Jump to content

Empfohlene Beiträge

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

Hi,

 

nun bin ich bereits jahrelang aps-c und 35mm Nutzer. Alles unter APS-C habe ich stumpf ignoriert und maximal mit einem müden lächeln bedacht. ich hatte zwar mal eine Pana g3 und jüngst eine G6 zum testen, aber mein unterbewusst sein hat den sensor nicht ernst genommen.

 

die letzten jahre fotografiere ich mit nex 5. aber da mich zunehmend af und objektive nerven, habe ich nun mal über den tellerand geschaut und mir sond heute erstmalig so richtig die augen aufgegangen. vermutlich für weniger ignorante menschen nix neues, für mich aber halt schon, daher mal meine Erkenntnisse:

 

für meine fotografie vorlieben und Arbeitsweise bin ich quasi auf ein normal zoom mit größerer blende angewiesen. im aps-c Bereich war das zu spiegelzeiten immer 17-50 o.ä. mit durchgehender blende 2.8. weniger wegen available light, sondern weil ich ein manischer freisteller bin. jaja, ich weiss mit längeren Brennweiten wärs besser, aber ich mag die Bildwirkung weiterer winkel.

so ein objektiv gibt es aber leider für nex nicht. da gibt es das 16-70 f4. ohne weiter drüber nachzudenken nervt mich das.

also schiele ich auf mft. da gibt es sowas, ein 12-40 2.8 beispielsweise. klasse, aber wieder unreflektiert im Hinterkopf: haste bei dem mickrigen sensor ja nichts davon.

dann hab ich mich gestern mal in die rx10 eingelesen. bin ja ein freund von Keep it simple stupid, daher immer mal wiede rmit dem Gedanken spielend, hach wär das schön, eine Scherbe für alles. wow, die rx10 bietet umgerechnet 24-200 mit durchgängig 2.8. jaaaa, aber der sensor ist mit 1" ja noch mickriger. pfft, kann ich nicht brauchen. dennoch habe ich mir beispielbilder angesehen und war verblüfft über die Freistellungsmöglichkeiten. da stand dann zB bei Flickr Brennweite 28mm, blende 2.8. was war gemeint? echte Brennweite? umgerechnete Brennweite? ich wollte es wissen und habe mal einen rechner bemüht und was soll ich sagen, jahrelang war ich wohl auf falscher fährte.

 

Gegenüberstellung:

 

wie gesagt, im wesentlichen bin ich (umgerechnet auf Kleinbild) von 24-70mm unterwegs. dabei reicht mir das freistellungspotenzial von 2.8 bei aps-c. dies widerum entspricht etwa blende 4,3 bei Kleinbild.

 

so und wie sieht das nun aus, wenn ich mft, nex und rx10 vergleiche?

 

die Eckdaten

 

Preis:

 

rx10: ca. 900 EUR

E-M1 mit 12-40 2.8: ca. 2.100 EUR

Nex 5t mit 16-70 f4: ca. 1.400 eur

 

gewicht (jeweils inkl. Objektiv):

 

rx10: knapp über 800 gramm

E-M1: deutlich über 800 gramm

Nex: knapp 600 gramm

 

größe (jeweils mit Objektiv):

 

rx10 und E-M1 nahezu identisch. Nex ist kleiner aber eingeschränkt handlich aufgrund objektivgröße.

 

Brennweite (umgerechnet auf KB):

 

rx10: 24-200

e-m1: 24-80

nex: 24-105

 

Größte Blende umgerechnet auf Kleinbild (nur Bildwirkung!):

 

rx10: 7,3

e-m1: 5,6

nex: 6,1

 

What? Die E-M1 hat mehr freistellungspotenzial?? ich konnte es nicht glauben und rechnete weiter:

 

Erforderliche Blende um die Bildwirkung (bei umgerechnet identischer Brennweite) bei Blende 5,6 Kleinbild zu erreichen:

 

rx10: 2,1 --> fail

e-m1: 2,8 --> check

nex: 3,7 --> fail

 

ich wurde blass. jetzt kann man selbstverständlich argumentieren, dass das jeweils mit Brennweite ausgleichbar ist, aber die Bildwirkung ändert sich dann auch.

 

gegencheck:

 

welche blenden brauche ich, um bei umgerechnet gleicher Brennweite die Bildwirkung des mft Systems bei 2.8 zu erreichen?

 

rx10: 2,1 ---> fail

nex: 3,7 ---> fail

 

sieger für Freistellung: Eindeutig mft!!! 0:1:0

 

somit wäre ja eigentlich klar was ich brauche, wenn, ja wenn es da nicht noch mehr als Freistellung gäbe. Was ich darüber hinaus wünsche:

 

geringes gewicht = nex 0:1:1

geringe größe = nahezu unentschieden

wetterfest = mft + rx10 1:2:1

schneller af = mft + rx10 (zumindest laut Reviews) 2:3:1

dynamic: hier ist wohl unentschieden bei nex und mft, aber die 0,5 EV weniger bei der rx10 sind nun auch nicht die welt. 2:4:2

Brennweite bzw all in one: rx10 klar. 3:4:2

preis: rx10 4:4:2

Haptik würde ich ebenso gern beurteilen, kenne vom anfassen aber nur die nex.

 

wenn ich mir nun noch betrachte, dass das freistellungspotenzial zwar in dieser Reihenfolge gegeben ist: em1 -> nex -> rx10, mir dann aber ansehe, dass wir hier ggf. von unterschieden um ca. 1 blende sprechen, relativiert sich das Ergebnis weiter.

 

ACHTUNG!! Ich habe hier keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit! Ich bewerte lediglich die mir wichtigen Themen! Jeder hat andere Schwerpunkte, so kann es sein, dass andere zwingend einen Sucher brauchen, ich halt nicht. Das anderen die Flexibiliät wichtig ist, bei bedarf mit einem pancake jackentaschentauglichkeit herzustellen. für mich nur eingeschränkt.

 

all in all, die rx10 wird ich mir noch genauer ansehen. bei mft gibt es sicher auch für mich passendere Kameras (ohne sucher, kleiner und leichter) die dann ggf. den Preisvergleich wieder relativieren etc.

 

wer hätte das gedacht, was Halbwissen im Hinterkopf für schräge Orientierungen hervorrufen kann.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

ähm.. du hast gerade genau das hergeleitet was ja unstrittig ist :rolleyes:

 

Um bei mFT die gleichen optischen Bildwirkung zu haben brauchst du etwas weniger als eine Blende vorteil in den Objektiven.....

 

Erforderliche Blende um die Bildwirkung (bei umgerechnet identischer Brennweite) bei Blende 5,6 Kleinbild zu erreichen:

 

rx10: 2,1 --> fail

e-m1: 2,8 --> check

nex: 3,7 --> fail

 

sprich: mit APS f4 erreichst du etwa die selbe Bildwirkung wie bei mFT und f2,8

 

wie also daher auf das "Potential" kommst ist mir etwas schleierhaft :confused:

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

(...)

wer hätte das gedacht, was Halbwissen im Hinterkopf für schräge Orientierungen hervorrufen kann.

 

Hallo Sofastreamer,

 

vielen Dank für Deine Zusammenstellung. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die µFT-Objektive i.d.R. ihre beste Leistungsfähigkeit bei Offenblende erreichen, relativiert sich der diesbezügliche Vorteil der größeren Sensorformate noch weiter.

 

Wenn ich Deine Kriterien richtig bewerte, könnten auch die µFT-Kameras E-P5, E-PL5, GM1 und GF6 für Dich interessant sein (jeweils mit 1:2,8 / 12-35 mm bzw. 12-40 mm).

Außerdem bei den Bridges die Olympus Stylus 1 und die Lumix FZ200 die eine durchgehende Lichtstärke von 2,8 haben.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

wie ich sagte: die meisten stehen hier sicher nicht vor neuen Erkenntnissen. für mich aber sind sie das durchaus. wenn man bedenkt, dass ich eine photographen Ausbildung gemacht habe (allerdings zu gelantine Zeiten mit Großformat hauptsächlich) und in die digitale fotografie bereits 2008 eingestiegen bin, so mehr erstaunt es mich, dass ich erst jetzt o. a. Erkenntnis habe. begründet wohl in der ewigen vermeintlich unumstößigen regel "größer ist besser". wir haben im Studio zB nur Details in 9X12 fotografiert. totalen immer mindestens 13x18 dias.

 

wenn ich dann die in fotoforen ewige Diskussion zwischen den Verfechtern der einzelnen Systemen lese, denke ich, dass wenn auch alt bekannt, für den einen oder anderen doch mal konkretes aufzuzeigen sinnvoll sein kann.

 

was meine Auswahl angeht: ich möchte ein Display, dass nur nach oben und unten klappt. die panas (zumindest g3 und g6, die ich selber kenne) entsprechen nicht dem anfassgefühl, dass mir den spaß am umgang mit einer Kamera aufwertet.

insofern - auch mit hinblick auf Geschwindigkeit und bildfolgepuffer - tendiere ich in Richtung em1.

 

die genannten bridges haben alle einen kleineren sensor als die rx10, was dann doch schon erheblich weniger freistellungspotenzial bedeuten würde.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Systemwechsel sind meistens sehr sehr teuer. Dein Problem ist, dass du nur Zooms miteinander vergleichst.

 

Du könntest dir auch zwei oder drei der Sigma-2,8-Objektive kaufen und hättest dann deine gewünschte Freistellung für wenig zusätzliches Geld.

 

Teurer sind die 1,8-Objektive, aber noch immer billiger als ein Systemwechsel.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

(...) ich möchte ein Display, dass nur nach oben und unten klappt. die panas (zumindest g3 und g6, die ich selber kenne) entsprechen nicht dem anfassgefühl, dass mir den spaß am umgang mit einer Kamera aufwertet.(...)

 

Das Display der GX7 klappt auch nur nach oben und unten. Ich finde aber das Klapp-Drehdisplay der anderen Panas praktischer und universeller.

 

Das "Anfassgefühl" der GX7 mit Ihren soliden Metallrädchen und Hebeln erinnert mich wieder an meine alte Leica :).

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

...

wer hätte das gedacht, was Halbwissen im Hinterkopf für schräge Orientierungen hervorrufen kann.

 

P.S. stell die gleiche Überlegung jetzt noch mal unter berücksichtigung der von Dir bevorzugten Bildformate an

 

Also beschneidest du Bilder als 3:2, 4:3, 16:10, 16:9, 1:1 ?

 

Das hat jetzt nicht direkt einen Einfluss auf die Freistellung, aber es ist wichtig für die Systemwahl ;)

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

also schiele ich auf mft. da gibt es sowas, ein 12-40 2.8 beispielsweise. klasse, aber wieder unreflektiert im Hinterkopf: haste bei dem mickrigen sensor ja nichts davon.

Sorry, aber wer APS-C als ausreichend und MFT als mickrig bezeichnet, der hat eine leicht verzerrte Realitätswahrnehmung.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

war halt unreflektierte und bequeme denke. aber zum glück schein ich noch lernfähig zu sein.

 

btw: bedenkt meine objektiv vorgabe "offenes standardzoom". die kern aussage meines textes ist doch, dass solche zooms vermutlich große beliebtheit haben und sony letztlich mit ihrem sagen wir zumindest in diesem punkt fragwürdigen objektiv line up das ganze konzept aps-c versemmeln.

 

jetzt interessiert mich aber das format thema? was gibt es da zu beachten? ich nutze immer 3:2 und denke, dass ich durch die beschneidung bei mft lediglich auflösung verliere. da ich per se nicht mehr als 8mpx brauche, kein problem oder?

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

...

jetzt interessiert mich aber das format thema? was gibt es da zu beachten? ich nutze immer 3:2 und denke, dass ich durch die beschneidung bei mft lediglich auflösung verliere. da ich per se nicht mehr als 8mpx brauche, kein problem oder?

 

naja, wenn du sowieso nur 3:2 fotografierst kannst du (und da wird mir mit sicherheit hier mal wieder der Kopf abgerissen ;) ) mFT eigentlich mal grade in die ecke stellen :cool:

 

ich würde mich nicht für ein System entscheiden dessen natives Bildformat ich nicht nutze (egal welche sonstigen "vorteile" es haben mag)

 

Wenn du mFT auf 3:2 beschneidest kommst du in etwa rauschtechnisch bei dem 1" Sensor raus, den du aktuell in den Sony RX10/100 und den Nikon 1 findest (wo du, wenn du dich auf eventuell die 1" einlässt bei der Nikon -zwar durchaus kostspielig-mit dem 1,2/32 ein klasse Objektiv hast und mit dem 1,8/18 dazu gut aufgestellt bist. das 10-100 Kompaktzoom ist auch nicht schlecht (allerdings nicht lichtstark)

 

P.S. Bei APS-C gibt es neben Sony auch noch die wirklich guten Fuji's (sehr gute Objektive, aber teuer) und Samsung NX (gut bis sehr gute Objektive, aber günstig)

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

naja, wenn du sowieso nur 3:2 fotografierst kannst du (und da wird mir mit sicherheit hier mal wieder der Kopf abgerissen ;) ) mFT eigentlich mal grade in die ecke stellen :cool:

 

ich würde mich nicht für ein System entscheiden dessen natives Bildformat ich nicht nutze (egal welche sonstigen "vorteile" es haben mag)

 

Wenn du mFT auf 3:2 beschneidest kommst du in etwa rauschtechnisch bei dem 1" Sensor raus, den du aktuell in den Sony RX10/100 und den Nikon 1 findest (wo du, wenn du dich auf eventuell die 1" einlässt bei der Nikon -zwar durchaus kostspielig-mit dem 1,2/32 ein klasse Objektiv hast und mit dem 1,8/18 dazu gut aufgestellt bist. das 10-100 Kompaktzoom ist auch nicht schlecht (allerdings nicht lichtstark)

 

mFT hat einen "Cropfaktor" von 2.08, wenn man das 3:2-Format verwendet. Ich benutze mFT ausschliesslich in diesem Format, und der Unterschied zur in unserem Haushalt ebenfalls vorhandenen "Spielzeugkamera" Nikon V1 mit "Cropfaktor" 2.73 ist auch so ziemlich gross.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wenn Du wirklich ein notorischer Freistellungsfetischist bist, würde mich interessieren, warum Du auf Zoom-Objektive angewiesen bist?

 

Du könntest Deinem Freistellungs-Wunsch ja nachkommen, würdest Du in bestimmten Situationen z.b. eine lichtstarke Festbrennweite verwenden.

 

Mit einer 35/1,8 oder einer 50/1,8 an der neuen A6000 (Sony Nex6-Nachfolger) und dem 16-50er Kit hat man doch ein gutes Bundle.

 

(Bei mft: 20/1,7 und 45/1,8 sowie das 12-32er Kit als Zoom an der GX7!)

 

Wenn ich ein stabilisiertes 35/1,8 und dessen Freistellung mit der Sony RX10 oder einer mFT-Kamera vergleiche, dann würde ich mich (als Freistellungs-Fan) eher für die neue Sony und alternativ für die OM-D EM1 oder die GX7 entscheiden. An APS-C hast Du Dir bewusst ein 17-50/2,8 gekauft (Freistellung wie KB bei F4) und nun reizt Dich ein 12-40 F2,8 (KB-Ä: F5,6)?

 

Übrigens: bei Samsung gibt es neuerdings ein 16-50/2,8!;) Und bei Fuji meine ich auch, ein solches gesehen zu haben!;)

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...