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Kalibrierung für jedes Gerät möglich?


Penny
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Sorry, ich hoffe, es wurde noch nicht x-mal im Forum beantwortet.

 

Da ich in letzter Zeit feststelle, dass Bilder, die auf meinem Bildschirm gut aussehen, auf anderen Bildschirmen anders aussehen und als gedrucktes Foto dann noch wieder anders... überlege ich mir, ob ich mir irgendwann eine Kalibrierungssoftware zulege.

 

Bevor aber die Ausgabe völlig umsonst ist, meine Frage: Kann man denn jedes Gerät kalibrieren? Ich meine konkret: Ich habe ein Notebook, das (jedenfalls soweit ich bisher gemerkt habe) keinen Regler für Helligkeit oder Kontrast des Monitors hat. Einen separaten Monitor habe ich nicht und werde ich auch (schon aus Platzgründen) nicht anschaffen. Kann ich davon ausgehen, dass da trotzdem eine Kalibrierung möglich ist? Dass es Farbmanagement usw über die Hilfefunktion von Windows Vista zu finden gibt, habe ich schon entdeckt, aber damit weiß ich ja noch nicht, ob und mit welchem Erfolg ich das an meinem Schleppi umsetzen kann.

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Hallo Penny

 

auch Notebook-Displays lassen sich kalibrieren. Die Kalibrierungs-SW erzeugt dabei ein Profil, das von deinem Betriebs-System interpretiert wird (oder so ähnlich -- andere hier wissen es bestimmt genauer).

 

Allerdings ist der Spielraum bei Notebook-Displays nicht so groß. Selbst einfache Desktop Monitore schneiden da besser ab.

 

Die Schalter am Monitor sind eher schädlich, viele User (ich z.B.) erreichen nur eine Verschlimmbesserung, wenn sie an diesen Reglern drehen...

 

Kolja

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Hallo!

Da ich in letzter Zeit feststelle, dass Bilder, die auf meinem Bildschirm gut aussehen, auf anderen Bildschirmen anders aussehen und als gedrucktes Foto dann noch wieder anders...

Vor dieser Erkenntnis stand wohl jeder...
überlege ich mir, ob ich mir irgendwann eine Kalibrierungssoftware zulege.
Kalibrierung ist nur die halbe Lösung (weil sie dir nur die Abweichung vom Sollwert liefert).

Was du wohl brauchst - und wahrscheinlich auch meinst - ist eine Profilierung. Also die Ermittlung der Abweichung vom Soll- zum Istwert (Kalibrierung) und die Einbindung dieser Abweichungen in die Darstellungskette (Farbprofil für zB. den Monitor).

Bevor aber die Ausgabe völlig umsonst ist, meine Frage: Kann man denn jedes Gerät kalibrieren?

Du kannst sogar deine Einnahmen gegen deine Ausgaben kalibrieren :-)
Ich meine konkret: Ich habe ein Notebook, das (jedenfalls soweit ich bisher gemerkt habe) keinen Regler für Helligkeit oder Kontrast des Monitors hat. Einen separaten Monitor habe ich nicht und werde ich auch (schon aus Platzgründen) nicht anschaffen. Kann ich davon ausgehen, dass da trotzdem eine Kalibrierung möglich ist?
Es ist sogar - nach der Kalibrierung - eine Profilierung möglich (habe alle meine Laptops "profiliert").
Dass es Farbmanagement usw über die Hilfefunktion von Windows Vista zu finden gibt, habe ich schon entdeckt, aber damit weiß ich ja noch nicht, ob und mit welchem Erfolg ich das an meinem Schleppi umsetzen kann.

Das "ob" ist kein Problem, und die Umsetzung ebensowenig.

Es gibt genug käuflich zu erwerbende Hardware (Googlesuche nach Monitorprofilierung) und schon mit der mitgelieferten Software sind ganz anständige Monitorprofile (auch für Laptop und Netbook) zu erstellen.

Noch viel besser gelingt es mit spezieller (Free-) Software wie zB. Dispcalcgui für ArgyllCMS (Argyll Installation on Microsoft Windows)

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Das interessiert mich auch!

...als gedrucktes Foto dann noch wieder anders...

und jedesmal sieht's etwas anders aus - auf dem Tintenstrahler, aus dem Fotoladen, aus dem Labor eines Discounters...

 

... Monitorprofilierung ...

 

Okay, und wenn dann der Monitor kalibriert ist - wie geht's dann weiter? Dann geht's daran, den Drucker zu profilieren? Wie geht das nun wieder? :confused: Und kann man irgendwie ein Druckerprofil in seine Dateien oder in den Workflow einbinden, wenn ein ordentlicher Fotohändler dem Kunden ein solches Profil für seine Maschine zur Verfügung stellt?

 

Fragen über Fragen. Gibt's da vielleicht ein empfehlenswertes Buch dazu?

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Hallo!

Zitat von isaac viewpost.gif

... Monitorprofilierung ...

 

 

Okay, und wenn dann der Monitor kalibriert ist - wie geht's dann weiter?

Wenn der Monitor (richtig) profiliert ist (mit der Kalibirerung allein erreichst du noch nichts) dann siehst du einmal, wie der Sensor die Aufnahme gesehen hat.

Das kann dir jetzt gefallen oder auch nicht.

Grundsätzlich ist zu empfehlen - wenn du schon den Monitor (farbrichtig) profiliert hast, auch die Kamera entsprechend darauf vorzubereiten.

Bei RAW kein Problem, bei JPG aus der Kamera empfiehlt es sich, die Farbtemperatur fix auf (zB.) Tageslicht einzustellen, du hast dann die selben Bedingungen wie mit einem (Tageslicht)Diafilm.

Der profilierte Monitor sollte dir jetzt die Farben korrekt (aus Sensorsicht) abbilden.

Wenn dir da die Farben nicht gefallen, dann hast du - aus meiner Sicht - ein Problem mit deiner (persönlichen) Farbsicht.

Sehen (vor allem die Farben) tut unser Gehirn. Die Farben kommen dir "natürlich" vor, wenn du sie (no na) in der Natur siehst. Dein Gehirn macht dann einen automatischen Weißabgleich, ohne daß du viel davon bemerkst.

Jetzt kann da noch eine subjektive Farbfehlsicht dazukommen, die auch wieder - so möglich - vom Gehirn ausgeglichen wird.

Wenn du aber - mit einer Farbfehlsichtigkeit - das Bild am (profilierten) Monitor siehst, dann ist dein Gehirn (bei den ersten 10000 Bildern) überfordert und dir wird das vorerst einmal nicht gefallen.

Dein Gehirn muß also noch lernen, zwischen "natürlichen" und "reproduzierten" Bildern zu unterscheiden und den automatischen Weißabgleich danach auszurichten.

Dann geht's daran, den Drucker zu profilieren?

Das ist eigentlich nur notwendig, wenn du Druckerpapier und/oder Druckertinten von Drittherstellern verwendest.

Solange Drucker, Druckertinte und Druckerpapier vom selben Hersteller sind, kannst du davon ausgehen, daß diese aufeinander otpimal abgestimmt.

Und auch hier gilt wieder das bereits oben erwähnte: dein Gehirn muß sich erst daran gewöhnen, den für ihn neuen (Farb)Bildeindruck zu erkennen und für dich in gewohnter Weise darstellbar machen.

Wie geht das nun wieder? :confused: Und kann man irgendwie ein Druckerprofil in seine Dateien oder in den Workflow einbinden, wenn ein ordentlicher Fotohändler dem Kunden ein solches Profil für seine Maschine zur Verfügung stellt?

Dafür gibt es sogenannte Farbräume (sind zwar nur Konventionen aber besser als garnichts) zum "Bildtransport" zwischen unterschiedlichen Darstellungsgeräten (Drucker, Monitor etc.).

Wenn du deinem Bild (so wie du es auf dem Monitor siehst) einen Farbraum "mitgibst", dann weiß auch der Dienstleister, womit er farblich zu rechnen hat.

Üblicherweise verwendet man den sRGB-Farbraum als doch recht guten Kompromiß. Wenn du JPGs zum Dienstleister zum Ausdruck bringst, dann wird dabei der sRGB-Farbraum meist implizit vorausgesetzt, es schadet aber nichts, der JPG-Bilddatei auch einen fixen Verweis auf diesen Farbraum mitzugeben (passiert aber ohnehin meist automatisch ohne dein Zutun).

Bedenke aber bitte, der Dienstleister will primär von seiner Arbeit leben, wenn dir seine Bilder dann auch noch gefallen, dann hast du entweder Glück gehabt oder ausreichend dafür bezahlt.

Im Durchschnitt werden Bilder mit dem eigenen Drucker - vorausgesetzt Drucker, Tinte und Papier sind vom selben Hersteller - besser als vom Dienstleister.

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Zwei Anmerkungen:

 

Zum einen möchte ich nochmal unterstreichen, was Kolja oben über den bei vielen Notebooks sehr eingeschränkten Spielraum geschrieben hat. Ich habe das an verschiedenen Notebooks ausprobiert und es führt wirklich nicht immer zu überzeugenden Ergebnissen. Ich hatte z.B. an zwei Sony-Geräten meiner Töchter relativ gute Ergebnisse (jedoch nicht so gut wie an meinem LG-Monitor am Desktop) und an einem Samsung-Netbook verbessert sich zwar die werksseitig miserable Farbwiedergabe etwas, aber richtig brauchbar ist das Ergebnis nicht. Nach meiner Meinung ist es immer einen Versuch wert, aber man sollte bei Notebooks nicht zu viel erwarten - je nach Qualität des Displays und des eingebauten Grafikchips. Mein Rat wäre, es vor dem Kauf einmal auszuprobieren, vielleicht mit einem geliehenen Gerät.

 

Und zum anderen noch eine kleine Ergänzung zu Isaacs Ausführungen: Auch das Umgebungslicht bei der Monitorbetrachtung spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob du deine Bilder spätabends im recht dunklen Zimmer, oder bei warmem Lampenlicht oder eben tagsüber im Hellen (bei bedecktem Himmel, bei Sonnenschein ...) betrachtest.

 

Gruß, Reinhard

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Hallo!

Wenn der Monitor (richtig) profiliert ist (mit der Kalibirerung allein erreichst du noch nichts) dann siehst du einmal, wie der Sensor die Aufnahme gesehen hat.

Das kann dir jetzt gefallen oder auch nicht.

Grundsätzlich ist zu empfehlen - wenn du schon den Monitor (farbrichtig) profiliert hast, auch die Kamera entsprechend darauf vorzubereiten.

Bei RAW kein Problem, bei JPG aus der Kamera empfiehlt es sich, die Farbtemperatur fix auf (zB.) Tageslicht einzustellen, du hast dann die selben Bedingungen wie mit einem (Tageslicht)Diafilm.

Der profilierte Monitor sollte dir jetzt die Farben korrekt (aus Sensorsicht) abbilden.

Wenn dir da die Farben nicht gefallen, dann hast du - aus meiner Sicht - ein Problem mit deiner (persönlichen) Farbsicht.

Sehen (vor allem die Farben) tut unser Gehirn. Die Farben kommen dir "natürlich" vor, wenn du sie (no na) in der Natur siehst. Dein Gehirn macht dann einen automatischen Weißabgleich, ohne daß du viel davon bemerkst.

Jetzt kann da noch eine subjektive Farbfehlsicht dazukommen, die auch wieder - so möglich - vom Gehirn ausgeglichen wird.

Wenn du aber - mit einer Farbfehlsichtigkeit - das Bild am (profilierten) Monitor siehst, dann ist dein Gehirn (bei den ersten 10000 Bildern) überfordert und dir wird das vorerst einmal nicht gefallen.

Dein Gehirn muß also noch lernen, zwischen "natürlichen" und "reproduzierten" Bildern zu unterscheiden und den automatischen Weißabgleich danach auszurichten.

Das ist eigentlich nur notwendig, wenn du Druckerpapier und/oder Druckertinten von Drittherstellern verwendest.

Solange Drucker, Druckertinte und Druckerpapier vom selben Hersteller sind, kannst du davon ausgehen, daß diese aufeinander otpimal abgestimmt.

Und auch hier gilt wieder das bereits oben erwähnte: dein Gehirn muß sich erst daran gewöhnen, den für ihn neuen (Farb)Bildeindruck zu erkennen und für dich in gewohnter Weise darstellbar machen.

 

Das verstehe ich jetzt nicht ganz.

Ich hätte jetzt gedacht, gut, ich sehe das Foto jetzt auf dem Bildschirm jetzt so, wie es der Sensor gesehen hat, und wenn mir die Farben so nicht gefallen, dann ist das der Punkt, wo man mit der Bildbearbeitung beginnt.

 

Wenn Du sagst, mein Gehirn macht den Weißabgleich, dann bräuchte man ja keine Bilder zu bearbeiten (abgesehen mal von Ausschnitt wählen etc). Aber es ist ja nun mal so - siehe meine Ausgangsfrage - dass dasselbe Bild auf verschiedenen Monitoren und bei verschiedenen Fotodienstleistern verschieden herauskommt.

 

Es geht mir ja darum, dass ich im Voraus möglichst genau beeinflussen möchte, dass das Bild vom Dienstleister so herauskommt, wie ich es mir vorgestellt habe, als ich es bearbeitet habe.

 

Das mit dem Farbraum ist klar, es ist sRGB eingestellt. Aber das besagt noch immer nicht, dass das Bild überall gleich reproduziert wird.

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Hallo Reinhard!

Zum einen möchte ich nochmal unterstreichen, was Kolja oben über den bei vielen Notebooks sehr eingeschränkten Spielraum geschrieben hat. Ich habe das an verschiedenen Notebooks ausprobiert und es führt wirklich nicht immer zu überzeugenden Ergebnissen.

Prinzipiell kann ich dir da nicht widersprechen. Aber wie so oft, liegt es an Details...

Ich hatte z.B. an zwei Sony-Geräten meiner Töchter relativ gute Ergebnisse (jedoch nicht so gut wie an meinem LG-Monitor am Desktop) und an einem Samsung-Netbook verbessert sich zwar die werksseitig miserable Farbwiedergabe etwas, aber richtig brauchbar ist das Ergebnis nicht.

Natürlich kommt es sehr auf das "Panel" an, was man an Gamut rausholen kann.

Aber zu meiner eigenen Überraschung gelingt es mit der Argyll Softwaresuite (DispCalGui) über ein Lab-Farbprofil (Verbindungsfarbraum) erstaunlich gut, zumindest die am Panel "verfügbaren" Farben orginalgetreu abzubilden.

Die mit den Farbmeßgeräten mitgelieferte Software erzeugt meist (?) nur ein Profil mit XYZ als Verbindungsfarbraum und das ist halt nicht immer ideal.

Nach meiner Meinung ist es immer einen Versuch wert, aber man sollte bei Notebooks nicht zu viel erwarten - je nach Qualität des Displays und des eingebauten Grafikchips. Mein Rat wäre, es vor dem Kauf einmal auszuprobieren, vielleicht mit einem geliehenen Gerät.
Genauso ist es.

Und zum anderen noch eine kleine Ergänzung zu Isaacs Ausführungen: Auch das Umgebungslicht bei der Monitorbetrachtung spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob du deine Bilder spätabends im recht dunklen Zimmer, oder bei warmem Lampenlicht oder eben tagsüber im Hellen (bei bedecktem Himmel, bei Sonnenschein ...) betrachtest.

Auch hier, meine volle Zustimmung :-)

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Hallo!

Ich hätte jetzt gedacht, gut, ich sehe das Foto jetzt auf dem Bildschirm jetzt so, wie es der Sensor gesehen hat, und wenn mir die Farben so nicht gefallen, dann ist das der Punkt, wo man mit der Bildbearbeitung beginnt.

Das ist der Punkt, wo die Verschlimmbesserung beginnt :-)

Wenn Du sagst, mein Gehirn macht den Weißabgleich, dann bräuchte man ja keine Bilder zu bearbeiten (abgesehen mal von Ausschnitt wählen etc).

So ist es im Wesentlichen auch!
Aber es ist ja nun mal so - siehe meine Ausgangsfrage - dass dasselbe Bild auf verschiedenen Monitoren und bei verschiedenen Fotodienstleistern verschieden herauskommt.
Wenn deine "verschiedenen" Monitore (bis auf einen) alle nicht profiliert sind, dann trifft deine Feststellung auch meist zu.
Es geht mir ja darum, dass ich im Voraus möglichst genau beeinflussen möchte, dass das Bild vom Dienstleister so herauskommt, wie ich es mir vorgestellt habe, als ich es bearbeitet habe.

Das würde nicht einmal ich mir zutrauen :-)

Wenn du wirklich was selbst beeinflussen willst bezüglich Farbreproduktion, dann stelle deine Kamera auf eine fixe Farbtemperatur ein. Mit der Einstellung "Tageslicht" hast du die selben Voraussetzungen wie mit einem Diafilm und bist auch für Blitzaufnahmen auf der sicheren Seite.

Für Aufnahmen bei Kunstlicht kannst du, wenn du sicher bist, daß nur Glühlampen (Wolframglühfaden) die Szene ausleuchten, auch dieses (auch oft Tungsten = Wolfram genannt) fix einstellen.

Bei allen anderen Leuchtmitteln (und in Zukunft wird es wohl leider nur diese geben) einfach den Weißabgleich auf Tageslicht lassen und eine Graukarte mit abphotographieren (genügt bei einer Aufnahme, wenn sich die Lichtverhältnisse nicht ändern). Dann, und nur dann, mußt du den Weißabgleich am Computer machen.

Das mit dem Farbraum ist klar, es ist sRGB eingestellt. Aber das besagt noch immer nicht, dass das Bild überall gleich reproduziert wird.

Es wird auf allen korrekt "profilierten" Ausgabegeräten (im Rahmen deren Gamut = Farbumfang) gleich aussehen.

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Hallo Harald,

 

mal danke für Deine ausführliche Antwort! Ich sehe schon, das Thema Farbmanagement ist ein weites Feld, das sich einem nicht so schnell erschließt. Ich photographiere ja 'nur' hobbymäßig, und da ist dann irgendwann nach einem langen Arbeitstag der Forscherdrang auch mal nicht mehr so ausgeprägt :o

 

Im Durchschnitt werden Bilder mit dem eigenen Drucker - vorausgesetzt Drucker, Tinte und Papier sind vom selben Hersteller - besser als vom Dienstleister.

 

Das mit dem Drucker stimmt schon, ich benötige nur gelegentlich mal ein Papierbild. Das geht dann mit dem Drucker schon recht gut. Aber mich stört einfach, daß manchmal ein Bild mit einem Farbstich herauskommt, oder es ist zu dunkel - dann geht's ans Experimentieren, mit neuen Einstellungen ausprobieren, bis es dann endlich paßt. Das verursacht natürlich unnötige Kosten...:( So doktere ich halt an den Symptomen herum, ohne die eigentlichen Ursachen in den Griff zu bekommen.

 

Wie gesagt, im Großen und Ganzen klappt's ja mit dem Drucker, den Originaltinten - beim Papier geht's auch gut mit einigen Papieren von Pearl, wie ich festgestellt habe. Aber den Aufwand mit einem Kalibriergerät will ich derzeit nicht betreiben - vielleicht dann, wenn ich das Thema mal richtig anpacken will. Derzeit erscheint mir der Aufwand doch zu hoch.

 

Ich verfolge das Thema aber lesend mit großem Interesse weiter, denn hier gibt's viel zu lernen, und der Fortschritt bleibt ja auch nicht stehen! :)

 

Grüße, Axel

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Hallo Axel!

...

Ich photographiere ja 'nur' hobbymäßig, und da ist dann irgendwann nach einem langen Arbeitstag der Forscherdrang auch mal nicht mehr so ausgeprägt :o

Ich muß ja - Gott sei Dank - auch nicht von der Photographie leben :-)

Aber der "Forscherdrang" ist halt bei mir sehr stark ausgeprägt ...

Das mit dem Drucker stimmt schon, ich benötige nur gelegentlich mal ein Papierbild. Das geht dann mit dem Drucker schon recht gut. Aber mich stört einfach, daß manchmal ein Bild mit einem Farbstich herauskommt, oder es ist zu dunkel - dann geht's ans Experimentieren, mit neuen Einstellungen ausprobieren, bis es dann endlich paßt.

Wenn es nur um's Experimentieren geht, dann endet es sicher im "Ausprobieren".

Aber ich habe gelernt, Ursache und Wirkung zu ergründen.

Wenn du feststellst, das Bild wird zu dunkel (gedruckt), dann stimmt etwas mit dem Schwarz- und/oder Weißwert nicht. Bei JPGs aus der Kamera ist das manchmal der Fall, Abhilfe aber nur selten möglich.

Meiner Ansicht nach ist das (Bild zu hell/dunkel) der wirkliche Nachteil von JPGs aus der Kamera.

Ein Farbstich beim einem Ausdruck kann (im Wesentlichen) zwei Ursachen haben:

Mangelhafter (automatischer) Weißabgleich, egal von der Kamera oder vom Anwender. Abhilfe ... Graukarte mitphotographieren.

Übereifer bei der Bildverarbeitung am PC - also das was ich als Verschlimmbesserung bezeichne :-)

Das verursacht natürlich unnötige Kosten...:( So doktere ich halt an den Symptomen herum, ohne die eigentlichen Ursachen in den Griff zu bekommen.
Siehe oben.

Kamera fix auf "Tageslicht" einstellen hilft meist immer.

Hast du schon einmal probiert (!), quasi "farbenblind", nur nach dem (Farb)Histogramm Kontrast, Helligkeit und Farbe einzustellen?

Mit etwas Übung (nach so ca. 10000 Bildern :-) gibt das meist eine höhere Ausbeute als man anzunehmen wagt.

Wie gesagt, im Großen und Ganzen klappt's ja mit dem Drucker, den Originaltinten - beim Papier geht's auch gut mit einigen Papieren von Pearl, wie ich festgestellt habe. Aber den Aufwand mit einem Kalibriergerät will ich derzeit nicht betreiben - vielleicht dann, wenn ich das Thema mal richtig anpacken will. Derzeit erscheint mir der Aufwand doch zu hoch.

Einen Drucker zu profilieren ist - meiner Meinung nach - nur notwendig, wenn man Tinten und/oder Papiere von Drittherstellern einsetzt.

Ich verfolge das Thema aber lesend mit großem Interesse weiter, denn hier gibt's viel zu lernen, und der Fortschritt bleibt ja auch nicht stehen! :)

Farblich sehen hat uns Menschen die Evolution verpaßt, mach dich also auf eine entsprechend lange Wartezeit gefaßt :-)

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Fragen über Fragen. Gibt's da vielleicht ein empfehlenswertes Buch dazu?

 

Da gibt´s ne Menge.

Persönlich empfehle ich gerne das Buch von Herrn Kunert "Farbmanagement in der Digitalfotografie". Ist meistens gebraucht oder als "Mängelexemplar" relativ günstig zu erwerben (kostet neu 50.- €...).

Sicher kein Buch für "Dummies" aber sehr fundiert und findet seinen festen Platz ganz vorne im Bücherregal.

 

Dieter

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...Natürlich kommt es sehr auf das "Panel" an, was man an Gamut rausholen kann.

Aber zu meiner eigenen Überraschung gelingt es mit der Argyll Softwaresuite (DispCalGui) über ein Lab-Farbprofil (Verbindungsfarbraum) erstaunlich gut, zumindest die am Panel "verfügbaren" Farben orginalgetreu abzubilden...

Hallo Harald, danke für den Tipp, bisher habe ich es tatsächlich nur mit der mitgelieferten Software versucht.

Gruß, Reinhard

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Aber mich stört einfach, daß manchmal ein Bild mit einem Farbstich herauskommt, oder es ist zu dunkel - dann geht's ans Experimentieren, mit neuen Einstellungen ausprobieren, bis es dann endlich paßt. Das verursacht natürlich unnötige Kosten...:( So doktere ich halt an den Symptomen herum, ohne die eigentlichen Ursachen in den Griff zu bekommen.

 

 

Genau das meine ich. Wenn man das aber bzgl. Fremddienstleistern ohnehin fast nicht in den Griff bekommen kann, habe ich den Sinn und Zweck der Kalibrierung und Profilierung wohl nicht so recht verstanden.

 

Je länger man sich mit Fotografieren und Bildbearbeitung beschäftigt, um so komplizierter scheint es zu werden. *seufz*

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Genau das meine ich. Wenn man das aber bzgl. Fremddienstleistern ohnehin fast nicht in den Griff bekommen kann, habe ich den Sinn und Zweck der Kalibrierung und Profilierung wohl nicht so recht verstanden...
Naja, ganz so ist es ja nicht. Zum einen ist schon mal viel gewonnen, wenn du ein standardisiertes Bild auf deinem kalibrierten/profilierten Monitor siehst. Damit erhalte ich vom Fotolabor eigentlich schon Bilder, die sich nicht mehr groß von dem unterscheiden, was ich auf dem Bildschirm sehe. Das hängt aber sicher davon ab, wie standardisiert der Dienstleister die Weiterverarbeitung macht. Du kannst dir von einem Dienstleister aber auch ein Testbild schicken lassen. Das bekommst du dann als Papierbild und als Datei. Damit hast du eine gute Voreinschätzung, wie das Endergebnis wohl aussehen wird. Und so kannst du bei Bedarf auch das Bild vorher noch entsprechend bearbeiten. (Ersatzweise kann man ja auch erstmal nur ein Probebild von einer eigenen Testaufnahme machen lassen und das vergleichen).

 

Als Hobbyfotograf kann ich glücklicherweise ja "die Kirche im Dorf lassen" und muß nicht überkritisch werden. Schließlich erstelle ich keine farbverbindlichen Produktkataloge. Und zu Analogzeiten war die "Überraschung" über die Ergebnisse des Labors oft deutlich größer, und die Möglichkeit zur Einflussnahme war wesentlich geringer.

 

Gruß, Reinhard

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Hallo!

Genau das meine ich. Wenn man das aber bzgl. Fremddienstleistern ohnehin fast nicht in den Griff bekommen kann, habe ich den Sinn und Zweck der Kalibrierung und Profilierung wohl nicht so recht verstanden.

Wie immer im Leben, eine Frage der Erwartungshaltung...

Die Profilierung ist nicht nur für farbverbindliche Produktkataloge da sondern auch darum, unsere Freude an einen gelungen Bild zu garantieren.

Ohne Profilierung ist es immer nur eine halbe Sache, per Hand in einem Bildverarbeitungsprogramm eine Profilierung zu umgehen/simulieren ist zwar nicht komplett unmöglich, aber vom Aufwand her sicher niemals gerechtfertigt.

Profilierung ist sowas wie Hygiene in der Farbphotographie.

Je länger man sich mit Fotografieren und Bildbearbeitung beschäftigt, um so komplizierter scheint es zu werden. *seufz*

Also ich denke, es wird mittels Profilierung nur wesentlich einfacher, vorausgesetzt, alle Komponenten sind profiliert.

Das mit den Dienstleistern ist halt so eine Sache. Wenn dieser nicht naßchemisch die Farbbilder anfertigt, sondern per Farbdrucker, dann sollte das Ergebnis recht konstant sein und eine Monitorprofilierung auf deiner Seite sollte eigentlich schon einen sehr farbrichtigen Ausdruck - im Verhältnis zu dem was du am Bildschirm siehst - zur Folge haben.

Wenn der Dienstleister aber - auch mit einem digitalen Zwischenschritt - auf Silberhalogenid-Photopapier (naßchemisch) die Ausdrucke erstellt, dann bist du darauf angewiesen, wie sorgfältig der Dienstleister seine "Entwicklungmaschine" samt Chemikalien wartet.

Als Fautsregel gilt, je billiger die Abzüge, desto unwahrscheinlicher ist eine reproduzierbare Qualität.

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Hallo Harald,

 

damit legst Du ja ein klares Statement 'pro' Kalibrierung und Profilierung hin. Ich nehme mir das mal auf meine Wunschliste, wenn's dann mal richtig nervt, gehe ich die Sache wohl mit so einem Kalibriergerät (am ehesten aus der Bucht) und - sofern nötig - mit der von Dir erwähnten Freeware an.

 

Ich scheue im Moment noch davor zurück, weil ich Aufwand und Nutzen nicht richtig abschätzen kann...

 

Dieter (35ML) - vielen Dank für den Buchtip! Die Besprechungen zu diesem Titel lesen sich ganz vielversprechend, kommt auch auf meine Wunschliste...

 

Tja, ist digitale Photographie nun wirklich einfacher als zu Analogzeiten? :cool:

 

Mal vielen Dank für all den Input! :)

 

Grüße! Axel

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(...)

Aber zu meiner eigenen Überraschung gelingt es mit der Argyll Softwaresuite (DispCalGui) über ein Lab-Farbprofil (Verbindungsfarbraum) erstaunlich gut, zumindest die am Panel "verfügbaren" Farben orginalgetreu abzubilden.

Die mit den Farbmeßgeräten mitgelieferte Software erzeugt meist (?) nur ein Profil mit XYZ als Verbindungsfarbraum und das ist halt nicht immer ideal.

(....)

Hallo Isaac

 

das interessiert mich jetzt sehr. Ich habe mir (zähneknirschend) ein Colorimeter (Spyder Express 3) gekauft und mit der mitgelieferten Software meinen Monitor profiliert. Darf ich dich so verstehen, dass ich besser daran getan hätte, mein Profil mit Hilfer der "Spyder" und DispCalGui zu erstellen? Geht das überhaupt?

 

Kolja

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Mit zufriedenstellendem Ergebnis?

Der Unterschied zwischen vorher und nachher ist recht gering ausgefallen -- ich war sehr erleichtert, weil ich nicht all meine Fotos neu bearbeiten muss. Mein Monitor war etwas zu hell und etwas zu warm eingestellt. Somit ist das Ergebnis für mich zufriedenstellend. Ob es mit anderen Werkzeugen anders ausgegangen wäre, kann ich natürlich nicht sagen.

 

Kolja

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...Die Profilierung ist nicht nur für farbverbindliche Produktkataloge da
So meinte ich das nicht.

 

Sondern so:

Wenn dieser nicht naßchemisch die Farbbilder anfertigt, sondern per Farbdrucker, dann sollte das Ergebnis recht konstant sein und eine Monitorprofilierung auf deiner Seite sollte eigentlich schon einen sehr farbrichtigen Ausdruck - im Verhältnis zu dem was du am Bildschirm siehst - zur Folge haben.
Meine Antwort bezog sich auf die von Penny geäußerte Sorge: "Wenn man das aber bzgl. Fremddienstleistern ohnehin fast nicht in den Griff bekommen kann"

 

Gruß, Reinhard :)

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Der Unterschied zwischen vorher und nachher ist recht gering ausgefallen -- ich war sehr erleichtert, weil ich nicht all meine Fotos neu bearbeiten muss. Mein Monitor war etwas zu hell und etwas zu warm eingestellt. Somit ist das Ergebnis für mich zufriedenstellend. Ob es mit anderen Werkzeugen anders ausgegangen wäre, kann ich natürlich nicht sagen...
Hallo Kolja,

vielleicht hast du einfach einen guten Monitor, der schon vorher ziemlich richtig lag. So lange du mit den (gedruckten, belichteten) Bildern zufrieden bist, ist es doch o.k.

Aber den Spyder nutze ich auch, und deine Frage nach der Kombination mit dem Fremdprogramm interessiert mich ebenfalls.

 

Gruß, Reinhard

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Hallo Kolja!

das interessiert mich jetzt sehr. Ich habe mir (zähneknirschend) ein Colorimeter (Spyder Express 3) gekauft und mit der mitgelieferten Software meinen Monitor profiliert. Darf ich dich so verstehen, dass ich besser daran getan hätte, mein Profil mit Hilfer der "Spyder" und DispCalGui zu erstellen? Geht das überhaupt?

 

Am besten du schaust hier nach: dispcalGUI?Open Source Display Calibration and Characterization powered by Argyll CMS

 

Ich habe mit meinem huey "Photometer" und DispCalGui bereits unzählige Monitore bei mir und in der Verwandtschaft und Bekanntschaft profiliert.

 

Grundsätzliches ist mir dabei Aufgefallen:

 

Je billiger (und je "laptopper") ein Display ist, desto offensichtlicher waren die Veränderungen zum Guten. Bei einem CRT-Monitor war ich aber nahe am Verzweifeln bis ich eine halbwegs passende Grundeinstellung am Gerät selbst herausgefunden hatte, die sich dann auch profilieren ließ.

 

Die Profilierung mit der mitgelieferten Software hat - aber da habe ich nur zwei eigene LCDs profiliert - eigentlich nur Anpassungen im Kontrast und in der Helligkeit gebracht, die Farben haben sich kaum (?) sichtbar verändert.

Ganz anders mit DispCalGui und Lab-Verbindungsfarbraum.

Beim ersten Mal habe ich da auch nur den XYZ-Verbindungsfarbraum gewählt und praktisch keine Veränderungen zur Originalsoftware festgestellt, erst die Auswahl des Lab-Verbindungsfarbraumes hat dann, nach relativ langer, iterativer Kalibrierung eine Genauigkeit von etwa 0.1 delta-E gebracht.

Delta-E ist der erreichbare Abstand Soll-Ist für die L-, a- und b-Komponenten.

Die reine XYZ-Kalibrierung bringt bei der L-Komponente (Luminanz) zwar auch beinahe 0.1 delta-E, aber besser als 1-2 delta-E in den beiden Farbkanälen (a und B) ist nicht zu erreichen.

 

Achtung, falls bereits der Adobe(?)-sRGB Farbraum (nicht zu verwechseln mit Adobe-RGB) über ein Utility vom GraKa-Treiber installiert worden ist, so ist dieser rückstandlos zu entfernen, weil er sich gnadenlos über jedes gemessene Farbprofil legt (das kann auch der Grund sein, warum viele durch die Profilierung keinen Unterschied zu vorher bemerken).

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