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Hallo,

 

Ich würde gerne beginnen ein kleines Heimstudio einzurichten um mich mit Portrait-Fotografie zu beschäftigen.

 

Gibt es etwas, dass man dabei bei spiegellosen Kameras besonders berücksichtigen sollte? (Ich habe eine Lumix G6)

Kennt jemand eine gute Einführung in die Thematik oder möchte was dazu schreiben?

 

Ist Dauerlicht oder Blitzen besser, oder eine Kombination? Würde gern mit ~200-300 fürs Licht auskommen. Ich möchte lieber Fotozubehör statt Baumarktvarianten.

 

Würde mich über Ratschläge freuen :)

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Als ich auch mal mit dem Gedanken gespielt habe, mir ein kleines Heimstudio einzurichten, habe ich folgende stark vereinfachte Abschätzung angestellt, um zu sehen, dass Dauerlicht absolut untauglich ist:

Mit einem normalen Baustrahler mit 500W kommst du bei einer Belichtungszeit von 1/125s gerade mal auf eine Energie von 500 W * 1/125 s = 4 Ws.

Und wenn du ein paar Baustrahler, o.Ä. gleichzeitig betreibst, wird es im Raum dann auch noch verdammt warm.

 

Selbst die kleinsten Studioblitzgeräte liefern dagegen eine maximale Energie von 100 Ws. - Also das 25-fache dessen, was du mit einem Baustrahler und 1/125s Belichtungszeit zur Verfügung hast.

 

Natürlich ist das alles stark vereinfacht, weil ich hier nur die elektrischen Angaben miteinander verglichen habe, ohne die unterschiedlichen Lichtausbeuten der Lampen, bzw. Blitzröhren zu berücksichtigen.

Aber trotzdem sieht man sehr deutlich, dass Dauerlicht nicht viel taugt.

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Und wenn du ein paar Baustrahler, o.Ä. gleichzeitig betreibst, wird es im Raum dann auch noch verdammt warm.

 

So ein Quark. Man nimmt ja auch keine Baustrahler für diesen Zweck :rolleyes:. Und die Zeiten der Glühlampen sind auch vorbei :rolleyes:

 

Die modernen Fotoleuchten kommen mit Sparlampen oder LED. Das wird dann auch nicht so warm. Schon klar dass Studioblitze gewisse Vorteile haben.

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Sparlampen habe kein kontinuierliches Spektrum, sodass es zu Farbverfälschungen kommt. Also für kritische Arbeiten z.B. Textilien nicht zu empfehlen.

Bei Led hängt es sehr stark vom Hersteller und der Mischung der LED ab, wie das Spektrum ausfällt. Auch hier sollte man zumindest ein entsprechendes Farbprofil erstellen, mit dem man dann arbeitet.

 

 

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Natürlich bedeutet Dauerlicht höhere ISO-Werte und längere Belichtungszeiten. Dafür aber spart es einen Haufen Investitionen und - wichtiger - eine Menge Lernaufwand. Denn dank unserer spiegellosen Kameras sehe ich bei Dauerlicht schon im Display/Sucher, wo der Hase läuft. Es sei denn, du besorgst dir ein Blitzsystem mit Einstelllicht - wobei du damit trotzdem den Vorteil des Live-View weitgehend verlierst.

 

Ich habe kein Studio, und ich habe schon viele schöne Portraits gemacht. Vor allem bei irgendwelchen Feierlichkeiten. Nie mit Blitz! Oft mit dem Licht, das gerade da war - ob Kunstlicht, Abendrot oder Tageslicht. Wobei ich natürlich schon mal die Person an eine Stelle mit besserem Licht bat.

 

Eigentlich hoffe ich, dass - zumindest für diesen Anwendungsbereich - die Investition in eine Blitzanlage nicht mehr erforderlich sein sollte. Baustrahler würde ich aber auch nicht mehr verwenden, sondern entweder spezielle Foto-ESL oder LEDs. Jedenfalls dann, wenn es nicht auf absolute Farbneutralität ankommt.

 

Schönen Gruß,

das Südlicht

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Mein "Fotostudio" sieht so aus:

 

2 Yongnuo-Blitze YN460 (je 30€)

2 billige Fotostative als Halterung für die Blitze (je 13€)

2 Blitzhalter mit Schirmhalter und Stativbefestigung (je 10€)

2 Schirmsoftboxen (80 und 70cm, je 20€)

Funkfernauslöserset für 2 Blitze (ca. 30€)

 

Damit kommt man schon recht weit, und wenn es nicht gebraucht wird nimmt es nicht viel Platz im Schrank weg.

 

Nach ein wenig Lern- und Probierphase hat man sehr schnell ein Gefühl dafür, welche Blenden und Blitzleistungsstufen man bei welchen Entfernungen benötigt. Über Probeaufnahmen (kostet ja nichts bei Digitalbildern) kann man dann prima fein abstimmen.

 

Ansonsten? Bei Real-Life-Bildern versuche ich immer, ohne Blitz auszukommen und mit dem natürlichen Licht zu arbeiten. Heutzutage lassen sich ISO-Werte anwenden, von denen wir vor einigen Jahren nur geträumt haben. Eventuell kann ein Blitz dann noch für etwas fill-in nützlich sein, dafür reicht aber der Aufsteckblitz.

bearbeitet von grapher
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Ansonsten? Bei Real-Life-Bildern versuche ich immer, ohne Blitz auszukommen und mit dem natürlichen Licht zu arbeiten. Heutzutage lassen sich ISO-Werte anwenden, von denen wir vor einigen Jahren nur geträumt haben. Eventuell kann ein Blitz dann noch für etwas fill-in nützlich sein, dafür reicht aber der Aufsteckblitz.

 

Das Problem sind weniger das geringe Lichtniveau, sondern die extremen Kontraste. Da kommt man meist ohne Blitz nicht aus, wenn das Bild wirklich gut sein soll. Das wird gerne übersehen, wenn die Notwendigkeit des Blitzes in Frage gestellt wird.

 

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Bekommt man sowas mit 2 Blitzen und weißem Kartonhintergrund hin?

 

 

Frei nach Radio Eriwan, im Prinzip ja. In der Praxis aber nein. Da musst du in PS maskieren, weil du a) keine schattenfreie Beleuchtung schaffst, B) der Hintergrund dunkler als der Vordergrund wird und daher schwer zum Aus fressen gebracht werden kann, ohne das Motiv zu zerstören.

 

So was macht man

A) getrennte Vorder-/Hintergrundbeleuchtung. Hinten 1EV mehr

B) Hensel Blitz, die den Hintergrund /10 sec später blitzt und ein Maskenbild macht

C) Colorkey mit Grün/blau.

 

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  • 2 weeks later...

Vielen Dank für deine Antwort, hab dazu ein paar Fragen.

 

Habe mir das mit colorkey angeschaut und weiß nun wie ich das Softwareseitig mache.

 

Ich stell mir das nun so vor: externer Blitz auf grünen Hintergrund, interner Blitz auf Motiv. Der Blitz für Hintergrund muss dabei heller eingestellt sein.

 

Ist das so machbar? Deinen Punkt B versteh ich nicht?!

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Der Hintergrund muss gleichmäßig beleuchtet sein. bei Color Key muss er nicht heller , das gilt nur für weissen Hintergrund.

B) belichtet das Motiv auf ein Bild und 1/10sec. später eine Silhouette des Motives als Maske auf das 2. Bild. Damit kannst dann ohne grose Bearbeiting direkt freistellen. Hensel hat dafür ein passende Steuerung.

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