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Hallo!

 

Ich denke hier ist der richtige Platz für die weitere Diskussion...

Bevor ich noch die Blumensträuße (Bokeh :-) mit dem 1.4/25er zeige, ein paar Worte zum Summarit 1.5/50 und dazu verwandten Objektiven aus meiner subjektiven Sicht.

Das Summarit ist eine Art Bokeh-Kaiser. Die Dinger sind äusserst rar, man könnte sich aber auch mit einem C Sonnar T* 1,5/50 ZM behelfen für welches aber dieselben Einschränkungen wie für seinen Großvater, dem Summarit, gelten.

Bei Offenblende eher geringer Kontrast aber mit ausreichendem Mikro-Kontrast (siehe Apfel).

Bei Blende 2 nimmt der Kontrast beinahe schlagartig zu, um bei Blende 2.8 beinahe das Optimum zu erreichen.

Ab Blende 4 kann man es zur Spitzenklasse zählen.

Hier nun kurz ein (subjektiver) Vergleich mit ähnlichen Objektiven aus meinem Bestand:

Das Nokton 1.4/40 ist bei Offenblende besser (!) als das Summarit.

Das Summarit ist bei Blende 2 etwa gleich dem Nokton 1.4/40 und eine Spur besser als das ZM Biogon 2/35.

Bei Blende 2 sind Summicron 2/50 und ZM Planar 2/50 besser alles die drei anderen (und eigentlich auch besser als viele andere Objektive :-).

Ab Blende 2.8 bleibt das Nokton das Schlußlicht, das Summarit kann ab Blende 5.6 das Summicron (und ZM-Planar) locker einholen.

Das ZM Biogon spielt ab Blende 4 in der Summicron/Planar Liga mit.

Das Noctilux 0.95/50 schlägt bei allen Blenden alle Objektive.

Andere Adaptierer:

Das C/Y Planar 1.4/50 ist bei Blende 1.4 etwas schwächer als das Nokton, ab Blende 2 beginnt es das Nokton zu überholen, erreicht aber nie (oder nur knapp) das Summicron bzw. das ZM-Planar.

Das R-Makro-Elmarit 2.8/60 hat bei 2.8 etwa die Leistung des Noktons, holt aber Summicron und Planar bei Blende 4 locker ein und ist im Nah- und (natürlich) Makrobereich deutlich besser als alle anderen.

Im Fernbereich bleibt das Makro-Elmarit aber deutlich hinter ZM-Biogon, ZM-Planar und M-Summicron zurück (eben ein Makro-Objektiv!).

Noch ein abschließendes Wort zu meinem Summarit:

Das Ding ist ca. 55 Jahre alt und die Frontlinse schon etwas "verschlimmputzt". Ich habe daher nur Kontrast (und Auflösung) bewertet, es wäre unfair, Streu- oder Gegenlichtfehler mit in die Bewertung aufzunehmen, weil da ist das ZM-Planar eindeutig der Sieger, knapp gefolgt vom ZM-Biogon.

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Morgen Harald,

 

schön, deine "Ergüsse" zu lesen und an deinen "Forschungen" teilhaben zu dürfen.

Bei solch' großer Zahl hochwertiger Objektive stelle ich mir den Schmierzettel vor, den eine leicaaffiner Fotograf braucht, um die Bestwerte seiner Schätzchen nicht aus den Augen zu verlieren, und den Sherpa, um seine Prunkstücke zu transportieren ...

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Hallo Harald,

erstmal vielen Dank für die aufschlußreiche Einschätzung. Was mich noch interessiert: Auf welche Kamera (Sensorgröße) hast du den Vergleich bezogen - oder spielt das deiner Meinung nach eine untergeordnete Rolle (z.B. weil zwar die absolute Leistung sich je nach Sensorgröße unterscheidet, aber das Verhältnis untereinander gleich bleibt)?

Gruß, leicanik

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Hallo!

Was mich noch interessiert: Auf welche Kamera (Sensorgröße) hast du den Vergleich bezogen - oder spielt das deiner Meinung nach eine untergeordnete Rolle (z.B. weil zwar die absolute Leistung sich je nach Sensorgröße unterscheidet, aber das Verhältnis untereinander gleich bleibt)?

Meiner Ansicht nach sind Sensor und Sensorgröße für meine Betrachtungen nicht von Bedeutung, da sich mit der Sensorgröße nur der Bildwinkel und sichtbare Ausschnitt ändert.

Ich habe ja den "Apfel" auch in FT-Ansicht gezeigt, ausser, daß das Bild eine höhere numerische Vergrößerung hat, ist es ja dasselbe geblieben.

Meine "Beurteilung" der genannten Objektive basiert auf M8 (Crop 1.3), M9 und für das C/Y Planar sowie das R-Makro-Elmarit die 5D, die E-300 sowie die L10.

Ich hätte noch das Vario-Sonnar® T* 3,3-4,0/28-85 mit in den Vergleich nehmen können, aber ich möchte wirklich nicht in die "Unglaubwürdigkeit" gedrängt werden...

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Hallo Wolfram!

Kannst Du dann bitte die avisierten Aufnahmen der besseren Illustration wegen einstellen ?

Ich komme erst wieder am Freitag (hoffentlich) in die unmittelbare Nähe des Apfels...

Wenn ihn der Sturm schon runtergebeutelt hat, dann muß ich ihn halt per PhotoShop wieder auf den Baum hängen :-)

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Hallo Wolfgang!

schön, deine "Ergüsse" zu lesen und an deinen "Forschungen" teilhaben zu dürfen.
Ich habe heute ein anstrengendes, langwieriges und vorallem heikles (dienstliches) Projekt sogut wie abgeschlossen, ich hoffe, ich kann mich ab nun wieder mehr der "Forschung" widmen :-)

Bei solch' großer Zahl hochwertiger Objektive stelle ich mir den Schmierzettel vor, den eine leicaaffiner Fotograf braucht, um die Bestwerte seiner Schätzchen nicht aus den Augen zu verlieren, und den Sherpa, um seine Prunkstücke zu transportieren ...

Bitte nicht falsch interpretieren, aber es handelt sich in der Mehrzahl um günstige, gebraucht erstandene Objektive (plus Service, oft kostenintensiver als der Gebrauchtpreis):

M 4/135

M 2.8/90 2x

M 2/50

M 1.5/50

M 0.95/50 neu

M 2.8/28 neu

ZM 2/50

ZM 2/35

ZM 2.8/21

ZM 4/18 neu

CV 1.4/40 neu

 

Zu 90% nehme ich immer nur ein Objektiv mit.

Selten zwei, aber immer wieder zwei oder drei jeweils auf einem M-Gehäuse.

Nur als Kuriosum, ich habe auch eine IIIf mit Elmar 3.5/50 aber die wird nur einmal im Jahr ausgeführt.

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...Meiner Ansicht nach sind Sensor und Sensorgröße für meine Betrachtungen nicht von Bedeutung, da sich mit der Sensorgröße nur der Bildwinkel und sichtbare Ausschnitt ändert....

Naja, eigentlich doch auch die Anforderungen an das Auflösungsvermögen, die Randbereiche und evtl. den Strahlengang ...

Gruß, leicanik

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Bitte nicht falsch interpretieren, aber es handelt sich in der Mehrzahl um günstige, gebraucht erstandene Objektive (plus Service, oft kostenintensiver als der Gebrauchtpreis):

 

Du Glücklicher.

Samstag auf einer Gebrauchtbörse durfte ich ein 24mm Leica M-Objektiv bewundern zum günstigen Preis von 2.700 €uronen.

Gebraucht selbstverständlich, und der Verpackung nach zu urteilen, mindestens 100 Jahre :D alt.

Mag sein, daß die mFT lose Zeit Leica Objektive bezahlbar hielt, aber das ist vorbei.

Ich bezahle keine Summen in der Größenordnung für ein angelutschtes, ungefähr 25 Jahre (lt. Händler) altes Objektiv ...

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Hallo!

Naja, eigentlich doch auch die Anforderungen an das Auflösungsvermögen,

Das ist eine reine Frage der "Zielvergrößerung".

die Randbereiche

Nun, da braucht (m)FT sicher nur einen Teil dessen, was bei Crop 1.3 oder 24x36 sichtbar wird...
und evtl. den Strahlengang ...
Ja, und da zeigt sich aber, daß gerade die Objektive für 24x36 SLRs diejenigen sind, die sich im Randbereich am schwersten tun.

Aber dazu muß ich den zu Beginn anvisierten Objektivbereich verlassen und über die (m)FT Adaptierung von "Spiegelreflexobjektiven" referieren.

Am besten dafür eignet sich eigentlich das Flektogon 2.8/20 (aus Jena) weil es auf (m)FT noch sehr gut brauchbar ist. Am "Vollformat" sieht man die Bildfeldwölbung mehr als sehr gut, auf FT (E-300 und L10) ist es - und erst recht auf 4 abgeblendet - ein absolut brauchbares Zubehör. Selbiges gilt auch für das 2.8/35er Flektogon.

Ich würde es jetzt einmal - ganz vorsichtig - so sagen, alles was bisher hier und in diversen anderen Foren über Strahlengang und Geisterstrahlen geschrieben worden ist, kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Wahr ist aber, daß diverse M-Objektive (auch von CV und ZM) gerade in demjenigen Bereich ein ausgeprägtes Auflösungsminimum haben, wo bei mFT die Bildecken sind. Kann man jederzeit (zumindest bei Leica und Zeiss) in den MFT Diagrammen nachlesen.

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...

Ich hätte noch das Vario-Sonnar® T* 3,3-4,0/28-85 mit in den Vergleich nehmen können, aber ich möchte wirklich nicht in die "Unglaubwürdigkeit" gedrängt werden...

Hallo Harald,

warum in die "Unglaubwürdigkeit???

Dieses Vario soll eines der wenigen sein, dass Festbrennweitenqualität liefert.

Macht natürlich am ehesten an einer Vollformat Sinn, da es dort einen sehr gebräuchlichen Brennweitenbereich von Weitwinkel bis leichte Portraitbrennweite abdeckt.

 

Ich hab es leider nie gehabt, bei ebay auch kein Glück gehabt... bis 300 € wär ich da gegangen, jetzt gibts das aber wie alle interessanten Objektive für MFT nur noch deutlich teurer.

 

Und umgerechnet 56 - 170mm brauch ich nicht wirklich dringend...

Zudem ist es an der G1 natürlich ein Trumm...

Da wär nur der Portraitberech interessant... und da hab ich mit 1.7 50mm Planar C/Y, 1.4 50 mm super-multi-coated Takumar (die alte bessere Generation in schwerem Metall) und dem 2.0 45 Planar für Contax G recht brauchbare Alternativen...

 

Ich fotografier mit meinen analogen manuell zu fokussierenden Linsen doch recht häufig, der Kitzoom ist zwar wirklich nicht schlecht, aber nehm ich eigentlich nur bei Massenanwendungen für Architektur...

 

Gruß Frank

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da du das Jenaer 2.8 35 erwähnst, Du meinst nicht eher das 2.4 35mm, das hab ich, und es ist in der Qualität sehr gut, vor allem leicht abgeblendet... sehr kurze Naheinstellgrenze

das Bokeh ist allerdings offenblendig eher nur interessant...

schaut aus wie ein Rotationsfilter aus Photoshop;)

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Hallo Frank!

da du das Jenaer 2.8 35 erwähnst, Du meinst nicht eher das 2.4 35mm,
Nein, ich meine schon das "originale" 2.8/35 das ursprünglich für die Exakta herauskam und dann sehr schnell auch für M42 gebaut wurde. Die 2.4er Variante kam erst sehr spät, ich glaube da gab es dann schon Prakticas mit Automatik. Die ersten Flektogone hatten eine Vorwahl-Springblende, meines ist schon von der modernen Art mit dem kleinen Stift.
das hab ich, und es ist in der Qualität sehr gut, vor allem leicht abgeblendet... sehr kurze Naheinstellgrenze

das Bokeh ist allerdings offenblendig eher nur interessant...

schaut aus wie ein Rotationsfilter aus Photoshop;)

Ich fürchte, alle Flektogone haben ein eher "durchwachsenes" Bokeh :-) das dann je nach Korrektur der Bildfeldwölbung unterschiedlich am Rand und im Zentrum zur Geltung kommt (nicht mit Koma zu verwechseln - oder doch?)

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Hallo Frank!

warum in die "Unglaubwürdigkeit???

Dieses Vario soll eines der wenigen sein, dass Festbrennweitenqualität liefert.

Hätte ich nie zu sagen gewagt :-)

Ich habe eines der ersten Exemplare, die wurden ja alle bei Yashica gebaut und kamen dann nach Oberkochen zur Endkontrolle. Die "Spitzentypen" wurden wieder zu Yashica geschickt und bekamen ein Contax Bajonett, alle die den Qualitätstest positv bestanden haben bekamen ein Rolleibajonett direkt von Zeiss und blieben in Europa. Alle die beim Qualitätstest durchgefallen sind, wurden wieder zerlegt und in Einzelteilen zu Yashica geschickt, die dann ein relativ ähnliches, aber lichtschwächeres Zoom (ich glaube es war 28-70 oder so) mit kleinerer Frontlinse unter ihrem eigenen Namen vertrieben. Mein Exemplar wurde sogar nochmals - mit dem Contax-Bajonett von Zeiss vermessen und dann via Media-Markt (der damals gerade neu entstanden war) an mich verkauft.

Reines Hörensagen: von 100 vorgefertigten Objektiven bestanden in der Anfangsphase gerade einmal 10 den Qualitätstest und nur 2 davon waren es Wert, auch den Contax-Schriftzug zu tragen (meines ist eines der beiden :-)

Macht natürlich am ehesten an einer Vollformat Sinn, da es dort einen sehr gebräuchlichen Brennweitenbereich von Weitwinkel bis leichte Portraitbrennweite abdeckt.

Da ich mir eine RTS damals nie leisten konnte, hatte ich zuerst eine Contax ??? und dann eine 167 MT mit der ich immer noch gelegentlich photographiere. Linsenfehler waren mir also als "gelernter" Zeissobjektivbenutzer (und sei es nur solche aus Jena) absolut was unbekanntes.

Als ich dann zum ersten Mal CAs sah, habe ich die Welt nicht mehr verstanden, wieso sich Canon überhaupt getraut hat, sowas zu verkaufen (noch dazu mit "L" gekennzeichnet). Jetzt bin ich schon etwas abgebrühter...

Ich hab es leider nie gehabt, bei ebay auch kein Glück gehabt... bis 300 € wär ich da gegangen, jetzt gibts das aber wie alle interessanten Objektive für MFT nur noch deutlich teurer.

Mein Vario-Sonnar hätte damals öS 20000.- kosten sollen, der Media-Markt hat es mir als Eröffnungssonderangebot dann um öS 14000.- verkauft (1 € war seinerzeit öS 13.7 wert). Heute wäre das ein geradezu lächerlicher Betrag, aber damals habe ich auch weniger als ein Drittel von heute verdient...

Und umgerechnet 56 - 170mm brauch ich nicht wirklich dringend...

Zudem ist es an der G1 natürlich ein Trumm...

Es ist auf jeder Kamera ein mordstrum Glasbatzen (Filtergewinde 82mm).

Da wär nur der Portraitberech interessant... und da hab ich mit 1.7 50mm Planar C/Y, 1.4 50 mm super-multi-coated Takumar (die alte bessere Generation in schwerem Metall) und dem 2.0 45 Planar für Contax G recht brauchbare Alternativen...

An der L10 ist es ein ganz aussergewöhnliches "Fernobjektiv" und an der 5D ein wahres Prachtstück (darum ist es auf der 5D mein "Normalobjektiv").
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