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Hallo erst mal,

 

ich habe eine Panasonic GF1 mit dem 14-45mm Objektiv und mir ist schon recht früh aufgefallen, dass es doch recht schwer ist bei schlechter Beleuchtung gute Fotos zu machen gerade, wenn man wie zB auf Messen eher wenig Zeit für Feineinstellungen hat. Ich habe öfter gelesen, dass das Pancake von Panasonic für die Kamera sehr gut auch bei schlechter Beleuchtung sein soll.

 

Und nun zu meiner Frage: Ist es sinnvoller das Pancake für die GF1 zu holen oder sollte ich mir besser eine neue Kamera holen?

 

Falls ihr zu der neuen Kamera ratet, welche sollte ich mir da angucken?

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Und nun zu meiner Frage: Ist es sinnvoller das Pancake für die GF1 zu holen oder sollte ich mir besser eine neue Kamera holen?

 

Falls ihr zu der neuen Kamera ratet, welche sollte ich mir da angucken?

 

Alles eine Frage des Geldes.

 

Nachteil einer neuen Kamera: Da ist auch keine lichtstarke Optik dabei - die kostet also noch einmal extra.

 

Vorteil des lichtstarken Objektivs: wenn irgendwann eine neue Kamera ansteht, ist die Optik schon da.

 

Die Bildqualität der GF1 fällt oberhalb ISO 800 drastisch ab, modernere Kameras, z.B. G3 oder GX1 machen auch noch mit ISO 1600 saubere Bilder. Das bedeutet 1-2 Blendenstufen.

 

Das Panasonic 20/1,7 hat gegenüber dem 14-45mm einen Vorteil von 2,5-3 Blendenstufen, das Nokton 25/0,95 sogar von 4 Blendenstufen.

 

Anders ausgedrückt: Die Belichtungszeit ist bei gleichem Licht beim Panasonic 20/1,7 6-8x kürzer, beim Nokton sogar 16x kürzer. Der Stabilisator des 14-45mm kann das zwar wieder etwas ausgleichen, aber der Effekt ist dennoch bei einem lichtstarken Objektiv viel stärker, als mit einer neuen Kamera.

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Hallo Murai

 

deine Frage ist ganz einfach zu beantworten: es ist ein neues, lichtstärkeres Objektiv, das deine Möglichkeiten bei wenig Licht stärker erweitert als die neue Kamera.

 

Zu Vergleich die Blenden:

14-45 bei 20mm - 25mm (f4.0, optimistisch gerechnet)

Panasonic 20mm/f1,7 -- um ca. Faktor 5 lichtstärker

Panasonic 25mm/f1,4 -- um ca. Faktor 8 lichtstärker

Voigtländer 25mm/f0,95 -- um ca. Faktor 16 lichtstärker

 

Darüber hinaus bieten Dir alle genannten Objektive auch noch eine bessere Bildqualität als das Kit-Zoom.

 

Die beste Micro-Four Thirds Kamera (die Olympus OM-D) bringt dich mit dem Kit-Zoom in etwa auf das Niveau der GF1 mit 20/1,7 (Faktor 5 oder 2,5 Blenden, vielleicht auch etwas mehr). Die G3/G5 bringt Dir einen geschätzten Gewinn von 1,5 Blenden (Faktor 3, vielleicht auch etwas mehr). Diese Angaben sind natürlich nicht objektiv und werden vielleicht auch Widerspruch auslösen. Es sollte aber klar sein, dass Dir ein lichtstärkeres Objektiv mehr Licht für's Geld bringt als eine neue Kamera.

 

Kolja

 

Nachtrag: Überschneidung mit teakplantage.

Edited by kolja
Korrektur
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Hallo Murai,

ich würde mich mal testweise mit LR 4.1 (liest die Objektivkorrekturen komplett automatisch ein) befassen und in die RAW Entwicklung einsteigen. Vielleicht ein kostensparender Weg.

 

Erstaunlich aus meiner Sicht:

einige Objektive benötigen komplett andere Einstellungen als andere. Deshalb speicherei ich meine Entwicklungseinstellungen nach Objektiv und nicht nach Kamera ab.

 

LR 4:1 Vergleichs-Screen-Beispiel 2:1 für eine Aufnahme, die eigentlich deutlich mehr sichtbar macht, als mit dem Auge wahrzunehmen war. Habe einfach manuell auf ISO 1600 gestellt und war erstaunt über das Ergebnis der GF2 (vergleichbar mit GF1? ) nach der Bearbeitung in LR 4.1 der RW2 Aufnahme.

 

Bei Interesse stelle ich dir Entwicklungseinstellungen LR 4.1 zur Verfügung, die vielleicht zu einem schnellen Erfolgserlebnis führen ohne viel Einarbeitung.

 

Das 20 mm benötigt wenig Nacharbeit. das PZ 14-42 und ein 100-300 schon deutlich mehr.

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Danke, das ging ja schnell.

Ich habe es mir schon gedacht, dass das Objektiv die bessere Wahl ist und nach erster Rechere fällt mir wieder auf wie teuer Objektive sind.

Habt ihr da vielleicht noch ein paar Tipps? Gibt es irgendwo Sales oder gute Gebrauchte?

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Das Panasonic 20/1,7 ist eine gute Wahl, nicht umsonst wurde es mit der GF1 im Kit angeboten. Für rund 320,- € neu ist es sein Geld wert; für ein gebrauchtes Exemplar, zum Beispiel hier im Forum im Gebrauchtmarkt würde ich nicht mehr als 250,- € ausgeben. Denn mehr als 75% bis maximal 80% des Neupreises darf ein gebrauchtes Objektiv nicht kosten, finde ich.

 

Das Voigtländer Nokton gibt es ab 650,- € neu. Diesen Preis ist es ganz sicher wert. Such mal bei Amazon.fr oder ebay.fr -- aus unerklärlichen Gründen ist das Teil in Frankreich billiger als hier.

 

Das Panasonic/Leica gefällt mir weniger gut in Bezug auf Preis/Leistung. Aber auch dazu gibt es andere Meinungen (ich gewichte Schärfe sehr hoch, andere gewichten ein schönes "Bokeh" höher).

 

Kolja

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Ich würde ebenfalls das 1.7/20 empfehlen. Es ist das günstigste lichtstarke Universalobjektiv, und dazu sehr kompakt.

 

Das Nokton ist ein manuelles Objektiv, da braucht man etwas Zeit zum Einstellen. Das 1.4/25 ist zwar nochmal 1/2 Blende lichtstärker, aber größer und teurer.

 

Das Olympus 1.8/45 ist eher ein Porträtobjektiv und für universielle Anwendungen etwas zu sehr im Telebereich. Das Olympus 2.0/12 ist wieder teurer und für Personenaufnahmen nicht so gut geeignet, da zu weitwinklig.

 

Roger

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Murai,

bei schlechten Lichtverhältnissen kann eine Überbelichtung (Rauschminderung) sinnvoller sein als eine Erhöhung der Iso. Auch hier bietet für spätere Korrekturen RAW mehr Alternativen als JPEG.

 

Für eine Überbelichtung brauch ich doch noch mehr Licht. :confused:

Normal habe ich in so einer Situation ja zu wenig davon und erhöhe deswegen die ISO um dennoch eine unverwackelte Belichtung aus der zu erhalten.

 

Wollte ich nun Überbelichten (längere Belichtungszeit) und zusätzlich die ISO niedrig halten (längere Belichtungszeit) dürfte das schwer werden.

 

Wenn Verwackeln / Bewegung keine Rolle spielt kann ich ja sowieso bei BaseISO bleiben.

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@sardinien

mich würden auf jedenfall mal die Enwicklungsparamater für LR interessieren. Das

ist ja schon ein enormer unterschied.

hier sind einige:

https://www.dropbox.com/s/lbszl03q778y2w1/Develop%20Presets.rar?m

 

grundsätzlich ist aus meiner Sicht bei der G3 durchaus sinnvoll jpeg/raw abzulichten zum Vergleich. Erstaunlich, wie die Parameter je nach Objektiv unterschiedlich sein können.

 

Bei der GF2 = RAW only

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Überbelichten ist da wohl der falsche Begriff - richtiger wäre wohl, auf die rechte Seite (des Histogramms) belichten - neudeutsch expose to the right (ETTR).

Ich versuche mich seit längerem daran, das Histogramm immer am rechten Rand anzukleben, ohne allzu viele Bereiche, die "darüber hinaus hängen".

Dieses Vorgehen lässt effektiv mehr Raum beim Entwickeln.

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hier noch ein Beispiel , welches das Freistellungs-Potential des 20 mm im Nahbereich bei Blende 2 an der G3 zeigt (durch Glasscheibe in der Wilhelma -Tierpark Stuttgart OOC JPEG). Eine solche Aufnahme gelingt mit dem PZ 14-42 eher nicht. Das hat seine Stärken in anderen Bereichen.

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Überbelichten ist da wohl der falsche Begriff - richtiger wäre wohl, auf die rechte Seite (des Histogramms) belichten - neudeutsch expose to the right (ETTR).

Ich versuche mich seit längerem daran, das Histogramm immer am rechten Rand anzukleben, ohne allzu viele Bereiche, die "darüber hinaus hängen".

Dieses Vorgehen lässt effektiv mehr Raum beim Entwickeln.

 

Ich glaube ebenfalls, daß dies die sinnvollste Art ist, Rauschen bereits bei der Aufnahme zu minimieren. Mit "Überbelichten" hat dies nichts zu tun.

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Ihr würdet also raten eher eine ISO Stufe höher zu gehen und dafür ETTR, als eine ISO Stufe niedrieger und etwas dunkler?

 

(Davon ausgehend, dass man später am PC beide Aufnahmen in der Bildverarbeitung auf ein gleiches Helligkeitsniveau bringen würde.)

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Genau! Sobald Du die dunklen Bereiche aufhellen mußt, verstärkt sich das im Bild sichtbare Rauschen. Durch ETTR sind diese Bereiche aber schon heller, gelegentlich habe ich sogar wieder abdunkeln müssen mit dem Nebeneffekt, daß das Rauschen noch weniger sichtbar war.

 

ETTR funktioniert aber bei RAW besser, als bei JPG.

 

Bei sardiniens #4 sieht man auch sehr schön die Schere zwischen Rauschen und Artefakten.

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Man könnte es auch so formulieren: durch Erhöhung der ISO werden Signal und Rauschen sehr nah an der Signal-Quelle verstärkt. Wer die ISO niedrig hält und nachher am Computer aufhellt, verstärkt Signal und Rauschen weiter hinten in der Signal-Kette. Das Ergebnis ist ein schlechteres Signal/Rausch Verhältnis.

 

D.h., der RAW-Fotograf sollte ETTR auch (und gerade) dann einsetzten, wenn dies eine Erhöhung der ISO in der Kamera bedeutet. Für den JPEG-Fotografen gilt das nicht. Der sollte ETTR gar nicht praktizieren, sondern sich um ein ausgewogen belichtetes Bild bemühen, so dass er in der Bildverarbeitung weder aufhellen noch abdunkeln muss -- sonst kann es zu Tonwert-Abrissen kommen, auch durch starkes Abdunkeln.

 

Kolja

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