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Auch wenn ich noch nicht viel fragen kann, ich lese immer mit.

Aber für mich als Greenhorn viele neue bömische Dörfer.

 

Wie eingangs erwähnt: Für mich eine spannende Aufgabe, ob ich sie denn möchte, ob der vielen "Probleme" bleibt abzuwarten.

 

Doch offenbar habe ich erfreulicherweise ein Thema angesprochen, welches bei einigen brach lag.

 

Sooo kompliziert ist das Thema eigentlich nicht.

 

Fangen wir erst einmal bei dem an, was Du kennst. Du hat Aufnahmen gemacht und möchtest daraus eine Diashow machen. Dafür gibt es Programme am Markt. Ich benutze hin und wieder eines von Aquasoft, weil es sich doch recht einfach bedienen lässt. Diese Programme bieten Alles, was das Herz begehrt, inklusive Kamerafahrten (d.h. man kann den Fokus innerhalb eines Bildes bewußt so steuern, als würde man die Kamera auf den Punkt lenken. Zudem kann man zwischen den Bildern überblenden und das Ganze auch noch mit Ton hinterlegen. Und man kann es in verschiedenen Formaten ausgeben. Wer ein wenig neugierig und experimentierfreudig ist, braucht so ein oder zwei Wochenenden um auf dem Instrument spielen zu können. Mein Tipp: Kamerafahrten und Überblendeffekte so sparsam wie möglich einsetzen. Was nachher herauskommt, ist ein Film den man zeigen kann. Statt Hintergrundmusik kann man natürlich auch selber vertonen, indem man Kommentare einpflegt. Das habe ich mit Aquasoft noch nicht gemacht.

 

Eine andere Hausnummer ist, Videos zu schneiden. Da muss man sich in der Tat gleich am Anfang mit einer Reihe von Parametern auseinandersetzen. Da spielt die Bildfrequenz (Frames per Second -fps) eine Rolle. Wir haben da zur Auswahl: 24, 25, 30, 50 und 60. In dieser Kombination muss man noch unterscheiden zwischen Halbbildverfahren und Vollbildverfahren. Bei Halbbildverfahren wird beim ersten Bild jede ungerade Zeile, beim zweiten Bild jede gerade Zeile gespeichert. Das Halbbildverfahren hatte ganz große Bedeutung, als wir noch Röhrenfernseher hatten. Denn die konnten nur Halbbild. Und da kam sofort die Frage oberes oder unteres Bild zuerst. Blödsinnigerweise waren die Parameter bei analogem und digitalem Material unterschiedlich. 24 Vollbilder in der Sekunde ist der für Kinos typische Aufnahmeparameter. In Europa gilt die PAL-Norm und die sieht 25 Vollbilder oder 50 Halbbilder vor, abgekürzt mit 25p (progressive) und 50i (interlaced). Jenseits des Atlantiks hat sich NTSC eingebürgert. Definiert sind dort 30 Vollbilder oder 60 Halbbilder. Das Ganze ist wohl an die Frequenz des Stromnetz angelehnt. In Amerika 60 Herz, hier 50 Herz. Nur als Anmerkung am Rande: Wenn ich mit 30p in Deutschland aufnehme, dann kann es ganz kräftig anfangen zu Flimmern, da Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen die 50 Herz nutzen (ich habe da wenig Erfahrung, ich filme nicht mit 30p, da ich schon viel Material habe, das in 24p bzw. 25p vorliegt). Das ist auch einer der Gründe, warum für mich eine OM-D nicht in Frage kommt.

 

Ob 25p oder 50i - tja, daran scheiden sich die Geister. Auf TFT-Bildschirmen haben progressive Aufnahmen, also Vollbilder auf jeden Fall Vorteile. Der Monitor baut sein Bild als Vollbild auf. Interlaced Material sieht da häufig nicht so gut auf. Wobei gute TFT durchaus sauber interpolieren. Ich neige da auch eher dazu in 24p oder 25p aufzunehmen. Allerdings hat 50i bei schnell bewegten Szenen einen großen Vorteil: Die Anzahl der Bilder, die in einer Sekunde aufgenommen werden, ist doppelt so groß. Damit wirken solche Szenen flüssiger. Daher kommt dann auch der Wunsch nach 50 Vollbildern in der Secunde. Da ist man dann völlig frei. Man kann das Material so lassen oder in interlaced Material (also Halbbilder) umwandeln.

 

Und die Aufnahme ist bei Video erst ein ganz kleiner Teil der Arbeit. Die meiste Zeit geht mit Sichten und Sortieren des Materials und dem eigentlichen Schnitt inkl. der Vertonung drauf. Das ist ein ganz wichtiger Teil des kreativen Prozesses. Wenn ich von einer Städtetour wiederkomme und 12 oder 15 Stunden Material mitbringe, dann darf davon nicht mehr als 20 bis max. 30 Minuten Film übrigbleiben. Wenn die Tour ganz spannend war, vielleicht auch mal 45 Minuten. Aber unter gar keinen Umständen mehr. Schon beim Schnitt habe ich auch im Hinterkopf, wie ich vertonen will. Das kann die Originalaufnahme sein, häufig wird aber auch mit Musik oder Kommentaren hinterlegt.

 

Gute Videoschnittprogramme lassen auch den Import von Einzelaufnahmen zu. Dort kann man dann auch angeben, wie lange die Aufnahme angezeigt wird. Was das Format angeht: Da muss man schon ein wenig experimentieren. Ich neige dazu, die Aufnahmen in der Bildbearbeitung auf die richtige Größe zu bringen. Ich meine, dass Photoshop ausgereifter verkleinert, als mein Videoschnittprogramm. Hier kann aber auch die Einbildung eine Rolle spielen.

 

Ein kurzes Statment sei mir noch erlaubt. Ich glaube, dass einer der Reize von digitalen Medien darin liegt, dass man Bewegtbilder (Videos) und Standbilder (Fotos) in einer multimedialen Schow mischen kann. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Die notwendigen Programme sind vorhanden und für überschaubare Beträge zu bekommen. Die Einarbeitung darf man nicht scheuen.

 

Wer jetzt sagt: "Das ist mir viel zu viel Aufwand" dem muss ich allerdings die Frage stellen, wie er denn jetzt seine Aufnahmen präsentiert. Natürlich kann man Ausdrucke machen. Aber wie häufig druckt man in A3 oder größer aus. Denn da spielt dann das Kostenargument schon wieder eine Rolle. Und brauche ich für 9*13 oder 10*15 wirklich eine 12 oder 16 MPix-Kamera? Letztlich muss man die Nacharbeit als Teil des kreativen Prozesses begreifen. Dann macht das sogar richtig Spass.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich gerade meine Familie gern mal Aufnahmen aus dem Urlaub anschaut. Ist ja auch bequem: DVD einlegen und los geht es. Das ist viel bequemer, als in der Analogzeit. Einen Diaprojektor und eine Leinwand aufbauen dauert halt. Ich setze auf einen Fernseher und nicht auf einen Beamer aus Gründen der Bequemlichkeit und begrenzter finanzieller Ressourcen. Ich verfüge leider über kein Privatkino (fester Raum, nur für diesen Zweck). Und es ist mir zuviel Geraffel den Beamer immer wieder aufzubauen. Und den Beamer fest unter die Decke bauen? Der würde den Stuck verschandeln und eine versenkbare Lösung ist mir viel zu teuer.

 

Viele Grüße

Thobie

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Hier ein simples Beispiel wie man sehr einfach mit iPhoto eine Diashow erstellt.

 

 

Die gewünschten Bilder in einen Ordner oder Album ziehen,

dann alle Bilder auswählen ...

 

 

 

Unter Ablage Exportieren gehen ...

 

 

 

Diashow und das gewünschte Format einstellen ...

 

 

 

Etwas warten ...

 

 

Um dann das Ergebnis anzuschauen ...

 

https://www.dropbox.com/s/yrwdlic7epiehm7/Kartbahn%202011-Monitor.m4v

 

Oben rechts kann man sich die 178 MB runter laden, die größere Version hat fast 500 MB,

wird aber hier nicht nötig sein.

 

Also für den Hausgebrauch alles keine Hexerei und ich schaue mir die Bilder lieber so,

als über einen Beamer auf der Leinwand an. :)

 

Alles Bilder wurden mit der Fujifilm X100 gemacht. ;)

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Hier ein simples Beispiel wie man sehr einfach mit iPhoto eine Diashow erstellt.

 

Also für den Hausgebrauch alles keine Hexerei und ich schaue mir die Bilder lieber so, als über einen Beamer auf der Leinwand an. :)

 

Ist doch ein schönes Beispiel und recht gut gelungen. Was die Überblendungen und die Musik angeht, muss jeder seinen Stil finden.

 

Und ja, eine solche Präsentation sieht sich auch im Freundes- und Familienkreis jeder gern an. Voraussetzung: Man übertreibt es nicht bei der Anzahl der Aufnahmen und damit bei der Länge der Präsentation. Eine solche Präsentation kommt dann auch besser, als Alben, die man herumreicht. Und wenn man den Fernseher nutzt, muss man auch Nichts mehr aufbauen.

 

Gruß

Thobie

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Was die Überblendungen und die Musik angeht, muss jeder seinen Stil finden.

Ja klar, das sollte jetzt nur zeigen wie schnell das geht, etwas poppig rüberkommen,

und keine Familienbilder zeigen.

 

Man kann z.B. genauso aus einer größeren Anzahl nur einzelne Bilder markieren,

das ist wirklich kinderleicht, auch wenn ich sonst mit iPhoto kaum arbeite.

bearbeitet von Maxi
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