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Hallo zusammen,

 

um Langzeitbelichtungen über mehrere Sekunden bei hellem Sonnenlicht zu erhalten (z.B. um einen Wasserfall als wattigen Strom darzustellen) muss man grundsätzlich mit sehr dichten Graufiltern arbeiten, da ein bloßes Abblenden nicht ausreicht.

Nun habe ich heute eine App für das iPhone entdeckt, mit der man ohne Probleme Belichtungszeiten bis 16 Sekunden bei jeder Helligkeit realisieren kann! Man bekommt immer optimal belichtete Fotos!

Kann mir jemand erklären, wie das technisch funktioniert?

Ich vermute mal als Laie, daß der Chip dabei nur seltener ausgelesen wird.

 

Ich frage mich nur, warum diese Funktion dann nicht bei teuren Systemkameras (prädestiniert wären ja MFT-Apparate) implementiert ist?!

Wäre doch echt eine feine Sache!

 

Viele Grüße

Jürgen

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Kann mir jemand erklären, wie das technisch funktioniert?

Ich vermute mal als Laie, daß der Chip dabei nur seltener ausgelesen wird.

 

Wie es konkret gemacht wird weiss ich nicht, ich kann mir aber nichts anderes vorstellen, als dass über den Zeitraum viele Bilder mit kurzer Belichungszeit aufgenommen werden, die dann per Software übereinanderkopiert werden bevor das Bild letztendlich auf der Speicherkarte landet.

So würde dann der Wasserfall fliessend aussehen. Auch wenn das vermutlich nicht so toll aussieht wie eine echte Langzeitbelichtung, interessant ist die Möglichkeit auf jeden Fall.

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Hallo jkrt,

 

vielen Dank für deine Antwort. Möglich, dass es so funktioniert. Das Ergebnis sind jedoch echte Langzeitaufnahmen. D.h., unbewegte Motive im Bild sind absolut scharf, während bewegte Dinge (z.B. Passanten) nur als Schemen erscheinen. Wird während der Belichtungszeit das iPhone bewegt, entstehen auch Bewegungsunschärfen des gesamten Fotos.

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Hallo jkrt,

 

vielen Dank für deine Antwort. Möglich, dass es so funktioniert. Das Ergebnis sind jedoch echte Langzeitaufnahmen. D.h., unbewegte Motive im Bild sind absolut scharf, während bewegte Dinge (z.B. Passanten) nur als Schemen erscheinen. Wird während der Belichtungszeit das iPhone bewegt, entstehen auch Bewegungsunschärfen des gesamten Fotos.

 

Das ist auch alles logisch korrekt. Ich verstehe Dich so, dass Du Dich wunderst, dass Immobilien bei Übereinanderrechnen vieler Einzelbilder absolut scharf werden. Bei den Sonys gibt es sogar extra einen Modus, der genau dafür da ist, bei handgehaltenen Aufnahmen mit eigentlich zu langer Belichtungszeit (Abenddämmerung oder nightshot heisst es dort glaube ich) scharfe Bilder mit wenig Rauschen zu erzeugen. Dazu macht die Kamera schneller mehrere Einzelbilder und verrechnet diese so, das das Ergebnis schön scharf bleibt, wo es normalerweise verwackelt wäre. Das ist nichts anderes als eine Minilangzeitaufnahme, verteilt auf mehrere Bilder. Was mobil ist, bewegt sich natürlich auch im fertigen Bild. Es ist an jeder Stelle nur kurz, wird also auch kürzer belichtet als die Immobilien und erscheint deshalb nur schemenhaft.

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Das ist auch alles logisch korrekt. Ich verstehe Dich so, dass Du Dich wunderst, dass Immobilien bei Übereinanderrechnen vieler Einzelbilder absolut scharf werden. Bei den Sonys gibt es sogar extra einen Modus, der genau dafür da ist, bei handgehaltenen Aufnahmen mit eigentlich zu langer Belichtungszeit (Abenddämmerung oder nightshot heisst es dort glaube ich) scharfe Bilder mit wenig Rauschen zu erzeugen. Dazu macht die Kamera schneller mehrere Einzelbilder und verrechnet diese so, das das Ergebnis schön scharf bleibt, wo es normalerweise verwackelt wäre. Das ist nichts anderes als eine Minilangzeitaufnahme, verteilt auf mehrere Bilder. Was mobil ist, bewegt sich natürlich auch im fertigen Bild. Es ist an jeder Stelle nur kurz, wird also auch kürzer belichtet als die Immobilien und erscheint deshalb nur schemenhaft.

 

Vielen Dank, das klingt sehr plausibel. Ist technisch also keine Meisterleistung und wäre ohne besonderen Aufwand als zusätzliches feature in die meisten Kameras zu implementieren. Das wäre zumindest viel hilfreicher als die zahllosen Programme wie "Baby bei Sonnenlicht", "Baby zur Mitsommerwende" und "Tiefseefoto von Baby ab 5000m" ;-))

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Ich frage mich nur, warum diese Funktion dann nicht bei teuren Systemkameras (prädestiniert wären ja MFT-Apparate) implementiert ist?!

Wäre doch echt eine feine Sache!

In der Theorie entspricht das einer Mehrfachbelichtung, bei der (nur) für die Überlagerung, die Helligkeit der Einzelbilder reduziert wird.

In vielen Kameras ist diese Funktion aber nur zum Überlagern von 2 Bildern gedacht. Im E-PL3 Handbuch steht zwar etwas von Überlagern eines RAW mit mehreren Bildern, das ist aber so dürftig beschrieben, daß ich daraus nicht schließen kann, ob das auch für einen solchen Anwendungsfall geeignet ist.

( In der Praxis würde ich die Bilder jedenfalls lieber per EBV zusammenführen, falls ich keinen Graufilter mit habe )

 

Gruß

Günter

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Moin beautyart,

Ist technisch also keine Meisterleistung.....

Na hör ´mal.

Geht´s noch?

Ihr habt wohl zum großen Teil die Achtung vor technischen Entwicklungen verloren?:confused:

 

Auf einer Matinee, mit den unvermeidlichen schicken Gästen läuft ein Mann herum mit einem alten Anzug und einer schäbigen Aktentasche unter dem Arm.

Der fällt natürlich auf. Irgendwann pirscht sich einer der Gäste an ihn heran und fragt: Sind Sie auch Künstler? Ich habe Sie noch nie hier gesehen?

Er: Ja, ich bin auch ein Künstler.

Gast: So? Was schaffen Sie denn? Malen Sie auch?

Er: Nein, ich mache Regenschirme.

Gast: Ich bitte Sie, das ist doch keine Kunst.

Er: So? Na dann machen Sie mal einen.

 

Also beautyart, in diesem Sinne etwa.

 

Gruß Rolf

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