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Nachdem mir die digitalen Leicas zu teuer sind und z.T. farblich verrückt spielen, möchte ich meine umfangreiche Sammlung von M-Objektiven an einer Olympus Pen oder Lumix G oder ... verwenden.

Wer kann mir aus Erfahrung raten, bei welchem Modell das manuelle Einstellen insbesondere Fokussieren am genauesten und einfachsten möglich ist?

Von meiner Leica M bin ich das manuelle Einstellen gewöhnt und komme gut damit zurecht; das wäre also für mich der Vergleichsmaßstab.

Für Ratschläge dankbar

MEKoos

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Hallo MEKoos,

 

erstmal willkommen im Forum.

Als Pana G-Fan und leidenschaftlicher Manuellfokussierer rennst du bei mir offene Türen ein.

Ich erteile den bisherigen PENs keine Absage, wenn ich feststelle, daß für meine Bedürfnisse ein Klappdisplay bei der Arbeit mehr als hilfreich ist.

Panasonic hat eine tolle Lupenfunktion, die du auf eine der FN-Tasten legen kannst beziehungsweise eine Menüfunktion, mit der das blosse Antippen des Displays zum Erhalt der Lupe ausreicht.

Ich sage dir, daß auch der brillante Leica-Sucher nicht diese Präzision bei Nahaufnahmen bietet wie die Gs ...

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Hallo Wolfgang!

Du zwingst mich praktisch dazu :-)

Ich sage dir, daß auch der brillante Leica-Sucher nicht diese Präzision bei Nahaufnahmen bietet wie die Gs ...

..., daß auch der brilliante Leica-Sucher immer eine höhere Präzision aufweist als die Gs...

 

Bei Leica-M sind halt - ohne Sekundärausrüstung - Nahaufnahmen nur bis hin zu 70cm möglich. Aber bis zu dieser Grenze ist die Präzision nicht einmal durch eine Schnittbildmattscheibe zu überbieten.

 

Ich habe erst kürzlich (AirPower 2011) parallel mit der M8 und der L10 photographiert, ich könnte stundenlang räsonieren..

 

Präziser als der Meßsucher ist nur ein (entsprechend langes) Maßband oder ein laserbasierender Entfernungsmesser.

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Hallo Wolfgang!

Du zwingst mich praktisch dazu :-)

 

..., daß auch der brilliante Leica-Sucher immer eine höhere Präzision aufweist als die Gs...

 

Bei Leica-M sind halt - ohne Sekundärausrüstung - Nahaufnahmen nur bis hin zu 70cm möglich. Aber bis zu dieser Grenze ist die Präzision nicht einmal durch eine Schnittbildmattscheibe zu überbieten.

 

Ich habe erst kürzlich (AirPower 2011) parallel mit der M8 und der L10 photographiert, ich könnte stundenlang räsonieren..

 

Präziser als der Meßsucher ist nur ein (entsprechend langes) Maßband oder ein laserbasierender Entfernungsmesser.

 

Auch wenn hier jetzt eine Grundsatzdiskussion entsteht: Der Sucher der G Kameras mit Lupenfunktion fokussiert eindeutig präziser als der Sucher der Leica M. Das Ganze verstärkt sich noch bei schlechtem Licht.

 

Der eigentlich Vorteil ist aber, dass die Fokussierung durch das Objektiv erfolgt (TTL). Es mag zwar sein, dass der M Sucher die Enfernung sehr genau bestimmen kann. Aber was wenn die Abstimmung zwischen Optik und Meßsucher daneben liegt (z.B. Back oder Frontfokus)?

Bei dem G-Sucher sieht man das Bild genau, wie es durch die Optik auf den Sensor gebannt wird. Es wird daher zusätzlich der Tiefeneffekt sichtbar, den man sich beim Meßsucher dazu fantasieren muss.

 

Fazit:

Die MF Funktion bei den G Kameras ist präziser als bei den M Kameras und das Bild ist realistischer.

 

PS.: Bei den Sony NEX Kameras gibt es eine sogenannte Peakfunktion, die ein schnelles manuelles Fokusieren erlaubt und einen Meßsucher ähnliches Bild liefert.

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Auch wenn hier jetzt eine Grundsatzdiskussion entsteht: Der Sucher der G Kameras mit Lupenfunktion fokussiert eindeutig präziser als der Sucher der Leica M. Das Ganze verstärkt sich noch bei schlechtem Licht.

 

Der eigentlich Vorteil ist aber, dass die Fokussierung durch das Objektiv erfolgt (TTL). Es mag zwar sein, dass der M Sucher die Enfernung sehr genau bestimmen kann. Aber was wenn die Abstimmung zwischen Optik und Meßsucher daneben liegt (z.B. Back oder Frontfokus)?

Bei dem G-Sucher sieht man das Bild genau, wie es durch die Optik auf den Sensor gebannt wird. Es wird daher zusätzlich der Tiefeneffekt sichtbar, den man sich beim Meßsucher dazu fantasieren muss.

 

Fazit:

Die MF Funktion bei den G Kameras ist präziser als bei den M Kameras und das Bild ist realistischer.

 

Ich glaube, dafür braucht man keine Grundsatzdiskussion. Wer beide Systeme längere Zeit in der Praxis im Einsatz hatte, kann Dir nicht widersprechen. Ich kann mit den Gs noch scharfstellen, wenn ich im Messsucher nichts mehr erkenne. Und prinzipbedingt sind die Gs immer korrekt beim Scharfstellen, während bei einer M oftmals schon ein kleiner Stoß ausreicht, um den Messsucher zu verstellen.

 

Gruß,

 

Jens

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Hallo MEKoos, Willkommen auch von mir.

Auch ich finde das Klappdisplay der Panasonic G's, bzw der neuen PEN E-PL3 praktisch, ich habe das Display meiner GH2 schon mal aufgeklappt um eine Speicherkarte zum Wechseln darauf kurz abzulegen (ganz praktisch so 'n Klapptischchen) ansonsten kann man es prima zugeklappt lassen (Dauerzustand bei mir), so dass es immer schön geschützt bleibt und nicht verkratzt.:D

Du siehst, die Vorlieben gehen da auseinander. Ich benutze unter keinen Umständen ein Kameradisplay um zu fokussieren. Aber sowohl bei den Panasonic G's als auch bei den Olympus PEN's lässt sich hervorragend mit dem Sucher und nach Wunsch Sucherlupe fokussieren. Nur musst Du den vorzüglichen schwenkbaren Aufstecksucher VF-2 zu den PEN's dazu kaufen (Ist bei mir permanent installiert). Vom neuen VF-3 möchte ich ob der deutlich geringeren Auflösung abraten, der ist zwar ca. 30 € billiger, was mir aber bei einem Preis von 200 € nicht als lohnenswerte Ersparnis erscheint, wenn ich die Qualitätseinbuße dagegen stelle. Noch zu bedenken für deine Entscheidung wäre der Aspekt Bildstabilisator. Bei den Pana's oder NEX ist keiner vorhanden wenn Du deine Leica Linsen dranschraubst. Bei den Oly PEN's hast Du einen Body-IS, weshalb meine PEN für mich der bevorzugte Altglasträger ist. Ich mache damit bspw. recht problemlos Freihandaufnahmen mit einem 90er oder 100er Makroobjektiv. Und die halten einer 100% Ansicht stand.

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Hallo Wolfgang!

Darauffolgende Klarstellungen meines Fankreises. :D.

 

Isaac, du zwingst mich praktisch dazu ...

Mir war schon bewußt, daß ich massig emotionale Antworten bekommen werde :-)))

 

Aber meine Äusserung war ausschließlich auf das Wort "präzise" abgezielt.

 

Ich habe ja die L10 (entspricht technisch der G-Serie) und kann jederzeit mit LiveView und Sucherlupe manuell "scharfstellen".

Natürlich gelingt das auch bei "Weniglicht" noch recht gut. Aber es ist eben nicht "präzise", sondern einfach nur leicht zu handhaben.

 

Gegen eine optische (Strahlen)Triangulation kommt eine Schärfebeurteilung an einem "gepixelten" Bild halt nicht heran. Hier müßte ja auch noch das Abtasttheorem beachtet werden, also kann die beurteilte Schärfe nur auf ein Sensorbild mit etwa einem Viertel der Gesamtpixelanzahl bezogen werden.

Die reale Schärfe kann dann immer noch um +/- 1 Pixel schwanken.

Der Kontrastautofokus unterliegt nicht ganz dieser Limitierung, weil er einfach aus drei Messungen interpolieren kann. Dem Auge fehlt halt diese Fertigkeit.

Nochmals, der Komfort einer manuellen Scharfstellung bei LiveView ist - auch von mir - unbestritten.

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Hallo!

Auch wenn hier jetzt eine Grundsatzdiskussion entsteht: Der Sucher der G Kameras mit Lupenfunktion fokussiert eindeutig präziser als der Sucher der Leica M. Das Ganze verstärkt sich noch bei schlechtem Licht.
Da ist nichts grundsätzliches dran :-)
Es mag zwar sein, dass der M Sucher die Enfernung sehr genau bestimmen kann. Aber was wenn die Abstimmung zwischen Optik und Meßsucher daneben liegt (z.B. Back oder Frontfokus)?
Dann muß das Ding eben nach Solms zur Kur, ganz genauso wie jede andere Kamera nach einem Fallschaden.

Bei dem G-Sucher sieht man das Bild genau, wie es durch die Optik auf den Sensor gebannt wird. Es wird daher zusätzlich der Tiefeneffekt sichtbar, den man sich beim Meßsucher dazu fantasieren muss.

Ja, klingt alles sehr plausibel, aber trotzdem ist das Abtasttheorem zu berücksichtigen.
PS.: Bei den Sony NEX Kameras gibt es eine sogenannte Peakfunktion, die ein schnelles manuelles Fokusieren erlaubt und einen Meßsucher ähnliches Bild liefert.

Ich bin schon gespannt, wie das beim neuen Ricoh GXR A12 Modul wird...

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Vielleicht können wir uns ja MEKoos zuliebe auf die Ausgangsfrage besinnen und uns auf die Kompromissformel einigen, daß mit beiden Systemen in der normalen Fotopraxis ausreichend präzise fokussiert werden kann (das Vorhandensein relativ gesunder Augen und die Abwesenheit von Dejustierung mal vorausgesetzt) ;)

 

Aber MEKoos, du wirst dich umgewöhnen müssen: Die Sucherlupe ist zwar auch sehr genau, sie ist im Dämmerlicht komfortabler, sie hat bei Nahaufnahmen vom Stativ große Vorteile, sie ist auch mit langen Teleobjektiven einsetzbar, aber sie ist gegenüber dem Meßsucher auch gewöhnungsbedürftig und insgesamt etwas langsamer. Warum? Bedenke einfach, daß du in dem Moment, wo du die Lupe aktivierst, nur noch einen stark vergrößerten Ausschnitt des Motivs im Sucher siehst, aber keinen Gesamtüberblick mehr hast. Bei sich schnell bewegenden Motiven und wechselnden Szenen ist das gegenüber dem Meßsucher ein Handycap. Man kann sich natürlich dran gewöhnen, aber es bleibt ein wichtiger Unterschied. Ich warte immer noch auf ein Firmware-Update, daß den Kameras endlich die Option ermöglicht, die Lupe wahlweise nur als Ausschnitt in das Gesamtbild einzublenden, so wie das die FZ-50 nach meiner Erinnerung macht.

 

Auch gibt es Situationen, in denen die Lupe hinderlich ist: Dunkle Verhältnisse + dunkles Motiv => die Lupe springt an und was siehst du? Nichts! Bzw. nur ein dunkles Sucherbild, weil der anvisierte dunkle Motivteil nun den ganzen Sucher ausfüllt. (Schwierig vor allem abends mit Teleobjektiven, wenn man nämlich ein beleuchtetes Motiv in dunkler Umgebung anvisieren wollte, beim Drücken der Lupentaste aber versehentlich etwas die Richtung verschwenkt und nun im dunklen Bildbereich gelandet ist. Dann ist man schnell erstmal etwas orientierungslos und muß sich manchmal erst wieder das Gesamtbild zurückholen. Aber in solchen Fällen muß man halt die Lupe mal weglassen. Fairerweise muß man dazu sagen, daß bei solchen Verhältnissen ja auch die anderen Systeme ihre Probleme haben (wobei da der Leica-Meßsucher immer noch sehr im Vorteil ist gegenüber einer Spiegelreflex).

 

Das Ein- und Ausschalten der Lupe ist in der Praxis nicht so umständlich wie sich das hier liest, ich finde das System sehr gut (wenn auch verbesserungswürdig, s.o.). Ich schreibe das nur, damit du auch die kleinen Haken kennst :)

 

Gruß, leicanik

bearbeitet von leicanik
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Hallo!

Vielleicht können wir uns ja MEKoos zuliebe auf die Ausgangsfrage besinnen und uns auf die Kompromissformel einigen, daß mit beiden Systemen in der normalen Fotopraxis ausreichend präzise fokussiert werden kann (das Vorhandensein relativ gesunder Augen und die Abwesenheit von Dejustierung mal vorausgesetzt) ;)

Diesem Kompromiß kann ich bedenkenlos zustimmen. Ausserdem gefällt mir "ausreichend präzise"...

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Also eines steht fest:

 

wie du bei entsprechend bescheidenen Lichtverhältnissen mit deinem Mess-Sucher scharfstellen willst, wird dein Rätsel bleiben.

Ich bin, was die "Präzision" des Scharfstellpunktes anbelangt, sehr pingelig.

Was mir mit dem hell-klaren Sucher einer 5 D nicht gelingt, wird auch einem Leica-Nutzer unmöglich sein - scharfstellen bei sehr ungünstigen Lichtverhältnissen, wobei ich mich hier auf den Nah/Makrobereich beziehe ...

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...wobei ich mich hier auf den Nah/Makrobereich beziehe ...
Das gilt nicht ;): Im Makrobereich muß man entweder auf eine M-Leica verzichten oder sie zur Spiegelreflex umbauen, womit sie ihren Vorteil verliert. Aber bei mittleren Abständen ist sie im Dämmerlicht m.E. einem Spiegelreflexsucher überlegen. Aber das sind ja jetzt Einzelheiten. Bei schlechtem Licht ist der EVF in der Regel besser (von den o.g. Haken mal abgesehen), da bin ich ganz deiner Meinung. Und für Makroaufnahmen sowieso! Und nicht nur, wegen der Lupe: auch wegen der Möglichkeit, den Fokuspunkt im Sucher / Display zu verschieben, und somit die Kamera nicht verschwenken zu müssen.

Gruß, leicanik

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Das gilt nicht ;): Im Makrobereich muß man entweder auf eine M-Leica verzichten oder sie zur Spiegelreflex umbauen, womit sie ihren Vorteil verliert. Aber bei mittleren Abständen ist sie im Dämmerlicht m.E. einem Spiegelreflexsucher überlegen. Aber das sind ja jetzt Einzelheiten. Bei schlechtem Licht ist der EVF in der Regel besser (von den o.g. Haken mal abgesehen), da bin ich ganz deiner Meinung. Und für Makroaufnahmen sowieso! Und nicht nur, wegen der Lupe: auch wegen der Möglichkeit, den Fokuspunkt im Sucher / Display zu verschieben, und somit die Kamera nicht verschwenken zu müssen.

Gruß, leicanik

 

Brauchbarkeit nur in mittleren Abständen bei mittlerem Licht - dafür lasse ich keine 30.000 €uro springen :D ...

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Jedes der möglichen Systeme hat Vor- und Nachteile.

 

Den Stabi bei der PEN erkauft man sich durch den 2xCrop. Man hat dann beinahe nur noch mit "Teleobjektiven zu" tun. Ein 24er wird zur "Normallinse"...

 

Den kleinen Crop bei der NEX erkauft man sich durch den fehlenden Sucher. Wobei der "Focus-Peak" der neuen Firmware schon klasse ist!

 

Das Vollformat, die unvergleichliche Haptik und den tollen Sucher bei der M9 erkauft man sich ... nun ja, mit sehr viel Geld. ;)

 

Für mich, ganz persönlich natürlich, ist die NEX der beste Kompromis - vor allem seit der Firmware V4.

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Eieiei Wolfgang, das grenzt an mutwillige Wortverdrehung :D

Und das mit den 30000 hat dir doch schon mal jemand widerlegt :P

 

 

Ich verrate dir ein Geheimnis - ich kauf ungern gebraucht (mag ja dumm sein).

Bei dem, was ich anstreben würde, und bei den durchschlagenden Rabatten, die man auf Leica bekommt, sind die 30 noch tiefgestapelt, glaube mir ...

(und erfolgreich war die Widerlegung von Harald auch nicht - für die von ihm genannten Preise müßte ich vielleicht nach Wien fahren)

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Gegen eine optische (Strahlen)Triangulation kommt eine Schärfebeurteilung an einem "gepixelten" Bild halt nicht heran. Hier müßte ja auch noch das Abtasttheorem beachtet werden, also kann die beurteilte Schärfe nur auf ein Sensorbild mit etwa einem Viertel der Gesamtpixelanzahl bezogen werden.

Die reale Schärfe kann dann immer noch um +/- 1 Pixel schwanken.

 

Mit dem Argument des Abtasttheorems in diesem Zusammenhang komme ich wenig klar. Ich glaube deine Erklärung ist korrekt. Nur muss ich garnicht soweit gehen, die Fokuslupe braucht ja gar nicht voll aufgezogen zu werden um besser als mit dem Meßsucher zu fokussieren.

 

Der Meßsucher ist nur so gut wie die Meßbasis, ein 2/135 mm Objektiv wird man mit der M9 kaum mehr fokussieren können.

 

Ich meinte natürlich bei meinem letzten Argument bezüglich mechanisch/optischer Toleranzen (z.B. Back und Frontfokus) nicht eine defekte M sondern systembedingte Nachteile des Meßsuchers! Da kann der Service in Solms nichts machen. Um all dies braucht man sich bei einer TTL Messung nicht zu kümmern.

 

Das Argument, dass beide Systeme funktionieren ist ja unbestritten, aber man muss halt auch den Aufwand (Preis des M-Suchers) und die systembedingten Grenzen (Makro und Telebereich) berücksichtigen.

 

Versteht mich nicht falsch, ich habe durchaus einen Fabel für Leica Objektive und mechanische Konstruktionen, aber man muss mit der Kirche im Dorf bleiben.

Die Argumente von Leicanik stimmen, die Nachteile der elektronischen Sucher liegen im Bereich Bewegungsdynamik und Farbwiedergabe. Da liegt noch viel Verbesserungspotential.

 

Gruß,

Bernd.

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Hallo!

Mit dem Argument des Abtasttheorems in diesem Zusammenhang komme ich wenig klar. Ich glaube deine Erklärung ist korrekt.
Also was jetzt? :-)
Nur muss ich garnicht soweit gehen, die Fokuslupe braucht ja gar nicht voll aufgezogen zu werden um besser als mit dem Meßsucher zu fokussieren.
Der LiveView mit Fokuslupe ist so eine Art Sinnestäuschung durch Freude :-)

Es ging um Präzision.

Beim Meßsucher (wie auch bei einer Schnittbildmattscheibe) sind die Parameter klar und dokumentiert (ich wiederhole sie daher nicht) und bei gegebener "Auflösung" (eigentlich max. Zerstreuungskreis) kann man anhand der Augenauflösung alles weitere berechnen.

Der Meßsucher ist nur so gut wie die Meßbasis, ein 2/135 mm Objektiv wird man mit der M9 kaum mehr fokussieren können.

Abgesehen davon, daß es solch ein Objektiv nicht gibt, geht es aber mit dem 3.4/135 und einer Sucherlupe dennoch - eben weil sich die Parameter ändern.

Ich meinte natürlich bei meinem letzten Argument bezüglich mechanisch/optischer Toleranzen (z.B. Back und Frontfokus) nicht eine defekte M sondern systembedingte Nachteile des Meßsuchers!

Die systembedingten Nachteile sind die Meßbasis, der Zerstreuungskreis, die Winkelauflösung des Auges und die effektive Vergrößerung des (Meß)Sucherbildes. Die kann man aber konstant halten und damit alles was man von Front-/Backfokus weiß, schlicht vergessen.
Da kann der Service in Solms nichts machen.
Wenn der Sucher spezifikationsgerecht justiert ist, und das verwendete Objektiv ebenfalls korrekt justiert ist, dann gibt es eben keinen Fehlfokus. Da spielen dann keine mechanischen Toleranzen mehr mit, sondern es ist ein kalibriertes, absolutes Meßsystem (so wie etwa eine Waage).
Um all dies braucht man sich bei einer TTL Messung nicht zu kümmern.

Da mißt du aber nichts!

Im simplesten Fall wird im Meßfeld über eine Fourier- (oder einfacher Cosinus-)Transformation die relative "Ortsfrequenzverteilung" bestimmt.

Beim konstanten Durchlaufen von unendlich gegen Null gibt das ein- oder zweimal ein relatives Maximum.

Je nachdem, ob ein oder zwei Maxima gefunden wurden, geht eben der Schrittmotor der Tubusspindel um ein oder um ein halbes "Pixel" zurück.

Trotzdem bleibt die Präzision +/- ein oder +/- 0.5 Pixel, eben weil das Abtasttheorem nur die halbe Pixelzahl als "Meßbasis" erlaubt.

Ist jetzt vielleicht ein wenig umständlich zu erklären/begreifen aber wenn die Umsetzung Software zu Mechanik optimal funktioniert, dann sind - statistisch gesehen - nur etwa die hälfte der (scharfen) Treffer zu erzielen, als mit einem Meßsucher. Aber immerhin, der Kontrast-AF ist das dem Meßsucher an nächsten kommende System zur Scharfstellung (solange der Meßsucher innerhalb seiner Spezifikation betrieben wird).

Bei Phasen-AF könnte man ähnlich vorgehen, wenn da nicht das geforderte Tempo einer geschlossenen Meßschleife entgegen steht. Aber dies ist nicht der einzige Stolperstein für den Phasen-AF.

Das Argument, dass beide Systeme funktionieren ist ja unbestritten, aber man muss halt auch den Aufwand (Preis des M-Suchers) und die systembedingten Grenzen (Makro und Telebereich) berücksichtigen.

Ja, natürlich, aber beim Vergleich der beiden Systeme in punkto Präzision ist der Preis kein bestimmender Parameter, sondern nur eine wirtschaftliche Folge.

Versteht mich nicht falsch, ich habe durchaus einen Fabel für Leica Objektive und mechanische Konstruktionen, aber man muss mit der Kirche im Dorf bleiben.

Aber nicht, wenn es um die Präzision geht. Das wäre ja dann so etwas wie "ein bisschen Schwanger" :-)

Die Argumente von Leicanik stimmen, die Nachteile der elektronischen Sucher liegen im Bereich Bewegungsdynamik und Farbwiedergabe. Da liegt noch viel Verbesserungspotential.

Ja, das kommt auch noch dazu, daß sowohl Sucher als auch Fokusiereinheit nur "gequantelt" funktionieren.

Man beschwert sich über 20ms Auslöseverzögerung und bedenkt nicht, daß zwischen zwei Sucherbildern mehr als die doppelte Zeit liegen kann.

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Hallo Wolfgang!

Ich verrate dir ein Geheimnis - ich kauf ungern gebraucht (mag ja dumm sein).
Wobei aber gebraucht und gebraucht nicht immer dasselbe sind. Aber ich halte das - ausser für Experimentalglas - ebenso wie du.

Bei dem, was ich anstreben würde, und bei den durchschlagenden Rabatten, die man auf Leica bekommt, sind die 30 noch tiefgestapelt, glaube mir ...

Du mußt ja nicht gleich übertreiben :-)

(und erfolgreich war die Widerlegung von Harald auch nicht - für die von ihm genannten Preise müßte ich vielleicht nach Wien fahren)

Meine Kalkulation - mit einer gebrauchten M8 - war dann halt nicht an dich adressiert...
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Hallo Wolfgang!

Wobei aber gebraucht und gebraucht nicht immer dasselbe sind. Aber ich halte das - ausser für Experimentalglas - ebenso wie du.Du mußt ja nicht gleich übertreiben :-)Meine Kalkulation - mit einer gebrauchten M8 - war dann halt nicht an dich adressiert...

 

Ich habe mich mal schlau gemacht.

Für 1800 bis 2400 gibts eigentlich nur Schrott.

C bis D Ware - da spiel' ich nicht mit.

Es sei denn, mir läuft auf einer Börse mal was vor die Flinte, aber so etwas will ich sehen ...

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Hallo!

Ich habe mich mal schlau gemacht.

Für 1800 bis 2400 gibts eigentlich nur Schrott.

C bis D Ware - da spiel' ich nicht mit.

Es sei denn, mir läuft auf einer Börse mal was vor die Flinte, aber so etwas will ich sehen ...

Du sprichst/schreibst jetzt von einer gebrauchten M8?

Beziehst du die Klassifierung auf das Aussehen oder den technisches Zustand?

Jedenfalls, die um 1800.- nehmen, sofort ab nach Solms damit und egal was das Service kostet, du hast dann eine im technischen Neuzustand und ein Jahr Garantie.

Das ist ja das Schöne an Leica-Gebrauchtware. Du kannst sie immer noch in den technischen Neuzustand versetzen....

Aber gib ja acht, wenn du wo eine "ach so günstige" im Vitrinenzustand siehst. Einen Besuch in Solms solltest du immer mit einkalkulieren.

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@Harald:

 

Ich finde es ehrlich gesagt etwas müßig an dieser Stelle weiter zu diskutieren. Trotzdem versuch nochmal einen Ansatz.

 

Zunächst ging es mir eindeutig nicht um Phasen- oder Kontrast- AF sondern ums manuelle fokussieren mit einem EVF, wie in den Pana G Kameras (deine L10 kommt an die Auflösung dieser Sucher natürlich nicht ran und mag daher vielleicht wirklich nicht mit dem Meßsucher der M9 zu konkurrieren). Wichtig ist, dass ich beim EVF TTL arbeite, Ich benötige dafür keine exakte Entfernungsmessung sondern nur eine Beurteilung der Schärfe.

 

Du hast natürlich recht, dass ein Meßsucher (wie der Name schon sagt) besser die Entfernung messen kann. Nur darum geht es nicht, es geht darum eine optimale Schärfe für das Bild zu finden. Ich glaube du sprichst bei der Präzision von Entfernungsmessung und ich spreche bei Präzision von der optimalen Schärfenebene für die Abbildung, dies ist nicht das Gleiche!

 

Als Beispiel für die systematischen Nachteile der M habe ich Front- und Backfokus angezogen. Was nutzt es, wenn ich im Sucher die Entfernung genau einstelle (z.B. 1m), das Objektiv beim Abblenden aber den Fokuspunkt verschiebt (z.B. auf 1,05m)? Davon bekommt der Meßsucher garnichts mit. Im EVF ist das sofort sichtbar und kann korrigiert werden. Wie gesagt, dies ist ein systematischer Nachteil des Meßsucher Prinzips. Bei neueren Optiken wird dies über die optische Konstruktion vermieden, bei alten Linsen ist dies zum Teil deutlich vorhanden (und dass hat nichts mit fehlendem Service zu tun!).

 

Das 2/135 Objektiv gibt es nicht, weil es nicht funktionieren würde. Der Meßsucher stößt hier endgültig an seine Grenzen, ich habe das Beispiel daher bewusst so gewählt! Selbst beim 3,4/135 ist es schon extrem schwierig (auch mit Lupe) den Schärfepunkt zu treffen. Der Meßsucher wird eben nicht besser wenn ich die Brennweite ändere. Anders der EVF, dessen Vermögen steigt sozusagen mit der Aufgabe.

Mit dem EVF fokussiere ich problemlos ein 4/280 aber eben auch ein 1,4/50 auf den Punkt. Ich brauche daher keine theoretische Gegenüberstellung zwischen Shannan-Theorem und der Triangulation , etc (da müsste man sonst noch etwas tiefer einsteigen). Man sieht einfach aus der Praxis welches System leistungsfähiger und präziser ist.

 

Nichts für ungut,

Bernd.

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Liebe Forumteilnehmer,

von der Beantwortung meiner Frage hinsichtlich Ausführlichkeit und Kompetenz - soweit ich das beurteilen kann - bin ich begeistert.

Viel habe ich gelernt über die typischen Merkmale der verschiedenen Fokussiersysteme mechanisch und elektronisch. Nach allem, was ich jetzt weiß, warte ich auf die neuen Pens.

Abgesehen von den sehr detaillierten Erörterungen, kann ich sagen, daß ich sehr wohl mit meiner M6 und dem 135 mm Objektiv gut fokussieren konnte; allerdings ist es das mit "Brille". Für Nahaufnahmen setze ich mein Visoflex 3 ein. Alles Objektive älterer Bauart, aber vor 50 Jahren konnte man auch schon gute und scharfe Bilder machen. Wenn da Fehler auftreten, ist es immer mein Fehler und nicht irgeneine Automatik, Programmeinstellung usw. Meine M6 werde ich also behalten, auch wenn gemunkelt wird, daß die Filme von der EU verboten werden sollen.

Mein Thema ist "Kunst und Fotografie" oft mit gewollten Unschärfen, Farbverläufen und Sandwiches. Um Dokumentationsfotografie komme ich nicht herum (z.B. Feuerwehr, Theater, Urlaub, ...) Dafür möchte ich digital fotografieren, um die Bilder sofort zur Verfügung zu haben.

Dies ist der Hintergrund meiner Frage nach dem manuellen Fokussieren.

Vielen Dank an alle , die geantwortet haben; sie haben mir sehr geholfen.

Grüße Malte

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