 14,2 für ein und dieselbe Kamera zitiert werden, oder zuweilen Schattenbereiche bis zur Hässlichkeit aufgehellt werden, um aufgezeichnete Details den Testinteressierten nachzuweisen, verliert man leicht die Übersicht, welche Diskussionen noch Sinn machen und welche nicht.

 

Und wieviel Prozent der möglichen Auflösung erreicht man bei Freihandfotografie, wenn man die Verwacklungsregel 1/Brennweite beachtet.

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Zur Dynamik/ Dynamikimfang:

 

Dynamik-Umfang

 

Das Problem ist ja, dass der Dynamikumfang bei jeder Darstellungsform ein anderer ist. Also Monitor - Hochglanz-Druck - Ausbelichtung - Papierdruck usw.

 

Die meisten Medien können viel weniger Helligkeitsunterschiede darstellen als unsere Kameras aufnehmen. Aber: Wir wollen gerne selbst entscheiden, welche Helligkeits- und Farbbereiche mit vielen und welche mit wenigen Abstufungen wiedergegeben werden sollen. Bei einem Motiv sind es die Mitteltöne, z.B. Macro-Aufnahme einer Blüte, bei einem tollen Himmel will man gerade viel Details in den Lichtern, bei vielen Motiven sind die Schatten am interessantesten. Das bestimmen wir dann über die Gradationskurve (Apfel-M bei Photoshop - Ctrl-M bei Win). Hier nimmt man dann Einfluß auf die Gradation, die Steilheit des Helligkeitsverlaufs:

Steigung von 1 = 45 Grad = "normal"

größer 1 = "steiler" = härter, also stärkerer Kontrast = weniger Abstufungen

kleiner 1 = "flacher" = weicher, also weniger Kontrast = mehr Abstufungen

 

In der Filmentwicklung haben wir die Gradation durch versch. Faktoren wie Entwicklungszeit oder Temperatur oder unterschwellige Vorbelichtung beeinflußt. Es gab früher sogar im s/w-Bereich sog. Festgradationspapier (gibt es immer noch bei Barytpapier), da musste man sich vor dem Abzug schon für eine bestimmte "Härte" entscheiden.

In der analogen Welt war es aber so: Wenn man auf Film belichtet hat, der sehr viel Kontrast vertragen hat, musste man sich beim Papierabzug Mühe geben, um die entsprechend gewünschte Kontrastverteilung auf das Papier zu bekommen. Da haben wir abgewedelt, nachbelichtet und im Labor den größten Quatsch veranstaltet um z.B. in den Lichtern doch noch ein wenig Zeichnung zu bekommen. Jeder Film hatte eben eine ganz bestimmt "Gradationskurve", die man auch kannte. So konnte man für jeden Geschmack und Einsatzzweck einfach einen anderen Film einlegen.

Heute geht das so nicht mehr. Deshalb muss ein Chip eigentlich eine "Gradation" also Dynamikumfang bieten, der für jede Situation gerüstet ist. Man muss auch genauer belichten als früher. Beim Negativ hab ich teilweise einfach nur geschätzt. Beim Dia war das anders, da hab ich das Punktgenaue belichten gelernt.

 

Ich hoffe, dieser Ausflug in die "alte" Welt war anschaulich. Bevor ich aber ganz abgleite erstmal soweit,

 

analoger Gruß: Kavenzmann

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Hallo Ulrich!

Dort steht aber was von 0.5 - 1 Bogenminute...

Das wird etwa mit 100% Sehkraft gleichgesetzt.

Was macht nun einer, dem der Augenoptiker/-Arzt gleich 150% oder mehr Sehkraft zugesteht?

 

Nächster Absatz:

Zitat: "Bei durchschnittlichen Verhältnissen sind zwei Punkte getrennt wahrnehmbar, wenn ihr Winkelabstand 2' beträgt."

 

Die 100% Sehkraft ergeben sich aus dem Mittelwert einer gewissen Menschengruppe. Es werden z.B. 100 Menschen untersucht, der Mittelwert ergibt die 100% Sehkraft. Es gibt dann durchaus Personen die 200% Sehkraft besitzen.

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Danke für die umfassende Erklärung, Kavenzmann!

 

Verglichen mit der analogen Zeit, den damaligen Möglichkeiten, sind wir jetzt in der Lage, mit EinsteigerCams (CSC oder DSLR) unglaubliche Bilder zu machen.

 

Ich will jetzt keine Haue bekommen, aber viel mehr, als Einsteigerkameras (MFT bzw. APS-C) bräuchte man gar nicht ;) ... dazu einige Festbrennweiten und alles ist möglich.

 

Ein Thema kommt zur Dynamik dazu:

 

RAW oder JPEG.

 

Um die volle Dynamik des Bildes ausreizen zu können, muss man die RAW-Daten als Basis nehmen.

Da bin ich gerade am Probieren.

Der DxO Konverter gefällt mir recht gut, da er viel automatisch macht.

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