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Hallo zusammen,

 

wir haben einen im Forum, der hat sich seine Bilder vom Ski-Fahren wohl reichlich unterbelichtet. Soll vorkommen wegen des vielen weißen Schnees. :mad:

 

Heute habe ich mir ein paar Bilder reichlich unterbelichtet. Kommt vor, wenn der Fotograf partout alles mit der Hand machen will und dabei fröhlich mit seinen Gedanken ganz woanders ist. Selbst schuld! :mad:

 

Ich will diesen Anlass mal verwenden, um zu zeigen, dass man, wenn's denn nicht um Big-Shots, sondern um die Rettung (unwiderbringlicher) privater Bilder geht und die technische Perfektion mal nicht oben an steht, trotzdem noch zu brauchbaren Bildern kommen kann. Das soll mal als Information für Greenhorns dienen, wie man mit der Standardsoftware der G1 sowas machen kann, und nicht den allein selig machenden Weg darstellen.

 

Was im Forum eigentlich noch fehlt wäre so ein „HowTo“ Wiki. Dort könnte man solche Instruktionen hinstellen und gemeinsam dran rumfeilen. Aber das haben wir nicht.

 

Rettung von Unterbelichtungen

 

Eine Unterbelichtung ist ein zu dunkles Bild. Die Belichtung war für die vorhandene Lichtsituation zu gering. Die hellen Stellen (Lichter) sind nur grau, die dunkleren Teile des Bilds wirken alle zu dunkel, die Schatten sind abgesoffen.

 

Bei analogem SW-Film muss man dann versuchen mit den harten Stufen des Photopapiers etwas zu retten.

 

Im digitalen Zeitalter muss man etwas anders vorgehen.

 

Bild 1 links zeigt eine Unterbelichtung mit dem dafür typischen Histogramm in Silkypix. Die Lichter, der rechte Teil des Histogramms, ist mit keinen oder nur einer ganz geringen Zahl von Pixeln besiedelt.

 

Hat man jpegs angelegt und es reichen einem jpegs auch aus, dann kann man in PhotoFunStudio > Retuschieren > Effekt > Automatisch Optimieren das Bild optimieren lassen und das Ergebnis sieht man rechts: Es ist etwas besser geworden, aber das Histogramm hat in den Lichtern immer noch Lücken.

 

Es kann also noch besser werden. In Silkypix kann man das Histogramm und die (Schwärzungs-) Kurven laden. Siehe wieder Bild 1.

 

Dort das obere Ende der noch geraden Kurve solange nach links waagrecht verschieben, bis das Histogramm den rechten Rand fast erreicht. Hier wird das Bild aufgesteilt: Die Lichter werden heller. Das ist das Analogon zur Verwendung des harten Papiers in der SW-Technik. Die Schwärzungskurve (SWK) ist aber immer noch eine Gerade (s. Bild 3)

 

Zur weiteren Bildbeeinflussung (Bild 3) kann man an der Form der SWK noch fummeln. Hier habe ich die extremen Schatten etwas aufgesteilt, um gegen die durch die Jpeg-Komprimierung reduzierte Werteauflösung der Schatten zu wirken. Die Lichter sind etwas abgeflacht, um den üblichen S-Verlauf zu erreichen. Insgesamt ist das Bild aufgehellt.

 

Man kann in den hellsten Stellen sehen, dass die Lichterzeichnung noch akzeptabel ist. In den Schatten (die Äste über dem Dach) ist eine noch akzeptable Zeichnung erreicht. Insgesamt macht das Bild einen weitaus besseren Eindruck als zuvor und sollte für den privaten Bereich eine ausreichende Qualität erreichen.

 

Bei dieser Gelegenheit noch gelernt:

 

Silkypix kann man dazu bringen, ein geladenes Bild völlig defekt anzuzeigen. Ich hatte nach nach dem Load eines Bilds wiederholt nur eine extrem dunkelgraue Fläche auf dem Bildschirm, das Histogramm zeigte nichts an, es war, als hätte ich nichts geladen. Erst ein Löschen der Datei gleichnamigen *.spd Datei im Verzeichnis Silkypix für den geladenenen File behob die Probleme.

Silkypix kann nur originale rw2s oder jpgs aus der Kamera öffnen. Mit Fremdprogrammen abgespeicherte Files (dazu gehört auch das Panasonic PhotoFunStudio) mach Silkypix nicht mehr auf. Und selbst die eigenen Kinder, rw2s abgespeichert als jpgs, kann Silkypix nicht öffnen.

 

Nur mal so als Information.

 

Grüße

 

Rolf

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bearbeitet von RoDo
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Vielen Dank! Sehr schön und verständlich dargestellt!

 

In JPEGs hat man bei solchen Operationen wohl durchweg Verluste in anderen als weißen Bildbereichen, oder? Denn in JPEG sind ja bereits viele Türen für nachträgliche Korrekturen für immer zu.

 

Aus diesem Grunde fotografiere ich seit Jahren nur noch in RAW. Dann erlaubt Adobe Camera RAW eine Rettung völlig falsch belichteter Fotos ohne Verluste! Hierfür habe auch ich vor langer Zeit einmal absichtlich völlig fehlbelichtete Fotos angefertigt und sie nach der Korrektur mit den korrekt belichteten gleichen Fotos verglichen. Ich konnte keinerlei Verluste feststellen...

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In JPEGs hat man bei solchen Operationen wohl durchweg Verluste in anderen als weißen Bildbereichen, oder? Denn in JPEG sind ja bereits viele Türen für nachträgliche Korrekturen für immer zu.

 

Aus diesem Grunde fotografiere ich seit Jahren nur noch in RAW. Dann erlaubt Adobe Camera RAW eine Rettung völlig falsch belichteter Fotos ohne Verluste!??????(2) Hierfür habe auch ich vor langer Zeit einmal absichtlich völlig fehlbelichtete Fotos angefertigt und sie nach der Korrektur mit den korrekt belichteten gleichen Fotos verglichen. Ich konnte keinerlei Verluste feststellen...

 

Hallo Winsoft,

 

vielen Dank für die Blumen!

 

Der Verweis auf die JPEGs und den Versuch, den Belichtungsfehler durch die einfacher zugängliche Automatische Belichtungseinstellung in PhotoFunStudio zu beheben, sollte mal den einfachsten mit der Standardsoftware ausführbaren Weg für JPEGs beschreiben.

 

Der Weg über Silkypix ist dann für JPEGs oder RW2s eigentlich identisch, aber aufwändiger und erfordert etwas mehr Verständnis.

 

Wenn es aber um die Rettung von Unterbelichtungen geht, so können m. E. weder JPEGs noch RAW (oder RW2) Dateien die Schatten wirklich retten, weil die Schattenzeichnung durch die Unterbelichtung Verluste erlitten hat. Beiliegendes Bild soll das verdeutlichen:

Das Objekt habe den Helligkeitsumfang wie durch den Graukeil angedeutet. Bei exakter Belichtung auf die in der Kamera eingestellte Empfindlichkeit (die durchgezogenen Linie) fallen Schatten und Lichter in den Kennlinienbereich, werden sauber digitalisiert und in RAW-Files auch so abgelegt. Bei JPEGs werden die Abstufungen der Schatten reduziert und dabei geht (etwas) Information verloren. Bei einer Unterbelichtung (durch den zweiten, nach links verschobenen Graukeil angedeutet) gehen zwangsläufig Informationen in den Schatten verloren, da die Helligkeit "Null" nicht am unteren Ende der Objekthelligkeit liegt. Mit keinem Programm der Welt kann man diese weggeschnittene Information wieder zurückholen.

 

Habe leider keine Ahnung, weil noch nie gesehen, ob die Kennlinien in digitalen Kameras so laufen wie die schwarzen Linien, die rote dünne Linie könnte es auch sein und wäre der Kurven von Filmen ähnlicher.

 

Würde deine Feststellung(2) zutreffen, dann hieße das ja, das bei jeder Empfindlichkeitseinstellung immer alle Informationen in den Daten enthalten sein sollten. Wozu dann noch eine Empfindlichkeitseinstellung in den Kameras?

 

Grüße

 

Rolf

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bearbeitet von RoDo
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Habe leider keine Ahnung, weil noch nie gesehen, ob die Kennlinien in digitalen Kameras so laufen wie die schwarzen Linien, die rote dünne Linie könnte es auch sein und wäre der Kurven von Filmen ähnlicher.

Eine Filmkurve wäre sehr schön und wünschenswert, anstatt an der Sättigung brutal abschneidende Geraden. Ich weiß nicht, ob das ein Hersteller mal realisiert hat.

 

Würde deine Feststellung(2) zutreffen, dann hieße das ja, das bei jeder Empfindlichkeitseinstellung immer alle Informationen in den Daten enthalten sein sollten. Wozu dann noch eine Empfindlichkeitseinstellung in den Kameras?

In erster Linie wohl wegen Rauschen...

Ich finde es fotografisch/künstlerisch schlimmer, wenn die Lichter durch Überbelichtung weg sind, als eventuell schwarze Tiefen! Ich persönlich sehe eigentlich immer zuerst die Lichter und deren Zeichnung, und erst viel später achte ich auf die Tiefen.

 

OK, wenn ich die Tiefen nach (absichtlicher) Unterbelichtung anheben muss, dann habe ich eventuell ein Problem mit dem Rauschen. Das versuche ich, mit NeatImage einigermaßen hinreichend zu bändigen, ohne alles glatt zu bügeln.

 

Mir ist klar, dass die Digitaltechnik keinen beliebigen Kontrastumfang bewältigen kann. In Extremfällen und mit vorhandener Zeit und Muße versuche ich es dann mit HDR (durchaus erfolgreich)...

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Ich finde es fotografisch/künstlerisch schlimmer, wenn die Lichter durch Überbelichtung weg sind, als eventuell schwarze Tiefen! Ich persönlich sehe eigentlich immer zuerst die Lichter und deren Zeichnung, und erst viel später achte ich auf die Tiefen.

 

Zustimmung! Und am Besten: Immer die richtige Belichtung!

 

Rolf

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eigentlich will ich was fragen ...also, wie krieg ich eine unterbelichtung wieder hin?

und wo bekomme ich ein photo-fun-studio her?

marlis

 

Hallo Marlis,

 

das "Hinkriegen" ist oben beschrieben. PhotoFunStudio kommt mit der G1 (und vielleicht anderen LUMIX Kameras) als Viewer daher. Wenn Du eine andere Kamera mit einer anderen Basis-Grafiksoftware hast: Die Funktion Autobelichtung ist fast in allen vorhanden, aber oft mit unterschiedlicher Bezeichnung.

 

Wenn's denn etwas genauer werden muss und die oben gezeigte Korrektur über die Kurve vorgenommen werden muss: Diese Funktion ist auch schon in vielen Basis-Grafiksoftware Paketen, die mit der Kamera kommen, enthalten. Wenn nicht, ist für JPEG Files GIMP und/oder RAWTHERAPEE nocht kostenlose Software. Und wenn Du richtig investieren willst: Gegen (viel) Geld ist von Adobe und anderen Softwarehäusern professionelle Software erhältlich.

 

Vielleicht hilft das erstmal weiter.

 

Grüße

 

Rolf

 

P.S.: In diesem Forum bedient man sich der üblichen Rechtschreibung

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