Suedlicht Geschrieben 9. Juni 2010 Share #1 Geschrieben 9. Juni 2010 (bearbeitet) Werbung (verschwindet nach Registrierung) Ich wollte nur noch eben darauf hinweisen, wie viel Platz ein Gehäuse-Stabilisator offenbar kostet. Im Test der NEX5 bei dpreview gibt es ein Schnittbild einer NEX-5 und einer A330 mit Maßangaben. Danach sind bei der A330 15-20mm Platz, den wohl der Stabilisator benötigt. Und dann sind mir noch 2 Eigenschaften eines Gehäuse-Stabilisators eingefallen: Die gute: Er kann auch für die Staub-Abschüttelung genutzt werden. Ich glaube, Olympus macht das so. (Und übrigens hab ich noch nie ein Stäubchen auf dem Chip meiner E-P1 gehabt). Die schlechte: Die Energie, die der Gehäusestabilisator verbraucht, wird in Wärme umgesetzt - letztendlich zu 100%. Dies in nächster Entfernung zum Chip - das muss sich negativ auf das Rauschverhalten auswirken. Man sieht mal wieder: Alles hat 2 Seiten. Schönen Gruß vom Südlicht bearbeitet 9. Juni 2010 von Suedlicht Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Werbung Geschrieben 9. Juni 2010 Geschrieben 9. Juni 2010 Hi Suedlicht, Das könnte für dich interessant sein: Stabi usw. aus "Die neuesten Micro FourThirds-Gerüchte" . Da findet jeder was…
thobie Geschrieben 10. Juni 2010 Share #2 Geschrieben 10. Juni 2010 Meiner Meinung nach stabiliert Panasonic die Objektive und nicht den Sensor, weil sie in diesem Bereich aus dem Videobereich viel Erfahrung mitbringen. Eine Sensorstabilisierung hätte halt Neuentwicklungen bedeutet. Und das kostet Geld. Was mir bei der Diskussion um die Adaptierfähigkeit fremder Objektive aufgefallen ist: Dass ein FT Objektiv an einer mFT-Cam Autofokus und die Übertragung der Blende ermöglicht, ist für mich nicht verwunderlich. mFT ist letztlich aus FT entwickelt worden. Da ist ganz sicher versucht worden, die Protokolle abwärtskompatibel zu gestalten. Ansonsten gilt natürlich: Geht nicht, gibts nicht. Aber man muss Kompromisse eingehen. So kann man ein Canon FD-Objektiv praktisch nicht an einer EOS mit EF-Bajonett adaptieren. Da spielt das Auflagenmaß eine Rolle. Wenn man es tut, so kann man nicht mehr auf Unendlich fokussieren oder man hat einen Adapter mit optischem Element, was sich eher negativ auf die Bildqualität auswirkt. Ach ja, man kann ein EF-Bajonett an ein FD-Objektiv basteln. Wenn man die nötige Feinmotorik besitzt. Für die Adaption beliebiger Fremdobjektive müsste jeweils ein Adapter gebaut werden, der die elektronischen Protokolle umsetzt. Das mögen die Fremdobjektivhersteller können. Nur würden die halt lieber -wenn überhaupt- eigene Objektive anbieten. Hersteller wie Novoflex haben in dieser Hinsicht kaum Erfahrung, allerdings bauen die mechanisch gute Adapter. So, und eine Neuentwicklung würde dann schlichtweg bedeuten, dass man viel Geld in die Hand nehmen müsste. Und dann könnte es zumindest sein, dass der AF jeweils genau so lahm ist, wie bei der Adaption von FT Objektiven an MFT. Das würde dann vermutlich dazu führen, dass so ein Adapter eben keinen reißenden Absatz finden würde. Und so lassen die Hersteller einfach die Finger davon. Gruß Thobie Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 10. Juni 2010 Share #3 Geschrieben 10. Juni 2010 (bearbeitet) Und dann sind mir noch 2 Eigenschaften eines Gehäuse-Stabilisators eingefallen: Die gute: Er kann auch für die Staub-Abschüttelung genutzt werden. Ich glaube, Olympus macht das so. (Und übrigens hab ich noch nie ein Stäubchen auf dem Chip meiner E-P1 gehabt). Das ist noch ein bisschen anders. Olympus verwendet ein spezielles Staubfilter vor dem Sensor, das mit Schwingungen im Ultraschallbereich Staub abschüttelt. Dieses Filter ist zwar mit „Super Sonic Wave Filter“ (SSWF) etwas irreführend benannt – „Super Sonic“ hieße Überschallgeschwindigkeit —, funktioniert aber sehr gut; Olympus’ Staubfilterverfahren ist das älteste seiner Art (seit 2003) und immer noch das beste. Mit dem Bildstabilisator, den Olympus erst vor drei Jahren eingeführt hat, hat es allerdings nichts zu tun, denn der Bildstabilisator bewegt den Sensor, die Staubentfernung hingegen ein Filter vor dem Sensor. Außerdem sind die Schwingungen des Staubfilters etwa um den Faktor 1000 schneller. Während Panasonic das bewährte Olympus-Verfahren in Lizenz verwendet und die eigenständigen Sensorreinigungssysteme von Canon und Nikon ähnlich wie das von Olympus arbeiten (und fast, aber nicht ganz so wirksam wie dieses sind), haben Sony und Pentax, die beide in ihren DSLRs einen Bildstabilisator eingebaut haben, diesen für die Staubentfernung zweckzuentfremden versucht – sie schütteln den Sensor damit etwas durch. Das funktioniert nur leider nicht wirklich gut; Pentax’ System ist nahezu wirkungslos und das von Sony nicht viel besser. Pentax hat daraus die Konsequenz gezogen, für die K-7 ein besseres System zu entwickeln, das denen von Canon, Nikon und Olympus ähnelt; es lässt ein Filter mit Schwingungen im Ultraschallbereich vibrieren. Dieses neue System ist tatsächlich sehr effektiv; den Verfahren von Canon und Nikon ist es mindestens ebenbürtig, erreicht aber wie diese nicht ganz den Standard von Olympus. In den Datenblättern zu den NEX-Modellen deutet Sony an, dass diese nicht das aus den Alpha-DSLRs bekannte Verfahren nutzen – es setzt ja einen Bildstabilisator voraus, den diese Modelle nicht haben. Stattdessen wird das Tiefpassfilter vor dem Sensor in Schwingungen versetzt, um Staub abzuschütteln. Das könnte sogar wirksamer als die Sensorreinigung der Alphas sein (wozu nicht viel gehörte), aber das müsste sich in einem Test erweisen. bearbeitet 10. Juni 2010 von mjh Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Suedlicht Geschrieben 10. Juni 2010 Autor Share #4 Geschrieben 10. Juni 2010 "mjh", ich danke recht herzlich für die erschöpfende Aufklärung über die Putzmechanismen der Kameras und freue mich, wieder etwas dazugelernt zu haben. Zum Thema Objektiv-Kompatibilität zwischen Four Thirds und Micro Four Thirds: Gehe ich recht in der Annahme, das die in elektronischer Hinsicht identisch sind, und der teure Adapter einfach nur die Leitungen durchschleift? (Irgendwie muss ich da an den PCMCIA-Standard und CompactFlash-Speicherkarten denken, aber das gehört hier jetzt nicht hin.) Das würde natürlich auch die AF-Funktion bei den Pens erklären - aber die Nicht-Funktion bei Panasonic erst Recht fragwürdig erscheinen lassen. Dank & Gruß vom Südlicht Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
RoDo Geschrieben 10. Juni 2010 Share #5 Geschrieben 10. Juni 2010 ...Die schlechte: Die Energie, die der Gehäusestabilisator verbraucht, wird in Wärme umgesetzt - letztendlich zu 100%. Dies in nächster Entfernung zum Chip - das muss sich negativ auf das Rauschverhalten auswirken. ... Hallo Südlicht, das mit der Umsetzung in Wärme ist zwar richtig, aber es ist nicht viel, denn der Stabi arbeitet ja nur für den Moment einer Auslösung, also im Millisekundenbereich. Die Energie in Ws is also sehr klein in Bezug auf den großflächigen Sensor, der, wenn ich manchen Schnittzeichnungen trauen soll, auch noch recht dick ist. Sollten wirklich nennenswerte Ws verbraucht werden, die zum fühlbaren Erwärmen führen, dann wäre der Akku schnell am Ende. Grüße ... Rolf Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 10. Juni 2010 Share #6 Geschrieben 10. Juni 2010 Zum Thema Objektiv-Kompatibilität zwischen Four Thirds und Micro Four Thirds: Gehe ich recht in der Annahme, das die in elektronischer Hinsicht identisch sind, und der teure Adapter einfach nur die Leitungen durchschleift? Tja, da müsste man nun wissen, wie das MFT-Bajonett ganz genau spezifiziert ist, aber wer das weiß, redet nicht … Grob gesagt ist es wohl so, dass die Kontakte von FourThirds in Micro FourThirds enthalten sind; die zusätzlichen Kontakte dienen, wenn ich die Aussagen meines Gewährsmanns bei Panasonic richtig in Erinnerung habe, der feinen Steuerung der Blende – bei Videoaufnahmen würde sich das Öffnen oder Schließen der Blende sonst störend bemerkbar machen, sodass man nur die Belichtungszeit kontinuierlich anpassen könnte – und dem Kontrastvergleichs-AF. Da bislang in allen FourThirds-Adaptern (Telekonverter, Verlängerungsringe …) ebenso wie in den Objektiven eine eigene CPU steckte, liegt der Verdacht nahe, dass das auch beim FourThirds-Adapter für Micro-FourThirds-Kameras so ist. Das generelle Funktionsprinzip sieht so aus, dass sich ein Objektiv oder Adapter bei der Kamera anmeldet, und wenn man ein Objektiv über einen Adapter anschließt, würde sich das Objektiv zunächst beim Adapter vorstellen und dieser dann dem Gehäuse mitteilen, wer und was er ist und dass er noch einen Freund (das Objektiv) mitgebracht hat. Über die Details würde ich auch gerne mehr wissen … Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 11. Juni 2010 Share #7 Geschrieben 11. Juni 2010 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Was ist denn mit dem Stabi der Lumixlinsen, die auch an den Olys laufen. Ist die gesamte Steuerung jeweils in den Objektiven und die Lumix-Kameras sind diesbezüglich "dumm"? Panasonic hat das meines Wissens nicht dokumentiert, aber normalerweise baut man alle Komponenten eines auf einer beweglichen Linsengruppe basierenden Stabilisators in das Objektiv ein, also auch die Gyrosensoren und die Regelungselektronik. Die Kameras sind in dieser Hinsicht „dumm“, auch wenn sie den Bildstabilisator ein- und ausschalten und den Modus umschalten können. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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matadoerle Geschrieben 11. Juni 2010 Share #8 Geschrieben 11. Juni 2010 Panasonic hat das meines Wissens nicht dokumentiert, aber normalerweise baut man alle Komponenten eines auf einer beweglichen Linsengruppe basierenden Stabilisators in das Objektiv ein, also auch die Gyrosensoren und die Regelungselektronik. Die Kameras sind in dieser Hinsicht „dumm“, auch wenn sie den Bildstabilisator ein- und ausschalten und den Modus umschalten können. Deine Aussage wird von der Tatsache unterstützt, daß beispielsweise eine G1 mit dem Pancake keinerlei "Orientierung" hat - man muß die Bilder einzeln per Software ausrichten. Mit den Kit-Objektiven hingegen alles keine Frage. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 11. Juni 2010 Share #9 Geschrieben 11. Juni 2010 Hallo Thorsten! Deine Aussage wird von der Tatsache unterstützt, daß beispielsweise eine G1 mit dem Pancake keinerlei "Orientierung" hat - man muß die Bilder einzeln per Software ausrichten. Mit den Kit-Objektiven hingegen alles keine Frage. Die G1 hat, so wie die L10 (und auch L1?) im Gehäuse keine Lagesensor sondern verwendet die Gyrosensoren im OIS Objektiv zur Lagebestimmung. Hat den Vorteil (zumindest soweit ich das beurteilen kann L10 gegen E-300) daß auch Bilder "in den Boden" oder "in den Himmel" immer (?) richtig gedreht erscheinen. Das können nicht einmal 5D, M8/9 in dieser Konsequenz. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
RoDo Geschrieben 11. Juni 2010 Share #10 Geschrieben 11. Juni 2010 (bearbeitet) Hallo Thorsten! Die G1 hat, so wie die L10 (und auch L1?) im Gehäuse keine Lagesensor sondern verwendet die Gyrosensoren im OIS Objektiv zur Lagebestimmung. Hat den Vorteil (zumindest soweit ich das beurteilen kann L10 gegen E-300) daß auch Bilder "in den Boden" oder "in den Himmel" immer (?) richtig gedreht erscheinen. Das können nicht einmal 5D, M8/9 in dieser Konsequenz. Hallo Harald, die Gyrosensoren können's nicht sein, die können keine Lage im Raum erkennen, sondern nur Winkelbewegungen. Ich gehe davon aus, dass die Positionierungseinstellung das Ausgleichsglied mal kurz "fallen" lässt und dann misst, in welche Richtung es zum Errreichen der Nullposition wieder verschoben werden musste. Bei Aufnahmen exakt nach unten bzw. oben, also optische Achse genau senkrecht, ist eine "richtige" Ausrichtung als Hoch- oder Querformat Bild aus physikalischen Gründen nicht definierbar. Grüße ... Rolf bearbeitet 11. Juni 2010 von RoDo Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Suedlicht Geschrieben 11. Juni 2010 Autor Share #11 Geschrieben 11. Juni 2010 Die G1 hat, so wie die L10 (und auch L1?) im Gehäuse keine Lagesensor sondern verwendet die Gyrosensoren im OIS Objektiv zur Lagebestimmung.Hat den Vorteil (zumindest soweit ich das beurteilen kann L10 gegen E-300) daß auch Bilder "in den Boden" oder "in den Himmel" immer (?) richtig gedreht erscheinen. Das können nicht einmal 5D, M8/9 in dieser Konsequenz. Verstehe nicht, wo in dieser Hinsicht ein Unterschied darin sein soll, ob diese Sensoren in der Kamera oder im Objektiv sitzen. So lange das Objektiv nicht unabhängig von der Kamera bewegt werden kann, sollte der Effekt doch der selbe sein. Gruß vom Südlicht Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 11. Juni 2010 Share #12 Geschrieben 11. Juni 2010 Verstehe nicht, wo in dieser Hinsicht ein Unterschied darin sein soll, ob diese Sensoren in der Kamera oder im Objektiv sitzen. So lange das Objektiv nicht unabhängig von der Kamera bewegt werden kann, sollte der Effekt doch der selbe sein. Für die Zwecke der Bildstabilisierung besteht der Vorteil darin, dass die Gyrosensoren im Idealfall an der Position des parallaxfreien Drehpunkts sitzen sollte, denn streng genommen können nur Drehungen um diesen Punkt ausgeglichen werden. Dieser Punkt ist die Mitte der Eintrittspupille, wo logischerweise (nämlich mitten im Strahlengang) kein Platz für Gyrosensoren ist, aber je näher, desto besser. Gyrosensoren im Gehäuse würden bei Verwendung eines Objektivs längerer Brennweite ziemlich weit davon entfernt sein. In der Praxis scheint das dann aber doch keinen so großen Unterschied zu machen. Was die Lageerkennung betrifft so ist es richtig, dass die Gyrosensoren nur Beschleunigungen und damit Lageveränderungen erkennen können, nicht aber die Lage selbst. Mit ein paar Tricks könnte das aber trotzdem klappen. Normalerweise wird die Lage mit Schaltern mit frei beweglichen Kügelchen ermittelt, die je nach Ausrichtung der Kamera einen Kontakt öffnen beziehungsweise schließen. Wenn man die Kamera allerings nach unten oder oben kippt, geraten die Kügelchen in eine instabile Position und können fälschlich eine Hochformataufnahme anzeigen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
RoDo Geschrieben 11. Juni 2010 Share #13 Geschrieben 11. Juni 2010 Für die Zwecke der Bildstabilisierung besteht der Vorteil darin, dass die Gyrosensoren im Idealfall an der Position des parallaxfreien Drehpunkts sitzen sollte, denn streng genommen können nur Drehungen um diesen Punkt ausgeglichen werden. Dieser Punkt ist die Mitte der Eintrittspupille, wo logischerweise (nämlich mitten im Strahlengang) kein Platz für Gyrosensoren ist, aber je näher, desto besser. Gyrosensoren im Gehäuse würden bei Verwendung eines Objektivs längerer Brennweite ziemlich weit davon entfernt sein. In der Praxis scheint das dann aber doch keinen so großen Unterschied zu machen. Was die Lageerkennung betrifft so ist es richtig, dass die Gyrosensoren nur Beschleunigungen und damit Lageveränderungen erkennen können, nicht aber die Lage selbst. Mit ein paar Tricks könnte das aber trotzdem klappen. Normalerweise wird die Lage mit Schaltern mit frei beweglichen Kügelchen ermittelt, die je nach Ausrichtung der Kamera einen Kontakt öffnen beziehungsweise schließen. Wenn man die Kamera allerings nach unten oder oben kippt, geraten die Kügelchen in eine instabile Position und können fälschlich eine Hochformataufnahme anzeigen. Hier irrst Du leider. Gyrosensoren messen keine Beschleunigungen, sondern Winkelgeschwindigkeiten. Da - glücklicherweise - eine Kamera ein stabiles System ist, ist die Lage der Gyrosensoren völlig irrelevant, weil die Winkelgeschwindigkeit einer Rotation in einer Ebene für alle Punkte des Körpers dieselbe ist, egal wo sie, bezogen auf den Drehpunkt, liegen. Es sind eben Gyrosensoren und keine Accelerationsensoren. Grüße ... Rolf Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Suedlicht Geschrieben 11. Juni 2010 Autor Share #14 Geschrieben 11. Juni 2010 Gyrosensoren messen keine Beschleunigungen, sondern Winkelgeschwindigkeiten. Ich behaupte: Eine Geschwindigkeit kann man nur messen, wenn man einen Vergleich hat, also etwas Ruhendes. Eine Beschleunigung aber kann man messen. Gruß Südlicht Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 11. Juni 2010 Share #15 Geschrieben 11. Juni 2010 Gyrosensoren messen keine Beschleunigungen, sondern Winkelgeschwindigkeiten. Hatten wir das Thema nicht schon mal? ;-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 11. Juni 2010 Share #16 Geschrieben 11. Juni 2010 Eine Beschleunigung aber kann man messen. Ja, nämlich über die Messung von Schein- oder Trägkeitskräften. So funktioniert auch ein Gyrosensor. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
RoDo Geschrieben 11. Juni 2010 Share #17 Geschrieben 11. Juni 2010 Hatten wir das Thema nicht schon mal? ;-) Jau, reichlich diskutiert. Aber viel scheint nicht hängengblieben zu sein. Aber wenn wir uns mal auf die Namen von Sensoren einigen können: Ein Thermosensor misst Temperaturen Ein Drucksensor misst Drücke Ein Gyrosensor misst Drehungen (hat was mit Gyros gemeinsam) Das abgebene Signal ist eine der Winkelgeschwindigkeit proportionale Spannung. Ich habe mal irgendwo einen kleinen Artikel über das Innenleben dieser elektronischen Winzlinge gelesen, und das ist schon eine hochkomplizierte Physik, die da realisert wurde, um eine Drehung messen zu können und das Signal nicht durch translatorische Bewegungen, die, wenn sie nicht konstant sind, auch immer mit Beschleunigungen verbunden sind, verfälscht werden. Natürlich sind wechselnde Winkelgeschwindigkeiten zwangsläufig auch mit Winkelbeschleunigungen verbunden. Aber die Sensoren geben nun mal kein Signal für diese Beschleunugung (-swechsel) ab, sondern für die Geschwindkeit. Die Beschleunigung kann das auswertende System gemäß dv/dt natürlich ausrechnen, aber die wird garnicht gebraucht. Aber das entscheidende in deinem letzten Beitrag war die "ideale Lage auf der optischen Achse" usw. Das ist einfach für die Lage der Gyrosensoren haltlos. Da sitzt sehr zu recht das Ausgleichsglied. Grüße ... Rolf Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 11. Juni 2010 Share #18 Geschrieben 11. Juni 2010 Aber wenn wir uns mal auf die Namen von Sensoren einigen können:Ein Thermosensor misst Temperaturen Ein Drucksensor misst Drücke Ein Gyrosensor misst Drehungen (hat was mit Gyros gemeinsam) Ja, und ein Jägerschnitzel verhält sich zum Jäger wie ein Schweineschnitzel zum Schwein … Es hatte Dich schon beim letzten Mal nicht irritiert, dass man, wenn man auf Wikipedia „Gyrosensor“ eingibt, auf „Beschleunigungssensor“ weitergeleitet wird, aber das sollte es. Natürlich kann man das gemessene Signal auch schon im gekapselten Sensor einmal integrieren, sodass man ein Signal erhält, das proportional zur Geschwindigkeit ist, aber gemessen wird nun mal eine Beschleunigung. Mir fällt spontan nicht ein, wie man mit einem Sensor, der auf Trägheitskräften basiert, eine Geschwindigkeit direkt messen können sollte. Aber das entscheidende in deinem letzten Beitrag war die "ideale Lage auf der optischen Achse" usw. Das ist einfach für die Lage der Gyrosensoren haltlos. Da sitzt sehr zu recht das Ausgleichsglied. Die Lage auf der optischen Achse ist für sich genommen gar nicht so entscheidend – da sitzen die Sensoren ja auch bei Bildstabilisatoren im Objektiv nicht –, sondern die Nähe zum parallaxfreien Drehpunkt (den der Volksmund fälschlich Nodalpunkt nennt) insgesamt. Ein Bildstabilisator kann nur Dreh- und Schwenkbewegungen um diesen Punkt kompensieren; Drehungen um andere Punkte haben einen Parallaxeffekt zur Folge, der sich nicht eliminieren lässt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
RoDo Geschrieben 11. Juni 2010 Share #19 Geschrieben 11. Juni 2010 Ja, und ein Jägerschnitzel verhält sich zum Jäger wie ein Schweineschnitzel zum Schwein … Es hatte Dich schon beim letzten Mal nicht irritiert, dass man, wenn man auf Wikipedia „Gyrosensor“ eingibt, auf „Beschleunigungssensor“ weitergeleitet wird, aber das sollte es. Natürlich kann man das gemessene Signal auch schon im gekapselten Sensor einmal integrieren, sodass man ein Signal erhält, das proportional zur Geschwindigkeit ist, aber gemessen wird nun mal eine Beschleunigung. Mir fällt spontan nicht ein, wie man mit einem Sensor, der auf Trägheitskräften basiert, eine Geschwindigkeit direkt messen können sollte. Die Lage auf der optischen Achse ist für sich genommen gar nicht so entscheidend – da sitzen die Sensoren ja auch bei Bildstabilisatoren im Objektiv nicht –, sondern die Nähe zum parallaxfreien Drehpunkt (den der Volksmund fälschlich Nodalpunkt nennt) insgesamt. Ein Bildstabilisator kann nur Dreh- und Schwenkbewegungen um diesen Punkt kompensieren; Drehungen um andere Punkte haben einen Parallaxeffekt zur Folge, der sich nicht eliminieren lässt. OK, der Auflug in die Gastronomie bringt uns nicht weiter. Und in Wikipedia steht manchmal auch nicht immer zuverlässiger Stoff, aber glücklicherweise meistens doch. Wenn Du das Henne/Ei Problem Geschwindigeit/Beschleunigung so betrachtest, stimme ich Dir zu. Aber es bleibt bei der Ausgabe als Winkelgeschwindigket. Das Wort acceleration kommt in den Datenblättern von Gyrosensor-Herstellern selten oder nie vor. Dann kann man da nur hoffen, dass die Hersteller auch am parallaxenfreien Drehpunkt ihre Gyrosensoren unterbringen können. Vielleicht ist das Panasonic beim G 45-200 nicht möglich gewesen und der Stabi wirkt deshalb nicht immer so richtig. Grüße .. Rolf Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 11. Juni 2010 Share #20 Geschrieben 11. Juni 2010 Hallo Rolf! die Gyrosensoren können's nicht sein, die können keine Lage im Raum erkennen, sondern nur Winkelbewegungen.Weder Lage noch Winkelgeschwindigkeit, schlicht Beschleunigung. Aber das hatten wir ja schon :-) Ich gehe davon aus, dass die Positionierungseinstellung das Ausgleichsglied mal kurz "fallen" lässt und dann misst, in welche Richtung es zum Errreichen der Nullposition wieder verschoben werden musste. Ob da irgendwer irgendwen fallen läßt, sei dahingestellt... Bei Aufnahmen exakt nach unten bzw. oben, also optische Achse genau senkrecht, ist eine "richtige" Ausrichtung als Hoch- oder Querformat Bild aus physikalischen Gründen nicht definierbar. Jedenfalls kriegt es das Objektiv mit und meldet das auch an die Kamera. Ich photographiere oft Pflanzen/Blumen, meist mit Tele, schräg nach unten. Und oft auch im Hochformat. Die L10 ist da beinhart, das Bild steht immer so, wie ich es aufgenommen habe. Andere Kameras vertun sich da sehr leicht. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
joachimeh Geschrieben 11. Juni 2010 Share #21 Geschrieben 11. Juni 2010 Hallo Rolf!Weder Lage noch Winkelgeschwindigkeit, schlicht Beschleunigung. Aber das hatten wir ja schon :-)Ob da irgendwer irgendwen fallen läßt, sei dahingestellt... Jedenfalls kriegt es das Objektiv mit und meldet das auch an die Kamera. Ich photographiere oft Pflanzen/Blumen, meist mit Tele, schräg nach unten. Und oft auch im Hochformat. Die L10 ist da beinhart, das Bild steht immer so, wie ich es aufgenommen habe. Andere Kameras vertun sich da sehr leicht. Gyros-Sensor? Ist das nicht der Temperaturfühler vom Griechengrill? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 11. Juni 2010 Share #22 Geschrieben 11. Juni 2010 Hallo Rolf! Gyrosensoren messen keine Beschleunigungen, sondern Winkelgeschwindigkeiten. Wenn du (also Gyrosensor) in einem Objektiv (oder in einer Kamera) als Inertialsystem sitzt, dann kannst du von diesem aus niemals deine eigene Geschwindigkeit messen. Was du aber kannst, das ist die jeweilige Beschleunigung - weil diese auch in dein(em) System wirkt - zu messen. Ein Flugzeug in der Luft braucht zumindest als Bezug die ihn umgebende Luft (Prantl'sches Staurohr). Wenn es das nicht gäbe, dann gäbe es nichts (garnichts) womit man im Flieger selbst die Eigengeschwindigkeit (zB. über Boden) messen könnte. Auch mit dem Staudruckmesser hast du nur eine Relativgeschwindigkeit, aber die Luftbewegungen in den Luftfahrtsrouten sind recht genau dokumentiert. Eleganter geht es mit dem GPS, da senden dir die Satelliten ihre Bahnposition und aus der Laufzeit der übermittelten Signale kann man dann (über eine gewisse Zeit) die Eigen(flug)geschwindigkeit ausrechnen. Wenn du in einem Flugzeug in die Höhe springst (tue es nicht, man würde dich bei der Landung wohl unliebsam empfangen :-) dann landest du exakt an demselben Punkt im Flugzeug, wo du abgesprungen bist. Wenn aber der Flieger beim Start beschleunigt, dann wirst du - weil du zum Zeitpunkt deines 'Absprunges' deine Relativbewegung beibehältst - um einiges weiter hinten im Flieger wieder auf den Boden kommen. Wenn du nun die Zeit mißt, die du nicht am Flugzeugboden verbracht hast und die Entfernung um die du weiter hinten wieder 'gelandet' bist, nun, dann warst du selbst ein Gyrosensor und kannst recht genau die Beschleunigung des Fliegers beim Start berechnen. Weil die Luftlinien offenbar nicht wollen, daß man diese Beschleunigung selbst ermittelt, muß man beim Start und bei der Landung angeschnallt sitzen bleiben. Aber als Gedankenexperiment allemal durchführbar. Also nochmals (von mir zum letzten Mal :-) Nix Geschwindigkeit, nur Beschleunigung. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 11. Juni 2010 Share #23 Geschrieben 11. Juni 2010 Hallo Michael! Mir fällt spontan nicht ein, wie man mit einem Sensor, der auf Trägheitskräften basiert, eine Geschwindigkeit direkt messen können sollte. Sollte es dir jedoch einfallen, dann wirst du wohl eine Einladung nach Stockholm ins Konzerthaus bekommen :-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
isaac Geschrieben 11. Juni 2010 Share #24 Geschrieben 11. Juni 2010 Hallo Jo! Gyros-Sensor? Ist das nicht der Temperaturfühler vom Griechengrill? Ja, jetzt wo du es sagst :-) Nur weil irgenwer diese winzigen Beschleunigungssensoren Gyrosensor genannt hat, denken halt viele an einen Kreisel und nicht an einen Griller. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
RoDo Geschrieben 11. Juni 2010 Share #25 Geschrieben 11. Juni 2010 Hallo Rolf!Weder Lage noch Winkelgeschwindigkeit, schlicht Beschleunigung. Aber das hatten wir ja schon :-) Ob da irgendwer irgendwen fallen läßt, sei dahingestellt... Jedenfalls kriegt es das Objektiv mit und meldet das auch an die Kamera. Ich photographiere oft Pflanzen/Blumen, meist mit Tele, schräg nach unten. Und oft auch im Hochformat. Die L10 ist da beinhart, das Bild steht immer so, wie ich es aufgenommen habe. Andere Kameras vertun sich da sehr leicht. Hallo Harald, im allgemeinen ist es in der Technik so, das ein Gerät das misst, was es anzeigt. Denn damit ist der Quantifizierungsprozess, die Messung, verbunden. Das manchmal dabei auch indirekte Messmethoden verbunden sein können, ist nicht unüblich. Das mit dem "Fallenlassen" wäre ein Möglichkeit. Inzwischen gehe ich aber davon aus, das die Lageregelung des Ausgleichsteils in der Lage ist, die Schwerkraftkomponente zu erkennen und damit die Kamerahaltung. Wenn die L10 es so toll kann: Prima! Wahrscheinlich sind die Probleme der anderen Kameras durch den von mjh oben beschriebenen Kügelchensensor hervorgerufen. Grüße ... Rolf Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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