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Hallo,

wie bereits in meinem Vorstellungs-Fred erwähnt, befasse ich mich derzeit mit der digitalen Reproduktion meiner bis zu 40 Jahre alten Sammlung aus Kleinbild- und Mittelformatdias zur Betrachtung am HD-Flachbildschirm.

Berichte zu diesem Thema sind etwas verstreut im Forum. Ich weiß nicht so recht wohin damit und bin hier gelandet.

Nach mittlerweile an die 1500 Dias habe ich für diejenigen die´s interessiert auch meine bisherigen Erfahrungen aufgeschrieben.

 

Das Equipment:

Olympus E-PL2 mit Leica 45mm Macro Elmarit

Digilightbox-Reprovorrichtung mit Dörr-Leuchtplatte LP100 digilightbox Dia-Digitalisierer - Alte Filmschätze schnell digitalisieren

Diahaltevorrichtung aus modifizierten Lego-Elementen mit Saugnäpfchen und Eigenbau-Abdeckblenden aus schwarzem Karton.

 

Die Erfahrungen:

Bereits mit dem zur Kamera mitgelieferten Kit-Objektiv 14-42mm lassen sich Mittelformat-Dias in brauchbarer Qualität abfotografieren. Wer also keine Kleinbild-Dias bearbeiten will, braucht nichts weiter.

Die zu diesem Objektiv anfangs verwendete Raynox-Vorsatzlinse DCR-250, für Kleinbild nötig, liefert mit dem 14-42-er zwar in der Bildmitte hervorragende Schärfe, im Randbereich reicht´s aber nicht immer.

Das darauf hin angeschaffte Macro-Elmarit erfüllt die Aufgabe hervorragend und wird jetzt natürlich auch für´s Mittelformat eingesetzt.

Zum Ausrichten der Bild- zur Objektebene hat sich ein Taschenspiegel bewährt, der zunächst anstelle des Dias eingelegt wird.

Die Aufnahmen erfolgen im Raw-Modus, da das zur Nachbearbeitung die meisten Möglichkeiten bietet.

Zur Entwicklung und Nachbearbeitung verwende ich das Programm Lightroom (LR, derzeit noch 3.4) mit dem ich bestens zurecht komme.

 

Meine Voreinstellungen:

Farbtemperatur in der Kamera fest eingestellt 6000K, obwohl die Lichtquelle eigentlich ca. 5000K hat !? (passt aber irgendwie trotzdem).

Die Kamera wird mit dem 2-Sekunden-Selbstauslöser betrieben, belichtet automatisch mit Blendenpriorität (5,6) und misst die Belichtung integrierend. Eine Korrektur ist immer dann empfehlenswert wenn dunkle Stellen sehr dunkel werden. Sonst werden bei der eventuell nötigen nachträglichen Korrektur in LR diese körnig. Mit zu hellen Stellen kommt LR gut zu recht. Das Messfeld für Autofocus habe ich etwas aus der Mitte verschoben.

 

In Lightroom:

Beim Entwickeln in LR ist die Farbtemperatur zunächst ebenfalls 6000K, Tönung 0.

Die Schattentönung in Bereich von LR´s Kamerakalibrierung habe ich auf -30 gestellt, das verbessert den häufig vorhandenen Lila-Stich älterer Bilder.

Die Belichtungwerte automatisch korrigieren zu lassen hat sich bewährt, es muss aber trotzdem gelegentlich nachkorrigiert werden.

Schärfen ist auf 50 voreingestellt ebenso die Luminanzrausch-Reduzierung. Klarheit ebenfalls auf 50.

Die Schärfe, Klarheit, Dynamik (bei zu blassen Bildern) müssen individuell korrigiert werden.

Die Verwendung von Voreinstellungen bringt einiges an Arbeitserleichterung.

Viel Aufwand habe ich für die Beseitigung von Schmutz, meist im Bereich des Himmels, aufgewendet. Da spielt aber Lightroom seine Stärken voll aus.

Insgesamt sind die Ergebnisse nach der Bearbeitung nicht selten sogar deutlich besser als beim projizierten Original, da auch so mancher Patzer der ursprünglichen Aufnahme korrigiert werden kann.

Was mir natürlich fehlt, ist die Möglichkeit die fertigen digitalen Bilder mit höherer Auflösung als HD-TV zu sehen und die Bilddiagonale bleibt bei mit auf knappe 1,2 Meter beschränkt.

Betrachtet man diese Bilder aber aus der Entfernung, die gerade noch keine Pixel sichtbar macht, ist das Ergebnis durchaus mit echter Dia-Projektion vergleichbar.

 

Besonderheiten, die aufgefallen sind:

Geglaste Mittelformatdias mit den geätzten Gläsern (z.B. die verbreiteten Gepe-Rahmen) bilden manchmal in hellen Bereichen eine Art Korn in der Abbildung, das ist natürlich kein Filmkorn, das aber ähnlich wie dieses beseitigt werden muss. Ob ein Einfluss der Aufnahme-Scharfstellung vorgelegen hat muss ich noch untersuchen.

 

Der Einfluss des Filmmaterials auf die Alterung:

Die besten Ergebnisse bezüglich Alterung zeigen bei mir Kleinbild-Dias mit Kodachrome-Material in deren Papprähmchen.

Bei den geglasten Mittelformat-Dias zeigt das Ektachrome-Material das beste Verhalten, besonders eine 1980 in den USA erstandene Charge.

Bei jüngeren, auch teilweise ungeglasten Mittelformatdias (90er Jahre), überwiegend auf Agfa-Material, reichen die Ergebnisse von gut bis fast unkorrigierbar.

Übrigens, Newtonringe oder Pilzbefall waren bei keinem Dia zu bemerken.

 

Ich wünsche allen, die einmal ähnliches vorhaben gutes Gelingen.

Gruß Nobu

Edited by Nobu
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Alles schön und gut...

 

Wenn jedoch "professionelle" Ergebnisse erwartet werden, kommt man um einen echten Filmscanner nicht herum!

 

Warum? Weil fast alle anderen Verfahren folgende Schwachstellen aufweisen

- Vignettierung

- Randunschärfen

- Fokussierprobleme

- Lichtquellen-Farbtemperatur

- Auflösung

 

Mit einem guten Filmscanner (Nikon) vermeidet man die erwähnten Probleme durchweg gänzlich! Für Kleinbilddias produziert der Nikon Super Coolscan 5000 ED zum Beispiel erstklassige Ergebnisse, die - bis auf Trommelscannern - keine Wünsche offen lassen. Wenn man dann noch den SlideFeeder benutzt, kann man bis zu 50 gegerahmte Dias unbeaufsichtigt scannen lassen.

 

Vor Jahren habe ich in diversen Foren einen Vergleich der verschiedenen Verfahren gepostet, wobei der Fuilmscanner mit Abstand das beste Ergebnis lieferte.

 

Es ist nicht die Nachbearbeitungssoftware (Lightroom oder Photoshop), die die hervorragenden Ergebnisse liefert, sondern schon das Scan-Programm, im Falle Nikon "NikonScan 4.3".

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Die Ausführung von WinSoft kann ich so bestätigen. Nach ersten Versuchen, auf anderen Wegen zu einer vernünftigen Digitalisierung meiner Dias zu kommen, bin ich auch rasch beim Coolscan gelandet.

 

Schade, dass Nikon kein größeres Magazin als das 50er anbietet.

 

Im Übrigen halte ich es bei KB für unmöglich, geglaste Dias (bei mir vorwiegend Wess) vernünftig zu scannen - man muss die Dinger mühsam ausglasen.

 

LG

Lumix

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Mit einem guten Filmscanner (Nikon) vermeidet man die erwähnten Probleme durchweg gänzlich!".

 

Die Nikon Scanner werden aber nicht mehr hergestellt und sind nur noch gebraucht erhältlich.

 

sondern schon das Scan-Programm, im Falle Nikon "NikonScan 4.3".

 

Das ist ja offenbar nicht 64 Bit tauglich und wird von Nikon auch nicht mehr supportet. (Bessere) Alternative: Silverfast. Damit habe ich vor vielen Jahren bereits einen Teil meiner Diasammlung digitalisiert (mit einem Nikon Coolscan LS30).

 

Die hier vorgestellte Alternative mit dem abfotografieren tönt sehr interessant und ist vor allem auch schneller als scannen.

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moinmoin

wem es auf eine schnelle Massenarchivierung ankommt,

sollte sich mal diese Methode anschauen:

fotonovum.de begrüßt Sie im Internet

Mit der Methode habe ich in wenigen Stunden ein paar Tausend Dias digitalisiert.

 

http://www.kbjhbo.de/foren/nt/bilder/diadigital_DSCF1312.jpg

 

Den Vorgang kann man je nach Projektor im 1-2sec-Rhytmus durchführen.

Eine evtl. Nacharbeit am PC ist natürlich nicht mitgerechnet,

aber ich denke für einen Vergleich für den Zeitaufwand

ist das nicht notwendig,

da diese Zeit bei jeder Art er Digitalisierung anfällt.

 

Ein Musterbild:

 

http://www.panorama-fabrik.de/diashow/newyork/bilder/IMG_27796.JPG

 

das Dia ist jetzt schon so um die 20 Jahre alt.

Die ganze Serie gibt es hier:

Willkommen bei panoramafabrik

 

Es wurde so fotografiert, dass der Rand zu sehen ist,

weil ich testen wollte,

wie groß die Wiederhol-Genauigkeit beim Positionieren der Dias im Projektor ist.

Ich meine, eine nachträgliche Beschneidung z.B. mittels IrfanView im BatchBetrieb wäre denkbar.

Oder die Kamera so ausrichten, dass der Rand gleich weggelassen wird.

Ich möchte das aber lieber bei der Nacharbeit selber entscheiden können.

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Hallo

Danke für die Antworten und Anregungen. Schön dass das Thema noch nicht gestorben ist.

Nach meinen Recherchen erreicht die Qualität beim Abfotografieren von Dias mit einwandfreiem Equipment durchaus die von sehr guten Scannern. Das benötigt eine stabile Reprovorrichtung mit Normlichtquelle und eine für Repro geeignete Kamera-Objektivkombination. Damit bestimmt eigentlich die Kamera was wie gut im Bild landet. Natürlich sind Komfort und Schnelligkeit nicht mit einem Scanner wie dem Nikon samt Software vergleichbar. z.B. müssen alle Bildstörungen, Staub und Kratzer von Hand angegangen werden. Da sich gezeigt hat, dass eine Nachbearbeitung, schon wegen der notwendigen und oft unterschiedlichen Farbkorrektur, für ansehnliche Ergebnisse aber sowieso unvermeidbar ist, stört mich das nicht.

Das Thema Scanner scheitert vorerst auch nicht zuletzt für mich am Umstand, dass die zu reproduzierenden Dias überwiegend Mittelformat haben (6x6, 4,5x6). Dafür geeignete Scanner beginnen erst jenseits von 1500 €, der mittlerweile nicht mehr produzierte Nikon lag bei über 6000 €.

Für die notwendige HD-Auflösung 16/9 von 1920x1080 Pixel reicht es auf jeden Fall. Was eher zu bemängeln ist, ist der oft zu große Dichteumfang mancher Dias, da tut sich die E-PL2 manchmal schon ein wenig schwer.

Gruß Nobu

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Nach meinen Recherchen erreicht die Qualität beim Abfotografieren von Dias mit einwandfreiem Equipment durchaus die von sehr guten Scannern. Das benötigt eine stabile Reprovorrichtung mit Normlichtquelle und eine für Repro geeignete Kamera-Objektivkombination......

 

Da hilft ja vielleicht auch das als Anregung (#21)

 

https://www.systemkamera-forum.de/software-archiv/2787-kodak-negativ-film-digitalisieren-rotschleier-3.html#post32526

 

Der ganze Thread davor passt übrigens auch zum Thema

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Hallo Olybold und die Anderen

vielen Dank, das bestätigt eigentlich meine Meinung und mit meinem Aufbau liege ich danach garnicht so verkehrt. Was ich mir bisher nicht erklären kann ist, warum bekomme ich bei der eigentlich falschen Farbtemperatureinstellung, 6000K in der Kamera und in LR, bessere Farben als bei korrekter Einstellung (die Kamera misst die Lichtquelle etwa mit den angegebenen 5000K). Möglicherweise entsteht dadurch ein Fehler der sich positiv auf die farbstichigen Dias auswirkt und bereits einen Teil der nötigen Korrektur vorweg nimmt.

Gruß Nobu

Edited by Nobu
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  • 5 weeks later...

Zur Vervollständigung hier noch mein Reproaufbau und Bilder von ein paar Dias, die 1977 auf Kodachrome bei einem Motorradausflug nach Brixen Südtirol gemacht wurden.

Gruß Nobu

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Edited by Nobu
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Alles schön und gut...

 

Wenn jedoch "professionelle" Ergebnisse erwartet werden, kommt man um einen echten Filmscanner nicht herum!

 

Warum? Weil fast alle anderen Verfahren folgende Schwachstellen aufweisen

- Vignettierung

- Randunschärfen

- Fokussierprobleme

- Lichtquellen-Farbtemperatur

- Auflösung

 

Ist lange her, seit ich selbst gescannt hatte. Hatte mal einen Nikon Dia Scanner und danach dann einen Minolta Dimage Scan Multi Pro (um auch Mittelformat Dias scannen zu können). Wüsste gar nicht, ob ich heutzutage noch Treiber dafür auftreiben könnte. D.h. Testvergleiche Dia abfotografieren zum Diascanner wird es so schnell von mir nicht geben. Aber ein erster schneller Test mit dem nicht besonders gutem 12-50mm in Makrostellung waren gar nicht mal übel. Gingen vor allem schnell und ich hatte keine Probleme mit dichten Schattenbereichen. Etwas, wo selbst gute Diascanner immer das Quentchen vermissen ließen, was einem u.a. auf Trommelscans schielen ließ.

 

Pekka Potka schreibt hier (pekkapotka - Journal - Copying slides with OM-D and 60mm Macro ) glaubhaft, dass er mit dem Abfotografieren besser als alles bis auf Trommelscans ist: "Dimensions are now 7789 x 5142 pixels and the quality is better than with any scanner except drum scanners. I have owned them all, drum scanners, Flextights, Nikons..."

 

Er ist aber auch recht "anal" ;-) in dem Sinne, dass er vier Aufnahmen pro Dia macht und stitcht... also die Auflösung bräuchte ich ja nicht. Was soll ich mit übertrieben gesagt gefühlten 8 Pixel durchmessenden Filmkörnern...

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Hallo TFrank und alle Interessenten

Danke, den Artikel von Pekka Potka kannte ich noch nicht. In Summe lese ich daraus, dass auch nach seiner Meinung, Abfotografieren mit entsprechendem Equipment eine sehr gute und trotzdem preiswerte Lösung ist. Nach meiner Erfahrung reicht die dabei erzielbare Schärfe, selbst ohne sein Verfahren mit 4 Teilaufnahmen, leicht für die Darstellung auf einem HD-Bildschirm aus. Auch Ausdrucke im Format A4 von Kleinbilddias waren einwandfrei, wenn das Dia i.O. war.

Natürlich schöpft man so nicht die Qualität aus, die in einem Mittelformatdia stecken kann. Das merkt man schon dadurch, dass am Bildschirm, die Unterschiede von 24 x 36 zu 45 x60 recht gering werden. Mit beteiligt daran ist dass nicht selten der Schärfentiefebereich, der bei den ursprünglichen Aufnahmen gewählt wurde, bei Mittelformatbildern kleiner ist als bei vergleichbaren Kleinbildaufnahmen. Das geht nicht selten zu Lasten des Mittelformats.

 

Gruß Nobu

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Guest immerdabei
Hallo, ... Das Equipment: Olympus E-PL2 mit Leica 45mm Macro Elmarit ... Ich wünsche allen, die einmal ähnliches vorhaben gutes Gelingen. Gruß Nobu

 

Hallo in die Runde, bin neu hier und freue mich über die rege Sachdiskussionen.

 

Nun mein erster Beitrag zum obigen Thema (Danke Nobu, sehr interessant! Danke für den Taschenspiegel-Tipp!):

 

Ich verwende eine E-PM2 mit dem Kit m.zuiko 14-42 IIR für Mittelformat 56x56 mm Dias, AF, AE (bekomme ich beim Coolscan 16 MioPix?, kann der Coolscan Mittelformat?).

 

Der Aufbau ist ein stabiles Bauer 8mm Schmalfilm Titelgerät: Grundrahmen, Vierkantsäule, verschiebbare Kameraplatte mit derzeit einer Beleuchtungseinrichtung aus einem Durchsicht-Scanner - aber ich will zukünftig auch die Dörr-Platte! Alle Vorlagen decke ich mit einer schwarzen Randmaske ab.

 

Ich verwende eine E-PM2 (VF-2!!) mit dem Summicron 2/50 (abgeblendet auf 5,6 oder 8) am M-Balgengerät für KB 24x36 mm und für meine vielen Pocketformat-110 Dias 17x13 mm (die kommen M 1:1 drauf), manueller Fokus, AE im A-Modus.

 

Gelegentlich setze ich auch für KB einen Selbstbau-Achromaten (+10 diop. d=25,5 mm in eine E27 Filter-/Vorsatzlinsenfassung) vor das Kit m.zuiko, AE, AF.

 

Für Negative mache ich den manuellen Weißabgleich auf ein unbelichtetes Negativ wegen der orange/rot Maskierung und dann die Umkehrung in Photoshop; eine tiefgreifende WB-Korrektur danach ist meist nicht mehr nötig.

 

Die Ergebnisse sind angesichts des geringen finanziellen Aufwandes für mich sehr gut; die 110er Pocket-Dias gehen (wie die 110er-Negative im Original) bis zu einer Vergrößerung von ca. 20x15 cm ohne Bauchschmerzen.

 

Ein Test mit dem m.zuiko 60 mm Macro wäre mal sehr interessant!

 

Gruß - immerdabei

Edited by immerdabei
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Hallo immerdabei,

 

viele Wege führen nach Rom, bzw. zu ansehnlich digitalisierten Bildern alter Dias und Negative.

Dein Aufbau erfüllt den Zweck sicher ebenfalls gut und durch den Einsatz einer Leuchtplatte kann´s nur noch besser und einfacher werden.

Zur fototechnischen Seite kann ich nichts neues hinzufügen. Wie bereits geschrieben, war mir bei Kleinbild die Randschärfe beim 14-42mm Kitobjektiv mir Raynox-Achromat nicht ausreichend.

Beim meinem Oly 14-42 reicht die Naheinstellgrenze um Mittelformatdias sogar direkt abzulichten, wenn man danach etwas zuschneidet und so einen kleinen Qualitätsverlust inkauf nimmt.

Ich glaube, dass gerade bei Deinen teilweise winzigen Vorlagen, ein richtiges Makro-Objektiv schon eine sinnvolle Anschaffung wäre.

Nach meinem Wissen gibt´s zwar zwischen dem Zuiko- und dem Leica-Macro keine nennenswerten Qualitätsunterschiede. Heute würde ich das Zuiko nehmen, es hätte mit 60mm den Brennweitenbereich im Objektivpark ergänzt.

Ich wollte damals einfach nicht warten.

Mit Farbnegativen habe ich noch nicht gearbeitet, es sind so gut wie keine mehr vorhanden.

Gruß Nobu

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Hallo immerdabei,

 

viele Wege führen nach Rom, bzw. zu ansehnlich digitalisierten Bildern alter Dias und Negative.

 

Danke für deinen interessanten Beitrag. Habe gerade diese Woche ein paar Experimente gemacht mit meiner EP-3 mit dem Makro D-Zuiko 35 mm an einem alten Novoflex Makrostand auf einer Tageslicht-Leuchtplatte. Für den simplen Aufbau war das Ergebnis mit Dias in KB und 4,5x6cm vielversprechend und sicher mit der von dir erwähnten Digilightbox weiter ausbaufähig. Wäre eine gute Ergänzung zu meinem Epson V750, der für Dias 6x7 und größer super ist, aber bei kleineren Formaten nicht glänzt. Auch den Nikon LS 8000, den ich mal hatte, fand ich nur im Format 6x7/6x9 richtig gut, größer konnte er nicht und bei 4,5x6 hatte er schon inakzeptable Unschärfen im Randbereich.

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Guest immerdabei
... und bei 4,5x6 hatte er schon inakzeptable Unschärfen im Randbereich.

 

Das Schöne beim "Abfotografieren" statt Scannen ist u.a.: Man kann nach Bedarf kräftig abblenden, was die Schärfentiefe erhöht.

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Das Schöne beim "Abfotografieren" statt Scannen ist u.a.: Man kann nach Bedarf kräftig abblenden, was die Schärfentiefe erhöht.

 

Ja und z.B. Serienaufnahmen von einem Motiv machen zur Erhöhung des Dynamikumfangs (bei entsprechender Stapelverarbeitung in PS).

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Und schon bin ich mitten dabei. Das hab ich nun davon hier im Forum zu sein.

Erst wollte ich den Diaprojektor und die E-M5 mit 12-50 nehmen. Aber ich bin noch zu weit von der Vorlage entfernt. Also Adaptern. Nun versuche ich es mit meinem 135mm von Pentacon welches eine Anfangsöffnung von 2,8 hat. Zwei Zwischenringe und ich hab einen passablen Abstand zum Projektor. So kann ich bequem die Magazine wechseln ohne den Aufbau zu verschieben. Risch Ratsch und klick, so macht das die ganze Zeit. Ich blend auf 8 oder11 ab und die Tiefenschärfe reicht fast bis auf die Milchglasscheibe hinter dem Dia. Die Belichtung lässt sich ja genialstens angleichen. So kann ich Massen an Fotos noch "retten" die falsch belichtet waren. Dia ist ja auch so pingelich. Mit dem Weißabgleich komme ich nicht immer hin. AWB ist nicht immer genau. Und die ermittelte WB stimmt zwischendurch auch nicht immer. Auf RAW will ich "noch" verzichten. Das sind ja enorme Datenmengen die sich in Nächster Zeit ansammeln werden. So mache ich es mit den Magazinen. Und die Fotos sind Kopf-Seitenverkehrt und Hochkantdias gekippt. Irfan hift hier im Stapel alles zu richten. Zu Urzeiten der Diafotografie in der DDR hatte ich keinen Projektor mit Magazinen. Mann war das immer ein Akt da jedes Dia in die Hand zu nehmen in den Projektor, ritsch ratsch und wieder zurück in den Ordner u.s.w. Da hab ich noch so einen Tischbetrachter. Oben ne Linse und dann das Dia danach Milchglas und Glühbirne. Linsen rausgefummelt Kamera von schräg drauf und los gehts. Und da kann ich das 12-50 verwenden, mit AF. Negative kommen demnächst.

 

Hätt ich doch blos nicht mitgelesen.

 

Grüße auch.

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Hallo an die Reproduzenten

wenn die Hardware festgelegt ist, liegt die schwierigste Aufgabe im Aufbereiten der abfotografierten Bilder. Besonders wenn die Dias schon recht verändert sind. Hier ein Beispiel eines Mittelformat-Dias ohne Glas von 1987. Filmmaterial ist Agfa 100. Dieses Material hatte bei mir bezüglich Haltbarkeit die meisten Probleme. Wie man sieht, hat das originale Dia einen hohen Dichteumfang und bereits stark veränderte Farben. Hier erfordert eine halbwegs brauchbare Reproduktion schon einiges an Korrekturen. Ich befinde mich dabei immernoch in der Lernphase. Wie gut das ein Scanner mit seiner Software kann, weiß ich nicht.

Übrigens, das Bild erhebt keinen künstlerischen Anspruch, hat also nur dokumentarischen Zweck.

Gruß Nobu

 

Abfotografiertes Original

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nach der Bearbeitung in LR

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Hallo Agfa Click

das Programm ist Lightroom (noch 3.6) und wenn man alle Lernphasen abzieht sind´s unter 5 Minuten. Die gewonnene Erfahrung kommt ja allen Bildern zugute. Der Umgang mit Lightroom selbst erfordert bekanntlich einiges an Einarbeitung.

Gruß Nobu

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Von mir mal ein schneller Versuch mit FixFoto:

 

Gruß

Alfred

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Guest immerdabei
Hallo an die Reproduzenten

wenn die Hardware festgelegt ist, liegt die schwierigste Aufgabe im Aufbereiten der abfotografierten Bilder. Besonders wenn die Dias schon recht verändert sind. Hier ein Beispiel eines Mittelformat-Dias ohne Glas von 1987. Filmmaterial ist Agfa 100...

 

Respekt! Ich hätte nicht gedacht, dass man aus dem Dia, das für mich nur noch aus Blau zu bestehen scheint, doch ein paar andere Farbwerte herausholen kann. Da hast Du eine Super-Handarbeit hingelegt.

 

Ein automatischer Scanner hat sicher generell den Vorteil, dass man im Batch-Betrieb einen Haufen Dias innerhalb kurzer Zeit abfertigen kann. Aber bei solchen Spezialfällen wie hier (und das scheinen dann doch viele alte Dias im Lauf der Jahre durch Alterung zu werden), da kommt man sicher nicht mit einer Routine-Einstellung der Scan-Korrekturen zum Ziel, sondern muß eben doch eine Spezial-Behandlung anschließen. Also sind wir dann doch trotz Scanner wieder bei Handarbeit - und dann kann ich da gleich "unser" Verfahren des Abfotografierens anwenden; und es macht zudem noch Spaß mit den mft-Möglichkeiten.

 

Gruß

 

P.S. Ich bin ja neu hier und ich weiß auch nicht, ob es schon gesagt wurde:

 

1. Dieses Forum ist Spitze, wenn man Details erfahren, austauschen und diskutieren möchte! Die Bandbreite der Themen ist sehr groß. Der Ton ist auch generell sehr freundlich.

 

2. Ein Tip: Ich hatte früher hier im Forum Probleme, wenn ich bei Schreibfehlern den Cursor zurückplatzieren wollte: Es dauerte immer sehr lange. Nun mache ich folgendes: Ich platziere den Cursor zuerst irgendwo in den "Titel" des Threads und dann sofort an die zu korrigierende Stelle. Das geht alles dann innerhalb Sekundenbruchteilen.

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Deine Vorlage sieht ja noch ja noch "blendend" aus. Ich hab da einen Schwung von Kontaktabzügen da fällt einem nix zu ein. Von 1954. Warum er Abzüge damals gemacht hatte werd ich mal erfragen. Der Mann (mein Vater) ist jetzt 88 Lenze jung. Bestimmt um mehr als nur Ein Original zu haben. Da werde ich wohl alles nur in Schwarz Weiss sichern können. Farben sind oft garkeine mehr. Wenn ich wieder am Computer bin werd ich mal was raussuchen.

Aber lass mal. Meine ORWO UT 20 Diafilme aus jüngerer Geschichte verlieren auch heftig an Farbe. Und ich habe erst in den 80gern begonnen!

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Hallo an alle Reproduzenten,

ein paar Gedanken zu Filmen. Was mich wundert, ist das unterschiedliche Verhalten von Filmen bei der Alterung, sogar die eines Herstellers. Uber die Unterschiede verschiedener Hersteller wundere ich mich schon garnicht mehr, obwohl es beim Rollfilm durchwegs Filme für den E6-Prozess waren. Wie bereits erwähnt, das Kodachrome-Material für Kleinbild verhält sich da phänomenal gut. Leider gab´s das nie als Rollfilm-Konfektionierung. Soweit mir bekannt, ist das bei Kodachrome ein gänzlich anderer Filmaufbau und irgendwie werden die Farben erst bei der Entwicklung zugesetzt. Leider habe ich für meine Mittelformatdias ab den frühen 80-ern fast nur noch den damals so gelobten Agfa 100 RS verwendet (der war damals wirklich gut und es war ja auch mein Brötchengeber). Die Alternativen Ektachrome und vereinzelt Fuji aus meinem Bestand sind heute allerdings farblich meist besser geblieben.

Gruß Nobu

Edited by Nobu
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Ich habe mir von fotonovum, das diadigifix bestellt. Ich werde kommendes Wochenende die ersten Test's machen. Es sind über 50 Magazine mit je 100 Dias vorhanden. Mit meiner Ausrüstung bin ich gespannt, was dabei herauskommt. Ich werde berichten.

 

Wer hat einen Tip, soll ich RAW oder in JPEG die Dias ablichten? Mit der G5 mache ich nur Aufnahmen im RAW Format.

 

Beste Grüsse

 

Michael

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