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Hallo,

 

Ein kleines Experiment.

 

Ich hab das mit der Sony SLT-A57 gemacht, aber ich vermute, dass die sich genauso wie eine Nex verhält.

Weil ich keinen Vogel in Natura fotografieren konnte habe ich einfach eines meiner Vogelbilder vom Computerbildschirm abfotografiert.

Dabei habe ich manuell mit Fokuspeaking fokussiert und habe dann das LCD Display der SLT-A57 mit einer OM-D abfotografiert.

Ist doch ganz einfach zu verstehen, oder? :D

 

Die roten Punkte werden durch das Fokuspeaking bewirkt, sie zeigen die scharfen Kanten an, bzw. die Kanten die die Kamera als scharf erkennt, denn sie erkennt nicht alle Kanten.

 

Hier habe ich die SLT-A57 horizontal gehalten.

Nur vertikale Linien werden als scharf erkannt.

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Hier habe ich die Kamera hochkant, also in Portraitorientierung gehalten.

Nun erkennt die Kamera nur solche Kanten, die in der realen Welt horizontal sind.

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D.h. das Fokuspeaking erkennt nur vertikale Kanten!

Genauso dürfte es sich mit dem CDAF (Contrast Detection Autofokus) verhalten. Er erkennt nur vertikale Kanten. Durch Experimente kann man das leicht nachprüfen.

 

Das ist ganz anders als bei einer modernen Spiegelreflex, denn die erkennt sowohl vertikale als auch horizontale Kanten. Nur wenn das Licht nicht reicht, schaltet sie die Kreuzsensoren teilweise ab und erkennt dann nur noch horizontale Kanten.

 

An dem Meisenfoto kann man deutlich erkennen, dass horizontale Kanten eine bessere Erkennungsrate liefern.

Die Meise wird eindeutig besser erkannt, wenn die Kamera hochkant steht. (Ich habe manuell auf die Meise fokussiert, nicht etwa auf irgendeinen Fensterrand)

Bei den meisten Fotos ist das so, denn horizontale Linien widersetzen sich der Schwerkraft und sind motivwichtiger als vertikale Kanten, die eher statisch sind und bei bewegten Objekten nur schlecht zu erkennen sind, da die meisten Bewegungen horizontal verlaufen. Jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach :).

 

Warum machen alle Systemkameras das anders und sozusagen falschrum?

Besser wäre natürlich wenn sie alle Kanten zum Fokussieren ausnutzen könnten, wie eine Spiegelreflex, das dürfte die Erkennungsrate mindestens verdoppeln.

 

Man sieht deutlich den grünen Fokusrahmen, der anzeigt, dass der phasensensitive Kreuzsensor (PDAF) der Kamera die Struktur der Meise in beiden Orientierungen erkannt hat, und sie unabhängig von der Orientierung scharfgestellt hätte, wenn das ein reales Foto gewesen wäre.

 

Grüsse,

 

Peter

bearbeitet von Peter Heckert
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Jetzt wäre noch interessant, wie der Test ausgegangen wäre, wenn es sich um eine reale dreidimensionale Meise gehandelt hätte.

Ich glaube bei Deinem zweidimensionalen Test sucht sich die Kamera eben die Kontraststärksten Bereiche und da die Meise leider in der selben Ebene ist wird sie nicht so stark bewertet, da der Kontrast auch schwächer ist.

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Das Focus peaking analysiert das Sucherbild. Und dieses löst horizontal wesentlich höher als vertikal auf, bei den NEX-Suchern z. B. mit 3072 gegenüber 768 Pixel. (Die Sucherpixel sind schmal/hoch und in R/G/B-Anordnung, anders als die Sensorpixel.) Deswegen macht das schon Sinn, dass vertikale Linien gesucht werden.

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Das Focus peaking analysiert das Sucherbild.

Das heißt, es wird nicht direkt das Sensorbild für die Schärfeanalyse verwendet?

 

Jetzt, wo ich mir das durch den Kopf gehen hab' lassen, macht es auch Sinn. Da ja die Anzeige am Sucherbild erfolgt, brauche ich ja gar nicht die höhere Auflösung des Sensors. Es kann ja nicht genauer als die Sucherauflösung dargestellt werden.

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Es wird nicht direkt das Sensorbild analysiert, sondern das Sucherbild.

Das sieht man daran, dass sich das Peaking Muster verändert, wenn man die Fokuslupe betätigt.

 

Trotzdem empfinde ich das Peaking als sehr hilfreich. Oft kann man ja abschätzen, anhand anderer Objekte, ob sich das Hauptmotiv mitten im Schärfentiefenbereich befindet.

Wenn man nicht die Zeit hat, mit der Fokuslupe herumzuspielen, dann hilft das ungemein.

 

Es wäre mir zwar lieber, wenn das Peaking auf horizontale Linien ansprechen würde, oder omnidirektional, aber ich finde es trotzdem nützlich und kann damit leben.

 

Besonders schön ist an der Sony A57, dass ich durch direkten Vergleich des Peaking Musters mit den Indikatoren des normalen Phasensensors sofort und ohne große Umstände sehen kann, dass meine Kamera und auch das Objektiv weder Front- noch Backfokus haben und perfekt justiert sind und dass ich mich daher auf den normalen PDAF verlassen kann ;)

 

Ich bin jetzt umgestiegen auf Sony SLT und ein Sigma 150-500, vielleicht kommt noch eine NEX dazu, wenn ich meine MFT Sachen und meine Spektive verkauft habe.

 

Dann werd ich sehen, ob der CDAF der NEX bei 1000mm und Blende 12,6 (mit 2-fach Telekonverter) noch brauchbar funktioniert. Der PDAF geht dann nämlich nicht mehr.

 

Peter

bearbeitet von Peter Heckert
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Jetzt wäre noch interessant, wie der Test ausgegangen wäre, wenn es sich um eine reale dreidimensionale Meise gehandelt hätte.

Ich glaube bei Deinem zweidimensionalen Test sucht sich die Kamera eben die Kontraststärksten Bereiche und da die Meise leider in der selben Ebene ist wird sie nicht so stark bewertet, da der Kontrast auch schwächer ist.

 

Ja, das würde ich auch gerne wissen.

Aber, wenn ich zur Arbeit fahre, ist es dunkel, und wenn ich nach Hause komme, ist es auch dunkel und ich habe die Kamera erst seit Dienstag.

 

Mit etwas Glück, wenn das Wetter und die Vögel mitspielen, dann erfahre ich das am Samstag oder Sonntag, falls nicht, muss ich wieder eine Woche warten :(:)

 

Peter

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  • 2 weeks later...

Hier ein Bild, mit der Sony A57 entstanden, das illustriert, was ich meine:

 

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Eine Systemkamera mit CDAF hätte hier überhaupt nicht den richtigen Fokus gefunden, weil sie horizontale Kanten nicht erkennt.

Hätte sie überhaupt schnell fokussiert, dann wohl falsch.

Mit der Sony A57 klappt das nun bisher regelmässig.

 

Das ist Blende 11 bei 460mm und trotzdem ist die Schärfentiefe zu knapp.

Es ist ein 1/5 Auschnitt dadurch wird die Schärfentiefe ja noch 5 mal kleiner als die des ganzen Bildes.

Ein Teil der Unschärfe dürfte auch darauf beruhen, dass die Hinterkanten der Flügel im Wind flattern.

 

Peter

bearbeitet von Peter Heckert
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Eine Systemkamera mit CDAF hätte hier überhaupt nicht den richtigen Fokus gefunden, weil sie horizontale Kanten nicht erkennt.

Da biin ich trotzdem nicht überzeugt.

Der Turmfalke (?) ist ja entweder im Landeanflug oder im Rüttelflug, da sein Stoß so extrem gespreizt ist.

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