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Dass sich Fotoamateure gerne und häufig um ihre Ausrüstung streiten und es in Foren regelrechte Lagerbildungen/Grabenkämpfe gibt und der "Gegner" mit dem anderen Equipment bekriegt wird (oder zumindest wird gegenseitig gern gestichelt) liegt meines Erachtens auch sehr stark an der Sprache der Journalisten von Fotozeitschriften (befeuert durch das Marketing der Hersteller!). Klar, die müssen halt ihre Auflage machen und Schlagzeilen verkaufen. Und sie schaffen damit natürlich ein entsprechend aggressives Klima. Entsprechend ist dann auch die Terminologie (die von vielen Amateuren aufgesogen und adaptiert wird): Da gibt es die Sieger und Verlierer, da hat dann groteskerweise eine Kamera die Nase vor der anderen, eine andere das Nachsehen, da geht es um das Duell in der Was-auch-immer-Klasse, da geht es darum, wer sich am Ende durchsetzen kann, wer auf's Siegertreppchen kommt, wer vom selben gestürzt wird oder darum, dass es eine allen anderen zeigt usw. und so fort.:eek:

Die "Siegerkamera" ist in Wirklichkeit doch eigentlich immer die, die für mich, meine Ansprüche und meine Zwecke am besten geeignet ist und und mir persönlich "liegt"!:cool: Man sollte sich doch wirklich von dieser reißerischen Sprache der Medien nicht beeinflussen lassen und cool bleiben.

Übrigens: Profis unterhalten sich kaum über ihr Equipment, sondern eher über Aufträge und Ergebnisse...

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Dass sich Fotoamateure gerne und häufig um ihre Ausrüstung streiten und es in Foren regelrechte Lagerbildungen/Grabenkämpfe gibt und der "Gegner" mit dem anderen Equipment bekriegt wird ...

 

Das ganze sieht verfilmt dann so aus:

 

 

oder so

 

 

Klassiker der Foren"grabenkämpfe", immer wieder gern gesehen, um sich die Lächerlichkeit des eigenen Gebahrens vor Augen zu führen.

 

;)

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Ich sehe das nicht so negativ. Menschen wollen sich und Ihre Habseligkeiten messen, vergleichen und bewerten. Das fängt in der Schule an, wo man schneller laufen möchte als der Mitschüler und das schönere Mäppchen hat. Die Leser leiden nicht unter den Bewertungen der Journalisten, sondern die Journalisten bewerten, weil die Leser es wollen. Solange Tabellen abgedruckt sind, ist das auch nicht schlimm, weil ich mir eine eigene Reihenfolge bilden kann.

 

Kritisch find ich das Verhalten nur, wenn es mit missionarischem Eifer einhergeht, wie ich das manchmal bei der Stiftung Warentest feststelle.

 

Vor einigen Jahren wollte die Redaktion die Abbildung der Tabellen bei Kameratests einschränken, um Platz zu sparen. Auf meinen Einwand hin, dass ich als Techniker und erfahrener Fotograf die Qualitätskriterien anders setze als die Redakteure, erhielt ich die (sinngemäße) Antwort: "Vertrauen Sie uns, wir wissen was gut für Sie ist". Da hätte ich fast das Abonnement gekündigt.

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...

Die "Siegerkamera" ist in Wirklichkeit doch eigentlich immer die, die für mich, meine Ansprüche und meine Zwecke am besten geeignet ist und und mir persönlich "liegt"!:cool: Man sollte sich doch wirklich von dieser reißerischen Sprache der Medien nicht beeinflussen lassen und cool bleiben.

...

 

Genau! Und wer es wagt, das in Frage zu stellen ...

 

 

:D:p;)

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Die "Siegerkamera" ist in Wirklichkeit doch eigentlich immer die, die für mich, meine Ansprüche und meine Zwecke am besten geeignet ist und und mir persönlich "liegt"!

 

Guter Beitrag (!), den ich um meine Eindrücke ergänzen möchte.

 

Die von Dir genannten Lagerbildungen/Grabenkämpfe liegen sicherlich - wie von Dir beschrieben - maßgeblich an dem Stil von Journalisten und den Marketingtätigkeiten der Hersteller, aber m.E. auch (1) an der speziellen Dynamik in Fachforen und (2) an der Persönlichkeit - einiger - "Foto-Enthusiasten".

 

So haben unmoderierte Foren vielfach die Tendenz, dass sich kleine Dinge hochschaukeln können und irgendwann gar nicht mehr über die Sache geschrieben, sondern über mehr oder weniger dezente Sticheleien nur noch um einen vermeintlichen Sieg gerungen wird. Da muss zunächst gar keiner etwas wirklich aggressives oder abwertendes geäußert haben - mitunter reicht schon eine nicht komplett präzise Äußerung, die von Dritten falsch verstanden werden kann, um die skizzierte Dynamik in Gang zu setzen.

 

Manche "Foto-Enthusiasten", so zumindest mein Eindruck, betrachten "ihr" Produkt irgendwann fast als ein Fetisch oder Heiligtum, dem auf keinen Fall durch Kritik anderer ein Schaden zugefügt werden darf. Die Diskussion mit solchen "Enthusiasten" (mir fällt jetzt ad hoc kein besseres Wort ein) verlaufen zumeist auch nicht gerade, wie es die Forenregeln vorsehen. Zur Klarstellung sei noch gesagt, dass die hier angesprochenen "Foto-Enthusiasten" nicht die Persönlichkeit vieler Foristen oder gar der Mehrheit der hier Anwesenden umschreibt. Ich kenne die Menschen hier ja gar nicht und es steht mir auch nicht zu, dies einzelnen zuzuschreiben. Dennoch glaube ich, dass in Fachforen - egal, ob es um Fotografie, Autos oder was auch immer geht - stets einige so "ticken".

 

Dies sind zumindest zwei weitere Erkärungsversuche, die Foren-Diskussionen, die aus der Ferne betrachtet mitunter etwas merkwürdig anmuten lassen, erklären können.

bearbeitet von Foto2013
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Guter Beitrag (!), den ich um meine Eindrücke ergänzen möchte.

Die von Dir genannten Lagerbildungen/Grabenkämpfe liegen sicherlich - wie von Dir beschrieben - maßgeblich an dem Stil von Journalisten und den Marketingtätigkeiten der Hersteller, aber m.E. auch (1) an der speziellen Dynamik in Fachforen und (2) an der Persönlichkeit - einiger - "Foto-Enthusiasten".

So haben unmoderierte Foren vielfach die Tendenz, dass sich kleine Dinge hochschaukeln können und irgendwann gar nicht mehr über die Sache geschrieben, sondern über mehr oder weniger dezente Sticheleien nur noch um einen vermeintlichen Sieg gerungen wird. Da muss zunächst gar keiner etwas wirklich aggressives oder abwertendes geäußert haben - mitunter reicht schon eine nicht komplett präzise Äußerung, die von Dritten falsch verstanden werden kann, um die skizzierte Dynamik in Gang zu setzen.

Manche "Foto-Enthusiasten", so zumindest mein Eindruck, betrachten "ihr" Produkt irgendwann fast als ein Fetisch oder Heiligtum, dem auf keinen Fall durch Kritik anderer ein Schaden zugefügt werden darf. Die Diskussion mit solchen "Enthusiasten" (mir fällt jetzt ad hoc kein besseres Wort ein) verlaufen zumeist auch nicht gerade, wie es die Forenregeln vorsehen. Zur Klarstellung sei noch gesagt, dass die hier angesprochenen "Foto-Enthusiasten" nicht die Persönlichkeit vieler Foristen oder gar der Mehrheit der hier Anwesenden umschreibt. Ich kenne die Menschen hier ja gar nicht und es steht mir auch nicht zu, dies einzelnen zuzuschreiben. Dennoch glaube ich, dass in Fachforen - egal, ob es um Fotografie, Autos oder was auch immer geht - stets einige so "ticken".

Dies sind zumindest zwei weitere Erkärungsversuche, die Foren-Diskussionen, die aus der Ferne betrachtet mitunter etwas merkwürdig anmuten lassen, erklären können.

Ich teile Deine Gedanken zur "psychologisch ausgeloteten" Eigendynamik in Foren 100%!

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Hallo Viewfinder,

 

deinem Eingangsbeitrag stimme ich gerne bei. Allerdings fände ich das Thema besser unter "Smalltalk" aufgehoben - nicht um es abzuwerten, aber weil es dabei doch mehr um Zwischenmenschliches als um die Technik geht.

 

Zum eigentlichen Thema fällt mir ein:

In der Psychologie gibt es den Begriff "Rechtfertigung des Aufwands". Dieser Mechanismus scheint mir hier auch eine Rolle zu spielen: Mancher steckt viel Geld in ein Hobby, bei dem er (auch) mittels Technik ansprechende Ergebnisse erzielen möchte. Also versucht er, ein möglichst gutes Preisleistungsverhältnis für die eingesetzte Technik zu erzielen. Dazu liest er Tests, informiert sich, stöbert in Foren, und stellt sich schließlich "seine" Ausrüstung zusammen, die das ihm mögliche Optimum darstellen soll. Viel Aufwand also. Der will erstmal gerechtfertigt werden, vor allem, wenn dann ein anderer kommt, und erzählt, "seine" Lösung sei besser. Es wird also sofort dagegen argumentiert und begründet, warum die eigene Ausrüstung eigentlich doch noch besser ist, usw. Schließlich kann/darf es doch einfach nicht sein, daß man mit einem so hohen Aufwand an Zeit, Energie, Grips und Geld nun doch nicht die optimale Lösung gefunden hat. Folglich muß der andere einfach Unrecht haben, ist doch klar ...

 

Gruß

Reinhard

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Es ist die Anonymität des Internets und der Frust des ganz normalen Lebens...

 

Habe ich im wirklichen Leben immer damit zu kämpfen, dass einer besser, reicher, schöner ist als ich und ich mit meinen beschränkten Möglichkeiten eben nicht die eigene Grandiosität zeigen kann --- wen interessiert schon mein Mittelklassewagen und wem kann ich schon meine Kameraausrüstung zeigen?

Im Internet aber kann ich mich genau damit profilieren, kann ich deutlich machen warum mein BMW besser ist als Nachbars Audi und warum meine Kamera die optimale Lösung darstellt. Und wenn es ein anderer nicht gfkeich glauben will, dann schützt mich die Anonymität und ich kann unverschämt, beleidigend und persönlich werden - ohne wirklich Schaden davon zu tragen.

 

Männerlastige Technikforen sind leider auch deutlich stärker davon betroffen als Rezepteforen, in denen sich eher gemischtes Geschlechterverhältnis tummelt...

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Eigentlich suche ich in Foren/Zeitschriften Erfahrungen und Meinungen zu Themen die mich beschäftigen, einesteils weil ich immer dazu lernen will, andererseits um Anstöße zu finden um über meine eigene Meinung nach zu denken.

Mich nervt dieses Vokabular der Tester auch: BMW vs. Audi vs. Mercedes... usw., das sich dann auch im Straßenverkehr fortsetzt und das sieht dann so aus: :mad: vs.:D u. der Rest geht einfach in Deckung.

Anstatt daß man Fahrzeuge miteinander vergleicht. Ähnliches geschieht auch bei Kameras, z.B. in einer vor mir liegenden Fotozeitschrift: "6 kompakte Systemkameras gegen 3 Kompakte mit SLR-Sensor u. 2 Edelkompakte".

Manche Leser entnehmen dem Text einfach nur Daten und Fakten für sich u. für eine eigene Beurteilung, andere nehmen es wörtlich nach dem Motto: Das mit der meisten Punktzahl ist immer besser (gegenüber dem anderen) u. damit hat man immer recht.

 

Einen Vorteil hat das ganze Foren- u. Testgelese: Man nimmt nicht mehr alles u. alle so tierisch ernst.:P

 

Gruß Jörg

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...Männerlastige Technikforen sind leider auch deutlich stärker davon betroffen als Rezepteforen, in denen sich eher gemischtes Geschlechterverhältnis tummelt...

 

Also her mit den kleinen Fotografinnen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Brüderle

 

 

Nein, Spaß beiseite,

 

mich interessieren in Technikforen technische Infos - das ganze Gezänk kann mir gestohlen bleiben. Da klicke ich weg.

 

LG

Lumix

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Manche Leser entnehmen dem Text einfach nur Daten und Fakten für sich u. für eine eigene Beurteilung, andere nehmen es wörtlich nach dem Motto: Das mit der meisten Punktzahl ist immer besser (gegenüber dem anderen) u. damit hat man immer recht.

Das ist dann die selektive Wahrnehmung: man nimmt z.B. einen Testbericht nicht zur Gänze wahr, sondern sucht sich nur die Details raus, die die eigene Meinung (Vorurteile?) bestätigen, unbequeme andere Aussagen fallen durchs Raster. In der nächsten erbitterten Forumsrunde kann man dann mit dem selektiven Zitat aus dem Artikel wieder trefflich argumentieren...der Kreis schließt sich. Es erfordert eben innere Größe auch mal die eigene Meinung zu korrigieren oder zumindest zu sagen: Ich sehe es so, ein anderer mag es anders sehen...und vielleicht haben wir beide oder jeder für sich selbst Recht (wenn es denn überhaupt um Recht oder Unrecht geht):rolleyes:

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Männerlastige Technikforen sind leider auch deutlich stärker davon betroffen als Rezepteforen, in denen sich eher gemischtes Geschlechterverhältnis tummelt...

 

Das ist nicht nur bei Technikforen so !

Die Unterschiede zwischen Männerforen, gemischten Männerforen und Nicht-Männerforen sind generell auffallend !

 

Wobei es auch regionale geschlechts-ungebundene Mentalitäts-Unterschiede gibt: Man versuche mal in einem schwäbischen Koch-Forum als Hesse emotionslos die richtige Zubereitung von Spätzle zu erörtern ...

 

"Steinigt ihn !!!"

 

:D

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Wobei es auch regionale geschlechts-ungebundene Mentalitäts-Unterschiede gibt: Man versuche mal in einem schwäbischen Koch-Forum als Hesse emotionslos die richtige Zubereitung von Spätzle zu erörtern ...

 

"Steinigt ihn !!!"

 

:D

 

Das ist ja auch ein WIRKLICH wichtiges Thema, nicht wie diese Knipserei hier!

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Ich bin gebürtiger Schwabe (Stuttgarter) und ich weiß nur allzu gut: Bei Spätzle hört der Spaß wirklich auf!:mad: Vor allem stehen sich die Lager der fundamentalistischen Vollformat-Spätzle-Anhänger und der Verfechter kleinerer Spätzle (so im Verhältnis 1:2 oder 1:1,5) unversöhnlich gegenüber!:D;););):D

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Bin neulich über ein Lied gestolpert und mußte dabei an die verbissenen Diskussionen in manchen Foren denken.

(Nike vs Adidas, Pentium vs Intel, Nvidea vs Radeon,Windows vs Mac,meine Kamera vs deine Kamera)

 

 

And now i see, it´s just another camera....

 

 

MfG

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Ich bin gebürtiger Schwabe (Stuttgarter) und ich weiß nur allzu gut: Bei Spätzle hört der Spaß wirklich auf!:mad: Vor allem stehen sich die Lager der fundamentalistischen Vollformat-Spätzle-Anhänger und der Verfechter kleinerer Spätzle (so im Verhältnis 1:2 oder 1:1,5) unversöhnlich gegenüber!:D;););):D

 

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll sich auch der Wasserwerfereinsatz am Stuttgarter Hauptbahnhof in Wahrheit um unversöhnliche gegensätzliche Ansichten bezüglich der Spätzlefrage gedreht haben - die offizielle Berichterstattung beruhte auf Fehlinformationen der Presse bzw. war nur Vorwand, weil sich die Schwaben nicht dem Vorwurf des Rassimus gegenüber Hessen aussetzen wollten. ;-))

 

Manfred, gebürtiger Hesse, aus Überzeugung nach Baden emigriert und Liebhaber des "schlonzigen" Kartoffelsalates, der aber gerne zur Kulturbereicherung auch den Äppelwoi (im Vollformat) hier eingeführt sähe ...

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