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kavenzmann

Fuji X100 - Eine für alle (Fälle)?

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Moin Freunde!

 

Nachdem ich ja schon an verschiedenen Stellen von meiner neuesten Errungenschaft berichtet habe, nun ein erster kurzer Bericht. Obwohl es keine Systemkamera ist, dürfte die Fuji X100 hier doch einige interessieren, zumal im direkten Vergleich mit der Sony NEX-5 und zusätzlich mit meiner alten Sigma DP2.

Da ich ein großer Fan der analogen Minolta CLE bin, hab ich sie mal neben die X100 gestellt...

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Äußere Werte

Die Haptik der X100 ist wirklich sehr gelungen. Sie sieht toll aus, man weiß sofort wo die wichtigsten klassischen Bedienelemente sind und wie man sie bedient. Anders als bei der NEX-5 benötige ich hierfür keine Einarbeitungszeit. Aber ganz ehrlich gesagt ist das gleichzeitig ein Schwachpunkt der X100, denn fast alle Bedienelemente lassen sich nicht anders belegen. Da ich z.B. fast ausschießlich mit Zeitautomatik arbeite benötige ich kein so großes Zeitenwahlrad - für mich also verschenkter Platz. Dafür fehlt (zunächst) die Möglichkeit der ISO-Verstellung, dazu später näheres. Dafür liebe ich das Rädchen für die Belichtungskorrektur (obwohl es sich leicht verstellt) und den On/Off-Schalter.

Die Bedienelemente auf der Rückseite sind rel. typisch, jedoch etwas fummelig zu bedienen. Nichts was unmöglich wäre, aber die Schalter an der NEX lassen sich besser bedienen.

Zum Highlight - dem Sucher. Das ist für mich der eigentliche Grund, warum ich diese Kamera gleich lieben gelernt habe. Der optische Sucher ist toll, die benötigten Informationen im Sucher selbst sind klar ablesbar und lassen sich einstellen. Schon nach 1h brauche ich die Kamera nicht mehr vom Auge zu nehmen. So mag ich es. Allerdings ist die Beurteilung der Schärfe ein wenig Vertrauenssache. Es gibt zwar einen Parallaxenausgleich, der das Fokusfeld im Sucher bewegt, aber 100% genau ist das nicht. Damit hab ich mir schon einige Aufnahmen versaut. Deshalb wechsele ich nun bei kritischen Motiven immer auf den elektronischen Sucher. Der ist recht gut, aber gegen den optischen Sucher eher unangenehm. Aber genau diese Kombination aus OVF/EVF ist perfekt für alle Situationen geeignet, das Umschalten per Hebel auf der Frontseite ein Klacks. Den Monitor benutze ich eigentlich fast gar nicht, höchstens zur Kontrolle des Fotos nach dem Schuss. Auch der ist sehr ordentlich, vergleichbar mit dem Monitor der NEX, aber leider fest eingebaut. Obwohl kleiner, ist das eigentliche Foto gleich groß, da der Monitor im 4:3 Format ist (NEX 16:9).

 

Der Blendenring am Objektiv ist nicht durchgängig, sondern hat nur 2 Stellen, an dem man die Blende justieren kann. Das ist, wie auch das kleine Fokusrad der Miniaturisierung des Objektivs geschuldet. Die Blende stelle ich mittlerweile trotzdem sehr schnell ein.

 

Das eigentliche Problem ist das Fokusrad. Noch nicht einmal die Größe (obwohl sehr schmal) ist das größte Problem, sondern die elektronische Übersetzung. Will ich z.B. manuell von 2m auf 5m verstellen, muß ich das Rad komplett um 360 Grad drehen. Aufgrund der engen Platzverhältnisse muß ich dafür etwa 3 mal umgreifen und jeweils eine gute Viertelumdrehung ausführen. Aber es kommt noch schlimmer: Die Suchervergrößerung geschieht nicht automatisch (obwohl Festbrennweite!), es muß mit dem Daumen noch auf ein Kontrollrad gedrückt werden. Und selbst dann ist die Beurteilung der Schärfe deutlich schwieriger als mit der NEX, finde ich. Es gibt leider auch kein Peaking oder noch stärkere Vergrößerung.

 

Somit ist das „echte“ manuelle fokussieren eine mittlere Katastrophe und nur für Notfälle geeignet. Gott sei Dank geht es aber auch anders: Wird per Schalter auf MF umgestellt, kann man mit einem Druck auf die AFL/AEL-Taste den AF aktivieren, der dann eben automatisch fokussiert, Feintuning per Fokusring möglich. Das geht dann tatsächlich ganz gut, v.a. um bei schnellen Bewegungen vorzufokussieren und dann ohne Verzögerung auszulösen. Nur „echtes“ manuelles scharf stellen werde ich mir sparen. Macht (natürlich je nach Objektiv) mit der NEX deutlich mehr Spaß!

 

Dafür kann die X100 bis 10cm fokussieren, nicht schlecht.

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Innere Werte

 

Darüber wurde genug geschrieben. Anbei ein Bildbeispiel mit meinen 3 „ähnlichen“ Kameras.

Alle mit 200ASA und Blende 4. Die NEX klemmt an meinem geliebten Minolta M-Rokkor 28/2,8, die anderen beiden haben ja festeingebaute Objektive. Um den leichten Brennweiten- und Auflösungsvergleich auszugleichen hab ich mich entschieden, alle Bilder auf den Ausschnitt der längsten Brennweite zu beschneiden und anschließend auf 6MPix zu skalieren.

Auch Helligkeit/Kontrast und Weißabgleich hab ich ein wenig angepaßt, damit sich keiner davon blenden lässt…

 

1. Bild: NEX-5 mit Minolta M-Rokkor 28/2,8 bei f4 (42mm KB)

2. Bild: X100 mit Fujinon 23/2,0 bei f4 (35mm KB)

3. Bild: Sigma DP2 mit Sigma 24/2,8 bei f4 (40mm KB)

 

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3. Bild: Sigma DP2 mit Sigma 24/2,8 bei f4 (40mm KB)

http://www.abload.de/img/03_dp2_sdim1095dquxe.jpg

 

Anders als erwartet ist die NEX-Minolta Kombination hier die schärfste Angelegenheit. Die X100 ist jedoch kaum schlechter. Bei genauerer Betrachtung kann die X100 mit dem kleinen Objektiv auch nicht mithalten. An der NEX hab ich mein schärfstes Objektiv verwendet und auch der Sensor gibt bei 200ASA mehr her. Die Sigma ist eine totale Enttäuschung. Vielleicht ist da was schief gelaufen, ich konnte aber keinen Fehler finden. Wenn man die Fotos nicht skaliert und die üblichen 100% Ansichten anschaut, ist die Sigma die schärfste, aber durch die Skalierung sieht man die tatsächliche Auflösungsqualität am besten.

Aus bildqualitativen Gründen müsste ich also bei der (alten) NEX bleiben. Und die Sigma ganz schnell vergraben. Na sowas!

 

 

 

immer wenn ich sowas schreibe werde ich von den Sigmabenutzern zerrissen ...

 

 

die Bilder sind aber auch recht hell (Pflanzengrün muss man üblicherweise mit -1 korrigieren) so dass der Kontrast in den Keller geht. Das Sigmabild sieht schlimmer aus, als bei meinen Versuchen ... vielleicht ist da auch noch ein AF Problem im Spiel.

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Es gibt ja eine ganze Menge Gründe, warum man eine Kamera mag oder nicht. Warum ich die X100 so gerne mag, will ich jetzt noch ein wenig schildern.

 

Ich fotografiere nun mal am liebsten mit der Kamera am Auge. Nennt das konservativ, aber so ist das nun mal. Selbst auf meine Hasselblad hab ich sehr häufig einen Sucher geschoben. Das ist mir sehr bewußt geworden, als ich die Ricoh GX-100 hatte. Es gab einen (ziemlich miesen) elektronischen Sucher dazu, den ich fast immer verwendet habe. Auch bei den Sigma Dps, mit deren Bildqualität ich immer noch zufrieden bin, fehlte mir ein Sucher. So hab ich mir einen optischen Aufstecksucher für teuer Geld gekauft. Nun konnte ich durch einen Sucher schauen, aber Blende, Belichtungskorrektur und Schärfe musste ich trotzdem mit der Kamera vor dem Bauch einstellen...

Die GH2 sollte ja dann den besten elektronischen Sucher haben - hat mich auch nicht überzeugt, die Kamera selbst sowieso nicht. Als die X100 angekündigt wurde, war ich sofort scharf auf die Kamera. aber ich hasse Hypes und lange gabs die X100 gar nicht, also hab ich mir die NEX gekauft und mit alten Objektiven bestückt. In der Zeit mit der NEX hab ich aber mehr Objektive getestet, als wirklich rauszugehen und Fotos zu machen...

Die NEX-7 sollte es dann richten. Ich hab sie samt des neuen SonyZeiss vorbestellt. Aber irgendwie war ich mir unsicher (schon allein wegen des hohen Betrages). Durch die Verzögerung hab ich nochmal nachgedacht und mich gefragt, was ich wirklich will. Da ist mir meine Minolta CLE wieder aufgefallen - meine Lieblingskamera - bis heute. Aber wieder auf Film arbeiten, einen Scanner kaufen. Das wollte ich auch nicht mehr.

Dann hab ich bei einem Stadtbummel die X100 im Schaufenster eines kleinen Händlers in der Stadt gesehen und es fiel mir wie Schuppen von den Augen.

 

Mittlerweile hab ich in den wenigen Tagen mit der X100 die meisten Macken aufgedeckt. Es sind einige - die gesamte Bedienung ist meiner Meinung nach völlig unausgereift. Als ob einer eine Leica kopiert hat, ohne jemals mit ihr gearbeitet zu haben. Außerdem paßt das puristische Äußere überhaupt nicht zum eher komplizierten Inneren der Kamera. Will ich z.B. den auf den Fn-Knopf gelegten ND-Filter aktivieren, reicht es nicht, den Knopf zu drücken. Ich muss ihn drücken, dann per Wahlrad ND-On oder ND-Off auswälen und bestätigen. Komplizierter geht es wohl nicht...

Da kann ich überhaupt nicht verstehen, dass so viel über das UI der NEX gelästert wird. Das ist wesentlich durchdachter und v.a. zeitgemäß und mit guten Bedienelementen umgesetzt. Fuji muß hier dringend nachlegen.

 

Trotzdem können alle diese Missstände die Freude, die ich an dieser Kamera habe, nicht aufwiegen. Ich behalte sie und werde endlich fotografieren...

 

Hoffentlich jedenfalls!

 

Kavenzmann

Edited by kavenzmann

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immer wenn ich sowas schreibe werde ich von den Sigmabenutzern zerrissen ...

 

 

die Bilder sind aber auch recht hell (Pflanzengrün muss man üblicherweise mit -1 korrigieren) so dass der Kontrast in den Keller geht. Das Sigmabild sieht schlimmer aus, als bei meinen Versuchen ... vielleicht ist da auch noch ein AF Problem im Spiel.

 

Alles manuell scharf gestellt (kann natürlich auch fehlerhaft sein) und mit -0,7 korrigiert. Natürlich vom Stativ geschossen...

Egal, so drastisch schien mir das bisher auch noch nicht. Ich werd nochmal nachprüfen, schließlich lege ich immer meine Hand für die Sigma ins Feuer.

 

Kavenzmann

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Guest Maxi

Danke Kavenzmann, ein interessanter Bericht, der sich in vielen Punkten mit meinen Erfahrungen deckt.

 

Wir zwei sind auch schon dicke Freunde geworden und sie darf mich jetzt täglich auf Arbeit begleiten.

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Herzlichen Dank für Deinen umfassenden Bericht, Kavenzmann!

 

Da hast Du Dir viel Mühe gemacht, und wertvolle Informationen X100 gegeben, die Kaufinteressenten bei der Entscheidung helfen.

 

Ich selbst habe ja noch eine NEX-5N als "Zwischenlösung" gekauft, und werde mir jetzt mit meinen Leica-Objektiven eine Kamera zusammenbasteln.

 

Bisher sehen die 5N Ergebnisse sehr gut aus, grüßt immodoc!

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Moin!

 

Da ich mir vorgenommen habe, diesen Bericht blogartig zu

aktualisieren, möchte ich Euch meine neuste Entdeckung

nicht vorenthalten.

Folgendes Problem ist bei dieser Kamera nicht unbekannt,

deshalb bin ich auch nicht wirklich überrascht. Bitte aber

nicht pauschalisieren. Nach meiner aktuellen Recherche

sind lediglich Einzelfälle betroffen, wenngleich jedoch zu

viele meiner Meinung nach.

 

So, und nun zum Problem:

Bei mir "haken" zeitweilig die Blendenlamellen. D.h. wenn die

Blende zwecks Belichtung schließen sollte, bleibt sie "hängen".

Sie schließt dann z.B. statt auf die eingestellte f8 nur auf f4

oder f5,6, obwohl i.d. Kamera und auch in den EXIFs weiterhin

f8 angezeigt wird. Das hat natürlich eine Überbelichtung zur

Folge, die ich anfangs auf eine schlechte Belichtungsmessung

zurückführte. Dieser Blendenfehler kann wohl durch Austausch

der "Objektiveinheit" behoben werden. Ich habe jedoch auch schon

von Fällen gelesen, wo selbst nach mehrfachem Austausch der

Fehler wieder auftritt.

 

Da ich die Kamera nächste Woche gerne mit an den Ural nehmen

möchte, werde ich sie nicht vorher einschicken, sondern zunächst

einen Tausch bei meinem Händler versuchen.

 

Ich berichte dann weiter,

 

Kavenzmann

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Der Fehler trat nur dann wieder auf, wenn die Objektiveinheit repariert wurde.

Allerdings ist Fuji nun soweit, dass sie gänzlich neue Objetiveinheiten an eingeschickten Kameras verbauen. Diese wurden unter Hochdruck in Japan gefertigt und nun weltweit an die Serice Center versendet.

 

Das Ganze dauert, was ich so gelesen habe, ca. 14 Tage. Wirst Du also nicht mehr schaffen. Sehr ärgerlich, da fühle ich mit Dir.

Auch da könnte man sich nun wieder endlos aufregen übder das, was man heute den zahlenden Kunden zumutet.

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Kleines Update:

 

Gestern auf einem Kneipenkonzert ca. 100 Fotos ohne Fehler gemacht. Vielleicht testet man die Kamera auch so lange unter sinnlosen Bedingungen, bis die Blende wirklich hängen bleibt...

 

Jedenfalls hat das gestern sehr viel Spaß gemacht. Lautloses arbeiten, nicht um ISOs kümmern, 2-3 mal lag die Schärfe nicht da wo ich wollte, ansonsten hat alles gepasst. Meistens ISO 1600/3200 mit 1/20-1/40s bei f2-2,8, also grenzwertig, aber die Ergebnisse können sich sehen lassen. Bin sehr zufrieden.

Neben mir das grausame Klackern eines EOS-Spiegels und immer wieder verwunderte Blicke zu meinem Schätzchen. Die ist vermutlich nicht mit 1/20s scharf geworden...

 

Wie gesagt, das mit dem Fokus ist gewöhnungssache und verlangsamt die Arbeit leider, aber funktionieren tuts prima.

 

Ich will die Kamera eigentlich nicht her geben...

 

Kavenzmann

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Hallo Kavenzmann,

 

 

danke für Deine informativen Infos: Selbst wenn ich an Fujis X100 wegen der Festbrennweite nur eingeschränkt interessiert bin, so gefällt mir doch Deine Herangehensweise an eine neue Kamera.

 

Immerhin decken sich unsere Geschmäcker bei Minolta CLE und der Bewertung eines Suchers.

 

Aber jetzt zur X100:

 

Entsprechend Deinen Erfahrungen erscheint mir das Handling zu kompliziert. Du beschreibst, wie Du den Sucher in der einen oder anderen Variante nutzt, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Meine Erfahrung sagt mir, dass Dir dies auf die Dauer zu mühsam sein wird und Du Dich von der Kamera wieder trennen wirst, zumindest, sobald es eine bessere Alternative gibt. Damit will ich Dir keinesfalls die Freude an der neuen Kamera nehmen.

 

Genauso wie ich jetzt schon weiß, dass meine Nex 5n - Contax Kombi keine Dauerlösung sein wird, wenn ich nicht bald einen Adapter finde, der präzises Fokussieren ohne mechanisches Gehakel ermöglicht.

 

An anderer Stelle ist mir schon passiert, dass meine Kritik an Kameras mit dem Hinweis auf andere Marken und Modelle erwidert wird - das bringt nicht weiter. Wir (und die Kamerahersteller, die hoffentlich ein bisschen mitlesen) müssen das ideale Konzept erst noch erarbeiten. Auch wenn etwas seit Jahren gleich gebaut wird ist dies noch lange kein Beweis des "richtigen" Ansatzes (siehe DSLR).

 

Die heutigen Modelle sind noch nicht da, wo sie sein könnten. Wobei ich den Eindruck habe, dass die Technologie an einem Punkt angekommen ist (u. a. wg. der neuen OLED-Sucher von Sony etwa) sowie der aktuell (bei verschiedenen Herstellern) möglichen Bildqualität, an dem die "ideale Kamera" zum Greifen nahe erscheint.

 

 

Gruß Hans

 

P.S.: Auf Deine Photos bin ich sehr gespannt ;-)

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Update:

 

Da sich der Blendenfehler nicht wegdiskutieren läßt und mir die Fuji nun doch 1 (!) Motiv überbelichtet hat, habe ich sie zurückgegeben. Besser gesagt, habe ich das Problem dem Händler geschildert, der mir direkt eine Neue gegeben hätte. Aber wie ich nun mal bin, habe ich darauf bestanden, das "meine" X100 eingeschickt und repariert wird.

Also bin ich jetzt 2 Wochen ohne Fuji unterwegs. Meine Reise in den Osten hat sich glücklicherweise angepasst und findet erst in knapp 20 Tagen statt...

 

Kavenzmann

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Tja, ärgerlich ist das schon, zumal sich die Sache auch schon hinzieht.

Seit wievielen Wochen wird das reklamiert?

Und Fuji liefert offensichtlich immer noch mangelhafte Exemplare aus, insofern war es wahrscheinlich gut, daß du auf die Reparatur setzt ...

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Update:

 

Da sich der Blendenfehler nicht wegdiskutieren läßt und mir die Fuji nun doch 1 (!) Motiv überbelichtet hat, habe ich sie zurückgegeben. Besser gesagt, habe ich das Problem dem Händler geschildert, der mir direkt eine Neue gegeben hätte. Aber wie ich nun mal bin, habe ich darauf bestanden, das "meine" X100 eingeschickt und repariert wird.

Also bin ich jetzt 2 Wochen ohne Fuji unterwegs. Meine Reise in den Osten hat sich glücklicherweise angepasst und findet erst in knapp 20 Tagen statt...

 

Kavenzmann

 

Dann hat sich ja noch alles gut gefügt.

Ich nehme mal an, dass sie an Deiner x100 nun die neue Objektiveinheit verbauen werden. Vielliecht könntest Du dann ja mal ein Bild davon machen.

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Dann hat sich ja noch alles gut gefügt.

Ich nehme mal an, dass sie an Deiner x100 nun die neue Objektiveinheit verbauen werden. Vielliecht könntest Du dann ja mal ein Bild davon machen.

 

Für Geld tue ich bekanntlich (fast) alles!

 

Sie werden mit Sicherheit die neue Objektiveinheit verbauen, sonst lernen die mich mal persönlich kennen! Die wird allerdings kein Stück anders aussehen, als die alte. Es ist eigentlich nur eine andere Baureihe, in der wohl an den Blendenlamellen etwas geändert wurde.

 

Ich werde Bescheid geben,

 

Kavenzmann

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Moin,

 

ganz ohne geht ja auch nicht (siehe Signatur), also war ich gestern mal wieder

mit der NEX-5 und dem 28 M-Rokkor unterwegs. Dabei ist mir folgendes

aufgefallen:

 

1) Der Klapp-Monitor von Sony ist genial (leider kein Sucher)

2) mit dem M-Rokkor fokussiere ich häufig vor auf die geschätzte Entfernung

und komponiere das Bild dann mit der Kamera auf Hüfthöhe

3) mit den Ergebnissen war ich lange nicht so zufrieden, wie mit den Fotos

der X100

4) mit der X100 mache ich weniger Fotos, komme meinem geistigen Bild aber

näher als mit der NEX

5) die (langsame) Arbeitsweise der X100 kommt mir sehr entgegen - man

"knippst" nicht einfach so rum

 

Ich bin gespannt, ob meine preferierte Zonen-Fokus Methode auch mit der

X100 gelingt, oder ob ich mich umgewöhnen muss. Das man. fokussieren ist leider eine Katastrophe.

 

Hier habe ich noch einen interessanten Blog eines X100 Users gefunden:

X100 Camera in Action

 

Hoffentlich kommt die X100 schnell von der Reparatur zurück,

 

Kavenzmann

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Hier habe ich noch einen interessanten Blog eines X100 Users gefunden:

X100 Camera in Action

 

Tolles Auge und schöne Bildkomposition, suboptimale Technik. Offenbar hat der Fotograf die Dynamikerweiterung bei seiner X100 noch nicht entdeckt. Schade, so viele wunderbare Bildeinfälle, aus denen mit der richtigen Technik noch viel bessere Aufnahmen geworden wären.

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... 3) mit den Ergebnissen war ich lange nicht so zufrieden, wie mit den Fotos der X100

(...)

5) die (langsame) Arbeitsweise der X100 kommt mir sehr entgegen - man

"knippst" nicht einfach so rum...

Hallo "Kavenzmann",

 

mich interessiert sehr, was dir an den X100-Bildern besser gefällt.

Und außerdem, inwiefern du die X100 als langsamer erlebst als eine NEX mit manueller Fokussierung.

 

Gruß, Reinhard

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Tolles Auge und schöne Bildkomposition, suboptimale Technik. Offenbar hat der Fotograf die Dynamikerweiterung bei seiner X100 noch nicht entdeckt. Schade, so viele wunderbare Bildeinfälle, aus denen mit der richtigen Technik noch viel bessere Aufnahmen geworden wären.

 

 

Schließe mich fly an.

Tolle Motive - unbrauchbare Umsetzung.

Ich gehe sogar so weit, zu behaupten - der Mann hat keine Ahnung von seiner Kamera und deren Technik.

Diese Fotos wären mit jeder beliebigen Aldi-Knipse genauso gut/schlecht geworden, dazu brauche ich keine Tausend€uro-Kamera.

Was sagt uns das wieder - das Auge und die Fähigkeiten des Fotografen machen das Bild, die Ausrüstung ist völlig nebensächlich ...

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Hallo "Kavenzmann",

 

mich interessiert sehr, was dir an den X100-Bildern besser gefällt.

Und außerdem, inwiefern du die X100 als langsamer erlebst als eine NEX mit manueller Fokussierung.

 

Gruß, Reinhard

 

Hallo.

 

Was mir besser gefällt, ist gar nicht so leicht zu beschreiben.

 

Ich habe den Eindruck, dass die Bilder der X100 näher an meiner Sichtweise,

meinem visuellen Eindruck eines Moments sind, als vorher. Das hängt

mit dem Sucher zusammen, der eben immer meine Augenperspektive

ermöglicht. Mit Klappmonitor hat die Kamera meist eine andere Perspektive

als der beobachtende Fotograf. Ich sehe meine Motive ja immer zuerst

mit dem Auge, deshalb ist für mich die Fotografie über den Sucher so

naheliegend. Außerdem sind 35mm Brennweite (KB äqu.) für mich recht

nahe am "normalen" Sehen. Es ist eben kein extremer Bildwinkel und

unterstützt damit auch den Authentizitätsgehalt.

 

Ich verstehe mich als dokumentarischer Fotograf, der nach einer Arbeitsweise

sucht, die ein relativ unaufgeregtes und weitgehenst unbemerktes fotografieren

ermöglicht. Bisher war die Leica M "die Kamera" für solch ein Arbeiten. Ich finde

die Fuji kommt nah dran, bzw. ist in manchen Situationen noch besser.

 

Langsamer ist die Fuji für mich, weil ich die Kamera nicht schon in der Hand

haltend komplett auf das Motiv einstellen kann. Ich kann Blende und/oder

Verschlusszeit einstellen, habe immer Auto ISO eingeschaltet und auf die

Situation angepasst, aber das Vorfokussieren direkt am Objektiv mit Blick

auf die Schärfentief gelingt leider nur mit den alten man. Objektiven, z.B.

an der NEX.

Ich behelfe mir deshalb entweder über das anvisieren eines ähnlich entfernten

Objektes, indem ich dies dann von der Kamera im MF-Modus per Druck auf die

AEF/AEL-Taste automatisch fokussieren lasse oder stelle die Schärfe man.

und die Entfernung schätzend ein (was leider nur mit Blick auf den Monitor oder

Sucher geht).

So ist die Kamera vorbereitet, die Brennweite habe ich verinnerlicht und sobald

die Situation perfekt ist, hebe ich die Kamera kurz ans Auge um zu kadrieren und

drücke ab. Kein Spiegelschlag, kein lauter Verschluss, nur ein kurzes Surren des

Zentralverschlusses und das Motiv ist im Kasten...

 

Wenn ich die Fuji ein paar Wochen habe, werde ich vermutlich meine Arbeitsweise

noch ein wenig anpassen,

 

Kavenzmann

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Schließe mich fly an.

Tolle Motive - unbrauchbare Umsetzung.

Ich gehe sogar so weit, zu behaupten - der Mann hat keine Ahnung von seiner Kamera und deren Technik.

Diese Fotos wären mit jeder beliebigen Aldi-Knipse genauso gut/schlecht geworden, dazu brauche ich keine Tausend€uro-Kamera.

Was sagt uns das wieder - das Auge und die Fähigkeiten des Fotografen machen das Bild, die Ausrüstung ist völlig nebensächlich ...

 

Naja - da ist meine Meinung ganz anders. Ich beurteile Bilder nur selten nach der technischen Ausführung.

Wichtiger ist mir das Erkennen einer Absicht, eines Momentes. Etwas was mehr "hinter" dem Bild steht,

als das es direkt ablesbar wäre. Mir gefallen ja auch nicht alle Bilder. Besonders angetan hat es mir das

Portrait des Mönchs und der Tai-Chi Trainierenden. Ich kenne solche Situationen aus meinen China-Reisen

ganz gut und war meist nicht in der Lage ein Foto zu machen, ohne die Menschen in ihren intimen

Momenten zu stören. Ich habe das früher durch die Verwendung längerer Brennweiten versucht zu

umgehen, aber lange Brennweiten führen zu einer sehr entfernteren Bildwirkung, der Betrachter ist

nicht mehr dabei, sondern guckt eben von weitem zu. Das ist was ganz anderes.

Meine Spiegelreflex war immer zu groß und zu laut, da hab ich mich einfach nicht getraut. Selbst die

NEX-5 ist mir einfach zu laut und durch den fehlenden Sucher zu "falsch".

Der Blog beschäftigt sich an vielen Stellen mit dieser Problematik und ich kann das in seinen Fotos auch

erkennen. Es ist der Respekt vor dem Menschen, wenn man sie für die eigenen Fotos "benutzt".

Der interessanteste Teil des Blogs ist dieser:

X100 Camera in Action: X100 A Stroll Around Singapore

 

Wer die Fotos schlecht findet, kann das gerne machen. Aber ich sehe da Fotos von jemandem mit "Blick"

für etwas besonderes,

 

Kavenzmann

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Hallo Kavenzmann,

 

du solltest meinen Beitrag noch mal lesen.

Ich habe dem Manne nicht den Besitz eines guten, fotografischen Auges abgesprochen, sondern die Unfähigkeit, mit seiner Kamera umzugehen.

Stelle dir die Probefahrt in einem zum Kauf ausgesuchten Wagen vor, und einen Verkäufer, der weder autofahren noch schalten kann.

Was bleibt da hängen?

Das ist eine Werbung für ein neues Kameramodell und dilettantisch präsentiert.

Tut mir leid, das sagen zu müssen ...

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Was sagt uns das wieder - das Auge und die Fähigkeiten des Fotografen machen das Bild, die Ausrüstung ist völlig nebensächlich ...

 

Das ist für mich eine ziemlich deutliche Kritik am fotografischen "Auge". Aber lass

uns darüber nicht streiten. Ich finde auch einige Motive erschreckend viel schlechter

als die Guten.

 

Aber das ist keine dilettantisch präsentierte Kamera-Werbung. Es ist einfach ein Kamera-Blog,

wo Bilder und Text zusammen etwas sagen wollen. In seinem Falle vom Umgang mit der X100,

den damit verbundenen Schwierigkeiten und Chancen.

Ich fand es z.B. überraschend, dass er den optischen Sucher ob seiner Ungenauigkeit, gar nicht

mehr benutzt. Oder dass er am Anfang viel mit f8 fotografiert hat.

Dafür fand ich seine Vergleiche mit großen DSLR und der X100 in puncto vorgehensweise bei

Street sehr interessant, genauso wie seine Technik beim Annähern an Menschen mit der Kamera.

Lernen kann ich aus dem Blog einiges, vielleicht nicht gerade, wann ich mit welcher Einstellung

der Kamera fotografiere, okay. Aber das ist für mich eh nicht so interessant. Ich werde wie immer

zunächst alle Automatiken aus stellen und RAWs ohne Dynamikerweiterung in der Zeitautomatik

produzieren. Das ist meine Arbeitsweise seit eh und je. Am Computer mache ich meistens nicht

viel. Ich mag ja auch das fehlerbehaftete, unperfekte Bild, wenn das Motiv es rechtfertigt.

 

Ich hoffe, mein zukünftiger Blog wird nicht so übel abgestraft.

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