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Fahrradbezogenes - zum Mitmachen versteht sich

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Da das mein tausendster Beitrag ist, zeige ich hier mal was ich sonst so mache:

Da ich gerade dank beruflicher Veränderung ziemlich viel zusätzliche Zeit habe (nach ca. 35 Jahren in der Softwareentwicklung kann man sich das leisten) habe ich jetzt mehr Zeit für Fotos und endlich auch Videos. Im Grunde geht es bei mir aber mehr darum was ich mit dem Material mache. Aufgenommen habe ich schon seit langem ziemlich viel. Ich hatte schon zu Analogzeiten immer auch eine kleine Kamera, die ständig dabei ist und weil ich gerne Reportage-artig und dokumentarisch fotografiere habe ich viele Bilder von der Arbeit, Radtouren, Urlaub, Umwelt-Aktionen und natürlich der Familie. Das Material wird dann überall genutzt wo es gebraucht werden kann. Ich habe auch schon länger bemerkt, dass ich am liebsten ganze Serien von Bildern zusammenstelle und mit Geschichten verbinde. Deshalb wollte ich auch schon immer mal eigene Videos machen. Das ist aber sehr zeitraubend und dank der heutigen Kameras und der fantastischen Stabilisierung geht es inzwischen auch ohne Stativ und mit der Fotoausrüstung. Die Software zum Bearbeiten ist auch immer besser geworden und jetzt habe ich auch noch die Zeit.

Das hier sind keine Bilder zum an die Wand hängen aber sie können gut als Material in einer Pressemitteilung zum Thema Radinfrastuktur genutzt werden. Hier ging um die Frage warum es in Deutschland Städte gibt in denen über 30% der Wege mit dem Rad zurückgelegt werden und warum es in Aachen nur 11% sind.

Radinfrastruktur1.jpg.7031efb896428df4f480ce48a5e3fecd.jpg

Als Radler soll man hier zwischen Auto und Baum durchfahren.

 

Radinfrastruktur2.jpg.7ab99045df7ae9f467d25f7ccd60405e.jpg

Das ist eine der Hauptstraßen in Aachen. Die Triererstraße zwischen dem Stadtteil Brand und der Innenstadt gehört zu den meistbefahrenen Straßen in Aachen. Radfahrer sind hier aber nicht so gerne unterwegs.

Hier ist noch ein Video, das ich letztes Wochenende fertiggestellt habe:

Für 3:42 Minuten brauchte ich hier etwa zwei Stunden für die Aufnahmen und mehrere Stunden für Text und Zusammenbasteln.

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vor 16 Stunden schrieb beerwish:

(...)

Thema Radinfrastuktur genutzt werden. Hier ging um die Frage warum es in Deutschland Städte gibt in denen über 30% der Wege mit dem Rad zurückgelegt werden und warum es in Aachen nur 11% sind.

(...)

Deine Bilder zeigen sehr gut eine der möglichen Antworten auf die Frage, warum das Rad so wenig als Verkehrsmittel genutzt wird (im Gegensatz zur Nutzung als Sportgerät)!

Die bittere Wahrheit enhält aber leider auch eine Art Blockade im Kopf. Nach einer Verkehrsstatistik in Frankfurt ist 80% des innerstädtischen Verkehrs kürzer als 3 km. Und trotzdem gelingt es den Wenigsten sich vorzustellen, dass das auch ohne Auto möglich ist. So haben meine Nachbarn, links und rechts, meines Wissens noch nie ihr Grundstück ohne Auto verlassen. Selbst die wenigen Meter zum Zigarettenautomat sind weder zu Fuß noch mit dem Rad vorstellbar.

Vor diesem Hintergrund nützen auch keine Hardwarenachrüstungen oder die Euro-6-Norm etwas weil auf dieser kurzen Strecke kein Katalysator seine Betriebstemperatur erreicht. Also sind Fahrverbote doch die einzige Lösung? Sorry für OT aber das musste mal raus!

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vor 6 Stunden schrieb Softride:

Die bittere Wahrheit enhält aber leider auch eine Art Blockade im Kopf. Nach einer Verkehrsstatistik in Frankfurt ist 80% des innerstädtischen Verkehrs kürzer als 3 km. Und trotzdem gelingt es den Wenigsten sich vorzustellen, dass das auch ohne Auto möglich ist. So haben meine Nachbarn, links und rechts, meines Wissens noch nie ihr Grundstück ohne Auto verlassen. Selbst die wenigen Meter zum Zigarettenautomat sind weder zu Fuß noch mit dem Rad vorstellbar.

Für mich gehören genau solche Fragen zu den Dingen, die ich schon lange verfolge. Beim Fotografieren ergeben sich daraus immer gleich interessante Themen und ich mache so nicht einfach nur Bilder die so gut aussehen wie ich es halt hinbekomme sondern die Bilder können von mir und Freunden für Aktionen, Pressemitteilungen oder Dokumentationen genutzt werden.

Zu dieser Radweg-Problematik hatten wir neulich z.B. eine Vortragsveranstaltung, die ich mit zwei Kamera gefilmt habe. Die Videos sind auch auf meinem Kanal. Die GH5 ist da übrigens über 2 Stunden am Stück durchgelaufen (Es gibt ja Leute, die wundern sich warum es manchmal wichtig ist länger als 30min am Stück filmen zu können).

Es gibt Untersuchungen, die zeigen das nur ca. 10% der Verkehrsteilnehmer bereit sind das Fahrrad auch unter schwierigen Bedingungen in der Stadt zu nutzen. Es gibt auf der anderen Seite etwa 20-30% Verkehrsteilnehmer für die kommt Fahrradfahren aus unterschiedlichen Gründen überhaupt nicht in Frage. Dazwischen finden sich 60-70% der Leute die durchaus gerne Fahrrad fahren wollen, wenn die Bedingungen stimmen. Dazu benötigt man aber sichere, gute Radwege, die auf den Strecken, die man fahren will, durchgehen. Es geht ja nicht nur um junge, sportliche Leute, die ein Abenteuer erleben wollen sondern um alle Leute zwischen 8 und 80, die einen Teil ihrer Wege regelmäßig mit dem Rad zurücklegen wollen.

Zwei Städte - Freiburg und Aachen haben zum Beispiel je ca. 250.000 Einwohner, 30-50 tausend Studenten und eine historische Innenstadt. Im Modal Split, das ist die Statistik wie viele Wege mit welchen Verkehrsarten zurückgelegt werden, liegt das Rad in Aachen bei 11%, das Auto aber bei fast 50%. In Freiburg werden 34% der Wege mit dem Rad zurückgelegt und nur 21% mit dem Auto.

Ich finde, Freiburg macht da offensichtlich schon länger was richtig und hätte das gerne auch in Aachen.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen Städte wie Freiburg oder Münster und eventuell auch was in Holland zu besuchen. Da will ich dann mit Fotos und Videos dokumentieren was da anders ist als in Aachen. Eventuell kann man ja doch irgendwann mal was bewegen.

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Von Aachen nach Maastricht ist es ja nicht allzu weit und wenn man erstmal aus Aachen raus ist, ist die Strecke auch recht schön (bin mal von Aachen über Valkenburg nach Maastricht gefahren und dann weiter durch Belgien und die Niederlande nach Hause: http://sascha-brueggemann.de/?p=681 ). Wobei das letzte Stück in Aachen über Nebenstraßen auch schon in Ordnung war.

Apropos zu Hause: Hier in Oldenburg haben wir ja mit 42% den höchsten Anteil des Radverkehrs am Modal Split in Deutschland (Auto aber auch 43%). Die Infrastruktur ist reichlich vorhanden, aber nur mittelmäßig, da überwiegend aus den 60ern stammend. Die Erneuerung und Modernisierung dieser geht nur langsam voran und kostet auch viel Geld. Warum fahren dann trotzdem so viele mit dem Rad? Weil es eine jahrzehntelange Tradition der Nutzung des Fahrrades quer durch alle Schichten gibt. Es kommt zur Infrastruktur (ohne die es nicht geht) in manchen Gegenden halt eine kulturelle Komponente, die den Grad der Nutzung des Fahrrades bestimmt.

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