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DPM2 Merrill - Eure Erfahrungen


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Hallo zusammen,

 

seit Dezember letzten Jahres habe ich eine Sony Nex 6. Das Teil gefällt mir - optisch, technisch und auch bezüglich des Designs.

 

Ich habe zum Jahreswechsel dieses Forum entdeckt und finde die Threats inhaltlich und qualitativ sehr gut. Bei der Gelegenheit bin ich auf Bilder der DP2m gestoßen. Hier im Forum, aber auch an anderen Stellen im Netz. Und ich muss gestehen: Beeindruckend.

 

Die grundsätzlichen Nachteile: Display nicht perfekt, Auto-Zoom nicht der schnellste, nur eine Festbrennweite, sind mir bekannt.

 

Ich überlege, diese Kamera zu kaufen.

 

Wie sind Eure Erfahrungen bei der alltäglichen Nutzung dieser Kamera? Etwas nebensächlich, aber mir scheint das mattschwarze Gehäuse extrem anfällig für Fingerabdrücke zu sein. In einem Schaufenster sah das mal ziemlich gruselig aus. Dies ist nun wirklich nicht mein Hauptkriterium beim Kauf oder Nicht-Kauf.

 

Ich bin gespannt auf Beiträge von DP2m-Nutzern.

 

Danke im Voraus!

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Wie du schon selber bemerkt hast, ist die Bildqualität beeindruckend. Alles andere kann die Nex mit Sicherheit besser. Ich selber bin auch von der Nex als Zweitkamera zur Sigma gewechselt und habe es nicht bereut. Aber als alleinige Kamera ist sie meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, da sie doch sehr eingeschränkt nutzbar ist.

 

Wie man sicherlich hier schon häufiger gelesen hat, ist sie halt eine "Schön Wetter Kamera". Gerade bei Indoor Aufnahmen sind dank des relativ schlechten Rauschverhaltens im Vergleich mit der Nex kaum möglich.

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Wenn man mit den von Dir zitierten Nachteilen bewusst umgeht, ist die DP Merrill Serie das Beste, was in vielen fotografischen Situationen zu bekommen ist. Ich habe meine DP1M sowohl tagsüber als auch Nachts (Stativ, mehrere Sekunden, Blende 8) für augenwässernde Pixel/Farb/Bildwunder nutzen können...

 

Man sollte die Geräte wie eine Industriekamera betrachten. Mit vielen nervigen Kleinigkeiten (ISO, Gehäuse, Batterielebensdauer, Autofokus, Display, Menü, wasauchimmer), die man eigentlich nur aus den Anfangsphasen der Digitalfotografie kennt - aber mit Qualitäten, die unter 5000 Euro in Kamera und Glas nicht zu erreichen sind!!! Es gibt irgendwo ein tolles Vergleichsvideo auf Youtube mit der Nikon D800, wo selbst die Profis bei den resultierenden hochwertigen DIN A/1 Prints keine Unterschiede entdecken können!

 

Von daher würde ich beherzt einen Griff in die Geldbörse machen, die ca. 750 Euro berappen, die man locker auch für ein gutes Systemkamera-Objektiv hinblättern müsste

)
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  • 2 weeks later...

Ich kann das nur bestätigen. Es macht verdammt viel Freude mit dieser Kamera zu fotografieren. Leicht habe ich mir die Entscheidung nicht gemacht, weil ich mich noch nie zuvor so bewusst mich für eine Kamera entschieden habe, die doch scheinbar viele Schwächen hat. Der Akku hält nicht lange, der Autofokus ist langsam ... etc. ... man kennt alles schon. Aber das alles macht überhaupt nichts, wenn man sich darauf einlässt und sich mal wieder Zeit für ein Bild nimmt. "... entschleunigt fotografieren" hat es mal jemand genannt, habe ich mal irgendwo gelesen. Genau das trifft es.

Weil ich etwas größere Hände habe, habe ich mir einen sehr präzise dazu passenden Handgriff in den Staaten bestellt.

 

Die Schärfe und die Detailvielfalt sucht ihresgleichen. Ich dachte schon, die Fujifilm x100 ist kaum einzuholen, was die Bildqualität angeht. Gegen die Sigma hat sie bei normalen Tageslicht keine Chance. Selbst die Sony NEX5n mit einem Leica Objektiv (2.8, 28mm) kann sie nicht übertrumpfen. Und wenn die Sonne fehlt, muss man halt die Kamera fixieren. Belohnt wird man mit sehr, sehr klaren Fotos. Das war schlussendlich auch der Grund warum ich mich für diese wunderbare Kamera entschieden habe. Tip: Es schadet nichts wenn man sich noch ein kleines, leichtes Taschenstativ besorgt. Dann kann es losgehen.

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Tolle Kamera für Landschaftsfotografie etc.

 

Da spielt AF-Speed keine Rolle,ein paar billige Akkus kauft man eh' dazu, ein kompaktes Sirui-Karbonstativ (die Merrills sind federleicht) passt auch gut und los geht der Spass mit der Quasi-Mittelformatkamera für spezielle Zwecke. Wobei - zu Zeiten von Ektachrome und 50mm hatten wir nicht viel besseres - und trotzdem sehr gute Fotos geschossen. Die DP2 ist ein würdiger Nachfolger in der Digiwelt. Ein Fotographen-Werkzeug.

 

Für's nebenher eine Sony RX-100.

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Hier hat jemand die DP2M mit der Nex-7 verglichen:

VIERI BOTTAZZINI PHOTOGRAPHER'S BLOG: A COMPARISON: SIGMA DP MERRILLS VS. NEX-7 W/SIGMA LENSES

 

Was die DP2M an Oberflächenstrukturen auflösen kann ist einfach unglaublich:

 

DP2M:

http://4.bp.blogspot.com/-CpLGSWbfjCU/USo0KYbJu_I/AAAAAAAAAg8/42TvNjIBqjg/s1600/_DP2M_0058.jpg

 

NEX-7:

http://4.bp.blogspot.com/-zU71kM2OXr8/USo0TcB7BgI/AAAAAAAAAiQ/Pip2GRU59TU/s1600/_NX7_1939.jpg

 

Die anern Vergleichsbilder sind ähnlich. Ich kann mir vorstellen, dass nicht alle den Super-Mikrokontrast-Look der Merrill-Bilder mögen, aber können muss man das erst mal. Es ist einfach immer wieder erstaunlich.

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  • 2 weeks later...

Ganz witziger Vergleich von einem Bayer-Sensor (Nex6) und dem Foveon der Merrill:

The SOUNDIMAGEPLUS blog: Sigma DP1 Merrill review - Conclusion and pixel comparison.

 

Bei 3600% sieht man das, was als "Mikrokontrast" ins Auge sticht und die Merrills einzigartig macht.

http://3.bp.blogspot.com/-l0Ct1XSUhY8/US9R1At_J6I/AAAAAAAAMQc/ZZlUXIEnakU/s1600/comp.jpg

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  • 2 weeks later...
  • 3 weeks later...
  • 2 months later...
  • 4 weeks later...

Man sollte die Geräte wie eine Industriekamera betrachten. Mit vielen nervigen Kleinigkeiten (ISO, Gehäuse, Batterielebensdauer, Autofokus, Display, Menü, wasauchimmer), die man eigentlich nur aus den Anfangsphasen der Digitalfotografie kennt - aber mit Qualitäten, die unter 5000 Euro in Kamera und Glas nicht zu erreichen sind!!! Es gibt irgendwo ein tolles Vergleichsvideo auf Youtube mit der Nikon D800, wo selbst die Profis bei den resultierenden hochwertigen DIN A/1 Prints keine Unterschiede entdecken können!

 

Leider auch in bezug auf Unterstützung von anderen Rawconvertern - mit SPP wurde ich nie Warm, hatte mich schon sehr gefreut, aber mich natürlich nicht eingelesen ob LR die Merrills (wie meine dp1s) auch unterstützt.

 

Jetzt bin ich noch am hadern - extrem gute Bildquali gegen nervige (für mich) Raw Bearbeitung im SPP.

 

Was mir auch aufgefallen ist - anscheinend verwackle ich mit der DP2m viel extermer als mit der Nex 3 mit Sigma 30/2,8 - kann natürlich auch an mir liegen, aber ist euch da was aufgefallen?

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Verwackler sind an den Merrills aufgrund der hohen Auflösung schneller sichtbar, das lässt sich nicht vermeiden. Der Zentralverschluß an sich arbeitet ja annähernd erschütterungsfrei.

 

Falls du einen Mac hast, probier den Iridient Developer aus. Scheint aktuell der einzige Fremdkonverter für die Merrills zu sein.

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  • 2 weeks later...

Man hat als Option zur Bearbeitung im SSP die Optionen 'x3f', 'auto' und 'custom' zur Verfügung.

Letzteres wird genommen, sobald irgendeine Einstellung verändert wird, 'auto' ist eine automatische Optimierung und für den Anfang nicht schlecht und x3f belässt es bei den Daten, die das Programm bekommt.

 

Ich bearbeite immer die x3f Dateien grob und exportiere diese als 16bit Tiff, um sie in LR weiter zu bearbeiten. Eine Eigenschaft, die man nicht oder nur sehr schwer in LR nachbilden kann, ist z.B. der Regler 'X3 Fill Light'.

 

Aber vielleicht ist es ja möglich irgendwoher eine Raw-Datei zu bekommen und dies selbst zu testen.

 

 

Von der Qualität der Objektive hab ich folgende Reihenfolge gehört:

DP2M > DP3M > DP1M

 

Der Schärfeunterschied wird dabei eigentlich nur am Rand gemessen.

 

Unter Sigma DP3 Merrill | Shutterbug ist zu finden, dass die Schärfe der DP3 nur knapp unterhalb der Möglichkeit des Sensors bleibt.

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Jetzt bin ich noch am hadern - extrem gute Bildquali gegen nervige (für mich) Raw Bearbeitung im SPP.

Ich hab auch lange Zeit mit einer Sigma parallel zu meiner damaligen Fuji geliebäugelt.

 

Kommt auch darauf an, ob es einem um die pure Detailvielfalt in voller Auflösung geht oder um den "Foveon Look" der auch bei verkleinerter Ansicht erhalten bleibt. (Oder überhaupt erst hilft winzige Details beim Verkleinern nicht im "Matsch" verschwinden zu lassen.)

Criollo hat ja eine Seite weiter vorne schon recht treffend verlinkt wodurch dieser hauptsächlich kommt:

http://3.bp.blogspot.com/-l0Ct1XSUhY8/US9R1At_J6I/AAAAAAAAMQc/ZZlUXIEnakU/s1600/comp.jpg

Habe da einige Zeit gebraucht um das zu kapieren.

 

Solche Microkontraste lassen sich ja aber auch auf diverse Wege in Bildern anderer Kameras herausarbeiten.

(Davon abgesehen bin ich mir nicht sicher ob das bei den Sigmas nur durch eine darauf optimierte Optik + den Foveon Sensor kommt, oder ob wir hier auch ein wenig kamerainterne Nachbearbeitung in den RAWs und JPEGs sehen.)

 

 

 

 

Wenn man bei dem NEX Bild die Microkontraste pushed (sei es nun mit Hochpass-Tricks in PS, durch RAW Konverter die es von Haus aus können wie Photo Ninja, oder durch extra Plugins wie NIK Tonal Contrast oder Topaz Clarity) werden sich die Bilder plötzlich ähnlicher:

 

http://d.pr/i/UhIZ+

 

Da ich hier an einem fürs Web stark verkleinerten Bild geschraubt habe, sind die ganz feinen Details und die Schärfe nicht ganz so gut, aber ich denke man sieht worum es geht wenn man sich die Kontraste an Wand, Statue oder Geländer anschaut.

Ich hab das damals in meiner Entscheidungsfindung z.B. mit Bildern aus dem Vergleich der D600 mit der DP2M von Lloyd Chambers gemacht,

und da kommt man durch Pushen der Kontraste zu beeindruckend ähnlichen Ergebnissen dank besserem Ausgangsmaterial zur Bearbeitung.

Da die Bilder von Lloyd Chambers nur als Abonnent zugänglich sind kann ich das hier leider nicht posten.

 

Habe aber noch Vergleichsbilder gefunden, keine Kunstwerke aber sollte für den Zweck dienen:

(und folgende Bilder.)

Wegen der unterschiedlichen Brennweiten habe ich die Bilder nach dem groben Anpassen der Ausschnitte noch um 50% verkleinert.

Damit vergleichen wir also keine feinen Details in der 100% Ansicht sondern wirklich die Bildwirkung durch lokale Kontraste, die auch in verkleinerter Webansicht noch zu beeindrucken weiß:

 

 

Nur dieses Looks wegen würde ich daher keine weitere Kamera kaufen (sondern wenn dann wegen der Detailauflösung).

Dafür ist der geringere Preis für Photo Ninja oder die NIK Collection evtl. besser investiert,

immerhin wird dadurch auch die Kameratasche nicht voller/schwerer.

 

Man sieht bei vielen Vergleichen im Netz aber IMO auch gut, wie groß der Auflösungsvorsprung gegenüber vielen Kameras unterhalb aktueller KB Kameras ist.

Während bei einem 24MP KB Sensor wie bei der D600 mit gutem Objektiv die Luminanzauflösung feiner Details in der 100% Ansicht leicht besser ist, stimmen dafür die interpolierten Farben an feinen Details (z.B. winzige gelbe Blüten die mit dem Grün der Blätter/Gräser im Hintergrund verschwimmen) nicht. Bei feinen Farbdetails schlagen die Sigmas einen 24MP KB Sensor im Gesamtergebnis somit, während Bereiche mit weniger feinen Farbdetails beim 24MP Bayer bessere Details bieten.

 

Um an die Farbauflösung zu kommen braucht es dann wohl schon einen 36MP Bayer Sensor um dem beizukommen.

Dazu passt auch DPReview's Aussage, dass die aktuellen Foveon Sensoren etwa mit einem 30MP Bayer Sensor vergleichbar sind, recht gut.

 

Eines dürfte sicher sein: Für diese Detailauflösung bieten die Sigmas ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis.

Wenn man da eine D800 + entsprechend gutes Glas gegenrechnet.

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Zu dem Schluss bin ich auch gekommen. Man muss eine Menge in ein anderes System investieren, um ein vergleichbares Aha-Erlebnis zu bekommen.

Es kommt mir ebenfalls so vor, als ob in den neueren Sigma die Bildergebnisse für einen bestimmten Effekt durch Software unterstützt werden, was ich aber nicht so schlimm finde.

In einem anderen Forum wurde z.B. einseitig bemängelt, dass eine Sigma nie in Frage käme, da eine andere Kameramarke ein so sehr viel natürlicheres Grün hinbekommen würde.

Aber man hat zu analogen Zeiten bestimmt kein Kodachrome eingelegt, um natürliche Farben zu bekommen und es gilt für das Fotografieren ebenfalls der Spruch von Magritte: "Ceci n'est pas une pipe."

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  • 1 month later...

Vor Kurzem bin auch ich mehr weniger zufällig auf die DP2 Merrill aufmerksam geworden. Vorausgegangen waren mehrere Grundsatzfragen betreffend der eigenen Zufriedenheit mit den Foto-Anschaffungen und -Ergebnissen der vergangenen Jahre. Über die letzten 10 Jahre hinweg habe ich immer wieder "zugeschlagen" und mir entweder neue Gehäuse oder neue Objektive gegönnt in der Hoffnung, wieder neue Impulse für das Fotografierhobby zu erhalten. Man muss dazu sagen, dass ich in erster Linie statische Motive (Landschaften, Architektur, Objekte) fotografiere. Personenaufnahmen sowie Actionaufnahmen sind eher selten.

 

Obwohl ich kein Anfänger bin und mir immer wieder ein Fotografiertalent zugeschrieben wird musste ich mir nun ehrlich eingestehen, dass viele Fotos im Endeffekt nur für die Festplatte gemacht wurden. Einmal sehen und dann "seelenlos" archivieren. Es war einfach so, dass ich keine emotionale Verbindung mehr zwischen dem in der Realität wahrgenommenen Bild und dem mit der Kamera festgehaltenen Ergebnis herstellen konnte, auch nicht bei Aufnahmen, die andere begeisterten. Die Fotos haben mich zumeist nicht "getoucht", es war kein richtiger Genuss mehr, eine Fototour am PC zu sichten und aufzubereiten, sondern nur noch eine notwendige Abschlussarbeit.

 

Mit der DP2 Merill habe ich nun eine Kamera gefunden, die mich das Fotografieren und meine Fotos wieder neu erleben lassen. Das Fotografieren an sich ist zwar nicht so spaßbringend - kein Sucher, nicht einmal ein Klappdisplay, sogar ein ziemlich schlechtes Display, lange Wartezeiten, häufiger Akkuwechsel. Wenn ich dann aber die Fotos ansehe, selbst die JPEGs, dann ist es so, als würde ich noch einmal an diesem Ort stehen und das Motiv begutachten. Es ist ein Abbild der Realität, auch was die Farbeindrücke anbelangt. Bei vielen Fotos rutscht mir ein spontanes "Wow!" über die Lippen. Ich kann in der 100%-Ansicht quasi im Bild Spazieren gehen, in die Details eintauchen und muss nicht bildlich gesprochen wie bisher ein paar Schritte zurücktreten, um das Gesamtbild wirken zu lassen.

 

Die Entwicklung im Sigma-eigenen Raw-Konverter ist zwar langatmig, bringt aber gegenüber den JPEGs in meinen Augen noch einmal eine dramatische Qualitätssteigerung. Out of the box scheint die Dynamik der Kamera nicht die Beste zu sein. Auch bei der Bildkontrolle über das Display kann man leicht in Versuchung geraten, ein Bild zu löschen, weil man es im Schatten versunken glaubt. Man kann aber extrem viel aus den Raws herausholen. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass die Raw-Dateien kleine HDR-Dateien sind. Die DP2 wirft manchmal Bonbonfarben aus und ich meine auch festgestellt zu haben, dass nicht nur die Farben, sondern auch die Helligkeit bei hellem Umgebungslicht übersteuert wird. Dies kann man aber alles im Nachhinein korrigieren. Der Konverter ist zwar zäh, bietet jedoch alle Regler, die man für die Korrektur braucht.

 

Mein Workflow sieht so aus, dass ich alle Anpassungen im Sigma-Konverter vornehme und dann nicht zu stark komprimierte JPEGs (sRGB, da mein Monitor kein ProPhotoRGB hat) erzeuge, die ich dann mit LR organisiere. Zwar wäre auch der Export in 16-Bit-Tiffs möglich. Aber die sind jeweils 80 MB groß, die JPEGs nur circa 10 MB. Es könnte alles schneller gehen. Aber bislang ging es ja schnell - schnell ins Archiv auf die Festplatte. Der größere Entwicklungsaufwand ist für mich daher verschmerzbar, weil es die Fotoergebnisse wert sind. Außerdem mache ich mit der DP2 weniger Fotos, dafür vor einem Foto mehr Gedanken, will sofort "das Eine" und nicht wie bisher später die Spreu vom Weizen trennen.

 

Ich für meinen Teil habe mit der DP2 einen Griff gemacht, der mich im Moment (und hoffentlich auch noch für längere Zeit) sehr zufrieden stellt. Mit dieser Kamera kann ich mein Hobby jetzt wieder ein bisschen neu, anders erleben. Es ist immer wieder spannend und faszinierend, welche Ergebnisse man damit erzielt. Und dabei geht es nicht um Pixelpeeperei, sondern das Gesamterlebnis und -ergebnis. Für Situationen, in denen die DP2 nicht zu gebrauchen ist (Gesellschaftsaufnahmen, Low-light, Action) sowie Video, habe ich ja immer noch mein MFT-System, dass ich aber wohl nun erst einmal nicht erweitern werde. Es ist eher wahrscheinlich, dass ich zusätzlich zur DP2 noch die DP1 kaufe, weil ich bei Architekturaufnahmen im wahrsten Sinne des Wortes mit den 45 mm KB jetzt doch schon das eine oder andere mal an Grenzen gestoßen bin.

 

Noch ein Wort zum Unterschied bei für das Internet heruntergerechneten Bildern. Es ist klar, dass diese bei einem stark kompromierten 1000-Pixel-Bild nicht mehr signifikant sind. Ich meine aber festgestellt zu haben, dass man auch dort etwas bessere Ergebnisse erhält - wenngleich man dies in der Tat auch durch eine gute EBV erreichen könnte. Internetbilder sind aber nicht mein Hauptziel. Ich möchte in erster Linie für mich selbst, meine Familie und Freunde fotografieren und die Bilder hochaufgelöst ansehen und zeigen.

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Die DP2 wirft manchmal Bonbonfarben aus und ich meine auch festgestellt zu haben, dass nicht nur die Farben, sondern auch die Helligkeit bei hellem Umgebungslicht übersteuert wird.

Ich kann bezüglich korrekter bzw. optimaler Belichtung das einblendbare Live-Histogramm sehr empfehlen, zumindest wenn man ohnehin übers RAW geht. Bei mir hat sich folgendes Standardprozedere herauskristallisiert: ISO100, default JPG-Einstellungen (wichig für's Live-Histogramm!), Histogramm per Belichtungskorr. an den rechten Rand und von da an nochmal eine Blende drüber ziehen. Diese "Überbelichtung" ist im RAW noch gut abgedeckt, spricht man reduziert die Belichtung bei der RAW-Konvertierung wieder ohne Kanäle zu clippen. => Sensor annähernd max. ausgereizt => Feinere Übergänge und Rauschen auf's Minimum reduziert und die Tiefen lassen sich bei Bedarf problemloser bzw. weitaus rauschärmer hochziehen.

 

Es gibt jedoch einen potentiellen Problemfall, nicht nur bei meiner Methode sondern generell an den Merrills. Der Rotkanal clippt unheimlich schnell. Sofern sattes/helles Rot bzw. intensivere Rotanteile (zB lila, gelb) vorhanden sind, muss man höllisch aufpassen. Teilweise ist erhebliche Unterbelichtung erforderlich um den Kanal nicht zu schießen. Typisches Extrembeispiel: Probier mal die roten Rücklichter eines Autos abzulichten. Es wird kaum vernünftig gelingen.

 

Mein Workflow sieht so aus, dass ich alle Anpassungen im Sigma-Konverter vornehme und dann nicht zu stark komprimierte JPEGs (sRGB, da mein Monitor kein ProPhotoRGB hat) erzeuge, die ich dann mit LR organisiere.

Kein aktueller Monitor beherrscht ProPhotoRGB, annähernd komplette Abdeckung von AdobeRGB ist momentan das höchste der Gefühle. Wenn du JPGs exportierst, wäre AdobeRGB jedoch ohnehin nicht empfehlenswert (sofern irgendeine Version des Bildes wieder in sRGB gewandelt wird) und ProPhotoRGB in einem 8 bit JPG gar gehörig kontraproduktiv. Auch ganz ohne weitere Konvertierung in einen anderen Farbraum.

Übrigens arbeitet LR defaultmässig immer in ProPhotoRGB, übers Monitorprofil wird ohnehin passend "runtergerechnet".

Edited by flyingrooster
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Der Rotkanal clippt unheimlich schnell. Sofern sattes/helles Rot bzw. intensivere Rotanteile (zB lila, gelb) vorhanden sind, muss man höllisch aufpassen. Teilweise ist erhebliche Unterbelichtung erforderlich um den Kanal nicht zu schießen.

Wie verhält es sich bei Sonnenunter/aufgängen?

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