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Moin Leute!

 

Bald gehts in den Urlaub, und dafür möchte man natürlich neues Fotozeugs anschaffen. Mir ist der X-Rite ColorChecker Passport dabei ins Auge gefallen. 

Aber lohnen sich die ca. 80€ dafür? http://www.amazon.de/X-Rite-MSCCPP-ColorChecker-Passport-/dp/B002NU5UW8/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1434055166&sr=8-2&keywords=xrite

Hier hätte ich gern eure Erfahrungsberichte, wenn jemand das Teil besitzt. Am liebsten aus dem E-Mount-Lager, aber gern auch von allen anderen!

Lohnt das, kann das weg, nervts, ists cool?

 

Gruß

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Cool? Nein. Nervt? Nein. Kann das weg? Nein. Lohnt das? Vielleicht. Sofern du einen Raw-Konverter hast, der das Einbinden eigener Profile im DCP-Format gestattet und dessen mitgelieferte Farbprofile keine schönen Resultate ergeben, kann sich der Colorchecker lohnen. Ich benutze ihn, um beim Kauf einer neuen Kamera einen Satz Profile bei unterschiedlichen ISO-Werten und Lichtarten (Tageslicht, Glühlicht, Blitz...) zu erzeugen. Das war lange Zeit notwendig, da Adobe Camera Raw von Hause aus nicht gut mit Olympus-Rohdaten harmonisierte. Ansonsten benutze ich die in den Colorchecker integrierte Graukarte für den Weißabgleich, obwohl ich inzwischen die Expodisc für diesen Zweck bevorzuge.

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Ich vermute, wenn man Probleme hat wie "Egal was ich in PP herumregle, die Mädels sehen entweder käsig aus oder wie Marzipanschweinchen und ich weiß nicht wie ich das wegmachen soll", dann kann der Colorchecker und ein Farbprofil ganz hilfreich sein.

Ich denke, wenn man außer dem Colorchecker auch Bildanalysesoftware wie Imatest besitzt, dann kann man interessante Messungen machen und den Effekt der Profilverwendung auch numerisch prüfen.

Ich glaube, wenn man weder Probleme hat noch Bildanalysesoftware besitzt, dann ist der Unterhaltungswert des Colorchecker möglicherweise überschaubar.

BTW, die dem Colorchecker beiliegende Software erstellt das Farbprofil nicht in einer Weise, dass die Farbtreue zunehmen würde, sondern so, dass die Farben knalliger werden.

bearbeitet von Rainer Dynszis
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Hallo ihr beiden,

 

danke für eure Antworten!

 

@Rainer: Du hast in der Tat mein Problem recht treffend beschrieben! 

 

Dass die beiliegende Software knalligere Farben erzeugt, widerspricht natürlich sämtlichen Aussgen, die ich im Netz gefunden habe. Andererseits ergäbe es Sinn, denn dann sähendie Bilder hinterher natürlich deutlich besser aus. Hast du ein paar Belege dazu?

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Dass die beiliegende Software knalligere Farben erzeugt, widerspricht natürlich sämtlichen Aussgen, die ich im Netz gefunden habe. Andererseits ergäbe es Sinn, denn dann sähendie Bilder hinterher natürlich deutlich besser aus. Hast du ein paar Belege dazu?

 

Der Einfachheit halber: Hier ein Thread, den ich in einem anderen Forum zu dem Thema gestartet hatte.

 

Dort habe ich übrigens auch den sehr guten Hinweis auf Freeware von Adobe bekommen, die bei der Profilerstellung erheblich flexibler ist und erheblich kleinere Fehler ermöglicht. Soll heißen, man muss die von Xrite mitgelieferte Software nicht benutzen, es gibt bessere, und die ist sogar umsonst.

bearbeitet von Rainer Dynszis
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Mit dem DNG Profile Editur (und dem Passport) hab ich mir z.B. für die GH3 ein Profil erstellt (ok, bislang nur eins, müsste mehrere Lichtsituationen berücksichtigen. Das bringt im direkten Vergleich schon einiges, liegt aber sicher auch an der Standard-Farbeinstellung der GH3 und/oder Lightroom.

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ColorChecker ist ein unumgängliches Muss für das erstellen eigener Kamera-Farbprofile in Lightroom.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass, wenn man sich einmal Farbprofile mit 2 Lichtquellen (dual light) angelegt hat, Lightroom außerordentlich gut interpoliert und es nicht wirklich notwendig ist, für ein bestimmtes Bild ein spezielles Profil anzulegen. Damit ist auch die Frage beantwortet, ob man einen ColorChecker ständig mitnehmen muss: Nein, solange man ein anderes Tool hat (das sich natürlich dann auch leichter transportieren lässt), mit dem sich der manuelle Weißabgleich machen lässt (ich empfehle Vivicap von Kaiser Fototechnik (http://www.kaiser-fototechnik.com/de/news/produkte/1_1_vivicap.asp) oder Expodisc von ExpoImaging (http://www.expoimaging.com/product-overview.php?cat_id=1; beide Produkte sind überraschend exakt, die Expodisk aber um einiges teurer).

 

Der (kostenlose) Adobe DNG Profile Editor hat gegenüber der (ebenfalls kostenlosen?) Profilierungs-Software von X-Rite (ColorChecker Camera Calibration: http://xritephoto.com/ph_product_overview.aspx?ID=1257&Action=Support&SoftwareID=986) den Nachteil, dass Profile erstellt werden, die einen sog. "hue twist" aufweisen, d. h. die Profilwerte sind nach einem Adobe-eigenen Algorithmus berechnet, der die Farben so hinbiegt, dass sie möglichst der "menschlichen Erwartung" nahekommen (siehe auch hier: http://dcptool.sourceforge.net/Hue%20Twists.html). Man sieht das ziemlich deutlich in Lightroom, wenn man Profile von X-Rite und Adobe miteinander vergleicht.

Ich persönlich bevorzuge "unverdrehte" Farben und verwende ausschließlich das X-Rite Tool, das völlig "unverdrehte" Profile erstellt (nachprüfbar mit dem dcptool: http://sourceforge.net/projects/dcptool/).

 

Andreas

bearbeitet von ahinterl
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Ich persönlich bevorzuge "unverdrehte" Farben und verwende ausschließlich das X-Rite Tool, das völlig "unverdrehte" Profile erstellt

Hallo Andreas,

 

jetzt bin ich etwas verwirrt und frage mich, ob Du ein anderes X-Rite Tool hast als ich. Oder ist das, was Du nachfolgend siehst, "unverdreht" nach Deinem Verständnis?

 

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Im Vergleich dazu hier die Imatest-Ergebnisse für das Profil, das ohne irgendwelche Tricks oder aufwendige Basteleien mit dem DNG Profile Editor erzeugt wurde:

 

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Bei mir entsteht schon rein visuell der Eindruck, dass die resultierenden Farbfehler kleiner sind als von der X-Rite Software. Inwiefern ist das denn "verdrehter" als das vorige?

bearbeitet von Rainer Dynszis
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