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Hallo

 

Das Verölen der Blendenlamellen kenne ich auch. Leider. In den 70ger oder 80er Jahren stellte die optische Industrie der DDR das Schmiermittel um. Ob der Westen nicht mehr lieferte oder das eine der selbstinitierten Aktionen zur "Störfreimachung der DDR Wirtschaft" war, weiß ich nicht.

 

Das einzige was ich mit Bestimmtheit sagen kann, fast alle der damals gefertigten Objektive fallen heute mit verklebten Blendenlamellen aus. Das Schmiermittel war ein Mineralöl-Seifen-Gemisch. Die Seife setzt sich chemisch um, durch Oxidation oder Bakterien und das Öl wird freigesetzt. Dieses beginnt dann durch Adhäsionskräfte aus der Einstellschnecke im ges. Objektivinnenraum zu kriechen, es ist also völlig wurscht, wie man die Objektive aufbewahrt.

 

Besonders anfällig sind die Objektive mit Springblende, bei denen der Springmechanismus durch 2 Federn im Gleichgewicht gehalten wird (Zeisskonstruktion). Pentacon verwendete die ADB (Automatische Druckblende.) Bei der drückt der Blendenstößel direkt die Blende zu. Das war trotz Verölung weniger störanfällig.

 

Als Kuriosum kann ich von einem Objektiv für Plattenkameras (Dagortyp) von etwa 1910 berichten. Die Blende wurde von Hand geöffnet und geschlossen. Als ich es erhielt, war die Blende (21 Blendenlamellen!) absolut fest. Ich habe dann die Vorder- und Hinterlinse herausgeschraubt und das gute Stück ein paar Tage in Nitroverdünner gelegt und die Blende nach dem Trocknen mit ein paar Tropfen Nähmaschinenöl versehen. Das hielt viele Jahre. :)

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